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Freitag, 1. März 2024

The Wandering Dragon Review

The Wandering Dragon

Story:

Shih Feng wird von seinem Vater mit eiserner Hand erzogen. Er soll schliesslich ein Kämpfer werden. Doch Shih Feng hat andere Pläne und unzählige Versuche, ihn im Kung Fu auszubilden, scheitern. Doch immer wieder wird Shih Feng mit Problemen konfrontiert, aus denen er, meist irgendwie durch Glück, entkommen kann. Erst als er sich verliebt (in Elsa Yang) und ein Bösewicht ihn kastrieren will, lernt er schliesslich doch Kung Fu…

Meine Meinung:

The Wandering Dragon ist eine solide Ende der 70er Jahre Kung-Fu-Komödie. Nur solide, da es meiner Meinung nach zu wenig Kämpfe gab. Das lag aber am Plot: Shih Feng spielt den Helden zunächst als Faulenzer, der nicht Kung Fu lernen will. Als Kind nicht, als junger Erwachsener nicht. So versuchen es diverse Parteien. So kommt es zu episodenartigen, humoristischen Sub-Plots - aber eben kaum zu Kampfszenen. Das, vor allem in Kombination mit dem englischen Dub, macht diese Szenen relativ lahm, unlustig und wenig interessant.

Der Film startet mit einem Zusammenschnitt von Action-Szenen in den Film. Man könnte fast von einer Art Trailer sprechen. Hier und da gibt es vereinzelt Kung Fu Kämpfe zu sehen, die Lust auf mehr machen. Bis man dann endlich mehr davon zu sehen bekommt, muss der Fan jedoch bis auf das letzte Viertel des Filmes warten. In den Kampfszenen machen Shih Feng (The Idiot Swordsman) als Held, Wang Kuan-Hsiung (Chivalry Deadly Feud) und Pai Ying (The 72 Desperate Rebels) als Bösewicht eine gute Figur. Elsa Yang (Deadly Silver Angels) ist vor allem niedlich, darf aber auch kurz im Finalkampf mitmischen.

Regisseur Ulysses Au-Yeung Jun (Island Warriors) hat hierfür mit Lin Chi-Jan zusammengearbeitet und Regie geführt. Beide sollten nochmals zusammenarbeiten. Für Ulysses Au-Yeung Juns Arbeiten Big Land Flying Eagles und The Desperate Killer fungierte Lin Chi-Jan als Drehbuchautor. Ansonsten war es um Lin Chi-Jan, im Gegensatz zu Ulysses Au-Yeung Jun, still in der Filmwelt. Wer den typischen asiatischen Klamauk (Musik, Dialoge, Englischer Dub) und dazu passende Nebenrollen wie Yu Bong (der Fettsack) nicht gänzlich furchtbar findet, wird am Ende immerhin mit coolen und sehenswerten Kämpfen belohnt.

Fazit: Kung-Fu Fans können einen Blick riskieren! Wäre in Mandarin sicherlich erträglich als mit Englischem Dub…

Infos:

O: Lang Zi You Long

Taiwan 1978

R: Ulysses Au-Yeung Jun, Lin Chi-Jan

D: Shih Feng, Elsa Yang, Wang Kuan-Hsiung, Pai Ying, Miao Tian, Lu Ping

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 11.01.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Pan Video vor = solide Bild- und Tonqualität, nur Vollbild, Englischer Dub (mässig). Das VHS aus HK von Ocean Shores ist in Mandarin mit englischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).