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Freitag, 15. August 2025

Dragon Swamp

Shawgust 2025

Dragon Swamp

Story:

Qing-Erh (Cheng Pei-Pei) jagt einem gestohlenen Schwert hinterher. Der Täter: Yu Chiang (Lo Lieh). Qing-Erh bekommt Hilfe von Roaming Knight Xi Zheng Yuan (Yueh Hua). Ihr Weg führt sie in den Dragon Swamp, wo sie sich von Dragon Swamp Master (Tung Li) Hilfe versprechen. Tung Li ist in Wahrheit jedoch die verschollene Fan Ying (Doppelrolle Cheng Pei-Pei), die Mutter von Quing-Erh…

Meine Meinung:

Dragon Swamp ist ein Shaw Brothers Wuxia, der Ende der 60er veröffentlicht wurde. Und wer führte Regie und machte seine Anfänge auch in Sachen Shaw Brothers? Lo Wei (The Kung Fu Kid, Summons to Death, The Golden Sword). Förderer von Jackie Chan in Filmen wie The Killer Meteors, Shaolin Wooden Men oder Dragon Fist oder und mit Golden Harvest seine besten Filme zeigend: die Bruce Lee Klassiker The Big Boss und Fist of Fury. Dragon Swamp sah ich zehn Jahre nicht mehr.

Leider hat mir der Film nach der Neusichtung nur noch wenig gefallen. Leider ist seine Shaw Brothers Arbeit weniger sehenswert ausgefallen als seine Werke mit Jackie Chan oder Bruce Lee. Daher überrascht es nicht, dass Lo Wei die Shaw Brothers auch nach einiger Zeit verliess. Seine Werke gehören sicher nicht zu den besten und bekanntesten Werken im Shaw Brothers Universum. Dragon Swamp krankt an mehreren Dingen. Wäre der Film nicht in einer Collection (siehe Fassungen), hätte ich diesen sogar entsorgt/verkauft.

Dragon Swamp ist ein Mix aus Wuxia, Fantasy, Komödie und Love-Story. Das Problem ist, dass der Film mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden sehr langweilig ist. Der Plot hat mich absolut nicht gefesselt. Schon bevor die 60. Minute eingeläutet wurde, hatte ich längst das Interesse an dem Plot und Film verloren. Es gab viel zu wenig Action und eigentlich gab es keine einzige wirklich sehenswerte Action-Szene zu sehen. Der Film war mir zu lustig, die Schwertkämpfe zu harmlos und die Figuren waren uninteressant und naiv (am Ende stellt sich heraus, dass praktisch alle auf die ein oder andere Art verwandt sind).

Lo Wei, der im Film auch einen Gastauftritt hinlegt, hat zwar bekannte Namen wie Cheng Pei-Pei (Lady Piranha, Come Drink with Me, The Thundering Sword), Lo Lieh (The Big Boss Part II, The Web of Death, One Foot Crane) oder Yueh Hua (The Green Dragon Inn, The Young Avenger, On the Wrong Track) in Hauptrollen und Namen wie Ku Feng (The Avenging Eagle), Fan Mei-Sheng (Die Eroberer), Sammo Hung (Slickers Vs Killers) oder Simon Yuen (The Buddhist Fist) in Neben- und Kurzrollen an Bord, aber der Cast vermag es nicht, zu überzeugen. Das Schauspiel ist zu naiv, zu laienhaft, zu schlecht. Das Drehbuch und die Dialoge lassen keine überzeugende Leistung der Darsteller zu.

Fazit: Lahm und langweilig!

Infos:

O: Du Long Tan

HK 1969

R: Lo Wei

D: Cheng Pei-Pei, Lo Lieh, Yueh Hua, Tung Li, Huang Tsung-Hsun, Lo Wei, Ku Feng, Fan Mei-Sheng, Simon Yuen, Sammo Hung

Laufzeit der US-Blu: Ca. 111 Min.

Gesehen am: Okt. 2015 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory vor (Shaw Brothers Classics Vol. One) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Sonntag, 21. Juli 2024

Lady Piranha

Lady Piranha

Story:

Sechs Frauen gelingt die Flucht aus einem nordvietnamesischen Frauenlager. Sie retten sich auf eine Insel und tun sich mit Freiheitskämpfern zusammen. Unter der Leitung von Cheng Pei-Pei werden die sechs Mädels in Sachen Kämpfen, Schiessen und Tauchen ausgebildet. Ziel ist es, dass Frauenlager einzunehmen, die restlichen Frauen zu retten und den Feind zu zerstören…

Meine Meinung:

Lady Piranha von Lee Tso-Nam (The Woman Avenger, Phantom Kung Fu, The Challenge of the Lady Ninja) ist eine Produktion aus dem Jahr 1982 und für Fans von Shaw Brothers Star Cheng Pei-Pei (Painted Faces, 14 Schwerter, Raw Courage, The Jade Raksha) interessant. 1974, nach Whiplash, zog sie sich aus dem Filmgeschäft zurück, heiratete und zog in die USA. Erst 1982 kehrte sie, für diese taiwanesische Produktion von Lee Tso-Nam, auf die Leinwand zurück. Ihr zu Ehren wurde der Film nun gesichtet (war einer von ca. 770 ungesehenen Filmen in meiner Sammlung).

