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Freitag, 11. September 2026

Thunderbolt

 

Thunderbolt

Story:

Der international gesuchte Gangsterboss Warner «Cougar» Krugerman (Thorsten Nickel) wird dank der Mithilfe des Rennfahrers und Autowerkstattbesitzers Chan Foh To (Jackie Chan) in Hong Kong verhaftet. Doch Gangsterboss Krugerman wird von seinen Untergebenen (u.a. Ken Lo) aus dem Gefängnis befreit und dieser schwört Rache an Chan Foh To…

Meine Meinung:

Auf Thunderbolt war ich gespannt. Ich sah den Film nur einmal und das war im Feb. 2006. Vor mehr als 20 Jahren. Thunderbolt von Gordon Chan (Fight Back to School II, Fist of Legend, Beast Cops) ist sicherlich nebst Titeln wie New Police Story, Crime Story oder Shinjuku Incident einer der ernsteren Filme in der langen Karriere von Jackie Chan (Who Am I?, Battle Creek Brawl, Dragon Lord). Leider konnte mich der Film nicht wirklich überzeugen. Ich empfinde den Film als mittelmässig. Thunderbolt entstand nach Rumble in the Bronx. In diesem hat sich Jackie Chan am Knöchel verletzt (Fraktur), so dass dies Auswirkungen auf die Action-Szenen in Thunderbolt hatte.

Thunderbolt markiert nach langer Abstinenz eine Zusammenarbeit zwischen Jackie Chan und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Encounters of the Spooky Kind 2, Slickers Vs Killers). Sammo Hung hat geholfen, die Action-Szenen zu realisieren. Zusammen mit Jackies Team. Und das sind auch die Highlights des Filmes. Die Actionszenen. Der Film ist nicht per se ein Martial Arts Film. Es gibt Verfolgungsjagden (mit Rennwagen durch Hong Kong und das Finale), eine Zerstörung einer Arbeitsstätte (cool, geht viel kaputt), einen Ausbruch aus dem Polizeirevier (hat fast Terminator Vibes und blutige Shoot-Outs) und drei Kampfszenen. Dabei gefällt diese in der Arbeitsstätte und jene in Japan. Das war es jedoch auch schon, was die positiven Seiten des Filmes sind.

Der Film war mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden zu lang, die Musik wirkte billig, die Kameraführung und das Editing sind teilweise rätselhaft (beschleunigt, stockend, Slow-Mo) und/oder in einigen Kampfszenen zu nah dran (wahrscheinlich aufgrund Jackie Chans noch nicht 100% genesenem Knöchel zu verdanken), die Love-Story und das Ende mit dem Kuss waren peinlich wie auch einige der schauspielerischen Leistungen (Jackie Chans und Michael Wongs Zusammentreffen im Krankenhaus waren schlecht gespielt). Die Bösewichte waren ein schlechter Scherz und konnten nicht ernstgenommen werden, mit Ausnahme der Japan-Fraktion (Ken Lo und Co.). Das Finale war auch unspektakulär.

Nebst Jackie Chan, Michael Wong (First Option, Her Name Is Cat, Knock Off) und Ken Lo (Cheetah on Fire, Police Story 3 Super Cop, Lucky Dragon) sind hier noch Namen wie der ehemalige Shaw Brothers Regisseur Chor Yuen (The Sniping, City Warriors, Full Moon Scimitar), Chin Ka-Lok (keine Actionrolle), Corey Yuen (Kurzauftritt als Arzt im Spital, der Jackie Chan die Nadel aus dem Arm zieht) sowie Shing Fui-On (Brave Young Girls, Code of Honor) zu sehen. Shing Fui-On spielt keinen der Bösewichte und hat nur eine kurzen Gastauftritt. Langweilig wird es eigentlich nicht, aber es gibt trotzdem viele unnötige Füllszenen, die man hätte weglassen können.

Fazit: Nur dank den Actionszenen geniessbar!

Infos:

O: Pik Lik Foh

HK 1995

R: Gordon Chan

D: Jackie Chan, Anita Yuen, Thorsten Nickel, Chor Yuen, Daisy Woo Hoi-Yan, Annie Man Chung-Han, Michael Wong, Dayo Wong Chi-Wah, Sawada Kenya, Ken Lo, Kayama Yuzo, Chin Ka-Lok, Eguro Mari, Shing Fui-On, Corey Yuen

Laufzeit der UK-UHD: 110:40 Min.

Gesehen am: Feb. 2006 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Ich sah den Film als UK-UHD von Arrow Video (Jackie Chan's Breakout Hits!) = O-Ton (Kantonesisch/Englisch/Jap. mit englischen Subs), neu restauriert (den Film gab es bisher nur auf DVD d.h. es gab keine Blu-Ray). Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, wenn mir auch zu dunkel. Ich musste tatsächlich am Helligkeitsregler des TV drehen um mir das Bild etwas heller stellen zu können. Es gibt einiges an Extras (jap. Fassung, das Feature Breakout! Part 3: Thunderbolt oder Outtakes.) In Deutschland Uncut von Kinowelt auf DVD zu haben. Ob sich dort der korrekte O-Ton befindet (oder ein Englischer Dub), ist mir nicht bekannt.

