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Dienstag, 4. November 2025

The Haunted Villa Review

Horroktober 2025

The Haunted Villa

Story:

Während der Nachtschicht vergewaltigt der verheiratete Arzt Dr. Han (Kung-Won Nam) die Krankenschwester Kyung-Ah. Sie wird schwanger. Als sie nicht abtreiben will, kommt es zum Handgemenge. Die leblose Kyung-Ah versenkt Dr. Han in einem Brunnen. Doch damit hat der Spuk für ihn noch kein Ende…

Meine Meinung:

The Haunted Villa kommt nicht in meine Filmsammlung. Der Anfang der 80er Jahre Film aus Südkorea war dazu zu unspektakulär. Ausserdem ging ich mit falschen Erwartungen an den Film. Es handelt sich nämlich nicht wirklich um einen Ghost-Film (was ich mir jedoch erhoffte), was dem Zuschauer auch während der Sichtung schnell klar wird. Der Film ist relativ zahm und vor allem repetitiv. Da kein Ghost-Setting gibt es leider auch nur wenig stimmungsvolle Momente.

Was solche angehen blieben mir nur der Beginn (Gewitter, Regen), die Nachtschicht (mit dem dramatischen Ausgang des notgeilen Arztes) und das Finale (wieder Gewitter & Regen) in Erinnerung haften. Sonst erinnert der Film deutlich mehr ans Ital. Giallo Genre oder an Mystery-Thriller à la Umberto Lenzi. Jene mit Carroll Baker, in welcher Paranoia und Betrug oft eine Rolle spielen und am Ende ein Twist den anderen jagt, was wahre Täter, mehrere Täter oder Motive angehen.

Das Ende gefiel mir nicht wirklich, auch wenn ich einen Ausgang dieser Art erwartet und habe kommen sehen. Richtige Highlights sind zäh und die Szenen sind immer die gleichen und repetitiv. Aufgrund von fehlenden englischen Untertiteln sind auch die Motive der Figuren nicht 100% klar (warum zeigte die Krankenschwestern den Arzt nicht einfach an?). Die mir unbekannte Darstellerin, die die Krankenschwestern spielte, die später via Rasiermesser Jagd auf den Doc macht, spielte das ordentlich. Sie war die beste Figur im Film, was das Schauspiel angeht.

Regie führte Lee Doo-yong, der auch einige Martial Arts Filme realisiert haben soll. Darunter interessante wie Returned a Single-legged Man: 2, der mich vom Titel und der Prämisse (der Held verliert ein Bein) an The One-Armed Swordsman erinnert. Ansonsten dürfte Nam Koong-won der wohl bekannteste Name der Produktion sein. Er, welchen den Arzt spielt, hat eine grosse Karriere mit vielen Rollen vorzuweisen (A Woman After a Killer Butterfly, A Bloodthirsty Killer, Space Monster Wangmagwi). Wer die Krankenschwester spielt, konnte ich hingegen nicht in Erfahrung bringen.

Fazit: Den fand ich, genau wie seine Vorbilder (Carroll Baker «Gialli»), unspektakulär. Zwar nicht wirklich langweilig, aber auch nicht sonderlich toll. Wurde nach London verkauft! 

Infos:

O: Gwihwa sanjang

Südkorea 1981

R: Lee Doo-yong

D: Kung-Won Nam, Yang-ja Jin, Han Eun-jin, Kim Yun-mi

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:36 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Dong Yang Production vor = Vollbild, gute Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Koreanischer Ton und keine Untertitel. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025).

Sonntag, 29. Dezember 2024

4 Robbers

4 Robbers

Story:

Vier Gangster (Lee Wing-Saan, Wynn Lau Chun-Fai, Ng Hong-Sang, Sek Hon) sorgen mit Raubüberfällen in Hong Kong und Thailand für Schlagzeilen. Sie legen sich dabei nicht nur mit der Polizei (u.a. Addy Sung Gam-Loi), sondern auch mit diversen Gangster-Gruppen (u.a. Ku Feng, Charlie Cho Cha-Lee) an…

Meine Meinung:

Aka Four Robbers. Es handelt sich um einen Actionfilm aus Hong Kong im modernen Setting. Der Ende der 80er Jahre Film erinnert dabei an eine abgespeckte Low-Budget Variante der HK-Film-Reihe Long Arm of the Law. Nur leider deutlich schlechter und vor allem unspektakulärer. Der Film von und mit Addy Sung Gam-Loi (The Buddhist Fist, Unreal Dream, Fury of a Virgin) ist leider zu wenig gut, um in meine Filmsammlung integriert zu werden. Addy Sung Gam-Loi fungierte als Multitalent: nebst Regie und Co-Star war er auch für das (schwache) Drehbuch und die Action-Choreographie (solide) zuständig.

