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Dienstag, 10. September 2024

Hand of Death

Hand of Death

Story:

Commander Shih (James Tin Chuen) ist ein Verräter. Er verrät die Shaolin Kämpfer und arbeitet für die Mandschuren. Ihm ist er zu verdanken, dass Zhang Yi (John Woo), der im Besitz einer wichtigen Karte war, verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Yung Fei (Dorian Tan Tao-Liang) macht es sich zusammen mit anderen Kämpfern (u.a. Jackie Chan) zur Aufgabe, Commander Shih und Co. (u.a. Yuen Wah, Sammo Hung) aufzuhalten…

Meine Meinung:

Hand of Death sah ich seit 2008 nicht mehr. Ich hatte das Frühwerk von John Woo (The Killer, Heroes Shed no Tears) nie als Kracher in Erinnerung oder als solches abgespeichert. Ich wusste auch kaum mehr was über den Film. Ich wusste nur, dass Kung Fu und klassisches Setting inklusive Jackie Chan (Dragon Fist, Police Story) in einer Nebenrolle. John Woo, der seine Karriere bei den Shaw Brothers begann (unter seinem Mentor Chang Cheh), war inzwischen zu Golden Harvest übergewechselt.

Dort versuchte er sich im klassischen Kung Fu Film und spielt auch eine kleine Nebenrolle. Der Film ist absolut ok und solide, aber im Grossen und Ganzen eben auch nicht wirklich was Besonderes. Aber gut, um Erfahrungen zu sammeln. Nur drei Jahre später sollte John Woo mit Last Hurrah for Chivalry einen Kracher aus dem Hut zaubern. Die Erfahrungen, die er in Hand of Death sammelte, zahlten sich schlussendlich aus.

John Woo drehte den Film in Taiwan und Südkorea. Es sind auch viele Darsteller aus Südkorea dabei. Die Settings sind hübsch. Wo der Film seine klaren Stärken hat ist seine Musik (sein Theme), der Finalkampf von Jackie Chan und der Finalkampf zwischen James Tin Chuen (The Big Boss) und Dorian Tan Tao-Liang (Drei wild wie der Teufel). Der war stark und dessen Choreographie auch absolut sehenswert, wie auch jene von Jackie Chans Kampf gegen zwei Killer. Die Kampfchoreographie besorgte Sammo Hung (Pantyhose Hero, Slickers Vs Killers), der wie Yuen Wah (The Master, Eastern Condors) auch eine Nebenrolle als Bösewicht spielt.

Die Kampfszene zuvor sind solide, aber erreichen nie die Qualität der besagten Szenen im Finale. Die Szenen zuvor ragen nicht aus der Masse heraus. Der Plot empfand ich als relativ dürftig und es gab für meinen Geschmack auch die ein oder andere Länge. Zudem mag Dorian Tan Tao-Liang ein spektakulärer Kicker sein, aber er misst doch recht viel Charisma. Jackie Chan darf nur im Finale zeigen, zu was er fähig ist und von den Figuren gefielen mir sonst die Bösewichte. James Tin war gut und Sammo Hung als dessen rechte Hand machte viel Spass.

In Cameo-Auftritten sind noch einige bekannte Namen wie Wilson Tong (einer der kämpfenden Shaolin Mönche zu Beginn des Filmes), Yuen Biao (der von James Tin beim Einsammeln der Pfeile erschossen wird), dem späteren «Venoms» Darsteller Lu Feng (nicht erkannt), Robert Tai (nicht erkannt) oder Hard-Boiled Star Phillip Kwok (nicht erkannt) zu sehen. Es soll sich bei Hand of Death um John Woos erste Arbeit für Golden Harvest handeln und um den ersten Film, der die drei «Brüder» Sammo Hung, Yuen Biao und Jackie Chan in einem Film vereint.

Fazit: Kein Kracher, aber Old School Kung Fu Fans schlagen trotzdem zu!

Infos:

O: Shao Lin Men

HK 1976

R: John Woo

D: James Tin Chuen, John Woo, Dorian Tan Tao-Liang, Sammo Hung, Kim Ki-Joo, Yuen Wah, Jackie Chan, Yuen Biao, Wilson Tong, Phillip Kwok, Lu Feng, Robert Tai,

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 97:05 Min.

Gesehen am: April 2008 / Neusichtung am: 16.06.24

Fassungen: Siehe Last Hurrah for Chivalry. Double Feature. Schuber, Wendecover, Uncut, O-Ton, englische Subs, John Woo Interview und Audiokommentar als Bonusmaterial, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Splendid auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch oder O-Ton, deutsche Subs).

