Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Jô Shishido werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Jô Shishido werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 26. Mai 2018

The Boy Who Came Back Review

The Boy Who Came Back

Story:

Keiko (Sachiko Hidari) arbeitet für ein privates Unternehmen mit dem Ziel, problematische Jugendliche (nach Jugendknast und Co.) wieder in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen unterstützend zur Seite zu stehen. Der neuste Fall ist Draufgänger Nobuo (Akira Kobayashi), den Keiko nach der Freilassung zu dessen Mutter (Fudeko Tanaka) bringen soll – was jedoch nicht gelingt. Nobuo ist ein harter Fall und Keiko versucht Nobuos Mädchen, Kazue (Ruriko Asaoka), für eine positive Beeinflussung zu benutzen. Doch die kriminelle Vergangenheit in Form von Jugendbanden (u.a. Jô Shishido) holen Nobuo immer wieder ein und erschweren Keikos Zielerfüllung des Auftrags…

Meine Meinung:

The Boy Who Came Back ist ein Frühwerk (s/w Film von 1958) von Regisseur Seijun Suzuki für die Nikkatsu Studios und die erste Zusammenarbeit zwischen ihm und zwei zukünftigen, grossen Nikkatsu Stars, Akira Kobayashi und Jô Shishido mit welchen er z.T. später wiederholt zusammengearbeitet hat (Branded to Kill). Von seinen erfolgreichen, kunstvollen, qualitativ und starken späteren Werken (Branded to Kill, Tokyo Drifter, Youth of the Beast, Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!) ist Seijun Suzuki mit diesem Frühwerk noch weit entfernt. Ansätze sind aber bereits zu erkennen.

Der Film ist ein sozialkritisches Jugenddrama, in welchem die kriminelle Vergangenheit und/oder andere Einflussfaktoren (Jugendbanden, mangelnde Perspektiven, Nachkriegszeit…) im Mittelpunkt stehen. Die Story ist, zumindest aus heutigen Massstäben betrachtet, wenig originell und es gibt in der Laufzeit auch viele Längen. Man kann sich den Film aber im Grossen und Ganzen, vor allem als Seijun Suzuki (bzw. eigentlich nur dann) Fan, gut ansehen.

Akira Kobayashi (Tokyo Mighty Guy) spielt die Hauptrolle sehr gut. Er macht einen guten Job, sowohl in den dramatischen wie auch den Action-Szenen, die ausserdem stark gefilmt sind (vor allem wo er am Ende ziemlich in die Mangel genommen und dann einer Straftat an seiner Freundin bezichtigt wird). Das Action- sowohl Drama-Highlight des Filmes. Sehr schön gefilmt, wie es nur die Japaner können. Schön fand ich ausserdem, dass der spätere Nikkatsu Star Jô Shishido (Murder Unincorporated, Danger Pays) eine Nebenrolle abbekommen hat (quasi der Anführer einer Jugendbande, welche Akira Kobayashi das Leben schwer machen). Ihn fand ich sogar noch besser und überzeugender (und sympathischer) als Akira Kobayashi. Jô Shishido war zu der Zeit noch nicht operiert (Hamsterbacken), aber man erkennt ihn sofort und problemlos.

Wo ich nicht mit anderen Review-Schreibern einig bin ist die Darstellung von Keiko durch Sachiko Hidari – sie spielt die weibliche Hauptrolle und hat mich sehr oft in dem Film einfach genervt (sehr böse und überspitzt gesagt der Typ Frau, der sich von schlagenden Freunden/Ehemännern angezogen fühlt und immer wieder auf solche Kerle zurückkehrt / trifft / diese anzieht). Da passt es ja gut, dass sie 1964 an einem Berliner Filmfest den Preis für die beste Schauspielerin erhielt (Berlinale?) – denn von der Berlinale halte ich auch nicht viel – dann lieber das FFF oder NIFFF – aber passt gut zusammen – Berlinale und Würdigung der Rolle von Sachiko Hidari.

The Boy Who Came Back ist sicher kein Film, denn ich schnell ein zweites Mal (falls überhaupt) ansehen werde. Er hat ansatzweise an den Film Fighting Elegy erinnert, aber halt noch paar Stufen schlechter, da teilweise Längen und nervende Figurenzeichnung (und wenig Überraschungen / Highlights). Daher auch nur für Seijun Suzuki Fans interessant. Trotz allem freue ich mich auf die vier anderen Filme in der Collection, da ist es nicht schlimm, wenn Film Nr. eins nur durchschnittlich geraten ist…

Infos:

O: Fumihazushita haru

Japan 1958

R: Seijun Suzuki

D: Akira Kobayashi, Sachiko Hidari, Ruriko Asaoka, Jô Shishido, Fudeko Tanaka

Laufzeit der UK Blu-Ray: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 03.03.18

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2018). Mir lag die UK Blu-Ray von Arrow Video vor = Seijun Suzuki The Early Years Vol. 1 Collection = enthält fünf Filme auf Blu-Ray / DVD, Schuber, 58seitiges Booklet. Alle Filme sind Uncut, im O-Ton (Japanisch) mit englischen Subs. Die Bildqualität zu diesem (s/w) Film war sehr gut. Nur das Cover-Motiv der Box gefällt mir persönlich nicht. Zum Glück ist mir das kaum wichtig, so lange der Inhalt stimmt – und das ist bei Arrow in Sachen Extras, Qualität, Sprachen und Subs eigentlich praktisch immer der Fall.

