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Samstag, 11. Juli 2026

Phi Phong: The Blood Demon

NIFFF 2026 Spezial

Phi Phong: The Blood Demon

Story:

Ein Bruder (Kiều Minh Tuấn) und eine Schwester (Minh Anh), beides Schamanen, erhalten einen Telefonanruf, dass es ihrer Mutter, die in einem abgelegenen Berg-Dorf wohnt, schlecht geht. Als sie vor Ort eintreffen, vermuten sie den Phi Phong als Ursache des Schreckens (Phi Phong = «is a bloodthirsty demon from mountainous folklore in Vietnam»)…

Meine Meinung:

Phi Phong: The Blood Demon ist ein vietnamesischer Folklore-Horrorfilm, der sofort zu Beginn klarstellt, dass der Plot frei erfunden und keine echten Tiere getötet wurden. Das wird dem Zuschauer sofort via Texteinblendungen kommuniziert. Phi Phong: The Blood Demon des mir unbekannten Regisseur Đỗ Quốc Trung startet vielversprechend. Aus Vietnam kenne ich, wenn ich nicht irre, keine Horrorfilme. Nur ein bis zwei Actionfilme, wobei einer auch am NIFFF zu sehen war (= Fish, Fists and Ambergris). Ich mag Folklore-Inhalte und der Trailer sah vielversprechend aus.

Phi Phong: The Blood Demon überzeugt zunächst durch einen inhaltlich spannenden Plot, authentische Rituale und Zeremonien, schöne, abgelegene und stimmungsvolle Bilder und Settings, kaum bis kein CGI und unverbrauchte, sympathische Figuren (das Geschwisterpaar). Kiều Minh Tuấn und Minh Anh spielen das stark. Dem Film gelingt es auch, gruselig zu wirken. Erschrocken bin ich aber nie (einer in meiner Reihe ist sicher ein halbes Dutzend Mal zusammengezuckt). Die Prämisse geht lange gut, aber dann fällt der Film inhaltlich in sich zusammen.

Der Plot wirkt uninteressanter und wenig originell, zuweilen wirken Story-Stränge gehetzt. Es geht weniger stimmungsvoll zu und her und am Ende folgt ein Showdown nach dem nächsten. Der Film weiss nicht, wann er enden soll und als Zuschauer habe ich es kaum mehr ausgehalten, sitzen zu bleiben. Alles wirkte langatmig, öde und einfach nur noch langweilig. Am Ende handelt es sich einfach nur um einen 08/15 Rache-Plot. Da hätte man viele Szenen weglassen und straffen können. Mir wäre ein 08/15 Exorzismus-Plot lieber gewesen. Das Finale war auch schwach und das CGI hat in diesen Momenten nicht überzeugt. Das Film wirkt in den Szenen auch über dramatisiert. Immerhin wird auf asiatischen Klamauk verzichtet.

Fazit: Das letzte Viertel zieht den Film negativ nach unten!

Infos:

O: Phí Phông: Quỷ Máu Rừng Thiêng

Vietnam 2026

R: Quoc Trung Do

D: Đoàn Minh Anh, Diệp Bảo Ngoc, Nina Padovan, Kiều Minh Tuấn, Minh Anh

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 120 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

NIFFF 2026 Spezial

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

Story:

Der Slasher Camp Miasma soll eine Fortsetzung erhalten. Endlich. Das Projekt geht an die neue, talentierte Regisseurin Kris (Hannah Einbinder). Diese will unbedingt den Star des ersten Filmes im Projekt dabeihaben und sucht sie auf. Doch Billy (Gillian Anderson), das ehemalige Final Girl aus Camp Miasma, lebt total isoliert und zurückgezogen. Dennoch wagt sich Kris, Billy aufzusuchen. Und sofort ist Kris von Billy fasziniert. Wird es ihr gelingen, sie für das Projekt zu begeistern?

Meine Meinung:

Teenage Sex and Death at Camp Miasma ging ich nur schauen, da auch ein Slasher. Ansonsten hat mich der Film nicht wirklich interessiert. Letztes Jahr lief von der Regisseurin I Saw the TV Glow am NIFFF und mein Kumpel hatte nicht viel dafür übrig. Teenage Sex and Death at Camp Miasma ist ein Mix aus Slasher, Hommage an die 80er Jahre Slasher, Arthouse-Film, Meta-Kommentar, Film-im-Film, Satire, Erotikfilm sowie ein Film über die weibliche Sexualität, auch wenn der Film von einer Transsexuellen Regisseurin stammt statt von einer Frau.

Teenage Sex and Death at Camp Miasma ist am Ende zwar nichts für meine Sammlung und nicht jede Szene oder jeder Dialog gefiel mir, aber im Grossen und Ganzen war es einer der unterhaltsameren Filme an diesem NIFFF. Die Liebeserklärung an 80er Jahre Slasher kommt im Vorspann wunderbar zur Geltung (plus später Videodrome). Da fühlte ich mich natürlich sofort an die Freitag der 13. Reihe erinnert. Aber auch die Mörder aus der Halloween oder A Nightmare on Elm Street Reihe finden Erwähnung wie auch Psycho (oder Ed Gein, auf dessen Story Psycho basiert) oder die Sleepaway Camp-Reihe.