Donnerstag, 10. September 2026

Kinder des Zorns

Kinder des Zorns

Story:

Burt (Peter Horton) und Vicky (Linda Hamilton) erreichen, nachdem sie ein Kind (Jonas Marlowe) auf der Strasse angefahren haben, die Kleinstadt Gatlin. Dort erwartet sie ein tödliches Geheimnis…

Meine Meinung:

Kinder des Zorns ist sicherlich eine der erfolgreichsten Verfilmungen eines Stephen King Romans, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich ursprünglich «nur» um eine 30seitige Kurzgeschichte handelt. Die Kinder des Zorns-Reihe, die im Original Children of the Corn heisst, hat es immerhin auf neun Filme und zwei neue Interpretationen/Remakes gebracht (das 1. Remake lohnt sich gar nicht). Von der Original-Reihe dürfte ich alle, bis auf den letzten Film (Kinder des Zorns 9 - Runaway) gesehen haben. Aber wie schon bei anderen Horrorreihen (Hellraiser u.a.) haben die Filme ab dem fünften Teil an Qualität verloren, da zu dem Zeitpunkt nur noch Direct to Video statt Kinoproduktionen bzw. sehe ich, dass schon die Teile drei und vier nicht mehr fürs Kino produziert wurden.

Kinder des Zorns ist grundsolide. Das liegt auch an einem gewissen Nostalgie-Bonus, den auch die beiden Fortsetzungen von mir erhalten. Ich mag die 80er Jahre Stimmung, ich mag allgemein die 80er Jahre Stephen King Verfilmungen (Friedhof der Kuscheltiere, Es, Schlafwandler) und ich mag die Kleinstadt-Stimmung, die der Film aufbringt. Das liegt auch daran, dass ich diese Filme alle mit meiner Kind- und/oder Jugendzeit in Verbindung bringe. Kinder des Zorns ist einfach irgendwie unterhaltsam, auch wenn es bis zum Finale gar nicht sonderlich viel Action oder Horrorparts zu bestaunen gibt. Der Plot entfaltet sich gemächlich und eigentlich auch ohne wirkliche Überraschungen.

Dennoch funktioniert der Film. Mordende Kinder sind im Horror-Genre immer gern gesehen, z.B. The Children, Die Brut, Who Can Kill a Child? (Review 1/Review 2), Weapons, Ice Cream Man oder Come Out and Play. So auch hier. Mit Peter Horton und Linda Hamilton hat man zwei relativ sympathische Hauptfigur an Bord. Besonders Linda Hamilton war ein kluger Schachzug, da seit Terminator ein Star. Bei den Kids sind es Courtney Gains (The Burbs), John Franklin (Tammy and the T-Rex) und Julie Maddalena, die zu überzeugen vermögen. John Franklin legte sogar in einer der deutlich späteren Fortsetzungen einen Gastauftritt hin (= Children of the Corn 666: Isaac’s Return).

Für heutige Verhältnisse ist der Film eigentlich sehr harmlos. Alles geschieht langsam und mit angezogener Handbremse. Bei dem Stoff hätte es sicherlich mehr Potenzial gegeben. Auch der Blutgehalt ist sehr moderat und kaum explizit. Zudem sind auch andere Effekte, ich würde sie Mal altmodische «CGI-Effekte» nennen, ziemlich aus der Zeit gefallen und doch, ich muss es so sagen, «schlecht gealtert». Dennoch haben die Szenen einen gewissen Charme. Wer 80er Jahre Stephen King Verfilmungen mag, kann einen Blick riskieren!

Gefolgt von: Kinder des Zorns II - Tödliche Ernte

Infos:

O: Children of the Corn

USA 1984

R: Fritz Kiersch

D: Linda Hamilton, Peter Horton, Courtney Gains, John Franklin, Robby Kiger, AnneMarie McEvoy, Jonas Marlowe, Julie Maddalena

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 92:09 Min.

Gesehen am: Kind- oder Jugendzeit / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen als deutsche Blu-Ray von capelight pictures / NSM Records = Mediabook mit den ersten drei Teilen der Reihe. Zu Teil eins: Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs (die deutsche Synchro ist gelungen). Es gibt Extras wie ein Making of, Interviews und Audiokommentare. In England gibt es den Film von Arrow Video inzwischen auch als UHD. Angeblich soll eine frühere Variante des Filmes härter gewesen sein (Ermordung der Erwachsenen zu Beginn). Ob diese Szenen jemals gedreht und/oder für die US-Kinofreigabe entschärft wurden, ist mir nicht bekannt.

