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Mittwoch, 11. März 2026

Paper Marriage

Paper Marriage

Story:

Jade Lee (Maggie Cheung) will nach Kanada umsiedeln, doch es läuft nicht wie geplant. Um im Land bleiben zu können, willigt sie einer Scheinehe mit Bo Chin (Sammo Hung) zu. Beide heiraten. Beide brauchen Geld. Als sie zufällig an Geld von Gangstern (u.a. Dick Wei) gelangen, machen sie sich zur Zielscheibe derselben…

Meine Meinung:

Paper Marriage gefiel mir aktuell weniger gut als früher bei der Erstsichtung. Es handelt sich um einen Mix aus Romanze, Komödie und Actionfilm von Alfred Cheung (On the Run, Talk to Me, Dicky), der im Film auch eine kleine Rolle spielt, u.a. gedreht in Kanada. Alfred Cheungs On the Run dürfte wohl sein bester und bekanntester Film sein. Etwas, was von Paper Marriage und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Der kleine Dicke mit dem Superschlag, Filthy Guy) nicht behauptet werden kann. Daher überrascht es auch nicht, dass das UK-Label Eureka den Film in einer Collection zusammen mit zwei weiteren (z.T. eher mittelmässigen) Filmen veröffentlicht hat.

Der Film braucht lange, bis er sich entwickelt. Die ersten 30-40 Minuten fand ich wirklich lahm, uninteressant und auch nicht speziell lustig, sondern zum Teil unlustig. Mit anderen Worten verpasst der Zuschauer in der Zeit nichts. Action sucht man vergebens. Es gibt Längen. Zudem gab es mir hier sogar zu viele Rape-Jokes. Nichts gegen politisch unkorrekten Humor, aber hier passte es einfach nicht zum Rest des Filmes (Romanze, Gangster-Hatz). Die ersten Kampfszenen bestehen aus Ringkämpfen. In diesen tritt Sammo Hung zuerst gegen Phillip Ko Fei (Mars Villa) und danach gegen Billy Chow (Queen’s High) an.

Die Kampfszenen wurden von Yueh Wah (Kung Fu vs. Acrobatic) sowie Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire) choreographiert und sind die klaren Highlights des Filmes. Die haben beide einen wundervollen Job gemacht. Vor allem im Finale, die Kampfszenen und Stunts im Einkaufszentrum, sind absolut sehenswert geworden. Da gibt es tolle Einfälle und viel Zeitlupe zu sehen. Vor allem Maggie Cheung (The Romancing Star) bekommt viel ab. Sie wird ab Mitte des Filmes bis zum Ende immer besser und besser. Ihr Talent für komische Szenen kommt perfekt zur Geltung.

Phillip Ko Fei ist nur in der Ringkampfszene zu sehen, wobei Billy Chow eine grosse Nebenrolle spielt. Er spielt den neuen Lover von Sammo Hung Ex- Joyce Godenzi (She Shoots Straight), die auch im echten Leben mit Sammo verheiratet ist. Sie spielt auch eine Nebenrolle. Chin Ka-Lok (Mr. Vampire Saga IV), der Bruder des viel Bekannteren Chin Siu-ho, ist nur kurz zu sehen. Als ehemaliger Kickboxer macht Billy Chow in den Kampfszenen natürlich eine ungemein sehenswerte Figur. So auch Dick Wei (The Defector – Der Dragon Fighter), der den Hauptbösewicht spielt. Seine Kämpfe, zuerst in Sammo Hungs Haus, später im Finale, sind eine Wucht. Nur das Ende, wie die Bösewichte besiegt wurden, gefiel mir nicht. Schade.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Dank den wenigen, aber extrem sehenswerten Actionszenen, dennoch zu empfehlen!

Infos:

O: Goh Biu San Leung

HK 1988

R: Alfred Cheung

D: Sammo Hung, Maggie Cheung, Billy Chow, Dick Wei, Billy Chow, Joyce Godenzi, Phillip Ko Fei, Chin Ka-Lok, Alfred Cheung

Laufzeit der UK-Blu: 92:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / 2. Sichtung am: 11.03.26

Fassungen: Mir lag für eine 2. Sichtung die UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) vor = mit zwei anderen Filmen in einem Set, Schuber, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs, Interview mit Regisseur als Bonus (ca. 20 Min. = fand es relativ uninteressant). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026).

Dienstag, 11. März 2025

Dragon from Russia

Dragon from Russia

Story:

Während ihres Aufenthaltes in Russland wird Yao Lung (Sam Hui) von einer Gangster-Bande entführt. Er verliert sein Gedächtnis und wird zu einem Killer ausgebildet. Seine Freundin May (Maggie Cheung) kehrt ohne ihn nach Hong Kong zurück, im Glauben, ihren Yao für immer verloren zu haben. Doch als Yao in Hong Kong eine Zielperson eliminieren soll, wird er dabei zufällig von May beobachtet, die nun als nächstes sterben soll. Doch just in dem Moment kehrt Yaos Erinnerung an sein vergangenes Leben und May zurück, sehr zum Missfallen seiner Auftraggeber, die Yao nun selbst auf die Abschussliste setzen…

Meine Meinung:

Dragon from Russia bekommt für mich in etwa die gleiche Note wie Clarence Fords The Man from Vietnam. Die besten Filme von ihm sind demnach Cheap Killers (nur in der Uncut-Fassung versteht sich) und Naked Killer. Dragon from Russia, der erste HK-Film, der zum Teil in Russland, Moskau gedreht wurde, ist eine Comic-Verfilmung. Clarence Ford hat damit den japanischen Mange Crying Freeman verfilmt. Unter diesem Titel gibt es auch eine französische Verfilmung und Simon Yam spielte später in einer weiteren HK-Adaption mit (Killer's Romance).

