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Samstag, 7. März 2026

Blood and Bone

Blood and Bone

Story:

Bone (Michael Jai White) kommt mit einem Versprechen und dem Ziel nach Rache aus dem Gefängnis. Dazu muss er in Los Angeles an illegalen Kampfturnieren teilnehmen…

Meine Meinung:

Blood and Bone bekam ich geschenkt. Die genauen Hintergründe sind mir nicht mehr bewusst. Ansonsten hätte ich von diesem Film nie erfahren. Bei Blood and Bone handelt es sich um einen Actionfilm aus dem Jahr 2009 von Ben Ramsey (= mir total unbekannt). Der Film und dessen Kampfszenen lassen sich auf typische Turnier-Filme runterbrechen. Der Film wirkt, und das meine ich sogar positiv, wie ein echter B-Actionfilm aus den 80ern oder 90er inklusive all seinen Klischees und Figurendarstellungen.

Nur ein Name war mir vor der Sichtung ein Begriff: Michael Jai White! Der trotz dem Namen schwarze Schauspieler ist ein Martial Artist und mir daher aus anderen Filmen schon ein Begriff. Vor allem in den Filmen Triple Threat, Accident Man, Skin Trade und Undisputed II überzeugte er mich, auch wenn er z.B. in Triple Threat, Accident Man sowie Skin Trade seine Präsenz mit anderen Action-Stars vor der Kamera teilen musste (mit Namen wie Tony Jaa, Scott Adkins, Dolph Lundgren, Iko Uwais, JeeJa Yanin). So gesehen stellt Blood and Bone so was wie eine Premiere für mich dar, da der erste Film, in der er die alleinige (Action)Hauptrolle spielt. Ein Film, der nur ihm allein gehört.

Blood and Bone stellt am Ende zwar keinen Film für meine persönliche Filmsammlung dar, aber dennoch war der Film irgendwie doch unterhaltsamer als erwartet. Vielleicht genau deshalb, da die 80er und 90er Jahre B-Actionfilm-Klischees bedient werden. Es gibt kaum Plot und wenig Längen. Auf Dramatisches wird verzichtet. Der Film ist voll auf seinen Star Michael Jai White zugeschnitten und der macht das, wenig überraschend, überragend. Er überzeugt in den Kampfszenen. Diese wirken brutal, realistisch und sind stark choreographiert. Fans von ihm werden voll auf seine Kosten kommen. Langweilig wird es nie.

In einer kleinen Nebenrolle ist ausserdem noch der ehemalige K1-Fighter Bob Sapp (IZO) zu sehen. Eamonn Walker gibt einen wunderbaren Fiesling und Bösewicht ab. Die restlichen Figuren sind unwichtig, erfüllen ihren Job oder nerven (Dante Basco als Bones Berater konnte ich nicht ernst nehmen, sehr schlechte und unpassende Wahl). Vor allem seine Stimme war eine Katastrophe (zuerst dachte ich, es wäre eine Transsexuelle). Zwar verirrte sich Dante Basco in seiner Karriere auch schon in B-Actionfilme (The Perfect Weapon), auf der anderen Seite heissen andere Filme, in denen er mitwirkte, But I’m a Cheerleader, Hook, A Goofy Movie, Love Don’t Co$t a Thing, Take the Lead oder Rave. Furchtbar. Wie um Himmels Willen hat er die Rolle in Blood and Bone erhalten?

Fazit: : Michael Jai White Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Blood and Bone

USA 2009

R: Ben Ramsey

D: Michael Jai White, Dante Basco, Eamonn Walker, Ron Yuan, Bob Sapp, Nona Gaye

Laufzeit der deutschen Blu: 93:26 Min.

Gesehen am: 07.03.26

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Universum Film vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Deutsch oder Englisch mit deutschen Subs. Mit Wendecover ohne Freigaben-Logo auf der Frontseite.