The Dragon's Executioner

The Dragon's Executioner

Story:

China in den 30ern:

Japaner haben das Sagen und gehen mit der chinesischen Bevölkerung nicht gerade zimperlich um. Ma Ta-Lang (Barry Chan) Angehörige werden zu Opfern der Japaner. Ebenso der Bruder von Hsu Hsiao-Chun (Doris Lung Chun-Erh). Beide nehmen den Kampf gegen die Japaner auf…

Meine Meinung:

Aka Chinese. The Dragon's Executioner ist ein Anfang der 70er Jahre Basher von Wu Min-Hsiung (Heroes in the Late Ming Dynasty, Chase Step by Step, The Green Dragon Inn) und eigentlich müsste ich den Film zum Verkauf anbieten, da ein 5/10er. Auf der anderen Seite war ich heute ausserordentlich schläfrig und es ist nicht auszuschliessen, dass ich sogar ein- bis zweimal beim Schauen eingeknickt bin. Also wurde ich dem Film nicht ganz gerecht. Auf der anderen Seite kann ich Kritikpunkte klar benennen, und die würden mir auch bei einem Rewatch wohl nicht besser gefallen.

Der Inhalt ist weder neu noch originell. Das ist auch nicht wirklich kritisch zu betrachten. Aber solche Inhalte mit 08/15 Bösewichten (= Japanern), gefallen mir als Setting immer weniger. Das ist ähnlich wie neue Zombiefilme. Das spricht mich auch kaum mehr an. Ich finde die Themen ausgelutscht. Dann hätte ich z.B. lieber eine typische Meister-Schüler-Rache-Story gesehen, als jene der bösen Japaner. Es wäre noch was Anderes gewesen, wenn es charismatische oder wirklich fiese Antagonisten gehabt hätte. Wenn möglich noch mit Namen wie Lung Fei oder Yasuaki Kurata. Aber Fehlanzeige. Die Bösewichte sind Luschen und Barry Chan fehlt es einem würdigen Gegner.

Dazu kommt, dass das Schauspiel in einigen Szenen unfreiwillig komisch anmutete, so z.B. ausgerechnet in der Schlussszene, obwohl diese dramatisch und ernst gedacht ist. Die Mimik von Barry Chan (Game of Killers, The Deadly Sword, The Death Player) oder dem Japaner, der noch durch das Schwert getötet wird, waren wirklich peinlich und die Sterbeszenen einfach schlecht gespielt. Ich denke, der miese Englische Dub hat das Gefühl und die Negativität zusätzlich verstärkt. Ansonsten gab es viele solide Kampfszenen. Barry Chan war solide. Etwas, was mich jedoch, vor allem beim den Kampfszenen, auch störte, war die Tatsache, dass in diesen meistens keine Musik zuhören ist. Nur Kampfgeräusche. Wie hätte z.B. ein Italo-Western Theme diese Szenen aufgewertet! Richtig toll war eigentlich nur Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu, The Cavalier, A Brave Girl-Boxer in Shanghai).

Fazit: Durchschnittlicher Basher!

Infos:

O: Chung Kuo Ren

Taiwan 1972

R: Wu Min-Hsiung

D: Barry Chan, Doris Lung Chun-Erh, Yi Yuan, David Tang Wei, Ko Yu-Min, Shao Lo-Hui, Wu La-Yun

Laufzeit der holländischen Betamax: 88:44 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die holländische Betamax von EVC vor = Statt 2,35:1 in 1,66:1, Englischer Dub (miese Synchro), wahrscheinlich Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es vom gleichen Label auch auf VHS. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

Mittwoch, 9. September 2026

The Rites of May



The Rites of May

Story:

Fotograph Jun (Tommy Abuel) reist von Manila aufs Land, um seinen Vater (Mario Montenegro), der im Rollstuhl sitzt, zu besuchen, und um vor Ort bei traditionellen Feierlichkeiten Fotos festzuhalten. Dabei trifft er im Verlauf seines Aufenthaltes auf Teresa (Charo Santos). Beide verlieben sich. Doch Teresa, die bei ihrer streng religiösen Mutter (Mona Lisa) lebt, wird kurze Zeit später, vom Geist von ihrer toten Schwester Rosa (Susan Valdez-LeGoff) heimgesucht…

Meine Meinung:

Severin Films Box All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 beinhaltet einige sehenswerte Titel, die mir wirklich gut gefallen haben. Titel wie The Enchanted, Born of Fire, Bakeneko: A Vengeful Spirit, Nang Nak, Sundelbolong, Litan und mit Abstrichen Demon. Nun war der letzte Titel der Box fällig: The Rites of May. Ein philippinischer Beitrag aus dem Jahr 1976. Regisseur Mike de Leon drehte damit nach seinem Kurzfilm Monologo sein Spielfilmdebüt. Ich hatte zuvor noch nie von The Rites of May oder Mike de Leon gehört (genau deshalb liebe ich solche Sammelboxen) und der letzte Film reiht sich in oben genannte Highlights ein. The Rites of May hat mir richtig gut gefallen und war ein schöner Abschluss der Folk Horror Vol. 2-Reihe.

Der Film und der Plot sind am Ende viel weniger überraschend, als erwartet. Aber die Umsetzung ist mehr als gelungen. Der Film und der Zeitgeist sind toll anzusehen. Ich nahm New Wave-Vibes wahr, es gibt Einflüsse aus amerikanischen und europäischen Filmen inklusive geschichtlichen Ereignissen (Folgen der spanischen Kolonisierung der Philippinen) zu sehen und vermischt wurde das Ganze mit einer Ghost-Story, einer dramatischen (Familien)Geschichte aus Sühne und Rache, vermischt mit dramatischen Ereignissen, quälend langsamen  und stimmungsvollen Aufnahmen (Slow-Burn-Plot) und spannenden Gothic-Momenten, die noch schön klassische Stimmung und Grusel erzeugen können, ohne auf Jump-Scares zu setzen. Teilweise mutet der Film experimentell an und bietet einige sehr coole Flashbacks und Gruselmomente.