Der Plot ist auch hier etwas konfus und sprunghaft in Szene gesetzt. Das gilt auch für viele Figuren- und Nebenfiguren und deren Verhältnis zueinander. Mal stehen sie auf der einen Seite, Mal auf der anderen Seite. Das war schon hier und da etwas verschachtelt. Typisch Clarence Ford, würde ich meinen. Aber unterhaltsam ist der Film, das muss man Dragon from Russia lassen. Die Kampfszenen in der Moskauer Metro sind für meinen Geschmack die besten Action- und Kampfszenen des Filmes, da am bodenständigsten.

Danach folgt Sub Plot um Sub Plot und innovative Trainingsszenen, in welchen Sam Hui (The Private Eyes, The Contract, Aces Go Places II) zum Killer trainiert wird. Letzterer war mehr in Komödien zu sehen, nicht in Actionfilmen. Das ist eine willkommene Abwechslung und er macht in den Actionszenen eine gute Figur. Nebst ihm gefallen in den Action-Sequenzen noch Yuen Tak (auch Choreograph der Actionszenen), Yueh Wah (einer der Killer im ersten Viertel des Filmes), Gweilo Anthony Mark Houn (The Stone Age Warriors), der den Moskau-U-Bahn-Attentäter spielt und Sam Wong Ming-Sing (der den sehenswerten U-Bahn Kampf gegen den Gweilo austrägt). Sam Wong Ming-Sing gehörte dazumal zu Jackie Chans Stunt-Team. Seine Erfahrung sieht man den Szenen positiv an.

Diese Kampfszenen zu Beginn des Filmes sind rasant und cool inszeniert. Später wird es immer mehr Wirework-lastig und nebst Kampfszenen gibt es auch Verfolgungsjagden, Shoot-Outs und Explosionen (im Finale) zu sehen. Die Kameraarbeit ist dabei flott und schnell unterwegs, so dass manch Detail nur kurz zu sehen ist (z.B. wie der dunkelhäutige Kämpfer auf dem Friedhof durch den Messerwurf stirbt). In weiteren Rollen sind Maggie Cheung (mit ihr arbeitete Clarence Ford bereits in Iceman Cometh zusammen), Nina Li Chi (Pedicab Driver), Carrie Ng (mit ihr arbeitete Clarence Ford bereits in Naked Killer zusammen), Rachel Lee Lai-Chun (mit ihr arbeitete Clarence Ford bereits in Gun & Rose zusammen) sowie Dean Shek (By Hook or by Crook). Letzterer hat den Film produziert.

Fazit: Für Fans des 90er Jahre HK-Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Gung Cheung Fei Lung

HK 1990

R: Clarence Ford

D: Sam Hui, Maggie Cheung, Nina Li Chi, Carrie Ng, Yuen Tak, Rachel Lee Lai-Chun, Sun Xing, Dean Shek, Yuen Wah, Pai Ying

Laufzeit der UK-DVD: 90:42 Min.

Gesehen am: Nov. 2006 / Neusichtung am: 10.03.25

Fassungen: Gesehen via UK-DVD von HKL = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs, Extras wie Audiokommentar, geschnittene Szenen oder Interviews (das von Clarence Ford lohnt sich). In Deutschland ist der Film von T&G Vision Film / Cargo Records auf Blu-Ray raus.

Iceman Cometh

Iceman Cometh

Story:

Ming Dynastie:

Fang Shou Zheng (Yuen Biao) jagt den Mörder und Vergewaltiger Feng San (Yuen Wah). Durch einen Zufall werden beide eingefroren und erwachen im Hong Kong des Jahres 1989 wieder. Fang Shou Zheng tut sich mit der modernen Technik schwer. Er gerät an die Prostituierte Polly (Maggie Cheung), während Feng in seine alten Tugenden abdriftet. Dies hat zur Folge, dass Fang ihm auf die Schliche kommt. Die Jagd beginnt erneut…

Meine Meinung:

Nebst Naked Killer dürfte Iceman Cometh, nicht zu verwechseln mit dem taiwanesischen Film Iceman Cometh aus dem Jahr 1990 mit Child of Peach Star Lin Hsiao-Lu, Clarence Ford bekanntester und kommerziellster Film darstellen. Ihm zu Ehren (Clarence Ford Todesnachricht wurde erst vor paar Tagen kommuniziert) kam es zu einer Neusichtung der Golden Harvest-Produktion. Ich sah den Film ich seit unendlich vielen Jahren nicht mehr. Ich konnte mich nur noch an den Finalkampf und 1-2 andere Szenen erinnern. Ich fand den Film früher überbewertet. Und das hat sich auch aktuell nicht geändert.

