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Samstag, 4. Juli 2026

Fish, Fists and Ambergris

NIFFF 2026 Spezial

Fish, Fists and Ambergris

Story:

In einem Fischerdorf wird eine wichtige Requisite von Gangstern gestohlen. Der Bruder des Verdächtigen und sein Kumpel reisen nach Saigon, um den Bruder mit dem geklauten Gegenstand zu finden.  Dieser hat Schulden bei Gangstern…

Meine Meinung:

Aka Chase for Amber. Fish, Fists and Ambergris ist eine Martial Arts Komödie aus Vietnam. Der Trailer sah okay aus. Einige der Kampfszenen entsprachen mehr dem klassischen Kung-Fu Film, so dass ich mich auf den Kinobesuch freute. Der Plot wirkte minimalistisch und aufgrund des gestohlenen Gegenstandes fühlte ich mich sofort an Ong-Bak (Buddha Kopf wird gestohlen) oder an Tom Yum Goong (Baby Elefant wird gestohlen) erinnert. Dass der Film nicht die Qualität der genannten Kracher aus Thailand erreichen wird, war mir im Voraus klar.

In der Zeit nach Ong-Bak und Co. brachten auch die Vietnamesen einen Actionfilm in die weite Welt heraus: The Rebel mit Johnny Trí Nguyễn aus dem Jahr 2007. Ansonsten blieb es ruhig d.h. mir ist zumindest nichts Gegenteiliges bekannt. Fish, Fists and Ambergris stammt von Dương Minh Chiến. Dieser ist mir total unbekannt, wie auch der Cast des Filmes. Der Film ist am Ende eine durchschnittliche Angelegenheit mit Licht sowie Schattenseiten. Die Drehorte wirken authentisch, die Kampfszenen waren in der Tat schön Old School inszeniert (wenn auch nichts Neues) und zumindest der 2. Boss am Ende hat auch in der Schurkenrolle überzeugt. Auch die Helden haben in den Kampfszenen eine gute Figur gemacht.

Die Schattenseiten betreffen die Laufzeit. Obwohl der Film nur 103 Min. läuft, fühlte sich die Laufzeit wie zwei Stunden an. Es gab etliche Füllszenen, die unwichtig waren und die man auf Straffungsgründen hätte eliminieren können. Viele Szenen die Dramatik, Rückblenden und unnötige Erklärungsversuche liefern, hätten alle weggelassen werden können. Auch nach dem Ende des Finalbosses gibt es noch zu viele unnötige Dialoge. Da lobe ich mir die Shaw Brothers Filme, in der nach dem Tod des Bösewichtes (oder aller Personen) sofort «The End» eingeblendet wird.

Sogar die Szenen mit der Frau hätte man theoretisch alle weglassen können, da sie in den Kampfszenen nicht wirklich integriert wird. Die Massenkampfszenen am Ende entsprachen auch weniger meinem Geschmack und es ist schade, dass der Oberboss nicht im Kampf besorgt wird. So was mag ich nie und ist natürlich Geschmackssache. Ihn hätte ich im Finale gerne länger kämpfen sehen, da er unseren Helden doch einiges abverlangt hat. Technisch war der Film gut gemacht. Der Humor hat nicht immer gezündet, aber hier und da fühlte ich mich ans HK-Kino der 90er erinnert (Billige Ekel-Jokes mit Speichel).

Fazit: Geschmackssacke. Für einen Kauf für die Filmsammlung überwiegen die Schattenseiten des Filmes zu schwer, so dass es bei dieser einen Sichtung bleiben wird…

Infos:

O: Truy Tim Long Dien Huong

Vietnam 2025

R: Dương Minh Chiến

D: Quang Tuấn, Hoàng Tóc Dài, Ma Ran Đô, Nguyên Thảo, Doãn Quốc Đam, Thanh Nam, Tân Quốc Hy, Tuấn Voi

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 103 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

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