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Sonntag, 23. August 2026

Burial Ground

 

Burial Ground

Story:

Diverse Pärchen (Antonella Antinori, Mariangela Giordano, Karin Well) und ein Kind (Pietro Barzocchini) werden auf einem ländlichen Anwesen von Zombies angegriffen…

Meine Meinung:

Ein Raclette-Abendessen mit Freunden förderte im Gespräch den Italienischen Zombiefilm Burial Ground in Erinnerung. Besser bekannt als Die Rückkehr der Zombies. Der Film, der seit dem Jahr 2003 nach wie vor (in Deutschland) beschlagnahmt ist (!!!), ist in meinen Augen nebst Zombi 2 einer der besten Ital. Zombiefilme überhaupt. Heute, einen Tag nach dem Abendessen, sah ich mir den Film nach langer Zeit wieder an und war schlichtweg begeistert.

Ich hatte sehr grosse Freude an Andrea Bianchis (Die Rache des Paten) Zombiefilm. Der Plot ist simpel und der Film kommt schnell zur Sache. Füllszenen beinhalten erotisches Material der diversen Damen wie Antonella Antinori (Maya), Mariangela Giordano (Patrick Still Lives) oder Karin Well und die Figur Michael, gespielt von Pietro Barzocchini, gibt dem Film wunderbare schweinische Exploitation-Vibes, die Kultstatus geniessen. Für die Effekte zeichnete sich Gino De Rossi (City of the Living Dead, Piranha II: The Spawning, Cannibal Ferox) verantwortlich.

Die Spezialeffekte sind eine Wucht. Der Film war blutiger, als ich es in Erinnerung hatte. Teilweise wirkte der Film in seinen Effekten wie ein Zombie 2 oder The House by the Cemetery. Es wurde auch mit echten Tierinnereien gearbeitet, wie es oft in den Filmen von Lucio Fulci zu sehen war. Aber auch Maden, Würmer und Spinnweben sorgen für stimmungsvolle Zombie-Momente. Die Make-Up-Masken sind der Wahnsinn. Das Aussehen der Zombies unterscheidet sich von denen aus anderen Italo-Zombiefilmen. Der Film ist stimmungsvoll, da die Zombies klassisch langsam agieren und z.T. gibt es coole Ideen, wenn die Zombies z.B. auch Gegenstände benutzen (Äxte, Sensen), um ihre Opfer zu kriegen.

Fazit: Must See Titel für Zombie-Fans!

Infos:

O: Le Notti del terrore

Italien 1981

R: Andrea Bianchi

D: Antonella Antinori, Pietro Barzocchini, Mariangela Giordano, Karin Well

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 85:11 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von 88 Films vor = Wendecover, Booklet, Englisch oder Ital. mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Extras sind vor allem die geschnittenen Szenen (ohne Ton) interessant. In Deutsch gibt es den Film als Die Rückkehr der Zombies in Österreich von diversen Labels auf Blu-Ray (XT Video, Cinestrange Extreme). Die US-Blu-Ray von Severin Films hat zudem viele exklusive Interviews mit Cast und Crew.

Montag, 17. August 2026

Curse II: The Bite

Curse II: The Bite

Story:

Lisa (Jill Schoelen) und Clarks (J. Eddie Peck) Road-Trip wird zum Höllentrip, als Clark von einer Schlange gebissen und sich danach zu verändern beginnt…

Meine Meinung:

Curse II: The Bite ist die, wie es scheint, nicht offizielle «Fortsetzung» von The Curse aus dem Jahr 1987 (H.P. Lovecraft Story), für dessen Effekte sich Lucio Fulci auszeichnete (und er hat den Film mit produziert.). Eigentlich fast eine internationale Produktion. So verhält es sich auch mit Curse II: The Bite, dessen Herstellungsländer Italien, Japan, Holland sowie USA lauten. Regie führte Italiener Frederico Prosperi, der u.a. Wild Beasts produziert hat. Auch ein Horrorfilm mit Tieren. Ovidio G. Assonitis (Piranha II: The Spawning) hat den Film produziert. Zudem wurde der Film auch mit Geldern aus Japan finanziert.

Apropos Japan: Spezialeffekte-Künstler Screaming Mad George, der für Filme wie Faust: Love of the Damned, Predator, A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors, A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master, Bride of Re-Animator, Dentist II, The Guyver oder Necronomicon die Effekte und Make-Up Masken und Monster kreierte, war auch in Curse II: The Bite für die Effekte zuständig. Heute wurde bekannt, dass Screaming Mad George, bereits im Feb. dieses Jahres, verstorben ist. Ihm zu Ehren kam es zur Neusichtung von Curse II: The Bite. Vergleiche mit dem Vorgänger kann ich aktuell keine mehr anbringen.

Curse II: The Bite ist solide, aber kein Kracher. Der Film erzählt eine simple Story, die teilweise Motive des Backwood- wie auch Tierhorrorfilmes aufzeigt. Der Film nahm sich für meinen Geschmack etwas zu viel Zeit mit dem Plot. Etwas mehr Effekte und Horror wären schon am Anfang und Mittelteil wünschenswert gewesen. Die Musik empfand ich teilweise als etwas unspektakulär und billig. Die wenigen Effekte, die am Anfang und Mitte des Filmes präsentiert werden, waren auch etwas zu simpel und zu wenig abwechslungsreich. Zudem war der schmutzige Verband eklig und es gab einige eklige Szenen (als Clark damit während der Autofahrt zwischen den Beinen seiner Partnerin rumfummelt).

Dafür wird der Fan im Finale mit hervorragenden Effekten belohnt, die ich so nicht mehr in Erinnerung hatte. Verwandlungsszenen, Verfolgungsjagden, Ekel-Szenen, Fake- und echte Schlangen und teilweise hatte der Film HK-Black-Magic-Horror-Vibes, wenn Clark z.B. Baby-Schlangen erbricht. Es gibt einige herrlich fiese und widerwärtige Szenen. Vor allem wer Angst vor Schlangen hat, dem dürften einige dieser Sequenzen in Schockstarre versetzen. Toll. Es lohnt sich also, zu warten. Der Fan wird im Finale mit sehenswerten Effekten belohnt. Starke Arbeit von Screaming Mad George. Beim Cast hat vor allem Jill Schoelen gefallen, die Erfahrungen im Genre vorzuweisen hat (Chiller, The Stepfather, Cutting Class, The Phantom of the Opera, Popcorn).

Fazit: Tolles Finale!

Gefolgt von: Panga

Infos:

O: Curse II: The Bite

Italien, Japan, Niederlande, USA 1989

R: Frederico Prosperi

D: Jill Schoelen, J. Eddie Peck, Jamie Farr, Savina Gersak, Marianne Muellerleile, Bo Svenson

Laufzeit der US-DVD: Ca. 98 Min.