Für meinen Geschmack gab es zu wenig Action. Wenn ich mir ansehe, wer im Film involviert war (Biao, Yuen Wah, Chin Ka-Lok, Yuen Tak) grenzt das Gezeigte an Potenzialverschwendung. Mit den Namen wäre so viel mehr möglich gewesen. Daher überrascht es mich auch nicht, dass der Film, der zwar an der HK Film Awards für mehrere Preise nominiert war, diese schlussendlich nicht gewann. Für meinen Geschmack gibt es zu wenig Action, zu wenig Kampfszenen, im Mittelteil zu viele Längen und die Laufzeit ist mit fast zwei Stunden zu lang geraten.

Die Schwertkampfszenen im klassischen Setting zu Beginn waren überraschend cool und stark gefilmt. An das Setting konnte ich mich noch erinnern. Die Kameraführung war ziemlich gelungen und der Schnee und die weisse Landschaft sorgen für viel Atmosphäre. Zwischendurch gibt es einige nette Cameo-Auftritte mit gutem Humor (Stanley Fung, Tai Bo, Ka Lee, Corey Yuen). Das Highlight war jedoch der Finalkampf zwischen Yuen Biao (A Kid from Tibet, The Champions, Above the Law) und Yuen Wah (Kick Boxer, To Kill a Mastermind, Eastern Condors). Teilweise gibt es auch Shoot-Outs und Schwertkämpfe. Die Kampfszenen ohne Waffen im Finale fand ich am besten.

Maggie Cheungs (The Twin Dragons, The Seventh Curse, Police Story 1, 2 + 3) Figur fand ich hingegen relativ nervend und eigentlich wenig sympathisch. Ihr nahm man die Rolle als Prostituierte nicht ab. Den Humor, der von ihr oder der Moderne, die Yuen Biaos gespielte Figur überfordert, nehmen Zuviel Platz im Mittelteil ein. Maggie Cheungs Figur hätte man komplett weglassen und den Film straffen können. So wäre der Film rasanter geworden. Und besser. Die Musik war leider auch relativ unspektakulär. Was die Gastauftritte angehen, haben mir Stanley Fung (Thrilling Story) und vor allem Tai Bo (Back Home) am meisten zugesagt.

Fazit: Solider Durchschnitt, aber definitiv nicht zu Yuen Biaos besten Filmen zählend!

Infos:

O: Gap Dung Gei Hap

HK 1989

R: Clarence Ford

D: Yuen Biao, Yueh Wah, Maggie Cheung, Walter Tso, Tai Bo, Ka Lee, Elvis Tsui, Wong Jing, Stanley Fung

Laufzeit der HK-DVD: 113:56 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 08.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.  In England und den USA gibt es den Film als Blu-Ray (von 88 Films und Vinegar Syndrome). Diese beinhalten auch den zehn Minuten längeren Cut aus Taiwan. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Dienstag, 12. September 2023

The Twin Dragons

The Twin Dragons

Story:

Zwillinge werden als Babys getrennt. Viele Jahre später treffen sie (Jackie Chan in einer Doppelrolle) unbewusst aufeinander und sorgen für Chaos. Der Meister-Musiker und Dirigent wird für einen Kleinganoven gehalten und umgekehrt. Auch zwei Mädels (Nina Li Chi, Maggie Cheung) werden unabsichtlich in die Sache reingezogen, während Dritte (Teddy Robin Kwan) im Krankenhaus von Gangstern (Johnny Wang Lung-Wei) als Druckmittel benutzt werden. Gangster, die nun hinter den Zwillingen her sind…

Meine Meinung:

The Twin Dragons ist eine Anfang 90er Jahre Action-Komödie mit Jackie Chan als Zwilling in einer Doppelrolle im modernen Setting. Der Film ist ok, aber im Grossen und Ganzen nur Durchschnitt. Es gab zu wenig Action und den Humor mochte ich vereinzelt nicht mehr. Auch die ganzen Musik-Nummern entsprechen nicht meinem Geschmack. Die Rollen nimmt man Chan nicht ab. Der Humor war mir zu zahm. Es wird zu viel Zeit mit den zwei Chans und dem Chaos, welches sie veranstalten, verschwendet.

Der Film von Ringo Lam (Burning Paradise) und Tsui Hark (Dragon Inn) ist gutes Mittelmass. Ich fand den Film zudem zu lang. Die obligatorische Love-Story zwischen den beiden Jackie Chans (Police Story) und Nina Li Chi (Stone Age Warriors) und Maggie Cheung (The Seventh Curse) nehmen zu viel Platz ein. Und am Ende bleibt nicht Mal Platz für Patzer und Outtakes im Abspann, wie es sonst in den Filmen von/mit Jackie Chan üblich ist. Schade! Von Teddy Robin Kwan (Lucid Dreams) hätte ich gerne mehr gesehen. Wo ich hingegen richtig Freude hatte war die grosse und auch Action betonte Rolle von Shaw Brothers Legende Johnny Wang Lung-Wei (Dirty Ho).

Die Action-Szenen bestehen aus Kampfszenen, die für Chan typisch akrobatisch und mit Einsatz von Gegenständen, integriert wurden. Zudem macht der Film auch Gebrauch von der Tatsache, dass der eine Chan-Zwilling nicht kämpfen kann. Dass sich Bewegungen von einem Chan auf den anderen übertragen, fand ich dämlich, da fantastisches Element = unpassend für diese Art Film. Die besten Action-Szenen gibt es am Anfang im Club und am Ende in der Autowerkstatt. Daneben gibt es noch eine Verfolgungsjagd auf dem Meer.

