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Montag, 19. Dezember 2022

Scanners III: The Takeover Review

Scanners III: The Takeover

Story:

 

Helena (Liliana Komorowska) ist ein Scanner. Sie befindet sich in Obhut des Wissenschaftlers Elton Monet (Colin Fox). Dieser testet an Helena ein neues Mittel, welches zuerst zu wirken scheint. Jedoch hat es Nebenwirkungen: es reduziert das empathische Gewissen und macht gewalttätig. So kommt es, dass Helena den Wissenschaftler tötet und flieht. Ihr Bruder Alex (Steve Parrish), auch ein Scanner und in Thailand stationiert, soll seine Schwester finden und zur Vernunft bringen…

 

Meine Meinung:

 

Fiel schon Scanners II im Vergleich zum David Cronenberg Film ab, so ist die 2. Fortsetzung nochmals weniger interessant und billiger in Szene gesetzt. Man geht hier definitiv mehr B- Horror- und/oder B-Action-Sci-Fi Wege. Wer diese Genres mag, könnte auch an Scanners III Freude haben. Ich muss sagen, wären die Filme nicht alle in einer (schicken) Box (aus Japan), so würde ich die Fortsetzungen wohl verkaufen.

 

Scanners III: The Takeover wartet mit unschönen 80er Jahre Friseuren, Klischees und vor allem uninteressanten 08/15 Figuren auf. Im 2. Film gab es wenigstens noch paar charismatische Bösewichte. Davon ist der 3. Teil weit entfernt. Einzig die Neuerung, dass mit Liliana Komorowska diesmal eine Frau "der böse Scanner ist", macht das ganze etwas reizvoller und interessanter.

 

Das war es dann aber auch schon: nebst wenig originellem Plot, eigentlich ein Aufguss aus dem ersten Teil, wird hier noch, und was fand ich lächerlich und peinlich, ein Rambo III Sub-Plot eingeflochten. Ist es dort Sly, der sich in Thailand eine Auszeit gönnt und mit dem Ex-Leben abschliessen und nichts mehr zu tun haben will, so ist es hier Scanner Alex, gespielt von Steve Parrish. Und die Szenen sollen ernst gemeint sein, aber wirkten vor allem peinlich und unfreiwillig komisch.

 

Immerhin, und das muss man dem Film lassen, langweilig ist er nicht. Es ist immer was los, das Tempo ist hoch, der Film abwechslungsreich und herrlich bescheuert und anspruchslos. Abgerundet wird dies von charmanten blutigen Effekten, sei es explodierende Köpfe, Finger oder blutige Shoot-Outs. Aber auch hier: der Effekt aus Scanners (Kopfexplosion) bleibt technisch unerreicht!

 

Fazit: Lohnt sich eigentlich nicht wirklich. Wem der 2. Teil gefiel, schaltet auch hier ein. Wer B-Horror/Action-Filme mag, kann auch einen Blick riskieren!

 

Infos:

 

O: Scanners III: The Takeover

 

Kanada, USA 1991

 

R: Christian Duguay

 

D: Liliana Komorowska, Valérie Valois, Steve Parrish, Colin Fox, Daniel Pilon, Peter Wright

 

Laufzeit der jap. DVD: 99:30 Min.

 

Neusichtung am: 17.12.22

 

Fassungen: Siehe Scanners!

Mittwoch, 16. November 2022

Scanners II: The New Order Review


Scanners II: The New Order

Story:

 

Polizei-Kommandeur John Forrester (Yvan Ponton) gelingt mit Hilfe eines Tricks (Macht der Scanners) der grosse Coup: er bekommt das Sagen in der Stadt und geht gewaltbereit gegen Gangster vor. Scanner David Kellum (David Hewlett), dem er dies verdankt, soll nun selbst geopfert werden. Ihm gelingt die Flucht, doch Forrester und seine Schergen (u.a. Raoul Max Trujillo) sind ihm auf den Fersen…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem grossen Erfolg von David Cronenbergs Meisterwerk Scanners waren Fortsetzungen die logische Folge. Diese erreichen qualitativ jedoch nicht das Level des 1. Teils, was nicht heissen soll, dass sich die Filme nicht lohnen. Im Gegenteil: Scanners II: The New Order ist unterhaltsam und kurzweilig. Einfach als B-Film gesehen.

