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Freitag, 3. Juli 2026

Blades of the Guardians

NIFFF 2026 Spezial

Blades of the Guardians

Story:

China während der Sui-Dynastie:

Dao Ma (Jacky Wu Jing) hat Schulden. Um diese begleichen zu können, nimmt er einen riskanten Job an. Er soll Zhi Shi Lang (Sean Sun Yizhou), einen Rebellenanführer, durch die Wüste führen. Dumm nur, dass diverse andere Parteien (Banditen und Kopfgeldjäger) ebenfalls hinter Zhi Shi Lang her sind…

Meine Meinung:

Blades of the Guardians habe ich mir nur angesehen, da ich auf dem aktuellen NIFFF dazu die Chance hatte. Ansonsten wäre Blades of the Guardians, der in China an den Kinokassen sämtliche Rekorde brach, nicht auf meiner «Watchlist» gestanden. Solche neuen China-Blockbuster sind einfach nichts für mich und treffen nicht meinen Filmgeschmack. Und das, obwohl ein bekannter Cast um Namen wie Yuen Woo-Ping (Fist of the Double K), Jacky Wu Jing (Sha Po Lang, Call of Heroes), Jet Li (Once Upon a Time in China and America, Martial Arts of Shaolin), Nicholas Tse (Raging Fire, New Police Story), Kara Hui (Mrs K, My Young Auntie) oder Tony Leung Ka-Fai (People’s Hero, Double Vision).

Bei Blades of the Guardians handelt es sich um einen chinesischen Blockbuster, und, was ich nicht wusste, um eine Comic-Verfilmung und um einen Wuxia. Regie führte Altmeister Yuen Woo-Ping. Produziert wurde der Film u.a. von Jacky Wu Jing, der die Hauptrolle spielt. Er erinnert mit der Darbietung als Antiheld mit dem Jungen an einen «Lone Wolf». Vergleiche tun sich auf mit der Hauptfigur aus der Lone Wolf and Cub-Reihe. Jacky Wu Jing wird von diversen Parteien begleitet. Dabei erinnert die Figur Zhi Shi Lang an einen Troma-Charakter aus Sgt. Kabukiman N.Y.P.D., was mich total irritiert hat.

Tony Leung Ka-Fai spielt eine grosse Nebenrolle ohne Kampfszenen. Keine Kampfszenen hat leider auch Shaw Brothers Star Kara Hui erhalten. Sie ist allgemein nur kurz zu sehen, vielleicht fünf Minuten. Nicholas Tse spielt auch nur eine grosse Nebenrolle, aber quasi eine der beiden Endgegner am Ende. Er macht das im Film besser als andere. Fast nicht erkannt hätte ich Jet Li, der auch einen Bösewicht spielt. Er wird im ersten Viertel des Filmes gleich von zwei Kämpfern, darunter auch Jacky Wu Jing, bekämpft. Mit seiner Frisur und Bart fiel es schwer, ihn als Jet Li zu identifizieren. Am Ende war es seine Original-Stimme, die ich noch aus den Expendables-Filmen kannte, die mir halfen, ihn zu identifizieren.

Die Comics kenne ich nicht. Daher kann ich keine Vergleiche liefern. Inhaltlich fand ich den Film überladen, die Laufzeit zu lang (inklusive zu viele Rückblenden), der Ton wechselhaft (Mal blutig, Mal lustig) und die Effekte, insbesondere die CGI-Effekte, waren weniger schlecht als erwartet. Yuen Woo-Ping gab diesmal die Kampf-Choreographie ab. Diese übernahm Ku Huen-Chiu (Shadow, Black Mask, Mirage, The Master, Once Upon a Time in China). Leider hat mir eigentlich nicht eine Kampfszene wirklich gut gefallen. Es gab bessere und es gab schlechtere Kämpfe, aber keine einzige würde ich als wirklich gut betiteln. Kein Vergleich mit 60er, 70er, 80er oder 90er Jahre Wuxia. Und den Wüstensturm, der direkt aus Mad Max: Fury Road stammen könnte, hätte es auch nicht gebraucht.

Fazit: Leider kein Must See Titel!  

Infos:

O: Biao Ren

China 2026

R: Yuen Woo-Ping

D: Jacky Wu Jing, Nicholas Tse, Josh Yu Shi, Sean Sun Yizhou, Ci Sha, Tony Leung Ka-Fai, Jet Li, Kara Hui

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 126 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Gaua

NIFFF 2026 Spezial

Gaua 

Story:

17. Jahrhundert in Spanien, Baskenland:

Kattalin (Yune Nogueiras) flüchtet nachts vor ihrem Ehemann in die tiefen Wälder. Als ihr Kreaturen nachjagen, weiss Kattalin noch nicht, wohin sie ihre Reise führen wird…

Meine Meinung:

Gaua ist meine erste NIFFF-Buchung in diesem Jahr. Ich habe einen Film über Geister und Hexen im spanischem 17. Jahrhundert-Setting erwartet. Ähnlich wie zuletzt in Akelarre, übrigens auch einem spanischen Film. Oder sollte mich ein zweiter Pans Labyrinth erwarten, in dem sich die Protagonistin in eine Zauberwelt flüchtet? Der genaue Inhalt von Gaua war mir schlicht nicht bekannt. Aber so habe ich meine NIFFF-Besuche am liebsten, wenn ich ohne grosses Vorwissen und somit ohne falsche Erwartungen Filmvorstellungen besuchen gehen kann.