Was schön war, war die Hülle an Stars, die Gastauftritte hingelegt haben. Da erkannte ich nicht alle, aber viele und das hat hingegen richtig viel Spass gemacht. Nebst den Regisseuren Ringo Lam und Tsui Hark sind u.a. Kirk Wong (The Club), Alfred Cheung (On the Run), Phillip Chan (Widow Warriors), Shaw Brothers Legende David Chiang (Shaolin Abbot), Chor Yuen (The Convict Killer), Eric Tsang (The Last Blood), Liu Chia-Liang (The Eight Diagram Pole Fighter), Wong Jing (Magic Crystal), Ng See-Yuen  (The Good and the Bad), John Woo (A Better Tomorrow), Stephen Tung Wai (Killer Wears White), Andrew Kam (The Big Heat), Lau Kar-Wing (The Odd Couple), Mars (The Legendary Strike), Tony Ching Siu-Tung (A Chinese Ghost Story), Gordon Chan (Fist of Legend), Fung Hak-On (Edge of Darkness) oder Ann Hui (The Story of Woo Viet) zu sehen.

Fazit: Geschmackssache – für mich nur noch ein durchschnittlicher Jackie Chan Film, der aus der Sammlung fliegt. Der Film bietet zu wenig, um ganzheitlich zu überzeugen!

Infos:

O: Seong Lung Wui

HK 1992

R: Ringo Lam, Tsui Hark

D: Jackie Chan, Nina Li Chi, Maggie Cheung, Teddy Robin Kwan, Johnny Wang Lung-Wei

Laufzeit der HK-DVD: 99:45 Min.

Neusichtung am: 21.08.23

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Gute Bild- aber schwache Tonqualität. Geräusche und Musik sehr leise abgemischt. Ton sehr dumpf. Uncut. O-Ton & englische Subs vorhanden. Gibt es in Deutschland von Splendid auf Blu-Ray. Kommt auch bald in England von 88 Films (auf Blu-Ray).

Donnerstag, 15. September 2022

The Seventh Curse Review

The Seventh Curse

Story:

 

Dr. Yuan Chen (Chin Siu-Ho) und Co. (Chui Sau-Lai, Maggie Cheung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Sibelle Hu) legen sich in Thailand mit einem Wurm-Sekten Cult (u.a. Elvis Tsui) an…

 

Meine Meinung:

 

The Seventh Curse sah ich seit gut 10-15 Jahren nicht mehr, würde ich meinen. Daher wirkte die Neusichtung auch wie eine Erstsichtung. Als 88 Films die Blu-Ray angekündigt hat, habe ich eine mögliche Neusichtung als HK oder griechische DVD aufgeschoben. Ich dachte mir: den guckst du dann restauriert und in einer würdigen Qualität! Weil: tolle Effekte! Das bleib mir in Erinnerung! Mehr nicht…

 

The Seventh Curse gehört zur Wisely Reihe. Filme um Abenteurer Wisely. Geschichten von Autor Ni Kuang, der dieses Jahr verstorben ist. Unter anderem gehört auch The Cat zur Reihe, auch wenn die Filme nicht zusammenhängende Geschichte erzählen. Konnte mich auch The Cat nach Neusichtung sehr überzeugen, so war dies auch bei The Seventh Curse der Fall, auch wenn am Film nicht alles perfekt ist.

 

Abstriche müssen bei Lead Chin Siu-Ho (Love Me Vampire) gemacht werden. Er hat einfach wenig Charisma. Da wäre eine andere Besetzung wünschenswerter gewesen. Schade fand ich, dass die ganzen Shaw Brothers Stars um Yasuaki Kurata (The Secret of Shaolin Poles), Kara Hui (Madam City Hunter), Derek Yee (Shaolin Prince) und Wong Yu (Rendezvous with Death) nur Mini-Auftritte bekommen haben. Nur Johnny Wang Lung-Wei (Martial Club) sticht mit einer längeren (Kampf)Szene gegen Chin Siu-Ho hervor. Regie führte, wie schon in The Cat, Nam Nai-Choi (Story of Ricky).

 

Auch die Rahmenhandlung à la Dr. Wai in the Scriptures with No Words am Anfang und Ende mit Gast-Auftritten von Chow Yun-Fat (The Killer), Ni Kuang, Chor Yuen (The Convict Killer) und Wong Jing (Magic Crystal) hätte man weglassen können (in der Englischen Version ja auch so geschehen). Die Szenen sind Zeitverschwendung und wirken unpassend. Wong Jing nervt. Chow Yun-Fats Bazooka Cameo im Finale hätte man sich auch sparen können. Aber eben, er war nach A Better Tomorrow ein Star, daher verzichtet man nicht auf einen solchen Namen…

 

Überzeugt haben mich hingegen Elvis Tsui (Butterfly Sword), Maggie Cheung (The Romancing Star), Dick Wei (City Warriors) und Sibelle Hu (Crystal Hunt) in einer ungewohnten Rolle. Und natürlich das abgefahrene Thailand- und Abenteuer-Setting. Nebst soliden Kampfszenen von Dick Wei und Chin Siu-Ho überzeugt der Film vor allem durch seine Exotik. Nebst einer (eigentlich total unnötigen) Nacktszene sind es vor allem die charmanten, fantasievollen, blutigen und gut getricksten Masken und Monster, die überzeugen. Die Effekte-Kreationen (Maden, Wurm-Monster, Splatter) sind die wahren Helden und Stars des Filmes! Die Effekten erinnern ans japanische Kino und zumindest laut imdb war auch ein Japaner für die Effekte zuständig: Keizô Murase (The Mighty Peking Man, The Snake Prince, Yokai Monsters: 100 Monsters, Matango, Mothra)!

