Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Pan Video werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pan Video werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 22. Juni 2026

Buffalo Hsiung

Buffalo Hsiung

Story:

Ma (Lu Ping) kann im Restaurant nicht zahlen und wird verprügelt. Gerettet wird er von Shu Ling (Sally Chen Sha-Li) und den zwei Kung Fu kämpfenden Freunden Kao (Lung Tien-Hsiang) und Ken (Chen Hsin-I). Zwei Jahre später ist Ma zu einem Gangster-Boss mutiert. Ken und Kao haben auch für ihn gearbeitet. Als sie jedoch seine Taten nicht mehr gutheissen können, kommt es zur Trennung. Später wird Ken sogar von Ma getötet und Kao schwört Rache…

Meine Meinung:

Aka The Assignment. Von Buffalo Hsiung habe ich das bekommen, was ich mehr oder weniger erwartet habe. Der Plot war natürlich nichts Spezielles und nur Mittel zum Zweck. Den habe ich im Voraus studiert. Die Tatsache, dass der filmische Beitrag aus Taiwan von Hsu Tien-Yung (The Flying Dragon, The Demons in the Flame Mountain, The Red Phoenix) viele Kampfszenen bieten würde, war mir auch bewusst. Und das stimmt auch: es gibt in der Tat viele Kämpfe zu sehen und auf Klamauk wird eigentlich auch verzichtet.

Das sind schon Mal gute Voraussetzungen, denn es gibt genug Basher, die durch lahme Einleitungen oder störenden Klamauk glänzen. Der Film ist relativ kurzweilig, auch wenn der Plot selbst für meine Begriffe uninteressant ist. Und da kommen wir zum einzigen Problem des Filmes: mir waren die Figuren relativ egal und sie strahlten fast alle, wenig bis kein Charisma aus. Das war etwas schade. Einige der Entscheidungen der Figuren sind eigentlich auch nicht wirklich nachvollziehbar. Warum wird Ma vom Opfer selbst zum Schläger-Boss und anschliessend sogar zum Mörder?

Die Einzige, die etwas Gefühl und Emotionen in den Film bringt, ist Sally Chen Sha-Li (Silver Maid, Ma Su Chen). Die einzige weibliche Rolle im Film. Gegen sie enttäuschen die männlichen Darsteller um Lung Tien-Hsiang (The Snake Girl Drops In, Against Rascals with Kung Fu), Chen Hsin-I (Shaolin Heroes, File of Heroes) oder Lu Ping (Tiger, Snake Woman's Marriage). In den Kämpfen überzeugen sie und sind solide. Zudem sind die Kampfszenen auch übersichtlich gefilmt und in Szene gesetzt.

Fazit: Basher-Fans können einschalten!

Infos:

O: Nu Han Meng Niu

Taiwan 1974

R: Hsu Tien-Yung

D: Lung Tien-Hsiang, Chen Hsin-I, Sally Chen Sha-Li, Shih Ting-Ken, Chiang Nan

Laufzeit der indonesischen Betamax: 87:19 Min.

Gesehen am: 22.06.26

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor. Zum einen die holländische VHS von Polygram (Englischer Dub mit holländischen Subs) sowie die indonesische Betamax von Pan Video (Englischer Dub mit indonesischen Subs). Beide in Englisch und beide haben eine gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Samstag, 27. April 2024

Fury of Shaolin Fist

Fury of Shaolin Fist

Story:

Shao Lee-Sangs (Shih Chun) Mutter ist blind. Nur Kräuter würden die Krankheit aufhalten. Diese wurden jedoch gestohlen. Also versucht Shao Lee-Sang, die Kräuter zurück zu stehlen. Dies hat eine Racheaktion zur Folge, welche zum Tod der Mutter führt. Shao Lee-Sang schwört Rache an den Tätern (u.a. Chen Hung-Lieh), die zudem einem Schatz hinterherjagen…

Meine Meinung:

Aka Chivalrous Robber Lee San. Die taiwanesische Low-Budget Produktion aus dem Jahr 1971 der Regisseure Lee Chi-Sin und Lau Sau-Wa hat mir mehr zugesagt als erwartet. Ich empfand Fury of Shaolin Fist sogar als kleine Perle. Da gibt es etliche solche Filme, die weniger zu bieten haben. Das Duo-Gespann, welches nur auf eine kleine Karriere als Regisseur zurückblicken, haben gute Arbeit geleistet.

