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Dienstag, 7. Oktober 2025

Hatchet II Review

Horroktober 2025

Hatchet II

Story:

Marybeth (Danielle Harris) überlebt ein Aufeinandertreffen mit Victor Crowley (Kane Hodder). Zusammen mit Reverend Zombie (Tony Todd) und anderen (u.a. Tom Holland, AJ Bowen, Alexis Kendra, R.A. Mihailoff, Parry Shen) begibt sie sich erneut in den Sumpf, um Victor ein für alle Mal zu töten…

Meine Meinung:

Hatchet II hat mir, wie schon der Vorgänger, nicht mehr gut genug gefallen, um in der Filmsammlung zu verweilen. Mein Filmgeschmack hat sich z.T. verändert und gerade bei neuen Filmen bin ich deutlich strenger geworden, so dass Hatchet II aus der Sammlung fliegt. Dafür lohnen sich Blog-Specials wie der Japanuary, Shawgust oder der Horroktober gut. Aus dem Vorgänger kehren Adam Green (Regie), Kane Hodder (spielt den Killer), Tony Todd (gleiche Rolle) und John Carl Buechler (gleiche Rolle) zurück. Neu an Bord stösst Danielle Harris (Halloween 4 & 5, Last Boy Scout) und Tom Holland (Regisseur von Child’s Play und Fright Night).

Zwar ist der Film absolut nicht langweilig (ich würde sogar sagen, der hatte weniger Längen und Startschwierigkeiten als der Vorgänger), aber abgesehen von den Effekten (die übrigens in der Fortsetzung nicht mehr von John Carl Buechler stammen) konnte mich der Film nicht mehr überzeugen. Abgesehen von den sehenswerten und fantasievollen Tötungssequenzen und starken, handgemachten Effekten, die, ich muss es zugeben, teilweise wirklich der Wahnsinn sind, bietet der Film keinen Mehrwert, je wieder gesichtet zu werden.

Die Optik des Filmes erinnert an einen sterilen, billigen TV-Film. Eine Spannung oder Atmosphäre will nie entstehen. Die Musik (z.B. im Vor- oder Abspann) ist unpassend gewählt (und/oder entspricht weniger meinem Geschmack) und der Vorspann wirkt auch billig und für einen Film, der auf Old School machen will, wirkt dieser zu modern. Der Humor ist doof und pubertierend (wie auch die wenigen Nacktszenen) und alle Figuren sind uninteressant. Da können auch Danielle Harris, Kane Hodder (Kill Her Goats, Robin Hood: Ghosts of Sherwood) oder Tony Todd (der ein echtes Arschloch spielt) nichts ändern.

Fazit: Für Fans der Reihe sicherlich zu empfehlen, wer jedoch mehr als nur guten Gore sehen will, sollte sich für andere Filme entscheiden!

Gefolgt von: Hatchet III

Infos:

O: Hatchet II

USA 2010

R: Adam Green

D: Tony Todd, Kane Hodder, Danielle Harris, Tom Holland, AJ Bowen, Alexis Kendra, R.A. Mihailoff, John Carl Buechler, Parry Shen

Laufzeit der US-DVD: 85:15 Min.

Gesehen am: Feb. 2011 / Neusichtung am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die Uncut-US-DVD von Dark Sky Films vor = Schuber, O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutsch und Uncut nur über Österreich zu haben!

Mittwoch, 24. September 2025

Crawlspace Review

Crawlspace

Story:

Ein Psychopath (Klaus Kinski), fasziniert vom Tod und eine dunkle Vergangenheit habend, spioniert, entführt und tötet Hausbewohner…

Meine Meinung:

Crawlspace wurde zu Ehren von Sergio Salvati angesehen. Es ist unendlich viele Jahre her, seit ich den Film zuletzt gesehen habe (irgendwann vor 2006). Sergio Salvati starb vor einigen Tagen (17.09.25). Wer war Sergio Salvati? Ein Italienischer Kameramann, der vor allem für seine Zusammenarbeiten mit Lucio Fulci bekannt wurde. Er machte sich dank Kultklassiklern wie The Beyond, Zombi 2, City of the Living Dead oder The House by the Cemetery einen Namen und dank ihm gab es diese schaurig-stimmungsvollen Bilder in den oben genannten Filmen zu sehen. Er fing diese ein.

