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Dienstag, 2. September 2025

Terror-Creatures from the Grave Review

Terror-Creatures from the Grave

Story:

Ein Anwalt (Walter Brandi) trifft in einem Schloss ein, dessen Besitzer vor kurzem verstarb. Dort trifft er auf die Ehefrau (Barbara Steele) und die Tochter des Opfers. Diese erzählen ihm, dass es im Schloss spukt…

Meine Meinung:

Der dritte Film (= Bonusfilm) im Set von Severin Films Nightmare Castle Blu-Ray ist der beste der drei Filme mit Barbara Steele (Piranha, Castle of Blood), aber für meinen Geschmack trotzdem kein Must Have Titel. Der Film lag mir nur in der US-Fassung unter dem Titel Terror-Creatures from the Grave vor. Der Mitte der 60er Jahre Film ist Fans des klassischen Gothic-Grusels zu empfehlen, auch wenn scheinbar bei den Dreharbeiten nicht alles rund gelaufen sein soll. Das wirkte sich, zumindest für meinen Geschmack, nicht negativ auf den Film aus.

Was mir nicht gefiel war der 08/15 Plot und die Musik. Die Musik hat mir, bis auf wenige Ausnahmen (vor allem im Finale und in der Schlussszene) nicht sonderlich gefallen. Zu alt, zu wenig stimmungsvoll. Wo der Film hingegen gepunktet hat waren die Kameraführung, die stimmungsvollen Momente (Schloss, Gothic Ambiente, Geister-Szenen), welche die Kamera einfängt und doch einige überraschend derbe Make-Up-Effekte und Morde. Der Film wirkt zuweilen wie ein Mix aus einem Krimi und einem Gothic -Ghost-Film. Nicht uninteressant.

Was die Darsteller angehen, haben mir vor allem Barbara Steele und dessen Filmtochter, gespielt von Mirella Maravidi, gut gefallen. Diese waren überzeugend. Walter Brandi war ok, aber nichts Besonderes. Die restlichen Figuren waren relativ eindimensional und uninteressant. Mit Ausnahme von Barbara Steele war kein wirklicher Star dabei.  Walter Brandi sowie Mirella Maravidi haben jetzt nicht gerade wirklich viele Rollen gespielt und waren auch nicht in den Klassikern des Ital. Kino Zuhause. Dasselbe gilt für Regisseur Massimo Pupillo.

Fazit: Fans von Filmen im Gothic-Look und Barbara Steele können einen Blick riskieren!

Infos:

O: 5 tombe per un medium

Italien, USA 1965

R: Massimo Pupillo

D: Barbara Steele, Walter Brandi, Mirella Maravidi, Alfredo Rizzo, Riccardo Garrone

Laufzeit der US-Blu: 84:01 Min.

Gesehen am: 07.06.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Nightmare Castle Disc). Dort liegt die US-Fassung von Terror-Creatures from the Grave als Bonusfilm vor = Hervorragende Bild- und Tonqualität, Englischer Dub, US-Fassung. Mir ist nicht bekannt, inwieweit sich diese Fassung von der Ital. Originalfassung unterscheidet. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).

Sonntag, 3. August 2025

Castle of Blood

Castle of Blood

Story:

Ein Schriftsteller nimmt die Wette an, eine Nacht in einem Spukhaus zu verbringen. Keine gute Idee, denn es tauchen tatsächlich diverse Geister auf (u.a. Barbara Steele)…

Meine Meinung (US-Fassung):

Castle of Blood lag mir nur in der kürzeren US-Fassung vor. In welcher Art und Weise diese im Gegensatz zur Originalfassung verändert wurde, ist mir nicht bekannt. Der Film war als Bonusfilm auf der Blu-Ray von Nightmare Castle enthalten. Wie diesen empfand ich auch Castle of Blood als durchschnittlichen Film, der nicht in meine Sammlung aufgenommen wird (es kommt auf den letzten Bonusfilm im Set, Terror Creatures from the Grave, darauf an).