Wer hätte gedacht, dass religiöse Skulpturen (der Raum voller Jesus-Statuen) ein ähnlich schauriges Grusel-Sujet abgeben kann wie Affen, Puppen oder Clowns im Horrorgenre? Herrlich! Mike de Leon war mit dem Film der Zeit voraus. Es war zudem eine kluge Wahl, auf sogenannte «Superstars» zu verzichten und damalige Newcomer wie Tommy Abuel oder Charo Santos zu casten. Charo Santos spielte auch in Filmen wie Rage of Justice (Death Wish Klon?), Uhaw na Uhaw (Plakat sieht aus wie ein Freitag der 13. oder Vor Morgengrauen Klon) oder Island of Desire (Die blaue Lagune Klon?). Charo Santos sollte später erneut mit Regisseur Mike de Leon zusammenarbeiten. Und zwar in dem düsteren Familiendrama Kisapmata (1981). Der Cast war absolut überzeugend. Regisseur Mike de Leon bleib dem Horrorgenre jedoch nicht treu.

Fazit: Sehenswerte Entdeckung!

Infos:

O: Itim

Philippinen 1976

R: Mike de Leon

D: Tommy Abuel, Charo Santos, Mario Montenegro, Mona Lisa, Susan Valdez-LeGoff

Laufzeit der US-Blu: Ca. 107 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Als Extras gibt es eine ca. 20minütige Doku zur Entstehung des Filmes, welches ich sehr informativ fand. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

Update

Bei folgendem Review gibt es neue Bilder und unter Fassungen einen neuen Nachtrag:

- The Dynamite Shaolin Heroes

Update

Bei folgendem Review gibt es neue Bilder und unter Fassungen einen neuen Nachtrag:

- City Warriors

Dienstag, 8. September 2026

Update

Bei folgendem Review gibt es neue Bilder und unter Fassungen einen neuen Nachtrag:

- White Crocodile Queen

Shaolin Monk

Shaolin Monk

Story:

China im Jahr 528:

Ein Taoist-Priester (Chuan Yuan/ Chen Jen-Lei) trifft mit seinen Untergebenen in einer Stadt ein. Dort übernimmt er schnell die Kontrolle. Ihm gelingt es, das einfache Volk um den Finger zu wickeln. So lässt er z.B. Regen aufkommen. Danach sind ihm fast alle gehörig. Nur Chi Yun (Wen Chiang-Long) und Yen Chi (Judy Lee) erkennen die Gefahr, die vom Priester ausgeht. Da kommt ihnen ein Mönch (Chan Sing) gerade recht, um die Gefahr zu bannen…

Meine Meinung:

Shaolin Monk wird je nach Datenbank mit dem Film The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance verwechselt, da dieser je nach Fassung (z.B. die Betamax aus Indonesien) dort auch den Titel Shaolin Monk trägt und zudem gleicher Cast (Chan Sing, Philip Ko). Shaolin Monk, dessen On-Screen Titel Shaolin Tamo Buddhist Monk lautet, hat mir dabei deutlich besser gefallen als der andere «Shaolin Monk». Ich fand den Film besser, als ich es erwartet hätte. Ich konnte zwar nicht alle Motive verstehen, da keine englischen Untertitel, aber ich konnte dem Plot, nachdem ich ein anderes Review gelesen hatte, dennoch gut folgen.

Selten war es so einfach, Bösewichte (Chuan Yuan, Chen Jen-Lei, Phillip Ko Fei) und Helden (Wen Chiang-Long, Judy Lee, Chan Sing) auseinander zu halten, wie hier. Erstes sind keine dunklen Nachtszenen vorhanden und zweitens erkennt man schon an der Kleidung, wer zu den Helden oder Bösen gehört. Chan Sing (Big Boss of Shanghai) mimt den kaum besiegbaren Mönch, der seine Kampffähigkeiten jedoch bewusst zurückhält, auch wenn er hier und da von den Bösewichten angegangen wird. Judy Lee (The Lady Constable) und Wen Chiang-Long (Tiger Jungle) sind die Helden, die den Kampf gegen die Bösewichte aufnehmen.