Leider kommt sein Talent hier nur beschränkt zum Einsatz. Die Settings (Schächte und Mietwohnungen) sind limitiert und eintönig. Die Arbeit von ihm ist solide, aber mehr nicht. Kein Vergleich zu seinen Ital. Arbeiten. Dasselbe gilt für die (wenigen) Effekte, die von John Carl Buechler (Friday the 13th Part VII: The New Blood, To Die For, Prison) und seinem Team realisiert wurde. David Schmoeller, der Regisseur, hat vor allem für Full Moon Features Filme gedreht (das Studio von Charles Band). Crawlspace ist hingegen keine Full Moon Features Produktion, auch wenn Charles Band als Produzent zur Seite stand.

Ich nehme stark an, dass das grösste Budget für Klaus Kinski (Creature, I Am Sartana, Your Angel of Death, Leichen pflastern seinen Weg) «geopfert wurde». Die Dreharbeiten mit ihm sollen schwierig gewesen sein (überrascht das jemanden?). Hat der Film die Neusichtung bestanden? Leider nicht wirklich. Der Film ist nicht wirklich gut. Völlig uninteressante Charaktere, spannungsarme und klischeebeladene Story, billig wirkende Musik und auch das Schauspiel der Figuren haut nicht vom Hocker. Kinski wirkt lustlos und gelangweilt (nur bei seiner Heil Gunther Szene musste ich Schmunzeln). Gegen Ende dreht der Film zwar auf, dann ist es aber schon zu spät.

Fazit: Mittelmässig! Besser Sleep Tight, der ein ähnliches Thema beinhaltet, schauen!

Infos:

O: Crawlspace

USA 1986

R: David Schmoeller

D: Klaus Kinski, Talia Balsam, Barbara Whinnery, Carole Francis, Tane McClure

Laufzeit der US-DVD: 80:19 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 21.09.25

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Double Feature mit The Attic, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs vorhanden. Gibt es inzwischen auch on Deutsch Uncut (früher als Killerhaus aber auf Blu-Ray inzwischen mit dem Originaltitel) und auf Blu-Ray (interessant ist, dass weder die Blu-Ray aus den USA, England noch Deutschland Untertitel zum Hauptfilm bietet).

Freitag, 17. September 2021

Necronomicon Review


Necronomicon

Story:

 

H.P. Lovecraft (Jeffrey Combs) findet in einer mystischen Bibliothek endlich das Necronomicon, aus welchem er drei Geschichten notiert:

 

1. Nach einem Unglück erweckt Edward De Lapoer (Bruce Payne) seine tote Ehefrau, obwohl er in einem Brief las, dass dies bereits seinen Vorfahren (u.a. Richard Lynch) nicht gut bekommen ist.

 

2. Eine junge Frau mietet sich in ein Haus ein und wird von ihrem gewaltbereiten Freund verfolgt, während im Obergeschoss ein Arzt (David Warner) mysteriöse Experimente durchführt…

 

3. Eine schwangere Polizisten (Signy Coleman) sucht nach ihrem vermissten Partner und einem Killer namens Butcher und dringt in die Pforten der Hölle vor…

 

Meine Meinung:

 

Bei Necronomicon handelt es sich um einen Episoden-Horrorfilm, der von einer Rahmenhandlung (mit Jeffrey Combs aus Re-Animator) und drei Episoden zusammengehalten wird. Regie führten Brian Yuzna (der auch produzierte), der Franzose Christophe Gans und Japaner Shûsuke Kaneko. Christophe Gans wurde erst danach mit seinen Hits Crying Freeman & Der Pakt der Wölfe zum gefragten Regisseur.

 

Brian Yuzna kennen Horrorfilm-Fans bestens: er realisierte u.a. Re-Animator 2 + 3 während Japaner Shûsuke Kaneko seine Karriere bei den Nikkatsu-Studios begann, ehe er zuletzt im Mainstream-Kino ankam (Azumi 2, Gamera: Guardian of the Universe). Eine interessante Mischung, die Yuzna da vereint hat. Yuzna selbst führte auch bei der Rahmenhandlung Regie.

