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Mittwoch, 4. Februar 2026

Shatter

Shatter

Story:

Profikiller Shatter (Stuart Whitman) fliegt nach erledigtem Auftrag nach Hong Kong und fordert von seinen Vorgesetzten (u.a. Anton Diffring) seine Zahlung. Doch diese wimmeln ihn ab. Scheinbar waren sie nicht die Auftraggeber. Bald schon wird Shatter auch von Männern der Organisation (u.a. Peter Cushing) mit dem Tod bedroht, sollte er Hong Kong nicht verlassen. Zusammen mit einem Einheimischen (Ti Lung) kämpft Shatter gegen seine Feinde an…

Meine Meinung:

Shatter ist nach Die 7 goldenen Vampire die 2. Zusammenarbeit der englischen Hammer Studios und dem Hong Konger Imperium Shaw Brothers. Es handelt sich um eine Mitte der 70er Jahre Produktion. Ich sah den Film bisher einmal, was jedoch schon 16 Jahre her ist. Ich freute mich auf die Sichtung, auch wenn ich gleichzeitig nicht allzu viel erwartet habe. Der Film hat die Zweitsichtung bestanden. Shatter überzeugt vor allem durch seinen 70er Jahre Charme, den simplen Plot, die gelungene deutsche Synchronisation und den Cast des Filmes inklusive der Drehorte in Hong Kong. Das authentische 70er Jahre Leben in Hong Kong zu sehen, fand ich interessant.

Obwohl der Film etwas chaotische Produktions- und Drehbedingungen hatte (einer der Regisseur wurde während dem Dreh gefeuert), macht das Endergebnis solide Spass. Die Hammer-Studios liessen in Hauptrollen Stuart Whitman als James Bond Klon auf die Menschheit los. Er machte das solide. Ebenso gut, wenn nicht sogar besser, wirkt sein Gegenüber: Anton Diffring als Bösewicht. Der Deutsche, der wunderbar in solche Rollen (z.B. in Mark of the Devil 2) passt, ist hier der Hauptbösewicht. Peter Cushing (At the Earth's Core, Die Rache der Pharaonen), eines der Aushängeschilder der Hammer Studios, ist hier in einer Nebenrolle und gleichzeitig in seiner letzten Rolle in einem Hammer-Film zu sehen.

Die «Hong Kong» Fraktion bestand vor allem aus zwei Namen: Ti Lung (Ninja Kung Fu, Return of the One-Armed Swordsman, The Kung Fu Emperor) und Lily Li (One Foot Crane, The Challenger, The Beauty Escort). Lily Li versucht sich als Art «Bond-Girl». Sie spielt aber keine allzu grosse Rolle und ihr Part bleibt relativ blass. Da wäre ggf. mehr möglich gewesen.  An Ti Lung hingegen hatte ich Freude. Der Kung Fu Star war dazumal das, was Peter Cushing für Hammer war: Ein Aushängeschild. Ti Lung in einer 70er Jahre Produktion zur Abwechslung Mal in einem modernen Setting sehen zu dürfen, war cool. In den realistisch gefilmten Kampfszenen macht er eine gute Figur. Hier und da runden blutige Shoot-Outs, eine höchst amüsante Szene mit Dummies (Finale) und fetzige Musik die Actionszenen gekonnt ab.

Fazit: Für Shaw Brothers und Ti Lung Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shatter

Grossbritannien, Hong Kong 1974

R: Michael Carreras, Monte Hellman

D: Ti Lung, Lily Li, Anton Diffring, Stuart Whitman, Peter Cushing

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Sept. 2010 / Neusichtung am: 04.02.26

Fassungen: Für die Erstsichtung im Sept. 2010 sah ich beim Kumpel die deutsche DVD von CMV. Für die Neusichtung lag mir die neue Edition von Hammer aus England vor = der Film ist Uncut und restauriert als UHD, als Blu-Ray (UK-Version) und als Blu-Ray (US-Version) vorhanden. Dazu gibt es ein Poster, ein über 100seitiges Buch mit unzähligen Hintergrundinfos und neue, exklusive Extras zum Film. Nebst englischem O-Ton und unzähligen Untertitel-Optionen befindet sich auch die hochwertige deutsche Sprachfassung auf der Disc. Die Bildqualität ist absolut exzellent. Der Film sah nie besser aus. In Deutschland inzwischen von Anolis unter dem Titel Ti Lung - Der tödliche Schatten des Mr. Shatter auch auf Blu-Ray zu haben.

