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Sonntag, 30. März 2025

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Story:

Zehn Jahre nach Terminator 2 - Tag der Abrechnung:

John Conner (Nick Stahl) und sein ehemaliger Jugendflirt Kate Brewster (Claire Danes) werden von einem neuen Terminator (Kristanna Loken) attackiert. Doch auch ein neues Modell der alten Terminator Serie (Arnold Schwarzenegger) kehrt in die Vergangenheit zurück, um die beiden zu beschützen…

Meine Meinung:

Es gibt Film-Reihen, auf dessen Fortsetzungen hätte verzichtet werden können. So auch auf Terminator 3 - Rebellion der Maschinen. Den Film, den ich, glaube ich, nur im Kino sah, konnte mich nicht mehr überzeugen. Der Film hat die Neusichtung nicht bestanden und fliegt aus der Filmsammlung. Der Film ist, vor allem im Vergleich mit den Vorgängern (Teile 1 + 2) eine Schande und leider wirklich nur ein lieb- und seelenloses 08/15 Kommerz-Filmchen aus Hollywood, welches sich z.B. von heutigem Marvel-Mainstream Schund nicht zu unterscheiden scheint. Schade!

Störte mich schon leicht im 2. Teil die Harmlosigkeit und der vor allem im Director’s Cut der zusätzlich gezeigte Humor, so haben es die Filmemacher im dritten Teil deutlich übertrieben. Der Humor und die Sprüche, gerade von einer Legende wie Arnold Schwarzenegger, sind peinlich, unlustig, unpassend, schlecht und unangebracht. Schon der Beginn des Filmes, in welcher Arnie an einer Ladies Night eine Bar betritt, um Kleidung zu finden, was zum Fremdschämen wie auch der lächerliche Gastauftritt von Earl Boen.

Der Cast war grösstenteils auch nicht wirklich toll. Sogar Arnold Schwarzenegger wird von einem schwachen Drehbuch, seinem Alter und vor allem den miesen Dialogen im Stich gelassen. Kristanna Loken kann nie das Charisma eines Robert Patrick entflammen und ihre Dialoge sind ebenfalls lächerlich. Am schlimmsten war ausgerechnet Nick Stahl als John Conner. Eine absolute Fehlbesetzung. Dröhnt sich zu, trinkt, in Selbstmitleid zerfressen. Welch Klischees. Und dann unglaublich schlecht und unglaubwürdig gespielt…

Es gibt nur zwei Dinge, die nicht schlecht waren. Die Action am Anfang war sehenswert. Damit meine ich vor allem die längere Verfolgungsjagd auf der Strasse. Da ging unglaublich viel kaputt, es gibt Crashs, diverse Explosionen. Das hat Spass gemacht. Das war cool. Und die zweite Tatsache ist, dass der Film, egal wie ungut der ist, er ist nicht langweilig. Der Schund unterhält, legt ein hohes Tempo an den Tag und in den 104 Minuten Laufzeit wird es eigentlich nie langweilig. Das macht den Film nicht besser, aber erträglicher.

Fazit: Eine Fortsetzung, die die Welt nicht braucht!

Gefolgt von: Terminator - Die Erlösung

Infos:

O: Terminator 3: Rise of the Machines

USA, Deutschland, Grossbritannien 2003

R: Jonathan Mostow

D: Nick Stahl, Claire Danes, Kristanna Loken, Arnold Schwarzenegger, Earl Boen

Laufzeit der deutschen DVD: 104:40 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: 18.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar = Deutsche DVD-Box mit den Teilen 1-3 plus jeweils eine Bonus-Disc. Zu Teil 3: Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Ich habe den Film auf Englisch mit Untertiteln gesehen.