Der Film punktet nebst dem grossen Unterhaltungswert durch den Plot (wo steuert die Reise hin?), die starken Leistungen der beiden Hauptdarstellerinnen sowie seine Optik. Eine gewisse Spannung ist gegeben. Die Film-im-Film-Szenen fand ich cool. Das Ende hingegen gefiel mir nicht. Ich hätte es besser gefunden, wenn es (nach der La petite mort Szene) kein Happy End gegeben hätte. Gillian Anderson spielte stark, auch wenn ich sie nur aus Akte-X (und daher mit ihrer deutschen Stimme) kenne. Ihre Originalstimme zu hören, schien mir fremd. Die mir unbekannte Hannah Einbinder machte ebenfalls einen sehenswerten Job.

Fazit: 80er Jahre Slasher Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Teenage Sex and Death at Camp Miasma

UK, Kanada, USA 2026

R: Jane Schoenbrun

D: Hannah Einbinder, Gillian Anderson, Patrick Fischler

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 106 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Freitag, 10. Juli 2026

The Holy Boy

NIFFF 2026 Spezial

The Holy Boy

Story:

Ein Lehrer nimmt in einem abgelegenen Berg-Dörfchen eine Stelle als Lehrer an. Bald muss er erkennen, dass die Ortschaft ein schreckliches Geheimnis hütet…

Meine Meinung:

Was genau mich in The Holy Boy, einem Italienischen Film von Paolo Strippoli (Flowing, A Classic Horror Story), erwarten würde, war mir nicht bekannt. Ich habe zwar kurz in den Trailer gesehen und das was ich sah, erinnerte mich irgendwie leicht an Midsommar, aber so genau wusste ich das nicht. Ich wusste nur, dass ein Lehrer in einem abgelegenen Dorf eine befristete Stelle annimmt und das in der Ortschaft etwas nicht stimmt. The Holy Boy hat zwar versucht, etwas Neues zu schaffen, dennoch erinnert der Film mit seinem Spiel aus Trauer, Verlust und Traumata, und wie Menschen damit umgehen, an andere Genre-Werke der letzten Jahre.

Der phantastische Umgang damit verdient sicherlich Anerkennung. Dennoch konnte mich The Holy Boy nicht wirklich vollumfänglich überzeugen. Der Film bleibt am Ende Antworten schuldig, es gibt mieses CGI (Feuer) und die Figuren sind mehrheitlich wenig sympathisch. Michele Riondino (Interstate), er spielt den Lehrer, fand ich sehr unsympathisch. Er erinnerte mich an den Protagonisten aus Hokum. Auch die anderen Figuren (der Junge, dessen Vater oder der Geistliche etc.) fand ich allesamt unsympathisch. Auf der einer Seite kann man fast sagen, dass der Junge durch die Ankunft des Lehrers eine Art Coming of Age Erfahrung macht.

Das hat mich aber alles relativ kalt gelassen und wenig gefesselt. Richtig spannend war der Film auch nicht. Gerne hätte sich der Film am Anfang mehr Zeit nehmen dürfen. Die Begegnung zwischen dem Lehrer und dem Jungen und deren Kraft ging für meinen Geschmack viel zu schnell. Diese Szenen wirkten gehetzt und unglaubwürdig. Abgesehen davon sieht der Film ansonsten schick aus. Die Settings wirken authentisch und das abgelegene Dorf in Italiens Bergen hat definitiv seinen Charme. Die Musk hat mir in vielen Szenen hingegen nicht gefallen. Wirkte unpassend. Falls ich das Ende richtig interpretiert habe, erinnerte es an Hexensabbat (1977).

Fazit: Hat mich leider am Ende nicht überzeuget. Aber es gibt definitiv Extrapunkte für den Versuch, etwas Kreatives zu präsentieren!

Infos:

O: La valle dei sorrisi

Italien 2025

R: Paolo Strippoli

D: Michele Riondino, Romana Maggiora Vergano, Roberto Citran

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 122 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Den Film gibt es in Deutschland bereits auf Blu-Ray (Deutsch/Ital. mit deutschen Untertiteln, Uncut). 

Ikatan Darah

NIFFF 2026 Spezial

Ikatan Darah

Story:

Kämpferin und Ex-Champion Mega (Livi Ciananta) hilft ihrem verschuldeten Bruder, sich aus den Fängen von brutalen Gangstern zu befreien und sagt diesen den Kampf an…

Meine Meinung:

Aka Blood Ties. Iko Uwais, Star aus The Raid 1 + 2 sowie The Night Comes for Us, hat eine eigene Produktionsfirma namens Uwais Pictures gegründet. Diese helfen Produktionen bei der Finanzierung, bei den Action-Szenen und bei der Choreographie. Zum Teil spielt Iko Uwais auch selbst mit, so z.B. in Timur. Ikatan Darah ist der 2. Film aus dieser neu gegründeten Produktionsschmiede. Ich sah bereits in einem deutschen Forum einen Eintrag zu Ikatan Darah inklusive Trailer und das was ich sah, sah vielversprechend aus. Daher freute ich mich auf die Sichtung am NIFFF.

Ikatan Darah hat mir dann auch gefallen und ist nebst Hen der zweite gesehene Film am NIFFF 2026, der es auf meine Wunschliste schafft. Nach The Raid und Co. gab es diverse Nachahmer, die nie die Qualität des grossen Vorbildes erlangt haben (z.B. Jailbreak, Farang, BuyBust). Ikatan Darah erreicht natürlich auch keine The Raid Qualität, aber im Gegensatz zu den in der Klammer genannten Filmen ist Ikatan Darah deutlich besser und sehenswerter. Der Film erzählt zwar auch nur einen dünnen, wenig originellen Plot, aber es wird sich für die Figuren Zeit gelassen.