Nebst Addy Sung Gam-Loi bietet der Film nur wenig bekannte Namen. Und diese sind ausschliesslich in kleineren Nebenrollen zu sehen: Shaw Brothers Star Ku Feng (The Web of Death, Die Todespagode des gelben Tigers, The Shaolin Disciple), Charlie Cho Cha-Lee (Who Cares, The Two Jolly Cops, Police Story 2) oder Shum Wai (Bloody Brotherhood, Code of Honor, Tough Beauty and the Sloppy Slop). Zwei der vier «Robbers» werden von No-Names gespielt.

Der Film bietet zahlenmässig viel Actionszenen und war nicht langweilig. Es gibt sicher alle fünf Minuten eine Actionszene zu sehen (Prügelei oder vor allem lahme Shoot-Outs). Leider waren der Film und auch die Action zu unspektakulär, repetitiv und die Hauptfiguren waren nicht charismatisch und einfach langweilig. Eine bessere Besetzung die "vier Robbers" betreffend hätte den Film aufgewertet. Aber so sind einem die Figuren total egal. Mit blutigen Shoot-Outs muss der Fan auch bis zum Finale warten. Die Shoot-Outs im ersten Viertel oder Mittelteil sind uneffektiv in Szene gesetzt. Lag wohl am kleinen Budget…

Fazit: Besser die Long Arm of the Law Filme auffrischen!

Infos:

O: Sei Daai Tin Wong

HK 1987

R: Addy Sung Gam-Loi

D: Lee Wing-Saan, Wynn Lau Chun-Fai, Ng Hong-Sang, Sek Hon, Addy Sung Gam-Loi, Ku Feng, Charlie Cho Cha-Lee, Shum Wai

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:32 Min.

Gesehen am: 23.11.24

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Dong Yang Production vor = Vollbild, O-Ton Kantonesisch mit koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität. Sah in Sachen Action Uncut aus, ggf. in einer Sexszene zensiert. Es gibt eine US-DVD von Low-Budget Labels = auch nur in Vollbild und Englisch Dubbed. Der Dub soll furchtbar sein. Es gibt weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Nov. 2024).

Dienstag, 10. Dezember 2024

The Unique Lama

The Unique Lama

Story:

Der oberste Lama (Yueh Hua) will die Herrschaft in China an sich reissen und den 4. Prinzen töten. Er gibt sich als Shaolin Kämpfer aus, tut sich mit den Helden Judy (Judy Lee) und Meng (Meng Fei) zusammen. Sie werden verhaftet und in ein Verliess gesteckt. Dort finden sie den General und fliehen. Der oberste Lama geht mit List und Intrige vor: durch den General erhofft er sich, den 4. Prinzen zu finden, ehe Judy und Meng merken, dass der «Shaolin Kämpfer» in Wahrheit ihr Feind ist…

Meine Meinung:

Aka Shaolin Vs Lama. Nicht zu verwechseln mit dem Lee Tso-Nam, Alexander Lo Rei und Chang Shan Meisterwerk mit dem gleichen Titel (Taiwan 1984). Der Film scheint selten und unbekannt. Ich finde im Netz nur ein Review. Auch Regisseur Sun Yung ist mir namentlich unbekannt. Von ihm liegt mir ein Film (auch als südkoreanische VHS) ungesehen vor: Snake Woman's Marriage aus dem Jahr 1975. Auch eine Produktion aus Taiwan. In Purple Darts fungierte er als Assistant Director und dann hat er auch Drehbücher geschrieben (Assassin Vs Assassin, The Five Devil Ghost = liegt mir auch ungesehen als VHS vor).

