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Donnerstag, 13. März 2025

Der letzte Ritt nach Santa Cruz

Der letzte Ritt nach Santa Cruz

Story:

Banditen (u.a. Mario Adorf, Klaus Kinski) stehlen Geld und Entführern den Sohn eines Ex-Sheriffs. Ihr Ziel: Mexiko. Doch der Vater (Edmund Purdom) des Kindes ist ihnen auf der Spur…

Meine Meinung:

Das war ein Blindkauf, den ich 2019 in Zürich auf einer Filmbörse gekauft habe. Ich dachte bei den Namen wie Mario Adorf (Milano Kaliber 9, Malastrana, Mafian Kosto) und Klaus Kinski (Nosferatu in Venedig, Kinski – Ich brauche Liebe, Death Smiles on a Murderer) natürlich an einen Italo-Western. Leider falsch gedacht. Es handelt sich um einen österreichischen-deutschen Film aus dem Jahr 1964. Regie führte der Deutsche Rolf Olsen (Shocking Asia 1 + 2), der den grossartigen Blutiger Freitag realisierte.

Leider erreicht Der letzte Ritt nach Santa Cruz nie und nimmer Blutiger Freitag Qualitäten. Schade. Das wäre schon ein Hammer gewesen: «Italo Western» Setting und Grössen wie Klaus Kinski und Mario Adorf dabei, beide selbstverständlich als Bösewichte und in Hauptrollen. Der letzte Ritt nach Santa Cruz ist absolut ok, aber mehr nicht. Den Film kann man gut weggucken, wie man so schön im Volksmund sagt. Die besten Stellen kommen natürlich Mario Adorf und Klaus Kinski, wobei ich letzteren Aufgrund seines Outfits und der schlimm-miesen Bildqualität der deutschen DVD kaum erkannt habe.

Der Soundtrack ist nicht erwähnenswert und der restliche Cast war uninteressant. Die Actionsequenzen warn sehr unspektakulär. Dass wohl nicht wirklich viel Budget vorhanden war, sieht man dem Werk zu jeder Sekunde an. Es gibt, wenn ich mich korrekt erinnere, nicht einen Tropfen Blut zu sehen (ich mag unblutige Shoot-Outs nichts, da unrealistisch und theatralisch). Zudem sind der Film und der Wahnsinn, der von der Bande im Verlauf ausgeht, sehr harmlos. Da wäre mehr Härte wünschenswert gewesen. So wirkt Mario Adorf trotz allem nie wirklich wie die Bestie, wie er im Film dargestellt werden soll.

Fazit: Trotz grosser Namen enttäuschend. Besser Blutiger Freitag schauen!

Infos:

O: Der letzte Ritt nach Santa Cruz

Deutschland, Österreich 1964

R: Rolf Olsen

D: Edmund Purdom, Mario Adorf, Marianne Koch, Klaus Kinski, Marisa Mell, Walter Giller, Thomas Fritsch

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 03.01.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher Movies vor = Uncut, Deutscher O-Ton, falsches Bildformat, sehr schlechte Bildqualität, Uncut. Der Film wurde danach in Deutschland neu von Filmjuwelen / AL!VE auf DVD veröffentlicht. Ob diese qualitativ besser ist, weiss ich nicht. Ich denke aber schon. Es gibt keine Blu-Ray/UHD (Stand: Jan. 2025).

Donnerstag, 20. Juli 2023

Das Todesduell der Shaolin

Das Todesduell der Shaolin 

Story:

 

Der beste Kämpfer Japans, Hashimoto (Norman Tsui), macht sich auf den Weg nach China. Dort will er gegen den besten Kämpfer Chinas antreten – in einem Duell auf Leben und Tod. Sein Gegenüber ist Bo Ching Wan (Damian Lau). Der Shogun hat jedoch Bedenken, dass Hashimoto siegen wird und schickt seine Ninjas unter der Führung von Kenji (Eddy Ko) los. Diese versuchen, Bo Ching Wan unschädlich zu machen ganz zum Missfallen von Hashimoto…

 

Meine Meinung:

 

Das Todesduell der Shaolin aka Duel to the Death erinnert vom Setting und den Stars (Eddy Ko, Norman Tsui) an Patrick Tams Das Schwert. Im direkten Vergleich ist Das Schwert der deutlich bessere Film. Das soll aber nicht heissen, dass Das Todesduell der Shaolin ein schlechter Film ist. Aber die Musik fand ich wenig speziell, am Anfang gibt’s Längen und auch unpassenden Humor (Hon Kwok-Choi Rolle) und ein Damian Lau ist halt kein Adam Cheng.

 

Der Film stellt das Regiedebüt des späteren A Chinese Ghost Story Regisseurs Tony Ching Siu-Tung (Dragon Inn, Wonder Seven, The Sorcerer and the White Snake) dar und war ein voller Erfolg an den Kinokassen. Er war auch schon hier als Action-Regisseur tätig und schrieb auch am Drehbuch mit. Kein wirklich origineller Plot, aber bietet genug Unterhaltung, um zu überzeugen. Die Kampfszenen sind rasant und fantasievoll eingefangen worden, auch dank den japanischen Ninja-Gimmicks und Einflüssen.

 

Auch das Finale ist, wenn auch nur kurz, sehenswert und bietet genug blutiges Spektakel, um in Erinnerung zu bleiben. Wo Damian Lau schwächelt, überzeugen in den Hauptrollen Namen wie Norman Tsui (Invitation of Ghost) oder Eddy Ko (Chinese Kung Fu Against Godfather). Die machen beide einen fantastischen Job. Flora Cheung Tin-Oi, die einzige Frau im ganzen Film, ist auch überzeugend und in einem Gastauftritt ist Wilson Tong (Snake Deadly Act) zu sehen.

 

Fazit: Kein 100%iger Kracher, aber für ein Regiedebüt erstaunlich gelungen. HK-Filmfans greifen zu!

 

Infos:

 

O: Saang Sei Kyut

 

HK 1983

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Norman Tsui, Damian Lau, Eddy Ko, Flora Cheung Tin-Oi, Paul Chang Chung, Yeung Chak-Lam, Wilson Tong

 

Laufzeit der deutschen DVD: 82:50 Min.

 

Neusichtung am: 25.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher DVD vor = Deutsch/Mandarin/Englisch mit deutschen und englischen Subs. Im Gegensatz zum ähnlichen Film Das Schwert kann die deutsche Synchro nicht überzeugen, so dass ich im O-Ton mit deutschen Subs guckte. Der Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind gut, aber man sieht dem Master das Alter an. Fans sollten daher die Blu-Ray aus England kaufen (Eureka!). Diese dürfte qualitativ deutlich besser sein plus exklusive Extras (Booklet, Interviews etc.).

Samstag, 3. Juni 2023

Die Todesbucht der Shaolin

Die Todesbucht der Shaolin 

Story:

 

China 1556:

 

Die Japaner (u.a. Lung Fei, Shan Mao) dringen nach China ein und erobern ein Dorf nach dem anderen. In einem Dorf nahe dem Strand bereiten sich Chinesen (Jimmy Wang Yu, Hsueh Han, Tien Yeh, Chang Yi-Kuai, Kwan Hung) auf die Japaner vor und planen, diese zu bekämpfen…

 

Meine Meinung:

 

Die Todesbucht der Shaolin aka Beach of the War Gods, eine Big-Budget Golden Harvest Produktion aus dem Jahr 1973, soll angeblich auf wahren Ereignissen beruhen, so die Texttafeln am Anfang des Filmes. Gut möglich. Jedoch wirkt der Film inhaltlich mehr wie eine dreiste Seven Samurai Kopie. Jedoch hat mir der Film von und mit Jimmy Wang Yu, der auch das Drehbuch schrieb, im direkten Vergleich mit dem Akira Kurosawa Film klar besser gefallen.

 

Nach dem Bruch mit den Shaw Brothers hat Jimmy Wang Yu (Master of the Flying Guillotine, Wang Yu - Eine Faust wie ein Hammer, Wang Yu - Der Karatebomber, The Black Friday, Der Silberspeer der Shaolin, The Magnificent Chivalry, The One-Armed Swordsman) für Golden Harvest Filme gedreht. Die Todesbucht der Shaolin fängt stark an. Die ersten Szenen sind stimmungsvoll und knistern vor Spannung. Japanische Samurai- und Italo-Western Vibes. Sehr cool!

 

Danach folgt der typische "Seven Samurai" Plot. Die Rekrutierung von diversen Kämpfern mit unterschiedlichen Waffen, Gimmicks und Stärken, die Jimmy Wang Yu helfen sollen, die Japaner am Ende zu besiegen. Und danach folgt Planung und Training. Einzelne Szenen wirken fast 1:1 aus Seven Samurai geklaut. Diese Szenen im Mittelteil empfand ich daher auch als spannungsarm und relativ lahm. Action gibt es dann fast keine mehr und Jimmy Wang Yu gerät mehr und mehr in den Hintergrund.