Die authentischen Settings waren ein grosses Plus des Filmes. Trotz des Budgets gibt es schöne Aufnahmen und die Actionszenen, von Iko Uwais Team choreographiert, waren stark anzusehen. Relativ bodenständig, hart, blutig und innovativ was die Bösewichte und deren Gimmicks angehen. Es gibt auch mehrere handgemachte Splattereffekte (Äxte die Köpfe spalten etc.), auch wenn hier und da auch mit CGI nachgeholfen wurde. Mind. fünf Besucherinnen haben die Vorstellung verlassen. Die Actionszenen haben mir gut gefallen. Der Plot war absolut okay. Die Bösewichte agieren mit viel Overacting. Dem sollte man sich bewusst sein. Asiatischer Klamauk halt. Damit hatte ich keine Mühe.

Livi Ciananta als Mega war toll anzusehen. Sie ist sympathisch und macht ihre Sache ordentlich. Sie ist eine Newcomerin und hat bisher nur in wenigen Filmen mitgewirkt. Der Film gibt am Ende einen Hinweis für eine mögliche Fortsetzung. Ich hätte nichts dagegen, Livi Ciananta erneut in Action zu sehen. Ismi Melinda spielt Megas Freundin, die sich im Film auch einige coole Kämpfe liefert (ihr Kampf gegen Mega in der kleinen Wohnung war eines der Highlights des Filmes). Die diversen Bösewichte des Filmes waren u.a. in Filmen wie The Night Comes for Us, Impetigore, Headshot oder Suzzanna: Buried Alive zu sehen.

Fazit: Martial Arts Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Ikatan Darah

Indonesien 2025

R: Sidharta Tata

D: Livi Ciananta, Derby Romero, Ismi Melinda

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 119 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Donnerstag, 9. Juli 2026

Update

Folgendes Review wurde komplett überarbeitet:


- The Night Comes for Us

NIFFF 5. bis 6. Tag

 

Heute stand ich früh auf. Ich denke ca. um 08.00 Uhr. Und schrieb die Berichte von gestern. Heute konnte ich es gemütlicher angehen, da kein Katzenstreu zu wechseln war und auch einkaufen musste ich nicht. Bis am Mittag hatte ich die Berichte geschrieben. Danach hiess es etwas zocken (Broforce). Ich überlegte auch, The Night Comes to Us anzusehen, damit ich mein Review anpassen kann. Der Film läuft aber über zwei Stunden und so liess ich davon ab. Vorerst. Ich wollte etwas früher in Neuchatel sein und mein Glück nochmal probieren (Autogramm von Regisseur Quarxx). Zudem wollte ich im Okapi Neuchâtel nochmals eine Crème Brulée essen gehen. Ggf. vor der ersten Sichtung. Zwischen 14.00-15.00 Uhr machte ich mich auf den Weg und konnte, wie bereits gestern, den früheren Zug nehmen (vom Westside aus). In Neuchatel kaufte ich ein (Sandwich, Butterbrezel) und machte mich danach auf den Weg in die Stadt.



Das Okapi Neuchâtel war total voll. Draussen gab es keine freien Sitzplätze mehr. Ich nahm drinnen, gleiche beim Eingang Platz und stellte fest, dass die Räumlichkeit deutlich angenehmer und kühler war, als draussen. Es schien Hochbetrieb zu herrschen. Ich bestellte mir nur eine Crème Brulée, ein Cappuccino und fragte, ob sie auch Cheesecake hätten (zumindest müssten sie diesen laut Online-Speisekarte haben). Nach Bestätigung bestellte ich mir auch einen Cheesecake. Mit Ausnahme einer halben Schokoladentafel, welche ich um ca. 08.00 Uhr gegessen hatte, war das mein Frühstück. Die Crème Brulée sah etwas anders aus als am Sonntag, war aber erneut, göttlich. So auch der Cheesecake. Vor allem der Biskuit-Boden war ein absoluter Traum. Ziele sind im Leben wichtig. Ich nehme es mir nun zum Ziel, von heute bis am Samstag dort täglich einen Cheesecake und eine Crème Brulée essen zu gehen. Mal schauen, ob mir das gelingt.





Danach ging ich die diversen Orte abklappern, wo ich in der Vergangenheit NIFFF-Gäste für Autogramme erblickt hatte. Fehlanzeige. Ich sah keinen Quarxx. Egal. Ich ging noch etwas laufen und an den See. Dieser war auch voll. Es war sehr warm heute. Super Wetter, für am See zu verweilen. Heute standen, wie am ersten Tag, drei Filme auf dem Programm. Die waren im Grossen und Ganzen alle etwas sehenswerter als vergangene Filme, ausser Subsuelo. Da zog das Ende den Film stark runter. Vor jedem Film checkte ich nochmals mögliche Orte, an denen Quarxx sein konnte. Man sah den nicht. Von den drei Filmen liefen zwei im warmen Studio, welches auch heute etwas gekühlt wurde. Ich war erstaunt, wie viele Besucher die Vorstellungen hatten. Es war immerhin ein Wochentag und einige der Vorstellungen (z.B.  Subsuelo) waren total ausverkauft.