Gesehen am: Dez. 2007 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-DVD von MGM/20th Century Fox. Beide «The Curse» Filme auf einer Flipper-DVD. Uncut, O-Ton, englische Subs, solide Bild- und Tonqualität (Vollbild). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (UK, US). In Deutschland bisher nur auf DVD (The Bite). In Deutsch oder Englisch ohne Subs.

Freitag, 24. Juli 2026

Das Syndikat des Grauens




Das Syndikat des Grauens

Story:

Zigarettenschmuggler (u.a. Fabio Testi, Saverio Marconi) aus Neapel werden von einem Gangsterboss aus Marseille (Marcel Bozzuffi), der in Neapel mit Rauschgift dealen möchte, angegriffen…

Meine Meinung:

Das Syndikat des Grauens ist ein kleiner, legendärer Poliziotteschi, der von keinem geringeren als Lucio Fulci stammt. Der Godfather of Gore hat nicht nur seine Zombie- und Horrorfilme (Zombi 2, City of the Living Dead, House by the Cemetery, The Beyond) gedreht, sondern war auch in anderen Genres wie dem Giallo (Lizard in a Woman's Skin), dem Italo-Western (Verdammt zu leben – verdammt zu sterben) oder Endzeitfilmen (Conquest) beheimatet. Selbst Krimis (Der New York Ripper, Don't Torture a Duckling) waren dabei. Das Syndikat des Grauens hatte, auch aufgrund seines mehrjährigen Verbots in Deutschland, unter Splatter- und Horrorfans einen gewissen Ruf.

Mag Das Syndikat des Grauens inhaltlich keine grosse Originalität bieten, so gibt es immerhin einen soliden, einfach zu folgenden und unterhaltsamen Plot. Ein neuer Gangster will sich vor Ort etablieren und räumt die Konkurrenz aus dem Weg. Die Musik steuerte Fabio Frizzi (A Cat in the Brain, Der Gorilla) bei und die Hauptrollen spielen Fabio Testi (Dealer Connection – Die Strasse des Heroins, Orgie des Todes, Cosa avete fatto a Solange?), Saverio Marconi sowie Marcel Bozzuffi. Porno-Darstellerin Ajita Wilson ist in einer Nebenrolle zu sehen. Sie war dazumal oft im europäischen Kino zu sehen (z.B. in Macumba Sexual, Sadomania oder Hotel Paradise). Lucio Fulci legt im Finale als einer der alten Bosse einen Gastauftritt hin.

Durch die Drehorte in Neapel und die Settings im Meer (z.B. die lange Verfolgungsjagd zu Beginn oder später die Beerdigungszeremonie) hebt sich der Film von anderen Italo-Filmen dieser Zeit ab. Neapel wirkt stimmungsvoll und authentisch. Die Darsteller machen ihre Sache alle ordentlich und die deutsche Synchronisation ist mehr als gelungen und wertet den Film mit einigen herrlichen Dialogen, die zum Schmunzeln anregen, weiter auf (es handelt sich um eine Qualitäts-Synchro von Schier). Für die herausragenden Splatter-Effekte (sind wirklich paar ganz derbe Dinger dabei) waren Franco Di Girolamo, Germano Natali sowie Roberto Pace zuständig. Die haben viel Erfahrung in Sachen Effekten (u.a. für Produktionen wie Zombie Holocaust, Deep Red oder Zombie 3).

Fazit: Für Lucio Fulci, Splatter- sowie Fans des Poliziotteschi-Genres zu empfehlen!

Infos:

O: Luca il Contrabbandiere

Italien 1980

R: Lucio Fulci

D: Fabio Testi, Ajita Wilson, Saverio Marconi, Marcel Bozzuffi, Ivana Monti, Cintia Lodetti, Enrico Maisto, Tommaso Palladino

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:49 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Ich habe die UK-DVD von Shameless Screen Entertainment in der Sammlung da schickes Artwork welches von Fabio Frizzi am BIFFF signiert wurde. Für diese Neusichtung lag mir hingegen die deutsche Blu-Ray von filmArt vor = Booklet, Deutsch/Englisch/Ital. mit Untertiteln (die deutsche Synchronisation ist hervorragend und einige der Dialoge regen zum Schmunzeln an), Uncut und nicht mehr beschlagnahmt (das Verbot wurde vor einigen Jahren aufgehoben) und in Sachen Bild- und Tonqualität weiss die Blu-Ray auch zu gefallen. Das ca. 10minütige Interview mit Uwe Schier ist sehenswert.

Samstag, 11. Juli 2026

Sleep No More

NIFFF 2026 Spezial

Sleep No More

Story:

Nach dem Tod ihrer Mutter, die in einer Perückenfabrik arbeitete, beginnen deren Töchter zu ermitteln und stellen fest, dass es in der Perückenfabrik schon diverse mysteriöse Todesfälle gab…

Meine Meinung:

Sleep No More ist ein wirklich interessanter Film. Ich war schon erstaunt, als ich las, dass sich der Regisseur nur «Edwin» nennt. Von Edwin kenne ich keine anderen Filme. Neue indonesische Horrorfilme sah ich in den letzten Jahren, vor allem auf Filmfestivals oder auch Zuhause (vor allem Remakes von Rapi Films Klassikern), schon einige. Die meisten haben mich nicht überzeugt und taugten nur für eine Sichtung und/oder fanden erst gar nicht den Weg in die Sammlung.

Sleep No More ist wahrscheinlich der beste neue indonesische Horrorfilm, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Das aufgrund der fantasievollen und innovativen Story, die sich erst Mal von anderen Geister-Filmen aus Indonesien abhebt. Es muss auch klar gesagt werden, dass es viele Dinge gibt, die im Film nicht erklärt werden und die übernatürlich und phantastisch sind. Das dürfte nicht allen gefallen. Stark waren handgemachte Monster- und Verwandlungsszenen, die ich in dem Film nicht erwartet hätte.

Als ich die Kreatur im Finale sah, war das einfach nur schön. Wobei es schon zuvor viele praktische Effekte zu sehen gibt. In einzelnen Momenten fühlte ich mich an Filme wie Exte: Hair Extensions, Das Ding aus einer anderen Welt, Bride of Re-Animator, Seeding of a Ghost sowie Street Trash erinnert. Und das heisst schon was. Toll war auch, wie schnell der Film nach seiner inhaltlichen Abschliessung, endet. Sofort wie zu guten alten Shaw Brothers Zeiten. Kein langes blablabla. Die Darsteller waren solide bis gut. Inhaltlich gibt es eine sozialkritische Note à la Species (Kritik an den Arbeitsbedingungen).