Mittwoch, 21. Februar 2024

Killer from Above

Killer from Above

Story:

Chen Wu-Hai (Lo Lieh) sorgt in der Martial Arts Welt für Sorgen, als er einige namhafte Meister (u.a. Robert Tai, Wilson Tong) tötet. Der aktuelle Präsident der Martial Arts Welt, Hsueh Ko-Shu (Carter Wong), setzt auf Chen Wu-Hai ein Kopfgeld aus und spielt in Wahrheit ein falsches Spiel, welches Chen Wu-Hai aufzudecken versucht…

Meine Meinung:

Als ich im Jahr 2011 Killer from Above, einen taiwanesischen Low-Budget Kung-Fu-Film, beim Kollegen sah, hatte ich den nach der Sichtung als Kracher abgespeichert. Trotz schlechter Fassung (Vollbild, Englischer Dub). An Einzelheiten, warum mir der Film so gefiel, konnte ich mich aber nach so langer Zeit nicht mehr erinnern. Nun habe ich den Film in einer besseren Fassung (Mandarin mit englischen Subs) neu gesichtet und bleibe dabei: Killer from Above ist ein sehenswerter Kung Fu-Film!

Killer from Above, der leider zu unbekannt und somit unterschätzt wird, kann ich Fans des Genres nur empfehlen. Der Film erzählt eine Geschichte, die im Verlauf aufgeklärt wird. Bis auf zwei Comic-Charaktere wird auf Klamauk verzichtet. Romanzen gibt es keine, dafür gibt es praktisch Non-Stop Martial Arts. Vor allem in den ersten 30-40 Min. wird dauernd nur gekämpft, so dass kaum Zeit zum Luft holen bleibt.

Dabei sind die Kampfszenen stark inszeniert und vor allem auch optisch interessant und cool gefilmt. Das muss an der Stelle erwähnt werden: schräge Kameraeinstellungen- und Winkel, Einsatz von Slow-Mo = die Kampfszenen sehen einfach toll aus. Aber natürlich sind im Film von Regisseur Joe Law Chi (Haunted House Elf, Huge Brothers, The Crippled Masters) auch viele Könner des Fachs dabei. Der Cast kann sich, bis in die Nebenrollen, sehen lassen.

Namen wie Lo Lieh (Fatal Needles vs. Fatal Fists), Robert Tai (Ninja - The Final Duel), Wilson Tong (Daggers 8), Carter Wong (Shaolin Death Squads), Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather), Chang Yi (Shaolin Kung Fu - Der gelbe Tiger) oder Lung Fei (Haruschi – Das blanke Schwert der Rache) sind zu sehen. Robert Tai und Wilson Tong haben nur Gastauftritte. Lo Lieh und Carter Wong spielen den Helden und Bösewicht und sind die Hauptrollen, während Cliff Lok, Lung Fei und Chang Yi in grossen und längeren Nebenrollen zu sehen sind. Wang Ping (The Silver Spear) als Poison Queen hat auch gefallen.

Fazit: Klarer Must See Titel für Kung-Fu-Film-Fans!

Infos:

O: Dao Jian Ba Wang Quan

Taiwan 1977

R: Joe Law Chi

D: Lo Lieh, Carter Wong, Chang Yi, Robert Tai, Wilson Tong, Cliff Lok, Lung Fei, Wang Ping, Ko Yu-Min

Laufzeit der VHS aus China: 86:22 Min.

Gesehen am: Feb 2011 / Neusichtung am: 02.01.24

Fassungen: Im Feb. 2011 guckte ich den Film beim Kollegen als Vollbild und Englisch Dubbed DVD von Tai Seng. Die DVD kaufte ich später auch. Nun liegen mir aber zwei VHS aus China vor (wohl Bootlegs). Das VHS von «Mei Ai / Star Art» läuft nur fehlerhaft. Das 2. VHS läuft einwandfrei. Die Bildqualität würde ich als gut betiteln. Film wohl Uncut. Und wichtig: O-Ton Mandarin mit festen englischen und chinesischen UT. Eine legale Fassung im O-Ton mit Subs ist mir nicht bekannt. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2021).

Donnerstag, 23. Februar 2023

Evil Hits Evil Review



Evil Hits Evil

Story:

Chan Sing lässt Holzfäller Kwan Yung-Moon und dessen Familie töten, da dieser ein Auge auf Chans Tochter Doris Lung Chun-Erh geworfen hat. Kwans Geist kehrt zurück und schlüpft in den Körper von Holzfäller Alan Liu Te-Kai. Dieser wird nun als Mordwerkzeug missbraucht, um an Chan und dessen Männern (u.a. Fan Feng-Shan, Lui Wan-Biu, Yang Hsiung) Rache üben zu können. Doch dieser setzt mit diversen Priestern (u.a. Robert Tai) zur Gegenwehr…

Meine Meinung:

Evil Hits Evil aka Three Dark Spirits ist eine Co-Produktion aus Taiwan des unbekannten Lai Wei-Han und Südkorea durch den 2019 verstorbenen Nam Gi-Nam (Who Broke the Red Rose Stem, Fairy of the Night, Black Dragon's Last Warning). Jede Fassung soll Szenen haben, die in der anderen fehlen, wobei dies z.T. zensurbedingt der Fall ist (mehr unter Fassungen). Es gibt auch Gerüchte, dass die humoristischen Szenen durch Nam Gi-Nam gedreht wurden.