 

Die ersten zwei Episoden sind gut. Nicht perfekt aber gut. In der ersten gefiel mir die H.P. Lovecraft Atmosphäre. Vor allem die Rückblenden und Szenen mit Richard Lynch (Invasion USA) sind sehr stimmungsvoll geworden wie auch die Effekte (Fisch-Monster und das Ungeheuer im Finale). Das waren noch Effekte! Die zweite Episode ist vielleicht vom Inhalt her die schwächste, aber bietet immerhin das beliebte Mad Scientist Thema und auch hier im Finale eine unglaublich gute Effekte-Sequenz, die ihresgleichen sucht (Schmelz-Szene).

 

Die dritte Episode stammt von Yuzna persönlich und ist die beste (nebst der Rahmenhandlung): alptraumhafter Inhalt, viele tolle Make-Up Monster und Splattereffekte! Sehr cool! Für die Effekte waren (zumindest laut imdb) gleich mehrere bekannte Künstler vertreten: John Carl Buechler (Mausoleum), Screaming Mad George (A Nightmare on Elm Street 4), Steve Johnson (Night Angel), oder ein Tom Savini (Maniac). Wahnsinn CGI wird nie dessen Qualität erreichen!

 

Fazit: Für Horror-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Necronomicon

 

USA, Frankreich, Japan 1993

 

R: Brian Yuzna, Shûsuke Kaneko, Christophe Gans


D: Jeffrey Combs, Richard Lynch, Bruce Payne, Belinda Bauer, Signy Coleman, Dennis Christopher, David Warner

 

Laufzeit der franz. DVD: 92:56 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung am: 29.06.21

 

Fassungen: Mir lag zuerst die DVD aus Japan von Pioneer vor (damals DVD-Debüt). Uncut, Englischer Ton, jap. Subs. Später kaufte ich mir als Upgrade die franz. DVD von Metropolitan Filmexport da massiv hellere Bildqualität (und somit erkennt man die Effekte viel besser). Englisch mit festen franz. Subs. Gibt es inzwischen auch in D Uncut auf DVD (Kinowelt) oder Blu-Ray (Wicked Vision).

Samstag, 25. April 2020

A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master Review


 DVD wurde am NIFFF von Renny Harlin signiert

A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master

Story:

Nach Teil drei geht es wie folgt weiter:

Freddy Krüger (Robert Englund) ist zurück und tötet die Überlebenden aus Teil drei. Teenager Kristen (Tuesday Knight) sagt Freddy den Kampf an…

Meine Meinung:

Wie schon beim Vorgänger muss ich sagen: schlecht gealtert! Das heisst: die Teile 1 und 2 bleiben unerreicht! Teil vier ist mir zu lustig, von echtem Horror, Grusel oder Stimmung keine Spur mehr und die Darstellung der 80er Jahre Teens waren teilweise nervend (z.B. Kristens Bruder als Japan-Freak und Martial Arts «Experte»).

Was bleibt: eine solide, kurzweilige und hingegen aufwändige Unterhaltung. Der Film ist aufwändig und actionreich geworden – dazu schön gefilmt und eingefangen – Renny Harlin (Prison) sei Dank! Schlecht ist der Film bei Leibe nicht, aber ich hätte mir lieber einen düsteren Grundton und Grusel gewünscht wie in den ersten Filmen der Reihe…

Freddy, erneut von Robert Englund (Düstere Legenden) verkörpert, mutiert hier definitiv zu einem Sprücheklopfer – was sich schon im Vorgänger angedeutet hat. Sein Make-Up hingegen ist cool, die (Traum)-Settings teilweise sehr schön, fantasievoll und aufwändig (Lift, Keller, Haus, Strand, vor allem: der Autofriedhof zu Beginn).