Lady Piranha hat mir dabei klar besser gefallen als z.B. The Women Warriors of Kinmen, der inzwischen auch aus der Sammlung verbannt wurde. Es gibt einige solcher Filme in Taiwan. Die meisten davon habe ich noch gar nicht gesehen. Ich spreche da von Titeln wie Pink Force Commando, Golden Queen Commandos und Co. Lady Piranha spielt seine Stärken zu Beginn, vor dem Finale und im Finale aus. Schon am Anfang des Filmes, wenn die sechs Mädels aus dem Camp fliehen, nimmt der Bodycount extrem hohe Zahlen an (gefühlt sterben in den ersten 15 Minuten Menschen im 3stelligen Bereich).

Danach folgt Handlung. Die Ausbildung der Mädels beginnt und da kommt Shaw Brothers Star Cheng Pei-Pei ins Spiel. Sie ist die Leitung des Kommandos und trainiert die Mädels, damit am Ende ein Schatz geborgen und Rache geübt werden können. Cheng Pei-Pei darf sich im Finale in den Actionszenen auch auszeichnen. In kurzen Shorts und in Slow-Mo-Szenen. Sie macht, wie auch die anderen Mädels, eine gute Figur. Es gibt kleine Stunts, Explosionen und blutige Shoot-Outs. Der Film ist in Sachen Stimmung und Genres wechselhaft. Hier und da gibt es paar blutige Momente im Film, auch wenn selten.

Hier und da gibt es WIP (Women in Prison), B-Action, Dschungel-(Fallen) und Trash-Elemente zu sehen. Sei es zu Beginn, wenn in schnellen Aufnahmen fliehenden Frauen Köpfe oder andere Extremitäten abgeschlagen werden, diese in Fallen (à la Vietnam-Krieg) stürzen oder im Treibsand ertrinken. Etwas asiatischen Klamauk gibt es ebenso wie Aufopferung, Rape & Revenge Momente und Folter-Szenen (die taten beim Zuschauen schon weg, da Zehen und Fingernägel betreffend). Erinnerte mich an Imprint. Als Theme soll der Song aus Droids - (Do You Have) The Force part 2 zu hören sein. Fiel mir aber nicht auf. Ich schaute den Film aber in einem Mandarin gesprochenen Print. Vielleicht ist das in der Englisch Dubbed Fassung anders?

Fazit: Nicht uninteressante Cheng Pei-Pei Rückkehr ins Filmgeschäft. Fans können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Lie Ri Nu Wa Ren

Taiwan 1982

R: Lee Tso-Nam

D: Cheng Pei-Pei, Linda Liu Shui-Chi, Ha Kwong-Li, Lee Lieh, Chu Wan-Yi, Mary Wong Ma-Lee, Chang Kuo-Chu

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:20 Min.

Gesehen am: 19.07.24

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Boo vor = Unbekannt ob Uncut/Cut, Mandarin mit koreanischen Subs. Hier wurde ein Vollbild-Master (von 2,35:1) noch weiter gezoomt, um feste englische und chinesische Subs aus dem Bild zu rücken. So geht unendlich viel Bildmaterial verloren. Schade. Denn diese Mandarin-Ausgabe ist selten. Ansonsten ist mir nur eine VHS aus Griechenland bekannt, die nur Englisch Dubbed ist. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2024).

Come Drink with Me

Come Drink with Me

Story:

Gangster (Chen Hung-Lieh, Lee Wan-Chung, Ku Feng, Simon Yuen) wollen durch eine Entführung ihren Boss freipressen. Doch Golden Swallow (Cheng Pei-Pei) wird beauftragt, die Gangster zu stoppen und die Geisel zu retten. Hilfe bekommt sie von dem mysteriösen Drunken Knight (Yueh Hua), der mit seinem Bruder (Yang Chi-Ching), der die Gangster ebenfalls kennt, noch eine offene Rechnung zu begleichen hat…

Meine Meinung:

Zu Ehren von Cheng Pei-Pei (The Golden Sword, That Fiery Girl, The Thundering Sword, Naked Weapon), die am 17.07.24 verstarb, wurde die 2. Sichtung von Come Drink with Me, die ursprünglich für im August (= Shawgust) geplant war, vorgezogen. Ich sah Come Drink with Me, ein Klassiker und eine Shaw Brothers Produktion, seit Juni 2008 nicht mehr. Der Film stellt eine der wenigen Arbeiten von King Hu (Sons of Good Earth) für die Shaw Brothers dar. King Hu sollte später mit Werken wie Legend of the Mountain, Dragon Inn oder A Touch of Zen grosse Erfolge feiern.

Der Film hat mir dabei besser als früher gefallen, was ich auch so erwartet habe. Seit Juni 2008 habe ich meinen Eastern Horizont doch deutlich erweitert und ich kenne z.B. viel mehr der Stars aus dem Film, als dies bei der Erstsichtung der Fall war. Bis auf einige Längen im Mittelteil des Filmes und einigen gewöhnungsbedürftigen Musik-Einlagen von Yueh Hua im "Penner-Look" (= mag ich heuer immer weniger) inklusive einer Horde Kinder (eines davon ist Mars) hat mir der Film, der aus Cheng Pei-Pei einen Star machte, gut gefallen.