Mittwoch, 26. März 2025

Terminator

Terminator

Story:

Ein Terminator (Arnold Schwarzenegger), eine autonome Killermaschine, wird in die Vergangenheit geschickt, um die Mutter des Feindes (Linda Hamilton), noch bevor dieser geboren wird, zu töten und damit die Zukunft zu ändern. Kyle Reese (Michael Biehn) wird ebenfalls in die Vergangenheit geschickt. Er soll den Terminator aufhalten und die Mutter beschützen…

Meine Meinung:

Nachdem James Camerons Spielfilmdebüt Piranha II: The Spawning zum kommerziellen Desaster wurde (dennoch für mich persönlich eine seiner besten Arbeiten), drehte James Cameron zwei Jahre später Terminator. Der Film wurde zu einem bahnbrechenden Hit und machte James Cameron wie auch den damals noch wenig bekannten Darsteller, Österreicher Arnold Schwarzenegger (Running Man, Commando, Red Heat), über Nacht zum Star. Unzählige, jedoch mehrheitlich unnötige Fortsetzungen, waren die Folge. Davor drehte James Cameron weitere Hits wie Aliens oder True Lies. Ein Mann, der wenig Filme drehte, aber praktisch alles war kommerziell erfolgreich. Terminator sah ich erstmals in meiner Kind- oder Jugendzeit. Der Film ist also mit nostalgischen Gefühlen verbunden.

In den letzten Wochen sah ich vor allem viele meiner ungesehenen Filme. Nach sechs Nächten auf Arbeit (ich arbeite als Nachtwache) hatte ich Lust, Terminator zu schauen. Den sah ich in den letzten Jahren immer auf Englisch (DVD aus Japan). Ich hatte aber Lust, den auf Deutsch zu schauen und muss nach der Neusichtung sagen, dass die deutsche Synchronisation absolut gelungen ist. Es war eine Wohltat, den Sci-Fi Klassiker aufzufrischen und anzusehen. Die Sichtung hat unglaublich viel Spass gemacht und Emotionen geweckt. In meinen Augen ist Terminator einer der besten Filme mit Arnold Schwarzenegger, der natürlich perfekt in diese Rolle passt.

Terminator erzählt eine simple aber unterhaltsame, spannende, technisch stark in Szene gesetzt und düstere Sci-Fi-Story. Der Plot ist quasi eine lange Verfolgungsjagd. Mensch gegen Killermaschine. Mit Themen wie der Künstliche Intelligenz (KI), aktueller denn je, war der Film und seine Zukunftsangst vor autonomen Maschinen mit künstlicher Intelligenz, die sich gegen die Menschen und ihre Schöpfer stellen, seiner Zeit voraus. Die Musik, nur schon im Vorspann, ist der Wahnsinn. Und die starken Effekte von Stan Winston (Congo, Wrong Turn, Predator) sind auch heute noch eine Wucht und toll anzusehen.

James Cameron bewies ein gutes Händchen beim Cast. Diese sind, bis auf die Nebenrollen, perfekt besetzt. Linda Hamilton, Michael Biehn (der danach, wie Lance Henriksen auch in Camerons Aliens mitwirkte), Lance Henriksen (House III, Harte Ziele, Pumpkinhead), Paul Winfield (White Dog) oder Earl Boen (Marked for Death, The Dentist) passen perfekt in ihre Rollen. Und der spätere Akte-X Star Brian Thompson (Nightwish) darf sogar zu einem der ersten Opfer des Terminators werden. 

Fazit: Zurecht ein wegweisender Klassiker und für mich der beste «Terminator»!

Gefolgt von: Terminator 2 - Tag der Abrechnung

Infos:

O: The Terminator

USA, Grossbritannien 1984

R: James Cameron

D: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Michael Biehn, Dick Miller, Lance Henriksen, Paul Winfield, Bess Motta, Earl Boen, Brian Thompson

Laufzeit der deutschen DVD: 102:45 Min.

Gesehen am: Kind- Jugendzeit / Neusichtung: 16.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar. Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs (Deutsche Synchro ist stark), nur DD 5.1 Re-Mix (mit scheinbar hier und da neuen Schuss- und Soundgeräuschen) und kein Original-Mono Ton (ich finde die Tonspur trotzdem gut). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Die jap. DVD habe ich entsorgt und die Hülle für die deutsche Disc gebraucht. Die Terminator Box gefällt mir nämlich optisch gar nicht (mehr) und vom 2. Teil will ich für eine Neusichtung die Kinofassung anschaffen. Den DC empfand ich nämlich in Vergangenheit als zu lang und die neuen Szenen als zu uninteressant. Und der dritte Teil könnte ggf. aus der Sammlung fliegen. Mit anderen Worten: die Box wird wohl entsorgt! 