Mittwoch, 14. August 2024

Die 7 goldenen Vampire

Shawgust 2024

Die 7 goldenen Vampire

Story:

Professor Van Helsing (Peter Cushing) und sein Sohn (Robin Stewart) suchen in China nach Graf Dracula (John Forbes-Robertson/Chan Shen). Ihre Expedition wird von Vanessa Buren (Julie Ege) finanziert. Vor Ort werden sie von Hsi Ching (David Chiang) und Co. (Shih Szu, Lau Kar-Wing) unterstützt… 

Meine Meinung:

Die Shaw Brothers haben auch mit anderen Filmstudios Filme gedreht. Mit Filmstudios aus anderen Ländern. Zum Beispiel mit der deutschen Rapid Films (Karate, Küsse, blonde Katzen), mit der italienischen Compagnia Cinematografica Champion (The Stranger & the Gunfighter) oder, wie im Fall von Die 7 goldenen Vampire, mit der britischen Hammer Films. Ich denke, dass Die 7 goldenen Vampire wohl die international bekannteste Zusammenarbeit zwischen den Shaw Brothers und einem ausländischen Film-Studio darstellt.

Regie führte Roy Ward Baker. In einigen Datenbanken wird noch Chang Cheh (The Nine Demons, Trilogy of Swordsmanship, Journey to the West) als Regisseur gelistet. Das konnte ich nicht weiter verifizieren. Die 7 goldenen Vampire ist einer von vielen Dracula-Filmen aus der Feder der Hammer Films. Da kamen zuvor Filme wie Dracula jagt Mini-Mädchen, Blut für Dracula oder Dracula und seine Bräute. Der Film wurde komplett in Hong Kong und ggf. China gedreht. Die Dreharbeiten seien chaotisch gewesen. Dies vor allem aufgrund Sprachprobleme zwischen der britischen und der HK-Crew, wobei letztere kaum Englisch sprach.

Die 7 goldenen Vampire hat die 2. Sichtung bestanden. Der Film ist in meinen Augen kein Kracher, aber höllisch kurzweilig und unterhaltsam. Die Highlights für mich waren die coolen "Vampir-Zombies", deren Masken und wie sie getötet werden. Die Effekte waren dabei genau nach meinem Geschmack. Wie sich die Geschöpfe teilweise aus dem Boden und Grund buddeln, erinnerte mich an die Zombies aus Zombi 2. Die Masken hatten zudem Burial Ground Vibes. Mit Blut und nackten Tatsachen (Brüste) wird auch nicht gespart.

Die Kampfszenen sind solide und wurden von Lau Kar-Leung (Shaolin Mantis, The 36th Chamber of Shaolin, Executioners from Shaolin) inszeniert. Vor allem vor dem Finale, die Kämpfe in der Höhle, waren die Kung Fu Highlights für mich. Ansonsten sind die Kampfszenen nur solide. Die Musik hat mich nur wenig überzeugt. Der Plot bot schlussendlich nichts Neues. David Chiang (Sword with the Windbell, From Here to Prosperity, Iron Angels) konnte leider auch nicht gänzlich glänzen. Von den Chinesen haben mich Shih Szu (The Black Tavern, The Rescue, The Woman from Hell) und Chan Shen (Lost Souls, The Imp, Schweig oder stirb) am meisten überzeugt, bei den Engländern Peter Cushing (Die Rache der Pharaonen, At the Earth's Core). Einer der Kämpfer an David Chiangs Seite wird von Lau Kar-Wing (His Name Is Nobody, Heroes Two, Skinny Tiger and Fatty Dragon) gespielt (mit Pfeilbogen bewaffnet).

Fazit: Erfolgreicher Mix zweier legendärer Film-Studios!

