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Samstag, 20. Dezember 2025

Witch Edited Review

Witch Edited

Story:

Der Prinz der Hölle (Ben Lam) verliebt sich in eine irdische Frau. Er überredet seine Eltern (u.a. Angela Mao) sich auf Erden als Mensch tarnen zu dürfen und seine Geliebte kennenzulernen. Er will, dass sich diese aus freien Stücken ihn in verliebt. Er wird dabei von May (Lam Wai) begleitet. Derweil treibt jedoch auch ein Geist, der Männer ermordet, sein Unwesen, der während dem Liebesspiel zuschlägt und den Opfern das Blut aussaugt…

Meine Meinung:

Auf Witch Edited, dessen On-Screen Titel lediglich Witch lautet, wurde ich aufmerksam, als ich das US-VHS (als The Ghost Bride) während einer FB-Auktion sah und diese nicht gewann und/oder verpasst habe. Es handelt sich um einen typischen «Cheapie» aus Taiwan, wie sie Anfang der 90er Zuhauf entstanden sind. Ein Mix aus Ghost-Story à la A Chinese Ghost Story, dümmlichem Klamauk und Soft-Sex als Füllszenen.

Der Film, der mit einem relativ bekannten Cast aufwartet, immerhin sind hier Namen wie Lam Wai (Bloody Brotherhood, Code of Honor, No Guilty), Ben Lam (Shadow Cop, Blood Sister, The Romance of the Vampires), Jack Long (Kung-Fu Wonder Child, School for Vampires, The 3-D Army) sowie Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer, Bandits, Prostitutes & Silver, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue) zu sehen, hat die Sichtung nicht bestanden. Der Film kommt knapp nicht in die Sammlung. Angela Mao hat mit Ausnahme des Finales keine Actionszenen abbekommen.

Die Story wirkt wenig originell, unzusammenhängend und der Humor nervt. Die wenigen eingestreuten Action- und Fantasy Szenen sind zwar solide und es ist cool, immer wieder Musik aus A Nightmare on Elm Street zu hören, aber eigentlich gibt es keine einzige wirklich tolle Actionszene zu sehen. Zwei Actionszenen, darunter das Finale, waren besser, werden aber durch den wirren Plot, den doofen Humor und vor allem durch schwache Leistungen von Ben Lam und Lam Wai getrübt. Ben Lam und Lam Wai sehe ich doch lieber in ernsten Rollen, als Bösewichte oder als Antihelden.

Ein Minus war auch der Dub. Es handelt sich um einen taiwanesischen Film und Originalton wäre Mandarin. Die mir vorliegende Videokassette war hingegen in Kantonesisch. Und der Dub hörte sich unecht und billig an. Praktisch jede Stimme gleich, so dass ich es schwer auseinander zu halten war, welche Figur was gesagt hat. Zudem sind bei einigen Dialogen die Kampf- und Hintergrundgeräuschen (oder die Musik) viel leiser abgemischt, so dass kaum zu hören. Das hat total genervt. Ich denke sogar, dass das nebst der schwachen Leistung von Ben Lam und Lam Wai der Hauptgrund ist, warum der Film nicht in die Sammlung aufgenommen wurde. In Mandarin hätte ich den Film wohl knapp behalten…

Fazit: Wer sich an uninteressanten Charakteren, dümmlichem Klamauk und dem billigen Dub nicht stört, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Gui Niang Zi

HK, Taiwan (je nach Quelle) 1992

R: Mark Lung Goon-Mo

D: Bai Yuchen, Lam Wai, Gam Chi-Gei, Ben Lam, Angela Mao, Pang San, Jack Long, Mark Long

Laufzeit der HK-VHS: 86:04 Min.

Gesehen am: 28.11.25

Fassungen: Mir lag die HK-VHS von Mei Ah vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Kantonesisch Dubbed statt O-Ton Mandarin (was genervt hat, zumal einige der Hintergrundgeräusche und Musik bei den Dialogen viel leiser zu hören sind) und englische Subs, Uncut (wirkte nicht zensiert und trotz CAT. III Freigabe gibt es jede Menge nackte Haut zu sehen). Es gibt auch eine VCD (vom gleichen Label) und eine US-VHS (Tai Seng) mit alternativem Titel (The Ghost Bride). Eine LD scheint es auch noch zu geben. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2025). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2025).

Donnerstag, 25. September 2025

Drugs Area Review

Drugs Area

Story:

Gangster-Boss Kenneth (Kenneth Tsang Kong) will mit den illegalen Geschäften brechen. Sehr zur Missgunst von Lam (Lam Wai), der erst vor kurzem in Kenneths Gang aufgenommen wurde. Dieser lässt sich in Thailand von seinem Onkel Eddy (Eddy Ko) beeinflussen und macht sich dort einen Namen. Bald plant Lam, Kenneth zu exekutieren. Die Polizei (u.a. Sibelle Hu Hui-Chung) ermittelt…

Meine Meinung:

Cheung Bing-Chan, der seine Karriere in Filmen wie Bruce Li – Faust der Vergeltung, The Kung Fu Warrior oder Lovers Blades als Darsteller startete (meist sehr kleine, relativ unbedeutende Rollen), versuchte sich ab 1991 als Regisseur. Daraus resultieren jedoch, gemäss Datenbank, nur zwei Filme und einer davon war Drugs Area, wobei Cheung Bing-Chan (zusammen mit Ma Yuk-Sing) die Action-Szenen ebenfalls als Action Director inszenierte.