Der Film wartet mit Shih Chun (der Held aus Dragon Inn) als Held auf. Als etwas naiver Held. Zum Glück gibt es noch drei (kämpfende) Frauen im Film. Die machen ihre Sache sehr gut. Shih Chun überzeugt zwar auch in den Kampfszenen, die teilweise überraschend hart und blutig ausgefallen sind, aber war mir hier und da etwas zu naiv. Freude hatte ich an Shaw Brothers Star Chen Hung-Lieh (The Devil). Einem Review entnahm ich, das er der Held darstellt was definitiv falsch ist: er spielt quasi den Hauptbösewicht und ist mit einer Peitsche bewaffnet. Chen Hung-Lieh als Bösewicht geht immer!

Der Plot selbst ist wenig originell und der englische Dub war alles andere als gut. Warum mir der Film überhaupt so gut gefiel? Nebst Chen Hung-Lieh als Bösewicht war die Musik stark. Ich tippe auf eine Italo-Western Theme. Jede Szene damit war ein Genuss. Weiter ist der Film völlig humorlos. Auf Klamauk jeder Art, was sonst fast zum Standard in dem Genre gehört, wird völlig verzichtet. Habe ich nichts dagegen. Und als weiteres Argument dienen (die wie ich bereits sagte, teilweise überraschend blutige) die Kampfszenen. Und davon gibt es jede Menge. Längen gibt es fast keine. Der Unterhaltungswert ist, da der Film actionreich ist, mehr als gegeben.

Fazit: Jedem Kung Fu Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Yan Zi Li San

Taiwan 1971

R: Lee Chi-Sin, Lau Sau-Wa

D: Chen Hung-Lieh, Suzy Meng Li, Shih Chun, Chiao Chiao , Kong Ban, Miao Tien

Laufzeit der indonesischen Beta: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 16.02.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Pan Video vor = Vollbild, Englisch Dubbed, solide Bild- und Tonqualität, Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Der Englische Dub ist nicht wirklich toll.

Freitag, 1. März 2024

The Wandering Dragon

The Wandering Dragon

Story:

Shih Feng wird von seinem Vater mit eiserner Hand erzogen. Er soll schliesslich ein Kämpfer werden. Doch Shih Feng hat andere Pläne und unzählige Versuche, ihn im Kung Fu auszubilden, scheitern. Doch immer wieder wird Shih Feng mit Problemen konfrontiert, aus denen er, meist irgendwie durch Glück, entkommen kann. Erst als er sich verliebt (in Elsa Yang) und ein Bösewicht ihn kastrieren will, lernt er schliesslich doch Kung Fu…

Meine Meinung:

The Wandering Dragon ist eine solide Ende der 70er Jahre Kung-Fu-Komödie. Nur solide, da es meiner Meinung nach zu wenig Kämpfe gab. Das lag aber am Plot: Shih Feng spielt den Helden zunächst als Faulenzer, der nicht Kung Fu lernen will. Als Kind nicht, als junger Erwachsener nicht. So versuchen es diverse Parteien. So kommt es zu episodenartigen, humoristischen Sub-Plots - aber eben kaum zu Kampfszenen. Das, vor allem in Kombination mit dem englischen Dub, macht diese Szenen relativ lahm, unlustig und wenig interessant.

Der Film startet mit einem Zusammenschnitt von Action-Szenen in den Film. Man könnte fast von einer Art Trailer sprechen. Hier und da gibt es vereinzelt Kung Fu Kämpfe zu sehen, die Lust auf mehr machen. Bis man dann endlich mehr davon zu sehen bekommt, muss der Fan jedoch bis auf das letzte Viertel des Filmes warten. In den Kampfszenen machen Shih Feng (The Idiot Swordsman) als Held, Wang Kuan-Hsiung (Chivalry Deadly Feud) und Pai Ying (The 72 Desperate Rebels) als Bösewicht eine gute Figur. Elsa Yang (Deadly Silver Angels) ist vor allem niedlich, darf aber auch kurz im Finalkampf mitmischen.