Freitag, 11. Februar 2022

Saint Maud Review

Saint Maud

Story:

 

Die fromme Krankenschwester Maud (Morfydd Clark) wird die neue Krankenschwester der Kundin/Patientin Amanda (Jennifer Ehle), die terminal an Krebs erkrankt ist. Deren aufreizender Lebensstil (ehemalige Tänzerin, raucht, Sexleben) ist Maud, die es sich zur Aufgabe macht, Amandas Seel zu retten, ein Dorn im Auge…

 

Meine Meinung:

 

Auf Saint Maud war ich nach dem Trailer gespannt und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegensatz zu den zwei letzten A24-Produktionen Lamb und The Green Knight gefiel mir Saint Maud persönlich am besten und ich habe den Kauf nicht bereut.

 

Der Zuschauer muss sich jedoch auch auf diese Art Film einlassen können, damit es mit dem Gefallen klappt. Saint Maud ist ein Mix aus Drama und Horrorfilm und ein Indie-Arthouse-Film, der mir der Frage spielt, was real ist und was nicht: ist Maud tatsächlich ein Werkzeug Gottes oder ist sie psychisch einfach nur krank? Solche Gedankengänge sind im Arthouse-Kino nichts Neues (z.B. All the Gods in the Sky).

 

Mir als Pfleger gefiel das Setting. Potenziell gefährliche oder verrückte Pflegende waren schon immer gut im Genre-Film (Misery), so auch hier. Ich mochte das Setting, die Stimmung, das Schauspiel (wirklich stark!), die Kleinstadt-Stimmung und vor allem die Musik, die viel zur Stimmung und Spannung des Filmes beiträgt.

 

Wer den Trailer sieht, wird ca. nach der Hälfte des Filmes, was den Inhalt angeht, überrascht werden. Nicht so extrem wie in In Fabric, aber dennoch war ich überrascht. Wie es oft im modernen Indie-Arthouse-Film der Fall ist, werden Antworten auf einige der inhaltlichen Fragen nicht geklärt, sondern dem Zuschauer und dessen Fantasie überlassen. Wer also offene Enden scheut, dem sei der Film möglicherweise nicht zu empfehlen.

 

Wer A24-Produktionen mag, der kann einen Blick riskieren. Ich habe es nicht bereut!

 

Infos:

 

O: Saint Maud

 

Großbritannien 2019

 

R: Rose Glass

 

D: Jennifer Ehle, Turlough Convery, Morfydd Clark, Lily Frazer, Lily Knight, Jel Djelal, Marcus Hutton, Rosie Sansom

 

Laufzeit der UK-DVD: 81:00 Min.

 

Gesehen am: 15.11.21

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Studiocanal vor = Gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, Uncut, englische Subs. Gibt es auch auf Blu-Ray. Eine deutsche Fassung gibt es noch nicht (Stand: Nov. 2021).

Dienstag, 3. November 2020

A Girl Walks Home Alone at Night Review

A Girl Walks Home Alone at Night

Story:

Arash (Arash Marandi) lebt in schwierigen Verhältnissen: der Vater ist drogensüchtig, sein Auto wird von einem Zuhälter in Besitz genommen, Perspektiven für die Zukunft sind rar. Da trifft er auf eine unbekannte Frau (als Vampir: Sheila Vand) – beide verlieben sich. Ob ihr Dasein eine Zukunft hat?

