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Freitag, 28. Mai 2021

Shaolin Heroes




Shaolin Heroes

Story:

China zur Zeit der Ming: Mongolen planen das Land zu infiltrieren und zu übernehmen. Nur ein sonderbares und mächtiges Schwert (Light Sword) könnte den Feind besiegen. Diverse Gruppierungen, Feinde und Personen mit Hintergedanken sind hinter dem Schwert her, zu welchen Ehren sogar ein Turnier ausgetragen wird…

Meine Meinung:

Old School Kung Fu Film aus Taiwan mit, zumindest in der englischen Sprachfassung, leicht konfuser Story. Am besten merkt man sich folgendes: Wang Kuan-Hsiung = Held. Alle suchen nach einem Schwert. Der Mann mit roten Klamotten und weissen, langen Haaren = einer der Hauptbösewichte. Eine mysteriöse Frau, die auftaucht, rettet dem Helden hier und da das Leben. Die Mongolen spielen im Film zu 90% keine Rolle.

Der Plot ist nebensächlich. Mir gefielen vor allem die Kämpfe. Klar, es gibt im Old School Kung Fu Genre bessere, aber auch schlechtere Filme was die Anzahl von Kampfszenen oder deren Qualität angehen. Hier habe ich nichts erwartet und wurde gut unterhalten. Es gibt auch nur wenig Längen.

Die Kampfszenen haben mir gefallen, vor allem diese von Wang Kuan-Hsiung, der mysteriösen Frau, dem Bösewicht und die Finalkämpf. Die Turnier-Szene war auch interessant. Unter anderem sieht man dort eine Chicken Style Kampfart.

Solche Filme bieten oft auch Klamauk. Noch öfters ist der Englische Dub dazu mies und es gibt komische Soundgeräusche, um «humorvolle» Szenen zu unterstreichen. Von beidem gibt es in Shaolin Heroes zum Glück wenig zu sehen. Mir sind ca. zwei Szenen aufgefallen, welche in diese Beschreibung passen. Umso weniger nervender Klamauk, umso besser.

Wang Kuan-Hsiung (The Guy at Simenting) wirkt wie ein schwacher und hölzerner John Liu (schauspielerisch). In den Kampfszenen macht er jedoch eine gute Figur. Doris Lung Chun-Erh (The 18 Bronze Girls of Shaolin) spielt einen Mix aus «Bettler» und «Tomboy». Und Li Chiang (The Invincible Swordswoman) als natürlich weiss- und langhaariger Bösewicht gefällt gut.

Fazit: Zumindest für Old School Kung-Fu Film-Fans interessant!

Infos:

O: Long quan hu zhua dou diao shou

Taiwan 1979

R: Yang Ching-Chen

D: Wang Kuan-Hsiung, Tsung Hua, Doris Lung Chun-Erh, Li Chiang

Laufzeit des indonesischen Beta: Ca. 90 Min. / Laufzeit der südkoreanischen VHS inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung: 88:30 Min.

Gesehen am: 27.02.21 / 2. Sichtung: 06.03.26

Fassungen: Mir lag das Beta aus Indonesien von SPVIDEO vor = Wahrscheinlich Uncut, Englisch Dubbed, indonesische Subs. Der Dub ist schlecht. Vollbild. Solide Bildqualität. Alternative: ein VHS aus den USA (Titel: Dragon Fist). Eine DVD, Blu-Ray und/oder deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2021). Nachtrag März 2026: Für eine 2. Sichtung lag mir nun das Vollbild-VHS aus Südkorea von Sam Boo Video Production vor = Mandarin Ton, wahrscheinlich Uncut, solide Bild- und Tonqualität. Es gibt koreanische Untertitel. Der Film kommt in Mandarin definitiv angenehmer als mit dem miesen englischen Dub. Den Film hatte ich auch nicht mehr so actionreich und gelungen in Erinnerung. Ich würde sogar behaupten, dass mir der Film aktuell noch besser gefallen hat. Das vor allem aufgrund der Tatsache, dass es praktisch den ganzen Film über mind. alle fünf Minuten Kampfszenen zu bestaunen gibt. Wang Kuan-Hsiung prügelt sich durch unzählige Gegner, die zudem diverse Kampfstile oder Waffen in die Kämpfe integrieren. Pluspunkte gibt auch der weisshaarige Bösewicht und auch Doris Lung Chun-Erh, die im Finale als weiterer Bösewicht und Finalgegner aus dem Hut gezaubert wird, hat sehr gefallen. Non-Stop-Action aus Taiwan. Sehenswert! 

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