Es gibt zwar viele nervende Teens – diese sterben aber fast alle. Der Film ist zwar nicht sonderlich blutig, der Body-Count dafür sehr hoch und die Kills teilweise fantasievoll und einfallsreich. Wo der Film nebst Settings, Budget und Unterhaltungswert Punktet sind die Effekte wie Freddys Make-Up, sein Tod, seine Auferstehung und andere Effekte (z.B. wie sich die Frau in eine Kakerlake verwandelt). Stark – so wundert es auch nicht, dass gleich mehrere namhafte Künstler am Set vertreten waren:

Kevin Yagher (The Borrower), John Carl Buechler (Friday the 13th Part 7), Screaming Mad George (Beyond Re-Animator) sowie Steve Johnson (Night Angel)!

Fazit: Okay, aber gehört nicht zu den besten Teilen der Reihe! Nur für Fans der Reihe interessant…


Infos:

O: A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master

USA 1988

R: Renny Harlin

D: Robert Englund, Tuesday Knight, Rodney Eastman, Lisa Wilcox, Andras Jones, Danny Hassel, Brooke Theiss

Laufzeit der US-DVD: 93.17 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 17.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD (die Box mit allen Teilen der Reihe) von New Line vor = Wurde an einem NIFFF von Renny Harlin originalsigniert, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gäbe es inzwischen auch in Deutschland auf Blu-Ray.

Donnerstag, 26. März 2020

Dolls Review

Dolls

Story:

Zwei Gruppen von Personen geraten in einen schweren Sturm/Unwetter und durch Zufall retten sie sich in ein abgelegenes, grosses Haus, welches von einem alten Ehepaar behaust wird – und deren Spielzeugen und Puppen. Das Paar sind Spielzeughersteller. Doch in den Gemäuern lauert ein tödliches Geheimnis…

Meine Meinung:

Dolls, vom Dream Team Stuart Gordon (Re-Animator, Eater) und Brian Yuzna (Bride of Re-Animator, Beyond Re-Animator) kann ich Fans der beiden nur ans Herz legen. Im Gegensatz zu anderen Filmen der beiden wird in Dolls statt auf Effekte mehr Wert auf Story und Suspense gelegt (was nicht heissen soll, dass es keine Effekte zu sehen gibt).

Dolls ist in meinen Augen nach Chucky 1-3 der beste Puppenhorrorfilm und lässt weitere Chucky Fortsetzungen (z.B. Cult of Chucky), die Puppet Master Filme (z.B. Puppet Master: The Littlest Reich), Dolly Dearest oder das schwache Chucky Remake weit hinter sich. Mit einer angenehm kurzen Laufzeit von nur ca. 77 Minuten ist Dolls zudem sehr kurzweilig.

Dank der Stimmung, der Atmosphäre und den dunklen Gängen des alten Gebäudes und den vielen Puppen, ist für eine stimmungsvolle und unheimliche Szenerie gesorgt. Die Effekte sind allgemein klasse und erste Sahne. Dies gilt sowohl für die Puppeneffekte, die regulären (wenigen) Gore-Szenen und die Puppen-Gore-Szenen. Tolle Tricks, absolut sehenswert.

Eine der besten Szenen ist dabei der Alptraum/Tag-Traum/Fantasie-Szene mit dem Teddy – die beste Szene des ganzen Filmes! Warum gibt es eigentlich keinen Horrorfilm mit Teddybären als killende Protagonisten die so aussehen wie dieser aus dieser Szene? Der ist so gut getrickst – und einmal mehr hatte dabei Effekte-Künstler John Carl Buechler seine Finger im Spiel (machte u.a. die Effekte für Carnosaur 3: Primal Species, To Die For, Halloween 4: The Return of Michael Myers, Halloween: The Curse of Michael Myers, Tammy and the T-Rex, The Laughing Dead, Mausoleum).

Wenn man dem Film hingegen etwas ankreiden möchte, dann zwei Tatsachen: zum einen ist die Story nicht wirklich originell oder überraschend, zum anderen ist die Charakterzeichnung der Figuren doch relativ oberflächlich ausgefallen, so dass man sofort weiss, wer sterben und wer überleben wird.