Montag, 21. August 2017

Murder Unincorporated Review

Murder Unincorporated

Story:

Ein Gangsterboss wird getötet. Die anderen vier Bosse erfahren, dass Joe Of Spades (Jô Shishido) der Mörder ist und auch hinter ihnen her ist. Joe Of Spades Identität und Aussehen sind den Bossen jedoch nicht bekannt. Um sich zu schützen und um Joe zu töten, heuern sie eine Auftragskillerfirma an, welche rund ein Dutzend Killer anstellt, Joe Of Spades zu eliminieren

Meine Meinung:

Der dritte Film in der Nikkatsu Diamond Guys Volume 2 Collection ist ein durchschnittlicher Film geworden.

Es handelt sich um eine Gangster Komödie, die mit vielen bizarren Figuren und diversen Killern, welche unterschiedliche Eigenschaften und Gimmicks als Waffen haben, aufwartet. Das sorgt für Unterhaltung und Lacher wobei es hier und da trotzdem auch Längen gibt.

Nach dem tollen Danger Pays hätte ich mir im dritten Film jedoch deutlich mehr Jô Shishido gewünscht. Er hat nur eine Nebenrolle und im Mittelteil ist er teilweise gar nicht mehr zu sehen. Seine Präsenz ist auch weniger wuchtig als in anderen Filmen, welche ich mit ihm gesehen habe.

Es kam mir so vor, als hat man ihm nur eine Nebenrolle spendiert, um mit einem grossen Star und Namen die Fans und Zuschauer zu ködern. Eine reine Vertragssache (viele der Darsteller standen bei Nikkatsu für mehrere Filme unter Vertrag), eine reine Pflichtaufgabe ohne Herz und Seele. Das spürte man leider auch.

Kann man sich gut einmal ansehen – aber von der Collection lohnt sich leider nur Danger Pays – besser als dass alle drei Filme nur schlecht/durchschnittlich wären. Leider trotzdem im Vergleich zu Volume 1 das schlechtere Set was die Filmauswahl und Qualität angeht…

Infos:

O: Toba no mesu neko: sutemi no shôbu

Japan 1965

R: Haruyasu Noguchi

D: Yumiko Nogawa, Jô Shishido, Eiji Gô, Kon Ohmura, Hiroshi Hijikata, Tôru Yuri

Laufzeit der UK Blu Ray: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 04.08.17

Fassungen: Siehe Tokyo Mighty Guy.

Dienstag, 8. August 2017

Danger Pays Review

Danger Pays

Story:

Eine Milliarde Yen verschwinden. Gangster entführen Japans bekanntesten Geldfälscher, damit mit dem Geld Geschäfte gemacht werden können. Drei Detektive (u.a. Jô Shishido) machen es sich zur Aufgabe, das Geld selbst unter ihre Nägel zu reisen…

Meine Meinung:

Danger Pays hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte schon etwas Angst, da mir der erste Film (es handelt sich um eine Edition mit drei Filmen der Nikkatsu Studios) Tokyo Mighty Guy gar nicht zusagte und ich diesen wirklich nicht gut fand.

Doch Danger Pays macht grossen Spass. Es handelt sich um eine Gangster-Komödie, in welcher drei «Betrüger» hinter Gangstern, gestohlenem Geld und einem alten Geldfälscher her sind. Geld und der Geldfälscher wechselt oft ihren Bestimmungsort, was für viel Situationskomik führt.

Der Film startet schon spassig mit einem tollen Song in den Film («Danger`s Where the Money Is») und wartet mit gutem Spiel aus Humor, sympathischen Figuren, Gangster-Elementen und hier und da dann doch überraschend harten Actionszenen auf (zu Beginn mit den Messern, am Ende blutige Shoot-Outs, Leichen). Der krass wechselhafte Mix störte mich jedoch nicht, da ich solche Genreverhalten und Mixe schon aus dem Hong Kong Kino zur Genüge gewohnt bin.