Fazit: Nicht uninteressant!

Infos:

O: Monster Pabrik Rambut

Indonesien, Singapur, Japan, Deutschland, Frankreich 2026

R: Edwin

D: Rachel Amanda, Lutesha, Iqbaal Dhiafakhri Ramadhan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 96 Min.

Gesehen am: NIFFF 2026

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2026 im Originalton und ggf. mit englischen Untertiteln. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juli 2026).

Freitag, 29. Mai 2026

Der Blob

Der Blob

Story:

Ein militärisches Experiment schlägt fehl = Der Blob droht die Einwohner (Kevin Dillon, Shawnee Smith) einer Kleinstadt zu vertilgen…

Meine Meinung:

Der Blob ist eine Kindheit/Jugenderinnerung von mir und damit mit viel Nostalgie verbunden. Der Film von Chuck Russell (A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors) ist ein Remake des Ende des 50er Jahre Filmes The Blob. Dieses sah ich nie (glaube ich) und muss sagen, dass mich dieses auch nicht interessiert (so alte Filme sagen mir i.d.R. kaum zu). Damit gleicht Der Blob John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt. Wie in diesem überzeugen in Der Blob auch die phänomenalen Effekte- und Make-Up-Sequenzen.

Die Monster- Schleim- und Zersetzungs- und Splatter-Effekte in Der Blob sind der Wahnsinn. Da einzelne Namen rauszupicken, die dafür verantwortlich waren, ist kaum möglich, bei der schier grossen Auswahl an Personen, die an den Effekten gearbeitet haben. Auf jeden Fall sind es absolut sehenswerte Effekte und Horrorfans werden voll auf ihre Kosten kommen. Zudem mag ich die 80er Jahre sowie die typische US-Kleinstadt-Stimmung, in der jeder jeden kennt. So was mag ich einfach. Der Film hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde unterhalten. Dazu kommt, dass mir die Mehrheit der Figuren gefällt. Diese sind, bis in die kleinsten Rollen, toll gewählt und wirken authentisch. Oder zumindest so, wie ich mir das vorstellen würde.

Kevin Dillon (der Haarverlängerungen trug) und Shawnee Smith (Summer School, Saw X) geben ein sympathisches Duo ab. Als Zuschauer fiebert man mit ihnen mit. Was die Figuren angehen, gibt es zwei Überraschungen. Zum einen, dass die von Donovan Leitch gespielte Figur, die zuerst als Hauptfigur eingeführt wird, ein schnelles Ende findet und dann die Szene mit Eddie in der Kanalisation. Das war für einen US-Mainstream Film ungewöhnlich, auch wenn es nicht immer ganz ausgeschlossen werden kann (siehe die Swimming-Pool Szene mit dem Kind in Der Horror-Alligator). Und als Twin Peaks Fan war es eine nette Überraschung, Jack Nance (Blue Velvet) in einem Gastauftritt erleben zu dürfen. Cool.

Fazit: Für mich der beste «Blob»!

Infos:

O: The Blob

USA 1988

R: Chuck Russell

D: Kevin Dillon, Shawnee Smith, Jeffrey DeMunn, Joe Seneca, Del Close, Donovan Leitch, Paul McCrane, Jack Nance

Laufzeit der deutschen DVD: 91:02 Min.

Gesehen am: Kind- oder Jugendzeit / Neusichtung: 29.05.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Columbia TriStar (Horror Box zusammen mit Ghosts of Mars und Candyman’s Fluch) = Uncut, Deutsch/Englisch (die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen), gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es in Deutschland inzwischen auch auf Blu-Ray.

Samstag, 16. Mai 2026

Total Recall

Total Recall

Story:

Bauarbeiter Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) plant einen Erinnerungsurlaub (implantiert und sich echt anfühlend). Doch es gibt Probleme und kurze Zeit später wird Douglas Quaid von diversen Personen (Sharon Stone, Michael Ironside, Michael Champion, Robert Costanzo) gejagt und muss um sein Leben kämpfen…

Meine Meinung:

Total Recall ist einer der besten Filme von Paul Verhoeven (Starship Troopers, Benedetta, Flesh + Blood) und mit Arnold Schwarzenegger (Running Man, Terminator 2: Judgment Day, Red Heat). Beide waren damals auf ihrem Karrierehöhepunkt und der Mix aus Sci-Fi und Action sorgt für pausenlose, spektakuläre und höchst abwechslungsreiche und amüsante Unterhaltung. Jede Szene mit Arnie ist ein Genuss. Bei Total Recall, der später ein unnötiges Remake erfuhrt, handelt es sich um einen Big-Budget-Blockbuster.

Der Film stellt praktisch von Anfang an bis zu seinem Ende eine Verfolgungsjagd dar, in der oft mit der Frage, ist das Gezeigte real oder nicht, gespielt wird. Kosten wurden keine gescheut und die Effekte (Raumschiffe, der Mars, Make-Up-Masken, Mutanten) sind sehenswert. Das nötige Kleingeld war vorhanden, was dem Film auch heute noch anzusehen ist. Für die spektakulären Make-Up Masken und blutigen Shoot-Outs war Maskenbildner Rob Bottin (Maniac, The Thing, Piranha, Deep Rising) zuständig. Allgemein ist der Film relativ blutig ausgefallen. Auch Sci-Fi Fans dürften aufgrund des Mars als Setting auf ihre Kosten kommen.

Die Actionszenen bestehen mehrheitlich aus (z.T. sehr blutigen) Shoot-Outs, Explosionen, Stunts, Verfolgungsjagden und kleineren Prügeleien. Arnold Schwarzenegger macht in den Actionszenen eine sehr gute Figur. So auch Sharon Stone (Nico, Nobody 2), die Sexappell in den Film bringt. Michael Ironside (Scanners, Watchers, Red Scorpion 2) gibt einen wunderbaren Fiesling ab. Ronny Cox (Beim Sterben ist jeder der Erste, Beverly Hills Cop) spielte auch in anderen Filmen von Paul Verhoeven mit (z.B. RoboCop). Allgemein sind es bekannte Namen und Gesichter, die ihm Film vor der Kamera stehen und sie überzeugen. Der passende Score von Jerry Goldsmith (The Omen, Rambo, Gremlins) ist ebenfalls toll.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Total Recall

USA 1990

R: Paul Verhoeven

D: Arnold Schwarzenegger, Sharon Stone, Michael Ironside, Michael Champion, Robert Costanzo, Rachel Ticotin, Ronny Cox, Marshall Bell, Mel Johnson Jr., Roy Brocksmith

Laufzeit der UK-DVD: 108:37 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Momentum vor = Kinofassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Untertiteloptionen. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Den Film gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray und UHD. Der Film wurde für die US-Kinofreigabe zensiert. Eine richtige Uncut Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2026).