Der Film wurde nach dem Erfolg von Encounters of the Spooky Kind (1980) realisiert. Die Taiwanesen wollten zeigen, dass auch sie gute Filme mit Geistern, Ritualen, Magiern und besessenen Menschen drehen können. Der Film gefällt vor allem durch seine übernatürlichen Geister-Szenen, Rituale, Magier (u.a. Robert Tai) und durch seinen mehrheitlich düsteren, unheimlichen Grundton. Ich fühlte mich nebst Encounters of the Spooky Kind an westliche Filme wie Evil Dead, Der Exorzist oder Lucio Fulcis Zombiefilme (Stöhnen und Geräuschkulisse der Zombies) erinnert. Zudem gibt es Musik aus Jaws und Dawn of the Dead (Goblin Theme) zu hören. Cool.

Der Cast macht auch definitiv Laune: Chan Sing (Rage of the Wind) mimt den Bösewicht, Doris Lung Chun-Erh (The Secret of Shaolin Poles), die im Film von einem Geist vergewaltigt wird, dessen Tochter, Kwan Yung-Moon (My Young Auntie) & Alan Liu Te-Kai (The Nude Body Case in Tokyo) die Rächer und Robert Tai (Secret Rivals 3) legt einen sehenswerten Auftritt als Priester hin, der dann nur noch die die weibliche Priesterin (schwebender Spagat in der Luft) getoppt wird, welche im Finale das Böse bekämpfen darf (leider konnte ich nicht verifizieren, wer sie spielt). Vom Aussehen her könnt sie glatt aus Zodiac Fighters stammen.

Es gibt charmante Effekte, coole Kameraeinstellungen, stimmungsvolle Momente, Chan Sing als Bösewicht geht immer (plus hat er hier einen Folterkeller) und auf etwas Klamauk (mehrere Urin-Jokes oder stereotype, abwertende Darstellung von Homosexuellen) wird dann doch nicht gänzlich verzichtet. Das VHS hat etwas Schimmel und englische Subs und der Film ist in der ofdb nicht gelistet. Während dem Film gibt es einen kurzen Unterbruch für Werbung (siehe Bilder): zwei Kinder, die Hand in Hand durch eine Wiese hüpfen (Slow-Mo), gefolgt von einer ganzen Gruppe fröhliche Kinder, Szenenwechsel auf LDs und VHS. Solche Werbespots während dem Film sind auf südkoreanischen VHS nicht unüblich.



Fazit: Ich hatte mit Evil Hits Evil, vor allem aufgrund seiner fantasievollen Szenen, den stimmungsvollen Gruselmomenten und dem Cast, meinen Spass! Sehenswert, nicht nur, weil selten!

Infos:

O: Xie zhuang xie / Heugsamgwi

Aka: Three Dark Spirits

Taiwan, Südkorea 1983, 1985 (Korea Film-Archiv)

R: Lai Wei-Han, Nam Gi-Nam

D: Chan Sing, Kwan Yung-Moon, Doris Lung Chun-Erh, Alan Liu Te-Kai, Fan Feng-Shan, Lui Wan-Biu, Yang Hsiung, Robert Tai

Laufzeit der südkoreanischen-VHS: 78:51 Min. (inklusive paar Sekunden, in denen ein VHS/LD Werbespot mit Kindern gezeigt wird)

Gesehen am: 01.11.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A Joo Video Production vor = Mittelmässige bis schlechte Bildqualität, Vollbild, zensiert (Köpfung von Kwan Yung-Moon oder wie Chan Sing seine besessene Frau bekämpft/tötet), aber immerhin in Mandarin mit englischen Subs. Online Fassungen haben eine bessere Bildqualität und zeigen die Köpfung, sind aber teilweise (viel) dunkler als das VHS. Es gibt eine 2. VHS in Südkorea. In dieser liegt der Film in Koreanischer Sprache vor. Die Fassung soll Szenen haben, welche bei A Joo Video Production fehlen und umgekehrt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2022).

Mittwoch, 28. April 2021

Ti Lung – Die tödliche Kobra Review


Ti Lung – Die tödliche Kobra

Story:

 

Ex-Shaolin Gao Fei Yang (Ti Lung) lässt seine ehemaligen Kameraden jagen und einsperren (u.a. Dorian Tan Tao-Liang, Wang Chung, Wu Ma), während weitere Shaolin-Kämpfer (u.a. Danny Lee) Pläne zusammenstellen, um ihre Kameraden zu retten. Derweil foltert Gao Fei Yang die Gefangenen so, dass diese heimlich und ohne es zu wissen, bessere Widerstands-Ressourcen bekommen und ihre Kampftechniken erweitern. Das Ziel ist, dass Gao Fei Yang Tyrann Pei (Michael Chan Wai-Man) töten kann.  Doch die Bösewichte (Ku Cheng, Wong Ching) schöpfen bald Verdacht…

 

Meine Meinung:

 

Ti Lung – Die tödliche Kobra hatte ich als Kracher abgespeichert und dies ist auch nach der 2. Sichtung weiterhin der Fall: Kracher! Der Film hat Shaw Brothers Niveau zu bieten und kommt düster und episch daher. Dazu gibt es einen grossen Unterhaltungswert dank vielen Kung-Fu Kämpfen und einem sehenswerten Cast mit vielen bekannten Gesichtern!

