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Montag, 29. Januar 2024

The Drunken Swordsman

The Drunken Swordsman

Story:

Ein Greenhorn und Möchtegern-Held mit guten Absichten (Shih Feng) wird durch Zufall in die Rolle des mysteriösen Helden «Drunken Knight» gesteckt. Er beginnt, sich als diesen auszugeben. Der echte «Drunken Knight» (Yueh Hua) erfährt davon und gibt sich von nun an als Schüler des falschen «Drunken Knight» aus, um diesem auch zu helfen. Gemeinsam schmieden sie mit anderen Helden (u.a. Nancy Yen Nan-See, Lung Fei…) eine Allianz, um Gutes zu tun. Doch die Vergangenheit des Drunken Knight holt ihn ein und bringt alle in Gefahr…

Meine Meinung:

Aka The Idiot Swordsman. Der mir zuvor nicht über den Weg gelaufene Titel stellt eine Low-Budget Produktion aus Taiwan dar. Eine 1979er Produktion. Kung Fu Komödien waren zu der Zeit der Renner. Der Film erinnert dabei inhaltlich leicht an den Shaw Brothers Klassiker Dirty Ho mit Gordon Liu. Da geht es auch darum, dass ein Meister und Experte seine Kampftechniken versteckt. Hier passiert es mit Yueh Hua, der dem «Imposter» den Titel überlässt ihm aber als sein «Schüler» indirekt und heimlich hilft.

The Drunken Swordsman ist gut und solide. Der etwas andere Plot und was dahintersteckt («foster brother») fand ich positiv. War zumindest etwas weniger 08/15 als 90% der anderen Kung Fu Filme aus der Zeitspanne. Zudem mochte ich die Musik: ich würde aus durchgehend geklauter Italo-Western Musik tippen. Stark! Der Humor war doof, aber dank der Tatsache, dass ich im O-Ton statt Englisch schaute, eine Wohltat. In Verbindung mit dem Humor las ich, dass der englische Dub grauenhaft übel sein muss.

Shih Feng (Zodiac Fighters) als "falscher" Drunken Knight passt mit seinem Schauspiel gut in die Rolle. Naiv, gutherzig, aber mit mehr Glück als Verstand. In anderen Reviews wird erwähnt, dass Shaw Brothers Legende Lo Lieh (The Concrete Jungle) den echten Drunken Knight spielt. Das stimmt nicht. Zudem kommt Lo Lieh hier nur ca. 10-15 Sekunden vor und spielt nicht Mal eine Nebenrolle.

Der echte Held wird vom anderen Shaw Brothers Star gespielt: Yueh Hua (Challenge the Invincible). Und er macht das sehr gut! Auch Nancy Yen Nan-See (Die Todesengel des Kung Fu) und Lung Fei (Wang Yu - Der Karatebomber), beide tauchen immer Mal wieder auf und kämpfen, machen ihre Sache ordentlich. Und auch der Bösewicht, der mich vom Aussehen her etwas an Max Mok oder Derek Yee erinnert.

Die Kampfszenen sind zwischen solide, gut und cool zu betiteln. Besonders wenn Yueh Hua, Nancy Yen Nan-See oder Lung Fei kämpfen, wird es qualitativ besser. Auch vor dem Finale und im Finale sind die Action-Szenen stark wie auch einige der Duelle als sich alle Helden in der Halle versammeln und der «Drunken Knight» eine Allianz gegen die Bösewichte schmiedet. Einige der lustigen Szenen waren auch wirklich witzig und viele Aufnahmen und Einstellungen erinnern ans Italo-Western oder japanische Samurai Genre.

Fazit: Für Eastern Fans zufriedenstellend!

Infos:

O: Hu Tu Da Zui Xia

Taiwan 1979

R: Chang Jen-Chieh

D: Lo Lieh, Shih Feng, Yueh Hua, Nancy Yen Nan-See, Lung Fei, Wen Chiang-Long, Ma Chiang

Laufzeit der China LD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 22.12.23