Donnerstag, 14. Mai 2026

Class of 1999

Class of 1999

Story:

1999:

Unter der Leitung von Dr. Bob Forrest (Stacy Keach) werden Roboter (Patrick Kilpatrick, Pam Grier, John P. Ryan) als Lehrer eingestellt, um das Gewaltproblem an Schulen zu lösen. Doch als es unter den Schülern zu Toten kommt, will der Rektor (Malcolm McDowell) das Programm stoppen während sich die Roboter-Lehrer mit Gang-Anführer Cody (Bradley Gregg) anlegen…

Meine Meinung:

Mark L. Lester (Showdown in Little Tokyo, Commando, Truck Stop Women) tut es wieder. Nach seinem Class of 1984 aus dem Jahr 1982 drehte er acht Jahre später diese Fortsetzung/Remake. Der Film spielt in einer leicht entfernten Zukunft (1999), in denen das Land vor Ganggewalt erschüttert wird. Mark L. Lester verbindet somit Motive des Sci-Fi-Filmes (Roboter) mit den Themen B-Action und Selbstjustiz. Erneut spielt sich der Plot mehrheitlich in einer Schule und in Klassenräumen ab. Class of 1999 ist ein sehr unterhaltsamer B-Actionfilm.

Ich sah den Film ewig nicht. Ich mag Selbstjustiz-Inhalte und diese klassischen, kitschigen Filme, in denen klischeehafte Figuren das bekommen, was sie verdienen. Natürlich wird alles mit einem grossen Augenzwinkern und viel Overacting erzählt. Die Figuren, speziell die Gangs, könnten aus Troma-Filmen stammen. Der Inhalt ist spassig, mehr oder weniger unterhaltsam und regt zum Schmunzeln an. Für einen B-Actionfilm gibt es im Verlauf auch bessere Actionmomente, als erwartet (Stunts und Explosionen mit echtem Feuer).

Dass Mark L. Lester ansonsten im Actionfilm Zuhause ist, sieht man der Produktion jede Sekunde an. Die Roboter-Effekte, die selbstverständlich an Terminator, Nemesis und Co. erinnern, sehen für diese Art Film sehr gut aus. Die Make-Up-Effekte, speziell im Finale, sind cool. Die drei Lehrer sind die heimlichen Stars des Filmes und werden überzeugend vom Trio Patrick Kilpatrick (The Toxic Avenger, The Cellar, Alarmstufe: Rot 2), Pam Grier (Coffy, Nico, Pet Sematary: Bloodlines) sowie John P. Ryan (Futureworld, Death Wish 4: The Crackdown) gespielt.

Die Jungschauspieler fallen im Vergleich mit den älteren Kollegen etwas ab. In grossen Nebenrollen sind sogar noch bekannte Namen wie Malcolm McDowell (, Halloween, 31, Halloween II) sowie Stacy Keach (Slave of the Cannibal God) zu sehen. Für die tollen Effekte waren u.a. Eric Allard und Rick Stratton zuständig. Die haben ihr Können in vielen Filmen unter Beweis gestellt (Sleepwalkers, Windtalkers, Alien: Resurrection, Demolition Man). Auf diversen Blu-Ray Fassungen geben sie zudem exklusiven Einblick in ihre Arbeit in Class of 1999.

Fazit: Für Mark L. Lester Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Class of 1999 Part II

Infos:

O: Class of 1999

USA 1990

R: Mark L. Lester

D: Stacy Keach, Bradley Gregg, Malcolm McDowell, Patrick Kilpatrick, Pam Grier, John P. Ryan, Traci Lind, Joshua John Miller, Darren E. Burrows, Sharon Wyatt

Laufzeit der jap. DVD: 96:02 Min.

Gesehen am: 22.12.2004 / Neusichtung am: 14.05.26

Fassungen: Mir lag die japanische DVD von Beam Entertainment vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, nicht anamorph, Englisch/Japanisch ohne englische Untertitel. Inzwischen gibt es davon auf DVD sowie Blu-Ray sicherlich qualitativ (Bildformat, Untertitel, Bildqualität, exklusive Extras) bessere Alternativen (Vestron Video / Lionsgate, Nameless).

Mittwoch, 13. Mai 2026

Godzilla vs. Hedorah

Godzilla vs. Hedorah

Story:

Aus den Folgen der Umweltverschmutzung entsteht das Monster Hedorah. Godzilla sagt der Kreatur den Kampf an…

Meine Meinung:

Die grosse Mehrheit der Godzilla Filme sah ich bisher nur einmal. Zeit, dass nach und nach zu ändern. Nach einer Diskussion mit dem Kumpel sah ich mir heute Abend Godzilla vs. Hedorah an. Den Godzilla mit Öko-Botschaft. Und ich muss sagen, dass mir dieser Beitrag zur langlebigen Reihe sehr gut gefallen hat. Warum Regisseur Yoshimitsu Banno danach keine weiteren Filme mehr drehte, ist mir nicht bekannt.

Fakt ist, dass Godzilla vs. Hedorah einige Punkte bietet, die interessant sind. Ob diese gefallen oder nicht, ist Geschmackssache. Mir haben sie gefallen. Der Film wirkt dunkel und düster. Mit wenigen Ausnahmen wird auf Humor verzichtet. Natürlich gibt es einige komische Momente (fliegender Godzilla im Finale), aber im Grossen und Ganzen ist der Film erwachsener als andere Godzilla-Werke. Dazu passen dann auch ein höherer Bodycount sowie Skelette der Opfer oder aus dem Schädel entfernte Augen. Durch die vielen dunklen Szenen wirkt der Film zudem stimmungsvoll.

Dazu kommt, dass der Film teilweise sehr psychedelisch wirkt. Wie ein Fiebertraum. Auch die Musik war sonderbar und dann gibt es noch schräge Animationen, die in den Film eingeflossen sind. Das, und die Tatsache, dass der Film sehr viele Monster-Kämpfe bietet, machte den Film für meinen Geschmack sehr unterhaltsam und sehr sehenswert. Es geht eigentlich von Anfang an schnell zur Sache und die Figuren sind hier definitiv nur «Ballast». Hauptaugenmerk sind die zwei kämpfenden Monster. Und die Effekte sind, wie immer, sehr cool anzusehen. Hedorah ist definitiv ein vielversprechender Gegner mit einigen coolen Gimmicks.