Meine Meinung:

A Girl Walks Home Alone at Night hat mir gar nicht gefallen. Optisch ist der Film sehr schön gefilmt/in Szene gesetzt und auch die Musik ist klasse (einige Tracks erinnern ans Italo Western Kino). Zudem agieren die Darsteller überzeugend. Klarer Fall von Style over Substance. Aber – leider ist der Film nach einem Weilchen langweilig, sinnlos und nervend. A Girl Walks Home Alone at Night stellt sich leider als feministischer Dreck heraus.

Der Film, der in s/w gedreht wurde und im Iran spielen soll (aber den USA gedreht wurde), nervt durch Längen, Sinnlosigkeit (z.B. das Ende) und der Tatsache, dass die weibliche Regisseurin Ana Lily Amirpour scheinbar viele eigene Gefühlsempfindungen in den Film integriert hat (als er ihr die Ohrläppchen durchsticht kommt dies quasi einer Entjungferung gleich) . Diese Szenen nervten. Ich meine jetzt nicht Mal die Kritik am Iran (Stellung der Frau etc.), sondern mehr die Coming of Age Momente.

Teilweise wirkt es so als sähe man einen Coming of Age Film mit unerfüllten Wünschen und Bedürfnissen seitens Ana Lily Amirpour (kein Wunder dreht sie praktisch nur Werbe- und Kurzfilme) statt einer Arthouse-Vampire-Geschichte. Wie die s/w Optik wirkt auch die Darstellung der Geschlechter im Film eindimensional: die Frauen sind stark und die Heldinnen, die Männern sind alle schwach oder Arschlöcher. Fehlen eigentlich nur noch die obligatorischen Schwulen, Lesben oder Bi-Sexuellen und schon wäre es der perfekte «Gutmenschen Netflix Film»…

Fazit: Nebst der starken Optik, den schönen Kameraeinstellungen und dem grandiosen Soundtrack gefiel nur die Tatsache, dass im Film auch oft eine niedliche Katze zu sehen ist! Ansonsten nervend,  total langweilig, monoton und Zweitverschwendung!

Infos:

O: A Girl Walks Home Alone at Night

USA 2014

R: Ana Lily Amirpour

D: Sheila Vand, Arash Marandi, Marshall Manesh, Mozhan Marnò, Dominic Rains

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 24.07.20

Fassungen: Gesehen als UK DVD von Studiocanal = Uncut, O-Ton (Persisch), englische Subs. Sehr stark vertont. Die Bildqualität ist auch sehr gut. In Deutschland von Capelight erschienen (auch auf Blu-Ray).

Samstag, 22. September 2018

Blood Simple Review

Blood Simple

Story:

Restaurant Besitzer Marty (Dan Hedaya) vermutet, dass seine Frau Abby (Frances McDormand) ihn mit dem Angestellten Ray (John Getz) betrügt. Er beauftragt den Detektiv Loren Visser (M. Emmet Walsh) dies zu bestätigen. Und die Sache stimmt: Abby und Ray haben ein Verhältnis. Nun beauftragt Marty Loren, seine Frau und Ray zu töten. Doch es kommt alles anders als geplant…

Meine Meinung (basiert auf dem Director's Cut):

Blood Simple stellte das Regiedebüt der Brüder Joel und Ethan Coen dar. Von ihnen kenne ich nicht viel: Fargo (fand ich okay), No Country for Old Men (gefiel mir gar nicht) und die Serie Fargo (hier traten die Brüder lediglich als Produzenten auf und die Serie, vor allem Season 1 & 3, gefielen mir besser als der Spielfilm). Blood Simple hingegen hat mir gut gefallen und auch besser als Fargo.

Der Film erinnert an den später gedrehten Fargo – nur ist Blood Simple spannender, böser, humorloser. Und deshalb hat mir der Film auch besser gefallen. Die Story bietet viele Überraschungen (à la Fargo) und es ist gut, darüber so wenig wie möglich zu wissen. Die Darsteller machen allesamt einen tollen Job und zum Teil sind es sehr abgedrehte, kantige Figuren, die den Zuschauer schnell in ihren Bann ziehen (wie in Fargo und der gleichnamigen Serie). Sie agieren alle toll und nebst viel inhaltlicher Überraschung, ruhigen, stimmungsvollen Bildern und Kamerafahrten gibt es auch viele spannende Phasen zu sehen (Finale, Finden der Leiche, Strasse während der Nacht und LKW kommt näher…).