Auf dem Handy sah ich noch zwischenzeitliche Fussball-Überraschungen (das 2. Tor, welches den Ägyptern gegen Messi und Co. aberkannt wurde nur um kurze Zeit später erneut zu Treffen) und auf meiner Heimreise sah ich mir noch die 1. Halbzeit des Spieles Schweiz gegen Kolumbien an. Nach der Halbzeit machte mein Handy schlapp. Kein Akku mehr. Schon krass, dass das vom frühen Nachmittag bis nachts nicht mehr reicht. Zuhause sah ich mir noch die Verlängerung und das Elfmeterschiessen zum Berichte schreiben an. Irgendwann nach 01.00 Uhr ging ich dann schlafen und verschob die letzten zwei Berichte auf den Vormittag. Ich schlief gut und schrieb am Morgen die Berichte. Ich habe mir, als ich mir das heutige Programm ansah, überlegt, Breeder vielleicht auszulassen. Der Film würde um ca. 23.15 Uhr zu Ende sein und um 23.30 Uhr müsste ich es auf den Zug schaffen. Wenn nicht, müsste ich den letzten Zug nach Bern und dann von Bern ein Taxi nehmen oder aus der Stadt nach Hause laufen (zwei Stunden). Oder ich könnte den Zug nach Bern, Riedbach nehmen und dann laufen. Dann wäre ich aber auch erst um 01.30 Uhr zu Hause. Und darauf hatte ich keine Lust. Zudem hätte ich so vielleicht noch Chancen, Regisseur Eisuke Naitō zu treffen, der abends seine neuen Filme vorstellen würde. So packte ich heute auch noch das Liverleaf Cover ein, um den ggf. signieren zu lassen. Und auf Social Media sah ich, dass Tony Rayns verstorben ist. RIP. Seine Extras zu Shaw Brothers und Co. sah ich mir immer gerne an. Er starb nach einem Treppensturz Zuhause!



Dann klingelte es. Post. Ich bekam eine neue Horror-Lektüre: Das scharlachrote Evangelium von Clive Barker. Ich wusste gar nicht, dass er einen neuen Roman geschrieben hatte. Ich bin noch an Gewebte Welt dran, welches ich aber demnächst beenden sollte. Ab Sonntag habe ich viele Nächte zu arbeiten (Ferien zu Ende), so dass ich froh bin, für die ruhigen Nächte wieder etwas zum Lesen zu haben. Ich entschied, etwas früher nach Neuchatel zu reisen. Zum einen wollte ich schauen, ob ich Quarxx und Eisuke Naitō finden würde, zum anderen wollte ich in Ruhe vor der ersten Sichtung (17.00 Uhr) noch mein Ziel umsetzen und eine Crème Brulée und einen Cheesecake essen gehen. Ich kaufte diesmal im Westside ein (Sandwich etc.), so dass ich in Neuchatel direkt auf die Suche nach den Gästen ging. Ich sah niemand. In der Hitze zog es mich Richtung Crème Brulée/ Cheesecake. Und dann das: das Okapi Neuchâtel hatte geschlossen:-( Also ich ging ins Les Brasseurs und nahm dort etwas zu trinken und dort eine Crème Brulée. Danach ging es in den ersten Film. Der war total ausverkauft. Und diesmal merkte ich nicht wirklich was von einer Klimaanlage. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich auch entschieden, heute Breeder sowohl die kommenden Tage noch Decorado ausfallen zu lassen.








Nach der ersten Sichtung hatte ich eine Stunde Pause. Nun war 18.00 Uhr vorbei und das Okapi Neuchâtel hatte geöffnet. Und ich kam, halt zum Abendessen, dennoch in meinen Genuss und bestellte das gleiche wie gestern (oder vorgestern?): eine Crème Brulée, einen Cheesecake und einen Cappuccino. Danach drehte ich meine obligatorische Runde und sah keinen der Gäste. Hokum startete mit Verspätung (total ausverkauft) und hatte leider auch den neuen selbstverliebten Schnuri als Vorsteller. Als Hokum zu Ende war, hätte ich, wenn ich Breeder schauen gegangen wäre, keine Pause gehabt. Es wäre schon Türöffnung gewesen. Zwischen 21.30-22.00 Uhr fand ich dann Eisuke Naitō und hatte genau gewusst wo. Schliesslich würde er um 22.00 Uhr seinen ersten Film vorstellen. Es war aber der falsche Zeitpunkt, um für ein Foto und ein Autogramm zu fragen. Warum? Er war am Abendessen. Da wollte ich nicht stören. Und 30 Minuten zu warten, dafür war mir sein Autogramm dann doch zu wenig wichtig, so dass ich mich auf die Heimriese machte. Ich stieg diesmal wieder im Westside aus und wollte einen neuen Gehweg für nach Hause ausprobieren, der mich nicht über das steinige Feld führen sollte. Zuerst lief ich etwas länger an der Strasse entlang, dann in fast schierer Dunkelheit hinter dem Bauhaus durch bis zum Pflegeheim und von dort an die Hauptstrasse und dann Richtung Fust. So hatte ich vielleicht fünf Minuten länger, aber lief viel gemütlicher. Zudem war es leicht unheimlich, den leisen und dunklen Weg zu laufen. Schlussendlich kam ich Zuhause drei Minuten früher an, als der Zug in Niederwangen halten würde. Das heisst ich war früher zu Hause und habe mich noch etwas bewegt. Top. Ich war müde, so dass es mich heute schnell ins Bett zog (und es war heute auch kein Fussball angesagt).












Hokum

NIFFF 2026 Spezial

Hokum

Story:

Ohm Bauman (Adam Scott) reist aus den USA nach Irland, um die Asche seiner Eltern zu verstreuen und ihrem Wunsch zu entsprechen. Doch es kommt anders, als geplant…

Meine Meinung:

Damian McCarthy sorgte mit The Oddity am NIFFF 2024 für einen Erfolg. Hokum ist sein neuster Film und ich war sehr erfreut, als ich sah, dass der am diesjährigen NIFFF laufen würde da der Film keinen regulären Kinostart (in der Schweiz) haben würde. Hokum war unterhaltsam, aber irgendwie dennoch auch nichts Besonderes. 100% überzeugt hat mich der Film nicht. Vielleicht hatte ich einfach auch zu viele oder zu hohe Erwartungen.

