Im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich dieses Jahr wieder
Urlaub erhalten für das NIFFF. Ich freute mich. Das Programm sah besser aus.
Einige Filme, auf welche ich hoffte, wurden gezeigt (z.B. The Furious oder
Hokum). Andere Filme, die gezeigt würden, kannte ich schon von anderen
Filmfestivals, z.B. Higuma!! The Killer Bear. Andere potenziell interessante
Filme (Mum, I'm Alien Pregnant) kamen aufgrund der späten Vorstellungen
(verpasse ich den letzten Zug) nicht in Frage. Andere Filme liess ich aus, da
diese auch in den regulären Kinos gezeigt werden (Evil Dead Burn). Es ist so
oder so interessant, dass mehrere am NIFFF gezeigte Filme auch später regulär
in den Schweizer Kinos laufen werden (z.B. Nightborn oder Teenage Sex and Death
at Camp Miasma).
Nach zwei trägen, müden Tagen (ich war sehr unproduktiv)
heiss es heute wieder NIFFF. Kurz vor dem Mittag machte ich mich auf den Weg,
nur um am Bahnhof eine defekte Anlage vorzufinden. Ich konnte meine
Stempelkarte nicht brauchen und musste die Gleise wechseln. Zeitverlust. Dort
ging es, aber beim «Stempeln» übersprang die Maschine ein Feld. Nun sieht es so
aus, als könnte ich statt sechs Mal fahren die Karte nur für fünf Fahrten
brauchen. Da werde ich das leere Feld am Ende mit dem Kugelschreiber ausfüllen.
Nicht mein Problem. Im Zug las ich Clive Barkers Gewebte Welt weiter, wo ich im
letzten Viertel angekommen bin. Apropos Clive Barker: da bestellte ich mir noch
seinen Roman Das scharlachrote Evangelium. Ich wusste gar nicht, dass Clive
Barker eine neue Story um Pinhead kreiert hat und wer kommt noch vor? Harry
D'Amour, eine der Figuren aus Jenseits des Bösen und Stadt des Bösen oder des
Filmes Lord of Illusions. Cool.


Bevor ich nach Neuchatel fuhr, kaufte ich im Westside noch
ein. Schokolade, Trinken, ein Sandwich. Dazu wurden gratis Muster zum Trinken
verteilt. In Neuchatel traf ich meinen Kumpel. Wir gingen in die Stadt und
danach an den See. Es zog leicht und war vom Wetter her sehr angenehm. Unsere
ersten zwei Filme wurden im Kino Studio gezeigt. In dem wird es i.d.R. warm und
die weichen Sitze laden ein, müde zu werden. Der Film war recht voll und
mehrfach kamen Mitarbeitet vom NIFFF und riefen den Zuschauern Befehle zu,
welche ich nicht verstand. Laut meinem Kumpel wollten sie, dass nicht an den
Seiten Platz genommen wird, sondern sich die Zuschauer in die Mitte der Reihe
setzen sollten. Für mich unverständlich. Es ist freie Platzwahl und wer (als
grössere Gruppe) zu spät kommt, muss halt in den sauren Apfel beissen und sich
dann aufteilen und ggf. auf einzelnen, freien Plätzen Platz nehmen. Da ich aber
sowieso kein Franz. verstehe, bin ich davon sowieso ausgeschlossen. Wir blieben
auch sitzen. Beim ersten Film (Gaua) wurde ich auch recht müde. Dennoch überstand
ich die Vorstellung, ohne eingeknickt zu sein (eigentlich seit unendlich vielen
Jahren nie mehr geschehen). Es war der schlechteste der drei Filme.


Die Notfalltüre, als wir das Kino verliessen, schlug Alarm.
Danach gingen wir zum Hotel des Kumpels. Er musste noch einchecken. Es würde die ersten drei Tage vor Ort schlafen. Danach gab es noch einen Filmetausch. Ich
brachte ihm die UK-Blu-Ray von Keeper und er gab mir mehrere Filme. Mehr konnte
ich zum Tauschen nicht geben, da ich bei einem Grillfest /Game-Night mehrere
Filme einem anderen Kumpel brachte. Danach gab es die erste Panne: der 2. Film
hatte, für uns unverständlich, 30 Minuten Verspätung. So würden wir nach dem 2.
Film keine Pause haben. Und erneut wurde befohlen, dass wir in die Mitte der
Kinoreihen rutschen sollten. Erneut kamen wir dem nicht nach. Danach gingen wir
direkt in die dritte Vorstellung (Fifteen). Da war einer der Regisseure da, der
sich kurz vorstellte. Nach dem Film sollte ein Q&A folgen. An dem nahmen
wir aber nicht teil, da ich auf den Zug musste und der Kumpel den Film
grottenschlecht fand. Da er noch einen vierten Film auf seinem Programm stehen
hatte, zog es ihn ins Hotel, um noch etwas erholen zu können. Ich war froh um
frische Luft, da ich mehrfach im Kino einen strengen und penetranten Uringeruch
wahrnahm (kenne ich leider von der Arbeit, eklig). Das betraf wohl eine Person
mit Handicap, die auch im Kino war. Für mich war klar, nie mehr auf dieser
letzten Sitz-Reihe Platz zu nehmen, um dem in Zukunft zu entfliehen. Das Wetter
war nun föhnig und mit Kopfweh verabschiedete ich mich Richtung Bern. Zuhause
(ca. 22.40 Uhr) nahm ich Tabletten ein und schrieb bereits die ersten zwei
Reviews, ehe ich noch 20 Minuten Fussball schaute und danach ging ich schlafen.