Cheng Pei-Pei überzeugt durch ihr Charisma, ihre Gerissenheit, ihre Zuverlässigkeit und ihre Sympathie. Zudem macht sie, da früher eine Tänzerin, auch in den Kampfszenen eine sehr gute Figur. Die Schwertkampfszenen sind zuweilen blutig in Szene gesetzt. Die Duelle und ersten Treffen zwischen Golden Swallow und den Gangstern knistern richtig vor Spannung. Diese Aufeinandertreffen sind cool und sehenswert inszeniert. Yueh Hua (Challenge the Invincible) hingegen darf kaum kämpfen. Seine wenigen Szenen in dieser Hinsicht sind aber ebenfalls sehenswert.

Was die Bösewichte angehen haben mir vor allem Chen Hung-Lieh (The Lantern Street), Lee Wan-Chung (The Imperial Swordsman) und Yang Chi-Ching (The Sword of Swords) gut gefallen. Ku Feng (The Avenging Eagle) und Drunken Master Star Simon Yuen spielen auch Gangster, haben jedoch mehr Nebenrollen. Im Finale darf Lily Li (The Pier) noch mitmischen. Dass Chen Hung-Lieh am Ende entkommt, gefiel mir hingegen nicht. Da hätte man wunderbar noch einen 2. Finalkampf inszenieren können. Das ist etwas schade und geht in Richtung Potenzialverschwendung. Abgesehen davon hat mir der Film gut gefallen.

Fazit: Pflichtprogramm für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Da Zui Xia

HK 1966

R: King Hu

D: Chen Hung-Lieh, Lee Wan-Chung, Ku Feng, Simon Yuen, Cheng Pei-Pei, Yueh Hua, Yang Chi-Ching, Lily Li, Mars, Alan Chui Chung-San

Laufzeit der US-DVD: 94:42 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / 2. Sichtung: 19.07.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Dragon Dynasty vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs, exklusive Extras. Zu Wort kommen Cheng Pei-Pei, Bey Logan, Tsui Hark und Yueh Hua. Cool. Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray (von diversen Anbietern). Uncut und auch im O-Ton mit Subs. Titel: Das Schwert der gelben Tigerin.

Samstag, 16. Dezember 2023

14 Schwerter

14 Schwerter

Story:

Die Familie Yang erleidet in einer Schlacht gravierende Verluste. Die weiblichen Yang (Yukari Oshima, Cheng Pei-Pei, Kathy Chow, Li Jing, Yu Na) schwören Rache am Tod ihrer Brüder, Söhne und Väter…

Meine Meinung:

Aka The Legendary Amazons. Bei 14 Schwerter handelt es sich um eine Festland-China-Produktion und um ein Remake des Shaw Brothers Klassikers The 14 Amazons. Der von Jackie Chan (Police Story) produzierte Film hat die 2. Sichtung nicht bestanden und fliegt aus der Sammlung. Nicht alles an 14 Schwerter ist schlecht und für junge Fans, die z.B. nicht gerne alte Filme schauen, könnte der Film dennoch interessant sein.

Der Plot dürfte mehr oder weniger dem von The 14 Amazons erinnern. Teilweise erinnert der Film auch an den Shaw Brothers Film The Eight Diagram Pole Fighter mit Alexander Fu Sheng. 14 Schwerter bietet hier und da einige nette Bilder, nette Kämpfe, schöne Pferdestürzte und einen fiesen Bösewicht. Neutral betrachtet ist es auch schön, dass Regisseur Frankie Chan (Fun and Fury) Namen wie Yukari Oshima (Devil Cat), Wu Ma (14 Blades), Fung Hak-On (Edge of Darkness) oder Lam Wai vor die Kamera brachte.

Laut hkmdb «Lam Wai» aka «Vincent Lam Wai». Es ist jedoch wirklich der andere, bekanntere Lam Wai (Bloody Brotherhood), trotz Outfit und Bart klar zu erkennen am Gesicht/Mimik. Wu Ma und Fung Hak-On haben nur Gastauftritte, während Lam Wai eine Nebenrolle spielt und Yukari Oshima eine der Yang-Schwestern. Daneben sind noch die vor kurzem verstorbene Kathy Chow, Shaw Brothers Legende Cheng Pei-Pei (Whiplash) und die mir nicht sonderlich sympathische und relativ talentfreie Cecilia Cheung (Ausnahme: ihre Rolle in King of Comedy) als Yang-Schwestern zu sehen.

Die Schwestern auseinander zu halten war oft nicht einfach, da viele Massenszenen und die Mädels praktisch alle gleich aussehen (Outfits, Rüstung, Helme, schwarze Haare). Der Mix aus altmodischen Effekten und CGI hat nicht immer gepasst. Einige der CGI-Effekte waren mies, ebenso CGI-Hintergründe. Hier und da wurde jedoch auch mehr Aufwand betrieben (Feuerbälle). Auch im Abspann bei den Outtakes zu sehen. 