Der Film hat mir leider zu wenig gut gefallen, so dass Drugs Area nicht in die Sammlung aufgenommen wird. Zwar gibt es gegen Ende etwas mehr Action (paar Shoot-Outs und paar Kämpfe) und das Thailand-Setting ist hier und da eine willkommene Abwechslung, aber im Grossen und Ganzen konnte mich der Film, der mit Stars wie Kenneth Tsang Kong (Paragon of Sword and Knife), Eddy Ko (Challenge the Invincible), Lam Wai (No Way Back) sowie Sibelle Hu (The Master Strikes Back) aufwartet, nicht überzeugen.

Warum nicht? Der Grund ist der, dass der Film vor allem einfach langweilig ist. Ja, ich schaute eine Fassung ohne englische Untertitel. Aber das wäre ja nicht das erste Mal und das hielt mich zu 95% nie davon ab, einen Film in die Sammlung aufzunehmen. Fehlende englische Untertitel sind also nicht der Grund, sondern mehr die Tatsache, dass der Plot einfach lahm in Szene gesetzt ist und es bis zum Finale kaum Action gibt. Längen. Gegen Ende des Filmes bessert sich der Zustand (= es gibt mehr Actionszenen), aber dann ist der Zuschauer mit den Gedanken schon ganz wo anders. Lam Wai wirkte auch lustlos. Sibelle Hu war ok und richtig gut war eigentlich nur Eddy Ko.

Fazit: Zu viele Längen, zu wenig Action!

Infos:

O: Du Wang

HK 1991

R: Cheung Ping-Chun

D: Kenneth Tsang Kong, Lam Wai, Eddy Ko, Sibelle Hu Hui-Chung, Michael Miu Kiu-Wai, Yip Yuk-Ping, Sovilai Boontiwaporn

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 95:17 Min.

Gesehen am: 28.06.25

Fassungen: Da ich die HK-VCD (Canto mit Englischen Subs, Uncut) nicht fand, kaufte ich mir aus Südkorea die VHS von SKC. Diese ist jedoch nur Dubbed in Mandarin und hat keine englischen Subs (nur koreanische Subs). Die Bildqualität ist solide. Der Film sah Uncut aus. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2025).

Mittwoch, 24. September 2025

Lord of East China Sea II Review

Lord of East China Sea II

Story:

Nach den Ereignissen in Lord of East China Sea geht es weiter wie folgt:

Luk Yu-San (Ray Lui), der mächtigste Mann in Shanghai und seine Verbündeten (Kent Cheng, Elvis Tsui), sehen sich in den 30er Jahren neuen Problemen konfrontiert, als die Japaner Shanghai angreifen…

Meine Meinung:

War schon der erste Film eine eher mässige und zähe Angelegenheit (und nichts für meine Filmsammlung), so ist der zweite Teil noch weniger interessant geworden. Vor allem der Inhalt ist diesmal weniger fesselnd und ich würde auch sagen, dass es a) weniger Actionszenen gibt, und diese b) weniger sehenswert sind, im Vergleich zum Vorgänger. Ob der Film nach dem ersten Film gedreht wurde oder der Film als Ganzes einfach in zwei Stücke zerteilt wurde, ist mir nicht bekannt.

Hier geht es jedoch mehr um Story und Politik als um unsere «Gangster-Helden». Teilweise gerät das Trio um Ray Lui (Fatal Termination), Kent Cheng (Run and Kill) und Elvis Tsui (Sentenced to Hang) arg in den Hintergrund. Aber auch Lam Wai (Visa to Hell), Carina Lau (Shadow Cop) und Cecilia Yip (Nomad), die alle auch aus dem Vorgänger zurückkehren, verschaffen es nicht, beim Zuschauer ein Interesse zu erwecken. Der Plot fesselt viel zu wenig. Der Vorgänger war als Gesamtpaket «greifbarer» und «menschlicher».

Der 1. Film lief über zwei Stunden und hatte eine stolze Laufzeit von 141 Minuten. Die Fortsetzung hingegen läuft 98 Minuten. Dennoch fühlte sich Lord of East China Sea II länger an. Ich empfand den Plot als lahmer und es gab mehr Längen. Auf der anderen Seite habe ich in einem Review gelesen, dass der 2. Film (vom Verleih, dem Studio oder den Produzenten?) für die (Kino?) Auswertung um 30 Minuten verkürzt wurde. Es liegt also der Verdacht nahe, dass der Film ursprünglich länger gewesen wäre. Aber da der erste Film nicht an den Erfolg von To Be Number One anknüpfen konnte, sahen sich die Produzenten wohl dazu genötigt, den zweiten Film zu verkürzen. Genutzt hat es wenig…

Fazit: Noch schwächer als der Vorgänger…

Infos:

O: Seung Hoi Wong Dai Ji: Hung Ba Tin Ha

HK 1993

R: Poon Man-Kit

D: Ray Lui, Kent Cheng, Elvis Tsui, Carina Lau, Cecilia Yip, Lam Wai

Laufzeit der taiwanesischen DVD: 98:39 Min.