Donnerstag, 26. Juni 2025

Hotel Mumbai

Hotel Mumbai

Story:

Diverse Hotelgäste und Angestellte (u.a. Dev Patel, Jason Isaacs, Anupam Kher, Nazanin Boniadi, Armie Hammer) kämpfen im Taj Mahal Palace Hotel im Mumbai um ihr Überleben, nachdem vier Terroristen (u.a. Amandeep Singh, Suhail Nayyar) ins Hotel eingedrungen sind und ein Massaker veranstalten…

Meine Meinung:

2008 wurde Mumbai vor einer koordiniert geplanten Anschlagsserie heimgesucht, die in ihrem Ausmass auch an spätere Anschläge (z.B. in Paris im Jahr 2015) erinnert. Schwach erinnere ich mich an Berichterstattungen. Doch im Gegensatz zu Anschlägen auf europäischen Boden, wurde vor heimischen Medien deutlich weniger über die Mumbai Attacken berichtet. Und Social Media war weniger verbreitet wie heute, wo praktisch jeder in ein solches Drama und Desaster quasi live von Zuhause aus verfolgen kann. Ich wusste relativ wenig über die Attacke und das wollte ich ändern.

Hotel Mumbai ist ein Spielfilm des mir unbekannten Anthony Maras, der die Geschehnisse von dazumal filmisch aufarbeitet. Es wurde mit vielen Überlebenden gesprochen, Interviews gesichtet und auch die Behörden kooperierten mit den Filmemachern. Die Telefon-Aufnahmen zwischen den Terroristen und den Hintermännern aus Pakistan wurden ihnen ausgehändigt wie auch Aufnahmen und Interviews des Verhörs mit dem einzigen Überlebenden Terroristen, der 2012 in Indien durch den Strang hingerichtet wurde.

Im Sinne von Hotel Mumbai kann also von einer True-Crime Verfilmung die rede sein. Obwohl einzelne Momente und Figuren fiktiv sind, hält sich der Streifen mehr oder weniger an die realen Vorgaben. Auf grössere Stars wurde verzichtet. Mir selbst sagte keiner der Schauspieler etwas. Dies kommt der Authentizität zu gute. Es gibt vielleicht zwei Figuren (der Ami mit Bart und der Russe), die etwas mager charakterisiert wurden und/oder mehr an einem fiktiven Spielfilm erinnern, an als einen Film «based on true events». Die restlichen Figuren wirken authentischer und man fiebert wirklich mit ihnen mit.

Die Terrorattacken fanden an unterschiedlichen Orten statt. Der Film hat nicht Platz für jedes Setting. Die Attacke auf den Bahnhof und das Café werden gezeigt aber hauptsächlich geht es um das Taj Mahal Palace Hotel, dessen brennende Bilder 2008 um die Welt gingen. Der Film ist technisch stark in Szene gesetzt, das gezeigte geht definitiv unter die Haut und der Film war stellenweise schon fast (zu fies) unerträglich spannend. Ein Film, der aufwühlt und berührt.

Fazit: Sehenswerte und spannende Verfilmung!

Infos:

O: Hotel Mumbai

Australien, Grossbritannien, Indien, Singapur, USA 2018

R: Anthony Maras

D: Armie Hammer, Dev Patel, Jason Isaacs, Nazanin Boniadi, Natasha Liu Bordizzo, Angus McLaren, Anupam Kher, Tilda Cobham-Hervey, Amandeep Singh, Suhail Nayyar

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 123:09 Min.

Gesehen am: 28.03.25

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray ohne Wendecover von Universum Film vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton (diverse Sprachen mit deutschen Untertiteln) oder Deutsch. Als Extras gibt es Interviews mit den Darstellern.