Bei dem s/w Film, einer Produktion aus Italien und Frankreich, führte Antonio Margheriti (Höllenhunde bellen zum GebetCannibal ApocalypseSeven Deaths in the Cats EyeRegie. Ein bekannter Italo-Regisseur aus der Zeit. Zuerst sollte Sergio Corbucci (Compañeros, Django) Regie führen, doch der schied, warum auch immer, aus dem Projekt aus. Verfilmt wurde, wie es scheint, eine Edgar Allan Poe Story, wobei ich nicht weiss, ob dies der Wahrheit entspricht.

Für meinen Geschmack war der Film vor allem eins: Lahm und langweilig. Es wird zwar versucht, eine nette Grusel- und Gothic-Stimmung zu entwerfen, aber allein die Bilder machen den Film nicht zu seinem sehenswerten oder unterhaltsamen Vergnügen. Der Plot war simpel, aber der Film halt einfach wirklich langweilig. Eine Schlaftablette eines Filmes. Dazu kommt, dass es keine richtigen Highlights gibt. Das Gezeigte ist wenig interessant, fesselnd oder spannend. Die Schauspieler waren ok, aber die Figuren nicht interessant. Barbara Steele ist einmal mehr in einer Rolle in einem Film dieser Art zu sehen.

Fazit: Lahmer Gruselfilm und nichts für meine Sammlung!

Infos:

O: La Danza macabra

Frankreich, Italien 1964

R: Antonio Margheriti

D: Georges Rivière, Barbara Steele, Arturo Dominici, Margarete Robsahm, Montgomery Glenn

Laufzeit der US-Blu: 82:27 Min.

Gesehen am: 15:05.25

Fassungen: Gesehen als Bonusfilm enthalten in der Nightmare Castle Blu-Ray = Veränderte US-Fassung («New HD transfer of rare US print») in sehr guter Bild- und Tonqualität in Englisch. Region-All-Disc. Von Severin Films gibt es inzwischen eine Blu-Ray/UHD Fassung mit beiden Fassungen an Bord. Das dürfte die beste Fassung sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2025).

Donnerstag, 24. Juli 2025

Nightmare Castle

Nightmare Castle

Story:

England 1870:

Ein Ehemann bringt seine Frau (Barbara Steele), die ihn betrog, und dessen Liebhaber, um. Danach heiratet er die Halbschwester (Barbara Steele) der Getöteten, da diese als Erbe eingetragen ist. Danach versucht er, sie in den Wahnsinn und auch in den Tod zu treiben…

Meine Meinung:

Nightmare Castle ist ein Mitte der 60er Jahre Gruselstreifen (mit Mad Scientist-Motiven) im stimmungsvollen Schwarzweiss gedreht. Regie führte Mario Caiano (Nosferatu in Venedig, Vrouwenkamp, Weapons of Death) und mit Barbara Steele (Revenge of the Blood Beast, Shivers, Piranha) war eine Euro-Cult-Legende an Bord. Und das noch in einer Doppelrolle. Leider hat mich der Film nicht überzeugt.

Der Film bietet inhaltlich nicht wirklich was Neues. Es gibt meiner Meinung nach keine Überraschungen. Zudem wirkt der Film auch etwas überladen. Der Film weiss nicht, was er sein möchte. Stimmungsvoller Grusel? Krimi (Ehefrau durch Paranoia in den Wahnsinn treiben)? Mad Scientist-Film? Folterfilm? Egal aus welchem Blickwinkel betrachtet, funktionierte Nightmare Castle für mich nicht. Da konnte leider auch ein grosser Name wie Barbara Steele nichts daran ändern.

Ich empfand den Film nämlich als sehr langweilig. Ich wurde nicht gefesselt, ich wurde müde, das Gezeigte hat mich nicht gefesselt, nicht interessiert und auch kaum unterhalten. Ich nahm den Inhalt als belanglos und steril wahr. Die wenigen Effekte (z.B. elektrischer Todesstoss) wirkten sehr billig und sehr veraltet. Nebst der Langeweile ist mein grösster Kritikpunkt das z.T. relativ hölzerne und laienhaft anmutendem Schauspiel sämtlicher Figuren. Das hat nicht überzeugt. Vielleicht lag es auch am unmotivierten Englischen Dub.