 

Sogar die Story hat gefallen und bietet genug Drama, um zu überzeugen! Ti Lung als «Bösewicht», der eigenglich an einem Geheimplan arbeitet, um die Shaolin Kämpfer heimlich zu trainieren und ihnen zu helfen, ist originell, da Ti Lungs Figur dies heimlich durchführt – d.h. die Gefangenen sind sich darüber nicht im Klaren und hassen ihn. Das sorgt mehr als nur einmal für dramatische Szenen, wenn Ti Lung z.B. gezwungen ist, Wu Ma zu exekutieren und vom sehenswerten Ende wollen wir an der Stelle noch gar nicht sprechen.

 

Nebst Ti Lung (A Warrior's Tragedy, Shaolin Prince), der den Film komplett alleine trägt und Wu Ma (14 Blades) sind noch folgende Stars zu sehen: Michael Chan Wai-Man (The Kung Fu Kid) als fieser Oberbösewicht, der sich im Finale einen sehenswerten Kampf gegen Ti Lung liefern darf! Zwei Legenden treffen aufeinander! Sehr cool! Wo wir gerade bei den Bösewichten sind: da haben mir Ku Cheng und Wong Ching (The Beasts) fast besser gefallen als einige der Helden in ihren Nebenrollen.

 

Vor allem Wu Ma und Danny Lee (The Killer) fand ich schwach. In Sachen Charisma bot auch Dorian Tan Tao-Liang wenig und Shih Szu (The Black Tavern) ist in einer nicht-Action-Rolle zu sehen. Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River) macht in den Kampfszenen jedoch eine starke Figur und er geniesst nebst Wang Chung (The Delinquent) die grösste Nebenfigur der Helden/Shaolin-Kämpfer. Die Kampf-Choreographie fand ich spitzenmässig und jede Kampfszene ist ein Genuss – vor allem Ti Lung war eine Wucht! Robert Tai (Ninja – The Final Duel) war dafür zuständig und daher überrascht es mich nicht, dass die Kampfszenen rocken! Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Dabei ist auch die Musik cool, der Film schön gefilmt und die deutsche Synchronisation absolut hochwertig!

 

Fazit: Highlight des Kung-Fu-Kinos und einer der besten Filme mit Ti Lung – grossartige Action, grosser Unterhaltungswert und toller Cast! Einer der besten Filme mit Ti Lung abseits seiner Shaw Brothers Filme!

 

Infos:

 

O: Siu Lam Ying Hung

 

HK 1980

 

R: Wu Ma, Pao Hsueh-Li

 

D: Ti Lung, Michael Chan Wai-Man, Dorian Tan Tao-Liang, Wang Chung, Ku Cheng, Wong Ching, Wu Ma, Danny Lee, Chan Bik-Fung, Shih Szu, Robert Tai

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 106:03 Min.

 

Neusichtung und Review geschrieben: Ende April 2021

 

Fassungen: Mir liegen die Uncut HK-VCD von Ocean Shores vor (Uncut, O-Ton, keine Subs, Vollbild, Titel: The Heroes) und die deutsche Blu-Ray von FilmArt. Letztere bietet den Film fälschlicherweise als «weltweit ungeschnitten» an, was in zweierlei Hinsicht nicht korrekt ist. Die HK-Fassungen (LD, VCD) sind ja z.B. auch Uncut und die FilmArt Fassung ist hingegen nicht Uncut. Es befinden sich zwei Fassungen auf der Disc.

 

1. Als Hauptfassung fungiert die alte deutsche Cut-Fassung = Deutsche Kinofassung genannt. Leider heute üblich, dass damit sogar geworben wird obwohl eine Cut-Fassung und somit uninteressant. 

 

2. Die Erweiterte «Uncut» Fassung. Zwar wurden ehemals zensierte Gewalt-Szenen integriert aber das Master ist nicht vollständig. Es sind zwar nur Handlung/Dialoge, die fehlen, aber komplett ist die Fassung somit nicht.

 

Beide Fassungen liegen restauriert und nicht restauriert vor. Ich guckte die erweitere Fassung (restauriert) und trotz minimaler Kürzung kann ich die Fassung empfehlen, weil:

 

a) hervorragende Bildqualität

b) Original Bildformat statt Vollbild

c) In Gewalt Uncut

d) die deutsche Synchro ist hervorragend (O-Ton gäbe es auch, aber keine Subs). 

 

Die VCD behalte ich, da ich eine Uncut Alternative in der Sammlung haben will! 

