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Mittwoch, 4. Oktober 2017

Ninja Review

Ninja

Story:

Der ehemalige Ninja-Schüler Masazuka (Tsuyoshi Ihara) ist hinter der Waffentruhe „Yoroi Bitsu“ her, welche die letzten Geheimnisse der Ninjas enthalten. Dabei geht er über Leichen (u.a. bringt er seinen Meister um, welchen ihn wegen einem Zwischenfall aus der Schule verbannte). Die Kiste befindet sich nicht mehr in Japan, sondern in New York bei Casey (Scott Adkins), der die gleiche Schule wie Masazuka besuchte und gleichzeitig dessen Feind darstellt. Beide sind in die Tochter des Meisters verliebt. Masazuka schickt seine Killer nach New York um dann selbst dort aufzutauchen um die Kiste zu finden, Casey zu töten und die Tochter des Meisters zu entführen…

Meine Meinung:

Bei meiner Erstsichtung vor mehreren Jahren empfand ich den B-Actionstreifen Ninja als sehr gut. Eine Nu Image Produktion, eine Isaac Florentine (Regie) und Scott Adkins (Darsteller) Zusammenarbeit nach anderen Arbeiten wie The Shepard oder Undisputed II (später kam noch Undisputed 3 und 4 dazu, wobei Florentine in Teil vier nur noch Produzent war).

Nun, bei der 2. Sichtung, sehe ich das ganze etwas anders und der Film gefällt mir nur noch gut. Und es ist definitiv nicht die beste Zusammenarbeit zwischen Adkins und Florentine – dies ist in meinen Augen, auch nach mehreren Anschauen, Undisputed II oder nach letzter Sichtung auch die bis dato letzte Zusammenarbeit Close Range.

Das Hauptproblem von Ninja: die Rahmenhandlung ist teilweise sehr billig, unglaubwürdig und nicht sympathisch / charmant. Davon betroffen ist vor allem die erste Hälfte (Ausbildung in Japan, Ausländer Adkins = Meisters Liebling und dazu der beste «Ninja») und die Bösewichte bzw. praktisch alle anderen Figuren sind nicht sympathisch oder charismatisch. Im Gegenteil: der Meister wie auch der Bösewicht sind ein Witz und solchen Rollen nicht würdig. Meine Argumente mögen sich gerade für B-Actionfans ungläubig anhören, da solche Klischees dazu gehören und in diesem Fall nur die Action zählt.

Dem gebe ich teilweise recht und in früheren B-Actionfilmen war es genauso (z.B. im 82er Film Wenn er in die Hölle will, lass ihn gehen) – aber dort hatten diese Szenen meist einen gewissen Charme und ich sehe diese aus einer nostalgischen Sicht heraus, was schon automatisch sympathisch ist und Pluspunkte bringt im Gegensatz zu heutigen Filmen.

Die Action ist in einigen wenigen Szenen auch nicht der Hit – vor allem was billige CGI Szenen angehen. Doch im Grossen und Ganzen wird die Action dann im Verlauf des Filmes immer besser und die Anzahl der Actionszenen nehmen zu. Zudem ist teilweise gar kein Ninja/Japan Setting mehr auszumachen, da der Film in New York spielt und harte Kämpfe und blutige Shoot-Outs die Szenerie bestimmen was ich in diesem Fall gar als positiv ansehe. Dieser Wechsel weg vom «billigen Japan Klischee» tut dem Film, trotz Hauptthema und Filmtitel Ninja, gut.

Fazit: Für Adkins Fans trotz billiger Rahmenhandlung/Klischees natürlich zu empfehlen, auch wenn der Film nicht mehr so flott und toll wirkt, wie bei der Erstsichtung. Aber die Action in der 2. Hälfte und die Verlagerung nach New York tun dem B-Actionfilm zum Glück sichtlich gut. 

Gefolgt von: Ninja - Pfad der Rache

Infos:

O: Ninja

USA 2009

R: Isaac Florentine

D: Scott Adkins, Tsuyoshi Ihara, Togo Igawa, Mika Hijii, Todd Jensen

Laufzeit der deutschen DVD: 82:52 Min.

2. Sichtung und Review überarbeitet: 06.09.17

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD vor = gute Bildqualität, sehr gute Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs vorhanden. Uncut (SPIO/JK Fassung).