Donnerstag, 3. August 2023

High-Rise

High-Rise 

Story:

 

London 1975:

 

In London steht ein topmodernes Hochhaus mit 40 Stockwerken. Für jede Gehaltsklasse gibt es dort Wohnungen. Als Dr. Laing (Tom Hiddleston) dort einzieht, bemerkt er Probleme an der Einrichtung und Spannungen zwischen den Bewohnern: das Chaos, die Gewalt und Anarchie nehmen mehr und mehr zu…

 

Meine Meinung:

 

High-Rise war eine spontane Sichtung eines Besuchs an einem Filmabend. Teilweise gingen wir mit falschen Erwartungen an den Film. Ich hatte mich vor dem Schauen nur kurz über den Plot informiert. Ich wusste nur, dass ich von Ben Wheatley zwei Filme kenne und diese nicht uninteressant finde (Kill List & In the Earth). Von daher wusste ich, was Ben Wheatley kann, auch wenn der Inhalt/Setting von High-Rise weniger meinem Geschmack entsprach.

 

Was wir nicht wussten ist die Tatsache, dass Ben Wheatley mit High-Rise den Roman High-Rise von James Graham Ballard aus dem Jahr 1975 verfilmt hat. Ob die Verfilmung gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich den Roman nicht kenne. Was High-Rise als Film und vom Roman losgelöst angeht, hat uns der Film nicht gefallen. Ich fand den Film zwar technisch und optisch gelungen, aber mehr auch nicht. In Reviews habe ich von einem style over Substance Faktor gelesen. Das trifft es relativ gut. 

 

Zudem sind viele der Inhalte in dem zweistündigen Film zu lang, zu sinnlos und vor allem zu repetitiv. Es stellten sich Längen ein. Der Film will auch weniger den Kampf zwischen den sozialen Schichten zeigen, sondern wirkt mehr wie eine Holzhammer-Kritik am Kapitalismus. Dazu passen dann auch versteckte Details wie ein Che Guevara-Plakat oder die Rede am Ende von Margaret Thatcher. Das Chaos und die Anarchie wirkten ermüdend und wenig glaubhaft. Warum werden am Ende alle verrückt? Teilweise hatte es fast Die 120 Tage von Sodom Vibes, was das Overacting der Figuren angehen.

 

Zwar sind bekannte Hollywood-Namen wie Tom Hiddleston, Jeremy Irons (Stirb langsam – Jetzt erst recht), Luke Evans oder Elisabeth Moss (nur Nebenrolle) dabei, aber die Figuren sind zu uninteressant und eindimensional gezeichnet und dem Zuschauer sind deren Schicksale völlig gleichgültig. Somit ist auch keine wirkliche Spannung oder ein Mitfühlen gegeben. Der Film und Plot fesseln nicht. Es stellt sich eine grosse Gleichgültigkeit ein.

 

Fazit: Nicht lohnenswert. Besser Kill List oder In the Earth nochmal schauen!

 

Infos:

 

O: High-Rise

 

Großbritannien 2015

 

R: Ben Wheatley

 

D: Tom Hiddleston, Jeremy Irons, Luke Evans, Daniel Renton Skinner, Bill Paterson, Sienna Miller, Elisabeth Moss

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 119:01 Min.

 

Gesehen am: 23.06.23

 

Fassungen: Besuch brachte die deutsche Blu-Ray zu einem Filmabend mit. Die Disc von Universum Film ist Uncut, kommt in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs daher und die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Es handelt sich um ein Wendecover.

Donnerstag, 30. Juni 2022

Reservoir Dogs Review

Reservoir Dogs

Story:

 

Ein Juwelenraub geht in die Hose. Es gibt Tote und Verletze. In einer Lagerhalle geraten sich die Gangster (Harvey Keitel, Tim Roth, Michael Madsen, Chris Penn, Steve Buscemi, Lawrence Tierney), die einen Spion in ihren Rehen vermuten, in die Haare…

 

Meine Meinung:

 

Reservoir Dogs gefiel mir nach der 2. Sichtung besser als früher. Dennoch sehe ich den Film, das kultige Film-Debüt von Nerd und Ex- Videothekar Quentin Tarantino (Kill Bill: Vol. 1, Kill Bill: Vol. 2, Once Upon a Time in Hollywood, True Romance) nicht als einen Kracher an. Aber eine durch und durch bemerkenswerte Leistung!