Chuan Yuan spielt den Bösewicht, der wie ein Sektenguru anmutet. Er macht das toll. Vor dem Finale entpuppt er sich als falsche Identität, da eine Maske tragend und daher wird der Bösewicht im Finale dann von Chen Jen-Lei gespielt. Er liefert sich einen tollen Kampf gegen Judy Lee und Wen Chiang-Long, den nicht alle davon überleben. Erst im Finale taucht ein zweiter Bösewicht auf, natürlich mit weissen, langen Haaren. Dieser wird von Phillip Ko Fei (The Criminal) gespielt und ihn mag ich immer als Bösewicht. Er liefert sich dann den Finalkampf gegen Chan Sing. Auch das ist ein toller Kampf. Mit einzelnen Ausnahmen wird auf Klamauk verzichtet und der Film bietet skurrile Outfits und Frisuren (vor allem jene von Chan Sing) und die Musik hat Italo-Western Vibes.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin Zu Shi

HK 1976/1977 (je nach Quelle)

R: Lin Fu-Ti

D: Chan Sing, Judy Lee, Wen Chiang-Long, Chuan Yuan, Chen Jen-Lei, Phillip Ko Fei

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:52 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag das VHS von A-Joo Videoproduction vor = Tai Seng Master in Vollbild (ggf. noch gezoomt), in Mandarin mit koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus. Es gibt den Film in den USA und UK auf DVD, jedoch nur Englisch Dubbed. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Ebenso wenig deutsche Fassungen oder Blu-Ray Versionen (Stand: Sept. 2026).

Montag, 7. September 2026

5 Jahre Filmbörse Nürnberg (Yukari Oshima) & Lu Feng Event 2026: Vorbericht

5 Jahre Filmbörse Nürnberg (Yukari Oshima) & Lu Feng Event 2026

Vorbericht

Im September stehen gleich zwei Events an, die mit meiner Filmleidenschaft zusammenhängen. Und die ich plane, zu besuchen. Das erste Event betrifft die japanische Kampfkünstlerin und Schauspielerin Yukari Oshima, welche ich bereits im April dieses Jahres im London getroffen habe. Ich las schon vor einigen Wochen (bzw. wurde auf FB durch einen Deutschen Fan informiert), dass Yukari Oshima am Wochenende des 26.9 und 27.9 am Weekend of Hell als Gast geladen sein soll. Ich hielt das zuerst für Quatsch, da dieses Event kaum zu ihr passt. Sie spielte mehrheitlich in Martial Arts und nicht in Horrorfilmen mit und das Event ist speziell für ehemalige Horrorstars gedacht. Zudem bekam ich Ende 2025 auf der Arbeit einen Ferienplan für 2026, auf dem provisorisch bereits Nächte geplant waren, da zum Teil wenig Nachtwachen vorhanden da Ferienabwesenheiten. Laut diesem Plan müsste ich an diesem Wochenende arbeiten. Und dann wäre ich an dem Wochenende noch zu einer Hochzeit eingeladen. Also vergrub ich diese Idee.

Doch später, nachdem ich das Event in London, dazu komme ich noch, bereits gebucht hatte, habe ich erfahren, dass Yukari Oshima nicht nur am 26.9 und 27.9 in Deutschland sein wird, sondern auch das Wochenende zuvor. An diesem Wochenende wird sie an der Filmbörse in Nürnberg sein. Nur am 20.9. wird sie vor Ort sein, am Samstag nicht. Auf der Arbeit habe ich noch eine Nacht (21.9) gewechselt. Das ging problemlos, da wir zu dritt geplant gewesen sind wobei eine Nachtwache nur diverse Reinigungs-Ämtli durchgeführt hätte. Diese Nacht habe ich auf den 2.9 verschoben. Daher haben wir am 2.9 zu dritt gearbeitet und am 21.9 bekam ich neu Frei. Das war auch nötig, da ich meine Heimriese planen musste. Da ich die anderen Tage Frei habe, habe ich das wie folgt geplant (Zug-Reise). Ich fahre am Samstag von Bern nach Zürich (18.80 CHF) und dann von Zürich nach Nürnberg (48. CHF). Den Sitz habe ich reserviert (6 CHF). Ich muss nur einmal in Stuttgart umsteigen und habe ca. ein Zeitfenster von 30 Minuten.


Um 16.16 Uhr sollte ich in Nürnberg ankommen. Samstagnachmittag. Mein Plan sieht vor, das Hotel zu suchen und einzuchecken. Ggf. gehe ich in ein Steakhouse-Restaurant essen, ggf. kaufe ich einfach Fast Food oder 1-2 Sandwiches. Kommt auf die Reise darauf an. Ich habe im Hotel St. Peter reserviert. Ich hoffe, dass es klappt. Die haben mich in ihrer Bestätigung als Deutschen angegeben und auf eine E-Mail-Anfrage nie reagiert. Das Geld wurde aber auch nicht abgebucht. Ich hoffe jetzt einfach, dass die wirklich ein Zimmer für mich freihalten und zahle dann vor Ort in Cash oder mit der Karte. Ich zahle für zwei Nächte 178 Euro. Und sonst versuche ich mein Glück spontan in anderen Hotels. Am Sonntag startet das Event, wenn ich nicht irre, um 10.00-15.00 Uhr. Der Eintritt an die reguläre Börse dürfte 10 Euro kosten. Wie das Treffen mit Yukari Oshima organisiert ist, weiss ich nicht. Auch nicht, wie hoch Kosten für Fotos oder Autogramme sein werden. Ich halte das Event für unpersönlicher als jenes in London. Dennoch freue ich mich, sie nochmals zu sehen. Ich werde je nachdem wie teuer die Kosten für Autogramme anfallen, nochmals paar Filme (bzw. Cover) zum Signieren mitnehmen, und sonst habe ich von dem einen Foto, welches von Yukari Oshima und mir in London geschossen wurde, ein Geschenk-Bild vorbereitet. Doppelt. Eines würde ich ihr als Geschenk mitbringen, das andere würde ich, wenn es hart auf hart kommt, signieren lassen und ggf. die Film-Cover Zuhause lassen. Sie dürfte sicherlich Freude am dem Geschenk haben.