The Unique Lama hat einen etwas wirren und konfusen Plot. Das störte beim Schauen. Wenn ihr meiner oben genannten Inhaltsangabe folgt, werde ihr den Plot weniger konfus finden. Dann gibt es noch einen Sub-Plot mit einem Helden, in welchen sich Yueh Huas Filmschwester verliebt. Und es ist schon nur gut zu wissen, wer der Darsteller bei den Helden und wer bei den Bösen angesiedelt ist. Was diesmal störend war, war das Vollbild der VHS-Version. Der Film wurde im Original im Widescreen (2.35:1) gedreht. Wie so oft gibt es davon aber nur Vollbild Fassungen.

Oft fällt das bei Kampfszenen nicht sonderlich gross ins Gewicht, hier hat es aber bei einigen Kampfszenen definitiv geschadet, da zu viel Bild verloren ging da die Kamera zu nah dran war. Das macht die Kampfszenen und die Choreographie oft unübersichtlich. Das ist leicht schade. Meng Fei (The Unbeaten 28) & Judy Lee (Story in Temple Red Lily) waren solide. Der grosse Star und Pluspunkt für mich war Yueh Hua (The Web of Death) als Bösewicht und glatzköpfiger Lama Kämpfer. Sein Overacting geht gut ab und ich fand es cool, ihn Mal als Bösewicht zu sehen. Auch abgesehen davon gibt es paar hübsch skurrile Momente (Judy Lee und Kampf gegen ein Skelett, Verliess voller tödlicher Fallen, ein kämpfender Mann in einem Löwen-Anzug).

Fazit: Vor allem Fans von Yueh Hua zu empfehlen!

Infos:

O: Da La Ma

Taiwan 1978

R: Sun Yung

D: Yueh Hua, Judy Lee, Meng Fei, Chan Gong, Betty Pei Ti, Lung Suen

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 84:43 Min.

Gesehen am: 07.11.24

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Dong Yang Production vor = auf dem Cover steht fälschlicherweise Shaolin Vs. Lama (wobei der Titel auch so eingeblendet wird), Vollbild, Englischer Dub mit koreanischen Subs, k.A. ob Uncut. Eine O-Ton Fassung ist mir nicht bekannt. Ebenso wenig sind mir deutsche Fassungen oder DVDs/Blu-Ray Fassungen bekannt (Stand: Nov. 2024). Die Bild- und Tonqualität der VHS sind solide.

Dienstag, 27. Februar 2024

Imperial Sword

Imperial Sword

Story:

Ein Richter wird vor korrupten Offizieren ermordet. Die Tochter des Richters (Judy Lee) sinnt auf Rache. Die Bösewichte (Chang Yi, Blacky Ko Shou-Liang, Lung Fei, Jack Long Shi-Chia, Chin Lung, Yueh Yang) suchen nach dem Blood Rain Sword, werden von der Rächerin aber immer wieder gestört…

Meine Meinung:

Imperial Sword hat mir ziemlich gut gefallen. Das durch die Tatsachen, dass es eher wenig Klamauk und dafür viel fantasievolle Action gibt (vor allem Gimmicks und Waffen der Kämpfer) und auch der Cast kann sich sehen lassen, vor allem bei den Bösewichten. Der Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Regisseur Chen Chi-Hwa (The Ape Girl, Retreat of the Godfather, The Young Taoism Fighter) hat mich gut unterhalten und mich von der Operation meiner Katze abgelenkt.

Die Story ist etwas verworren und es lohnt sich, diese zuvor zu studieren und in Erfahrung zu bringen. Wer die einzelnen Stars kennt, wird dem Plot danach problemlos folgen können. Ansonsten wird es schwierig, da, trotz englischen Untertiteln (mehr dazu unter Fassungen), diese in dieser Form und Fassung wenig brauchbar sind. Der Fan solcher Filme muss nicht selten schlechte Bildqualitäten in Kauf nehmen - Imperial Sword ist dabei leider auch schlechter als andere VHS.

Es wird mit Schwertern, Metallstangen, Metall-Krallenhänden oder einer fliegenden Guillotine gekämpft. Da kamen mir Filme wie Master of the Flying Guillotine, Shaolin – Eine Faust die tötet, A Sword Renounced, The Flying Guillotine oder The Avenging Eagle in den Sinn. Vor allem die Guillotine und die Krallenhände von Bösewicht Chang Yi (The File of Heroes) haben es mir angetan. Er hat mich dabei an Ku Feng und seinen Finalkampf gegen Ti Lung und Alexander Fu Sheng aus The Avenging Eagle erinnert.