 

Quentin Tarantino, nicht nur Fan von Ital. Filmen, sondern auch Fan von John Woo und Co., liess viele Elemente des Ringo Lam Filmes City on Fire (1987) in Reservoir Dogs einfliessen. Teilweise sind einige Momente fast 1:1 übernommen worden (was mich motiviert, bald City on Fire zu «rewatchen»). Weitere HK Vibes und Hommagen liess Tarantino in True Romance (z.B. A Better Tomorrow 2) oder in Desperado (z.B. From Here to Prosperity) einfliessen.

 

Wer City on Fire nicht kennt, wird die Hong Kong Motive in Reservoir Dogs hingegen nicht wahrnehmen. Was den Plot angeht, ist eine gewisse Spannung gegeben, der Cast rockt und einige der Dialoge sind cool. Vor allem Harvey Keitel (Bad Lieutenant), Michael Madsen (The Hateful 8), Chris Penn (True Romance) und Steve Buscemi (Fargo) haben mir gefallen. Quentin Tarantino selbst spielt auch einen kleinen Part.

 

Es gibt nur wenig Action. Der Plot wird in Rückblenden und nicht chronologisch erzählt. Für sein Debüt trommelte Tarantino einen Traum-Cast um sich. Für die wenigen blutigen Effekte (Ohr-Szene) war die KNB-FX Group (Jenifer, Wishmaster) zuständig. Die Musik fand ich unauffällig, vor allem im Vergleich zu späteren Filmen von Quentin Tarantino. Warum der Film kein Kracher ist? Nebst coolen Dialogen (z.B. Trinkgeld) gibt es definitiv auch Längen in Reservoir Dogs.

 

Fazit: Eindrückliches Regie-Debüt von Quentin Tarantino!

 

Infos:

 

O: Reservoir Dogs

 

USA 1992

 

R: Quentin Tarantino

 

D: Harvey Keitel, Tim Roth, Michael Madsen, Chris Penn, Steve Buscemi, Lawrence Tierney, Edward Bunker, Quentin Tarantino, Kirk Baltz

 

Laufzeit der deutschen DVD: 95:01 Min.

 

Neusichtung am: 15.06.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Universum Film vor = Doppel-DVD mit Schuber, Deutsch/Englisch mit Subs (gute Synchro), Uncut, gute Bild- und Tonqualität, diverse Extras. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Montag, 20. April 2020

Dragged Across Concrete Review

Dragged Across Concrete

Story:

Zwei suspendierte Cops (Mel Gibson, Vince Vaughn) brauchen dringend Geld und planen, einer Gangster-Bande (u.a. Michael Jai White) ihr Geld abzuknöpfen – leichter gesagt als getan…

Meine Meinung:

Die allgemein hohen und überdurchschnittlich guten Meinungen, Reviews und Fazits zum Film kann ich leider nicht teilen. Dragged Across Concrete hat mir zu wenig gut gefallen, um in die Filmsammlung aufgenommen zu werden. Da hatte ich mir mehr erhofft.

S. Craig Zahler fiel zuvor mit einigen Arbeiten positiv auf. Sein Regiedebüt war ein nicht uninteressanter Kannibalenfilm (Bone Tomahawk). So richtig für Furore sorgte S. Craig Zahler mit Brawl in Cell Block 99 mit einem grandiosen Vince Vaughn. So gesehen verständlich, dass man auch von Dragged Across Concrete viel erwartet hat, zumal S. Craig Zahler erneut mit Namen wie Vince Vaughn, Don Johnson und Co. aufwarten konnte. Auch mit Jennifer Carpenter arbeitete er zuvor zusammen.

Und neu kommen Namen dazu wie: Mel Gibson (Hauptrolle nebst Vince Vaughn, u.a. bekannt aus Hacksaw Ridge), Michael Jai White (Triple Threat), Udo Kier (Suspiria) oder Thomas Kretschmann (A Taxi Driver). Eigene Erwartungen wurden nach den vielen Lobgesängen zum Film erhöht, unbewusst.