Fazit: Schwach. Ich hoffe, dass die Bonusfilme im Set (Castle of Blood und Terror Creatures From the Grave) besser sind, sonst wird das Ding gleich wieder entsorgt/verkauft…

Infos:

O: Amanti d'oltretomba

Italien 1965

R: Mario Caiano

D: Barbara Steele, Paul Muller, Helga Liné, Laurence Clift, Giuseppe Addobbati

Laufzeit der US-Blu: 104:34 Min.

Gesehen am: 30.04.25

Fassungen: Mir lag die Region-All-Disc-Blu-Ray aus den USA von Severin Films vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, nur Englischer Ton, keine Untertitel. Als Extras gibt es einen AK (u.a. von Barbara Steele) und Interviews mit Barbara Steele sowie Mario Caiano. Zudem sind folgende Bonusfilme im Set enthalten: Castle of Blood und Terror Creatures From the Grave als US-Versionen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).

Dienstag, 14. Mai 2024

Piranha


Mit Joe Dante & Barbara Steele am NIFFF

Piranha

Story:

Per Zufall geraten tödliche Piranhas, Resultat von militärischen Wissenschaftlern (u.a. Barbara Steele), in einen Fluss und bewegen sich in die Richtung eines Camps und eines Wasserparks. Ein örtlich anwesender Säufer (Bradford Dillman) und eine Reporterin (Heather Menzies) versuchen das Unheil abzuwenden und die Menschen zu warnen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…

Meine Meinung:

Piranha ist nicht nur eine nostalgische Kindheitserinnerung, sondern in meinen Augen ist der Film von Joe Dante auch einer der besten Tierhorrorfilme überhaupt. Piranha war dabei einer der ersten Filme von Joe Dante und sein Sprungbrett nach Hollywood. Später sollte er Filme wie Das Tier oder Gremlins realisieren. Das verdankt er auch Produzent Roger Corman, der für viele Talente verantwortlich war und ihnen den Weg nach Hollywood ebnete. Piranha entstand nach dem Erfolg von Jaws, wobei der später entstandene Jaws 3-D wiederum an Piranha erinnert.

Der Film wartet mit einer kurzweiligen, sozialkritischen und spannenden Story auf. Zwar alles Klischees, aber filmtechnisch erfolgreich. Dazu hat der Film zwei sympathische Hauptfiguren, die von Heather Menzies und Bradford Dillman verkörpert werden. In Nebenrollen sind noch Namen wie Dick Miller (Ritter der Dämonen) oder die Euro-Cult Queen Barbara Steele (Shivers) zu sehen. Für die Effekte zeichneten sich mehrere Könner aus. Dabei fällt mit Rob Bottin (The Incredible Melting Man, Maniac, The Thing) auch ein bekannter Name, zumal er in weiteren Roger Corman Produktionen mitwirken sollte.

Interessant ist Produzentin Chako Van Leeuwen. Die fiel mir auch im Vorspann auf. Bei dieser handelt es sich um die Japanerin Hisako Tsukuba (The Golden Bat), die ein Faible für Piranhas zu haben scheint. Denn sie hat nicht nur Piranha (nebst Roger Corman und Co.) produziert, sondern auch die späteren Filme Piranha II: The Spawning, Piranha (TV-Remake 1995), Piranha 3D sowie dessen Fortsetzung Piranha 3DD. Spannend.  Nebst Figuren und Plot überzeugen in Piranha auch die Effekte. Der Film ist blutiger, als ich es in Erinnerung hatte. Und da auf Humor jeglicher Art verzichtet wird und auch Kinder angegriffen und zu Opfern werden inklusive mehrerer Massenpaniken, wirkt der Film auch härter als z.B. der deutlich blutigere Piranha 3D, der jedoch dem Fun-Splatter Genre zuzuordnen ist (und dessen Humor nimmt dem Film die Härte).

Fazit: Wer 70er Jahre Tierhorrorfilme wie Jaws, Grizzly oder Squirm mag, sollte sich diesen Klassiker des Tierhorrorfilmes nicht entgehen lassen!

Gefolgt von: Piranha II: The Spawning

Infos:

O: Piranha

USA 1978

R: Joe Dante

D: Barbara Steele, Bradford Dillman, Heather Menzies, Kevin McCarthy, Dick Miller, Paul Bartel

Laufzeit der deutschen DVD: 89:58 Min.