Der Regisseur (u.a. für Rica und Rica 2 verantwortlich), der zwischenzeitlich gar paar wenige Filme für die Shaw Brothers in Hong Kong drehte (leider u.a. zwei nicht zu empfehlende Titel wie Trapeze Girl und Diary of a Lady-Killer), hat für die Wahl der Darsteller ein gutes Händchen bewiesen und den damals grossen Star und bekannten Vertragsdarsteller für die Nikkatsu Studios, Jô Shishido, für die Hauptrolle ergattern können.

Und er macht, wie in jedem Film, welchen ich in letzter Zeit mit ihm sehen durfte (z.B. Youth of the Beast, Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! oder Branded to Kill) einen fantastischen und zuverlässigen Job. Schon in Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! bewies Jo, dass er ein Talent für humoristische Szenen besitzt was er in Danger Pays eindrucksvoll unter Beweis stellt. Aber auch die anderen Figuren sind sympathisch und lohnenswert und sorgen für Spass und Highlights (vor allem die Frauenrolle, typische Powerfrau mit viel Selbstvertrauen und Charakter).

Fazit: für Fans des alten japanischen Genre-Filmes sicherlich interessant. Kann man gut einen Blick riskieren – zumindest mir, dass der Film sehr gefallen und nun hoffe ich umso mehr, dass auch der dritte Film in der Collection, sehenswert ist!

Infos:

O: Yabai koto nara zeni ni naru

Japan 1962

R: Kô Nakahira

D: Jô Shishido, Hiroyuki Nagato, Ruriko Asaoka, Arihiro Fujimura, Eiji Gô

Laufzeit der UK Blu: Ca. 83 Min.

Gesehen am: 26.07.17

Fassungen: Siehe Tokyo Mighty Guy.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Branded to Kill Review

NIFFF 2017 Spezial
Branded to Kill

Story:

Goro Handa (Jô Shishido), ein Auftragskiller für die Yakuza (die Nr. 3 in der Killer Rangliste), scheitert an einem Auftrag. Die Zielperson überlebt, eine Zivilistin wird stattdessen getötet. Daraufhin will die Yakuza sich von ihrem Killer trennen und ihn selbst töten…

Meine Meinung:

Seijun Suzuki erschafft mit Branded to Kill ein kleines Gangster-Drama-Meisterwerk. 

Der Film, für Nikkatsu Studios und komplett in s/w gedreht, erzählt eine dramatische und tragische Geschichte des Auftragskiller Handa, Nr. 3 der Killer Rangliste. 

Bald schon sieht er sich in einem Strudel aus Verrat und anderen Killern (vor allem der unbekannte Killer, der als Nr. 1 die Killer Rangliste anführt) ausgesetzt - und mitten in all dem eine wirklich tragische Liebesgeschichte, die am Ende die volle Erfaltung vollbringt. 

Optisch ist der Film, wie die meisten Werke des Regisseurs, toll und stimmungsvoll in Szene gesetzt. Besonders gut kommt dem Film das s/w zu stehen. 

Die Story wird nicht langweilig und am Ende teilweise gar tragisch komisch / satirisch, wenn Handa in der Wohnung mit Killer Nr. 1. ausharren muss bevor es dann zum eigentlichen Finale kommt (wobei für mich das spannungsgeladene "Finale" zuvor stattfand = alle Szenen mit Handa, der sich in der Wohnung versteckt als langsam durchzudrehen scheint). 

Das eigentliche Finale fand ich leicht enttäuschend. Da hätte ich mir mehr erhofft. Die überraschende und sehr tragische Schlussszene macht dies aber gleich wieder wett. 

Die Darsteller machen alle eine sehr gute Figur. Vor allem Jô Shishido, mit welchem Seijun Suzuki schon in Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! und in Youth of the Beast zusammen arbeitete, passt natürlich hervorragend in die tragische Rolle des Auftragkillers. 

Fazit: Für Fans von Jô Shishido, Seijun Suzuki oder des japanischen älteren Kinos uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Koroshi no rakuin

Japan 1967

R: Seijun Suzuki

D: Jô Shishido, Mariko Ogawa, Mari Annu, Kôji Nanbara

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz UT. Gibt es in Deutschland u.a. auf DVD oder Blu Ray (Nur O-Ton, deutsche Subs, Uncut). Inzwischen befindet sich die deutsche Blu-Ray von REM in meiner Sammlung. Bild- und Tonqualität sind sehr gut.

Mittwoch, 5. Juli 2017

Youth of the Beast Review

 
NIFFF 2017

Youth of the Beast

Story:

Ein Cop (Jô Shishido) versucht im Yakuza Milieu den Mord an seinem alten Kumpel und einer Frau aufzuklären. Dafür gibt er sich als Gangster aus und spielt die diversen Clans gegeneinander aus. Sein Ziel: Die Killer seines Freundes zu töten!

Meine Meinung:

Im selben Jahr (1963) entstand vom gleichen Regisseur (Seijun Suzuki) und dem gleichen Hauptdarsteller (Jô Shishido) der Film Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards und nebst diesem u.a. Youth of the Beast.