Leider erreicht Dragged Across Concrete nicht die Qualität von Brawl in Cell Block 99. Der Film war mir, gerade in der ersten Stunde (oder noch länger – Film läuft ja ca. 160 Minuten) zu langweilig. Da passiert kaum was. Dazu kommt, dass mir inhaltliche Details nicht gefallen haben. Das Ende mochte ich nicht, ebenso wenig die Tatsache, dass sich Mel Gibson (spielt stark) und Vince Vaughn (deutlich weniger intensiv als in Brawl in Cell Block 99) teilweise sehr blöd und ungeschickt angestellt haben. Passt nicht zu ihren Charakteren, die sie verkörpern.

Das Fass zum Überlaufen gebracht haben jedoch ein Haufen deplatziert wirkender, kitschiger, zu dramatische 08/15 Herz-Schmerz-Szenen die so genervt haben, dass ich teilweise überlegte, den Film und die Sichtung abzustellen und abzubrechen (vor allem die Szenen mit Jennifer "Dexter" Carpenter waren unerträglich nervend). Da halfen dann auch einige derbe Gewaltmomente und starkes Schauspiel nicht, um dieses Manko zu kompensieren.

Fazit: Stark Geschmackssache – aufgrund von Langeweile und nervenden 08/15 Klischee-Drama-Szenen kann ich Dragged Across Concrete nicht empfehlen…

Infos:

O: Dragged Across Concrete

USA, Kanada 2018

R: S. Craig Zahler

D: Mel Gibson, Vince Vaughn, Laurie Holden, Jennifer Carpenter, Fred Melamed, Don Johnson, Michael Jai White, Thomas Kretschmann, Udo Kier

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 158:28 Min.

Gesehen am: 11.03.20

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Universum Film vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Subs.

Samstag, 22. September 2018

Taxi 4 Review

Taxi 4

Story:

Polizist Émilien Coutant-Kerbalec (Frédéric Diefenthal) lässt durch eine List einen belgischen Gangster frei und wird daraufhin von seinem Boss gefeuert. Um seinen Job wieder zu bekommen versucht er, den Gangster zu finden – mit Hilfe seines Kumpels und Taxifahrers Daniel (Samy Naceri)…

Meine Meinung:

Auch die dritte Taxi Fortsetzung, lange Zeit der letzte Teil der Reihe seit 2007 (erst 2018 wurde die Reihe dann mit einem neuen Film fortgesetzt, aber ohne Stars Samy Naceri und Frédéric Diefenthal), hat mir gut gefallen. Der Film erreicht zwar nicht die Qualität der Teile 2-3, aber gefiel mir minim besser als der erste Film. Letzterer ist für mich auch der schwächste Teil, der einzeln und für sich gesehen aus der Sammlung fliegen würde, nicht so jedoch die Fortsetzungen danach.

Der Film driftet hier zwar mehr und mehr in Richtung Komödie ab und vernachlässig die Action, aber das tut dem Spass keinen Abbruch. Der Humor erinnerte mich z.T. ans alte Hong King Kino und wer die Figuren aus den Teilen zuvor liebgewonnen hat – wie ein Klassentreffen fühlt es sich an, wenn man diese Film um Film wieder zu sehen bekommt, ist das einfach ein schönes Gefühl.

Diesmal sind die Belgier die Bösewichte (aber keine IS Terroristen) die herrlich überzeichnet werden – da spielt man gut mit Klischees und Stereotypen. Die Darsteller hatten sichtlich Spass an der Produktion und das Fussball-Setting mochte ich als Fussball-Fan auch. Ein Umstand, der nerven und/oder negativ ins Gewicht fallen könnte, wenn man Fussball hasst bzw. nicht mag.

Star Samy Naceri als Daniel der Taxifahrer wird im letzten Teil arg in den Hintergrund gedrängt. Seine Freundin kommt, glaube ich, gar nicht mehr vor. Es gibt auch kaum Taxiszenen zu sehen – in Erinnerung bleibt nur der Beginn, als er einen Fussballstar ins Fussballstadium fahren muss und kaum Zeit bleibt. Damit wird der prominente Einsatz von Sylvester Stallone als Stargast in Teil drei ersetzt.