Gesehen am: 21.09.25

Fassungen: Mir lag die taiwanesische DVD von Catalyst Logic/Fortune Star vor = O-Ton und englische Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2025).

Freitag, 8. August 2025

Holy Flame of the Martial World

Shawgust 2025

Holy Flame of the Martial World

Story:

Das Schicksal führt Geschwister (Max Mok, Yeung Ching-Ching) nach dem Tod ihrer Eltern wieder zusammen. Gemeinsam wollen sie die Mörder ihrer Eltern (Jason Pai Piao, Leanne Lau Suet-Wah) töten und den Tod ihrer Eltern rächen…

Meine Meinung:

Holy Flame of the Martial World ist Shaw Brothers Antwort auf Tsui Harks Zu: Warriors from the Magic Mountain. Regie führte Lu Chin-Ku (The Haunted Madam, Dreaming the Reality, Lovers Blades). Holy Flame of the Martial World bietet Unmengen an Fantasy-Elementen, abgefahrenen Kamerafahrten, schnellen Szenenabfolgen, charmanten Effekten und extrem viel Wirework-Einsatz. Sehr viel. Der Film wirkte auf mich schon fast zu abgedreht, zu übertrieben und zu überladen, was fantastische Ideen und die Hülle und Fülle an Figuren angehen.

Einige Action-Szenen waren zu schnell und etwas zu unübersichtlich gefilmt und geschnitten. Zudem fand ich den Humor und speziell auch die Musik(Geräusche) teilweise etwas nervend und doof. Wäre der Film ernster und der Film etwas weniger überladen gewesen, hätte ein echter Kracher bei rauskommen können. So bleibt noch immer ein guter, solider und sehenswerter und vor allem zu keinem Zeitpunkt langweiligen Wuxia-Fantasy-Abenteuer, das von Beginn an bis zum Ende rasant und pausenlos zu überzeugen und unterhalten versteht. Die Kostüme, Effekte und Settings sind bunt, abwechslungsreich und könnten aus einem Märchen stammen.

Was den Cast angeht, haben mir vor allem die Mädels um Yung Jing-Jing (Little Dragon Maiden), Yeung Ching-Ching (Treasure Hunters) sowie ein junger Max Mok (Usurpers of Emperor's Power) gut gefallen. Auch Jason Pai Piao (Pursuit of a Killer) sehe ich immer gerne. Er spielt hier den Bösewicht. Etwas weniger Overacting wäre hingegen wünschenswert gewesen. Wo wir schon beim Overacting sind: Venom-Star Phillip Kwok (Hard Boiled) und seine Lach-Technik waren sehr «silly». Er war übrigens nebst Yuen Tak (Iron Angels II) der Action-Choreograph des Filmes. In kleineren Rollen sind ausserdem noch Namen wie Lam Wai (Visa to Hell), Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire) und Elvis Tsui (Shaolin Prince) zu sehen.

Fazit: Wer fantasievolle Shaw Brothers Filme à la Bastard Swordsman, Demon of the Lute und Co. mag, kann bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: Mou Lam Sing Foh Ling

HK 1983

R: Lu Chin-Ku

D: Max Mok, Jason Pai Piao, Phillip Kwok, Leanne Lau Suet-Wah, Chu Ko, Yung Jing-Jing, Yeung Ching-Ching, Lau Siu-Kwan, Elvis Tsui, Chan Shen, Lam Wai

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = Shaw Brothers Classics Vol. Four. Der Film ist Uncut, kommt im O-Ton Kantonesisch daher und es gibt englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Als Extras gibt es ein ca. 8:30minütiges Interview mit Chu Ko, der im Film auch mitspielt. Er liefert einige interessante Hintergrundinfos zum Film = Als Shaw von Tsui Harks innovativer Wire-Work und Fantasy Produktion erfuhr, die gerade gedreht wurden (Zu: Warriors from the Magic Mountain), wurde danach gleich Holy Flame of the Martial World ins Leben gerufen. Die Action-Choreographen Yuen Tak und Phillip Kwok (einer der Venoms, spielt im Film auch mit) sollen sich nicht vertragen haben und nie gleichzeitig am Set gewesen sein und Star Leanne Lau Suet-Wah soll während den Dreharbeiten angeblich erst 16 oder 17 Jahre alt gewesen sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Dienstag, 28. Januar 2025

No Way Back

No Way Back

Story:

Ein Undercover-Cop (Dick Wei) wird getötet. Sein Freund Max (Max Mok Siu-Chung), ebenfalls bei der Polizei, versucht die Täter zu finden. Dabei stimmt er ebenfalls einer Undercover-Mission zu. Ein gefährliches Spiel beginnt, in dem Max nur ein Ziel kennt: die Mörder zu finden und den Tod seines Freundes zu rächen…

Meine Meinung:

No Way Back ist ein moderner HK-Actionfilm aus dem Jahr 1990. Ich fand den Film solide, hätte mir aber etwas mehr erwartet. Im Vergleich zu anderen Filmen haben mir einige der Schauspielleistungen nicht zugesagt und ich fand die erste Hälfte des Filmes relativ lahm. In zwei bis drei Momenten wirkte der Film sogar an John Woos Klassiker Bullet in the Head. Ob dieser Pate stand und sich die Filmemacher davon beeinflussen liessen? Ansonsten handelt es sich um einen 08/15-Plot. Schon 100x gesehen, aber das besser, dramatischer, actionreicher und derber.