 

Der Film bietet all die Klischees und schmierigen Bösewichte-Charakter, die man sich aus dem Genre nur wünschen kann. Die ersten ¾ werden vor allem von blutigen Shoot-Outs dominiert, wenn man Mal von der Gehirn-Szene im Supermarkt absieht. Erst im Finale dürfen dann mehrere nette Make-Up Effekte, Masken und Splatter-Einlage (sprich mehrere platzende Köpfe) folgen. Dabei erreichen die Effekte nicht das Niveau der legendären Szene, die in Scanners das Publikum schockierte/erfreute (je nach dem).

 

Raoul Max Trujillo als Bösewicht hat mir gefallen. Auch der "böse" Scanner, der aussieht wie ein Helfer aus Frankensteins Labor war perfekt gewählt, kam aber leider im Verlauf des Filmes nicht weiter zum Zug. David Hewlett als Held war ok, aber nichts Besonderes. Durch seine Figur wird eine direkte Verbindung zum Vorgänger aufgebaut. Isabelle Mejias ist etwas fürs Auge und die handgemachten Effekte sind gut. Das verschneite Setting kommt dem Film teilweise gut zu stehen.

 

Wer anspruchsloses B-Film-Kino mag, kann bedenkenlos zugreifen!

 

Gefolgt von: Scanners III: The Takeover

 

Infos:

 

O: Scanners II: The New Order

 

Kanada 1991

 

R: Christian Duguay

 

D: David Hewlett, Deborah Raffin, Yvan Ponton, Isabelle Mejias, Tom Butler, Raoul Max Trujillo, Vlasta Vrana

 

Laufzeit der jap. DVD: 104:01 Min.

 

Neusichtung am: 11.10.22

 

Fassungen: Mir lag die japanische Scanners Box von Happinet Pictures mit allen drei Teilen vor. Zu Scanners II: Uncut, O-Ton, jap. Subs (ausschaltbar), sehr gute Bild- und Tonqualität. Alternativen: die deutsche Blu-Ray Box von Wicked-Vision Media!

Mittwoch, 31. Oktober 2018

A Nightmare on Elm Street Review



Horroktober 2018 Spezial

A Nightmare on Elm Street

Story:

Fred Krueger (Robert Englund), ein ehemaliger Kindsmörder, kehrt in den Alpträumen der Jugendlichen (u.a. Amanda Wyss, Jsu Garcia, Johnny Depp) an die Elm Street zurück, um Rache zu üben. Nancy Thompson (Heather Langenkamp), deren Freunde z.T. schon Opfer von Fred Krueger wurden, nimmt den Kampf gegen das Monster auf…

Meine Meinung:

Klassiker des Horrorfilms von Wes Craven und Auftakt zu einer neuen Horrorreihe, welche sich hinter der Halloween, The Texas Chainsaw Massacre oder Freitag der 13. Reihe nicht zu verstecken braucht. Freddy Krüger wurde zur bekannten Horrorfigur, die A Nightmare on Elm Street Reihe zu einer bekannten, kultigen Horrorfilmreihe und auch in der Popkultur ist Freddy Krüger, wie auch andere Filmkiller à la Leatherface, Pinhead oder Jason Vorhees, nicht mehr wegzudenken.

A Nightmare on Elm Street zähle ich zu den besten Filmen von Wes Craven nebst Last House on the Left, The Hills Have Eyes, Das Haus der Vergessenen oder Scream und ist für mich persönlich eine schöne Kindheitserfahrung, da dies sicher einer der ersten Horrorfilme war, welchen ich sah (weitere Titel: Der Blob, Der weisse Hai, Chucky – Die Mörderpuppe inklusive Teile 2 und 3, Link der Butler, weitere A Nightmare on Elm Street Fortsetzungen, einige der Halloween Fortsetzungen, Stephen Kings Es, Friedhof der Kuscheltiere 1 + 2 etc.) und an welchen ich mich immer gut zu erinnern vermochte (war eine Ausstrahlung der Unrated Fassung auf dem Schweizer Sender SF1).

Als Kind hatte ich vor dem Film, speziell vor der Musik, höllisch Angst. Daher mochte ich den Film auch so gut – denn was gibt es Schöneres, als sich gruseln zu lassen? Ich mag die ganze Reihe um Freddy Krüger. Teil eins mag ich besonders, da Freddy Krüger, stark gespielt von Robert Englund, der damit zur Horrorikone aufstieg (und danach in vielen anderen Horrorfilmen zu sehen war), noch ernst war. Humor kam erst ab Teil drei zum Tragen – auch ein Grund, warum ich den stark unterschätzen zweiten Teil (Review: HIER KLICKEN!) der Reihe sehr mag.