Was mir nicht gefiel war die sterile, zu saubere und billige Optik, der Humor, die miesen Songs auf Soap Opera Niveau und die Leads Cecilia Cheung und ihr Gegenstück, Xiao Mingyu. Die haben beide einfach schlecht gespielt und haben genervt. Zu keiner Sekunde glaubwürdig und totale Fehlbesetzungen. Die Füllszenen sind lahm und es gibt keine einzige wirklich tolle Action-Szene, so dass 14 Schwerter aus der Sammlung fliegt.

Fazit: Besser The 14 Amazons oder The Eight Diagram Pole Fighter schauen!

Infos:

O: Yang Men Nu Jiang Zhi Jun Ling Ru Shan

China 2011

R: Frankie Chan

P: Jackie Chan

D: Yukari Oshima, Cheng Pei-Pei, Kathy Chow, Li Jing, Yu Na, Cecilia Cheung, Richie Ren Xian-Qi, Lam Wai, Wu Ma, Fung Hak-On

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 108:08 Min.

Gesehen am: Juli 2012 / Neusichtung am: 13.12.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Splendid vor = Uncut, Wendecover, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Samstag, 2. Dezember 2023

The Thundering Sword

The Thundering Sword

Story:

Yu (Chang Yi) und Chiang (Lo Lieh) gehören der gleichen Schule an. Ihr Ziel ist es, dass besagte «Thundering Sword» zu finden. Als Yu auf Jiau (Cheng Pei-Pei) trifft und sich beide verlieben, Chiang vergiftet wird und diverse Gestalten (u.a. Chen Hung-Lieh, Ku Feng, Wu Ma) auftauchen, die ebenfalls nach dem Schwert suchen, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

The Thundering Sword wird oft mit Romeo und Julia von William Shakespeare vergleichen. Zum Glück habe ich vor der Sichtung über den Film gelesen, so dass ich meine Erwartungen anpassen konnte. Der Ende der 60er Jahre Shaw Brothers Film von Hsu Tseng-Hung (One Armed Against Nine Killers, The Invincible Super Guy), der oft mit Jimmy Wang Yu drehte, ist solide und ein Mix aus Schwertkampffilm, Drama und Liebesgeschichte (plus wenig Gesang).

Der Film bietet mehrere bekannte Namen in den Haupt- und Nebenrollen: Chang Yi (7 Men of Kungfu), Cheng Pei-Pei (Whiplash), Lo Lieh (Zodiac Fighters), Chen Hung-Lieh (A Sword Renounced), Wu Ma (A Chinese Ghost Story 2), Tien Feng (General Invincible) oder Ku Feng (The Avenging Eagle). Die Hauptfiguren werden von Chang Yi, der mir in späteren, unabhängigen Eastern und oft als verrückter Bösewicht, mehr gefiel als in seinen Helden-Rollen wie hier, und Cheng Pei-Pei. Beide harmonieren gut. Lo Lieh hat mehr eine Nebenrolle (praktisch die ganze Zeit bettlägerig, da vergiftet).

Der Rest (Ku Feng, Wu Ma, Tien Feng, Chen Hung-Lieh) sind gekonnte Namen in soliden Nebenrollen. Der Story kann man, zumindest wenn man die Darsteller kennt, gut folgen. Die Figuren agieren oft naiv, wie es dazumal in dem Genre nicht selten der Fall war. Es gibt nur sporadisch Action: blutige Schwertkämpfe und/oder sonstige Action-Szenen, in denen mit Waffen gekämpft wird. In einer Szene dürfen auch versteckte Fallen für etwas blutige Unterhaltung sorgen. Versteckte Trampolinsprünge dürfen auch nicht fehlen.

Obwohl es gerne mehr Kämpfe hätte geben dürfen, hat mich der Film solide unterhalten, auch dank den zuvor angepassten Erwartungen. Chang Yi sagte mir erst in den letzten Jahren etwas, daher bin ich froh, nun auch seine Shaw Brothers Frühwerke (neu) zu entdecken. Und Cheng Pei-Pei war in ihrer Darbietung einfach toll anzusehen.

Fazit: Für Fans von klassischen Shaw Brothers Schwertkampffilmen zu empfehlen!

Infos:

O: Shen Jian Zhen Jiang Hu

HK 1967

R: Hsu Tseng-Hung

D: Chang Yi, Cheng Pei-Pei, Lo Lieh, Tang Ti, Chen Hung-Lieh, Ku Feng, Wu Ma, Tien Feng,

Laufzeit der TW-DVD: 90:35 Min.

Gesehen am: 12.11.23

Fassungen: Mir lag die DVD aus Taiwan von Deltamac vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt keine deutsche Fassung und/oder Blu-Ray (Stand: Nov. 2023).