Ich stand um 09.30 Uhr und schrieb das letzte Review. Danach
reinigte ich das Wohnzimmer und habe spontan eine Maschine Wäsche gewaschen,
als mir der Kumpel schrieb, dass unser gemeinsamer Film heute bereits um 16.30
Uhr starten würde (ich habe mich in der Zeit geirrt). Er hatte heute auch zwei
Filme mehr auf dem Programm als ich. Voller Freude bekam ich noch Post (die
neue Jackie Chan Box von Arrow Video). Cool. Am Mittag hatte ich erneut Kopfweh
und ich musste erneut zwei Schmerzmittel nehmen. Danach machte ich mich auf den
Weg und dann folgten viele mühsame Wohlstandsprobleme. Zuerst kam kein Bus. Ich
fand dann heraus, dass die Verbindung komplett ausfällt. Also habe ich gestresst
und es noch gerade auf den Zug Richtung Stadt geschafft (der fährt zweimal pro
Stunde). Da sah ich, dass es von Bern nach Neuchatel keine Direktverbindungen
gibt, obwohl es solche geben müsste. Wahrscheinlich sind solche, da irgendwelche
Bauarbeiten, am Wochenende weggefallen. Ich hätte nach Biel und von dort
nach Neuchatel reisen können. Aber dann wäre meine Stempelkarte ungültig d.h.
das hiesse Extra-Ausgaben. Darauf hatte ich keinen Bock. Also ging es am Europaplatz
raus, aufs Tram (voller Gestank, da jemand im Tram einen fahren gelassen hat) und
von dort ins Westside und von dort fuhr ein Zug. Alles ging auf, aber knapp und
ohne Zeit für mich, um mich mit Essen und Trinken einzudecken. Ich hatte heute
bisher nur zwei Kaffee und eine halbe Schokoladen Tafel und ca. fünf Kinder-
und Duplo-Riegel (auch Schokolade) gegessen. In Neuchatel sollte ich erst um
16.00 Uhr ankommen und dann dort einkaufen und bereits 15 Minuten später wäre
Türöffnung der ersten Vorstellung. Der Kumpel liess mich wissen, dass er Sitze reservieren würde. Vor
Neuchatel stand der Zug noch still, so dass der Zug mit Verspätung dort ankam.
Im Coop am Neuchatel Bahnhof musste ich auch länger warten. Dennoch war ich
sogar von meinem Kumpel im Kino, da ich sehr schnell laufe.


Ich war vor ihm im Saal und habe reserviert. Dort störte
mich dann phasenweise eine Fliege. Ein Wohlstandsproblem nach dem nächsten. Allerdings
sass ich nun Mal aussen und das tat gut. Obwohl die Vorstellung ausgebucht war,
hatte ich kaum heiss. Der Film war leider nur durchschnittlich. Meinen Hunger
stillte ich mit einem Red Bull (im Coop gab es keine zuckerfreien!) und einem Butterbrezel.
Das Sandwich sparte ich für die Rückreise auf. Da die Werbevorspänne vor den
Vorstellungen noch länger sind als in den letzten Jahren, werden die Lücken zwischen
den Filmen immer kleiner. Nach der Vorstellung liefen wir bereits in die nächste
Vorstellung. Dieser war ebenfalls voll und die Regisseurin und eine der
Hauptdarstellerinnen haben sich kurz vorgestellt. Das Q&A haben wir uns
nicht angetan. Ich musste auf den Zug (Heimreise) und mein Kumpel wollte sich
erneut vor dem letzten Film im Hotel schonen. Da es auch bei der Heimfahrt (=
ass ich noch mein Sandwich) keine Direktverbindung nach Bern gab, würde die Heimreise
ca. 1h40Min. betragen. 21.04 Uhr Abfahrt in Neuchatel, Ankunft im Westside um
21.45 Uhr. Danach via Tram zum Europaplatz und dort auf den Zug warten (Abfahrt
22.19 Uhr). So würde ich um ca. 22.35/22.40 Uhr Zuhause sein. Ich habe
überlegt, vom Westside nach Hause zu laufen. Das würde ich in ca. 30 Min.
schaffen. Allerdings hatte ich keine guten Schuhe für über das Feld und der Feldweg
ist der mühsamste Part. Also wagte ich folgendes. Ich stieg eine Station vor
dem Westside aus (= Riedbach, 21.42 Uhr) und Google sagte, dass der Fussweg 48
Minuten betragen würde. Praktisch alles an der Strasse bis Oberbottigen, und
von dort konnte ich den Feldweg umgehen. Laut Google 3.4km und die Dauer betrug
48 Minuten. Ich habe den Weg in 33 Minuten geschafft und kam um 22.15 Uhr
Zuhause an. Cool. Noch etwas trainiert. Die ganze Strecke war mehr oder weniger
flach und ich lief super schnell wie wenn ich arbeiten würde. So konnte ich
bereits vor dem Fussballspiel (Frankreich spielt, aber die 1. Halbzeit war
Zeitverschwendung) die beiden Reviews von heute schreiben und meine Katzen
hatten auch Freude, dass ich früher Zuhause war. Zudem gönnte ich mir ein
starkes Kaffee. Darauf hatte ich Lust. Kurz überlegte ich auch, 6l Coca-Cola Zero
zu bestellen (ich will eine Fast Food Pause von drei Monaten einlegen, daher
darf ich keinen Fast Food bestellen aber bei vier 1.5l Flaschen hätte ich den
Mind. Bestellwert von der Pizzeria in Niederwangen wohl erreicht). Ich habe
mich aber, wohl besser so, dagegen und für eins starkes Kaffee entschieden.