In der 2. Hälfte wird der Film besser und auch das Ende mochte ich, weil mehr Action. Was für mich halt gar nicht funktioniert hat, war die Dramatik. Dick Wei (City Warriors, Visa to Hell, The Defector – Der Dragon Fighter) kann zwar kicken, wirkte aber ansonsten in seinem Gastauftritt, der die Motivation der Undercover-Aktion erklärt, lieblos. Als kämpfender Bösewicht gefällt er mir besser, als in einer solch dramatisch eingehauchten Rolle. Das gleiche gilt für Lam Wai (Bloody Brotherhood, Code of Honor, No Guilty) und Lung Ming-Yan. Ihre Szenen im Finale, die auf die Tränendrüsen drücken sollen, waren einfach unglaubwürdig gespielt und hatten null Wirkung.

Nebst Lam Wai spielt Max Mok (Gambling Baron, Usurpers of Emperor's Power, Lantern) die Hauptrolle. Er begibt sich nach dem Tod seines Freundes in die Undercover-Aktion und wird dabei in die Bande von Lai Wai aufgenommen, der mit der Bande von Shum Wai (Master's Necklace) in Konflikt steht. Max Mok wie auch Shum Wai haben das hingegen bravourös, glaubhaft und souverän gespielt. Ebenso Lung Fong (The Rebellious Reign) als eigentlicher Bösewicht. In Gastauftritten sehen wir noch Namen wie Danny Lee (The Killer), Teddy Yip (Mr.Vampire 1992), Ka Lee (Heroes Shed no Tears) und Phillip Chan (Carry On Yakuza). Auch CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness), dessen Auftritt jedoch mehr in die Kategorie Overacting und Fremdscham liegt.

Fazit: Solide Durchschnitt. Mehr Action und weniger Dramatik hätten sich positiv auf das Endergebnis ausgewirkt…

Infos:

O: Die Xue Jiang Nu

HK 1990

R: Lee King-Chu

D: Dick Wei, Max Mok, Lam Wai, Lung Fong, Shum Wai, Kwai Chung, Lung Ming-Yan, Carol Yeung Ling, Danny Lee, Phillip Chan, Teddy Yip, Ka Lee, William Ho Ka-Kui

Laufzeit der HK-LD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 29.11.24

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Star vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Vollbild, O-Ton aber keine englischen Subs. Das VHS aus den USA (Tai Seng) ist in Vollbild, in Canto und hat im Gegensatz zur HK-LD englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2024).

Donnerstag, 2. Mai 2024

Heroic Brothers

Heroic Brothers

Story:

Lam Wai greift zur Selbstjustiz, als die Schwester seiner Freundin durch eine Überdosis stirbt. Durch seine Aktionen wird Milliardär (Wu Ma) auf Lam aufmerksam. Er stellt ihn ein, um damit diverse Gangster-Bosse (u.a. Shing Fui-On) gegeneinander aufzuhetzen und zu töten. Doch am Ende will Wu Ma Lam selbst eliminieren lassen, doch Lam entkommt und dreht den Spiess um…

Meine Meinung:

Quasi HK-Remake von Death Wish 4 mit Musik aus A Nightmare on Elm Street und The Phantom of the Opera und Lam Wai (No Guilty) als Charles Bronson und Wu Ma (The Dead and the Deadly) als John P. Ryan. Als Gangster ist Shing Fui-On (Scheming Wonders) zu sehen und ein Sub-Plot mit Cop am Rande zeigt Ex-Shaw Brothers Star Alex Man (Misfire). Ob es den Polizisten im Original (Death Wish 4) gibt, weiss ich nicht mehr. Der Film ist solide, aber kein Meisterwerk.

Der Film verliert gegen das grosse US-Original. Ich fand das Schauspiel und Overacting von Shing Fui-On zu überdreht und übertrieben, die anderen Gangster waren sogar schlecht und nicht überzeugend und auch Lam Wai ist nun Mal kein Charles Bronson. Die Szenen, als er sich z.B. als Kellner von Shing Fui-On ausgibt, waren miserabel gespielt und allgemein sind die Dialoge peinlich und schlecht. Und Alex Man kommt viel zu wenig vor, so dass der Heroic Bloodshed Inhalt im Finale unglaubwürdig wirkt (à la Silent Night).

Abgesehen davon ist der Film aber actionreich und nicht langweilig. Die Musik aus A Nightmare on Elm Street ist mehrfach zu hören. Dies war in der Zeit, gerade auch aus dem taiwanesischen Kino, keine Seltenheit. Und die Phantom of the Opera Musik wird in einer Szene, als das Drogenopfer reanimiert wird, angewendet. Eigentlich nicht wirklich passend, aber das Theme ist halt schon stimmungsvoll und cool. Die Action-Szenen sind solide. Es gibt blutige Shoot-Outs, kleinere Stunts und der Bodycount ist hoch. Der Film hält sich mehr oder weniger an die Vorgaben aus Death Wish 4.

Fazit: Ok, gut, und solide aber kein Must Have Titel!  