Freitag, 21. August 2020

A Fistful of Talons Review


A Fistful of Talons

Story:

Die Ching Dynastie ist am Ende, doch diverse Ching Kämpfer geben nicht auf und wollen die alte Ordnung wiederherstellen. Dokumente könnten ihnen zum Verhängnis werden. Diese sind im Besitz von Ding Wei Chung (Pai Ying), der von den Bösewichten (U.a. Whang In-Shik) gejagt wird. Ding Wei Chung nimmt sich den jungen Kämpfer Ching (Billy Chong) zur Brust und bildet ihn in Sachen Kung Fu aus, so dass dieser gegen die Bösewichte bestehen kann…

Meine Meinung:

Sehenswerter Kung Fu Film mit Billy Chong (Kung-Fu Zombie) von Shaw Brothers Regisseur Sun Chung (The Avenging Eagle, Rendezvous with Death, Revenge of the Corpse, My Rebellious Son, Human Lanterns) und u.a. mit Robert Tai (Shaolin Vs. Ninja, Ninja - The Final Duel, Chinatown Kid) als Action Director aus dem Jahr 1983.

Es wird eine typische Story erzählt (politische Unstimmigkeiten, politisch Verfolgte, Machtwechsel, klassisches Setting, Meister-Schüler-Inhalt), der etwas mehr Action in Form von mehr Trainings- und mehr Kampfszenen nicht geschadet hätte, um etwas Negatives zu berichten. Dies war es aber schon mit Negativem – ansonsten hat mir A Fistful of Talons sehr gut gefallen.

Der Film war in diversen Punkten sogar überdurchschnittlich gut: die Settings sind stark gewählt, die Action-Szenen und Choreographie rocken und die Kameraführung und Aufnahmen in denselben sind stark und superb! Da hebt sich A Fistful of Talons von anderen Filmen dieser Art qualitativ deutlich ab und man merkt, dass die Beteiligten Erfahrung haben und kompetent sind (von einem Shaw Brothers Regisseur erwarte ich auch nichts Anderes).

Billy Chong macht erneut eine starke Figur und nebst ihm haben auch Whang In-Shik als Bösewicht (er, der in Meister aller Klassen Jackie Chans Endgegner war), Pai Ying (The 72 Desperate Rebels) als Billy Chongs Onkel und Meister und Billy Chongs hübsche Film-Freundin "Eagle Girl" (gespielt durch Hilda Liu Hao-Yi, u.a. bekannt aus ihrer Rolle in Shaolin Chastity Kung Fu) gefallen. Die Action-Szenen kommen allgemein mit viel Power und Härte daher, welche in einem spektakulären 8minütigen Finalkampf mit unerwarteter Schlussszene (mit zuvor eingestreuten Tierhorrorfilm-Motiven) ihren Höhepunkt erreicht!

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Hu Ying

HK 1983

R: Sun Chung

D: Billy Chong, Whang In-Shik, Pai Ying, Hilda Liu Hao-Yi, Tien Feng, Cheng Kang-Yeh, Cheng Kei-Ying

Laufzeit der US-DVD: 82:13 Min. / Laufzeit der US-VHS: 92:25 Min.

Gesehen am: 09.06.20 / 2. Sichtung (diesmal als US-VHS): 21.03.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Video-Asia vor = gute VHS Bildqualität, Vollbild, nur Englisch Dubbed (okay bis schlecht). Film sah Uncut auf. Als 2. Film im Set: Kung Fu Zombie. Das Master ist eine Kopie der Englisch Dubbed Ocean Shores VHS. Auf Youtube gibt es eine 35mm Kopie in SD = um Welten bessere Bildqualität als bei der US-DVD. Leider ist auch dieses Master nur Englisch Dubbed. Nachtrag 21.03.24: Für eine 2. Sichtung lag mir nun erstmals eine Originalfassung in Kantonesisch mit u.a. englischen Subs vor = das US-VHS von World Video. Die Bildqualität ist gut. Vollbild. Das VHS ist länger als die US-DVD. Die US-DVD startet sofort mit dem On-Screen Titel. Zuvor fehlen ca. 30 Sek. Auch der Abspann fehlt in der US-DVD. Es wurden unterschiedliche Vorlagen verwendet. Die US-DVD läuft 82:13 Minuten, das US-VHS 92:25 Min. Der Film rockt und macht im O-Ton definitiv mehr Laune als auf Englisch. Kauf der VHS nicht bereut, im Gegenteil. Unten gibt es einen Bildvergleich:









Folgende Einblendung fehlt u.a. auf der DVD:



Montag, 8. Juni 2020

Chinatown Kid Review



Chinatown Kid

Story:

Tang Dong (Alexander Fu Sheng), ein Immigrant aus China, versucht in Hong Kong Fuss zu fassen. Dies gelingt nicht, da sich Tang mit Gangster Xu Hao (Johnny Wang Lung-Wei) anlegt, der ihm Drogen unterjubelt und die Polizei auf ihn hetzt. Tang flüchtet nach San Francisco und arbeitet zusammen mit dem Studenten Yang (Sun Chien) im Restaurant von Chen (Yang Chi-Ching). Es dauert nicht lange, bis Tang zwischen die Fronten zweier Clans (u.a. Phillip Kwok, Lo Meng, Dick Wei, Robert Tai, Tsai Hung) gerät und feststellen muss, dass ihn die Vergangenheit (Gangster Xu Hao aus Hong Kong) auch vor Ort eingeholt hat…

