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Donnerstag, 10. September 2026

Kinder des Zorns

Kinder des Zorns

Story:

Burt (Peter Horton) und Vicky (Linda Hamilton) erreichen, nachdem sie ein Kind (Jonas Marlowe) auf der Strasse angefahren haben, die Kleinstadt Gatlin. Dort erwartet sie ein tödliches Geheimnis…

Meine Meinung:

Kinder des Zorns ist sicherlich eine der erfolgreichsten Verfilmungen eines Stephen King Romans, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich ursprünglich «nur» um eine 30seitige Kurzgeschichte handelt. Die Kinder des Zorns-Reihe, die im Original Children of the Corn heisst, hat es immerhin auf neun Filme und zwei neue Interpretationen/Remakes gebracht (das 1. Remake lohnt sich gar nicht). Von der Original-Reihe dürfte ich alle, bis auf den letzten Film (Kinder des Zorns 9 - Runaway) gesehen haben. Aber wie schon bei anderen Horrorreihen (Hellraiser u.a.) haben die Filme ab dem fünften Teil an Qualität verloren, da zu dem Zeitpunkt nur noch Direct to Video statt Kinoproduktionen bzw. sehe ich, dass schon die Teile drei und vier nicht mehr fürs Kino produziert wurden.

Kinder des Zorns ist grundsolide. Das liegt auch an einem gewissen Nostalgie-Bonus, den auch die beiden Fortsetzungen von mir erhalten. Ich mag die 80er Jahre Stimmung, ich mag allgemein die 80er Jahre Stephen King Verfilmungen (Friedhof der Kuscheltiere, Es, Schlafwandler) und ich mag die Kleinstadt-Stimmung, die der Film aufbringt. Das liegt auch daran, dass ich diese Filme alle mit meiner Kind- und/oder Jugendzeit in Verbindung bringe. Kinder des Zorns ist einfach irgendwie unterhaltsam, auch wenn es bis zum Finale gar nicht sonderlich viel Action oder Horrorparts zu bestaunen gibt. Der Plot entfaltet sich gemächlich und eigentlich auch ohne wirkliche Überraschungen.

Dennoch funktioniert der Film. Mordende Kinder sind im Horror-Genre immer gern gesehen, z.B. The Children, Die Brut, Who Can Kill a Child? (Review 1/Review 2), Weapons, Ice Cream Man oder Come Out and Play. So auch hier. Mit Peter Horton und Linda Hamilton hat man zwei relativ sympathische Hauptfigur an Bord. Besonders Linda Hamilton war ein kluger Schachzug, da seit Terminator ein Star. Bei den Kids sind es Courtney Gains (The Burbs), John Franklin (Tammy and the T-Rex) und Julie Maddalena, die zu überzeugen vermögen. John Franklin legte sogar in einer der deutlich späteren Fortsetzungen einen Gastauftritt hin (= Children of the Corn 666: Isaac’s Return).

Für heutige Verhältnisse ist der Film eigentlich sehr harmlos. Alles geschieht langsam und mit angezogener Handbremse. Bei dem Stoff hätte es sicherlich mehr Potenzial gegeben. Auch der Blutgehalt ist sehr moderat und kaum explizit. Zudem sind auch andere Effekte, ich würde sie Mal altmodische «CGI-Effekte» nennen, ziemlich aus der Zeit gefallen und doch, ich muss es so sagen, «schlecht gealtert». Dennoch haben die Szenen einen gewissen Charme. Wer 80er Jahre Stephen King Verfilmungen mag, kann einen Blick riskieren!

Gefolgt von: Kinder des Zorns II - Tödliche Ernte

Infos:

O: Children of the Corn

USA 1984

R: Fritz Kiersch

D: Linda Hamilton, Peter Horton, Courtney Gains, John Franklin, Robby Kiger, AnneMarie McEvoy, Jonas Marlowe, Julie Maddalena

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 92:09 Min.

Gesehen am: Kind- oder Jugendzeit / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen als deutsche Blu-Ray von capelight pictures / NSM Records = Mediabook mit den ersten drei Teilen der Reihe. Zu Teil eins: Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs (die deutsche Synchro ist gelungen). Es gibt Extras wie ein Making of, Interviews und Audiokommentare. In England gibt es den Film von Arrow Video inzwischen auch als UHD. Angeblich soll eine frühere Variante des Filmes härter gewesen sein (Ermordung der Erwachsenen zu Beginn). Ob diese Szenen jemals gedreht und/oder für die US-Kinofreigabe entschärft wurden, ist mir nicht bekannt.

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