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Freitag, 20. Februar 2026

The Great Cheat


2022 mit Angela Mao in Queens

The Great Cheat

Story:

Ling Yun und seine Crew (u.a. Ku Feng, Lung Fei, Shih Szu) nehmen andere Spieler aus und treiben diese in den Ruin. Wang Kuan-Hsiung wird auch zum Opfer. Doch als er einen ehemaligen Spieler (Paul Chang Chung) trifft und von diesem trainiert wird, schwört er am Ende mit dessen Tochter (Angela Mao) Rache…

Meine Meinung:

The Great Cheat ist ein seltener Gamble-Film aus Taiwan. Nach dem Erfolg der Shaw Brothers Produktion King Gambler im Jahr 1976 sprangen diverse Regisseure auf den Trend auf. In Hong Kong sollte das Gamble-Genre immer wieder neue Werke hervorbringen. Auch im neuen HK-Kino der 80er/90er (God of Gamblers mit Chow Yun-Fat) oder ab 2014 mit einer neuen Reihe (From Vegas to Macau 1-3) sorgte der Mix aus Action und Gamble-Szenen für Unterhaltung. Leider so nicht in The Great Cheat aus dem Jahr 1981.

Den Film von Chung Ching-Woon müsste ich nach meinen Prinzipien nach der Sichtung eigentlich aus der Sammlung verbannen bzw. das Tape zu tauschen oder verkaufen versuchen. Es handelt sich um eine Erstsichtung und der Film ist eigentlich nicht gut genug für meine Sammlung. Jedoch verbindet das VHS eine spezielle Erinnerung an meinen Kurztrip nach New York, Queens, als ich Star Angela Mao traf und mir 29 Autogramme ergatterte. Darunter war auch das The Great Cheat VHS. Daher bleibt es wohl erstmals in der Sammlung, auch wenn ich kurz daran dachte, es einem deutschen Kumpel anzubieten.

Chung Ching-Woon drehte kaum Filme. Es befindet sich ein weiterer Gamble-Film in seiner Filmographie (The Stunning Gambling = auch dieser liegt mir signiert und ungesehen vor) und einen Michael Chan Wai-Man Streifen (Triumph of Two Kung Fu Arts), der noch auf meiner Wunschliste steht (ich dachte immer, den hätte ich schon ungesehen in der Sammlung, aber Pustekuchen). Der Film, der mit einem starken Cast und Namen wie Wang Kuan-Hsiung (Dirty Trick), Shih Szu (The Deadly Breaking Sword), Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer), Ku Feng (Bat Without Wings), Danny Lee (Love to Kill) oder Lung Fei (Tough Duel) aufwartet, war vor allem eins: langweilig.

Leider war The Great Cheat lahm. Actionszenen gibt es praktisch gar keine zu sehen und selbst die Gamble-Szenen waren nicht wirklich innovativ oder spannend. Das gilt sowohl für Trainingsszenen und auch die Duelle im Finale. Da sind die Gamble-Filme aus HK klar besser und unterhaltsamer (z.B. der grossartige Challenge of the Gamesters). Was die Szenen im Himmel sollten, weiss ich auch nicht. Die Hauptfiguren sind Ling Yun (The Beauty Escort), Shih Szu, Angela Mao und Wang Kuan-Hsiung. Lung Fei spielt nur eine Nebenrolle. Ku Feng und Danny Lee haben hingegen noch kleinere Parts erhalten. Mal schauen, ob mir der Film bei einer möglichen 2. Sichtung mit angepassten Erwartungen besser gefallen wird. Jedoch unwahrscheinlich…

Fazit: Mässiger Gamble-Film aus Taiwan…

Infos:

O: Wang Pai Da Lao Qian

Taiwan 1981

R: Chung Ching-Woon

D: Ling Yun, Ku Feng, Lung Fei, Shih Szu, Wang Kuan-Hsiung, Paul Chang Chung, Angela Mao, Danny Lee

Laufzeit der US-VHS: 88:16 Min.

Gesehen am: 20.02.26

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor = 2022 von Angela Mao signiert, im Gegensatz zur chinesischen DVCD Uncut (dafür hat die chinesische VCD leicht mehr Bild und ist in Mandarin), gute Bildqualität aber statt O-Ton Mandarin Dubbed in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026).