Dennoch: für Horrorfans der alten Schule zu empfehlen! Und wer Angst vor Puppen hat, dem sei Dolls so oder so ans Herz gelegt…

Infos:

O: Dolls

USA 1987

R: Stuart Gordon

D: Ian Patrick Williams, Carolyn Purdy-Gordon, Carrie Lorraine, Guy Rolfe, Hilary Mason

Laufzeit der US-DVD: 77:29 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 25.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, englische Subs vorhanden, Extras (u.a. Audiokommentare). Wer den Film in Deutsch sehen möchte, sollte zur Koch Media Fassung aus Österreich greifen.

From Beyond Review

From Beyond

Story:

Dr. Edward Pretorius (Ted Sorel) und Crawford Tillinghast (Jeffrey Combs) starten ein Experiment, welches zur Folge hat, dass andere Dimensionen sichtbar werden – und auch die darin lebenden Monster und Geschöpfe, welche uns ansonsten nicht sehen und wahrnehmen würden. Dies hat den Tod von Dr. Edward Pretorius zur Folge, während Crawford verhaftet wird. Zusammen mit einer Ärztin (Barbara Crampton) und einem Cop (Ken Foree) wollen sie das Experiment wiederholen – keine gute Idee…

Meine Meinung:

From Beyond erreicht zwar nicht ganz die Qualität eines Re-Animator, dennoch ist der Film aber besser, schleimiger, Effekte beladener und blutiger als ich den in Erinnerung hatte. Stuart Gordon nahm sich, nach Re-Animator, erneut einer H.P. Lovecraft Geschichte an und verfilmte diese für Empire International Pictures, die viele tolle Genre-Filme auf die Leinwand gezaubert haben (Intruder, Prison, Rawhead Rex, Breeders).

Stuart Gordon (Regie), der einmal mehr mit seinem Kollegen Brian Yuzna (Produzent und zusammen die Story geschrieben) zusammenarbeitete, liefert dem 80er Jahre Splatterfan genau das, was er sich wünscht: Eine fantastische Geschichte, extrem viele und spektakuläre Effekte- und Masken-Szenen und einen liebevollen Genre-Cast.

Es gibt ein Wiedersehen mi den Re-Animator Stars Jeffrey Combs und Barbara Crampton, wobei letztere erneut nackte Tatsachen präsentieren darf. Combs war klasse, wie schon in Re-Animator. Aus Dawn of the Dead und Co. (Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III) sehen wir den sympathischen Ken Foree als Cop.

Die Spezialeffekte, die in dieser Form pure Kunst sind, stammen von John Carl Buechler (Carnosaur 2) und sind nebst Cast und Story die wahren Highlights des Filmes. Es gibt viele Monster, viel Gore, viel Schleim vermischt mit sexueller Erotik und S/M-artigen Szenen. Die Mischung machts – Lovecraft hätte sicher Freude gehabt, wäre er noch nicht Tod.

Fazit: Jedem Fan des klassischen 80er Jahre Horrorfilmes zu empfehlen, macht viel Spass!

Infos:

O: From Beyond

USA 1986

R: Stuart Gordon

D: Jeffrey Combs, Barbara Crampton, Ken Foree, Ted Sorel, Carolyn Purdy-Gordon

Laufzeit der US-DVD: 85:29 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 25.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor = dieser bot nebst US-Pay TV zum ersten Mal die echte Uncut Fassung zum Film. Alle anderen Fassungen entsprachen der zensierten Kinofassung. Zur DVD: erstklassige Bild- und Tonqualität, englische Subs, exklusive Extras vorhanden. Den DC gibt es inzwischen auch in Deutschland von diversen Anbietern auf Blu-Ray. Es gibt auf einer Stephen King Horror-Doku und im Workprint eine Effekte-Szene, die verlängert ist und die es leider NICHT in den DC geschafft hat. Schade.

Samstag, 19. Oktober 2019

Bride of Re-Animator Review



Horroktober 2019
Bride of Re-Animator

Story:

Nach Teil eins geht es wie folgt weiter:

Dr. Herbert West (Jeffrey Combs) und Dr. Dan Cain (Bruce Abbott) experimentieren weiter. Ziel: diesmal wollen sie, anhand von gestohlenen Körperteilen, Leben d.h. einen neuen Menschen erschaffen. Doch Probleme bestehen: Dan verliebt sich (in Fabiana Udenio), ein Polizist schnüffelt herum (gespielt von Claude Earl Jones) und Dr. Hill (David Gale) will Rache an Dr. West…

Meine Meinung:

Teil zwei der Re-Animator Reihe war stets mein Lieblingsteil und einer meiner Horror-Lieblingsfilme. Grund: ich sah den Film vor den Teilen eins und drei als Jugendlicher und schnupperte damit erste «Re-Animator» Erfahrungen. Der Film gefällt mir auch heute noch immer so gut, wie früher.