Infos:

O: The Legend of the 7 Golden Vampires

Grossbritannien, HK 1974

R: Roy Ward Baker, Chang Cheh

D: Peter Cushing, David Chiang, Robin Stewart, Julie Ege, Chan Shen, Shih Szu, John Forbes-Robertson, Lau Kar-Wing

Laufzeit der deutschen DVD: 85:30 Min.

Gesehen am: Feb. 2008 / Neusichtung am: Shawgust 2024

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die US-Blu-Ray bietet noch den alternativen US-Cut und u.a. ein Interview mit David Chiang als Bonus. Die deutsche DVD hat keine Extras. Auf chinesischen Seiten à la YouTube finde ich Fassungen, in denen Chan Shen in Chinesisch zu Dracula spricht, während dies in der englischen Fassung nicht der Fall ist. David Chiangs Stimme in der deutschen Synchronisation ist misslungen. 

Mittwoch, 18. November 2020

Die Rache der Pharaonen Review

Die Rache der Pharaonen

Story:

Eine Mumie (Christopher Lee) nimmt Rache an den Personen (u.a. Peter Cushing), die vor vielen Jahren das Grab von Prinzessin Ananka gefunden und geöffnet haben…

Meine Meinung:

Hammer-Filme sind Genre-Film-Produktionen aus England die vor allem in den 30ern bis zu den 80ern aktiv waren und sich teilweise mit Monsterfilmen einen Namen machten (Vampire, Mumie etc.) und dabei oft erstmals Farbfilme besagter Kreaturen auf die Leinwand zauberten. Dabei wurde nicht selten auch mit Vertragsschauspielern (à la Shaw Brothers) gedreht. Zwei der bekanntesten Namen, die auch in Die Rache der Pharaonen zu sehen sind: Peter Cushing (At the Earth's Core) und Christopher Lee (The Bloody Judge).

Was Hammer-Filme angehen, bin ich ein Greenhorn. Ich kenne nur einige, wenige Titel: Circus der Vampire (Mal als Kind gesehen, weiss nicht mehr), Die 7 goldenen Vampire (Co.-Produktion mit den Shaw Brothers), Ti Lung – Der tödliche Schatten des Mr. Shatter (Dito – steht noch auf Wunschliste), Wake Wood (à la Friedhof der Kuscheltiere, eine der neuen Hammer-Produktionen), Die Frau in Schwarz (neue Hammer-Produktion) oder The Lodge (am NIFFF 2019 gesehen). Ungesehen liegt rum: Als Dinosaurier die Erde beherrschten.

Die Rache der Pharaonen, der erste Mumien-Gruselfilm in Farbe, vereint die beiden späteren Top-Stars Peter Cushing und Christopher Lee in einem Film. Der Film ist grundsolide, unterhaltsam und kurzweilig. Der Vorspann und die Musik empfand ich als sehr gelungen. Die Sets hingegen sahen teilweise zu steril und «gelackt» aus (keine Spinnweben in einer alten Grabkammer?).

Die Darsteller haben ihre Sache ordentlich gemacht. Etwas schwarzer, britischer Humor dringt hier und da durch. Obwohl der Film relativ kurzweilig erscheint, hat der Film seine Schwächen im Skript und der Story: dies wird nämlich relativ bodycountarm und vor allem spannungsarm und ohne wirkliche Überraschungen erzählt. Die Figuren im Film wissen viel zu schnell von der Mumie und um was es geht.

Fazit: Für meinen Geschmack ist Die Rache der Pharaonen gut schaubar und alles andere als ein schlechter Film. Aber zu wenig gut, um in die Sammlung aufgenommen zu werden…

Infos:

O: The Mummy

Großbritannien 1959

R: Terence Fisher

D: Peter Cushing, Christopher Lee, Yvonne Furneaux, Eddie Byrne, Michael Ripper

Laufzeit der deutschen DVD: 84:16 Min.

Gesehen am: 03.08.20

Fassungen: Gesehen via DVD aus Deutschland von Universal: Uncut, gute wenn auch teilweise zu dunkle Bildqualität, gute Tonqualität, Deutsch (zu empfehlende Synchro) / Englisch mit Subs. Gibt es in den USA auch als Blu-Ray.