Meine Meinung (bezieht sich auf die Uncut Fassung):

Wie viele andere HK-Stars (Bruce Lee in The Way of the Dragon, Bruce Leung in Kidnap in Rome, Jet Li in Dragon Fight, Simon Yam und Conan Lee in Dragon Killer, Jackie Chan in Rumble in the Bronx, John Liu in In the Claws of the C.I.A., Ray Lui in Guns of Dragon, Andy Lai in China White, Alexander Lo Rei in Ninja in U.S.A.) zog es auch Shaw Brothers Star Alexander Fu Sheng nach Amerika bzw. ins Ausland. In diesem Klassiker von Chang Cheh darf Alexander Fu Sheng in einer ungewöhnlichen, da modernen Rolle, auftrumpfen.

Den Film, den man unbedingt in der Uncut Originalfassung ansehen sollte (wirkt einfach runder), hat mir in dieser Form sehr gut gefallen. Chang Cheh bleibt seiner Linie treu und der Film ist auf seinen Hauptstar Alexander Fu Sheng zugeschnitten und dieser macht seine Sache mehr als ordentlich. Fans von ihm werden voll auf ihre Kosten kommen.

Man drehte teilweise vor Ort in San Francisco, was dem Film einen exotischen Bonus gibt. Zudem ist die Stadt schön – ich war selbst dort im Urlaub und Aufnahmen von dort zu sehen, liess schöne Erinnerungen an den vergangenen Urlaub wach werden. Trotz zwei Stunden Laufzeit wird es zu keiner Sekunde langweilig. Die Story ist zwar ein alter Hut, strotzt vor Klischees und zuweilen einer gewissen Naivität, aber das tut dem Unterhaltungswert des Filmes nicht weh.

Der Film überzeugt nicht nur durch seine Stars, sondern auch durch harte Kampfszenen, die realistisch angehaucht sind – immerhin erzählt der Film eine realistische Geschichte in einem realistischen Setting und spielt in der Gegenwart. Alexander Fu Sheng, der in den Kampfszenen eine starke Leistung abruft, ist der schier unbesiegbare Held des Filmes. Die Choreographie und Kameraführung der Kampfszenen waren sehr gut (Robert Tai war u.a. als Action Director tätig und spielt einen Mini-Part als einer von Lo Mengs Männern).

Nebst Setting, Fu Sheng und den Action-Szenen gefällt der Film durch Stars wie: Johnny Wang Lung-Wei (The Treasure Hunters) als Bösewicht im Anzug, Dick Wei (wie Robert Tai als einer von Lo Mengs Männern), Jenny (Heaven and Hell), Yang Chi-Ching (The Black Tavern) und den drei Venom-Stars Phillip Kwok (Demon of the Lute), Lo Meng (Spike Drink Gang)und Sun Chien (The Plot). Es war cool, die Stars in einem modernen, ernsten Setting zu sehen, Frei vor jeglichem Klamauk. Zu gute kommt dem Film die erstklassige deutsche Sprachfassung, die ebenfalls zum Schmunzeln einlädt.

Fazit: Klassiker von Chang Cheh mit Alexander Fu Sheng in einer seiner besten Rollen! 

PS: Kara Hui (That’s Money) ist in einer Kurzrolle zu sehen (die Prostituierte, die von Fu Sheng gerettet wird). 

Infos:

O: Tang Ren Jie Xiao Zi

HK 1977

R: Chang Cheh

D: Alexander Fu Sheng, Johnny Wang Lung-Wei, Sun Chien, Yang Chi-Ching, Phillip Kwok, Lo Meng, Dick Wei, Robert Tai, Tsai Hung, Jenny Tseng, Kara Hui

Laufzeit der deutschen Blu-Ray (Uncut Fassung): Ca. 115 Min.

Gesehen am: März 2010 / Review überarbeitet am: 25.04.20 / Sichtung der Arrow Video Blu-Ray: 13.05.25

Fassungen: Mir liegen drei Fassungen vor:

1. Die stark zensierte und nicht zu empfehlende HK-DVD von IVL/Celestial (Erstsichtung erfolgte in dieser Form).

2. Die US-Bootleg DVD mit der Uncut Fassung (ungesehen)

3. Für die 2. und damit Neusichtung lag mir die deutsche Blu-Ray von Koch Media vor = Wendecover, drei Fassungen an Bord. Interessant ist natürlich nur die Uncut Fassung. Diese liegt in Deutsch vor (3/4 Deutsch, ¼ in Englisch mit deutschen Subs). Die deutsche Synchronisation ist erstklassig und die Bildqualität würde ich als gute VHS Bildqualität bezeichnen (Master = US VHS). Hätte ich eine schlechtere Bildqualität erwartet. Weiter positiv: ein Widescreen Print. Die anderen Fassungen auf der Blu-Ray sind uninteressant. Fassungen Nr. 1 und 2 (HK und Bootleg US DVD) werden entsorgt. Die Uncut Fassung läuft ca. 115 Minuten, während die HK-DVD nur 86 Min. läuft (plus Zensur von Gewalt und neues, harmloses Ende). 