Montag, 11. Juli 2022

Painted Faces Review


Painted Faces 

Story:

 

Master Yu (Sammo Hung) führt eine Peking Oper Schule und unterrichtet die Kids in Disziplin, Peking Oper, Choreographie, Tanz und Akrobatik. Master Yu unterrichtet mit strenger Hand. Als die Schüler ins Jugendalter kommen und sich die Zeiten wandeln (Regierung schliesst Peking Oper Schulen), bringt das auch diverse Probleme mit sich…

 

Meine Meinung:

 

Painted Faces erzählt die Story von Sammo Hungs Ex-Lehrmeister Master Yu an der Peking Oper Schule und seiner eigenen Ausbildung an derselben. Für den Film schlüpfte Sammo Hung (Pantyhose Hero) nun selbst in die Rolle von Master Yu und gibt so Einblicke in seine eigene Kind- und Jugendzeit- und Ausbildungen, die er nebst anderen späteren HK-Stars wie Corey Yuen (Above the Law), Yuen Wah (Kick Boxer), Yuen Biao (A Kid from Tibet) oder Jackie Chan (Police Story) dort genossen haben.

 

Es wird praktisch eine Autobiographie erzählt und keine fiktive Geschichte. Painted Faces war ein Erfolg und gewann mehrere Preise. Umso interessanter ist dabei die Tatsache, dass die zwei damals grössten Filmstudios und Konkurrenten, Golden Harvest (Eastern Condors, Enter the Dragon, Last Hurrah for the Chivalry) und die Shaw Brothers (The Master, Misfire, Gang Master), den Film zusammen produziert haben. Schön!

 

Regie führte der mir bis zur letzten Woche unbekannte Alex Law. Dieser ist am 02.07.22 verstorben (RIP) - daher kam es zur Neusichtung von Painted Faces. Von Alex Laws kenne ich sonst gar nichts (als Regisseur). Ansonsten kenne ich einige Filme, für welche er als Writer fungierte (100 Ways to Murder Your Wife, The Moon Warriors, The Blacksheep Affair). Mit Painted Faces dürfte ihm aber sein wichtigster Film gelungen sein.

 

Der Film ist ein gut funktionierendes, authentisches und fesselndes Drama. Sammo Hung überzeugt sehr in seiner Rolle wie auch die Kinder- und Jugenddarsteller. Der damalige Zeitgeist wurde wunderbar eingefangen und obwohl der Film per se kein Action- oder Kung-Fu-Film darstellt, mochte ich Painted Faces. In Neben- und Gastauftritten sind zudem noch einige Grössen des damaligen Hong Kong Kinos zu sehen:

 

Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire, Crazy Safari, Encounters of the Spooky Kind 2), Wu Ma (Ghost in Me, Into the Night, Devil Gambler), John Shum (Police Assassins, Aces Go Places III, Pedicab Driver) oder Shaw Brothers Legende Cheng Pei Pei (Whiplash, The Golden Sword, That Fiery Girl). Dabei haben Lam Chng-Ying und Cheng Pei Pei Nebenrollen, der Rest nur Gastauftritte. Der Film beleuchtet die Zeit der Schüler als Kinder bis zur Jugendzeit und später, als die Schüler nach und nach in die Filmwelt abgewandert sind. Nach dem Ende und vor dem Abspann gibt es dazu noch Infos auf Texttafeln.

 

Fazit: Wer das 80er und 90er Kino aus Hong Kong mag, kommt um dieses Drama nicht herum!

 

Infos:

 

O: Chat Siu Fuk

 

HK 1988

 

R: Alex Law

 

D: Sammo Hung, Lam Ching-Ying, Wu Ma, John Shum, Cheng Pei Pei, Chung Gam-Yam, Cheung Man-Lung, Yeung Yam-Yin, Siu Ming-Fui, Goo Fai

 

Laufzeit der HK VCD: Disc 1 (56:34 Min.), Disc 2 (51:51 Min.)

 

Gesehen am: Mai 2004 / Neusichtung am: 08.07.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Mega Star vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, mittelmässige bis dürftige Bildqualität. Eine DVD gab es davon nie. Umso schöner ist es, als der Film 2018 in Hong Kong auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht wurde - restauriert, korrektes Bildformat, O-Ton, englische Subs = Fassung steht noch auf meiner Wunschliste. Die VCD wird definitiv durch die Blu-Ray ersetzt werden. 1991 lief der Film in Deutsch im TV. Abgesehen von einer Stream-Fassung auf Netflix Deutschland (nur deutsche Subs) gibt es keine deutschen Fassungen auf VHS/DVD/Blu-Ray (Stand: Juli 2022).

Sonntag, 28. November 2021

Whiplash Review

Whiplash

Story:

 

Hu Pien-Tze (Cheng Pei-Pei) bewirtet ein Inn, als sie von sieben Gangstern überfallen wird. Sie erkennt, dass die Diebe im Besitz von zwei Gegenständen sind, die ihrem verschollenen Vater gehörtem. Hu Pien-Tze nimmt die Gangster/Diebe in ihre Gewalt und begibt sich danach auf Schatzsuche um festzustellen, dass noch andere Parteien danach suchen und auch über Leichen gehen…

 

Meine Meinung:

 

Whiplash, eine 1974er Hong-Kong Produktion von Golden Harvest und in Taiwan gedreht, wartet mit dem damaligen weiblichen Shaw-Brothers Star Cheng Pei-Pei (The Jade Raksha, That Fiery Girl, The Golden Sword) in der Hauptrolle auf. Regie führt Ting Shan-Hsi (The Ghost Hill), der einige Filme mit Jimmy Wang Yu drehte (Showdown, Wang Yu - Der Karatebomber, The Fast Fists).