Allgemein hat der Film, auch aufgrund des Casts, Shaw Brothers Vibes. Chang Yi spielt, Mal wieder, den Bösewicht und er macht dies sehr gut. Leider hat er dabei nur zwei Kampfszenen abbekommen, die aber zu den Highlights des Filmes zählen. Auch die anderen Bösewichte haben mir sehr gefallen, allen voran Lung Fei (The 7 Grandmasters), Blacky Ko Shou-Liang (Der Silberspeer der Shaolin) mit Tomas Milian Frisur (aus Die Strickmütze) sowie das Duo Jack Long Shi-Chia und Chin Lung. Was die Helden angehen überzeugen Judy Lee (The Legend of Mother Goddess) und Tien Peng (The Lost Swordship). Das Kind ist erträglich.

Fazit:

Für Kung Fu und Swordplay-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Sheng Jian Feng Yun

Taiwan 1977

R: Chen Chi-Hwa

D: Chang Yi, Tien Peng, Judy Lee, Yueh Yang, Hsieh Hsing, Ho Kang, Suen Ling, Blacky Ko Shou-Liang, Lung Fei, Jack Long Shi-Chia, Chin Lung

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:34 Min.

Gesehen am: 09.01.24

Fassungen: Mir lag das VHS von Dong Yang Production aus Südkorea vor = durchschnittliche Bildqualität d.h. unscharf, verwaschen und die englischen Subs sind oft kaum lesbar, da heller Hintergrund. Dafür nicht abgedunkelt. O-Ton, wahrscheinlich Uncut. Auf DVD gibt es den Film in den USA und England (Vollbild, nur Englisch Dubbed). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2024).

Donnerstag, 8. Februar 2024

Blue Butterfly the Amazon

Blue Butterfly the Amazon

Story:

Der Kaiser der Ching Dynastie, Kun-ryung, geht durch seinen General (Lee Jae-yeong) brutal gegen die Bevölkerung von Joseon vor, die an der Grenze leben. Männer werden getötet, Frauen verschleppt. Pak Ok-hwa (Yu Mi) wird Zeuge, wie ihr Vater getötet wird. Daraufhin schwört sie Rache an den Tätern…

Meine Meinung:

Blue Butterfly the Amazon ist ein Kung-Fu-Film aus Südkorea aus dem Jahr 1984. Der Film hat mir sehr gut gefallen. Ich wurde durch meinen London-Dealer und durch den Film The Undertaker In Sohwa Province auf den Film aufmerksam - durch Schauspielerin Jin Noo-Ri, welche mich in The Undertaker In Sohwa Province zu überzeugen vermochte. Mein London-Dealer schrieb über Blue Butterfly the Amazon, Zitat: «But yeah, you wont be disappointed. Non-stop female fighting action».

Dem kann ich fast zustimmen. Ja, der Film von Choe U-hyeong (Shaolin Drunk Fighter) hat in der Tat "non-stop fighting" Action, aber nicht nur durch Frauen. Es gibt auch immer Mal wieder längere Kampf-Passagen, in denen nur die Männer am Kämpfen sind. Das tut dem Spass aber keinen Abbruch. Der Rache-Plot ist simpel und der Film wirklich unterhaltsam, actionreich und toll choreographiert und gefilmt. Es wird viel mit Farben gearbeitet und es gibt mehrere Frauenrollen, die dann als Rächerinnen auftreten.

Die Hauptrollen in Sachen Frauen spielen die bereits erwähnte Jin Noo-Ri, die auch in paar wenigen Filmen aus HK bzw. Taiwan zu sehen war (Ninja Vs Shaolin Guards). Ungesehen liegt mit seit vielen Jahren noch der koreanische Kung-Fu Film Deadly Shaolin Longfist vor, in welchem sie auch mitspielt. Die 2. Im Bunde ist Yu Mi. Beide machen ihre Sache ordentlich. Sehenswerte Frauenpower und sehenswerte Kampfszenen. Dass der Film mehr ernst statt lustig ist, gefiel mir auch wie auch die Wahl der Musik.