Statt Stuart Gordon führt nun Brian Yuzna, der in Teil eins auch als Produzent tätig war, Regie. Die Handschrift und das comicartig Übertriebe à laYuzna mag ich – allgemein in den Filmen des Brian Yuzna = Fortsetzung Beyond Re-Animator, Faust, H.P. Lovecrafts Necronomicon oder seien es die The Dentist 1 & 2 Filme.

Die Geschichte hat nun noch weniger mit der Vorlage (H.P. Lovecaft) zu tun als Teil eins, sondern man wandert nun auf Frankenstein Pfaden. Das tut dem Spass aber keinen Abbruch. Der Film ist ein Fun-Splatter wie er im Buche steht und schön schwarzhumorig, unterhaltsam und mit vielen tollen Spezialeffekten beladen. Längen gibt es kaum.

Um der Ansammlung von Effekten gerecht zu werden, wurden drei (!!!) Künstler an Bord geholt: zum einen die KNB FX-Group (machten u.a. die Effekte für Jason Goes to Hell, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III, Nightwish, Halloween 5), John Carl Buechler (Friday the 13th Part 7, Tammy & the Teenage T-Rex, Prison, Carnosaur, Mausoleum) und den Japaner Jôji Tani, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Screaming Mad George (The Guyver, Children of the Corn III: Urban Harvest, Curse II: The Bite, Hide and Go Shriek). Mit Screaming Mad George hat Brian Yuzna noch weitere Male zusammengearbeitet (Initiation: Silent Night, Deadly Night 4, Necronomicon, Progeny, The Dentist 2, Faust: Love of the Damned, Beyond Re-Animator, Society). Die Effekte in Bride of Re-Animator sind fantasievoll, originell, aufwändig und hübsch blutig getrickst worden!

Aus Teil eins kehrten ansonsten zurück: David Cale, Bruce Abbott und ein absolut fantastischer, grossartiger und sehenswerter Jeffrey Combs. Er allein unterhält den Fan als Mad Scientist quasi als Alleinunterhalter. War er schon im ersten Film klasse, so legt er hier, dank dem Schwarzen Humor, dem überzeugende Schauspiel vom Combs und einer starken deutschen Synchronisation, zusätzlich an Qualität dazu.

Fazit: Starke Fortsetzung und für meinen Geschmack bester Film der dreiteiligen Reihe!

Gefolgt von: Beyond Re-Animator

Infos:

O: Bride of Re-Animator

USA 1989

R: Brian Yuzna

D: Jeffrey Combs, Bruce Abbott, Claude Earl Jones, Fabiana Udenio, David Gale, Kathleen Kinmont

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:44 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Meine erste Sichtung erfolgte als Bootleg VHS von JPV Austria. Später wurde das VHS gegen die Red Edition DVD von Laser Paradise umgetauscht. Diese DVD steht noch in der Sammlung, da seit 2003 (NIFFF) durch Brian Yuzna signiert. Andere DVDs gesellten sich später dazu (US-DVD von Artisan und jap. DVD von JVD), immer in der Hoffnung, eine qualitativ bessere Disc zu bekommen. Dies änderte sich erst mit der neuen Blu-Ray von Capelight = Unrated Fassung in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität (neu restauriert), viele Extras, schicke Verpackung etc.