Regisseur Ulysses Au-Yeung Jun (Island Warriors) hat hierfür mit Lin Chi-Jan zusammengearbeitet und Regie geführt. Beide sollten nochmals zusammenarbeiten. Für Ulysses Au-Yeung Juns Arbeiten Big Land Flying Eagles und The Desperate Killer fungierte Lin Chi-Jan als Drehbuchautor. Ansonsten war es um Lin Chi-Jan, im Gegensatz zu Ulysses Au-Yeung Jun, still in der Filmwelt. Wer den typischen asiatischen Klamauk (Musik, Dialoge, Englischer Dub) und dazu passende Nebenrollen wie Yu Bong (der Fettsack) nicht gänzlich furchtbar findet, wird am Ende immerhin mit coolen und sehenswerten Kämpfen belohnt.

Fazit: Kung-Fu Fans können einen Blick riskieren! Wäre in Mandarin sicherlich erträglich als mit Englischem Dub…

Infos:

O: Lang Zi You Long

Taiwan 1978

R: Ulysses Au-Yeung Jun, Lin Chi-Jan

D: Shih Feng, Elsa Yang, Wang Kuan-Hsiung, Pai Ying, Miao Tian, Lu Ping

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 11.01.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Pan Video vor = solide Bild- und Tonqualität, nur Vollbild, Englischer Dub (mässig). Das VHS aus HK von Ocean Shores ist in Mandarin mit englischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Dienstag, 6. Februar 2024

File of Heroes

File of Heroes

Story:

Brother To (Chang Yi) gewinnt einen Wettkampf, der von den Japanern organisiert wurde. Sein Gegenüber, in Wahrheit ein chinesischer Spion (ein Jason Pai Piao Lookalike namens Charles Heung Wah-Keung), der sich als Japaner ausgibt, liess Brother To extra gewinnen um mit ihm zusammen den japanischen Aggressor bekämpfen zu können…

Meine Meinung:

Ein Basher aus Taiwan (eine Datenbank gibt auch noch Hong Kong als Herstellungsland an) aus dem Jahr 1974. Anfang der 70er dominierten nebst Swordplay-Streifen solche Basher. Vor allem billig in Taiwan oder Hong Kong inszeniert. File of Heroes scheint ein eher seltener Titel zu sein. Ich finde nur auf Youtube und Douban (Datenbank aus China) Infos zum Film (plus eine ofdb Besprechung). Andere Datenbanken (imdb, Letterboxd) sind ohne Reviews.

Wer gerne solche 70er Jahre Kung Fu-Filme mag, wird mit File of Heroes von Daniel Lau bestens bedient. Dieser hat, wie es scheint, nur wenige Filme realisiert. Zwei von ihm liegen mir noch ungesehen rum, nämlich Dragon and Tiger (US-VHS) und The Magnificent Kick (US-DVD). File of Heroes bietet eine wenig originelle Story: Böse Japaner, gute Chinesen, ein Kampfturnier und einen Undercover-Agenten. Alles schon gesehen. Aber bei dieser Art Film stört mich das nicht.

Was File of Heroes sehenswert macht sind die grosse Anzahl von Kampfszenen und der Cast. Langweilig wird es nie und es wird extrem viel gekämpft. Fans kommen daher voll auf ihre Kosten und Längen sind Mangelware. Freude hatte ich vor allem an Chang Yi (The War of the Boundary, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue, Phantom Kung Fu, The Thundering Sword) als Held. Dazumal schlüpfte er nebst Shaw Brothers Produktionen oft in die Rolle des Helden, z.B. in Gambling for Gold. Und der Tatsache, dass auf Klamauk verzichtet wird.

Chang Yi macht seine Sache mehr als ordentlich. An seiner Seite gefallen die kämpfenden Mädels. Cecilia Wong Hang-Sau (Dirty Kung Fu) und Nancy Yen Nan-See (The Six Directions Boxing) sind das.  Charles Heung Wah-Keung (The Mysterious Foot-works of Kung Fu), der im Film vom Aussehen her Jason Pai Piao ähnelt, überzeugt als Agent. Er macht in den Kampfszenen eine fast noch agilere Figur als Held Chang Yi. Als böser Japaner (einer der Kämpfer) ist ein junger Blacky Ko Shou-Liang (My Father Is a Hero) zu sehen.

Fazit: Solide und sehenswert!