Auf der Börse plane ich sonst nur einen einzigen Film gezielt zu kaufen. Ich hoffe, dass Shamrock Media einen Stand haben wird und da würde ich nach ihrer Blu-Ray zu Der Kleine Dicke gibt Zunder suchen. Das würde ich vor Ort kaufen. Mehr ist nicht geplant. Es wären übrigens noch andere Gäste an der Börse von welchen ich theoretisch Filme zum Signieren mitbringen könnte. Aber eigentlich mag ich solche 08/15 Stände nicht, wo jeder hinläuft und Filme signieren lassen kann. Das ist, eben irgendwie, unpersönlich. Ich mache so was lieber (gratis) via Film-Festivals. Auf der Filmbörse wird das 5jährige Jubiläum gefeiert. Nebst Yukari Oshima wären da noch Gäste wie Catriona MacColl (traf ich bereits an einem NIFFF), Barbara Bouchet, Bai Ling (finde sie mit Ausnahme ihrer Rolle in The Crow furchtbar), Ian McCulloch oder Brigitte Lahaie. Je nachdem gehe ich abends nochmal essen oder ggf. ins Kino. Wer weiss, vielleicht läuft in Nürnberg die A24-Produktion Onslaught in der Originalfassung mit Untertiteln. Im Gegensatz zu uns hat der Film nämlich einen deutschen Kinostart erhalten. Und der Trailer sieht ziemlich cool aus. Ich habe diverse Steakhäuser notiert (via Screenshots). Ich gehe voraussichtlich alleine. Der Kumpel als Zürich wäre leicht interessiert gewesen, aber nicht via Zug (jedoch findet sich mit Ausnahme von einem Flix-Bus keine günstigere Reise). Zudem habe ich drei Deutsche (einen aus einem Forum, einen von Insta und einen auf FB) gefragt, ob das nicht was für sie wäre. Und da sieht es nicht so aus, als käme einer der drei Herren. Am Montag geht es früh wieder nach Bern. Abfahrt um 08.00 Uhr. Die Reise kostet 48 CHF. Einmal umsteigen in Frankfurt. Da habe ich ein Zeitfenster von fast 50 Minuten und auch hier habe ich Sitze reserviert (6 CHF). Für meine Katzen habe ich zum Glück zwei Freundinnen gefunden, die zu ihnen schauen werden. Ich müsste, wenn alles gut geht, am Nachmittag in Bern eintreffen, so dass ich abends die Berichte zum Event schreiben und Online stellen kann. Erst ab Dienstag arbeite ich dann wieder. Und zudem wird Yukari Oshima eben das Wochenende drauf wirklich auch noch am Weekend of Hell sein. Aber nur am Samstag.












5 Jahre Filmbörse Nürnberg (Yukari Oshima) & Lu Feng Event 2026

Nach der Filmbörse in Nürnberg werde ich von Di bis Samstagmorgen Nachtdienst haben. Da ich den Montag getauscht habe nur noch vier statt fünf Nächte. Und dann kommt der Hammer: ich habe tatsächlich am Samstag, obwohl ich ursprünglich (laut provisorischen Ferienplan) arbeiten müsste, Frei erhalten. Samstag (= Ausschlaftag da bis am Morgen 07.15 Uhr Nachtdienst), Sonntag und Montag. Ab Dienstag arbeite ich dann wieder. Also war ein Trip nach London eine beschlossene Sache. Shaw Brothers Venom-Star Lu Feng wird nämlich extra, zusammen mit seiner Ehefrau, aus Taiwan anreisen und am Sonntag dann in Romford zu Gast sein. Erneut wird das Event im Lumiere Cinema durchgeführt, auch wenn diesmal scheinbar in einem grösseren Kinosaal. Es standen zwei Tickets zur Auswahl und ich kaufte jenes, wo auch ein Foto und ein Autogramm dabei ist (48 GBP). Erneut werden Ricky Baker und Toby Russell und ihre Crew das Event organisieren. Erneut werde ich an diesem Sonntag meine London-Dealer und Freunde Sef und Paul treffen. Ob wir danach noch essen gehen, weiss ich nicht. Das Event startet etwas früher und hört etwas später auf als letztes Mal (10.30-18.30 Uhr). Zudem wird es ggf. noch ein privates Abendessen für einige Interessierte in Zentrallondon geben mit Lu Feng, dessen Ehefrau, Toby Russell und Ricky Baker. Da bin ich aber nicht interessiert. Je nachdem gehen wir vielleicht wieder zu dritt in dem brasilianischen Restaurant essen. Ich weiss noch nicht, wie teuer extra Autogramme kosten werden. Beim Yukari Oshima Event betrug dies 10 GBP pro Autogramm. Aber ich werde in diesem Fall so oder so nicht alle Filme von Lu Feng mitnehmen, sondern nur eine gezielte, kleine Auswahl (ggf. auch mit VCD und VHS-Artworks zum Signieren).