Fazit: Wer die Reihe bisher mochte kann sich Teil vier bedenkenlos ansehen! Kurzweilige Unterhaltung garantiert, halt mehr Komödie statt Actionkomödie.

Infos:

O: T4xi

Frankreich 2007

R: Gérard Krawczyk

D: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Bernard Farcy, Emma Wiklund,Edouard Montoute

Laufzeit der deutschen DVD: 93:27 Min.

Gesehen am: Anfang Aug. 2018

Fassungen: Siehe Teil eins Taxi.

Donnerstag, 13. September 2018

Taxi 3 Review

Taxi 3

Story:

In Teil drei bekommen es Taxifahrer Daniel (Samy Naceri) und Cop Émilien (Frédéric Diefenthal) nebst Beziehungsproblemen mit der Weihnachtsmann Gang zu tun…

Meine Meinung:

Taxi 3 hat mir gut gefallen. Nicht so stark wie Teil zwei, aber besser als Teil eins. Man kennt die Figuren schon und das Wiedersehen mit alten bekannten, auch in Nebenrollen was die Figuren angehen, macht Spass. Dazu kommt, dass der Film einfach kurzweilig ist.

Es gibt zwar weniger Action in Form von Shoot-Outs oder Martial Arts, dafür mehr Stunts und Verfolgungsjagden. Man hat sich, sichtlich, an den James Bond Filmen orientiert. Dazu passen Vorspann, Story und das Finale im Schnee (das Schnee Setting wurde ja in vielen Filmen verwendet – so auch in First Strike mit Jackie Chan).

Die Effekte sind dabei aufwändig, auf billiges CGI wurde verzichtet. Der Vorspann ist amüsant (die Filme sind ja auch immer Komödien), nur auf den Hip-Hop Sound hätte verzichtet werden können. Das ungleiche Duo, welches jedem Buddy Film entsprungen sein könnte, und die Fans spätestens seit Teil zwei verzückte, sind auch hier wieder sympathisch anzusehen. Es stört auch nicht, dass sie in dem Film auch mit ihren Frauen Problemen haben – das bringt noch etwas Abwechslung ins Spiel.

Das Tempo ist hoch – es ist fast immer was los, Action und Komödie gehen Hand in Hand. Die Bösewichte sind hier, nach Deutschen (Teil eins) und der jap. Yakuza (Teil zwei) die Chinesen – welche als Weihnachtsmänner verkleidet Raubüberfälle durchführen. Angeführt werden sie von der extravaganten Bai Ling (Crank 2).

Fazit: Wer die ersten zwei mochte, kann sich Teil drei bedenkenlos ansehen und sollte eigentlich nicht gross enttäuscht werden! 

Gefolgt von: Taxi 4

Infos:

O: Taxi 3

Frankreich 2003

R: Gérard Krawczyk

D: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Bernard Farcy, Bai Ling

Laufzeit der deutschen DVD: 83:49 Min.

Gesehen am: 15.07.18

Fassungen: Siehe Teil 1!

Freitag, 24. August 2018

Taxi Taxi Review

   
Taxi Taxi

Story:

Taxifahrer Daniel Morales (Samy Naceri) und sein Freund und Polizist Émilien Coutant-Kerbalec (Frédéric Diefenthal) geraten in ein neues Abenteuer: ein japanischer Diplomat, der Frankreich und die Stadt besucht, wird von der Yakuza entführt. Daniel und Co. machen es sich zur Aufgabe, ihn zu befreien und der Yakuza das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

Taxi fand ich okay – aber ich dachte schon, dass ich die Box mit allen vier Teilen aus der Sammlung stellen werde da nur die Teile 1-2 wirklich gut sein sollen, die Teile drei und vier sehe ich als Bonus an. Und als sich Teil eins nur als okay herausstellte dachte ich schon: das wars gewesen mit der Reihe!