Leider hatte ich heute kein Glück. Der Film hat mir nicht gefallen und am Ende des Tages war Gaua in meinen Augen auch der schwächste filmische Beitrag, den ich am ersten NIFFF-Tag gesehen habe. Ich wurde auch müde und hatte am meisten Mühe, wach zu bleiben. Mein Kumpel, der hier und da eingenickt ist, hat den Film am Ende eigentlich nicht schlecht beschrieben: «Wie The Witch (von Robert Eggers) von Temu». Dem kann ich mich nur anschliessen. Gaua startet interessant, aber umso weiter der Plot voranschreitet, umso mehr Längen gibt es. Und umso uninteressanter wurde das Gezeigte.

Zwar ist der Film mit Ausnahme von CGI-Feuer und CGI-Kaninchen (sehr übel) technisch gut gemacht und die Darsteller gut, aber inhaltlich konnte mich der Film nicht überzeugen. Eine richtige Grusel-Stimmung wollte sich nicht einstellen, die Figuren waren mit total egal und die Zeit ging nicht vorbei. Die Rückblenden erklären zwar inhaltlich einiges, aber ein gradliniger Plot wäre mir in dem Film, der in diverse Kapitel gegliedert wurde, lieber gewesen. Der Plot wurde mit viel weiblicher Empowerment gegen das Patriarchat gestaltet, was mir nicht gefallen hat (alle männlichen Figuren waren negativ und schlecht).

Fazit: Geschmackssache. Leider war Gaua nicht mein Fall…

Infos:

O: Gaua

Spanien, USA 2025

R: Paul Urkijo Alijo

D: Jon Jauregui González, Ane Gabarain, Iñake Irastorza, Elena Irureta, Yune Nogueiras

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 87 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Deathstalker II - Duell der Titanen

Deathstalker II - Duell der Titanen

Story:

Der Deathstalker (John Terlesky) rettet Reena die Seherin (Monique Gabrielle), die in Wahrheit eine Prinzessin ist, und verspricht ihr, ihr zu helfen. Ein böser Zauberer (John Lazar) hat ein Ebenbild (Monique Gabrielle) von ihr kreiert und will Reena töten...

Meine Meinung (Director’s Cut):

Mit Deathstalker kam ich zum ersten Mal durch das Brugggore Filmfestival in Kontakt, als dort der neue Film mit Daniel Bernhardt aufgeführt wurde. Zuvor war mir diese Film-Reihe um die alten «Deathstalker» Filme nicht bekannt. An besagten Filmfestival hatte es eine Filmbörse, wo ich mir spontan Deathstalker II - Duell der Titanen gekauft habe. Den sah ich mir nun an, da eine kurze Laufzeit und ich einen Film gesucht habe, der nicht länger als 80 Minuten laufen würde (wegen dem anstehenden Fussballspiel Spanien vs. Österreich). Deathstalker II - Duell der Titanen läuft im Director’s Cut nur 77 Minuten und passte perfekt in die kurze Lücke zwischen Abendessen und Fussball.

Deathstalker II - Duell der Titanen hat mir sehr gut gefallen. Ich habe in letzter Zeit selten einen Film gesehen, der von Anfang an so kurzweilig, lustig und einfach total unterhaltsam war. Ich ging ohne Erwartungen an den Film und der grosse Unterhaltungswert des Trash-Filmes hat es mir angetan. Dieser Director’s Cut läuft kürzer als die Kinofassung. Szenen wurden aus Straffungsgründen entfernt und das scheint dem Film nun gut zu stehen, der u.a. von Roger Corman (Frankenstein Unbound, Piranha, Carnosaur) produziert wurde. Ich fühlte mich bestens unterhalten. Das Tempo des Filmes ist von Beginn an hoch.

Im Vergleich zum ersten Teil, den ich nicht kenne, soll diese Fortsetzung viel lustiger und ironischer ausgefallen sein. Und genau dort hat mich der Film auch abgeholt: die Sprüche regen zum Schmunzeln an, die Figuren und deren Overacting haben mir gefallen, es gab einige coole Settings (hatte hier und da Die Insel der Riesendinosaurier Vibes) und Fantasy-Momente inklusive etwas nackte Haut. Auch an den zwei Hauptfiguren hatte ich Freude. John Terlesky machte seine Sache und sein Zusammenspiel mit Monique Gabrielle sehr gut. Letztere und ihre fast kindliche Art des Schauspieles war für mich fast das Highlight des Filmes. Und die Musik fand ich sehr cool. Eine Szene hat mich sogar an Lucio Fulcis Das Haus an der Friedhofsmauer erinnert und im Abspann gibt es Outtakes à la Jackie Chan Filme.

Fazit: Fantasy- und Conan-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Deathstalker III

Infos:

O: Deathstalker II

USA 1987

R: Jim Wynorski

D: John Terlesky, Monique Gabrielle, John Lazar, Marcos Woinsky, María Socas, Toni Naples, Dee Booher,

Laufzeit der deutschen Blu (Director’s Cut): 77:27 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Gesehen als deutsches Mediabook (DVD, Blu-Ray, Booklet) von White Pearl Classics / daredo = Nebst Kino-Cut (nur auf der DVD) befindet sich hier der Director’s Cut im Set (Blu-Ray), den ich mir auch angesehen habe. Uncut, Deutsch/Englisch (ohne Untertitel), hervorragende Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist gelungen.