 

Fazit: Wer das Mitte der 80er bis Mitte 90er Jahre HK-Kino liebt, kommt um den kurzweiligen, Effekte geladenen und sehenswerten The Seventh Curse nicht herum!

 

Gefolgt von: The Legend of Wisely

 

Infos:

 

O: Yuan zhen xia yu Wei Si Li

 

HK 1986

 

R: Nam Nai-Choi

 

D: Chin Siu-Ho, Elvis Tsui, Chui Sau-Lai, Maggie Cheung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Sibelle Hu, Chor Yuen, Ni Kuang, Wong Jing, Yasuaki Kurata, Kara Hui, Wong Yu, Derek Yee, Johnny Wang Lung-Wei

 

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 83 Min.

 

Neusichtung am: 12.09.22

 

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von 88 Films vor = Schuber, Booklet (ca. 70 Seiten), neues Master, zwei Fassungen, O-Ton, englische Subs, viele Extras (u.a. zweistündiges Interview mit Chin Siu-Ho). Die Bildqualität ist gut und sicher besser als bei früheren Fassungen, aber phasenweise in 2-3 Szenen zu dunkel für meinen Geschmack. Das scheint aber am Ausgangsmaterial zu liegen und nicht an der Restauration an sich. In Deutschland (nur auf DVD) von Laser Paradise zu haben (Deutsch/Canto, deutsche Subs, Uncut).

Sonntag, 15. Mai 2022

Police Story 3 Super Cop Review

Police Story 3 Super Cop

Story:

 

Hong Kong Cop Chan Ka-Kui (Jackie Chan) wird von seinen Vorgesetzen (Bill Tung, Phillip Chan) beauftragt, in China als Undercover-Cop zusammen mit der chinesischen Polizei (Michelle Yeoh) Gangster Panther (Yuen Wah) und Co. (Kenneth Tsang Kong, Kelvin Wong Siu, Ken Lo, Mars) zu fangen…

 

Meine Meinung:

 

Der dritte Teil hat mir besser als der Vorgänger gefallen. Sieht man Mal von paar doofen Kaspereien von Bill Tungs (The Good, the Bad & the Beauty) Charakter ab, ist der Film toll geworden. Nebst Bill Tung kehren Jackie Chan (Dragon Fist), Mars (Fist of Fury) und Maggie Cheung aus den Vorgängern zurück. Mars spielt jedoch einen anderen Charakter (und wird von Michelle Yeoh erschossen). Regie und Actionsequenzen besorgten neu Stanley Tong (The Myth, Stone Age Warriors).

 

Der Film verlagert den Plot zuerst nach China, im Verlauf in den Dschungel, dann geht es nach Hong Kong und am Ende nach Malaysia. Längen gibt es fast keine und der Film ist hübsch abwechslungsreich. Maggie Cheung spielt quasi denselben Part wie in den Vorgängern. Als neues Mädel mit viel Schlagkraft kehrt Michelle Yeoh nach damaliger privater Trennung ins Filmgeschäft zurück: und wie!

 

Sie und ihre Szenen laufen Jackie Chan fast den Rang ab! Spektakulär in den Action-, Kampf- und Stunt-Szenen! Eine Wucht! Kein Wunder, dass sie danach in weiteren modernen Actionrollen (wie z.B. Project S) zu sehen war. Aber auch Jackie Chan bringt die Fans mit Stunts zum Staunen! Die Stunts im Mittelteil (als Lo Liehs Lager im Dschungel gesprengt wird) und vor allem im Finale (Hubschrauber, Leiter, Motorrad, Verfolgungsjagd) sind der Wahnsinn!

 

Abgesehen davon wird viel gesprengt, geschossen und weniger gekämpft, auch wenn es immer Mal wieder kurze Kung Fu-Kampfszenen zu sehen gibt. Dabei brillieren Jackie Chan und Michelle Yeoh. Als charismatischer Bösewicht darf Yuen Wah (Kick Boxer) mitmischen, auch wenn er nicht allzu viel Kampfszenen zeigen darf (auch im Finale nicht = leicht schade). Ken Lo (Raging Fire) macht als Bösewicht auch eine gute Figur. Freude hatte ich am Gastauftritt an Shaw Brothers Legende Lo Lieh als Militärgeneral.