Auf der anderen Seite wusste ich inhaltlich sehr wenig. Der Film geht inhaltlich in eine andere Richtung, als ich das erwartet hätte. Der Film ist ein Mix aus Krimi und Ghost-Film. Für einen Horror- und Geisterfilm muss ich jedoch bemängeln, dass ich nicht einmal erschrocken oder zusammengezuckt bin. Trotz einiger Jump-Scares und/oder dem Versuch, Spannung durch Bilder und Setting zu generieren. Das war schon etwas enttäuschend. Ich denke, in der Hinsicht hatte The Oddity die Nase vorn. Der Mix des Plots war zwar etwas erfrischend, auf der anderen Seite auch relativ unglaubwürdig.

Dazu kommt, dass der Film auch eine Komödie ist. Es gibt viel zu lachen und der Film war in der Hinsicht auch oft zu lustig, um dann auch wirklich gruselig oder unheimlich zu sein, auch wenn andere Kinobesucher durchaus erschrocken sind. Ich bin da wohl einfach schon abgestumpft. Der Film ist gut gespielt, aber die männliche Hauptfigur, gespielt von Adam Scott (Hellraiser: Bloodline, The Monkey), war mit oft nicht sonderlich sympathisch. Das Finale fand ich auch enttäuschend, im Keller gab es mir dann doch auch zu viele CGI-Fratzen und die unbeantworteten Fragen störten mich diesmal. Aber unterhaltsam war Hokum auf jeden Fall.

Fazit: Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Hokum

Irland, Vereinigte Arabische Emirate, USA 2026

R: Damian McCarthy

D: Adam Scott, Peter Coonan, David Wilmot

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 107 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

At the Place of Ghosts

NIFFF 2026 Spezial

At the Place of Ghosts

Story:

Zwei Brüder (Blake Alec Miranda und Forrest Goodluck) mit schwerer Vergangenheit sind gezwungen, sich wieder zu vereinen. Sie müssen, um einen Geist aufhalten zu können, tief in die Wälder eindringen…

Meine Meinung:

At the Place of Ghosts hat mir nicht wirklich gefallen. At the Place of Ghosts ist ein kanadisch-belgischer Film im Indigenen Setting. Der Film ist aber nicht wirklich eine grosse Auseinandersetzung mit den australischen Ur-Völkern, eigentlich auch kaum ein Ghost-Film und schon gar kein Folkhorror-Film, obwohl öfters als solcher betitelt. Viel mehr ist das ein Familiendrama um zwei Brüder, die seit ihrer Kind- und Jugendzeit ein schweres Geheimnis hüten. Die sich entfremdet haben. Es geht um Kummer, Trauma und Vergebung.

At the Place of Ghosts hat einige schöne Naturaufnahmen und überzeugt durch die Settings. Die Musik war authentisch und zum Setting passend. Zudem war der Film von den mir unbekannten Darstellern gut gespielt. Leider blieben die Figuren relativ blass charakterisiert, so dass ich mit ihnen nicht mit gefiebert habe. Es entstehen nicht wirklich Sympathien für die zwei Brüder. Inhaltlich hat mich der Film auch nicht abgeholt. Richtig spannend wurde es nie und die Zeitreisen während ihrer Reise in den Wäldern wirkte mehr irritierend oder aufgesetzt, so z.B., wenn die Ureinwohner von ausländischen Soldaten angegriffen werden.

Laut KI starteten Kämpfe zwischen australischen Ureinwohnern und ausländischen Kolonisten im Jahr 1788. Dass es dazumal schon Power-Frauen als Soldatinnen gab (dazu noch lesbisch, so wie es dargestellt wurde), ist einfach unglaubwürdig. Die Szene nahm vielleicht fünf Minuten im Film ein und wirkte unpassend und aufgesetzt. Vielleicht waren das Auflagen, die integriert sein mussten, um Fördergelder zu bekommen (einer der Brüder ist auch homosexuell, und daraus wird für den Plot eigentlich auch wenig gemacht). Das Finale war enttäuschend und die CGI-Effekte waren schlecht. Ich mag keine CGI.-Geister (die sich dann in Blätter auflösen) und ganz übel und schlecht waren die Szenen mit den CGI-Wölfen. Einfach nur grauenhaft und peinlich. Klar, dass ist eine Independent Produktion, aber trotzdem. Dann lieber gar nicht solche Szenen drehen, als solchen Mist zu zelebrieren.

Da hatte ich leider falsche Erwartungen. Ich hatte mir mehr (Folk)Horror versprochen, so dass ich am Ende mit At the Place of Ghosts nur wenig anzufangen wusste…

Infos:

O: Sk+te'kmujue'katik

Kanada, Belgien 2025

R: Bretten Hannam

D: Blake Alec Miranda, Martha Irving, Forrest Goodluck

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 81 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Mittwoch, 8. Juli 2026

Subsuelo

NIFFF 2026 Spezial

Subsuelo

Story:

Ein Unfall während des Sommers sollte das Leben der Zwillinge Eva (Julia Martínez) und Fabián (Diego Garisa) grundlegend verändern…

Meine Meinung:

Subsuelo ist ein schwieriger Film. Hier und da war im Voraus schon klar, was der Inhalt sein würde. Da brauchte man gar nicht viel zu lesen, tief zu graben oder Bilder aus dem Trailer zu interpretieren. Es handelt sich um eine spanisch-uruguayische Co-Produktion von Regisseur Fernando Franco. Dieser wie auch die Schauspieler um Julia Martínez oder Diego Garisa sind mit total unbekannt. Subsuelo gelingt es, durch seine unangenehme Prämisse zu fesseln und zu schocken.