Eine dichte Kleinstadtstimmung kommt auch auf, und obwohl ein kleines Budget vorhanden war, wirkte sich dies nicht negativ auf den Film aus. Was Sound und Schnitt angehen, gerade im Director’s Cut (die Kinofassung läuft länger und hatte andere Musik und wenig beeindruckendere Tonqualität), sind diese qualitativ auf einem hohen Level! Dass die Brüder Coen mit dem Film 1984 einen grossen Erfolg feien konnten, wundert mich überhaupt nicht. Insgesamt lässt sich Blood Simple nicht in ein gültiges Genre packen und im Gegensatz zum 08/15 Horrorkino der damaligen Zeit (Freitag der 13. Reihe, A Nightmare on Elm Street Reihe, Halloween Reihe) stellte Blood Simple innovatives und intelligentes Kino dar.

Fazit: Kann man sich gut ansehen! Kleiner, aber ziemlich packender und fieser Film, der nicht vorhersehbar ist und einfach höllisch gut unterhält!

Infos:

O: Blood Simple

USA 1984

R: Joel Coen, Ethan Coen

D: John Getz, Frances McDormand, Dan Hedaya, M. Emmet Walsh, Samm-Art Williams, Deborah Neumann

Laufzeit der deutschen Blu: 95:59 Min.

Gesehen am: 28.07.18

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Arthaus / Studiocanal vor = Schuber, Booklet, DC als Fassung mit neuer 4K Restoration, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut.

Mittwoch, 21. März 2018

The Driver Review

The Driver

Story:

Ein unbekannter Mann, der sich im Gangstermilieu als «The Driver (Ryan O'Neal) einen Namen gemacht hat, wird von ebensolchen Gangster auserwählt, das Fluchtfahrzeug zu steuern. Dazu bekommt er im Voraus Geld und erhält einen Prozentsatz an der Beute. Ein harter Polizist (Bruce Dern) macht es sich zur Aufgabe, den Driver zu stellen…

Meine Meinung:

The Driver, ein Gangsterstreifen von Walter Hill (Ein stahlharter Mann), hat mir sehr gut gefallen. Ich habe den Film zuvor noch nie gesehen und fand den Film wegen mehreren Aspekten einfach nur gelungen und stark.

Durch die kurze Laufzeit ist der Film sehr kurzweilig. Er kommt schnell in die Gänge und langweilig wird es nicht. Im Gegenteil: es wäre auch nicht schlimm gewesen, wäre der Film noch etwas länger gelaufen, da er recht schnell wieder vorbei ist, was schade ist, da einfach toller Streifen.

Die Gangsterstory ist sehr stillsicher in Szene gesetzt. Es entsteht eine durch und durch coole und eindrucksvolle Atmosphäre – gerade durch die viele Figuren, welche all mysteriös gehalten sind und sich sehr cool benehmen – vor allem The Driver oder die Frauen. Die Figuren haben übrigens alle keine Namen, sondern werden bezeichnet wie bereits erwähnt: «The Driver», «The Detective», «The Player» oder «The Connection».

Der Film ist in JEDER Rolle bestens besetzt und stark gespielt. Man muss Walter Hill loben, aus einfachsten Mitteln das beste rauszuholen und ein gutes Händchen für seine Stars zu haben, auch wenn er mit diesen nicht immer harmoniert (z.B. war Bronson in Ein stahlharter Mann gar nicht gut auf Hill zu sprechen, trotzdem brilliert er in seiner Rolle). Die Frauen sind eben nicht nur hübsch, sondern sind glaubhaft, der Held mega cool und der «böse» Cop von Beginn an herrlich fies, unsympathisch und ein Kotzbrocken vom Herrn – so soll es sein und so wirkt es auch! Umso besser wirkt das tolle Ende des Filmes!