Nachtrag Mai 2025: Für eine weitere Sichtung lag mir die UK-Blu-Ray von Arrow Video vor. Diese wurde in der Shawscope Vol. 1 Limited Edition veröffentlicht. Interessant ist, dass hier erstmals die Uncut-Fassung in einem Stück und komplett restauriert zu sehen ist. Der O-Ton besteht aus 80% Kantonesisch und 20% Mandarin. Es gibt englische Subs. Während die deutsche Blu-Ray Inserts aus einer VHS benötigte, um eine Uncut-Fassung zusammen zu stellen (wobei eine Szene vergessen ging), gibt es in der Arrow Video Version keine Qualitätsunterschiede die Bildqualität betreffend. Als Extras gibt es diverse Trailer, einen Audiokommentar, ein Celestial Spezial zu Fu Sheng (ca. sieben Minuten) und Kommentare von Schauspielerin Susan Shaw, die im Film mitwirkt (ca. 20 Minuten). Die deutsche Blu-Ray bleibt vorerst, auch aufgrund einer hervorragenden deutschen Synchro, in der Sammlung bestehen. Toller Film von Chang Cheh mit Alexander Fu Sheng. Die Bösewichte des Filmes (zwei Venoms sowie Johnny Wang Lung-Wei) überzeugen ebenso wie die realistisch inszenierten Kampfszenen. 

Samstag, 6. Juni 2020

Heaven and Hell Review

Heaven and Hell

Story:

Sechs unschuldige Seelen (Lin Chen-Chi, Sun Chien, Phillip Kwok Chun-Fung, Bruce Tong Yim-Chaan, Lo Meng, Lee I Min) bekommen die Chance, aus der Hölle zu flüchten und wiedergeboren zu werden. Der Weg aus den diversen Höllen ist jedoch schwierig und gefährlich…

Meine Meinung:

Nach Jigoku (1960) bzw. dessen 1979er Remake (The Inferno) folgte Chang Cheh dem Ruf des «Höllen-Erfolges» und packte die Hölle als Setting in seinen fantasievollen, neusten Venom-Film: Heaven and Hell war geboren!

Der zunächst sehr episodenhaft wirkende Film erzählt eine leicht wirre Story, die zunächst im Himmel beginnt (und nur in diesen wenigen Szenen kommt David Chiang vor). Er flieht aus dem Himmel mit seiner Geliebten. Auf der Erde werden sie dann wiedergeboren – als Alexander Fu Sheng, der zusammen mit seiner Real-Life Frau Jenny Tseng, eine in Asien sehr bekannten Sängerin, aufwartet.

Auch Alexander Fu Sheng (Friends) und seine Jenny bekommen nur wenige Szenen spendiert – immerhin mehr als Davie Chiang (Die Todeskralle des roten Phoenix) aber noch immer: sie spielen nur kurze Nebenrollen und haben mit dem Hauptplot nichts zu tun. Dasselbe gilt für Stars wie: Dick Wei (The Owl vs Bombo), Robert Tai (Ninja – The Final Duel), Johnny Wang Lung-Wei (The New Legend of Shaolin), Lau Kar-Wing (The Odd Couple) und Kara Hui (The Vengeance of Six Dragon).

Dem sollte man sich bewusst sein. Ich habe Heaven and Hell bereits früher 1x gesehen – die Sichtung ist aber so lange her, dass mir dieser Umstand nicht mehr bewusst war, zumal Alexander Fu Sheng und seine Jenny auch etliche Cover-Artworks zieren, als ob sie die Hauptrollen innehätten. Ich sage dies nur, um falsche Erwartungen vorzubeugen – denn nach meiner aktuellen Sichtung war ich, zumindest in der Hinsicht, leicht enttäuscht. Dafür ist das Liebespaar mehrfach am Singen – was zu den kitschigen Sets passt (ich meine das sogar positiv).

Vielmehr ist Heaven and Hell ein Venom-Film im Höllen-Setting. Dies macht Heaven and Hell aus. Der Film punktet dann auch durch die Höllenszenen und die Darstellung verschiedenster Höllen. Im Gegensatz zu anderen Filmen dieser Art und Weise (The Secret Mirror from the Hell und Co.) geht es im Film von Chang Cheh (The Nine Demons) harmloser und teilweise auch lustiger zu. Der Film ist unterhaltsam und jedem Venom-Fan zu empfehlen.