Glücklicherweise hat mir der zweite Teil in allen Belangen deutlich besser gefallen als Teil eins, so dass die Box nun definitiv in der Sammlung bleiben wird - auch falls die weiteren Fortsetzungen nicht gut sein sollten. Der Film ist einfach unterhaltsamer, hat weniger Längen, hat deutlich mehr, bessere und abwechslungsreichere Action, war deutlich aufwändiger (Stunts und Budget) und der Humor war ebenso deutlich besser.

Nebst den beiden Hauptfiguren (Daniel und Émilien) kehren auch andere Personen aus Teil eins zurück: die blonde Polizistin, der Polizeichef oder Daniels Freundin. Statt Deutsche wird nun das Klischee der Japaner als Bösewichte bedient. Macht definitiv viel Spass!

Die Story fackelt nicht lange (Figuren müssen nicht mehr eingeführt werden) und der Film ist quasi eine langgezogene Reise voller Stunts, Action, Humor und lustigen Sprüchen! Macht viel Spass!

Fazit: Wer von Teil eins enttäuscht war, sollte die Reihe noch nicht an den Nagel hängen – Teil zwei zu sichten, lohnt sich. 

Gefolgt von: Taxi 3

Infos:

O: Taxi 2

Frankreich 2000

R: Gérard Krawczyk

D: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Marion Cotillard, Emma Wiklund, Bernard Farcy

Laufzeit der deutschen DVD: 84:18 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Siehe Teil eins Taxi.

Donnerstag, 9. August 2018

Taxi Review

Taxi

Story:

Daniel Morales (Samy Naceri), der mit seinem umgebauten Flitzer Taxi fährt, hilft der Polizei (Frédéric Diefenthal) auf der Suche nach der «Mercedes Gang» (Bankräuber)…

Meine Meinung:

Die von Luc Besson produzierte Actionkomödie Taxi war Ende der 90er in Frankreich und darüber hinaus ein grosser Erfolg. Bis heute folgten vier Fortsetzungen (die neuste ist von 2018), ein US-Remake (2004) und auch eine US-TV Serie soll es noch geben.

Obwohl der Film Ende der 90er ein Hit war, kam er nie gross unter meinen Radar. Das Interesse war nicht gross vorhanden. Wenn ich evaluiere, kann ich nicht sagen warum. Nun habe ich den Film gesehen und fand diesen solide und kurzweilig, aber nichts Besonderes. Vielleicht auch genau deshalb, weil ich den Film in Jugendjahren verpasst habe und er somit keine «Kindheitserinnerung» darstellt und der Nostalgie-Bonus fehlt.

Vielleicht deshalb, weil danach ähnliche Actionfilmen kamen, die spektakulärer und mir sympathischer waren (The Transporter, ebenfalls von Luc Besson produziert, der zum Teil auch coole Auto-Actionszenen und Verfolgungsjagden liefert). Der Humor war zudem auch nicht immer toll.

Aber alles in allem kann Taxi gut geschaut werden. Man wird ohne Ansprüche kurzweilig unterhalten. Es gibt genug Action (aber auch hier: nichts Spezielles, nichts Spektakuläres), die sich mit Humor und dem Duo Samy Naceri (Das tödliche Wespennest) und Frédéric Diefenthal abwechseln und zugleich unterhalten.

Fazit: für mich nicht der grosse Klassiker, sondern «nur» ein solider Film, den man sich gut ansehen kann. Denke, zumindest Teil zwei wird das Niveau von Taxi halten können…

Gefolgt von: Taxi Taxi

Infos:

O: Taxi

Frankreich 1998

R: Gérard Pirès

D: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Marion Cotillard, Manuela Gourary, Emma Wiklund

Laufzeit der deutschen DVD: 85:52 Min.

Gesehen am: 28.05.18

Fassungen: Mir lag die Taxi Box mit den Teilen 1-4 von Tobis / Universum Film vor = Uncut, Deutsch/Franz. ohne Subs, gute Bild- und Tonqualität.