 

Nebst Cheng Pei-Pei hat auch Regisseur Ting Shan-Hsi Shaw Brothers Erfahrungen: in Come Drink with Me (der Film, welchen Cheng Pei-Pei zum Star machte) spielte er einen Banditen und in anderen Filmen durfte er Regie führen, z.B. im unveröffentlichten Imperial Tomb Raiders, Well of Doom oder in Flight Man. Nimmt man diese Filme zusammen erkennt man, dass Ting Shan-Hsi oft das Kung Fu mit dem Abenteuer-Film verknüpfte.

 

Dies tat er auch in Whiplash. Whiplash ist ein Mix aus Abenteuer- und Kung-Fu Film. Dazu gesellen sich Attribute wie Klamauk und sogar eine Gesangs- und Tanz-Szene mit Cheng Pei-Pei ums nächtliche Lagerfeuer und die sieben Gangster. Cheng Pei-Pei gibt einen starken weiblichen Lead (Cheng Pei-Pei Fans werden voll auf ihre Kosten kommen) ab und trägt den Film ganz allein.

 

Sie macht auch in den wenigen Kampfszenen eine gute Figur, dank Ballett- und Tanzunterricht, den sie jahrelang genoss. Vor allem ihre Beinarbeit und Flexibilität diesbezüglich sind spektakulär anzusehen. Sie kämpft zudem mit oder ohne Waffen – Mal Messer, kleinem Pfeilbogen oder der Peitsche (die Peitsche schwang sie bereits zuvor im Shaw Brothers Film The Shadow Whip).

 

Whiplash ist grundsolide. Gefällt dank dem Schatzsuche Setting (gedreht in Taiwan) und Cheng Pei-Pei. Von der Action (Kampfszenen) jedoch nicht wirklich was Besonderes. Teilweise cool gefilmt aber auch mit lahmen Füllszenen und vielen Nebenfiguren versehen. Manchmal (auch aufgrund der miesen Qualität der VCD) schwer zu folgen.

 

Fazit: Hat mir gefallen – muss aber in einer besseren Fassung her (mehr dazu unter Fassungen)! Für Fans von Cheng Pei-Pei zu empfehlen! 

 

Infos:

 

O: Foo Bin Ji

 

HK 1974

 

R: Ting Shan-Hsi

 

D: Cheng Pei-Pei, Chiang Chih-Yang, Chan Sing-Tak, Richard Tung Chin-Hu, Yi Yuan

 

Laufzeit der HK-VCD: 94:26 Min.

 

Gesehen am: 01.09.21

 

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Joy Sales/Fortune Star (The Legendary Collection) vor = O-Ton, feste englische Subs. Die Bildqualität ist eher schlecht und die englischen Subs aus zwei Gründen nur schwer lesbar: sehr unscharf, schlechte Qualität und oft befinden sie sich nicht im Bild. Die DVD aus China hat auch englische Subs, ist aber in Vollbild. Es gibt noch eine US-DVD (Shout Factory Double Feature?), welche ggf. eine bessere Qualität bietet. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2021).

Mittwoch, 29. August 2018

Naked Weapon Review

Naked Weapon

Story:

Auf einer Insel werden entführte Mädchen zu Killerinnen ausgebildet. Viele Jahre später: Ein Polizist (Daniel Wu) versucht die Killerinnen (u.a. Maggie Q und Anya) aufzuhalten und einer Mutter (Cheng Pei-Pei) zu helfen, ihre Tochter zurückzubekommen. Doch derweil machen sich auch andere Gangster (Andrew Lin Hoi) auf die Suche nach den «China Dolls», so wie die Killerinnen von der CIA genannt werden…

Meine Meinung:

Nach dem Hit Naked Killer versucht Produzent und Script-Writer Wong Jing erneut mit dem Nikita Thema und Action und Erotik zugleich, einen Hit zu landen. Diesmal nicht mit Clarence Ford (Chep Killers) als Regisseur, sondern mit Tony Ching Siu-Tung, der auch für die Action zuständig war. Immerhin ein erfahrener Bursche, wenn es um schwindelerregende, großartig choreographierte Action geht, siehe seine Arbeiten für Klassiker wie Duel to the Death, A Chinese Ghost Story, Swordsman, The Raid, Wonder Seven, Butterfly Sword, The Heroic Trio oder Dragon Inn.

Umso enttäuschender fällt das Ergebnis in Naked Weapon aus. Und ein zweiter Naked Killer ist es leider auch nicht geworden. Der komplett in Englisch gedrehte Film ist zwar nicht langweilig, aber das Gezeigte ist nicht wirklich gut. Das Nikita Thema mag ich allgemein nicht (vor allem Nikita als Film mag ich nicht), da stellt nur Black Cat 2 eine Ausnahme dar, daher hätte zumindest die Action gut sein müssen, um mich überzeugen zu können.