Abgerundet wird der Film durch spektakuläre Action-Szenen – wenig Shoot-Outs oder Schlägereien, vor allem mehrere Autoverfolgungsjagden, welche sehenswert, lange und toll choreographiert wurde – inklusive vieler Stunts und Blechschaden. Und das beste: KEINE CGI Effekte, sondern altmodischer Einsatz und Stunts (Film ist ja auch von 1978) und man beschränkt sich auf das Wesentliche (während den Fahrten wird zu 90% nicht gesprochen).

Fazit: Klassiker des Gangsterfilmes! Auf Walter Hill ist Verlass = Optisch ansprechender, cooler Film mit tollen Actionszenen und perfekten Figurenzeichnungen. So muss es sein!

Infos:

O: The Driver

USA 1978

R: Walter Hill

D: Ryan O'Neal, Bruce Dern, Isabelle Adjani, Ronee Blakley, Matt Clark

Laufzeit der deutschen DVD: 87:53 Min.

Gesehen am: 13.01.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Studiocanal vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und Subs an Bord (habe aber in Deutsch geschaut = sehr gute deutsche Sprachfassung), Wendecover ohne Freigabe auf dem Frontcover. Gäbe es vom gleichen Label auch auf Blu Ray – die DVD kostete aber klar weniger und das Medium ist für meinen Geschmack oft absolut ausreichend.

Donnerstag, 25. Januar 2018

Der Tanzstunden-Report Review

Der Tanzstunden-Report

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Die Schulmädchen-Report Reihe, welche in den Deutschen Kinos sehr erfolgreich lief und es bis auf 13 Teile brachte, brachte dem deutschen Sex-Komödien Genre, einem Zeitgeist Genre, auch viele Nachahmer. Es sollten hier und da andere «Report» Streifen, die Komödie und Sex miteinander verbanden, das Welt der Licht erblicken und im Hinblick auf das bekannte Original, Kasse machen. Sex sells – heute und auch früher.

Wenn ich bei deutschen Filmdatenbanken nach Report suche finden sich nebst den ganzen Schulmädchen-Reporten Streifen auch zig andere Titel:

Zum Beispiel Jess Francos Jungfrauen-Report, Bademeister-Report (1973), Call Girl Report (1971), Ehemänner-Report (1971), Facts - Kopenhagen-Sex-Report (1972), Teenager Report (1978), Frühreifen-Report (1978), sechsteilige Hausfrauen-Report Reihe (1971-1977), Heiße Hölle Erotik (Voyeur-Report) von 1972, Hochzeitsnacht-Report (1972), Hotelzimmer-Report (1972), Inseraten-Report (1977), Intim-Report (1968), Jürgen Roland's St. Pauli-Report (1971), Die Kleinen Scheinheiligen - Klosterschülerinnen-Report (1974), Krankenschwestern-Report (1972) oder Lehrmädchen-Report (1972).

Das meiste sind deutsche Produktionen und dazu gesellen sich paar wenige ausländische (amerikanische oder europäische und deren deutschen Titel) – aber die Anzahl und die Fantasie der Filmemacher schien damals diesbezüglich keine Grenzen zu kennen. Und ich hätte da noch deutlich mehr Titel nennen können.

Zu der Gattung zählt auch Der Tanzstunden-Report – der als Bonusfilm auf DVD in der Schulmädchen-Report DVD Box zu finden ist – nur deshalb habe ich mir den Streifen auch angesehen – als gratis Bonus. Denn gekauft hätte ich diesen Streifen bei Leibe nicht. Jungfrauen-Report wurde gischtet weil von Jess Franco (Two Female Spies with Flowered Panties). Ansonsten muss ich mich mit diesem ulkigen Sub-Genre der deutschen Filmgeschichte nicht weiter befassen (die Schulmädchen, da am bekanntesten, wollte ich halt einfach Mal gesehen haben). Der Tanzstunden-Report ist dann auch deutlich schwächer und weniger sehenswert als die Schulmädchen-Streifen – im direkten Vergleich. Ohne Vergleich bleibt ein recht harmloser und zahmer Film, der eine Sex-Klamotte darstellt. Aber eben sehr harmlos und ohne wirklich erotisch zu wirken. Es wird auch eine kleine Story erzählt und nicht eine «Fake-Doku», trotz dem Wort «Report» im Filmtitel. Zugegeben, paar der Mädels sehen recht gut aus, aber das alleine hat noch nie einen guten Film ausgemacht (wie auch alleine gute Splattereffekte einen schlechten Film noch nie besser gemacht haben).