Auch die anderen Darsteller machen ihre Sache sehr gut. Heather Langenkamp kehrte in Teil drei und sieben zurück, Johnny Depp ist in einer seiner ersten Rollen zu sehen (und hat in Teil sechs ereut einen Kurzauftritt), bevor er zu einem gefragten Star in Hollywood aufstieg und B-Darsteller John Saxon kennt der Fan nebst Bruce Lee Klassikern vor allem aus dem Ital. Kino (Der Todeskuss des Paten, The .44 Specialist, Special Cop in Action).

Die düstere Stimmung, unheimlichen und fantasievollen Alptraum-Szenen und wunderbaren Make-Up- (Freddy Krügers Gesicht) und Splattereffekte (Tinas Ende) tun ihr Übriges dazu, warum es nicht überrascht, dass A Nightmare on Elm Street dazumal so erfolgreich war.

Ein Klassiker des Horrorfilms, den man als Fan des Genres gesehen haben sollte (was nicht für das Remake gilt)!  

Gefolgt von: A Nightmare on Elm Street 2

Infos:

O: A Nightmare on Elm Street

USA 1984

R: Wes Craven

D: Robert Englund, Heather Langenkamp, Amanda Wyss, Jsu Garcia, Johnny Depp, John Saxon

Laufzeit der US-DVD: 91:19 Min.

Gesehen am: Kindheit / Review überarbeitet am:31.10.18

Fassungen: Mir liegen vor: die US-DVD (Box mit allen Teilen, Uncut im Sinne der Kinofassungen, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs) von New Line, die DVD aus Japan (in der Hoffnung, dass die Unrated Fassung enthalten ist = Fehlanzeige) von Happinet und die jap. Laserdisc (= Unrated Fassung und somit länger als die DVD Fassungen, leider z.T. recht dunkel in Sachen Bildqualität) von Herald Videogram. Das deutsche VHS und die UK LD entsprechen auch der Unrated Fassung.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Scanners Review

Horroktober 2018 Spezial
Scanners

Story:

Wegen einer unerwünschten Nebenwirkung von Medikamenten, welches Schwangeren verabreicht wurde, haben deren Babys nach der Geburt die Fähigkeit, die Gedanken der Menschen zu lesen, deren Willen und Handlungen zu steuern und/oder Gegenstände zu bewegen und/oder explodieren lassen zu können. Der verrückte Darryl Revok (Michael Ironside) hat diese Fähigkeit. Der Scanner plant die Menschheit zu vernichten und setzt seine Fähigkeit mit tödlicher Gewalt ein. Andere Scanner macht er sich zu Nutzen oder tötet sie. Wissenschaftler sehen in dem Scanner Cameron Vale (Stephen Lack) Potenzial, dass dieser Darryl aufhalten kann – doch zuerst muss Cameron um sein Überleben kämpfen…

Meine Meinung:

Dem kanadischen Filmemacher David Cronenberg (Maps to the Stars) gelang mit Shivers ein Hit – viele andere Highlights im Horrorgenre sollten folgen: Die Brut, Videodrome, The Dead Zone, Die Fliege oder Naked Lunch. Dazu zählt auch Scanners aus 1981 – erster und bester Teil der dreiteiligen Scanners Reihe, die von zwei (was ich in Erinnerung habe) anspruchslosen, aber kurzweiligen B-Filmen fortgesetzt wurden inklusive qualitativ ähnlichen Rip-offs (Scanner Cop 1 + 2).

Scanners selbst ist anspruchsvolles und sozialkritisches Kino (wer erinnert sich z.B. nicht an den Softenon Skandal, bei welchem in der Schweiz viele Babys ohne Gliedmassen zur Welt kamen, weil das Medikament unerwünschte Nebenwirkungen hatte und Schwangeren verabreicht wurde) welches mir schon früher immer sehr gut gefallen hat. Dieser Eindruck bestätigt sich weiterhin und bleibt bestehen. Ich denke auch nicht, dass sich meine Meinung zu Scanners jemals (ins schlechte) ändern wird.

Die Story ist interessant, trotz ruhiger Phasen nie langweilig, spannend und bietet dem Fan ein typisches Ende à la David Cronenberg. Der von Pierre David produzierte Film, er produzierte viele Horrorfilme in der damaligen Zeit, z.B. Visiting Hours, indem auch Michael Ironside als Bösewicht überzeugt, Of Unknown Origin (Mann gegen Ratte), The Dentist (B-Movie von Brian Yuzna), Wishmaster (KNB-FX Ansammlungen, die lohnt, gesehen zu werden) oder Smash Cut (für Fans von David Hess), bietet einen wunderschönen Soundtrack (von Howard Shore), wenige aber hervorragende und nicht vorhersehbare Effektsequenzen von Dick Smith (der platzende Kopf war in Deutschland vor allem von Horrorfilmgegnern und Zensurbefürwortern das Argument der ersten Wahl) und superbe Leistungen der Darsteller.