Das Event wird für mich deftig, da ich eben bis am Samstagmorgen Nachtdienst habe. Das heisst ich muss pünktlich gehen können und kann nicht helfen, wenn sich jemand vom Tagdienst krankmeldet, da ich nach Hause und mind. drei Stunden schlafen gehen muss. Am Mittag geht es dann an den Flughafen nach Basel (24.30 CHF). Da ich letztes Mal mit Ryanair sehr zufrieden war, habe ich erneut Ryanair Flüge gebucht (Total: 159.26 CHF). Ich fliege erneut nach Stansted. Da ich erst abends lande und sicherlich total kaputt sein werde, da nur drei Stunden Schlaf nach dem Nachtdienst (und es wird die vierte Nacht in Folge sein), habe ich erneut Fahrdienste gebucht, die mich direkt und vor allem auf den schnellsten Weg nach Romford fahren werden. Da ich letztes Mal mit Connecto Transfers gute Erfahrungen machte, buchte ich dort die Fahrt vom Flughafen zum Hotel und umgekehrt. Jeweils 124.19 GBP. Dafür bin ich bequem und ohne denken zu müssen, in ca. einer Stunde im Hotel. Apropos Hotel: da habe ich diesmal ein anderes genommen. Ich werde zwei Mal in dem Travelodge London Romford übernachten (124.19 GBP). Am Montagmorgen werde ich um 09.00 Uhr beim Hotel abgeholt. Ich rechne damit, dass ich am späten Nachmittag wieder in Bern sein werde (Baselflughafen nach Bern = 24.30 CHF). Auch hier hatte ich Glück, dass eine Freundin zu meinen Katzen schauen kann. Meine offizielle Cat-Sitterin war, da Schulferien in Bern, ausgebucht. Alle oben genannten Kosten habe ich bereits im August gezahlt mit Ausnahme des Hotels in Nürnberg und dem Ticket von Bern nach Zürich. So entstanden diesen Monat nur wenig Ausgaben für diese zwei Events. Das Event mit Lu Feng wird auch einen Teil im Kino beinhalten. Ob ein ganzer Film oder nur Zusammenschnitte mit Kampfszenen gezeigt werden, ist nicht bekannt. Danach erzählt er von seinem Leben. Danach können Preise gewonnen werden. Danach gibt es eine Auktion. Danach gibt es Kampfdemostationen an Freiwilligen und ein Q&A findet statt. Erst am Ende gibt es dann noch die Fotos und Autogramme. Toll, diese Eastern Heroes Events in London. Es sind schon weitere Namen wie Moon Lee (Christmas), Alexander Lo Rei, Anthony Wong oder Chi Kuan-Chun im Gespräch. Alles Gäste, welche ich nur zu gerne auch treffen würde. Das hat Ricky Baker in einem Podcast auf YouTube, auf dem er mich auch kurz als Beispiel nennt, erwähnt. Lu Feng hat in einem kurzen Video auf FB auch zu den Fans gesprochen. Ich bin erstaunt, wie gut Englisch er spricht. Daher dachte ich, dass er in den USA lebt. 




Aktuell habe ich seit Mitte Juli kaum gearbeitet. Meistens nur eine Nacht, zwei Nächte oder maximal drei Nächte am Stück. Ich hatte sehr viel Frei (einmal sieben Tage am Stück, einmal sechs Tage am Stück und aktuell fünf Tage am Stück). Nebst Urlaub im Okt. (= Wild-Season 2026) habe ich die freien Tage noch für diverse Erledigungen für die beiden Events gebraucht. So musste ich noch einen USB-Stecker für den Drucker, einen Adapter für nach Deutschland, eine Powerbank für mein Handy zum Laden und einen neuen Anschluss zum Laden erwerben. Mein Handy verliert schnell Akku und mit der Powerbank kann ich auch ohne Steckdose, mein Handy laden. Das ist wichtig, damit ich Fotos machen kann. Dazu habe ich bereits Geld organisiert. Ich habe 300 Euro in Cash dabei und 300 CHF in GBP. Da werde ich beides nie und immer ausgeben und davon wieder einen Teil nach Hause nehmen. Und zur Not wäre die Karte auch noch dabei. Und neue Schuhe musste ich kaufen. Die letzten, die ich erst im April gekauft habe, sind schon durch. Die waren halt total billig und ich war im Frei oft und lange laufen. Diesmal habe ich etwas teurere Schuhe und gleich zwei Paar gekauft. Zudem kaufte ich noch diverse Reinigungsartikel ein und habe dann ab Donnerstag, als ich erfuhr, dass Shaw Brothers Legende Chan Kuan-Tai starb, ihm zu Ehren einen Film-Marathon hingelegt und praktisch das ganze Frei damit verbracht, Filme von ihm anzusehen und auf dem Blog zu besprechen. Zudem wollte ich noch Filme verkaufen, aber bisher erfolglos. Und die Hochzeit, zu welcher ich eingeladen wäre, besuche ich definitiv nicht. Ich hätte sowieso bis am Samstagmorgen Nachtdienst und würde daher den ersten Teil verpassen. Und Hochzeiten sind nicht meins. Und Lu Feng hat Priorität.