Fazit: Für Godzilla-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Godzilla vs. Gigan

Infos:

O: Gojira tai Hedora

Japan 1971

R: Yoshimitsu Banno

D: Akira Yamauchi, Toshie Kimura, Hiroyuki Kawase, Keiko Mari, Toshio Shiba, Yukihiko Gondo

Laufzeit der US-DVD: 85:43 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: 13.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs. Gibt es in Deutschland als Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster auf Blu-Ray.

Sonntag, 26. April 2026

Deathstalker

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Deathstalker

Story:

Der Deathstalker (Daniel Bernhardt) kommt in den Besitz eines Amuletts. Auf dieses haben es etliche Monster und Geschöpfe abgesehen. Derweil macht sich der Deathstalker zusammen mit Freunden (Christina Orjalo, Laurie Field) auf den Weg, das Königreich zu retten…

Meine Meinung:

Auf Deathstalker freute ich mich am diesjährigen Filmfestival. Es war auch einer der wenigen Titel, die mir im Voraus schon ein Begriff waren. Vor kurzem wurde der Film nämlich von Shout Factory auf Blu-Ray veröffentlicht und der Film stand so oder so auf meiner Wunschliste. Daher war der Kinobesuch eine beschlossene Sache. Deathstalker ist ein Remake eine Roger Corman Trash-Produktion, der dazumal nach dem Erfolg von Conan der Barbar ins Leben gerufen wurde und es auf drei Fortsetzungen brachte. Regie führte Steven Kostanski.

Steven Kostanski dürfte Horrorfans ein Begriff sein. Er realisierte nicht uninteressante Filme wie The Void, Leprechaun Returns, Father’s Day oder Manborg.  Zudem ist Steven Kostanski auch ein Spezialeffekte und Make-Up-Künstler (für etliche Produktionen, in denen er selbst Regie führte oder für Filme wie In a Violent Nature oder Scared Shitless). So erhoffte ich mir in Deathstalker auch die ein oder anderen sehenswerten Effekte und Monstermasken. Und als zweites Leckerli ist der Schweizer Daniel Bernhardt (Nobody, Nobody 2, John Wick) als Deathstalker in der Hauptrolle zu sehen.

Ich kenne keinen der Original-Deathstalker Filme. Mir hat dieser neue Deathstalker gut gefallen. Aus einer neutralen Position gibt es ggf. Punkte, die kritisiert werden könnten (keine Nacktszenen, zu lustig, die Musik fand ich unauffällig). Mich haben diese Punkte aber alle nicht gestört. Der Film war unterhaltsam und wie nicht anders erwartet gibt es etliche coole Monster-Effekte, Kostüme, Make-Up Masken und roter Lebenssaft zu sehen, der vergossen wird. Alle Effekte hatten Charme und das eine Monster hat mich sogar an einen Boss aus einem möglichen SNES-Game erinnert. Toller Retro-Charme. Daniel Bernhardt war solide, auch wenn er nicht allzu viel von seinen Martial Arts Künsten zeigen darf.

Fazit: Auf Steven Kostanski ist Verlass! Wer Genres à la Conen der Barbar und Co. mag, dürfte mit Deathstalker viel Freude haben!

Infos:

O: Deathstalker

Kanada, USA 2025

R: Steven Kostanski

D: Daniel Bernhardt, Christina Orjalo, Paul Lazenby, Nina Bergman, Laurie Field

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Den Film gibt es seit Mitte Feb. in den USA und Kanada auf Blu-Ray. Es gibt noch keine deutsche Fassung (Stand: April 2026). 

Samstag, 25. April 2026

Häxan

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Häxan

Inhalt inklusive meiner Meinung (Brugggore Filmfestival 2026 Version):

Bei Häxan handelt es sich um einen 20er Jahre Stummfilmklassiker aus Schweden/Dänemark. Der Film war dazumal eine der teuersten skandinavischen Filme aller Zeiten, der in vielen Ländern mit Zensurauflagen und Verboten zu kämpfen hatte. Der Film ist kein Spielfilm, sondern gibt sich als (fiktive) Dokumentation über Hexen. Präsentiert wird der Inhalt in sieben Kapiteln. Die Musik, für diese am Brugggore Filmfestival aufgeführte Version, steuerte die Musikerin Anna Murphy bei.

Wie bei vielen anderen Stummfilmen ist die Originalmusik nicht mehr vorhanden (die Filme wurden ohne Ton gedreht). Und wie bei vielen anderen Stummfilmen wurde die Originalversion erst spät entdeckt, was zur Folge hat, dass es zig Schnittfassungen mit unterschiedlichen Kommentaren, Laufzeiten und Musikbeilagen gibt. Die US-Version namens Witchcraft Through the Ages wurde z.B. von Autor William S. Burroughs (Naked Lunch) kommentiert.

Ich bin kein allzu grosser Fan von Stummfilmen. Aber als ich den Trailer zu Häxan sah, überlegte ich mir einen Blindkauf des Tickets, da eben auch interessant da Live-Musik-Vertonung zum Film. Der Trailer zeigte zu 90% nur Effekte: Make-Up-Masken, Teufel, Darstellungen der Höllen, Hexen-Settings. Und dazu wunderschöne, stimmungsvolle und düstere Bilder. Das war der ausschlaggebende Grund, warum ich das Ticket gekauft habe. Die Vorstellung, die scheinbar ausgebucht war, war sehenswert. Häxan war nebst Higuma!! The Killer Bear der bisher beste Film am diesjährigen Filmfestival.

Der Film kommt in der Tat wie eine Doku daher. Die ersten sechs Kapitel waren die besten. Ich liebe Darstellungen der Hölle und solche alten Bilder und Zeichnungen. Davon gab es jede Menge zu sehen und der Zuschauer wird mit echten Hintergrundinfos zur Hexenzeit gefüttert. Damit und mit den charmanten, coolen und starken Effekten und Höllen- und Teufel-Darstellungen hatte mich der Film schnell gewonnen. Auch als echte Darsteller ins Spiel kommen, wird Häxan nicht uninteressanter. Für mich spielen sie nur das wieder, was zuvor theoretisch erklärt wurde. Das Ganze hat für mich keinen echten Spielfilmcharakter und ich denke der dokumentarische Inszenierungsstil half, dass mir Häxan so gut gefiel.

Die Effekte, Kostüme, Settings und Requisiten sind der Wahnsinn, vor allem wenn man bedenkt, dass der Film schon über 100 Jahre alt ist. Unglaublich. Die Darsteller sind eher Beilagen und nicht wirklich der Rede wert. Das letzte Kapitel war vielleicht das schwächte, weil dazumal in der Gegenwart erzählend (über die hysterische Frau und Wahrsagerinnen etc.). Das war auch das kürzeste Kapitel. Ich weiss nicht ob dort durch das Festival ggf. Straffungen vorgenommen wurden, aber gut möglich da weniger interessant als die vorherigen Hexen-Inhalte.