Fazit: Muss man nicht kennen ausser man ist ein grosser Fan und Sammler von deutschen Sex-Komödie.

Infos:

O: Der Tanzstunden-Report

Deutschland 1973

R: Wolfgang Bellenbaum

D: Michael Büttner, Sandro Castell, Wolfgang Draeger, Angelika Duvier, Natascha Verell

Laufzeit der deutschen DVD: 74:14 Min.

Gesehen am: 10.12.17

Fassungen: Als Bonus-DVD in der Schulmädchen-Report Komplettbox von Studiocanal enthalten. Gute Bildqualität, Uncut, O-Ton vorhanden.

Samstag, 20. Januar 2018

Schulmädchen-Report, 13. Teil - Vergiss beim Sex die Liebe nicht Review

Schulmädchen-Report, 13. Teil - Vergiss beim Sex die Liebe nicht

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Jugendliche und der Lehrer proben für eine Theateraufführung (Romeo und Julia). Dabei kommt es zur Diskussion über Liebe und Sex. Die Teens erzählen einander darüber Geschichten und diese werden gezeigt.

Dabei gilt grundsätzlich: «Vergiss beim Sex die Liebe nicht».

Der 13. Teil und letzte Teil der kultigen und bekannten Schulmädchen-Report Reihe, ist zum Glück, wie bereits der Vorgänger, ein versöhnlicher Abschluss der Reihe, welche nicht nur durch gute Beiträge aufgefallen ist. Die Teens erzählen Geschichten, die aufzeigen (Pro und Contra), ob Liebe und Sex zusammengehören oder ob beides auch getrennt von einander geht. Dabei legt der Film den Fake-Doku Charakter, für welchen die Reihe zuerst so bekannt wurde, komplett ab. Man hat es ja auch oft genug gesehen und weiss, dass es nur gespielt war. Also weg damit = gute Idee.

Die Geschichten sind unterschiedlich gestaltet. Ernst, lustig, harmlos mit wiederkehrenden Themen, welche man schon aus den Vorgängern kennt (Thema Diebstahl, Drogen, Zwang zum Sex, Eifersucht etc.). Man wird auf jeden Fall anspruchslos gut und kurzweilig unterhalten, so dass man nebenbei sonst noch Dinge erledigen kann (z.B. habe ich das Fist of Fury Review nebenbei geschrieben).

Der bekannteste Name, der mitwirkt und mir vom Aussehen her auffiel, war die deutsche Berlinerin Katja Bienert. Sie spielt die junge Griechin, welche beim Diebstahl eines Häschens erwischt wird und sich dann mit einem geilen Kaufhaus Detektiv herumschlagen muss, der sie zwar gehen lässt, dafür aber Gegenleistungen erwartet. Hübsch schmuddelig, politisch unkorrekt und erotisch da Katja Bienert gut wusste mit ihren Reizen umzugehen.

Was ich hingegen NICHT wusste und was heute völlig undenkbar wäre: Laut imdb.com ist Katja Bienert 1966 geboren und der Film ist von 1980 – das heisst das Mädel, welches sich in Nackt- und Sexszenen präsentiert, war damals minderjährig. Erstaunlich, dass das damals ging…aber war nicht das erste Mal für Katja Bienert. Sie wirkte 1980 auch in dem Jess Franco Film Eugenie (Historia de una perversión) mit und ein Jahr zuvor (1979) in dem deutschen Streifen Die Schulmädchen vom Treffpunkt Zoo mit – in beiden Filmen gibt es Nacktszenen mit der damals minderjährigen Schauspielerin zu sehen. Kann man sich in der heutigen Zeit nicht vorstellen, dass dies damals scheinbar «normal» war. Zeitgeist Einfluss und so…

Fazit: Wer die anderen Teile mochte kann sich den letzten Film, der wieder vermehrt auf Klasse und Qualität setzt, gut ansehen. Letzter Teil der kultigen Reihe, welche auch viele Nachzügler ins Leben gerufen hat!
Vorgeschichte zu den Streifen = HIER KLICKEN!