Gesehen am: Kindheit / Neusichtung am: 12.05.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGMG vor, welche am NIFFF von Joe Dante (NIFFF 2008) und Barbara Steele (NIFFF 2011) signiert wurde = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Subs. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Montag, 6. März 2017

Revenge of the Blood Beast Review

Revenge of the Blood Beast

Story:

Ein Pärchen (u.a. Barbara Steele) machen in Bulgarien Ferien. Sie übernachten in einem kleinen Städtchen, auf welchem ein Fluch liegt: vor 200 Jahren ertränkte man im örtlichen See eine Hexe, welche die Gegend verflucht hat. Als am nächsten Tag des Pärchens Wagen von der Strasse abkommt und im See landet, wird die frisch verheiratete Ehefrau von der Hexe besessen. Ehemann und Count von Helsing (John Karlsen) versuchen die Ehefrau zu retten…

Meine Meinung:

Dieser Euro Cult Streifen fand ich eher durchschnittlich. Ich hatte jedoch zu hohe Erwartungen und werde diese beim nächsten Mal sicherlich runterschrauben d.h. der Film wird nochmal eine Chance (in der Zukunft irgendwann) erhalten, bevor er ggf. aus der Sammlung verbannt würde.

Regisseur Michael Reeves, der mit diesem Film insgesamt nur vier Filme gedreht hat (sein bester: Witchfinder General!), arbeitete hier mit Diva Barbara Steele zusammen. Man hatte noch vier Tage Drehzeit mit Steele zur Verfügung und das merkt man dem Film auch an: Wenig Budget, wenig Barbara Steele, kurze Laufzeit.

Man wollte aus möglichst wenig möglichst viel Profit schlagen und mit einem grossen Namen (Steele) und einer guten Marketing-Strategie gelang dies offenbar auch. Was mir persönlich nicht gefiel war vor allem der Slapstick, der einfach nicht zum Rest des Filmes passt. Die Figur Count von Helsing gehört dazu aber vor allem auch die Verfolgungsjagd am Ende fand ich doch sehr übertrieben, billig und einfach alles andere als lustig. Passte auch nicht zum Rest der Story.

Es gab auch nicht wirklich viel Action oder Effekte. Aber diese wenigen Szenen, die mit viel Liebe zum Detail (die Hinrichtung der Hexe zu Beginn z.B., der Mord mit der Sichel (davon hätte es gerne mehr geben dürfen) in Szene gesetzt sind, können überzeugen und zeugen von der Qualität des jungen Regisseurs Michael Reeves, der später qualitativ hochwertigere Filme veröffentlichte (nochmals: Witchfinder General) und danach leider viel zu früh aus dem Leben schied (Überdosis).

Fazit: Kann man sich als Freund von Euro Cult Streifen Mal ansehen. Man sollte aber nicht viel Action, Horror, Effekte erwarten und sollte sich auf meiner Meinung nach unpassenden Slapstick gefasst machen! Mit den richtigen Erwartungen könnte es klappen, dass der Film besser gefällt…

Infos:

O: La Sorella di Satana

Italien, Grossbritannien 1966

R: Michael Reeve

D: Barbara Steele, John Karlsen, Ian Ogilvy, Mel Welles, Jay Riley

Laufzeit der US Blu Ray: Ca. 79 Min.

Gesehen am: 12.02.17

Fassungen: Mir lag die US Blu Ray von Raro Video vor = Schuber, Booklet, Uncut, erstklassige Bildqualität, O-Ton und ohne UT. Die Vö hat aber auch einige Makel = Fehlinfos:

- Ital. Ton und englische lt. Cover vorhanden, ist nur Englisch
  vorhanden (ist aber auch O-Ton)
- Auf der Rückseite des Covers und im Booklet sind Bilder 
  aus einem anderen Film
- Cover sagt der Film sei in black and white, stimmt nicht, ist 
  ein Farbfilm
- Das Featurette als Bonus ist lt. Cover ein Making of zum
  Film, stimmt nicht, es geht nicht um diesen Film

Ganz schön peinlich für ein Label wie Raro Video! Immerhin Uncut und erstklassige Bildqualität…

Es gibt keine deutschen Fassungen (Stand: Feb. 2017).