Anhand dieses Beispiels wird deutlich, wie bewusst verschieden der Regisseur Stilmittel einsetzt und Filme unterschiedlich in Szene setzt. Wirkte Detective Bureau gerade in den Actionszenen total "veraltet" und billig, so wirken diese hier deutlich aufwändiger, sogar blutiger und der Film als Ganzes viel ernster. 

In Youth of the Beast spielt Lead Jô Shishido einmal mehr einen (Ex) Cop, der sich als Gangster im Milieu tarnt und dort für Unruhe sorgt. Nur diesmal geht es viel ernst und humorloser zur Sache, was ich begrüsst habe. Mir gefällt die ernste Note besser, so dass mir Youth of the Beast dann doch etwas besser gefallen hat als Detective Bureau

Das Skript bietet viele gute Ideen, jede Szene mit Jô Shishido ist ein Genuss, einige Szenen sind wunderschön gefilmt und sehr stimmungsvoll geworden. Auch der restliche Cast, abseits von Shishido, machen eine gute Figur. Auch die Musikuntermalung ist super. 

Das Ende ist überraschend und die letzte Szene bitterböse aber absolut verdient! Genau so muss perfektes Kino aussehen!

Fazit: Für Fans des japanischen Kinos obligatorische "Lektüre"!

Infos:

O: Yajû no seishun

Japan 1963

R: Seijun Suzuki

D: Yuriko Abe, Kensuke Akashi, Tomio Aoki, Eiji Gô, Jô Shishido

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz. UT. Auf DVD in den USA erschienen (Criterion Collection, O-Ton, englische Subs, Uncut). Als Blu Ray in England erschienen (Uncut, O-Ton, englische Subs). Lief in Deutschland mind. im Free TV. Inzwischen befindet sich die UK-Ausgabe (Blu Ray/DVD Combo mit Booklet) von EUREKA (England) in meiner Sammlung = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische UT.

Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! Review

NIFFF 2017 Spezial
Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!

Story:

Detektiv Tajima (Jô Shishido) unterstützt die Polizei in einem Fall, in welchem er einem Gangster nach dessen Freilassung bei dessen Flucht unterstützt (bevor er von vielen anderen Gangstern abgeknallt wird) um sich als Undercover Agent in deren Organisation einzuschleusen...

Meine Meinung:

Nach Gate of Flesh erst meine 2. Seijun Suzuki Erfahrung - und eigentlich ganz bewusst meine erste. 

Seijun Suzuki, der 2016 verstorben ist, blickt auf eine interessante Karriere zurück. International bekannt und geehrt, zu Hause vor Probleme gestellt (bishin zu Film- bzw. Drehverboten und wenig Unterstützung im eigenen Land) hat er viele interessante Titel, oft im Yakuza Milieu spielend, auf die Leinwand gezaubert. Im Gegensatz zur Konkurrenz oft mit weniger Budget, dafür umso bedachter, schriller und origineller. 

Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! ist eine Gangster-Komödie geworden die gut zu unterhalten vermochte und die Zuschauer wirklich auch zum Lachen bringt (die ganzen Tanzeinlagen z.B. waren klasse). Die zeit geht vorbei, der Story kann man gut Folgen und der Film lebt nebst sympathischen Figuren und dem tollen Humor vor allem vom Lead Jô Shishido (der nach seiner Wangenoperation aussieht wie ein Hamster, aber erst danach kam seine Karriere ins Rollen), der den Film ganz alleine trägt und auch in anderen Filmen des Regisseurs zu sehen war. 

Der Humor und die theatralische Darstellung und einfache Inszenierung (die Actionszenen z.B. sind total einfach gemacht, keine Effekte, keine Shoot-Outs zu erkennen etc.) sind sicherlich gewöhnungsbedürftig, können aber durchaus auch als gewollt und Stilmittel seitens Seijun Suzuki verstanden werden. 

Wichtig ist auch, dass nicht alle Filme so wirken, wie  Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! und man nicht von einem Seijun Suzuki Film auf alle schliessen lassen kann. 

Mir hat der Film gut gefallen, so dass er sicherlich früher oder später den Weg in meine Filmsammlung finden wird. Fans von älteren japanischen Klassikern sollten sich den Namen Seijun Suzuki nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Tantei jimusho 23: Kutabare akuto-domo

Japan 1963

R: Seijun Suzuki

D: Nobuo Kaneko, Tamio Kawaji, Yûko Kusunoki, Reiko Sasamori, Jô Shishido

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 88 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit englischen und franz. UT. In den USA auf DVD erhältlich (Uncut, O-Ton, englische Subs). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2017). Inzwischen befindet sich die UK-Blu-Ray von Arrow Video in meiner Sammlung = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität.