An Ideal Place to Kill
Story:
Englänger Dick Butler (Ray Lovelock) und seine
dänische Freundin Ingrid Sjoman (Ornella Muti) düsen mit ihrem Sportwagen durch
Italien und verkaufen dafür Nackt-Fotos von Ingrid, um sich ihren Trip
finanzieren zu können. Als das Benzin ausgeht, finden sie sich auf dem Anwesen
von Barbara Slater (Irene Papas) wieder. Doch diese öffnet ihnen nicht, also
brechen Dick und Ingrid, auf der Suche nach Benzin, in die Garage ein. Keine
gute Idee…
Meine Meinung:
Bei An Ideal Place to Kill handelt es sich um
eine italienisch-französische Co-Produktion von Umberto Lenzi (Eaten Alive,
Cannibal Ferox, Die Gewalt bin ich, Labyrinth des roten Todes, Der Vernichter).
Ich war skeptisch und habe nichts erwartet, da mir die letzten Filme von
Umberto Lenzi, welche ich sah (seine Carroll Baker Arbeiten), nur wenig gefallen
haben. Ich wurde zum Glück positiv überrascht. An Ideal Place to Kill besser als
die Carroll Baker Filme und der Film landet in der Filmsammlung.
Trotz dem Hippie- und 1969er Zeitgeist nervt
das Setting nicht. Ray Lovelock und Ornella Muti überzeugen mit ihrem
Ferien-Trip und ihrer Art, Geld zu verdienen. Der Film ist in der Hinsicht
weniger schmuddelig, als erwartet. Ein gewisser Erotikfaktor ist hier und da
gegeben. Je nach Fassung dürfte jedoch auch unterschiedliches Bildmaterial
existieren (Mal mehr oder weniger explizit). Als ich gelesen habe, dass Ornella
Muti beim Dreh erst 16 und/oder 17.5 Jahre alt war, dachte ich mir, nicht schon
wieder. Was finden die Italiener nur an Nacktszenen mit Minderjährigen?
Jedoch wurden sämtliche Nacktszenen gedoubelt.
Das gilt nicht nur für die Szenen mit Ornella Muti, sondern auch für die Szenen
mit Irene Papas (Don’t Torture a Duckling, 1931: Once Upon a Time in New York).
Antonia Santilli (The Boss) stellte für die wenigen Nacktszenen ihren Körper
zur Verfügung. Der Cast hat mir gefallen. Ornella Muti sieht nicht nur gut aus,
sondern spielt auch toll. Zudem harmoniert sie prächtig mit Ray Lovelock (Let Sleeping Corpses Lie, Tote pflastern seinen Weg, Eiskalte Typen auf heissen Öfen). Letzterer passt perfekt in solche «rebellische» Rollen.
Der Plot nimmt sich Zeit. Die Musik passt gut
zum Zeitgeist und ich empfand den Film als spannend. Lange weiss der Zuschauer nicht
genau, wo die Reise hingeht. Es gibt einige kleinere Twists und coole
Kameraeinstellungen. Besonders der nächtliche Ausflug inklusive Messerattacke
und Gegenschnitte auf die Krähen, Eulen und Vögel war toll anzusehen. Sehr
stimmungsvoll. Dieser Moment hätte jedem Giallo gutgestanden und zeigt, dass
Umberto Lenzi auch in dem Genre Zuhause war. Das Ende war hingegen
vorhersehbar, dennoch mochte ich es.
Fazit: Euro-Cult Fans können einen Blick
riskieren!
Infos:
O: Un Posto ideale per uccidere
Frankreich, Italien 1971
R: Umberto Lenzi
D: Ray Lovelock, Ornella Muti, Irene Papas
Laufzeit der US-Blu: 89:36 Min.
Gesehen am: 28.02.26
Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Mondo
Macabro vor = Region-All-Disc, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität,
Englisch/Ital. mit englischen Subs, exklusive Extras (u.a. ein Interview mit
Umberto Lenzi und X-Rated deleted scenes). In Deutschland leicht zensiert (u.a.
eine Sexszene) unter dem Titel Deadly Trap auf VHS zu haben.