Allerdings sind auch die Action-Szenen nüchtern betrachtet, trotz Choreographie von Robert Tai und Venom Lu Feng, nicht wirklich spektakulär. Da sind andere Venom-Filme um Welten spektakulärer, was deren Actionszenen angehen (z.B. Crippled Avengers, The Rebel Intruders…). Man kann Heaven and Hell gut weckgucken, aber in Sachen Action gibt es hier nichts Neues zu sehen und man darf sogar leicht enttäuscht sein. Von den Venoms darf man mehr erwarten…

Der Film lohnt sich natürlich trotzdem, denn schlecht ist Heaven and Hell nicht. Durch den wechselhaften Beginn abwechslungsreich, die Höhepunkte in den Höllenszenen widerspiegelnd (Settings, Effekte, Kostüme) macht Heaven and Hell eins: Spass und bietet eine gute, solide Unterhaltung! PS: Lin Chen-Chi, sie spielt «Red Dress», fand ich relativ sexy und es ist ungewohnt, in einem Chang Cheh Film eine Frau in einer der Hauptrollen zu sehen! Sie hat ihren Job gut gemacht – schade, dass sie nicht in mehr Filmen mitwirkte. Eine ihrer besten Rollen hatte sie in Tsui Harks Dangerous Encounter - 1st Kind. Ansonsten spielte sie davor vor allem in Shaw Brothers Filmen mit…

Infos:

O: Di San Lei Da Dou

HK 1980

R: Chang Cheh

D: Lin Chen-Chi, Sun Chien, Phillip Kwok Chun-Fung, Bruce Tong Yim-Chaan, Lo Meng, Lee I Min, Dick Wei, Robert Tai, Lu Feng, Alexander Fu Sheng, Jenny Tseng, Johnny Wang Lung-Wei, Lau Kar-Wing, Kara Hui, David Chiang, Yang Chi-Ching, Jenny Tseng

Laufzeit der US-DVD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 24.04.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Image Entertainment vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2020).

Montag, 24. Februar 2020

Secret Rivals 3 Review

Secret Rivals 3

Story:

Der böse Chu Pai Tien (Robert Tai) versucht die zwei Meister Lu Tung Chung (Alexander Lo Rei) und Shao Yu Pai (John Liu) gegeneinander aufzuhetzen, indem er Lu Tung Chung einen Mord anhängt, den Shao Yu Pai rächen möchte…

Meine Meinung:

Secret Rivals 3 ist keine Fortsetzung von The Secret Rivals 1 + 2 sondern ein eigenständiger Film, der nur in England als Secret Rivals 3 verkauft wurde (ansonsten kennt man den Film unter dem Titel The New South Hand Blows and North Kick Blows). Es ist Ewigkeiten her, seit ich The Secret Rivals 1 + 2 sah. The New South Hand Blows and North Kick Blows würde ich als leicht schlechter einstufen.

Gründe:

die Action wird erst im Verlauf des Filmes richtig geil und steigert sich (typisch für Robert Tai) und der Humor hat zuweilen genervt nebst grottenschlechter, nervender Englischer Billig-Synchro. Wer ansonsten klassische Old School Kung Fu Filme (Wald-und-Wiesen Kung Fu) mag kann sich problemlos an den Film wagen. Zu 95% spielt der Film nur draussen, die Story ist nichts Neues und dient lediglich spektakulären Kampfszenen.

Robert Tai (Shaolin Vs. Ninja), der nicht nur Regie führte sondern auch mitspielt und für die Action-Choreographie zuständig war, holte mit John Liu (The Invincible Kung Fu Trio) und Alexander Lo Rei (Ninja – The Final Duel) zwei Stars an Bord, die beide nur schon durch ihre Martial Arts Fähigkeiten begeistern. Ebenso tut es Robert Tai persönlich als schier unbesiegbarer Bösewicht im Final-Kampf – stark! Chin Lung darf dann noch indirekt in die «Klischee-Rolle» vom Schüler schlüpfen, auch wenn er sich die Martial Arts seiner «Vorbilder» selbst durch Beobachten und Einstudieren beibringt.

Aufgrund der immer sehenswerteren Action, die im Verlauf der Story folgt, plus der drei grossen Namen (John Liu, Robert Tai, Alexander Lo Rei), jedem Old School Kung Fu Film Fan uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Xin Nan Quan Bei Tui

Taiwan 1981

R: Cheung San-Yee

D: John Liu, Robert Tai, Alexander Lo Rei, Chin Lung

Laufzeit der UK-DVD: 87:33 Min.

Gesehen am: 06.12.19

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Vengeance Video vor = solide bis nur zufriedenstellende, phasenweise sehr unscharfe Bildqualität, grottenschlechter Englischer Dub, kein O-Ton, Uncut. O-Ton Fassungen (legal) sind mir nicht bekannt. In Auktionshäusern finden sich schimmelige VHS Bootlegs die mit O-Ton und englische Subs sein könnten – diese wären aber verhältnismässig teuer (über 80 USD). Zudem scheint auch die Packung verdreckt und schimmelig zu sein (Papp-Packung).