 

Ansonsten sind noch Shum Wai (Master's Necklace) und paar bekannte Gweilos wie Robert Samuels (The Red Wolf) oder Kim Maree Penn (Fun and Fury) zu sehen, die leider keine Martial Arts-Szenen spendiert bekommen haben (Film ist halt mehr Shoot-Out lastig). Teilweise funktioniert späterer Humor relativ gut (Michelle Yeoh und Granate, Maggie Cheung und Eifersucht). Rein vom Unterhaltungswert und der Abwechslung her bisher praktisch der beste Teil der Reihe!

 

Fazit: Würdige Fortsetzung und allen Jackie Chan Fans zu empfehlen!

 

Gefolgt von: First Strike

 

Infos:

 

O: Ging Chat Goo Si III: Chiu Kup Ging Chat

 

HK 1992

 

R: Stanley Tong

 

D: Jackie Chan, Bill Tung, Phillip Chan, Michelle Yeoh, Yuen Wah, Kenneth Tsang Kong, Kelvin Wong Siu, Ken Lo, Mars, Lo Lieh, Maggie Cheung, Josephine Koo, Kim Maree Penn, Robert Samuels, Shum Wai

 

Laufzeit der HK-DVD: 95:03 Min.

 

Neusichtung am: 09.04.22

 

Fassungen: Siehe Police Story! Gibt es in Deutschland bisher nur in Deutsch auf DVD (Laser Paradise).  In Hong Kong selbst inzwischen auch auf Blu-Ray raus.

Mittwoch, 11. Mai 2022

Police Story 2 Review

Police Story 2

Story:

Cop und Held aus Teil eins, Chan Ka-Kui (Jackie Chan), muss mit Schrecken feststellen, dass die Bösewichte aus Teil eins (Charlie Cho Cha-Lee, Chor Yuen) wieder auf freiem Fuss sind. Und diese planen nun, Chan das Leben schwer zu machen. Dies sorgt für Zoff mit Chans Freundin May (Maggie Cheung). Doch dann bekommt es die HKer Polizei (Lam Gwok-Hung, Bill Tung, Mars) mit Erpressern und Bombenlegern (John Cheung Ng-Long, Benny Lai Keung-Kuen, Ben Lam Kwok-Bun) zu tun…

Meine Meinung (Langfassung):

Nach dem Riesen-Erfolg von Teil eins war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Unzählige Gesichter aus Teil eins kehren zurück: Jackie Chan (Wooden Man), Maggie Cheung (Dragon Inn), Bill Tung (Esprit D'amour), Tai Bo, Charlie Cho Cha-Lee, Chor Yuen, Mars sowie Lam Gwok-Hung. Neu ins Team stossen ein weibliches Cop-Trio und neue Bösewichte. Start des Filmes = eine Art Zusammenfassung von Action- und Stunt-Szenen aus Teil eins = sehr schön!

Leider kann die Fortsetzung jedoch nicht an die Qualität des Vorgängers heranreichen! Dies ist aber sowieso praktisch unmöglich, da Teil eins einfach ein verdammt geiler Film geworden ist, dessen Stunts- und Actionszenen inklusive Wirkungen kaum zu übertreffen sind. Meiner Meinung nach hätte es in Police Story 2 etwas mehr und längere Action- und Kampfszenen geben dürfen.

Vor allem von Benny Lai Keung-Kuen, der beeindruckend gegen Jackie Chan kämpft, hätte ich gerne mehr gesehen. Und von Ben Lam (Raging Fire) auch. Der war eigentlich total verschwendet. Schade, um dessen Potenzial. Auch Ken Lo (Crystal Hunt) in seinem Cameo-Auftritt hätte ich lieber in einer Action-Rolle gesehen. Apropos Cameo-Auftritte: da sind noch Wu Ma (Haunted House Elf) sowie Lau Ching-Wan (Black Mask) zu sehen.

Ein Problem ist zudem, dass der Plot eigentlich «nur» ein lauer Aufguss des Vorgängers ist. Läuft alles relativ schemenhaft und ähnlich ab. Leider auch episodenhaft. Vor allem das Wiedersehen mit Charlie Cho Cha-Lee (Running Gag mit Brille kaputtschlagen) und Chor Yuen hätte man weglassen oder kürzer darstellen dürfen, zumal sich der richtige Plot ja dann erst viel später herauskristallisiert. Dafür wären mehr Szenen mit den Erpressern schön gewesen

Zudem ist die Laufzeit auch etwas zu lang. Wie ich sehe, entspricht diese DVD-Fassung, welche ich sah, der japanischen Langfassung mit 15 Minuten Zusatzszenen. Wie ich jedoch (auf Schnittberichte.com) sehe, bestehen diese Szenen aus eigentlich unwichtigem Füllmaterial, welches für meinen Geschmack in Hong Kong zuvor bewusst aus der Fassung flog um den Film zu straffen. Möglicherweise hätte mir der Film in der alten HK-Fassung mehr zu gesagt. In der Langfassung gibt es schon die ein oder andere lahme Szenen.

Mir ist auch klar, dass das Jammern auf hohem Niveau bedeutet, da die Kämpfe (Restaurant, Spielplatz) und Stunts (Bus, Finale) nach wie vor spektakulär und sehenswert in Szene gesetzt sind. Und schlecht ist Police Story 2 natürlich überhaupt nicht geworden, halt einfach nicht so genial wie der Vorgänger. Wer Jackie Chan und das 90er Jahre HK-Kino liebt, wird mit der Fortsetzung noch immer viel Spass und Spektakel vorfinden!