Infos:

O: Schulmädchen-Report, 13. Teil - Vergiß beim Sex die Liebe nicht

Deutschland 1980

R: Walter Boos

D: Katja Bienert, Manuela Kohlhofer, Sylvia Engelmann, Renate Langer, Gaby Fritz

Laufzeit der deutschen DVD: 84:16 Min.

Gesehen am: 08.12.17

Fassungen: Siehe Teil eins. Trotz der minderjährigen Katja Bienert im Film ist der Streifen in Deutschland offiziell und Uncut zu haben – wurde von der FSK geprüft und ab 16 Jahren freigegeben und läuft auch Uncut im deutschen Pay TV («Nostalgie» Reihe auf Premiere).

Mittwoch, 8. November 2017

Schulmädchen-Report, 12. Teil - Wenn das die Mammi wüsste Review

Schulmädchen-Report, 12. Teil - Wenn das die Mammi wüsste

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Vorgeschichte siehe HIER KLICKEN!

Nach den letzten zwei Teilen erwartete ich bei Teil Nummer 12 (vorletzte Teil der Reihe) gar nichts mehr. Vielleicht hat mir den Streifen auch deshalb zugesagt. Ich ging ohne Erwartungen an den Film heran – und siehe da: war kurzweilig, unterhaltsam, teilweise bewusst dramatisch und provokant, teilweise lustig und voller Klamauk (und zwar funktionierend). Hätte ich also jetzt nicht mehr erwartet – dachte geht bis zum Ende (Teil 13) schlecht weiter. Immerhin wurde die Reihe immer unpopulärer, die Konkurrenz immer grösser und die Zuschauer gingen weniger ins Kino sprich die Kosteneinnahme nahm ab, die Kostenausgabe nahm zu (die «Schulmädchen» Darstellerinnen wurden im Laufe der Jahre immer teurer).

Die Rahmenhandlung besteht aus Leserbriefen von Mädchen, welche von Redakteuren einer Zeitung gelesen und gezeigt werden. Da wird wieder einiges Brisantes geboten (Inzest) aber auch sehr lustiges (Wildschwein Ausflug der Schulklasse der anders endet als geplant). Auf alle Fälle war der Inhalt unterhaltsam und kurzweilig (okay, die Laufzeit von nicht Mal 80 Minuten ist auch eine Tatsache die dazu beigetragen hat).

Die Darsteller hatten keine Scheu sich nackt zu zeigen, waren sichtlich mit viel Spass beteiligt und die Dialoge regten zum Schmunzeln an (der falsche Arzt der die Tochter untersucht zum Beispiel). Es fällt auf, dass die Kamera teilweise mehr Details in den Sexszenen einfängt – die Zeiten ändern sich, man versucht etwas provokanter an die Sache zu gehen und somit mehr Zuschauer für sich zu gewinnen.

Fazit: nach zwei schlechten Fortsetzungen ein kleiner Lichtblick – ob der letzte Teil der Reihe auch noch Mal im positiven Sinne zu überraschen vermag?

Gefolgt von: Schulmädchen-Report, 13. Teil - Vergiss beim Sex die Liebe nicht

Infos:

O: Schulmädchen-Report, 12. Teil - Wenn das die Mammi wüsste

Deutschland 1978

R: Walter Boos

D: Ulrich Beiger, Eva Berthold, Sylvia Engelmann, Michel Jacot, Hans J. Jung

Laufzeit der deutschen DVD: 78:56 Min.

Gesehen am: 10.10.17

Fassungen: Siehe Teil eins!