Infos:

O: Fu Paau Siu Zi

HK 1991

R: Wu Kuo-Jen

D: Lam Wai, Wu Ma, Alex Man, Shing Fui-On, Gam Chi-Gei, Li Hai-Hsing

Laufzeit der HK-LD: 90:50 Min

Gesehen am: 17.02.24

Fassungen: Mir lag die HK-LD von ERA Home Video vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es nur in Taiwan auf DVD; und dies sogar in Widescreen (die HK-LD oder VCD sind nur in Vollbild). Dafür fehlt der O-Ton und die Bildqualität soll schlecht sein. Es gibt keine Blu-Ray und/oder deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024).

Samstag, 16. Dezember 2023

14 Schwerter

14 Schwerter

Story:

Die Familie Yang erleidet in einer Schlacht gravierende Verluste. Die weiblichen Yang (Yukari Oshima, Cheng Pei-Pei, Kathy Chow, Li Jing, Yu Na) schwören Rache am Tod ihrer Brüder, Söhne und Väter…

Meine Meinung:

Aka The Legendary Amazons. Bei 14 Schwerter handelt es sich um eine Festland-China-Produktion und um ein Remake des Shaw Brothers Klassikers The 14 Amazons. Der von Jackie Chan (Police Story) produzierte Film hat die 2. Sichtung nicht bestanden und fliegt aus der Sammlung. Nicht alles an 14 Schwerter ist schlecht und für junge Fans, die z.B. nicht gerne alte Filme schauen, könnte der Film dennoch interessant sein.

Der Plot dürfte mehr oder weniger dem von The 14 Amazons erinnern. Teilweise erinnert der Film auch an den Shaw Brothers Film The Eight Diagram Pole Fighter mit Alexander Fu Sheng. 14 Schwerter bietet hier und da einige nette Bilder, nette Kämpfe, schöne Pferdestürzte und einen fiesen Bösewicht. Neutral betrachtet ist es auch schön, dass Regisseur Frankie Chan (Fun and Fury) Namen wie Yukari Oshima (Devil Cat), Wu Ma (14 Blades), Fung Hak-On (Edge of Darkness) oder Lam Wai vor die Kamera brachte.

Laut hkmdb «Lam Wai» aka «Vincent Lam Wai». Es ist jedoch wirklich der andere, bekanntere Lam Wai (Bloody Brotherhood), trotz Outfit und Bart klar zu erkennen am Gesicht/Mimik. Wu Ma und Fung Hak-On haben nur Gastauftritte, während Lam Wai eine Nebenrolle spielt und Yukari Oshima eine der Yang-Schwestern. Daneben sind noch die vor kurzem verstorbene Kathy Chow, Shaw Brothers Legende Cheng Pei-Pei (Whiplash) und die mir nicht sonderlich sympathische und relativ talentfreie Cecilia Cheung (Ausnahme: ihre Rolle in King of Comedy) als Yang-Schwestern zu sehen.

Die Schwestern auseinander zu halten war oft nicht einfach, da viele Massenszenen und die Mädels praktisch alle gleich aussehen (Outfits, Rüstung, Helme, schwarze Haare). Der Mix aus altmodischen Effekten und CGI hat nicht immer gepasst. Einige der CGI-Effekte waren mies, ebenso CGI-Hintergründe. Hier und da wurde jedoch auch mehr Aufwand betrieben (Feuerbälle). Auch im Abspann bei den Outtakes zu sehen. 

Was mir nicht gefiel war die sterile, zu saubere und billige Optik, der Humor, die miesen Songs auf Soap Opera Niveau und die Leads Cecilia Cheung und ihr Gegenstück, Xiao Mingyu. Die haben beide einfach schlecht gespielt und haben genervt. Zu keiner Sekunde glaubwürdig und totale Fehlbesetzungen. Die Füllszenen sind lahm und es gibt keine einzige wirklich tolle Action-Szene, so dass 14 Schwerter aus der Sammlung fliegt.

Fazit: Besser The 14 Amazons oder The Eight Diagram Pole Fighter schauen!

Infos:

O: Yang Men Nu Jiang Zhi Jun Ling Ru Shan

China 2011

R: Frankie Chan

P: Jackie Chan

D: Yukari Oshima, Cheng Pei-Pei, Kathy Chow, Li Jing, Yu Na, Cecilia Cheung, Richie Ren Xian-Qi, Lam Wai, Wu Ma, Fung Hak-On

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 108:08 Min.

Gesehen am: Juli 2012 / Neusichtung am: 13.12.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Splendid vor = Uncut, Wendecover, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Freitag, 5. Mai 2023

A Chinese Ghost Story

A Chinese Ghost Story 

Story:

 

Der junge und naive Schuldeneintreiber Ling Choi San (Leslie Cheung) gerät an einen weiblichen Geist, ohne es zu wissen. Lip Siu Sin (Joey Wong), so heisst sie, und er verlieben sich. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, als Lip Siu Sin in der Hölle zwangsverheiratet werden soll. Ling Choi San versucht zusammen mit dem Schwertkämpfer Yin Chek Ha (Wu Ma) Lip Siu Sins Seele zu retten, damit sie wiedergeboren werden kann. Doch der Tree Demon (Lau Siu-Ming) hat etwas dagegen…

 

Meine Meinung:

 

A Chinese Ghost Story ist sicherlich einer der erfolgreichsten Mitte der 80er Jahre HK-Filme überhaupt. Der Film gewann Preise (Avoriaz Fantastic Film Festival, Fantasporto, Fantafestival, Golden Horse Film Festival), bekam Fortsetzungen (zwei) und ein Remake (2011) spendiert. Der Film wurde für viele der Beteiligten wie Leslie Cheung (Little Dragon Maiden), Joey Wang (100 Ways to Murder Your Wife), Wu Ma (A Taste of Cold Steel), Ching Siu-Tung (Dragon Inn), Tsui Hark (Black Mask 2: City of Masks), Phillip Kwok (Forbidden Arsenal), Sally Yeh (Crimson Street) oder Alan Chui Chung-San (The 7 Grandmasters) zu einem grossen Erfolg in ihren Karrieren.