Sonntag, 6. Oktober 2019

The Laughing Dead Review




Horroktober 2019
The Laughing Dead

Story:

Ein ehemaliger Priester, O'Sullivan (Tim Sullivan), der sich von Gott abgewandt hat, unternimmt Touristen-Fahrten nach Mexiko. Ziel: die Azteken-Ruinen. Auf dem Weg dorthin tauchen auch seine ehemalige Affäre und sein Sohn auf. In Mexiko angekommen bekommen sie es mit geisterhaften Erscheinungen, einem Exorzismus, mit Zombies und Menschenopfern zu tun…

Meine Meinung:

In meinen Augen ein zu unbekannter und unterschätzter Film, der nicht die Anerkennung findet, die er verdient. Vor vielen Jahren, bei Erstsichtung, fand ich den Film nur mittelmässig. Das lag aber an der deutschen Fassung, die einfach schlecht ist (Pornosynchro, so dunkel, dass man die schönen Effekte kaum erkennt).

Inzwischen mag ich den Genre-Film sehr. Wer gerne 80er Jahre Horror-Filme hat, findet mit The Laughing Dead eine sonderbare Perle vor, die zudem inhaltlich was Neues und nicht einfach nur 08/15 Slasher-Elemente bietet. Der zweite grosse Pluspunkt, nebst den originellen Inhalten, sind die wunderbaren Splattereffekte, Monster- und Make-Up Masken! Einfach nur toll, welche Vielfalt an Effekten und Kreationen der Film bietet.

Inhaltlich gibt es Elemente wie: Mexiko-Setting inklusive Azteken-Ruinen, das Fest der Toten, Menschenopfer, Priester, Exorzismus, Zombies, Geister sowie am Ende Verwandlungen (monströse Geschöpfe, die man am ehesten noch als Dinosaurier bezeichnen würde = Kaiju Feeling).

Was die Effekte angehen gibt es Zombie-Make-Up Masken, starke Verwandlungsszenen (die besagten Dino-Szenen), natürlich die Dino Effekte (hatte schon fast was von Kaiju-Filmen) plus Gore-Effekte wie die Platte voller menschlicher Herzen, Kopf, der vom Bus zerdrückt wird, entfernte Körperteile (Arm, Kopf…), geöffnete Torsos (inklusive Tausch von Herzen) etc. Diese entsprachen genau meinen Geschmack und stammen u.a. von John Carl Buechler (Friday the 13th Part VII: The New Blood).

Der Film ist ausgeklammert von oben Genanntem solide: 1. Hälfte = Story entwickelt sich, Overacting einzelner Figuren, obligatorische Füllszenen und Längen. In der 2. Hälfte wird der Film dann immer besser, da abwechslungsreicher, actionreicher, mehr Effekte zeigend. Die Figuren nerven im O-Ton deutlich weniger als in der deutschsprachigen Fassung. Der Film ist nicht ernst, sondern im lustigen Ton gehalten, so dass die Effekte zu keiner Sekunde schockierend wirken.

Fazit: Wo bleibt eine restaurierte Blu-Ray? Für 80er Jahre Horrorfilm-Fans ist diese zu unbekannte Perle zu empfehlen!

Infos:

O: The Laughing Dead

USA 1989

R: S.P. Somtow

D: Tim Sullivan, Wendy Webb, Premika Eaton, Patrick Roskowick, Larry Kagen, Krista Keim

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: April 2007 / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Früher sah ich den Film als DVD von Dragon. Wie 99% aller alten Dragon Discs ist diese nicht zu empfehlen, da grottenschlechte, zu dunkle Bildqualität plus Pornosynchro. Für Neusichtungen lagen mir die VHS aus Japan von Pack-In-Video und die DVD aus Japan von WHD Japan vor. Die DVD ist leider auch nicht zu empfehlen: billiges Cover, schlechte, zu dunkle Bildqualität. Das VHS aus Japan liegt klar vorn, da helle Bildqualität und grossartiges Cover-Artwork. In dieser Fassung kommen die wunderschönen Effekte und Make-Up Masken gut zur Geltung. Ein Film, von dem eine würdige Fassung nach wie vor fehlt – was DVDs angehen, gibt es nur Schrott (die UK Disc dürfte auch nicht wirklich besser als die Dragon oder die japanische Disc sein). Hoffen auf Labels wie Arrow Video, Scream Factory oder Vinegar Syndrome. Weitere schöne VHS Ausgaben zum Film: HK VHS, Thai. VHS. Nachtrag 18.11.21: Mein Wunsch wurde erfüllt und Vinegar Syndrome haben den Film auf Blu-Ray veröffentlicht, welche eine der besten Vös im Jahr 2021 darstellt. Zur Vö: Schuber, neu restauriert, viele exklusive Exras, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität (in welcher die Effekte erstmals prächtig zur Geltung kommen), Uncut. Ein Traum für Fans des Filmes!