Lee Jae-yeong (Black Dragon's Last Warning, The Challenge of the Lady Ninja, South Shaolin Vs North Shaolin) spielt den brutalen, nahezu unbesiegbaren Bösewicht. Vor allem im Finale darf er so richtig aufdrehen und es bracht beide Frauen, um ihn zu besiegen. Er macht in den Kampfszenen eine starke Figur. Authentisch. Kim Ki-Hong (Dragon’s Claws) spielt einen betrunkenen Kämpfer im Penner-Look - nach Drunken Master (1979) in dem Genre nicht mehr wegzudenken. Seine Kampfszenen sind ebenfalls toll choreographiert worden. Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Teilweise kam auch etwas Samurai bzw. Italo-Western Stimmung auf (und so was wie Ninjas kommen in einer Szene auch vor).

Fazit: Für Kung-Fu-Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Yeogeol cheongnabi, 여걸 청나비

Südkorea 1983

R: Choe U-hyeong

D: Yu Mi, Lee Jae-yeong, Jin Noo-Ri, Kim Ki-Hong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:01 Min.

Gesehen am: 28.12.23

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Dong Jang Production vor = Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton Koreanisch, Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).

Samstag, 4. April 2020

The Magnificent Chivalry Review



The Magnificent Chivalry

Story:

China während der Ming Dynastie:

Ein Raubüberfall findet statt. Viele Leichen und vermisstes Gold bleiben zurück. Kämpfer Lai Piao (Jimmy Wang Yu) wird beauftragt, sich der Sache anzunehmen. Dieser stösst in seinen Ermittlungen auf die Bande von Tien Yeh und beginnt diese zu infiltrieren…

Meine Meinung:

Von Li Su, dem Regisseur von Die Todeskarawane der Shaolin, weiterer taiwanesischer Jimmy Wang Yu Beitrag, der einen sehr schönen Schwertkampffilm darstellt. Jimmy Wang Yu mimt so was wie Chen Kuan-Tai in Killer Constable (in minimen Ansätzen) wobei die Story dann komplexer als gedacht (gewinnt das Vertrauen des Gangsterbosses, stellt sich heraus, dass sie Halbbrüder sind etc.) ist und weitere Rache-Motive (Chang Ching-Ching z.B. will auch Rache) in die Story integriert wurden.

Der Film, der wunderschöne Aufnahmen aus Taiwan bietet, überzeugt durch eine grosse Anzahl an sehenswerten Schwertkampfszenen und einen starken Lead. Jimmy Wang Yu (Assassin Vs Assassin) macht seine Sache wie meist sehr gut. Keine Überraschung, dass er am Ende im Duell viel einstecken muss. Markenzeichen der ehemaligen Shaw Brothers Legende. Vor allem wenn er am Schwert kämpft, gewinnen die Kampfszenen an Intensität.

Tien Yeh, mit nicht bekannt, gibt einen ebenso intensiven Bösewicht ab. Ein harter Brocken mit coolem Schwert, den es zu besiegen gilt. Keine einfache Aufgabe für Jimmy Wang Yu. Chang Ching-Ching, die weibliche Kämpferin mit den Doppelschwertern, bekommt deutlich weniger Kampfszenen spendiert. Ihre Rolle kann als Sub-Plot bezeichnet werden. In einer Nebenrolle als Bösewicht: Lung Fei, der oft Bösewichte (spezifisch Japaner) in Jimmy Wang Yu Filmen verkörperte.

Was dem Film zugutekommt ist die Musik und die Kameraführung/Einstellungen, die mehr als nur einmal ans Italo-Western und/oder japanische Samurai-Genre erinnern. Eine schöne Mischung und Kombination, die auch immer wieder gut zu einem Eastern passt.

Fazit: Seltener und sehenswerter Jimmy Wang Yu Eastern, der sich lohnt, gesichtet zu werden!

Infos:

O: Du Xing Da Biao Ke

Taiwan 1971

R: Li Su

D: Jimmy Wang Yu, Tien Yeh, Chang Ching-Ching, Suen Liu, Lung Fei

Laufzeit der US-VHS: 92:45 Min.

Laufzeit der Korea VHS: 86:55 Min.