 

Interessant ist, dass laut einem Toby Russell Interview, Regisseur und Choreograph Ching Siu-Tung sich von früheren Robert Tai Filmen hat inspirieren lassen, was die rasanten Action-Szenen und Choreographien angehen. Unter anderem aus Filmen wie Shaolin Vs. Ninja und Ninja – The Final Duel. So soll Ching Siu-Tung in Duel to the Death Actionsequenzen verwendet haben, die man fast 1:1 in Shaolin Vs. Ninja sah. Aber ich sage immer: besser geklaut als selbst schlecht gemacht!

 

Der von Tsui Hark produzierte Film gefällt vor allem durch drei Dinge:

 

1. Die spektakulären Action-Szenen und die rasante Choreographie! Das muss, dazumal Mitte der 80er Jahre im Kino, schon sehr cool gewesen sein! Es überrascht daher nicht, dass der Film an so vielen Film-Festivals lief, viele Nominierungen erntete und auch mehrere Preise gewann. Die Kamera ist am Geschehen immer dabei ohne unübersichtlich zu sein. Etliche Filmemacher sprangen danach auf den Zug auf und präsentieren ähnliche Action-Szenen. Nebst Regisseur Ching Siu-Tung waren auch Venom-Star Phillip Kwok und Alan Chui Chung-San an der Choreographie beteiligt. Letzterer arbeitete auch in besagten Robert Tai Filmen mit.

 

2. Der Fantasy-Aspekt. Der ist ziemlich cool! Ich würde definitiv nicht von Horror oder einem Märchen sprechen, sondern von einem Fantasy-Film. Es wird eine, scheinbar chinesische literarische Vorlage verfilmt. Es gab schon frühere Verfilmungen. Wie so oft waren die Shaw Brothers in der Hinsicht Vorreiter und haben den Stoff bereits 1960 mit The Enchanting Shadow verfilmt. Es gibt in den Kampfszenen Magie, es gibt diverse coole Monster und damit auch starke Effekte! Zwei Szenen waren so verrückt (mit Monster und Verwandlungen), die hätten genau so gut aus einem japanischen Film stammen können! Hut ab!

 

3. Der dritte Punkt, der mir sehr gefiel war die Musik! Egal ob damit der Song ist, den Wu Ma in einer Szene vorträgt oder das Titelgebende Theme gesunden von Star Leslie Cheung selbst und/oder Sally Yeh! Ein Genuss für die Sinne, jede Szene mit der Musik ist automatisch einfach toll anzusehen! Überdurchschnittlich schön!

 

Abgesehen von diesen drei Punkten muss ich jedoch anfügen, dass ich A Chinese Ghost Story ansonsten auch für etwas überbewertet halte. Der Plot ist sehr dünn und hätte Straffungen vertragen. Lange Zeit passiert eigentlich kaum etwas d.h. der Plot schreitet erst kurz vor dem Finale voran. Dass die von Leslie Cheungs gespielte Figur oftmals wieder in die Stadt zurückkehrt, sorgt für unnötigen Klamauk (Wong Jing) und Längen. Die Szenen tun nichts zur Sache und sind eigentlich lahmes Füllmaterial. Allgemein hätte man den Klamauk streichen sollen.  Und die Hauptfigur war zu naiv, um glaubhaft zu sein. Da waren Joey Wong und Wu Mas Charaktere besser skizziert. Mir ist auch bewusst, dass "das meckern auf hohem Niveau" ist.

 

Fazit: Sehenswerte und effektive Fantasy-Action aus HK! Nicht 100% perfekt, aber dennoch klar zu empfehlen!

 

Gefolgt von: A Chinese Ghost Story 2

 

Infos:

 

O: Sin Neoi Jau Wan

 

HK 1987

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Leslie Cheung, Joey Wong, Wu Ma, Lau Siu-Ming, Lam Wai, Wong Jing

 

Laufzeit der deutschen DVD: 91:54 Min.

 

Neusichtung am: 14.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von e-m-s vor = Box mit allen drei Teilen. Sehr gute Bild- und Tonqualität (sähen doch nur alle HK-Filme aus der Zeit so gut aus!), O-Ton, deutsche Subs, Uncut. In Taiwan (auf VHS) ca. zwei Minuten länger (unbedeutende Sequenzen, Frames. Dialoge).