Fazit: Zu Recht ein grosser Klassiker, der es auch auf meine Wunschliste schafft!

Infos:

O: Häxan

Schweden, Dänemark 1922

R: Benjamin Christensen

D: Maren Pedersen, Clara Pontoppidan, Elith Pio, Oscar Stribolt

Laufzeit der Brugggore Filmfestival Version: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival mit deutschen Untertiteln und Live-Musik von Anna Murphy (= Musikerin und Tontechnikerin). Zu Grunde lag der Print von The Criterion Collection, wobei die Festivalveranstalter zwei längere Passagen zu Straffungszwecken entfernt haben. Die Straffungen fielen nicht auf und die Bildqualität war fantastisch. Wer eine Blu-Ray möchte, wird in England (Radiance Films) oder den USA (The Criterion Collection) fündig. Dort sind unterschiedliche Film- und Vertonungen zum Film vorhanden. In Deutschland gibt es keine Heim-Medium Fassung. Der Film lief im Free-TV (u.a. Deutsch eingesprochen aber zensiert = 79 Minuten) und kann gestreamt werden (Englische Subs).

Fuck My Son!

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Fuck My Son!

Story:

Eine Frau (Robert Longstreet) entführt eine Mutter (Tipper Newton) und deren Tochter (Kynzie Colmery) und zwingt die Mutter, ihren schwer behinderten, deformierten Sohn (Steve Little) zu entjungfern…

Meine Meinung:

Auf Fuck My Son! war ich sehr gespannt. Warum? Im Trailer sah ich Ekelszenen und handgemachte Effekte, zudem hörte sich der Inhalt sehr provokant, makaber und schwarzhumorig an. Durchaus sehr gewagte Themen, die Fuck My Son! da angeht. Dass es sich sogar um eine Comic-Verfilmung handelt, war mir nicht bewusst. Für ein Filmfestival ist ein solches Werk natürlich ein gefundenes Fressen. Aber selbst hier hatte es Zuschauer, die die Vorstellung verlassen haben (aber nur sehr wenige). Der Geschmack des Filmes ist schlecht. Peter Jacksons Filmtitel «Bad Taste» kommt mir da als Vergleich in den Sinn.

Der Film ist eine groteske Ekel-Horror-Komödie, die bewusst provozieren will. Da ich die Comics nicht kenne, kann ich nicht vergleichen. Im Abspann gibt es noch einige Bilder aus dem Comic zu sehen. Diese Vergleiche scheinen gut gelungen zu sein. Ansonsten erinnert der Film auch etwas ans Backwood-Kino, was nicht überrascht, da sich Regisseur Todd Rohal auch von Blutgericht in Texas inspirieren liess. Der Retro-Stil gefiel. Die anderen Einschübe (der Anfang des Filmes) und die digitalen Zwischensequenzen (mit den Fleischfiguren, dem «Himmel» oder schräge Musik- und Nackteinlagen) waren teilweise schräg und, so wie ich jetzt gelesen habe, auch AI zu verdanken. Die wirkten teilweise schon auch unpassend, fand ich.

Die Darsteller haben ihre Sache alle ordentlich gemacht. Mutige Rollen, denn der Inhalt wird nicht allen schmecken. Ich kenne niemanden aus der Produktion. Auf jeden Fall war der Film eine tolle Wahl für eine Art «Midnight Screening» am Brugggore Filmfestival. Das Kino war zwar nicht voll, aber das war die bisher beste Stimmung welche ich am diesjährigen Filmfest erlebt habe. Das Publikum hat viel gelacht. Die Ekelszenen waren hübsch innovativ und wenn man meint, schon das höchste Level erreicht zu haben, kommt was Neues dazu. Für die handgemachten Effekte und das eklige Aussehen des Jungen zeichnete sich Robert Kurtzman (Wishmaster, Nightwish, Vampire) zuständig. Etwas schade ist, dass im Finale auch noch digitale Effekte zum Einsatz kommen (bei den Shoot-Outs). Das kann aber auch als Stilmittel so gewollt gewesen sein. Der digitale Vorspann (Fleisch und Würste) fand ich gewöhnungsbedürftig und schräg war, dass die Entführte, trotz der Tatsache, dass sie den Sohn «entjungfern musste», nie nackt zu sehen war (typisch Amerikaner, trotz dem derben Inhalt gleichzeitig prüde).

Fazit: Mutig, eklig, lustig und abgefahren! Der perfekte Festival-Film!

Infos:

O: Fuck My Son!

USA 2025

R: Todd Rohal

D: Tipper Newton, Steve Little, Robert Longstreet, Kynzie Colmery, George Sample III

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 94 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Freitag, 24. April 2026

Higuma!! The Killer Bear

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Higuma!! The Killer Bear

Story:

Nach dem Suizid seines Vaters und den Schulden seiner Mutter gerät Fuku (Fuku Suzuki) in illegale Geschäfte, um schnell viel Geld zu verdienen. Als Wan (Wan Marui) einen Diamanten, der für den Boss gedacht ist, stiehlt, soll sie im Wald exekutiert und vergraben werden. Doch ausgerechnet dann taucht ein Bär auf und Fuku, Wan und Co. kämpfen ums Überleben…

Meine Meinung:

Ein japanischer Tierhorrorfilm mit einem Monster-Bär? Tolles Plakat und angeblich alles practical effects? Den musste ich mir am Filmfest geben! Nach dem Durchzappen des Trailers war ich hingegen skeptisch. Was Japan und Bären angehen, steht zudem noch der Sonny Chiba Streifen Yellow Fangs auf meiner zu langen Wunschliste. Higuma!! The Killer Bear ist der bisher beste Film am diesjährigen Filmfestival und meine Skepsis war unbegründet. Endlich habe ich den ersten Kracher, der es auf meine Wunschliste schafft.

Der Hauptgrund ist natürlich der Monster-Bär. Der sieht einfach nur cool und charmant aus. Und nichts mit CGI (nur wie er am Ende rennt, sah ggf. danach aus). Da wird, im Gegensatz zu klassischen Tierhorrorfilmen, auch nicht zugewartet, sondern gleich in seiner ersten Szene sehen wir den Bären in seiner vollen Pracht. Der Bär, der oft auch mehr wie eine grosse, etwas fette Katze aussieht, bewegt sich schwerfällig wie Godzilla und stösst Laute aus, die genauso gut von der grossen Echse stammen könnten. Da hatte mich der Film schon gewonnen.