 

Doch der Film entschädigt am Ende mit einer praktisch pausenlosen Action-Szene von einer Dauer von ca. 40 Minuten. Die Szenen, in der sich die Japaner am Strand der Festung nähern, sind erneut spannend in Szene gesetzt. Die ersten Kampfszenen danach waren dann ok, aber nichts Besonderes. Ok, weil ich Massenkampf-Szenen weniger mag. Ich bevorzuge mehr Eins-zu-Eins-Duelle. Die ersten Szenen sind zwar aufwändig choreographiert, aber relativ unspektakulär und unblutig.

 

Doch mit der Zeit kristallisieren sich mehr und mehr kleinere Duelle heraus, die dann auch länger, blutiger, spektakulärer und spannender als die Massenszenen zuvor inszeniert sind. In denen kämpfen die Verbündeten von Jimmy Wang Yu. Abgerundet wird der Film durch das lange, harte und sehenswerte Duell und Finale zwischen Jimmy Wang Yu und Lung Fei (Haruschi – Das blanke Schwert der Rache), der natürlich Mal wieder einen Bösewicht und Gegner von Jimmy Wang Yu spielt. Beide machen das sehr souverän!

 

Fazit: Klare Empfehlung für alle Jimmy Wang Yu Fans!

 

Infos:

 

O: Zhan Shen Tan

 

HK 1973

 

R: Jimmy Wang Yu

 

D: Jimmy Wang Yu, Lung Fei, Hsueh Han, Tien Yeh, Shan Mao, Chang Yi-Kuai, Kwan Hung

 

Laufzeit der deutschen DVD: 95: 05 Min.

 

Neusichtung am: 22.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher Movies vor = Deutsch/Englisch/Mandarin und deutsche Subs. Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Selbst die deutsche Synchronisation ist hervorragend. Soll 2023 von EUREKA in England auf Blu-Ray erscheinen.

Samstag, 4. Februar 2023

Das Schwert Review

 
Das Schwert 
 

Story:

 

Li (Adam Cheng Siu-Chow) trainiert zehn Jahre Schwertkampf, weil er der Beste werden will. Dazu sucht er nach dem besten Schwertkämpfer des Landes: Hua (Tien Feng). Als er diesen findet entscheidet Li das Duell für sich. Hua wird nur leicht verletzt. Jedoch wird Hua später von Lians (Norman Tsui Siu-Keung) rechter Hand (Eddy Ko) getötet, da Lian Huas wertvolles Schwert in seinen Besitz bringen will. Jeder meint nun, dass Li Hua auf dem Gewiesen hat. Besonders Huas Tochter (Jade Hsu) schwört Rache…

 

Meine Meinung:

 

Das Schwert aka The Sword, ein damaliger New Wave Wuxia von Patrick Tam (Love Massacre, My Heart Is That Eternal Rose), sah ich ewig nicht. Mir ist nicht klar, warum der Film so viele Drehbuchautoren zur Arbeit aufgerufen hat (laut Datenbanken sieben Stück) oder warum Patrick Tam nur so wenige Filme als Regisseur realisiert hat. Denn Das Schwert ist ein echter Kracher und auch die anderen beiden Filme, die ich von ihm kenne (Love Massacre, My Heart Is That Eternal Rose) sind überdurchschnittlich gut.

 

Als ich Das Schwert früher sah, kannte ich die meisten Darsteller nicht. Zudem, wenn ich nicht irre, guckte ich den zuerst als franz. DVD d.h. in Kantonesisch mit franz. Subs beim Kollegen. Und ich beherrsche die Franz. Sprache nicht. Ich kanns nicht verstehen, lesen und sprechen. Der Film ist sehr dialoglastig und somit war das Sehvergnügen eingeschränkt. Den Film heuer neu gesichtet zu haben war ein filmischer Genuss! Das Schwert ist in der Tat überdurchschnittlich Gutes Wuxia Kino vom Feinsten!

 

Der Plot ist simpel, nimmt sich für den Verlauf und die Figuren aber Zeit. Ich empfand den Film dennoch nie als langweilig. Optisch ist der Film einfach nur wunderschön eingefangen worden: die Wahl der Farben, die Einstellungen der Kamera, wie einzelne Szenen zusammengeschnitten und die Schwertkampf-Szenen choreographiert wurden: überwältigend! Zusammen mit dem wunderschönen Sound ein fest für die Sinne! Die Schwertkampfszenen werden sparsam in Szenen gesetzt. Wenn sie dann aber ablaufen, mit umso mehr Wucht und Intensität. Vergleichbar mit den Gewalt-Szenen in einem Takashi Kitano Film (z.B. Hana-Bi).

 

Dazu kommt ein sehenswerter Cast: Als Fan von Eddy Ko (The Postman Fights Back, Heroes Shed no Tears) und Norman Tsui (Blood Ritual, Sea Wolves) hatte ich Freude, dass beide in wichtigen Rollen und als Bösewichte zu sehen sind. Sehr cool! Adam Cheng (General Invincible) und Tien Feng (My Son) waren beide auch sehr gut in ihren Rollen. Vor allem Tien Feng sieht man seine Erfahrung an. Und fürs Auge bietet die total niedliche Jade Hsu alles, was das Herz braucht! Schade, dass sie keine allzu grosse Karriere hingelegt hat!

 

Fazit: Wird zu Recht als Klassiker im Genre gesehen! Wunderschönes Wuxia Kino aus Hong Kong, unbedingt empfohlen!

 

Infos:

 

O: Ming Kim

 

HK 1980

 

R: Patrick Tam Kar-Ming

 

D: Adam Cheng Siu-Chow, Tien Feng, Norman Tsui Siu-Keung, Eddy Ko, Jade Hsu, Bonnie Ngai Chau-Wah, Lau Siu-Ming

 

Laufzeit der deutschen DVD: 84:22 Min.

 

Neusichtung am: 31.12.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher Movies vor = Uncut, Deutsch/O-Ton und Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Für diese Neusichtung habe ich den Film sogar in Deutsch geschaut. Die deutsche Synchronisation ist qualitativ sehr gut. Soll am 10.02.23 von Maritim Pictures / Cargo in einer Limited Edition auf Blu-Ray erscheinen (2K-HD-Remastered). Ob nebst Deutschem Ton auch O-Ton und Subs auf der Disc sein werden, ist noch unbekannt (Stand: Dez. 2022).

Freitag, 18. Dezember 2020

Hongkong Cop - Im Namen der Rache Review

Hongkong Cop - Im Namen der Rache

Story:

Nachdem ein heldenhaftes Trio (Michelle Yeoh, Sanada Hiroyuki, Michael Wong) Terroristen (u.a. Michael Chan Wai-Man) unschädlich machten, planen deren «Brüder» (Lam Wai, Pai Ying) Rache…

Meine Meinung:

Hongkong Cop - Im Namen der Rache, HK-Filmfans besser bekannt als Royal Warriors, stellt den 1. Teil der nicht wirklich zusammenhängenden In the Line of Duty Reihe (*) dar und ist jedem HK-Actionfilmfan absolut zu empfehlen (die ganze Reihe!).

* Royal Warriors, Yes, Madam! (aka Police Assassins), In the Line of Duty III, In the Line of Duty 4, In the Line of Duty V - Middle Man, Forbidden Arsenal. Nicht offiziell: Sea Wolves («Teil 7»).

Bis auf vereinzelte Merkmale ist Hongkong Cop - Im Namen der Rache ein absolutes Action-Fest und gut gealtert. Ewig nicht gesehen, gefiel mir der Film aktuell viel besser als früher, da mir der Cast nun bekannt ist und ich auch einige der Neben- und Gastauftritte bzw. die Schauspieler kenne. Die Story ist nur Mittel zum Zweck. Gute Cops gegen böse Gangster.

Wichtig sind nur eines: die Action-Szenen! Es gibt blutige Shoot-Outs, sehenswerte Stunts und harte Kampfszenen. Vor allem die Fights im Flugzeug, der Bar (kommt fast The Terminator Stimmung auf) oder der spektakuläre Endkampf, in der auch eine Kettensäge vorkommt, sollen an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Schlecht sind: die Liebesgeschichte zwischen Michael Wong und Michelle Yeoh war lahm/kitschig, der Vorspann und die Musik sehr billig und das umgebaute Panzerfahrzeug im Finale à la Mad Max strömt einen Hauch Trash aus. Abgesehen davon überzeugt der Film durch packende, rasante Action-Sequenzen und tollen Bösewichten wie Lam Wai (Bloody Brotherhood), Pai Ying (A Fistful of Talons) oder Michael Chan Wai-Man (Shaolin Warrior). Alle drei überzeugen.