Doch leider enttäuscht die Action auf ganzer Linie. Billig, zu modern, zum Teil unübersichtliche Kameraführung, lächerliche Matrix Spielereien. Dazu kommen weitere Parts, welche dafür sorgten, dass mir der Film nicht wirklich zusagte:

Nikita Setting (wie bereits erwähnt) und viel schlimmer: unsympathische Figuren mit null Charisma. Durchs Band. Fängt bei den Mädels an (Maggie Q und Anya), gilt auch für die Helden (Daniel Wu) und wird sogar noch mieser, wenn es um den Bösewicht geht: Andrew Lin Hoi grottenschlecht, zum Teil peinlich und unfreiwillig komisch (gerade einige Sequenzen im Finale beim Kampf waren einfach nur zum Kopfschütteln und warum muss er mit offenem Hemd kämpfen?). Vor allem diese Gründe plus die absolut enttäuschende Action sorgen dafür, dass der Film, obwohl nicht langweilig, für meinen Geschmack nicht gut genug ist bzw. er mir nicht gefallen hat = DVD fliegt aus der Sammlung! Zum Glück war die Scheibe billig…PS: nur Cheng Pei-Pei (ehemaliger Shaw Brothers Star) war okay und erträglich in ihrer Nebenrolle!

PS: Das Spiel wiederholte sich 2012 mit Naked Solider ein drittes Mal (wieder Wong Jing, diesmal jedoch für die Action zuständig: Corey Yuen Kwai und Yuen Tak)

Infos:

O: Chek Law Dak Gung

HK 2002

R: Ching Siu-Tung

D: Maggie Q, Anya, Daniel Wu, Cheng Pei-Pei, Andrew Lin Hoi

Laufzeit der koreanischen DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Mir lag die DVD aus Südkorea vor (für ca. fünf CHF auf ebay gekauft, also fast geschenkt) = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton (Englisch) und englische Subs vorhanden. Uncut. In Deutschland auf DVD oder Blu-Ray auch Uncut und im O-Ton mit deutschen Subs zu bekommen (MC One und Nameless Media). Film wurde komplett in Englisch gedreht.

The Golden Sword Review

The Golden Sword

Story:

Bai Yu-Lung (Kao Yuen) versucht seinen Vater zu finden, der vor vielen Jahren (inklusive dessen goldenes Schwert) verschwunden ist. Auf seiner Reise trifft er die Bettlerin Ngai Jin-Feng (Cheng Pei-Pei). Beide verlieben sich und heiraten. Später wird der unbekannte Ort Dragon Palace (nur durch Frauen beherrscht) ins Spiel gebracht. Dieser soll mit dem Verschwinden von Bais Vater und auch dessen Vergangenheit eine wichtige Rolle spielen…

Meine Meinung:

The Golden Sword, ein Wuxia vom Jackie Chan Förderer Lo Wei für die Shaw Brothers, hat mir gut gefallen. Gerade dass inhaltlich Mal Wert auf Story gelegt wird, fand ich gut. In externen Reviews lese ich mehrfach die Story als Kritikpunkt heraus – doch mir persönlich hat die Story gut gefallen. Natürlich – man nimmt sich Zeit, Kao Yuen und Cheng Pei-Peis Figur zusammen zu führen – aber das sorgt a) für Abwechslung im Setting (auch wunderschöne verschneite Bilder) und b) gibt es mehr Action- bzw. Kampfszenen zu sehen (Cheng Pei-Peis erster Kampfauftritt ist zudem nicht nur sehenswert, sondern auch sehr blutig geraten).

Nebst Story, Bildern/Settings haben vor allem die Actionszenen Spass gemacht, die, wie gesagt, nicht harmlos geworden sind. Von den Figuren her fand ich Mal wieder die weibliche Hauptperson (Cheng Pei-Pei) sehr gut und dem männlichen Part (Kao Yuen) deutlich überlegen. Was die Ende der 60er Jahre Shaw Brothers Filme angehen, kann ich mit vielen der männlichen Helden/Darstellern nichts anfangen, da meist zu lieb, zu naiv und zu wenig Charisma bietend inklusive mir zu unbekannt. Um zu gefallen, müssen es schon starke Persönlichkeiten sein (Ku Feng, Jimmy Wang Yu, Lo Lieh, David Chiang, Ti Lung, Gordon Liu, Chen Kuan-Tai, Wong Chung…). Doch Ende der 60er Jahre waren diese noch rar gesät (Jimmy Wang Yu, Ku Feng, Lo Lieh, der Rest folgte erst später). Aber Cheng Pei-Pei (The Jade Raksha, Raw Courage, That Fiery Girl) holt die Kohlen aus dem Feuer und kompensiert den schwachen, männlichen Helden gut.

Fazit: Kann man sich als Shaw Brothers Fan der alten Ende 60er Jahre Filme gut ansehen!