Gefolgt von: Police Story 3 - Supercop

Infos:

O: Ging Chat Goo Si Chuk Chap

HK 1988

R: Jackie Chan

D: Jackie Chan, Charlie Cho Cha-Lee, Chor Yuen, Maggie Cheung, Lam Gwok-Hung, Bill Tung, Mars, John Cheung Ng-Long, Benny Lai Keung-Kuen, Ben Lam Kwok-Bun, Anglie Leung Wan-Yui, Crystal Kwok Gam-Yan, Ann Mui Oi-Fong, Alvina Kong Yan-Yin, Wu Ma, Lau Ching-Wan, Ken Lo, Tai Bo

Laufzeit der HK-DVD: 119:08 Min.

Neusichtung am: 30.03.22

Fassungen: Siehe Teil eins! Teil zwei wurde als Langfassung veröffentlicht. Die alte HK-Fassung lief ca. 15 Minuten kürzer. Diese Straffungen sind nicht Mal schlimm, da eigentlich unwichtige Füllszenen ohne Action. O-Ton, englische Subs und eine sehr gute Bild- und Tonqualität runden die Disc ab. In Deutschland von Splendid in der gleichen Version auf Blu-Ray zu haben. Nachtrag 25.06.23: für eine weitere Sichtung lag mir nun neu die UK-DVD von HKL vor. Das erste Mal, dass ich den Film in der ca. 15 Minuten kürzeren HK-Fassung sah und wie vermutet gefiel mir der Film in dieser Form besser: der Film wirkt rasanter, weniger lahm und actionreicher! Teilweise könnte es sein, dass die Musik alternativ ist. Das kann ich aber nicht verifizieren mit Ausnahme des Abspannes (Outtakes). Da ist ein anderer Song und nicht das bekannte Police Story Theme zu hören. Die Bild- und Tonqualität sind gut, auch wenn die Bildqualität der HK-DVD besser ist (und wohl etwas heller). Cool sind bei der HKL die Extras: das Interview mit Benny Lai und in einer anderen Doku kommen Jackie Chan, Sammo Hung und u.a. Richard Norton zu Wort. Die Langfassung werde ich mir nie mehr ansehen.

Samstag, 23. April 2022

Police Story Review

Police Story

Story:

 

Gangster-Boss Koo (Chor Yuen), der von Hong Konger Cop Kevin Chan Ga Kui (Jackie Chan) verhaftet wurde, versucht die einzige Zeugin (Brigitte Lin), die ihn belasten könnte, zu eliminieren. Boss Koo gelingt es, dass er freigesprochen wird. Danach ist nicht nur das Leben der Zeugin in Gefahr, sondern auch das von Kevin. Denn die Gangster (Charlie Cho Cha-Lee, Fung Hak-On) planen, Kevin einen Mord anzuhängen…

 

Meine Meinung:

 

Police Story ist ein Kracher und Klassiker des modernen Hong Kong Action-Filmes von und mit Jackie Chan (Snake in the Eagle’s Shadow), der zudem am Skript mitwirkte, die Action-Szenen inszenierte (zusammen mit seinem Stunt-Team) und als Sänger zu hören ist (das coole Theme im Abspann). Jackie Chan, das Multitalent. Der Film war ein grosser Erfolg & mehrere Fortsetzungen und Preise (Best Action Choreography an den 1986er Hong Kong Film Awards) waren die Folge.

 

Jackie Chan gelang das perfekte Zusammenspiel aus sehenswerter Action, knallharten Stunts, Humor («Mordversuch» an Zeugin, Gerichtsverhandlung, Kabelsalat Telefone) und Drama (Jackie Chan, dem ein Mord angehängt wird). Der Mix funktioniert perfekt, was den Erfolg des Filmes erklärt. Selbst Hollywood-Filme nahmen sich Police Story zum Vorbild, z.B. Bad Boys 2. Die Action-Szenen bestehen aus wilden Verfolgungsjagden, tödlichen Stunts und Martial Arts Einlagen. Diese sind absolut toll anzusehen und stark choreographiert.

 

Die Stunts sind ebenso der Wahnsinn, vor allem zu Beginn (Autos, Abhang, Bus, aus Fenster fallen) und im Finale. Im Finale gibt es auch viel Martial Arts zu sehen, in welchen alle Beteiligten, auch die Mädels, viel einstecken müssen. Zudem geht, à la Police Assassins, viel Glas zu Bruch! Toll und absolut sehenswert. Jackie Chan und Co. brillieren in den Kampf- und Stunt-Szenen. Diese und Outtakes können im Abspann nochmals zusammengefasst genossen werden – dazu das tolle Lied von Jackie Chan – Top!

 

Dazu gibt es einen tollen Cast zu sehen. Nebst Jackie Chan erblickt der Fan Namen wie Brigitte Lin (Dragon Inn), Maggie Cheung (The Romancing Star), Bill Tung (Bless This House), Chor Yuen (The Convict Killer), Charlie Cho Cha-Lee (Funny Ghost), Mars (Spooky, Spooky), Fung Hak-On (The Iron-Fisted Monk) oder Tai Bo (Coffin Homes). Solch bekannte Namen im Film zu sehen, macht einfach nur Spass wie der ganze Film!