Gesehen am: 05.02.20

Fassungen: Uncut scheint bisher nur die US-VHS von Rainbow Audio (mit Tai Seng Sticker überklebt) zu sein = sehr gute Bildqualität, Mandarin, keine Subs. Das VHS aus Holland (Mandarin und holländische Subs) und die UK DVD (Mandarin und englische Subs) sind ca. zehn Minuten zensiert. Es gäbe noch zwei weitere Fassungen wo die Uncut Frage nicht geklärt ist: ein VHS aus Südkorea und eine Betamax aus Indonesien (Englisch Dubbed). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2020). Nachtrag 04.04.20: Für eine 2. Sichtung lag mir das VHS aus Südkorea von Dong Yang Production vor = leicht schlechtere (unscharfe) Bildqualität als beim US-VHS, auch O-Ton, nur koreanische Subs. Scheint zumindest in Sachen Gewalt Uncut, aber fehlt Handlung. Nach dem Finalkampf fehlt etwas mehr als eine Minute im Vergleich zur US-VHS. Möglich, dass noch mehr fehlt...

Dienstag, 10. März 2020

Assassin Vs Assassin Review

Assassin Vs Assassin

Story:

Yi Chun (Jimmy Wang Yu) ist auf der Suche nach dem Mörder seines Vaters. Gleichzeitig arbeitet er für Eunuch Ho (Miao Tian) als Auftragskiller, sehr zum Leidwesen seiner Freundin (Tang Lan-Hua). Die neuste Zielperson, die es zu töten gilt (Councillor Wen, gespielt von Han Chiang), entkommt immer wieder. Zudem taucht ein unbekannter Kämpfer (Chang Yu), ganz in schwarz gekleidet auf, der Yu Chun die Ausführung seines Auftrags ebenso erschwert….

Meine Meinung:

Assassin Vs Assassin, besser bekannt unter den Titeln The Gallant Duo bzw. The Last Duel, ist ein solider Anfang 70er Jahre Eastern mit Jimmy Wang Yu (Die Todeskarawane der Shaolin) als in weiss gehüllter Schwertkampfkämpfer und Attentäter. Die Story hat paar kleineren Twistes aber im Grossen und Ganzen ist die Handlung relativ unspektakulär wie auch der ganze Film.

Von einem Highlight kann bei Assassin Vs Assassin nicht die Rede sein. Da hat Jimmy Wang Yu bessere 70er Jahre Arbeiten abgeliefert. Bis auf vereinzelte Szenen im Finale wirkt Jimmy Wang Yu, wie auch ein grosser Teil der Figuren, lustlos und leicht hölzern. Am schlimmsten war in dieser Hinsicht Chang Yu, sehr wenig charismatisch und wenig sympathisch.

Von den Figuren überzeugen eigentlich nur drei: Jimmy Wang Yus Filmfreundin, Councillor Wen als Zielperson und Eunuch Ho (böse Eunuchen mit bösen Hintergedanken als Bösewichte gehen immer!). Die Story hat hier und da Längen und die Action überzeugt bis auf vereinzelte Szenen im Finale kaum. Alles 08/15 Durchschnitt.

Die Musik, die sicher mehrheitlich aus westlichen Filmen geklaut wurde, passt leider nicht wirklich zu einem Eastern. Schade, dass man da nicht US-Horror-Filmsoundtracks und/oder Italo Western Stücke geklaut hat – solche passen immer wunderbar zum Eastern-Genre. Der Bodycount ist stellenweise hoch und im Finale gibt es die besten Action-Szenen zu sehen.

Fazit: Nur für Jimmy Wang Yu Fans zu empfehlen, die von ihrem Idol möglichst alles sehen wollen! Ansonsten uninteressant…

Infos:

O: Xia yi shuang xiong

Taiwan 1972

R: Hsu Tseng-Hung

D: Jimmy Wang Yu, Chang Yu, Miao Tian, Han Chiang, Tang Lan-Hua

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 77 Min.

Gesehen am: 17.01.20

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Dong Yang Production vor = Uncut, O-Ton, koreanische, chinesische und englische Subs, gute Bildqualität. Die koreanischen Subs erscheinen über den chinesischen Subs, so dass die englischen Subs (fest im Print) gut lesbar sind. Es scheint keine VCD, LD, DVD, Blu-Ray und deutsche Fassung zu geben (Stand: Jan. 2020).