Infos:

O: Long Men Jin Jian

HK 1969

R: Lo Wei

D: Cheng Pei-Pei, Kao Yuen, Wang Lai, Kao Pao-Shu, Lo Wei, Huang Chung-Hsin

Laufzeit der TW DVD: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2018). Mir lag die DVD aus Taiwan vom Label Deltamac vor (wahrscheinlich noch vom Taiwan Urlaub, lag lange ungesehen rum) = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Donnerstag, 26. April 2018

The Jade Raksha Review


 


The Jade Raksha

Story:

Leng Qiu Han (Chen Pei-Pei) ist auf dem Rachetrip. Ihre Eltern wurden von jemanden namens Yan umgebracht. Sie weiss jedoch nicht welcher Yan – da ein häufiger Name. Also tötet sie ALLE Yan unter ihrem Pseudonym «Jade Raksha». Sie trifft auf Xu Ying Hao (Tang Ching), der sie rettet und verliebt sich in sie. Das dumme: dieser arbeitet für Master Yan Tian Long (Yeung Chi-Hing), der damals Lengs Eltern bzw. Familie hat töten lassen, was Xu Ying Hao aber nicht weiss. Um es für Leng noch schlimmer zu machen, verliebt sich Xu Ying Hao in die Bettlerin / Sängerin Jiang Yin Fung (Wong Ching-Wan) und umgekehrt, wobei dessen Vater (Ku Feng) ein Geheimnis verbirgt, welches Xu Ying Hao Familienhintergrund betrifft…

Meine Meinung:

Dieser Ende 60er Jahre Schwertkampffilm der Shaw Brothers hat mir gut gefallen. Es wird eine interessante Rache-Story erzählt, welche am Ende mehr bietet, als nur eine 08/15 Handlung. Es tauchen mehrere Figuren auf, welche für den Verlauf der Geschichte von Wichtigkeit sind. Zudem werden die Taten der Figuren auch erläutert – wobei einige ethische Dilemmas widerfahren. Das macht den Reiz der Geschichte aus da es eben nicht nur um richtig oder falsch geht.

Der Film ist dabei sehr schön gefilmt und war für damalige Zeiten aufwändig in Szene gesetzt worden - viele tolle Kulissen, Effekte und schöne Hintergründe. Cheng Pei-Pei, welcher zwei Jahre zuvor mit Come Drink with Me der grosse Durchbruch gelang und danach in unzähligen Shaw Brothers Produktionen mitwirkte und zu den bekanntesten weiblichen Vertragsschauspielerinnern gehörte, spielt die Rolle der titelgebenden Jade Raksha sehr gut, auch wenn die Figur mehr als einmal unsympathisch agiert und wirkt. Aber gut gespielt, auch in den Actionszenen (als ehemalige Tänzerin konnte sie von ihren Ressourcen Gebrauch machen).

Aber auch die anderen Darsteller figurieren sehr gut: Tang Ching (sagt mir nichts, aber war sympathisch), Yeung Chi-Hing als Bösewicht (dachte zuerst es sei Ku Feng!!!), Ku Feng (als blinder Kämpfer), Wong Ching-Wan (als schüchternes Mädel, etwas farblos) und Fan Mei-Sheng ist als Film-Sohn des Bösewichtes zu sehen, der am Ende blutig stirbt.

Die Kampfszenen, vor allem mit Schwertern und kleinen, fliegenden «Darts» und/oder Fallen und Hinrichtungsgeräte angereichert, sind teilweise recht blutig ausgefallen wie so viele andere der Ende 60er Jahre Swordplay Streifen.

Fazit: Gut – Empfehlung an alle Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Yu Luo Cha

HK 1968

R: Ho Meng-Hua

D: Cheng Pei-Pei, Tang Ching, Yeung Chi-Hing, Ku Feng, Wong Ching-Wan, Fan Mei-Sheng

Laufzeit der Originalversion: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 01.02.18 / 2. Sichtung (US-Blu): 06.12.24

Fassungen: Gesehen via Ziieagle Box = Uncut, sehr gute Bildqualität, O-Ton, englische Subs vorhanden. Gäbe es in dieser Form auch auf DVD (von IVL in HK, von United in Thailand). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2018). Nachtrag Dez. 2024: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die US-Blu-Ray von Shout Factory vor. Der Film ist in deren Shaw Brothers Classics Vol. One Box zusammen mit anderen Filmen enthalten. Es gibt zum O-Ton englische Subs, die Bild- und Tonqualität ist hervorragend, der Film Uncut, es gibt Wendecover und es gibt zwei sehenswerte Extras. In "A Very Vocal Violence – Hong Kong Based Dubber Peter Boczar Reflects On His Time Behind The Microphone For A Number Of Martial Arts Masterpieces" spricht Amerikaner Peter Boczar, selbst auch Kung Fu Film-Fan, wie er dazumal als junger Fan nach Hong Kong reiste und dann im Dubbing-Studio endete. Er hat Kung Fu Filme auf Englisch synchronisiert. Fand ich interessant. Das 2. Extras betrifft Tony Rayns. Ihn einem vergangenen Review schrieb ich, dass ich ihm auch gerne hätte länger zuhören können, da er sein Fach versteht (Doctor Vampire Bonusmaterial). Hier spricht er über die Shaw Brothers Zeiten. Und das in Spielfilm-Länge ("Slicing At The Stars – An Interview With Critic And Hong Kong Film Expert Tony Rayns, About The Emergence, Key Players, And Success Of The Shaw Brothers Wuxia Film"). Ca. 90 Minuten dauert das. Er steuert tatsächlich auch noch neue Infos bei, sehr sympathisch.