Infos:

O: Ying Xong Bang

Taiwan, HK 1974

R: Daniel Lau

D: Chang Yi, Charles Heung Wah-Keung, Shih Chung-Tien, Miao Tian, Blacky Ko Shou-Liang, Nancy Yen Nan-See

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 27.12.23

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Pan Video vor = Englisch Dubbed (schlecht), Vollbild und damit an den Seiten beschnitten, wahrscheinlich Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).

Samstag, 25. Februar 2023

Sleeping Fist Review


 

Sleeping Fist

Story:

Old Fox (Simon Yuen Siu-Tin) nimmt Chin (Leung Kar-Yan) und ein Kind (Huang I-Lung) als Schüler auf. Er trainiert diese. Und das neue Fachwissen, welches sich die Beiden aneignen, ist auch dringend nötig, um am Ende gegen Bösewicht Chow (Eddy Ko) bestehen zu können…

Meine Meinung:

Ein Jahr vor The Thundering Mantis mit dem gleichen Team um Teddy Yip Wing-Cho (Regie), Chang Hsin-Yi (Drehbuchautor), Stanley Chow Fook-Leung (Produzent), Leung Kar-Yan (Schauspieler), Eddy Ko (Schauspieler) und Huang I-Lung (Schauspieler) durch Goldig Films vertriebene 1979er Kung Fu Komödie mit Drunken Master Star Simon Yuen, Beardy Leung Kar-Yan und dem Kind Huang I-Lung in den Hauptrollen. Eddy Ko = Bösewicht. Warum Simon Yuen in The Thundering Mantis nicht mit dabei war? Vermutlich, weil er im Jahr 1980 verstarb…

Sleeping Fist ist gut, aber kein Kracher. Es ist ähnlich wie bei anderen Filmen dieser Art (z.B. Lackey and the Lady Tiger): der Humor ist teilweise doof (Urin Jokes), das Kind nervt (und überlebt diesmal), der Plot wirkt episodenhaft und Eddy Ko als Bösewicht kommt in der ersten Stunde kaum vor. Natürlich, das Gezeigte ist unterhaltsam und es gibt Mal immer wieder eine Kampf- oder Trainingsszene. Aber wer Spektakel will, muss bis zur ca. 55. Minute warten. Der Vorspann (= Kampf-Demos vor rotem Hintergrund = immer ein Qualitätsmerkmal) gefiel hingegen.

Ab der 55. Film-Minute werden die Kampfszenen qualitativ besser und somit sehenswerter. Die Choreographie wird spektakulärer, die Kampfszenen intensiver und länger. Auch die Anzahl der Kampfszenen nimmt zu. Das liegt auch daran, dass Beardy Leung Kar-Yan (Fight Back to School 3), den ich, wie Eddy Ko (Heroes Shed no Tears), mag, mehr und mehr vorkommt. Das Kind nervt, aber die Körperbeherrschung und Dehnbarkeit von Huang I-Lung ist ebenso sehenswert. 

Was Simon Yuen (Crystal Fist) angeht, muss ich ehrlich sein, dass ich vom Drunken Master Star und seiner Bettler-Rolle nie ein grosser Fan war. Das Finale und wie Eddy Ko besiegt wird, fand ich hingegen schwach. Alles in allem würde ich sagen, dass The Thundering Mantis wohl der leicht bessere Film ist. Wohl wegen dem düsteren Grundton und der Kampf-Choreographie durch Robert Tai (Ninja - The Final Duel).

Fazit: Die solide 1979er Kung Fu Komödie ist für Old School Kung Fu-Fans sehenswert!

Infos:

O: Sui Kuen Gwaai Chiu

HK 1979

R: Teddy Yip Wing-Cho

D: Simon Yuen Siu-Tin, Leung Kar-Yan, Huang I-Lung, Eddy Ko, Au-Yeung Ling-Lung

Laufzeit der Korea-VHS: 84:34 Min. (inklusive eines kurzen Werbespots ca. in der 55. Minute)