Fassungen: Mir lag die LD von Shenzhen Laser Video & Audio Publishing Co. / SAST Entertainment vor = Sehr gute Bildqualität, O-Ton, englische & chinesische Subs, eine massiv bessere Bildqualität als bei der Youtube Fassung und vor allem lag ein 35mm Widescreen-Print vor. Jedoch ist es eine analoge Laserdisc (in PAL) und diese spielt beim Player nur ohne Ton ab, was ich nicht wusste. So liess ich den Ton der Youtube Fassung (Mandarin, aber üble Qualität, keine Subs und Vollbild) über das Heimkino-System laufen und guckte mir dazu aber die LD an. Für die Zukunft heisst dies = einen 2. LD-Player kaufen, der auch digitale PAL LDs mit Ton abspielen kann. Alternativen: es gibt eine Englisch Dubbed US-VHS und eine HK-VCD von Winners' Workshop. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023). Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2023). Bildvergleich zwischen dem YouTube-Print und der LD:





Samstag, 10. November 2018

Devil Cat Review


Devil Cat

Story:

Eine Katzengöttin (Yukari Oshima) kämpft gegen den Wolfgeist und besiegt ihn. 500 Jahre später in der Gegenwart wird der Kampf erneut ausgetragen: ein vergewaltigender und mordender Geschäftsmann und Gangster hat es auf die Frau von Alex Fong abgesehen, da diese beobachtet hat, wie er einen Mord beging (an Shum Wai). Alex Fongs Frau wird von den Gangstern entführt, Yukari Oshima verwandelt sich in einen Menschen und nimmt den Kampf gegen die Gangster auf, während der Wolfgeist in den Körper des Gangsterbosses fährt und sich an ihr für das Duell vor 500 Jahren rächen will…

Meine Meinung:

Auf Devil Cat freute ich mich, da seltener Film aus Taiwan mit der Japanerin Yukari Oshima und interessanter Story voller Symbolismus. Um die Story zu verstehen braucht es auch keine englischen Subs – man kann die Figuren schnell dem Inhalt zuordnen und sich unterhalten lassen. Der Film beginnt mit tollen Action-Szenen (Settings, Kostüme, Fantasy-Anteil) die sofort auf das Herstellungsland Taiwan schliessen lassen.

Danach wird der eigentliche Plot erzählt und Yukari Oshima verschwindet erst Mal von der Bildfläche und auch von Alex Fong ist erst Mal nichts zu sehen. Es kommt zu Längen und lahmen Füllszenen. Doch mit dem Verlauf der Story tauchen neue Figuren auf (Alex Fong und seine Film-Freundin) und dann taucht auch endlich die Katze, die sich in Yukari Oshima verwandeln kann (in Menschengestalt), auf und die Story gewinnt an Fahrt. Es kommt auch vermehrt zu Kampfszenen, wobei die Qualität dieser nie mehr das Niveau erreichen, die der Film zu Beginn zeigte. Und ans HK Kino der alten Stunde kommen die Kampfszenen, was die Qualität angeht, auch nicht heran.

Im letzten Viertel taucht Yukari Oshima (The Big Deal, Midnight Angel, Final Run) mehr und mehr auf und sie bekommt mehr Actionszenen, als erwartet. Was Alex Fong angeht, darf man jedoch von Potenzial-Verschwendung sprechen, da er hier gar keine Actionszenen abbekommt. Shum Wai in der Nebenrolle ist interessanterweise NICHT als Gangster und/oder Bösewicht zu sehen, wobei der Bösewicht im Film hätte fieser sein dürfen. Enttäuschend schnell fiel das Finalduell aus (Yukari Oshima Vs. Wolf wie vor 500 Jahren) – da hätte ich mir doch einen längeren und vor allem härteren Kampf gewünscht wie man es am Anfang des Filmes sah!

Fazit: Kein Highlight, aber für Yukari Oshima Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Mao Bian

Taiwan 1991

R: Leung Lee

D: Yukari Oshima, Alex Fong, Shum Wai, Yuen Pui-Hsuen, Go Ming, Hung Kin-Wing

Laufzeit der China LD: 98:24 Min.

Gesehen am: 05.08.18

Fassungen: Mir lag die LD aus China von SAST Entertainment vor = Uncut, O-Ton (Mandarin), keine englischen Subs. Im Internet finde ich nur drei weitere Fassungen: eine US-VHS von Pan Asia (k.A. welche Sprachen / Subs vorliegen), eine DVCD aus China (k.A. welche Sprachen / Subs vorliegen) und ein HK VHS von Star (keine Subs, statt O-Ton Mandarin nur Dubbed in Kantonesisch). Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Aug. 2018).