Update

Zu Ehren von Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai, den ich 2011 in Amsterdam persönlich treffen durfte und der Anfang dieses Monats 80jährig verstorben ist (02.09.26), folgte seit Donnerstagabend ein Chen Kuan-Tai Marathon und es gibt neue Reviews zu folgenden seiner Filme:


















RIP

Seven Knights

Seven Knights

Story:

Chen Lei (Chen Kuan Tai) und seine Banditen sorgen für Angst und Schrecken. Nachdem sie ihrem alten Leader (Wang Kuan-Hsiung) getötet haben, überfallen sie Dörfer, rauben die Häuser aus und schrecken auch vor Mord und Vergewaltigung nicht zurück. Die Regierung erlässt ein Kopfgeld auf Chen Lei. Sieben Helden (u.a. Ko Chun-Hsiung, Ma Yu-Feng, Pa Ke, Chiang Hou-Jen, Hsi Hsiang) nisten sich in einem Dorf ein und bereiten die Anwohner (u.a. Fan Mei-Sheng, Elsa Yang) auf den Kampf gegen die Banditen vor…

Meine Meinung:

Seven Knights ist ein seltener Film aus Taiwan, der sich am japanischen Klassiker Seven Samurai orientiert. Der Film ist fast eine Art Remake und scheint zusammen mit Seven Warriors, der 1989 in Hong Kong veröffentlicht wurde, eine der wenigen Filme mit dieser Thematik aus Hong Kong und Taiwan zu sein. Und beide Filme gefallen mir besser als Seven Samurai, auch wenn Seven Knights selbst kein Kracher ist. Denn fehlende verständliche Untertitel sorgen, vor allem auf der ersten Disc, für Längen.

Der Plot ist halt bekannt und danach werden die einzelnen Helden vorgestellt. Wie sie in die Gruppe integriert werden, wie sie Planen, der Bedrohung durch die Banditen Herr zu werden bis hin zum Training der einfachen Bauern und Dorfbewohner. Dabei darf Blackie Ko (Secret of the Chinese Kung Fu) den Hampelmann spielen. Eine Art Version von Toshirô Mifune aus dem Original. Fan Mei-Sheng (Darkside of Chinatown), Elsa Yang (The Phantom Chivalry) sowie Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes) spielen eher Nebenrollen. Sie sind nicht die Hauptbösewichte und/oder gehören nicht den sieben Helden an.

Blackie Ko gehört zu den sieben Helden, deren andere Mitglieder mir unbekannt sind. Chen Kuan-Tai (Sleazy Dizzy) spielt den Hauptbösewicht. Er macht das fies, diabolisch und mit viel Overacting, ohne dabei lächerlich zu wirken. Wer andere Filme mit ihm kennt, z.B. The Crippled Avengers, weiss, dass er problemlos auch Schurken darstellen kann. Im Finale taucht er mit einer Art Rüstung auf, die ihn fast unverwundbar macht. Im Finale kämpft er am Ende gegen drei Mann, ehe er bezwungen wird. Der Film beginnt mit einigen Actionszenen und dann folgen Längen. Immerhin gibt es in diesen Momenten viel geklaute Italo-Western Musik zu hören, was gut zum Setting passt.

Allgemein erinnert der Film an japanische Samurai und/oder Italo-Western Filme. Settings, Story, viel Schlamm (Finale), die Waffe von Elsa Yang (Franco Nero aus Django lässt grüssen) und eben besagte Musik. Es gibt tolle Zeitlupenaufnahmen und Stunts (Pferde). Aufgrund der Längen im Mittelteil ist der Film nicht im Kracher-Sektor anzusiedeln. Dafür gibt es in den letzten 40-30 Minuten Daueraction, die teilweise auch relativ blutig geraten ist (platzender/explodierender Kopf). In einer schick restaurierten Version würde der Film sicherlich auch blutiger wirken (Shoot-Outs, Blutfontänen). Und wer weiss, ob in dieser VCD-Fassung auch noch mehr Szenen fehlen, als jene im Finale (Köpfung).

Fazit: Das Warten auf der Finale lohnt sich!

Infos:

O: Qi Wu Shi

Taiwan 1982

R: Chin Ao-Hsun

D: Chen Kuan-Tai, Fan Mei-Sheng, Blackie Ko, Ko Chun-Hsiung, Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang, Ma Yu-Feng, Pa Ke, Chiang Hou-Jen, Hsi Hsiang

Laufzeit der HK-VCD: 1. Disc = 49:14 Min. / 2. Disc = 44:00 Min.

Gesehen am: Mai 2014 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor = O-Ton, keine Subs, solide Bild- und Tonqualität. In mind. einer Szene sah es nach typischer Zensur aus (Köpfung). Dazu fand ich auch ein Bild der Szene, das einen kopflosen Torso zeigt, aus dessen Rumpf Blut spritzt. Genau die Szene dürfte zensiert sein. Leider finde ich dieses Bild Online nicht mehr. Vom gleichen Label gibt es auch eine VHS und LD. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).