Der Film und seine Themen (sexueller Missbrauch, Inzest, Pädophilie, Tierleid) werden hier nicht exploitativ gezeigt, sondern trocken, kühl, nüchtern und erschreckend realistisch erzählt, so dass einige Momente, Szenen und Dialoge, vor allem zwischen Eva und Fabián, kaum auszuhalten sind. Ist so was unterhaltsam oder darf so was Entertainment sein? Der Film zeigt eine gebrochene Familie, in der praktisch jeder leidet. Dennoch wird klar, dass da schon vor dem Unfall solche Tendenzen vorhanden waren.

Julia Martínez und Diego Garisa spielen das, wie auch alle anderen, grandios. Es handelt sich fast um eine Art Kammerspiel im Familienhaus der Familie. Der Plot ist spannend. Als Zuschauer will man wissen, wie der Film endet. Wird es für Eva Gerechtigkeit geben? Wird sie Kraft finden, aus ihrer Hölle und der toxischen Umgebung fliehen zu können? Und immer, wenn man meint, im Film schon alles gesehen zu haben, setzt der noch einen drauf. Das einzige, was mir dann extrem missfiel und den Film auch schlecht enden lässt und qualitativ stark runterzieht, war das Ende. Was sollte das denn? Ein offenes Ende bei dem Plot und den Gefühlen, die zuvor aufgebaut wurden? Eine Schande! Dass wäre so, als würde Titanic enden, bevor das Schiff den Eisberg rammt… Schwach von Regisseur Fernando Franco!

Infos:

O: Subsuelo

Spanien, Uruguay 2025

R: Fernando Franco

D: Julia Martinez, Diego Garisa, Sonia Almarcha

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 115 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Nightborn

NIFFF 2026 Spezial

Nightborn

Story:

Saga (Seidi Haarla) und ihr Mann Jon (Rupert Grint) beziehen ein Haus im finnischen Wald. Der perfekte Ort, um das frische Babyglück zu zelebrieren. Doch nach und nach hat Saga das Gefühl, dass mit dem Baby etwas nicht stimmt…

Meine Meinung:

Nightborn ist eine europäische Produktion, die nebst NIFFF auch in den regulären Kinos laufen wird. Warum der Film daher am NIFFF gleich dreimal läuft, ist mir nicht bekannt. Nightborn war auch der Eröffnungsfilm des NIFFF 2026. Nightborn ist ein Mix aus schwarzer Komödie, Baby-Horror und Sozialkritik. Zwar ist Nightborn kein Film für meine Filmsammlung, dennoch wurde ich bestens unterhalten. Die Zeit ging vorbei, es gibt einige schön makabre Einfälle und viel zu lachen. Der Film stammt von der Regisseurin Hanna Bergholm (Hatching).

Im Vergleich zu Hatching ist Nightborn weniger nervend und massentauglicher. Die Drehorte sind stimmungsvoll und toll gewählt, ich empfand den Film von Anfang an als unterhaltsam und der Film ist stark gespielt. Vor allem Seidi Haarla macht einen fantastischen Job und zeigt, wie schwer es ist, eine Mutter zu sein und wie Druck durch Ehemann, Gesellschaft, eigene Emotionen und eigene Familienangehörige zu echtem Horror werden können. Dass mit dem Baby etwas stimmt, daraus wird im Film kein Geheimnis gemacht, auch wenn das Umfeld dies zuerst mit Ausreden unterdrückt und wegschaut.

Eine gewisse Spannung ist gegeben. Wo steuert der Film hin? Was hat es mit dem Baum, der durch den Boden wäschst, zu tun? Wird die Beziehung zu Jon halten und wird er sie am Ende unterstützen oder nicht? Was hat es mit finnischen Trollen und Wesen aus der finnischen Folklore zu tun (Ende)? Da wären einige Antworten noch interessant gewesen. Das Ende ist sicherlich Geschmackssache. Da sind die Meinungen gespalten. Einige werden dem Film auch vorwerfen, dass die männliche Rolle oberflächlich und negativ dargestellt wurde.

Fazit: War spassig und unterhaltsam!

Infos:

O: Yön lapsi

Finnland, Litauen, Frankreich, Grossbritannien 2026

R: Hanna Bergholm

D: Seidi Haarla, Rupert Grint, Pamela Tola, Pirkko Saisio, Rebecca Lacey

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 92 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Saccharine

NIFFF 2026 Spezial

Saccharine

Story:

Eine Medizinstudentin (Midori Francis) experimentiert mit Pillen bestehend aus menschlicher Asche, um an Gewicht zu verlieren. Doch das bringt unerwartete Nebenwirkungen mit sich…

Meine Meinung:

Saccharine reiht sich zu Filmen à la Raw (mit Abstrichen Alpha), The Substance, The Beauty (die Serie), Species (auch am diesjährigen NIFFF gesehen) oder Grafted. Die Inhalte? Es geht um Körper (Veränderungen), zuweilen Bodyhorror-Inhalte, Sozialkritik und mehrheitlich nahmen Frauen auf dem Regiestuhl Platz. Saccharine hat mir dabei gut gefallen, auch wenn ich denke, dass es am Ende für die Sammlung trotzdem nicht reicht. Hätte ich den Film hingegen als Blindkauf erworben, hätte ich den wohl in die Filmsammlung integriert. 100% festlegen mag ich mich aber (noch) nicht.