Freitag, 13. September 2019

Friday the 13th Part VII: The New Blood Review

Friday the 13th Part VII: The New Blood

Story:

Tina (Lar Park-Lincoln) verfügt über telekinetische Fähigkeiten. Dr. Crews (Terry Kiser) will dies zu seinen Gunsten ausnutzen. Er bringt sie an den Crystal Lake, wo vor vielen Jahren ihr Vater bei einem Unfall starb. Mithilfe von Tinas Fähigkeiten gelingt es, Jason (Kane Hodder) wieder zum Leben zu erwecken. Dieser mordet sich durch die Teens am Crystal Lake, während Tina zusammen mit ihrem Freund versucht, ihre Mutter zu retten…

Meine Meinung:

Für Teil sieben, wie er Vorgänger, auch sehr sehenswert, unterhaltsam, kurzweilig, holte man sich Make-Up Künstler John Carl Buechler (der dieses Jahr verstarb) an Bord – er führte Regie und war für die starken Effekte zuständig, von welchen man in der Kinofassung, trotz starker Zensur, so gut wie nichts mehr erahnen kann…

John Carl Buechler (Prison) ist ein fähiger und erfahrener Make-Up Künstler, was man trotz Zensur in einigen, wenigen Szenen im Film sieht! Vor allem Jasons Aussehen ist klasse geworden – man sieht seine Wirbelsäule und im Finale sieht man Jasons monströse Fratze! Schöne Make-Up Masken und Effekte von John Carl Buechler. Wenn man die Unrated Szenen sieht (Bonusmaterial, Youtube etc.), sieht man dann die ganze Klasse von John Carl Buechler.

Der Film hat wenig Längen und ein hohes Tempo. Wie in Teil fünf hat man auf ein neues Setting/Inovation gesetzt: Carrie-Elemente! Tina hat nämlich telekinetische Eigenschaften und kann Gegenstände bewegen und als Waffe einsetzen lassen - wie eben in Carrie. Das ist sonderbar und sicherlich Geschmackssacke, mich störte es nicht. Dazu kommt das «böse Dr. Klischee» welches mich an Hellraiser 2 erinnert hat.

Der restliche Cast ist nicht der Rede Wert da nur Kanonenfutter. Zwar gib es einige Figuren, die sehr klischeehaft gezeichnet sind und/oder nerven, aber das wurde bewusst so gemacht, da sie genau das bekommen, was sie verdienen (Dr. Crews und die blonde Tussi). Der Film ist unterhaltsam und einen gewissen Aufwand kann man dem Film nicht absprechen. Spannend, stimmungsvoll oder gruselig sind die Teile jedoch ab Teil fünf alle nicht mehr.

Fazit: Jedem Freitag der 13. und Slasher-Fan zu empfehlen! Jammerschade, dass es keine echte Uncut Fassung gibt:-(


Infos:

O: Friday the 13th Part VII: The New Blood

USA 1988

R: John Carl Buechler

D: Kane Hodder, Lar Park-Lincoln, Kevin Spirtas, Susan Blu, Terry Kiser, Susan Jennifer Sullivan

Laufzeit der US DVD: 88:10 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Sept. 2019

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Paramount vor (Teile 1-8 in einer Box) = nur Kinofassung (Film wurde vor US-Kinostart stark zensiert, eine Unrated Fassung gibt es nicht), gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in D auch auf DVD oder Blu-Ray. Die Unrated Szenen (sind 20 Gewaltszenen mehr) gibt es z.T. als Bonus auf dieser Disc, in Bootlegs und im Workprint. Diese haben jedoch eine grauenhaft schlechte Bildqualität. Der Film ist massiv zensiert. Eine offizielle Unrated Fassung wurde leider nicht veröffentlicht (Stand: Sept. 2019).