Der Film startet auch sympathisch mit Fuku Suzuki als Videospielentwickler, der seiner Mutter das neuste Videospiel vorführt. Zudem ist die von Fuku Suzuki ein Katzen-Fan und eine sympathische Figur. Mit der Rahmenhandlung um den Suizid seines Vaters und dem Druck der Mutter, da Schulden, hat der Film auch mehr Gefühl und Herz, als erwartet. Danach startet Fuku Suzukis Gangster-Karriere und ca. 30 Minuten später, nachdem die Figuren eingeführt und die Ausgangslage klar sind, erscheint der Bär (und auch erst dann die Titeleinblendung, und was für eine!).

Mit Wan Marui hat der Film eine gute Komponente zu Fuku Suzuki gefunden. Auch sie ist sympathisch und bringt, zumindest in den Gangster-Momenten, einen Anflug von Action (Martial Arts) in den Film. Der Film bietet auch einige schöne, handgemachte Splattereffekte. Auf Dauer sieht man dem Film an, dass das Budget nicht unendlich war, da viele Taten dann fast nur noch im off screen stattfanden. Das wird vor allem im Finale deutlich, wo eine ganze Gruppe von Gangstern als Kanonenfutter präsentiert wird, aber nur ein «Mord» wird gezeigt.

Das kann ich dem Film aber verzeihen, denn jede Szene mit dem Bären liess mich lächeln und schmunzeln. Dazu kommen die sympathischen Figuren, Splattereffekte und toller, amüsanter Humor. Es gab viel zu lachen und der Film war, vielleicht wenn er hier und da auch etwas zu lang anmutete, sehenswert und kommt mit viel Herzblut daher. Das Einzige, was ich dem Film ankreiden kann, ist das Finale d.h. wie der Bär besiegt wird. Die Szene wird teilweise im Trailer gezeigt und das sah halt schon einfach irgendwie billig und künstlich aus (auch mit GCI?). Zudem sehr unspektakulär.

Fazit: Fans von Tierhorror- und japanischen Monsterfilmen können sich freuen!

Infos:

O: ヒグマ!!

Japan 2026

R: Eisuke Naitô

D: Fuku Suzuki, Wan Marui, Takashi Ukaji

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 100 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Japanisch mit Untertiteln. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Mittwoch, 22. April 2026

Frankie, Maniac Woman

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Frankie, Maniac Woman

Story:

Frankie Ramirez (Dina Silva) Traum ist es, in L.A. als Sängerin Fuss zu fassen und eine Karriere zu starten. Die Stimme dazu hätte sie, jedoch nicht das gewünschte Aussehen. Massnahmen zur Gewichtsreduktion sind nicht erfolgreich und somit bleibt der Erfolg aus. Als sie sich suizidieren möchte, erscheint der Teufel (Regisseur Pierre Tsigaridis persönlich) und nimmt von ihr Besitz. Danach begibt sich Frankie auf einen blutigen Rachefeldzug an der Gesellschaft…

Meine Meinung:

Pierre Tsigaridis, Regisseur von Traumatika, kehrt mit seiner neusten Indie-Produktion Frankie, Maniac Woman auf die grosse Leiwand d.h. das Brugggore Filmfestival zurück. Als ich den Film für das diesjährige Filmfestival buchte, gab es dazumal noch keinen Trailer. Also eine Art «Blinddate». Frankie, Maniac Woman war am ersten Tag des Filmfestivals der interessanteste der drei Filme, die ich mir angesehen habe. Zwar mochte ich die Settings von Traumatika persönlich mehr, aber dennoch sieht man Frankie, Maniac Woman, Regisseur Pierre Tsigaridis und Hauptdarstellerin Dina Silva (nebst viel Fett) ihr Herzblut auch an.

Der Film ist ein Mix aus schwarzer Komödie, Splatterfilm und Sozialkritik (Bodyshaming und Co.). Seit dem Erfolg von The Substance nehmen solche Filme, zumindest nehme ich es so wahr, zu (oder Serien wie The Beauty). Regisseur Pierre Tsigaridis ist ein grosser Fan von Blutgericht in Texas. Daran erinnert der Film auch (nebst Maniac). Wo der Film punktet, ist sein L.A. Setting, sein Mut, eigene Wege zu gehen und die vielen tollen Splattereffekte. Die blutigen Details und die verspielte, perverse Art von Frankie Ramirezs Figur in den Tötungen, haben mich oft an Blood Feast 2 erinnert, in der der Gore auch genüsslich und ellenlang vor der Kamera «zelebriert» wurde.

Pierre Tsigaridis fungierte dabei einmal mehr als Multitalent. Er führte nicht nur Regie, sondern schrieb auch das Drehbuch, produzierte sein Werk, filmte und editierte es am Ende in einen Film. Leider finde ich keine Angaben, wer für die Spezialeffekte verantwortlich war. Das ist schade. Die mir unbekannten Darsteller waren glaubhaft, solide und solide bis laienhaft. Und selbstverständlich ist ein Overacting gegeben, speziell bei der von Dina Silva gespielten Figur. Durch ihren mächtigen Körper erinnert sie in der Tat mehrfach an Leatherface, wenn die mit Maske bekleidet, ihren Opfern nachjagt.

Der Film ist in diverse Kapitel (glaube es waren vier) unterteilt und startet in s/w-Bildern, ehe später die Farbe einsetzt. Solche Spielereien sind nett und damit versucht sich der Film, von anderen Produktionen abzuheben. Der Film startet furios und legt zunächst ein sehr hohes, flottes und gewaltbereites Level an den Tag. Leider verschiesst der Film dort schon fast sein ganzes Pulver, denn das hohe Tempo vermag der Film im Verlauf nicht aufrechtzuerhalten. Das dritte Kapitel vor dem Finale schwächelte bereits und spätestens im letzten Kapitel taten sich auch dialoglastige Längen auf. Der Film kam mir am Ende länger vor, als seine 95 Minuten Laufzeit.

Fazit: Nicht uninteressant, auch wenn mir die am letzten Brugggore Filmfestival gezeigte Blutgericht in Texas Hommage (Chainsaws Were Singing) mehr Freude bereitet hat. Fans von Indie-Produktionen können durchaus einen Blick riskieren, ohne wirklich enttäuscht zu werden.  

Infos:

O: Frankie, Maniac Woman

USA 2025

R: Pierre Tsigaridis

D: Dina Silva, Pierre Tsigaridis, Stefanie Estes, Rocío de la Grana, Ian Michaels, Tim Fox

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Samstag, 4. April 2026

Sparkman

Sparkman

Story:

Ein böses Alien will die Menschheit unterjochen. Superheld Sparkman (Shim Hyung-rae) und eine Prinzessin kämpfen dagegen an…

Meine Meinung:

Aka Spark Man. Von Spark Man sah ich auf dem Blog meines Kumpels eine Besprechung. Die hörte sich amüsant und vielversprechend an. Ein Film, den ich gut schauen kann, ohne müde zu werden. Kein anspruchsvolles Kino. Wenn ich Filme auf einem grossem Beamer schaue, wo alles stockdunkel ist, ist die Chance grösser, dass ich müde werde. Also wählte ich mir Spark Man, als er fragte, was ich schauen wolle (er hat einen Beamer). Es handelt sich um einen Film von Kim Kyeong-Shik. Von diesem Regisseur finde ich keinen weiteren Infos.

Der Film wartet mit Star Shim Hyung-rae auf, der dazumal mit Dragon Wars den teuersten südkoreanischen Film überhaupt in die Kinos brachte. Von Shim Hyung-rae, einem Darsteller und Komödiant, habe ich einige, wenige Filme gesehen, die mir alle Spass bereitet haben. Darunter befinden sich Titel wie Young-Gu and Dinosaur Zu-Zu oder Tyranno's Toenail. Ungesehen liegen noch Asperman and Wooremae (Wooremae from Space 8) sowie Police Hyungrae and Bug Three Musketeers rum (und eines dieser Tapes spielt nicht gut).

Daher freute ich mich auf Spark Man. Bei Spark Man handelt es sich um einen Ende der 80er Jahre Mix aus Sci-Fi, Komödie und Superheldenfilm. Mehrheitlich orientiert sich der Film am japanischen Tokusatsu-Genre inklusive der Zeichentrickserie Transformers aus den 80ern. Desweitern gibt es zwei schöne Hommagen. Zum einen eine Kampfszene, in der im Drunken Kampfstil gekämpft wird (à la Jackie Chan in Drunken Master) und dann machen die Aliens und unser Superheld einen auf Jiangshi (= hopping Vampires). Da musste ich schmunzeln.

Ich fand den Film solide, kurzweilig und spassig. Die Effekte (Animationen, Raumschiffe, Masken, Lasterstrahlen, Anzüge) sind stark, dass muss gesagt werden. Wo man dem Film sein kleines Budget hingegen ansieht, ist in Anzahl der Action- und Kampfszenen. Zudem in der Anzahl Figuren. Da gibt es halt nur 3-4 Figuren. Dass diese dann in den ersten Kämpfen nicht besiegt werden, ist nachvollziehbar, weil sonst gar keine mehr vorhanden wären. Das macht die Fights hier und da etwas repetitiv und unspannend. Das Finale fand ich etwas lahm, aber das ist Geschmackssache.

Fazit: Für Shim Hyung-rae sowie Tokusatsu-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Seupakeumaen

Südkorea 1988

R: Kim Kyeong-Shik

D: Shim Hyung-rae, Jeong Seol Park, Lee Hyeong-bin, Jeon-ho Song, Yeong-in Kim, Jin-kyoung Kim, Dong-sam Kim

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:53 Min.

Gesehen am: 03.04.26

Fassungen: Beim Kumpel als südkoreanische VHS von Daewon Media gesehen = Uncut, O-Ton Koreanische ohne Subs, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch auf DVD. Label: New Media Park. Koreanisch, keine Untertitel. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Donnerstag, 2. April 2026

Blood Tea and Red String



Blood Tea and Red String

Story:

Krähen-Kreaturen erstellen eine Puppe. Dieser nähen sie ein Ei in die Aushöhlung. Maus-Kreaturen wollen die Puppe kaufen, doch die Puppe steht nicht zum Verkauf. Also stehlen die Mäuse-Kreaturen in einer nächtlichen Aktion die Puppe. Die Krähen-Kreaturen bemerken am Tag danach den Diebstahl und machen sich auf den Weg, ihre Puppe zurückzuholen…

Meine Meinung:

Ich glaube mit Ausnahme von Who Fears the Devil hat keiner der Filme aus Severin Films Boxset (siehe Fassungen) Stop-Motion-Effekte zu bieten. Blood Tea and Red String ist ein künstlerischer Stop-Motion Film. Ein privates und intimes Werk seiner Macherin Christiane Cegavske, die 13 Jahre gebraucht hat, den Film fertigzustellen (ihre Arbeit wird bis ins Detail auf ihrem Instagram Account bebildert dargestellt). Für eine Blu-Ray Collection ist ein solches Werk genau das richtige, auch wenn ich diverse Feedbacks übertrieben finde (der Film wird bereits als «cult film» betitelt und mit David Lynchs Arbeiten vergleichen).

Der Film, der nur knappe 71 Minuten läuft, ist was Effekte, diversen Puppen und Kreaturen angehen, sehr fantasievoll. Ein fabelhaftes (harmloses) Märchen. Der Film bietet keine Dialoge und ausser Regisseurin Christiane Cegavske selbst, die nur am Anfang und am Ende als "Mensch" zu sehen ist, sind keine weiteren Darsteller mit dabei. Es gibt eigentlich kaum Plot. Vieles ist unklar und es gibt Raum für Interpretationen. Im Bonusmaterial der Blu-Ray gibt es ein Q&A, als Christiane Cegavske ihren Film am Indie Scream Online Film Festival gezeigt hat. Vielleicht gäbe es dort spannende Hintergrundinfos und Antworten.

Jedoch konnte mich der Film und Inhalt nicht fesseln, nicht abholen und nur selten wirklich begeistern. Daher werde ich auf die Sichtung des Extras verzichten. Der Plot ist dünn, viele Szenen sind repetitiv und es tun sich, selbst für die kurze Laufzeit, Längen auf. Die Maus-Kreaturen mochte ich persönlich nicht. Cool war die Spinne (trauriges Ende) und noch besser waren die Krähen-Kreaturen. Die Tonspur (viele Tiergeräusche) war seltsam und aussergewöhnlich. Selbst meine Katzen haben hier und da in Richtung der Heimkino-Boxen geschaut, aufgrund der sonderbaren Tierkommunikation- und Tonkulisse.  

Fazit: Geschmackssache. Auf jeden Fall viel Arbeit und Fleiss, der da drinsteckt. Nur schon dafür gibt es Anerkennung! Aktuell ist Christiane Cegavske mit ihrem nächsten filmischen Projekt beschäftigt. Der Titel lautet Seed in the Sand und den Teaser, den sie auf Instagram gepostet hat, sieht zumindest schon Mal interessant aus.

Infos:

O: Blood Tea and Red String

USA 2006

R: Christiane Cegavske

D: Christiane Cegavske

Laufzeit der US-Blu: Ca. 71 Min.

Gesehen am: 02.04.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, diverse Extras (Vorstellung und Q&A mit der Regisseurin). Gibt es in Deutschland unter dem Originaltitel auch auf DVD.