Saccharine ist ein australischer Film und Regie führte Natalie Erika James (Apartment 7A) während Midori Francis die Hauptrolle verkörpert. Ich mochte das Setting. Sie spielt eine lesbische Medizinstudentin. Damit wird auch gleich der Grundstein für den Plot gelegt und wie sie im Verlauf des Filmes weiterhin an «Asche» von Toten kommt. Der Film nimmt sich für seine Plot sehr viel Zeit und der Film beginnt sehr ruhig, die Figuren ausgiebig einzuführen. Der Film nimmt sich da mehr Zeit, als andere Filme. Wer also von Anfang an auf irgendwelche Body-Horror- oder Ekeleffekte hofft, dürfte enttäuscht werden.

Ich fand den Plot interessant, da auch ein Geist eine Rolle spielt. Das verknüpft mit sozialem Druck, schlechtem Selbstwertgefühl, Bodyshaming und Essstörungen ergibt am Ende eine interessante Mischung. Technisch ist der Film hervorragend: tolle Effekte, toll geschnitten (z.B. die Masturbations-Sequenz mit den krassen Gegensätzen als Kontrast), überzeugende Figuren, interessanter Plot, paar hübsch eklige Momente aber auch einen Hauch Erotik. Über das Ende kann gestritten werden. Hätte es dieses so noch gebraucht oder nicht? Auf jeden Fall passt es dich ganz gut zum Film.

Fazit: Fans von Raw und Co. können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Infos:

O: Saccharine

Australien 2026

R: Natalie Erika James

D: Midori Francis, Madeleine Madden, Danielle Macdonald

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 112 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Dienstag, 7. Juli 2026

NIFFF 3. bis 4. Tag

Ich schlief schlecht. Da ich Freitag bis Samstag für meine Verhältnisse lang geschlafen habe, war ich nun abends nicht müde. Ich schlief am Ende zwischen vier bis fünf Stunden (und wurde noch von einer Mücke angegriffen, die ich aber schnell abwehren konnte) und stand bereits um 07.00 Uhr auf. Theoretisch hätte ich noch länger schlafen können (ich würde das Haus erst um 10.15 Uhr verlassen), aber ich habe gerne Zeit am Morgen und mag es nicht stressig. Ich ass extra nichts, da ich heute am Mittag in Neuchatel mit dem Kumpel aus Zürich essen gehen würde. Wie bereits gestern gab es von Bern keine Direktverbindung nach Neuchatel. Nun wusste ich aber Bescheid. Mir gelang es sogar, ungeplant, auf eine frühere Zugverbindung, so dass ich bereits um ca. 11.30 Uhr in Neuchatel ankam, statt um 12.00 Uhr. Am Bahnhof stand ich in eine Pfütze und rutschte in dieser fast aus. Ich weiss nicht, was es war, wahrscheinlich nur Wasser (da nicht klebrig, im Geruch neutral). Dennoch ging ich draussen (Brunnen) meine Wade und später auf einem WC meine Hand noch mit Seife waschen.

Ich holte den Kumpel vom Hotel ab, welches er sehr lobt. Ich denke, wenn ich in Zukunft auch Mal wieder vor Ort in Neuchatel verweilen würde, dann auch in dem Hotel (= Hotel Beaulac) wie er. Unsere ersten Filme würden heute um 16.45 Uhr starten. Spät. Wir hatten zum Start unterschiedliche Filme. Wir liefen fiel (am Ende über 10'000 Schritte) und sahen uns mögliche Restaurant-Optionen an. Denn wir hatten mehrere Stunden Zeit. Ich zeigte ihm Gegenden, die er von Neuchatel noch nicht kannte. Er war inzwischen wieder sehr sonnig und warm. Toll. Wir entschieden uns für das Okapi Restaurant = siehe Restaurant Bericht. Danach suchten wir einen Geld Automaten, da ich gezahlt hatte (Vorschlag des Kumpels) damit mir der Kollege das Geld zurückgeben konnte (ich habe nicht mehr viel für den Monat). Danach liefen wir über eine neue Route zum Bahnhof, wo wir uns mit kalten Getränken und ich auch mit einem Sandwich eindeckte. Das Sandwich sollte als Abendessen, wenn ich abends wieder nach Bern fuhr, fungieren. Nach den zwei Desserts und nachdem ich am Bahnhof Neuchatel noch viel trank (Red Bull ohne Zucker, Café Latte) war mir fast etwas schlecht. Im Gegensatz zu gestern hatte ich in einer kurzen Zeitspanne sehr viel gegessen und getrunken.



Danach gingen wir am Nachmittag noch ins Les Brasseurs etwas kaltes Trinken. Und ich nahm dort meine 3. Crème Brulée. Die war ebenfalls sehr fein, aber danach wurde mir wirklich kurz schlecht. Auch das Cola füllte mich gut ab. Aber nach ca. 10-15 Min. besserte es sich wieder. Vor dem ersten Film ging der Kumpel noch kurz ins Hotel, während ich noch etwas im Les Brasseurs blieb. Mich zog es danach noch kurz an den See, ehe mein erster Film startete. Ghost in the Cell war total ausverkauft. Am Wochenende muss damit am NIFFF gerechnet werden. Das Kino war sehr warm, da kein Klimaanlagengebrauch. Ich hatte schon etwas Mühe im Kino. Mit der Wärme und mit dem Sitzen. Zudem kamen erneut diverse unappetitliche Gerüche auf. Danach hetzte ich gleich in die nächste Vorstellung. The Furious. Da gab es Probleme mit dem Ticket, aber als sie es nochmals probierte (auf meine Aufforderung hin, sie wollte mich an die Kasse schicken), ging es. Der Kumpel war bereits im Kino und hielt Plätze frei. Die Vorstellung war total ausverkauft. Es war kühler, aber mein Gesäss tat weh und es war eine mühsame Sichtung. Der Film hat mich leider enttäuscht, auch wenn ich da ziemlich allein dastand (viele Szenen, die während der Sichtung beklatscht wurden, haben mir nicht gefallen), auch wenn es auf Letterboxd über 70 Seiten schlechte bis mittelmässige Meinungen zum Film gibt. Ich fühlte mich «anders», was aber vollkommen okay ist. Der Vorsteller war mühsam. Kostete wertvolle Zeit, war laut meinem Kumpel auf Koks und es fand eine Versteigerung von, so wie es aussah, Postern statt.