Freitag, 8. September 2017

Undisputed IV Boyka Is Back Review

Undisputed IV Boyka Is Back

Story:

Boyka (Scott Adkins) tötet in einem Ringkampf seinen Gegner bzw. dieser stirbt an Verletzungen, welche der Kampf zur Folge hatte. Boyka reist nach Russland, um dessen Ehefrau und jetzt Witwe um Vergebung zu bitten. Diese wird von einem Gangster, bei welchem sie Schulden hat, zum Abarbeiten derselbigen gezwungen. Boyka setzt sich für die Frau ein und muss dafür für den (Gangster)Boss in den Ring steigen…

Meine Meinung:

Scott Adkins (Close Range, Savage Dog, Hard Target 2) Fans kommen bei der mittlerweile dritten Fortsetzung voll auf ihre Kosten. Seit Teil zwei (für mich noch immer der beste der Reihe da Boyka den Bösewicht spielt und herrliche Knast Klischees) ist er als Boyka, eine Art Aushängeschild für seine Fans, bekannt und sorgt für sehenswerte Action. So auch hier.

Die Action rockt und ist sehenswert in Szene gesetzt. Adkins macht eine gute Figur, auch wenn er selbst in dem Nu Image und von Isaac Florentine produziertem Film in einigen Szenen gedoubelt wurde (von Veselin Troyanov). Die Action beschränkt sich zu 95% auf Ring-Kämpfe.

Der Film unterhält ohne Anspruch. Inhalte und Rahmenhandlung sind jedoch sehr billig – da war mir wie gesagt die Knast-Story aus Teil zwei trotz aller Klischees 10x lieber als diese inhaltliche Klischeedrama-Grütze wie sie hier in Teil vier geboten wird. Da hilft nur Hirn ausschalten – sonst überlebt man die Rahmenhandlung nicht!

Fazit: Inhalt schwach, Action stark. Unterhaltsam, sehr solide, aber wird schlussendlich nichts Neues geboten. Aber für Adkins Fans trotzdem uneingeschränkt zu empfehle.

Infos:

O: Boyka: Undisputed IV

USA 2016

R: Todor Chapkanov

D: Scott Adkins, Teodora Duhovnikova, Alon Aboutboul, Julian Vergov, Valentin Ganev, Martyn Ford

Laufzeit der deutschen Blu Ray: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 16.08.17

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Wendecover, O-Ton, keine Subs, Uncut.

Dienstag, 5. September 2017

Close Range Review

Close Range

Story:

Ein mexikanisches Kartell und korrupte Cops sind hinter einem Speicherchip her, welcher sich Besitz des Ex-Soldaten Colton (Scott Adkins) befindet…

Meine Meinung:

Close Range, eine kleine B-Actionperle von Isaac Florentine und Scott Adkins (für andere Filme HIER KLICKEN), habe ich 2015 bei Veröffentlichung verpasst.

Der Film kommt allgemein zu wenig gut weg – vor allem im Vergleich zu anderen B-Actionfilmen mit Adkins z.B. Hard Target 2. Ich wurde positiv überrascht. Der Film hat eine minimalistische Story, 90% der Figuren sind Kanonenfutter und billig gezeichnet (daher hätte man auf die Vorstellung der Gangster inklusive Namen, man kann sie sich sowieso nicht merken oder sie auseinanderhalten und zudem sind die nur Kanonenfutter wie oben bereits erwähnt, verzichtet werden können) aber sie erfüllen ihren Zweck wie auch die billige Story.

Der Zuschauer muss sein Gehirn nicht anstrengen und man wird kurzweilig und vor allem actionreich unterhalten. Adkins macht einen fabelhaften Job und ein actionerfahrener Regisseur wie Isaac Florentine weiss wie Action auszusehen hat und orientiert sich, gerade was die Kameraführung und Bilder angehen, einmal mehr am asiatischen Actionkino.

Es gibt sicherlich alle fünf Minuten Action, es gibt einen hohen Bodycount und Actionszenen bzw. einen Mix aus Martial Arts und blutigen Shoot-Outs. Was will man mehr? In den 80ern wäre ein solcher Film indiziert und stark geschnitten worden – heute ist man etwas liberaler und man kann die Action Uncut und ohne Zensur geniessen!

Scott Adkins, B-Action- und Isaac Florentine Fans greifen zu!

Infos:

O: Close Range

USA 2015

R: Isaac Florentine

D: Scott Adkins, Nick Chinlund, Caitlin Keats, Jake La Botz, Tony Perez

Laufzeit der deutschen DVD: 81:40 Min.

Gesehen am: 11.08.17

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD vor = Uncut, Wendecover, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch keine Subs bzw. nur für spanische Dialoge.