Vor allem Michael Ironside als Bösewicht ist eine Wucht! Er spielte in seiner späteren Karriere oft Bösewichte, was Filme aufzuwerten vermochte, da er dies diabolisch, charmant und absolut überzeugend tat. Filme, die sich lohnen, mit Michael Ironside gesichtet zu werden: Visiting Hours (hier spielt er einen fiesen Psychopathen), Watchers (Dean R. Koontz Verfilmung – Ironside spielt auch hier herrlich überzeugend den fiesen Bösewicht), Total Recall (Michael Ironside als Bösewicht auf der Jagd nach Held Arnold Schwarzenegger in einem Paul Verhoeven Film = absoluter Klassiker) oder Starship Troopers (Paul Verhoeven zum Zweiten). Nur schon seine Rolle und Präsenz in Scanners macht den Film glaubhaft und unglaublich gut – ein anderer Darsteller oder eine Fehlbesetzung hätten den Film ruiniert.

Fazit: einer der besten und bekanntesten Filme von David Cronenberg, den es lohnt, gesichtet zu werden! 

Gefolgt von: Scanners II: The New Order

Infos:

O: Scanners

Kanada 1981

R: David Cronenberg

D: Michael Ironside, Stephen Lack, Jennifer O'Neill, Patrick McGoohan, Lawrence Dane

Laufzeit der jap. DVD: 102:44 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 11.10.18

Fassungen: Mir liegt die jap. Scanners Box (DVD, Teile 1-3) von Happinet Pictures vor = stabiler Schuber, Booklet, alle drei Teile Uncut mit O-Ton und mind. jap. Subs. Die Bildqualität ist gut. In Deutschland inzwischen von mehreren Labels auf Blu-Ray veröffentlicht worden (Uncut, Deutsch/Englisch, deutsche Subs etc.).

Freitag, 21. Juli 2017

Dawn of the Dead Review



 
Webmaster mit George A. Romero am NIFFF 2006
Dawn of the Dead

Story:

Problem: Zombie Apokalypse
Rettung: Hubschrauber und grosses Einkaufszentrum
Inhalt: Eine Gruppe bestehend aus drei Männern und eine Schwangeren (u.a. David Emge, Ken Foree)
Problem: Zombies
Problem Nr. 2: Rockerbande (u.a. Tom Savini) versuchen ins Kaufhaus zu kommen und mit ihnen die Zombies…

Meine Meinung:

Dawn of the Dead, der 2. Teil nach Die Nacht der lebenden Toten, führt Romeros Zombie Trilogie (Night of the Living Dead, Dawn of the Dead, Day of the Dead), welche später aufgerundet wurde mit Land of the Dead, Diary of the Dead, Suvival of the Dead, weiter.

Der Film wurde zu einem weltweiten Erfolg und gilt als Klassiker im Horror- und Zombiefilm. Es existieren mehrere Versionen zum Film der an unzähligen Festivals lief und viele Preise gewann und 2004 folgte ein Remake.

Der Film führt Themen aus seinem Vorgänger weiter. Die Apokalypse ist da – unerklärt und der Vorspann setzt mitten im Chaos ein. Danach werden die Figuren eingeführt und die eigentliche Story beginnt – die Flucht aus dem Chaos ins Kaufhaus, wo sich eine Gruppe Menschen versteckt um zu überleben. War es in Teil eins ein Haus ist es hier ein ganzes Kaufhaus – dieser Wandel und die Szenen am Ende (mit den Rockern und dem Plündern, obwohl die Welt im Chaos versinkt und Geld nicht mehr wichtig scheint) soll gar die Konsumgesellschaft kritisch darstellen.

Vordergründig ist Romero jedoch ein starker Horror- bzw. Zombiefilm gelungen, der mir jedoch im Argento Cut besser gefällt. Regisseur George A. Romero hat mit Dario Argento, dem Regisseur und Italiener von solch namhaften Klassikern wie Tenebre, Deep Red oder Suspiria, einen Deal abgeschlossen, der es Dario Argento ermöglichte, für Europa bzw. Italien und nicht englischsprachige Ländern, seine eigene Version rauszuhauen. Diese hat Argento auch selbst geschnitten. Dabei blieben u.a. einige humoristische Szenen und Handlung auf der Strecke, was den Film etwas ernster und actionreicher macht, was ich begrüsse. Zudem wartet der Film mit dem tollen Soundtrack der Ital. Band Goblin auf – nur schon deshalb schaue ich mir lieber diese Fassung an.