 

Fazit: Einer der besten Filme mit und von Jackie Chan und klarer Must See Titel für Freunde des modernen Hong Kong Kinos!

 

Gefolgt von: Police Story 2

 

Infos:

 

O: Ging Chat Goo Si

 

HK 1985

 

R: Jackie Chan

 

D: Jackie Chan, Brigitte Lin, Maggie Cheung, Bill Tung, Chor Yuen, Charlie Cho Cha-Lee, Mars, Fung Hak-On, Tai Bo

 

Laufzeit der HK-DVD: 99:08 Min.

 

Neusichtung am: 23.03.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von der Police Story Box (Teile 1-3) von Fortune Star vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die Fassungen aus Japan laufen länger (mehr Szenen im Vor- und Abspann, mehr Handlung). Dese finden sich in Europa auf der UK-Blu-Ray von Eureka mit englischen Subs. In Deutschland von Splendid auf Blu-Ray zu haben.

Donnerstag, 10. September 2020

The Romancing Star Review

The Romancing Star

Story:

Wong Yat Fat (Chow Yun-Fat) lernt im Urlaub mit seinen Kumpels (Eric Tsang, Nat Chan Pak-Cheung, Stanley Fung) Tung Man Yuk (Maggie Cheung) kennen. Beide flirten miteinander und geben vor, reich zu sein. Zurück in Hong Kong begegnen sich die beiden wieder – und das Ziel ist klar: das Gegenüber zu erobern! Aber – man ist doch gar nicht reich? Das war gelogen – dazu kommt, dass ein echter reicher Playboy (Stuart Ong) Tung Man Yuk als Freiwild ansieht und sie bekommen muss – Koste es was es wolle…

Meine Meinung:

Wong Jing (The New Legend of Shaolin, The Last Hero in China) Komödie / Liebesgeschichte (rührend und herzig) mit Chow Yun-Fat (The Killer, Hot Blood, The Story of Woo Viet, The Bund) und einer unendlich niedlichen und bildhübschen Maggie Cheung (Dragon Inn). Beide geben vor, reich zu sein und versuchen, das Gegenüber an sich zu binden. Doch dann taucht "Bösewicht" Stuart Ong (Indecent Beast) auf, der wirklich reich ist und die beiden auseinanderbringen will, mit dem Ziel, Maggie Cheung zu erobern (auch gegen ihren Willen, wenn es sein muss).

Chow Yun-Fat hat einige Abstecher ausserhalb des Action-Genres gemacht. Da waren Liebesfilme, Komödien und Thriller/Horrorfilme wie The Occupant, 100 Ways to Murder Your Wife, The Seventh Curse, Witch From Nepal, The Lunatics, Scared Stiff oder The Diary of a Big Man. Teilweise sind es auch Genre-Mixe, die nur schwer einem Genre zuzuordnen sind.

The Romancing Star ist ganz klar eine Komödie und Liebesgeschichte. Der Film brachte es auf zwei Fortsetzungen, so dass davon ausgegangen werden muss, dass der erste in den Hong Konger Kinos erfolgreich gelaufen ist. Bei dem Cast auch keine Überraschung:

Nebst Chow Yung-Fat, Maggie Cheung und Stuart Ong überzeugen in den Hauptrollen Stanley Fung (The Owl vs Bombo), Eric Tsang (Into the Night) und Nat Chan Pak-Cheung (Ghost Punting). In Nebenrollen und Kurzauftritten sind noch zu sehen: Phillip Chan (Widow Warriors), Wong Jing (Ebola Syndrome), Maria Cordero (School on Fire), Shing Fu-On (Who’s Killer), Carol Cheng (Tiger Cage). Wong Jing hat es immer verstanden, viele bekannte Gesichter in seine Filme einfliessen zu lassen.

Die Figuren waren durch und durch sympathisch, der Humor zuweilen politisch unkorrekt und herrlich amüsant und spassig – so übertrieben und verrückt, wie der HK-Humor dazumal halt gewesen ist! Es gibt mehrere sehr amüsante Szenen (z.B. Stuart Ong am Baden, der von Chow Yun-Fats Freundestrio angepisst wird). Lustig und toll gespielt! Beim Abspann sollte nicht abgebrochen werden (weil es mit der A Better Tomorrow Parodie weitergeht).

Fazit: Für Fans von 80er/90er Jahre Hong Kong Komödien sowie Chow Yun-Fat Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: The Romancing Star II

Infos:

O: Cheng chong chui lui chai

HK 1987

R: Wong Jing

D: Chow Yun-Fat, Eric Tsang, Nat Chan Pak-Cheung, Stanley Fung, Maggie Cheung, Stuart Ong, Phillip Chan, Wong Jing, Maria Cordero, Shing Fu-On, Carol Cheng

Laufzeit der koreanischen DVD: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 03.07.20

Fassungen: Mir lag die DVD aus Südkorea vor. Labelangebe kann ich nicht machen, da alles auf Koreanisch. Film ist Uncut, im O-Ton und englische Subs sind vorhanden. Lächerlich ist, dass der Film in Südkorea (!) ab 18 Jahren freigegeben wurde! Gibt es in HK auch auf DVD und sogar Blu-Ray. Es gibt keine deutschsprachige Fassung (Stand: Juli 2020).