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Sonntag, 26. Juli 2026

Evil Dead Burn

Evil Dead Burn

Story:

Alice (Souheila Yacoub) und ihre Familie trauern gemeinsam im Anwesen um Alices Ehemann, den sie heute beerdigt haben. Als die Dämonen von einzelnen Familienmitgliedern Besitz ergriffen, endet die Nacht in einem Gemetzel…

Meine Meinung:

Evil Dead Burn ist der dritte Teil der neuen Evil Dead Reihe nach Evil Dead und Evil Dead Rise. Eine Reihe, die es bisher nicht in meine Sammlung (oder wieder aus meiner Filmsammlung) geschafft hat. Mir sind die alten Filme (Evil Dead 1 + 2) einfach lieber. Mehr Nostalgie, mehr Charme, mehr Sympathieträger (Bruce Campbell). Evil Dead Burn wurde vom jungen französischen Regisseur Sébastien Vanicek inszeniert, der vor einigen Jahren mit seinem Tierhorrorfilm Infested zu überzeugen vermochte. Ich habe Evil Dead Burn am NIFFF verpasst. Die Sichtung holte ich mir heute mit dem Kumpel nach.

Ich habe mich nicht gross um den Film informiert, nicht viel gelesen und den Trailer sah ich gezwungenermassen während der Backrooms Kino-Vorstellung. Einiges, was ich über den Film wusste, gefiel mir nicht (z.B. französische Rap-Musik). Ich war skeptisch. Leider hat mir Evil Dead Burn nicht sonderlich gut gefallen. Für meinen Geschmack handelt es sich um den schwächsten der drei neuen Evil Dead Filme. Der Film war zwar meistens gut gemacht (wobei es auch einige CGI-Momente gibt) und eigentlich nicht wirklich langweilig (dennoch zog sich die 2. Hälfte ewig und ich kämpfte gegen die Müdigkeit), dennoch konnte ich mit dem Film nicht viel anfangen. Mit fast zwei Stunden Laufzeit fand ich den auch klar zu lang (es gibt ausserdem während und nach dem Abspann noch Szenen zu sehen).

Ein Plot ist kaum vorhanden. Die Bild-Optik war mir zu wenig wechselhaft. Die Bilder und Farben zu gleich, zu monoton. Die Kameraführung und Schnitte waren mir oft zu wild, zu hektisch, zu nah dran und/oder dann fanden Gewaltmomente doch nur im off screen statt. Wenn die Dämonen ihre Opfer minutenlang im Haus hin- und her schleudern, kam ich mir mehr vor, als sähe ich mir einen Marvel-Film an, statt einem Horrorfilm. Eine echte Spannung war nie vorhanden und ich fand den Film selten atmosphärisch oder stimmungsvoll. Das Hauptproblem waren jedoch alle Figuren. Die waren alle uninteressant und unsympathisch. Als Zuschauer baute ich zu keinem einen Draht auf und fieberte daher auch mit niemandem mit. Der Film und das Overacting (der Dämonen oder die Familienstreitigkeiten) waren zum Teil zu viel des Guten. Allgemein fand ich die Dämonen langweilig und auch in Sachen Gore und Splatter hätte ich mir, nachdem was ich alles gehört habe, mehr erhofft.

Fazit: Nicht mein Cup of Tea!

Gefolgt von: Evil Dead Wrath

Infos:

O: Evil Dead Burn

USA, Neuseeland 2026

R: Sébastien Vanicek

D: Souheila Yacoub, Luciane Buchanan, Hunter Doohan, Victory Ndukwe, Tandi Wright

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 110 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Läuft in den Kinos in einer scheinbar leicht entschärften Fassung (Schnitte für das R-Rating). Ob auf DVD, Blu-Ray und UHD eine Uncut sprich Unrated Fassung erscheinen wird, ist noch nicht bekannt. In Deutschland soll der Film am 31.12.26 auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Butcher Wing

Butcher Wing

Story:

Ah Tang (Hon Kwok-Choi) und Lam Sai-Wing (Ng Ming-Choi) haben Stress mit örtlichen Gangstern (Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi). Wong Fei Hung (Jason Pai Piao) nimmt die Beiden daraufhin als Schüler bei sich auf und unterrichtet sie in Kung Fu…

Meine Meinung:

Butcher Wing ist ein Drunken Master und Die Schlange im Schatten des Adlers Nachzügler. In der First Film Produktion von Gam Ming und Luk Pak-Sang gibt es nichts Neues oder Originelles zu sehen (cool war aber die Musik aus Suspiria, die dreimal vorkommt). Der Film ist kein Kracher, aber auch kein schlechter Film. Butcher Wing ist ein solide Kung Fu Komödie. Der Plot ist simpel und wie schon in Drunken Master und Co. wird hier eine Wong Fei Hung-Geschichte erzählt. Diesmal schlüpft Shaw Brothers Star Jason Pai Piao (Portrait in Crystal, Bolo, Men from the Gutter) in die Rolle des chinesischen Volkshelden.

Er ist ein Plus des Filmes, gerät aber hier und da in den Hintergrund. Sein Kampf im Finale ist eine der besten Szenen des Filmes. Der Finalgegner wird von Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, Shaolin Prince) verkörpert. Auch er macht seine Sache mehr als ordentlich. Schade, dass er im Film nicht mehr Kampfszenen bekommen hat. Jason Pai Piao beisst sich an ihm die Zähne aus. Dass der Held nicht einfach gewinnt, das schätze ich im Kung-Fu-Genre. Die rechte Hand von Lee Hoi-Sang wird von Addy Sung Gam-Loi (The Treacherous Breed, Kung Fu from Beyond the Grave, Fury of a Virgin) gespielt, der immer wieder Kampfszenen zum Besten geben darf.

Die Kampf- und Trainingsszenen sind solide. Gegen Ende werden sie besser und alle Kampfszenen, an denen Jason Pai Piao und Lee Hoi-Sang beteiligt sind, sind sogar sehenswert. Leider nervt der Humor und der englische Dub ist sehr schlecht. Und noch schlimmer ist die Wahl der beiden Helden, die zu den Schülern von Jason Pai Piao werden: es handelt sich um Hon Kwok-Choi (Call Me Dragon) und Ng Ming-Choi (Little Super Man). Beides meiner Meinung nach Schauspieler der C-Riege und wenig sympathisch und nervend. Die Nebenrolle von Cheng Fu-Hung (The Brave Lion) passt hervorragend dazu. Da wäre ein anderer Cast deutlich aufwertender gewesen.

Fazit: Fans von Jason Pai Piao können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Zhu Rou Rong

HK 1979

R: Chin Ming, Luk Pak-Sang

D: Ng Ming-Choi, Hon Kwok-Choi, Lee Hoi-Sang, Addy Sung Gam-Loi, Jason Pai Piao

Laufzeit der US-DVD: 89:21 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Videoasia vor = Englischer Dub (übel schlecht), Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, Ocean Shores Kopie, Uncut-Status unbekannt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

Update

Bei folgendem Review gibt es unter Fassungen einen neuen Nachtrag und ein neues Cover:

- Raiders of the Shaolin Temple