Mittwoch, 12. April 2023

Visa to Hell

Visa to Hell 

Story:

 

Ein Cop (Lam Wai) ist hinter einem Gangster (Dick Wei) her. Der Gangster tötet die Frau und die Kinder des Polizisten und bevor er geschnappt wird, begeht er Suizid. Der Cop kann das nicht auf sich ruhen lassen und begibt sich mit Hilfe eines Taoist-Priesters (Lin Kuang-Yung) in die Hölle, um am Gangster Rache üben zu können…

 

Meine Meinung:

 

Visa to Hell ist ein schräger und seltener Film. In Datenbanken wird der Film als HK und/oder Taiwan-Produktion bezeichnet. Ich würde auf HK tippen, da vor Ort gedreht, ein Bild der Queen im Polizeirevier hängt und die Polizei sich mit CID vorstellt = HK-Film/Produktion. CID = [1] (britisch) Criminal Investigation Department / [1] An inspector from CID. (Ein Inspektor von CID.). Und gleichzeitig war Visa to Hell das Regiedebüt von Dick Wei. Er, der oft Bösewichte oder Nebenrollen spielte (City Warriors, Who Cares, The Defector – Der Dragon Fighter).

 

Dick Wei spielt auch die Hauptrolle als böser Gangster und war nebst Chang Chung-Kui für die Kampf- und Actionszenen zuständig. Im asiatischen Film ist es nicht unüblich, dass der Plot in die Hölle verlagert wird. Siehe Filme wie Japanese Hell, The Inferno, The Afterworld oder Heaven and Hell. Interessant ist, dass es sich bei Visa to Hell um eine modernere Produktion handelt (1992). Der Film ist ein Mix aus harter Cop Vs. Gangster Story (1/4 des Filmes) und Abenteuer in der Hölle (3/4 des Filmes).

 

Ich mochte den Mix. Dick Wei gefällt als sadistischer Killer/Bösewicht, trotz ähnlicher Haarpracht à la Van Damme in Harte Ziele. Aber wenn in Zeitlupe die Ehefrau oder beiden Kinder von Lam Wai vor dessen Augen blutig erschossen werden, fühlt man sich gleich wie zu Hause. Das kompromisslose HK-Kino der 90er. Daneben gibt es Musik aus A Nightmare on Elm Street und A Nightmare on Elm Street Part 2. Ca. 3-4x. Und die "Disco-Szene" = muss man gesehen haben, um es zu glauben! Vom dem 1989er Hit Lambada wurde die Melodie für die Disco-Szene (in der Hölle) und den Abspann gebraucht! Sicher ohne irgendwelche Lizenzen oder Rechte erworben zu haben. Was waren das noch für Zeiten!

 

Die Settings in der Hölle sind hübsch abwechslungsreich. Es wird dort geschossen, gekämpft, gezaubert und geflogen was das Zeug hält. Zombies, Ninjas und Dracula kommen ebenso vor wie Gastauftritte von Shum Wai (Triad Story), Chan Sing (Jumping Ash) und Shaw Brothers Star Kara Hui (Madam City Hunter). Statt Blut wird gelbe (oder hellgrüne) Flüssigkeit "geblutet". Das gibt dem Ganzen eine abstrakte Note, die zur surrealen Hölle und dem Fantasy-Aspekt passt.  Wie schon in The Seventh Curse stehen hier Dick Wei, Kara Hui und Chin Siu-Ho (Love Me Vampire) vor der Kamera. Letzterer eine grosse Nebenrolle und darf auch kämpfen. Lam Wai (Bloody Brotherhood) als Held macht seine Sache auch sehr souverän.

Fazit: Fans des 90er Jahre HK-Kinos können einen Blick riskieren!

 

Infos:

 

O: Saai Yap Dei Yuk

 

HK, Taiwan 1992

 

R: Dick Wei

 

D: Dick Wei, Lam Wai, Lin Kuang-Yung, Kara Hui, Emily Chu Bo-Yee, Chin Siu-Ho, Shum Wai, Chan Sing

 

Laufzeit der HK-LD: Ca. 95 Min.

 

Gesehen am: 25.03.23

 

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Star vor = Canto/Mandarin, keine Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Fassung im O-Ton mit englischen Subs (legal). Stand: März 2023.

Samstag, 19. März 2022

Crazy Mission Review

Crazy Mission

Story:

 

Drei Rookies (u.a. Li Luo, Lam Ting-Sang) werden nach der Polizeischule als Undercover-Agenten eingesetzt und geraten zwischen die Fronten von diversen Gangstern (Dick Wei, Ku Feng, Lam Wai, Tai Bo, Kara Hui, Billy Chow)…

 

Meine Meinung:

 

Crazy Mission ist ein Ende der 90er Jahre B-Actionfilm aus Taiwan und war besser als erwartet. Als ich die VCD zum Schauen parat hielt, was ich skeptisch aufgrund der Modernität des Covers und auch das Herstellungsjahr passte mir nur wenig (aus Hong Kong / Taiwan empfinde ich Filme nach 1995 als deutlich weniger interessant). Doch irgendeinen Grund musste die Anschaffung gehabt haben?!

 

In einem Review las ich folgenden Satz: A retro film made in the late-90s. Dem kann ich nur beistimmen. Und als ich den Cast sah wurden meine Befürchtungen reduziert: Dick Wei (Erotic Journey, Horrible High Heels), Ku Feng (Blood Sorcery, Black Magic), Lam Wai (Bloody Brotherhood, Retreat of the Godfather), Tai Bo (The Two Jolly Cops, Kick Boxer), Billy Chow (Fist of Legend, Escape from Brothel), Kara Hui (My Young Auntie, Who Cares)! Sehr cool! Vor allem bekannte Bösewichte und Ex-Shaw Brothers Stars. Für mich als Fan dieser Filme natürlich ein Augenschmaus!