Gesehen am: 26.10.22

Fassungen: Mir lag das koreanische VHS (mit dem falsch geschriebenen Titel Slepping Fist) vor = Wahrscheinlich Uncut, Vollbild, O-Ton, englische, chinesische und koreanische Subs. Die englischen Subs sind, wenn an den Seiten gerade nicht beschnitten und nicht vor hellem Hintergrund, gut lesbar. Das HK-VHS (Lex Video) wird teuer verkauft (220 USD). Eine O-Ton DVD/Blu-Ray/LD/VCD sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2022). In Deutschland auf VHS und DVD als Schlitzauge sei wachsam veröffentlicht worden. Scheinbar nur in Handlung (drei Minuten) zensiert und in Widescreen. Nachtrag: in meiner Sammlung befindet sich noch das indonesische Betamax von Pan Video unter dem Titel Return of Shaolin Dragon = Weniger Bildinformation, schlechtere Bildqualität, Englischer Dub. War jedoch ein Geschenk und bleibt daher in der Sammlung. Bildvergleich:



Dienstag, 14. Februar 2023

Honeymoon Killer Review




Honeymoon Killer

Story:

Gambler und Kämpfer Raymond (Raymond Lui Shing-Gung) verspricht seiner Freundin Hou (Hou Yi), dass er, ab dem Tag ihrer Hochzeit, nicht mehr kämpfen und sie in Schwierigkeiten bringen wird. Beide heiraten und fahren in die Flitterwochen. Doch Gangster haben es plötzlich auf Raymons Ehefrau abgesehen…

 

Meine Meinung:

 

Aka The Honey-Moon Killer. Honeymoon Killer ist ein Mitte der 70er Jahre Basher aus Taiwan mit Raymond Lui Shing-Gung (Thirty Six Killers) als schlagfertiger Held. Honeymoon Killer ist relativ unbekannt. Reviews finden sich wenige. Auch Fassungen scheinen rar. Ich kam mehr durch Zufall zu dem Film und nicht durch eigene Recherche. Gekauft direkt aus Indonesien. Storytechnisch bietet der Film nichts Neues.

 

Es gibt wenige Gamble-Szenen und sonst vor allem Kampfszenen. Viele. Sehr viele. Es wird unendlich viel gekämpft in dem Film. Das Thema/Inhalt, dass der Held schwört, nicht mehr zu kämpfen, ist nicht neu aber sehe ich z.B. weniger gerne als andere Eastern-Inhalte (Rache-Plot, Schüler-Meister Plot). Dass störte mich z.B. auch in Chinese Hercules mit Michael Chan Wai-Man: da hat man einen solchen kampferfahrenen Star, der gefühlt nur am Anfang und Finale zulangen darf.

 

Der Film spielt im modernen Setting, was eine willkommene Abwechslung darstellt. Der Cast ist mir hingegen wenig bekannt. Das einzige bekannte Gesicht für meine Augen war Shan Mao. Den erkannte ich sofort wieder aus Knight Errant mit Jimmy Wang Yu. Er spielt natürlich auch hier einen der Bösewichte. Die Kampfszenen sind solide. Es wird meistens ohne Waffen gekämpft. Die Settings (Baugruben etc.) passen zu den Kung Fu Szenen.

 

Zwei Damen spielen im Plot auch eine wichtige Rolle. Zur Musikuntermalung kann ich nicht viel sagen, da mein Betamax-Player spinnt und den Ton massiv leise wiedergibt. Auch Dialoge waren oft kaum verständlich, aber so oder so wenig wichtig bei dem dünnen Plot. Was man von einem Film wie Honeymoon Killer erwartet, wird erfüllt: typische 70er Jahre Kampfszenen in hoher Anzahl! Längen sind Mangelware, so dass der Film spezifisch für 70er Jahre Basher-Fans interessant ist!

 

Infos:

 

O: Mi Yue Zhui Hun

 

Taiwan 1975

 

R: Liu Wei-Bin

 

D: Raymond Lui Shing-Gung, Hou Yi, Lam Yi-Wa, Huang Fei-Long, Shan Mao

 

Laufzeit der indonesischen Beta: 84:30 Min.

 

Gesehen am: 05.02.23

 

Fassungen: Mir lag das indonesische Betamax von Pan Video vor = gute Bildqualität, Englischer Ton, indonesische Subs. Die Synchro scheint, so wie ich es hören konnte, ok zu sein. Mein Betamax-Player ist im Moment nicht mehr 100% «fit». Der Ton wird viel zu leise abgespielt, so dass Dialoge nur sehr leise verständlich waren. Der Film machte einen ungeschnittenen Eindruck. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2023).