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Sonntag, 4. Februar 2018

Black Hawk Down Review

Black Hawk Down

Story:

Film beruht auf wahren Ereignissen:

Somalia 1993: um den Bürgerkrieg zu beenden versuchen amerikanische Militärs (u.a. Jason Isaacs, Josh Hartnett, Tom Sizemore) in Mogadischu einen Warlord gefangen zu nehmen. Doch der Einsatz schlägt fehl als erst ein, später ein 2. Hubschrauber der Amerikaner abgeschossen werden und der gegnerische Wiederstand deutlich stärker ausfällt als gedacht…

Meine Meinung:

Black Hawk Down habe ich seit der Jugendzeit nicht mehr gesehen. Damals gefiel mir der Film sehr gut. Etwas, was ich heute kaum glauben kann.

Der Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, dies aber nur recht wage und einseitig erzählt, wichtige Infos (auch zur Vor- und Nachgeschichte) weglässt und vor allem die Amerikaner beleuchtet (der somalischen Seite werden kaum Infos/Szenen/Tiefe entgegengebracht) und als Helden darstellt, hat mir nun kaum mehr gefallen und mich vor allem nicht gefesselt, schockiert oder mitgerissen.

Ich habe beim Schauen gar versucht, den Film einfach als reinen Actionfilm anzusehen, weil man sich ansonsten aufregt über die einseitige, wage Berichterstattung der Amerikaner. Jedoch hat auch das nicht wirklich funktioniert.

Längen hat der Film keine trotz der langen Laufzeit und technisch ist der Film stark. Dafür gab es auch zwei Oscars. Es gibt auch sehr viel Action die toll in Szene gesetzt ist. Harmlos ist auch anders was den Gewaltlevel angeht (Krieg ist furchtbar) und die Actionszenen sind noch das beste am Film. Aber gute Actionszenen haben einen Film noch nie besser gemacht.

Die Figurenzeichnung ist nebst einseitigem Bild der Parteien schwach. Die Soldaten gehen einem am Arsch vorbei, die Dialoge sind teilweise furchtbar schlecht und die Leistungen der Akteure nicht überdurchschnittlich. Einen jungen Josh Hartnett hat man sich aus marketinggründen geholt, um möglichst viele Mädels in den Film zu bewegen. Er war ein Frauenschwarm und durch Filme wie Halloween H20 oder Pearl Harbor (hier besser Tora! Tora! Tora! schauen und nicht den schwachsinnigen US-Kitsch) bekannt geworden.

Der Film hat, da man mit den Figuren nicht mit fiebert, keinen allzu grossen Unterhaltungswert. Man nimmt das Kriegs Geschehen teilnahmslos zur Kenntnis. Eine wirkliche Spannung ist nicht vorhanden, der Sinn des Filmes will sich mir nicht erschliessen.

Da hat Ridley Scott, den ich trotz einiger starker Filme (Alien, Gladiator, Blade Runner*) für überbewertet halte (Jess Franco ist für mich ein fähigerer und besserer Regisseur), schon besseres Kino in Szene gesetzt (=*). Wird demnächst auch Zeit, mit anderen US-Kriegsfilmen aus dieser Zeit «abzurechnen» bzw. Neusichtungen vorzunehmen (Wir waren Helden, Windtalkers etc.).

Fazit: Fliegt aus der Sammlung und wird nie mehr geschaut!

Infos:

O: Black Hawk Down

USA 2001

R: Ridley Scott

D: Eric Bana, Tom Sizemore, Ewan McGregor, Jason Isaacs, Josh Hartnett

Laufzeit der deutschen DVD: 138:07 Min.

Gesehen am: Erstsichtung zur Jugendzeit. Review überarbeitet am: 13.12.17

Fassungen: Mir lag die deutsche Special Edition (DVD) vor im Schuber von Senator / Universal = Uncut (normale Kinofassung), O-Ton, Deutsche Synchro, deutsche Subs, sehr gute Tonqualität, nur gute Bildqualität. Man sieht der DVD in Sachen Bildqualität, vor allem gegen das Medium Blu Ray, das Alter deutlich an. Eigentlich erschreckend für einen Universal Titel…Nur in den USA auf DVD in einer Langfassung zu haben. Langfassung = mehr Handlung, aber auch mehr Action, bessere Bildqualität und andere Filter wodurch einige Szenen mit Blut deutlich härter wirken als in der deutschen Fassung.

Freitag, 2. Juni 2017

Kill List Review

Kill List

Story:

Zwei Kumpels und ehemalige Soldaten verdienen sich als Profikiller ihr Geld. Jay (Neil Maskell) ist vom letzten Auftrag gezeichnet was auch die Familie zu spüren bekommt – trotzdem lässt er sich von seinem Kumpel Gal (Michael Smiley) überreden wieder mitzumachen – mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Kill List hat mich stark beeindruckt und überrascht. Der Film wurde mir vor vielen Jahren über einen Gästebuch Eintrag auf der alten Homepage empfohlen und daher wurde der Film nun auch geschaut. Ich dachte zuerst: ein UK Actionfilm – Profikillergeschichte. Gangster-Setting und so. Das haben die Engländer drauf. Könnte mir gefallen.

Aber Pustekuchen – der Film geht in eine andere Richtig, die nicht vorhersehbar ist. Auch das Genre wechselt, vor allem gegen Ende hin. Ich war wirklich überrascht und will hier jedoch auch gar nichts verraten. Wenn man mehr wüsste wäre das für die Wirkung, welcher der Film am Ende auf den Zuschauer hat, fatal und sehr schade.

Die Story wird zuerst monoton, langsam und quälerisch erzählt. Der Film baut eine sehr fesselnde, bedrückende und nihilistische Stimmung auf, die das Ende dann konsequent weiterführt und zu Ende bringt. Die wenigen Gewaltszenen sind hart anzusehen, da auf Humor komplett verzichtet wird und einige Szenen beim Zusehen sehr schmerzen (die Szene mit dem Hammer ist fast nicht zu toppen und natürlich das Ende). Das Ende gefiel mir in seiner Wirkung und die Szenen zuvor sehr. Das Finale ist sehr spannend und stimmungsvoll geworden. Solche Filme und Enden mag ich – genau nach meinem Geschmack.

Die Darsteller sind sehr gut und in ihren Rollen absolut überzeugend und glaubhaft. Neil Maskell gefiel mir schon in der Serie Utopia sehr gut – so, dass ich mich freute, ihn auch hier in einer Hauptrolle zu sehen.

Kill List hat mich beeindruckt und überrascht – vor allem gegen Ende hin wie schon lange kein Film mehr, sodass ich mich schon jetzt auf eine 2. Sichtung freue, um schon vor dem Finale einige Details erahnen zu können, welche nun mehr Sinn ergeben. Ein Film, denn man daher gut mehrfach schauen kann und sollte…

Infos:

O: Kill List

UK 2011

R: Ben Wheatley

D: David Bowen, MyAnna Buring, Ben Crompton, Esme Folley

Laufzeit der deutschen DVD: 91:50 Min.

Gesehen am: 29.04.17

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD vor = Wendecover, Uncut, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute DD 5.1 Tonspur (auch zum O-Ton).