Der Kumpel ging danach erneut ins Hotel, da er noch einen weiteren Film auf seinem Programm stehen hatte. Mich zog es zum Bahnhof, wo ich nach Hause fuhr. Es war eine andere Verbindung als gestern, so dass ich heute nicht nach Hause laufen würde. Ich hatte keinen Hunger und sah mir das Fussball-Spiel zwischen Norwegen und Brasilien an. Die Rückreise war mühsam. Eine Mutter mit zwei oder drei Kindern machte 30 Minuten Dauerlärm. Und wirklich lauten Lärm. Die Mutter liess ihre Kinder einfach machen. Ich bin einmal mehr froh, selbst keine Kinder zu haben. Danach ging es im Westside ins Tram. Dieses war total heiss und wurde scheinbar den ganzen Abend nicht klimatisiert. Auch während der Fahrt hielt es der Fahrer nicht für nötig, die Klimaanlage zu gebrauchen. Er hatte sogar das Fenster in seiner Sitzkammer geöffnet so dass alle die Musik hören konnten, welche er abspielte. Mühsam. Im Europaplatz wechselte ich dann auf den Zug und schaute mir das Fussballspiel zu Ende an (mit schönem Ende), während ich bereits die zwei Reviews schrieb. Das Sandwich ass ich dann erst zwischen 00.00-01.00 Uhr, ehe es mich um ca. 01.20 Uhr ins Bett zog. Zwar würde bald noch England - Mexiko gezeigt werden (02.00 Uhr), aber darauf hatte ich dann trotzdem keine Lust mehr.

Diese Nacht schlief ich länger. Um 09.30 Uhr hiess es aufstehen und noch letzte Berichte fertig schreiben. Dann musste ich unbedingt noch kurz einkaufen gehen (Kaffeerahm) und die Katzenkisten machen. Heute war es heisser als in den letzten Tagen, das merkte ich bereits auf dem Weg zum Einkaufen. Heute könnte es sein, dass ich auf Regisseur Quarxx treffen würde. Dessen Film (The Ones Who Grieve) wird heute gezeigt. Er wird, wenn ich nicht irre, drei Tage vor Ort sein. So suchte ich die französische Blu-Ray von All the Gods in the Sky und die Stifte zum Signieren (bis ich die gefunden hatte…). Packte ich Mal vorsichtshalber ein. Ich machte mich auf den Weg und ich sollte um ca. 16.00 Uhr in Neuchatel sein (der erste Film würde um 17.00 Uhr starten). Ich war jedoch erneut 30 Min. früher in Neuchatel.

Dort musste ich am Bahnhof erstmal etwas zu Essen und Trinken kaufen. Ein Schokoladenriegel war das Erste, was ich um ca. 15.30 Uhr heute ass. Danach ging ich in die Passage schauen, ob ich Quarxx sehen würde. Angeblich stellt er nur heute seinen Film vor, auch wenn dieser noch ein zweites Mal gezeigt würde. Ich sah keinen Quarxx. Also ging ich noch an den See. Der erste Film lief leider wieder im Kino Studio. Ich wurde müde, aber das besserte sich mit dem Verlauf des Filmes (Hen Vorstellung). Und dann das: die haben das Kino, obwohl nicht ausverkauft wie am Wochenende, tatsächlich Mal gekühlt! Auch vor der Vorstellung von The Ones Who Grieve sah ich Regisseur Quarxx nicht. Erst auf der Bühne, als er den Film vorstellte. Er macht einen leicht nervösen, aber auch schrillen Eindruck. Er sah den Film auch komplett an und danach gab es wohl noch ein Q&A. Danach hatte ich aber keine Lust zu warten, sondern wollte nach Hause. Ich war müde und so wichtig war mir ein Autogramm von Quarxx jetzt nicht, dass ich extra (z.B. draussen vor dem Kino) warten wollte. Um 22.00 Uhr hiess es ab nach Hause. Ich schaute mir noch Fussball an (Portugal gegen Spanien = ziemlicher Grottenkick) und musste im Zug zweimal den Platz wechseln, da ich von einer ekligen Fliege attackiert wurde. Statt bis nach Bern zu fahren und dort lange am Bahnhof zu warten, lief ich heute vom Westside im Dunkeln nach Hause (30 Min.). Trotz falscher Schuhe und unbequemem Weg über das Feld. So war ich ca. 20-30 Min. früher zu Hause, als wenn ich mit dem ÖV über Bern gefahren wäre. Schade, dass die Station Riedbach regulär gar nicht bedient wird. Das schien am Wochenende nur eine Ausnahme gewesen zu sein. Mal schauen, ob es Verbindungen von Neuchatel nach Riedbach gibt, ggf. mit einer anderen Verbindung. Zuhause ass ich dann noch ein zweites Sandwich da wieder Hunger habend und um 00.00 Uhr ging es ins Bett.