Jedoch scheint es in beiden Fassungen auch unterschiedliche Gewaltszenen zu geben, d.h. in einer Fassung fehlt etwas oder ist expliziert als in der anderen. Das ist jedoch nur in 1-2 Szenen erwähnenswert (Hubschrauber köpft Schädeldecke vom Zombie gibt es z.B. nur im Romero Cut zu sehen, dafür werden in der Argento Fassung die Kinder-Zombies expliziter erschossen) und ansonsten gibt es genug Effekte im Argento Cut, damit auch der Splatterfan auf seine Kosten kommt.

Die Spezialeffekte stammen von Tom Savini, den Horrorfans ein Begriff ist – er war u.a. für die Effekte in Freitag der 13., Freitag der 13. – Das letzte Kapitel, The Prowler, Deathdream, Nightmare, Creepshow 2, The Burning oder The Texas Chainsaw Massacre 2.

Mit Zombie und einigen der anderen erwähnten Filme machte er sich einen Namen und durfte in einer Vielzahl von Streifen sein Können, welches er live im Vietnamkrieg erlebte bzw. sich davon inspirieren liess, zeigen. Er ist auch in einer Nebenrolle als Rocker am Ende zu sehen. Nebst vielen blutigen Shoot-Outs sind es sicherlich die Machete im Kopf, der explodieren Kopf und die Fressszenen am Ende, welches die Highlights in Sachen Effekte im Film darstellen. Was das Aussehen der Zombies angeht muss man, vor allem aus heutiger Sicht, Abstriche machen. Make-Up Veränderungen wurden nur selten vorgenommen, meist wurde die Hautfarbe einfach anders bemalt (bläulich). Dafür hat Savini dann im 3. Teil Day of the Dead einige seiner bis dato besten Effekte Kreationen auf die Leinwand gezaubert, so dass das Dawn of the Dead Make-Up Thema vom Tisch ist bzw. ihm verziehen sei.

Nebst Tom Savini, Dario Argento und George. A. Romero machte sich der Schwarze Darsteller Ken Foree nach dem Film einen Namen in Sachen Horrorfilme. Unter anderem war er zu sehen in: From Beyond, Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre 3, The Dentist oder Joshua Tree (mit Dolph Lundgren).

Dario Argento war also für seinen Schnitt, die Wahl der Musik und als Skript-Berater zuständig. Dessen Bruder Claudio hat Romeros Werk zudem produziert – wahrscheinlich resultiere daraus der Deal zwischen Argento und Romero.

Mir gefällt der Film wegen seiner Stimmung, der Action, den Effekten, dem Kammerspiel, dem Soundtrack von Goblin und weil die Figuren sympathisch gezeichnet sind – was deren Schicksal also nicht egal macht. Verbesserungswürdig wäre das Aussehen der Zombies und als negativ müssen, auch im Argento Cut, einige Längen und paar humoristische Szenen in Kauf genommen werden (gerade die Rocker am Ende betreffend).

Fazit: Ein toller Klassiker den jeden Horrorfilmfan gesehen haben sollte! 

Gefolgt von: Day of the Dead

Infos:

O: Dawn Of The Dead

USA 1979

R: George A. Romero

D: David Emge, Ken Foree, Scott H. Reiniger, Gaylen Ross, David Crawford, Tom Savini

Laufzeit der US DVD: 119:09 Min. (Argento Cut)

Erstsichtung: Schulzeit (7. 8. Klasse) (Noch als Trilogy Of The Dead Version)

Review überarbeitet: 17.07.17

Fassungen: Mir lag vor: jap. Blu Ray = Booklet, Sonderverpackung, drei Blu Ray Discs = US Kinofassung, Langfassung, Argento Cut. Gesehen als Argento Cut = Englischer Ton, u.a. in 5.1. Die Bildqualität ist sehr gut. Es gibt nur jap. UT (nicht fest im Bild). Mir liegt zudem noch die US DVD Box von Anchor Bay vor, ebenfalls mit allen drei Fassungen (auch hier: keine englischen UT). Wer englische UT will muss zur Arrow Fassung aus England greifen. In Italien bereits als Blu Ray in 4K Restauration und als Ultra HD Blu Ray erhältlich (jedoch auch hier: keine englischen Subs). In Deutschland in diversen Fassungen Uncut erhältlich (Deutschland und/oder als angebliche Fassungen aus Österreich, da Film unverständlicherweise noch immer "verboten").