 

Aus der Reihe tanzen dabei die drei Undercover-Cops. Die sind wenig sympathisch und charismatisch und am Ende bleibt nur die moralische Aussage stehen, dass es sich nicht lohnt, gegen das Gesetz zu verbrechen, auch nicht als Undercover-Cop. Ein Plot ist daher kaum vorhanden. Dafür gibt es bessere und mehr Action-Szenen als erwartet. Paar blutige Shoot-Outs und paar fetzige Kampfszenen. Etwas schade war, dass Kara Hui nicht im Kampf besiegt wurde.

 

Der Kampf gegen Billy Chow war hart und lang. Sicher eine der besten Action-Szenen des Filmes. Auch Dick Wei als Endgegner gefiel und die Bösewichte und gegeneinander konkurrierenden Ku Feng/Dick Wei Vs. Lam Wai/Tai Bo gefielen mir sehr gut, zumal diese Stars mehr als bloss kurze Nebenrollen innehatten. Der Plot ist definitiv nur Mittel zum Zweck. Machart und Musik sind nicht der Rede wert. Dafür rocken, wie gesagt, die Actionszenen.

 

Fazit: Low Budget, aber besser, kurzweiliger und unterhaltsamer als erwartet!

 

Infos:

 

O: Jie Tou Han Jiang

 

Taiwan 1997

 

R: Yeh Ching-Hui

 

D: Li Luo, Dick Wei, Ku Feng, Lam Wai, Tai Bo, Kara Hui, Billy Chow, Lam Ting-Sang

 

Laufzeit der HK-VCD: 63:03 Min. (Seite A) / 31:54 Min. (Seite B)

 

Gesehen am: 25.01.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Jumbo Plain vor = solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2022).

Freitag, 3. Dezember 2021

Lucky Dragon Review

Lucky Dragon

Story:

 

Die Story dreht sich um drei Gangster (Ken Lo, Lam Wai, Shing Fui-On), gemeinsame Geschäfte aber auch Verrate und Hinterhalte. Plus: die ermittelnde Polizei (Chi Kuan-Chun).

 

Meine Meinung:

 

Lucky Dragon ist ein Low-Budget Taiwan-Actioner, wie sie Anfang der 90er oft in Taiwan entstanden sind. Wer Filme dieser Art mag, kann sich bedenkenlos an Lucky Dragon wagen, auch wenn es sich beim Film um keinen Kracher handelt. Der Plot ist dünn und wenig originell. Statt Wu Ma, Dick Wei und Co. wurden andere «HK-Genre-Grössen» gecastet:

 

Dauer-Bösewicht Shing Fui-On (Drug Tiger), Japaner Ken Lo (Drugs Fighters) sowie Lam Wai, der in vielen ähnlichen solchen Filmen mitwirkte (The Dignified Killers) sind die drei Hauptfiguren. In Nebenrollen sind ausserdem Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Relentless Broken Blade), «Psycho» Mark Cheng (A Taste of Killing and Romance) oder Shum Wai (Hong Kong Godfather) zu sehen, wobei ich letzteren nicht Mal bemerkt habe.

 

Die Musik ist sicherlich grösstenteils gestohlen oder billig, die anderen Figuren sind unbedeutende No-Names, deren Rollen man ihnen nicht wirklich abnimmt und der ganze Look des Filmes ist billig und die Settings wenig originell (Hinterhof, Fabrik etc.). Dafür ist der Film, vor allem in der zweiten Hälfte, dank Actionszenen flott und kurzweilig unterwegs.

 

Es gibt kleinere Stunts, kürzere Kampfszenen (vor allem von Ex-Kicker Ken Lo) und vor allem blutige Shoot-Outs. Es wird vor allem Gebrauch von Faustfeuerwaffen (Pistolen) gemacht, auch wenn es in einzelnen Szenen blutige Action mit Messern zu sehen gibt. In der Hinsicht gibt es also nur wenig zu motzen und das sind die stärken des Gangster-Action-Filmes aus Taiwan. Lustig ist, dass Getroffene oft sehr akrobatisch von hohen Ebenen runterfallen und noch einen Salto einbauen oder irgendwo beim Runterfallen aufschlagen. Solch kleinen Stunts sind cool, Low-Budget hin oder her.

 

Fazit: Wer die ganzen Anfang 90er Jahre Low-Budget Action-Filme aus Taiwan im modernen Setting und mit «Zweitklassigen» Namen als Stars mag, kann sich bedenkenlos an Lucky Dragon wagen!

 

Infos:

 

O: Fu Xing Wei Long

 

Taiwan 1991

 

R: Wong Siu Jun, Yip Wai

 

D: Ken Lo, Lam Wai, Shing Fui-On, Chi Kuan-Chun, Mark Cheng

 

Laufzeit der HK-LD: ?

 

Gesehen am: 02.09.21

 

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Universe vor = Canto/Mandarin mit englischen Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Alternativen: US-VHS von PAN-ASIA Video. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2021).