Von den Helden überzeugen natürlich Michelle Yeoh (The Owl vs Bombo) und Japaner und Sonny Chiba Kumpel Sanada Hiroyuki (Message from Space). Michael Wong (Triple Threat) hingegen kann nicht ans Niveau seiner Kameraden anknüpfen. Michelle Yeoh gelang mit dem Film ihr Durchbruch. Sie war danach in vielen anderen Filmen dieser Art zu sehen und sie schaffte im HK-Kino den Durchbruch. Völlig zu Recht!

Fazit: Für alle HK-Actionfilmfans zu empfehlen! Must See Titel!

Gefolgt von: Yes, Madam! (aka Police Assassins)

Infos:

O: Wong Ga Jin Si

HK 1986

R: David Chung

D: Michelle Yeoh, Sanada Hiroyuki, Michael Wong, Lam Wai, Pai Ying, Michael Chan Wai-Man, Kam Hing-Yin, Niwa Reiko, Kenneth Tsang Kong, Paul Chun Pui

Laufzeit der deutschen DVD: 91:56 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: Ende Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher Movies vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Englischer Titel: Royal Warriors. Es gibt bis dato keine Blu-Ray (Stand: Okt. 2020).

Mittwoch, 29. August 2018

Zwei Supertypen räumen auf Review


Zwei Supertypen räumen auf

Story:

Als der Gangster, der nur der «Skrupellose» (Jack Palance) genannt wird, in einem Casino 3 Millionen Lire entwendet, zieht dies einen Privatkrieg zwischen dem Skrupellosen, Rick (Al Cliver) und Tony (Harry Baer) nach sich. Das Duo Rick und Tony werden von Vinchenzo Napoli (Vittorio Caprioli) im Kampf gegen den Skrupellosen unterstützt…

Meine Meinung:

Zwei Supertypen räumen auf, von Regisseur Fernando Di Leo (Killer Vs. Killers, Auge um Auge), soll im Original eine ernste Angelegenheit sein – nicht so in der deutschen Fassung. Wie der deutsche Titel schon vermuten lässt, wurde aus dem ernsten Film eine lockere, spassige und amüsante Angelegenheit. Ob man das nun gut oder schlecht findet, liegt im persönlichen Detail des Zuschauers. Ich selbst fand die deutsche Synchronisation absolut grossartig und hatte an den spassigen, amüsanten Zitaten und One-Liners nichts auszusetzen – im Gegenteil – ich fühlte mich bestens unterhalten.

Der Film hat einfach von Beginn an Spass gemacht und gut unterhalten. Die Story ist dabei nichts Spezielles. Es gibt sogar noch typische Rachemotive, welche am Anfang des Filmes (sehr stylisch eingefangen) erklärt werden (Eltern werden von Jack Palance getötet). Eigentlich geht es nur um das Helden-Trio (Rick, Tony und Vinchenzo) gegen den Bösewicht (Jack Palance) – mehr braucht man nicht zu wissen.

Der Film bietet einige tolle Action-Szenen, wobei die Highlights klar die Figurenzeichnung und Dialoge sind. Die Actionszenen sind zwar gut, aber keine Highlights, gerade was die (unblutigen) Shoot-Outs angehen, hatten das andere Regisseure in dem Genre besser im Griff (Lenzi, Castellari…). Dafür hat man einen fantastischen Bösewicht (Jack Palance, bekannt aus Lasst uns töten, Companeros, Marquis de Sade: Justine) und von den Helden sticht der mir unbekannte Vittorio Caprioli heraus – der durch ein tolles Overacting überzeugt. Es ist vor allem amüsant anzusehen, wie sich der Gangster und das Heldentrio gegenseitig versucht, das Leben schwer zu machen. Das – im Zusammenhang mit der grossartigen deutschen Synchronisation, ist es alleine wert, den Film anzusehen.

Fazit: Für Fans des Genres zu empfehlen!

Infos:

O: I Padroni della città

Deutschland, Italien 1976

R: Fernando Di Leo

D: Jack Palance, Al Cliver, Harry Baer, Gisela Hahn, Enzo Pulcrano, Vittorio Caprioli

Laufzeit der deutschen DVD: 91:47 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher Movies vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Ehemals zensierte Stellen sind in Ital. Deutsche Subs können zugeschaltet werden. Ital. Ton ist auch komplett auf der Scheibe (auch mit deutschen Subs). Jedoch empfehle ich die deutsche Synchronisation, die grossartig geworden ist.