Montag, 23. Juni 2025

Diamond Fight

Diamond Fight

Story:

Diamanten werden gestohlen. Diverse Gangster und die Polizei (Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei) sind hinter diesen her…

Meine Meinung:

Diamond Fight, der in einigen Filmdatenbanken (aus Deutschland) nicht Mal gelistet wird, ist ein Anfang der 80er Jahre Actionfilm im modernen Setting von Regisseur Lee Tso-Nam (Lady Piranha, Chinese Kung Fu Against Godfather, Magic Warriors). Lee Tso-Nam hat viele verschiedene Filme gedreht und auch Diamond Fight lohnt sich. Der Plot ist zwar dünn und nur Mittel zum Zweck, dafür kann sich der Cast sehen lassen. Es sind sehr viele bekannte Namen dabei. Den Motiven der einzelnen Figuren zu folgen, war mir hingegen nicht möglich. Meine VHS lag nur synchronisiert vor (Kantonesisch ohne Untertitel). Schlimmer war die Tatsache, dass die Bildqualität sehr schlecht war. In nicht wenigen Momenten war, da so dunkel, nichts zu erkennen.

Der Film bietet Namen wie Norman Tsui (The Secret, The Web of Death), Michael Chan Wai-Man (Black List, Ghost Festival), Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes, The Green Jade Statuette), Don Wong Tao (Death Duel of Kung Fu, Wild Panther), Phillip Ko Fei (The Club, The Gold Connection), Meng Fei (Eagle Flying in September, The Invincible Kung Fu Trio) und Gordon Lius japanische Ehefrau aus Heroes of the East = Mizuno Yuka, die hier auch ihre Brüste präsentieren darf. Allgemein gibt es mehrere anrüchige und schmuddelige Nacktszenen als Füllszenen.

Obwohl Michael Chan Wai-Man nur bis kurz vor die 60. Minute zu sehen ist, muss ihm eine Hauptrolle nachgesagt werden. Bis dahin kommt er nebst Wang Kuan-Hsiung, die zweite grosse Hauptrolle, am meisten vor. Norman Tsui & Don Wong Tao sind in Nebenrollen zu sehen und der Auftritt von Phillip Ko ist nochmals geringer. Da Michael Chan Wai-Man, wenig überraschend, einen Killer spielt, beinhalten seine Szenen Action-, Kämpfe- und Mordversuche. Nach dem Ausscheiden von Michael Chan Wai-Man flacht der Film zunächst merklich ab, da deutlich weniger Action- und Kampfszenen. Doch vor dem Finale steigert sich der Film in dieser Hinsicht wieder. Die Action, choreographiert von Blacky Ko Shou-Liang, kann sich sehen lassen.

Fazit: Kurzweilig, actionreich und stark besetzt. Für Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Bo sha

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei, Mizuno Yuka

Laufzeit der US-VHS: 96:01 Min.

Gesehen am: 28.03.25

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor = Statt Originalton Mandarin liegt der Film in Kantonesisch vor (ohne Untertitel), Vollbild. Leider war ausgerechnet die Bildqualität in mehreren Sequenzen, die auch Actionszenen bieten, so dunkel, dass nichts zu erkennen. Das war schon schade und schlimmer als das Vollbild, die fehlenden Untertitel oder den Kanto Track. Das VHS aus Südkorea ist leider nicht in Mandarin, sondern Englisch Dubbed. Englisch Dubbed sind auch VHS-Fassungen aus Griechenland und Skandinavien (Dänemark). Das VHS aus Spanien ist Dubbed in Spanisch. Es gibt keine DVD, keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025).

Mittwoch, 16. Februar 2022

Monkey War Review

Monkey War

Story:

 

Priester Samjang und seine Begleiter (u.a. Pang San), darunter der Monkey King (Liu Shang-Chien), befinden sich auf ihrer «Journey to the West», als sie Mönche, die unter schrecklichen Bedingungen einen Palast errichten müssen, vor den zwei Magiern Nok-ryuk und Yang-ryuk retten. Monkey King kann diese besiegen. Monkey King und Co. ziehen weiter. Doch Nok-ryuk und Yang-ryuk schwören Rache und lauern mit weiteren Verbündeten (u.a. Spinnen-Monster) auf unsere Truppe…

 

Meine Meinung:

 

Ich habe Ende Sept./Anfang Okt., als ich an Corona erkrankt (mild Dank Impfung) und in Quarantäne war, via  hkmdb Datenbank Wunschlisten anhand der Genres Horror, Ghost, Vampire und Fantasy erstellt. Heute sah ich mir beim Kumpel zwei Fantasy-Filme aus Hong Kong bzw. Taiwan an. Film Nr. eins war der seltene 1982er Film Monkey War.

 

Bei Monkey War handelt es sich, was ich nicht wusste, um die direkte Fortsetzung zu New Pilgrims to the West (mit Chen Kuan-Tai als Bösewicht und "Endboss") und stellenweise wirkt der Sketch-artige Film an die alte Shaw Brothers Arbeit The Cave of the Silken Web. Verfilmungen um die Legende des Monkey King und dessen Reise nach Westen gibt es viele (Journey to the West von Chang Cheh, die Festland-Produktion Journey to the West: Conquering the Demons, Stephen Chows A Chinese Odyssey Part One & Two, The Monkey King mit Donnie Yen etc.).

 

Leider erreicht der 1982er Fantasy Film aus Taiwan nicht die Qualität des actionreichen Vorgängers, auch wenn ich dem Film nicht ganz gerecht wurde (Canto Dub, nur Vollbild, keine Subs). Dem Plot kann man aber folgen, sofern man mit der Materie etwas vertraut ist. Was in Monkey War auch klar fehlt ist ein erfahrener Star à la Chen Kuan-Tai. Dies dürfte auch der Grund sein, warum die Fortsetzung weitaus weniger Action bietet. Ansonsten kehrt wohl mehr oder weniger der gleiche Cast aus dem Vorgänger zurück (Pang San, Liu Shang-Chien). Auch die Regie durch Chen Chun-Liang bleib unverändert (The Child of Peach, Hello Dracula 4).

 

Die Hauptgründe warum Monkey War weniger gut als der Vorgänger und per se vor allem für Kung Fu Fans enttäuschend ist, sind folgende Punkte: viel zu wenig Action, viel zu viel Klamauk und viel zu lustig. Zwar gibt es paar charmante Fantasy-Elemente (eine Sagen-Figur mit dem Beutel, der Windstürme erzeugen kann, kommt vor = sah man später noch in The Child of Peach), Effekte (Spinnen, fliegender Drachen) & Kostüme (sehr bunt, schrill und fantasievoll) zu sehen, doch mehr Action/Kung Fu wäre wünschenswert gewesen. Immerhin eins war Monkey War nicht: langweilig!

 

Fazit: Nur bedingt und mit Abstrichen zu empfehlen (wenn mit O-Ton und Subs und/oder wenn billig im Erwerb). Der Vorgänger ist definitiv der bessere Film…

 

Infos:

 

O: Sun Wu Kong dai zhan fei ren kuo

 

Taiwan 1982

 

R: Chen Chun-Liang

 

D: Liu Shang-Chien, Pang San, Sherman Chow Shiu-Dung, Fanny Fang Fang-Fang, Henry Lu Yi-Lung

 

Laufzeit der US-VHS: Ca. 94 Min.

 

Gesehen am: 17.11.21

 

Fassungen: Mir lag das VHS aus den USA von Rainbow Audio & Video vor = Canto Dub statt Mandarin, keine Subs, Fullscreen, gute Bildqualität. Als Alternative ist mir nur eine VHS aus Südkorea (Dubbed in Koreanisch) bekannt. Eine Fassung im O-Ton, mit Subs, eine deutsche Fassung inklusive Blu-Ray oder DVD-Release sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2021).

Freitag, 19. März 2021

Deadly Duo Review

Deadly Duo

Story:

 

Ein Boxer (Chen Kuan-Tai) gewinnt einen Kampf, denn er hätte verlieren sollen. Die Folge: seine Familie wird umgebracht. Um Rache üben zu können begibt sich der Boxer nach Hong Kong. Dort vollführt er nicht nur seine Rache, sondern gerät auch zwischen die Fronten von zwei Feinden (Wang Kuan-Hsiung, Michael Chan Wai-Man)…

 

Meine Meinung:

 

Deadly Duo, ein Anfang 80er Jahre Crime-Streifen aus Hong Kong, hat mir gut gefallen. Ich wurde prima unterhalten.

 

Deadly Duo bietet dem Fan: blutige Action, Rache-Themen, Selbstjustiz, Schmuddel und Nackt-Szenen. In Deadly Duo gibt es bereits in den ersten zehn Minuten harte Szenen zu sehen, wenn die von Chen Kuan-Tai gespielte Figur die Leichen seiner Eltern und Enkelkinder findet.

 

Der Racheplot ist simpel, der Film Dank der kurzen Laufzeit kurzweilig und unterhaltsam. Nebst blutigen Action-Szenen gibt es genug Platz für leichte Liebesgeschichte, Gefühle, Dramatik und nebenbei gar noch Gamble-Szenen.

 

Chen Kuan-Tai (Blood Brothers, Challenge of the Masters, Murderer), dazumal ein grosser Star der Shaw Brothers, spielt die Hauptrolle. Er tut dies sehr gut. Die 2. Hauptrolle wird von Wang Kuan-Hsiung gespielt. Der dritte im Bunde ist, natürlich als Bösewicht, Michael Chan Wai-Man (The Revenge of the Shaolin Kid). Sein Gesicht bzw. die Identität des Gangster-Bosses werden jedoch erst im Finale gelüftet (Plus: die sichtbare Perücke, die er tragen muss!).

 

Für mich als grosser Fan von Chen Kuan-Tai und Michael Chan Wai-Man ist der Film nur schon wegen den beiden sehenswert. Die Action beschränkt sich auf Mordversuche, blutige Shoot-Outs (in einer Sequenz gibt Action mit einer Schrotflinte), Messerstechereien, einen Box-Kampf (zum Glück nur zu Beginn, bin kein Fan dieses Sports) und bisschen Kung Fu (mehr sachlich, normal, hart statt hübsch choreographiert oder ästhetisch).

 

Fazit: Für Fans der Darsteller oder des Genres zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Cham Sau Chi

 

HK 1983

 

R: Jacky Yu Yin-Chuen, Chi Lian

 

D: Chen Kuan-Tai, Wang Kuan-Hsiung, Michael Chan Wai-Man, Shally Yue San, Lily Lan Yu-Li, Cheng Kang-Yeh

 

Laufzeit der US-VHS: 87:11 Min.

 

Gesehen am: 02.01.21

 

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor = Chinesischer O-Ton, feste englische und chinesische Subs, Vollbild, durchschnittliche Bildqualität (zu dunkel). Alternativen (Im O-Ton und mit Subs). HK VCD. Es gibt keine Blu-Ray, DVD und deutsche Fassung (Stand: Jan. 2021).  

Samstag, 4. April 2020

The Magnificent Chivalry Review



The Magnificent Chivalry

Story:

China während der Ming Dynastie:

Ein Raubüberfall findet statt. Viele Leichen und vermisstes Gold bleiben zurück. Kämpfer Lai Piao (Jimmy Wang Yu) wird beauftragt, sich der Sache anzunehmen. Dieser stösst in seinen Ermittlungen auf die Bande von Tien Yeh und beginnt diese zu infiltrieren…

Meine Meinung:

Von Li Su, dem Regisseur von Die Todeskarawane der Shaolin, weiterer taiwanesischer Jimmy Wang Yu Beitrag, der einen sehr schönen Schwertkampffilm darstellt. Jimmy Wang Yu mimt so was wie Chen Kuan-Tai in Killer Constable (in minimen Ansätzen) wobei die Story dann komplexer als gedacht (gewinnt das Vertrauen des Gangsterbosses, stellt sich heraus, dass sie Halbbrüder sind etc.) ist und weitere Rache-Motive (Chang Ching-Ching z.B. will auch Rache) in die Story integriert wurden.

Der Film, der wunderschöne Aufnahmen aus Taiwan bietet, überzeugt durch eine grosse Anzahl an sehenswerten Schwertkampfszenen und einen starken Lead. Jimmy Wang Yu (Assassin Vs Assassin) macht seine Sache wie meist sehr gut. Keine Überraschung, dass er am Ende im Duell viel einstecken muss. Markenzeichen der ehemaligen Shaw Brothers Legende. Vor allem wenn er am Schwert kämpft, gewinnen die Kampfszenen an Intensität.

Tien Yeh, mit nicht bekannt, gibt einen ebenso intensiven Bösewicht ab. Ein harter Brocken mit coolem Schwert, den es zu besiegen gilt. Keine einfache Aufgabe für Jimmy Wang Yu. Chang Ching-Ching, die weibliche Kämpferin mit den Doppelschwertern, bekommt deutlich weniger Kampfszenen spendiert. Ihre Rolle kann als Sub-Plot bezeichnet werden. In einer Nebenrolle als Bösewicht: Lung Fei, der oft Bösewichte (spezifisch Japaner) in Jimmy Wang Yu Filmen verkörperte.

Was dem Film zugutekommt ist die Musik und die Kameraführung/Einstellungen, die mehr als nur einmal ans Italo-Western und/oder japanische Samurai-Genre erinnern. Eine schöne Mischung und Kombination, die auch immer wieder gut zu einem Eastern passt.

Fazit: Seltener und sehenswerter Jimmy Wang Yu Eastern, der sich lohnt, gesichtet zu werden!

Infos:

O: Du Xing Da Biao Ke

Taiwan 1971

R: Li Su

D: Jimmy Wang Yu, Tien Yeh, Chang Ching-Ching, Suen Liu, Lung Fei

Laufzeit der US-VHS: 92:45 Min.

Laufzeit der Korea VHS: 86:55 Min.

Gesehen am: 05.02.20

Fassungen: Uncut scheint bisher nur die US-VHS von Rainbow Audio (mit Tai Seng Sticker überklebt) zu sein = sehr gute Bildqualität, Mandarin, keine Subs. Das VHS aus Holland (Mandarin und holländische Subs) und die UK DVD (Mandarin und englische Subs) sind ca. zehn Minuten zensiert. Es gäbe noch zwei weitere Fassungen wo die Uncut Frage nicht geklärt ist: ein VHS aus Südkorea und eine Betamax aus Indonesien (Englisch Dubbed). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2020). Nachtrag 04.04.20: Für eine 2. Sichtung lag mir das VHS aus Südkorea von Dong Yang Production vor = leicht schlechtere (unscharfe) Bildqualität als beim US-VHS, auch O-Ton, nur koreanische Subs. Scheint zumindest in Sachen Gewalt Uncut, aber fehlt Handlung. Nach dem Finalkampf fehlt etwas mehr als eine Minute im Vergleich zur US-VHS. Möglich, dass noch mehr fehlt...

Dienstag, 4. Februar 2020

Kung Fu Mama Review

Kung Fu Mama

Story:

Der Film erzählt die Geschichte, wie es nach «Der Pirat von Shantung» weitergehen könnte: nach dem Tod des Sohnes, dem «Pirat von Shantung» (hier Jimmy Wang Yu in Rückblenden aus anderen Filmen stammend) wird eine der Töchter der kampferfahrenen Familie entführt. Die Kung Fu Mama (Hsieh Chin-Chu) plus Anhang (u.a. Cindy Tang Hsin, Chang Ching-Ching) planen, die Tochter zu befreien und sich an den Japanern (u.a. Lung Fei) zu rächen…

Meine Meinung:

Der Shaw Brothers Klassiker Der Pirat von Shantung (1972) war dazumal ein grosser Erfolg. Der fiktive Held Ma Yung Chen kämpft in Shanghai gegen böse Japaner und die Axt-Gang, ehe er am Ende den Heldentot stirbt. Es gab weitere Filme, die die Story zu Ende erzählten (der Tod von Ma Su Chen wird dann meist durch dessen Schwester gerächt):

Ma Su Chen (mit Jimmy Wang Yu), Furious Slaughter (mit Jimmy Wang Yu), A Brave Girl-Boxer in Shanghai (mit Doris Lung Chun-Erh), The Sister of the San-Tung Boxer (mit Wang Ping, in D als Kwan Fu - Im Schlangennest des goldenen Drachen erschienen auf VHS) und The Avenger (aka Kung Fu - Die Karateteufel = bestellt).

Zu der Reihe gesellt sich auch Kung Fu Mama, in dem nicht nur Ma Yung Chens Töchter, sondern auch dessen Mutter und Familie auftauchen, um dessen Tod zu rächen. In Kung Fu Mama geht man sogar einen Schritt weiter und lässt zu Beginn noch eine der Töchter durch die Bösewichte entführen, so dass die prügelnde Rachestory und Motive von selbst erklärt werden. Zu Beginn und nur zu Beginn, taucht auch Jimmy Wang Yu (Wu Xia) auf, der jedoch im Film nicht wirklich mitspielt.

Dessen Szene(n) wurde aus Furious Slaughter (glaube dem) eingefügt. Einerseits kann man somit auf die Jimmy Wang Yu Filme Ma Su Chen und Furious Slaughter aufbauen, zum anderen konnte man mit Jimmy Wang Yu werben (das VHS aus Südkorea z.B. präsentiert Jimmy Wang Yu als «Hauptfigur» in Kung Fu Mama, was das Front-Cover angeht).

Der Film hat mir sehr gut gefallen. Es gibt von Anfang an bis zum Ende fast alle fünf Minuten Action, Prügeleien und hier und da unfreiwillige Komik «Dank der Kung Fu Mama». Diese erkannte ich sofort wieder aus Knight Errant aka Wang Yu - Der Karatebomber – da spielt sie auch mit, lässt sich u.a. sogar überfahren und überlebt diese Szenen. Trash und Fantasie à la Taiwan.

Nebst unzähligen Action- und Kampfszenen überzeugt der Film auch mit Exotischem: es gibt diverse ausländische Kämpfer (Karate, Thai. Boxer) welche an damalige Jimmy Wang Yu Martial Arts Filme erinnerten. Damit hebt sich Kung Fu Mama von anderen Filmen dieser Art ab. Der Cast, mir leider vor allem unbekannt, macht eine gute Figur. Lung Fei als böser Japaner und rechte Hand des Oberbosses* war stark, auch in den Kampfszenen im Finale. Er ist nur schwer zu besiegen und die Kämpfe sind stark choreographiert.

*einziges Manko: der Oberbösewicht kann nicht kämpfen und wird nicht im Kampf besiegt. Wenn man nach der Videospiele Logik geht hätte es nach Lung Fei einen noch stärkeren Brocken geben müssen, welchen es zu besiegen gegolten hätte da Lung Fei nur die rechte Hand des Gangster-Bosses darstellt. 

Fazit: Trotzdem jedem Old School Kung Fu Film Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Shan Dong Lao Niang

Aka Queen of Fist

Taiwan 1973

R: Chien Lung

D: Hsieh Chin-Chu, Cindy Tang Hsin, Chang Ching-Ching, Lung Fei, Jimmy Wang Yu (Szenen aus anderem Film)

Laufzeit der US-VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 06.11.19

Fassungen: Gesehen als Uncut US-VHS von Rainbow Audio & Video beim Kollegen = Vollbild, Uncut, Canto statt Mandarin (wobei kein störender Dub), keine Subs. Das Intro und die Action zuvor sind komplett zu sehen, die je nach anderen Fassungen komplett oder teilweise fehlen. Es soll noch folgende Fassungen geben: TW VHS, eine franz. und/oder Ital. Fassung (lief zumindest Uncut und in Widescreen in Ital. Kinos), arabisch und englisch untertitelte O-Ton Fassungen und ein VHS aus Südkorea (O-Ton, auch leicht cut). Lief in D im Kino – gibt aber keine deutsche VHS/DVD/Blu-Ray (Stand: Nov. 2019).

Mittwoch, 20. Februar 2019

The Black Magic with Buddha Review


The Black Magic with Buddha

Story:

Ben (Chen Kuan-Tai) entdeckt im Urlaub in einer Gruft eine Mumie, dessen Hirn er entnimmt und mitnimmt. Dieses hat magische Kräfte und kann Ben einen Wunsch erfüllen. Doch Ben wird gierig und zerstört das Gehirn nach dem Aussprechen des Wunsches nicht, wie er sollte. Daraufhin entwickelt das Gehirn ein Eigenleben und beginnt, Ben und dessen Angehörige zu gefährden. Ein Magier (Lo Lieh) soll Schlimmeres verhindern…

Meine Meinung:

The Black Magic with Buddha ist ein obskurer Trash-Horrorfilm aus Hong Kong, der sich allerdings nicht ernst nehmen kann und zum Teil unfreiwillig komisch wirkt. Daher kann von echtem Horror oder Grusel auch nie die Rede sein, auch wenn der Film versucht, mehrheitlich düster, ernst und westlich zu wirken.

Wer echten HK Horror, speziell aus den 80er sehen möchte, muss schon zu Titeln wie The Imp, The Rape After, Blood Ritual oder The Accident greifen. The Black Magic with Buddha kann man sogar als Trash-Titel bezeichnen, was ich allerdings nicht negativ meine. Was dem Film leider nicht gut kommt, ist die Tatsache, dass es bisher weltweit nur miserable Fassungen zum Film gibt (mehr dazu unter Fassungen).

Der Film bietet für ungeübte Zuschauer viel Exotisches: Magie, Zeremonien, Taoist Priester, Übernatürliches, eine Mumie dessen Hirn magische Kräfte hat und danach aufs Mordstour geht. Gerade die Szenen mit dem Gehirn sind Trash pur – dazu die immer wieder kehrende Musik, welche den Zuschauer erschrecken soll aber einfach nur billig tönt und sich immer wieder wiederholt. Dabei erinnern Szenen wie das über eine Fensterscheibe kriechende Gehirn an Filme wie Slugs oder Shivers oder wenn Opfer von unzähligen Gehirnen angefressen wird (Badewannenmord) an Filme wie Critters.

Mit dem Auftreten von Lo Lieh als Magier nimmt der Humor zu, auch wenn der Film im Finale, ein ziemlich langes, stimmungsvoller und ernster wird. Vieles spielt in dunklen Szenen ab, es gibt viele Zeremonien und Magie zu sehen (sogar eine Buddha Statute kommt vor, die sich mit Lo Lieh vereinen kann, um gegen das Hirn bestehen zu können) und das Hirn mutiert.

Was Gewalt- Blut/Effekte-Szenen angehen, gibt es nicht allzu viel zu sehen. Paar blutige Hirne, die ein Eigenleben haben, kleben zum Teil an ihren Opfern (Badewanne Mord) und am Ende tragen die Darsteller sichtliche «Gehirn Make-Up Masken». Schmuddel und Sex darf man nicht erwarten. Interessanterweise sind zwei Dusch/Badeszenen zu sehen, jedoch nicht mit Frauen sondern mit Männern. Aussergewöhnlich.

Lo Lieh (Tiger Cage 2), Shaw Brothers Star, macht seine Sache als Priester und auch Regisseur gut. Die zweite grosse Hauptrolle wird auch von einer Shaw Brothers Legende gespielt: Chen Kuan-Tai (Butcher). Auch ihm zuzusehen macht Spass, auch wenn er eine leicht naive und gierige sprich wenig sympathische Persönlichkeit spielt.

Die Moral von der Geschichte: Gier kann tödlich sein!

Fazit: Fans von obskuren und exotischen Asia-Streifen zu empfehlen!

Infos:

O: Nao mo

HK 1983

R: Lo Lieh

D: Chen Kuan-Tai, Lo Lieh, Candice Yu, Linda Chu Hsiang-Yun, Elaine Jin, Mun Yiu Wah

Laufzeit der Far East Flix DVD: 91:12 Min.

Gesehen am: Dez. 2011 / Review überarbeitet am: 23.12.18

Fassungen: Leider gibt es keine befriedigenden Fassungen zum Film. Offizielle DVDs (von Blu Ray sprechen wir gar nicht) gibt es nicht und auch keine Laserdisc. Den Film gibt es nur als VHS und VCD. Die VCD aus Thailand ist leider nur Dubbed in thai. und disqualifiziert sind daher automatisch. Es gibt drei VHS: USA (Pan-Asia, ein Chinatown Label), HK (Mei Ah) und eins aus Südkorea. Alle drei schwer zu bekommen. Zumindest die US- und HK Ausgabe sind nur in Vollbild d.h. das Originalbildformat (Widescreen) ist an allen vier Seiten stark beschnitten, englische Subs daher auch an den Seiten beschnitten und die Bildqualität ist nur in den hellen Tagszenen okay – ansonsten ist die Bildqualität zu unscharf und dunkel. Mir lagen zwei Bootleg DVDs vor, welche auf eine Kopie des HK (oder US) VHS basieren*. Infos zur VHS aus Südkorea habe ich keine – ich kenne nur das Cover und weiss, dass der Film dort auch veröffentlicht wurde.

*Far East Flix DVD (USA) und eine China DVD – bei letzterer hoffte ich auf eine legale DVD von einem chinesischen Billig-Label – jedoch handelt es sich um eine Far East Flix DVD Kopie. O-Ton und feste Subs, Uncut. 

Nachtrag 01.04.19: Neu liegt mir das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor = Uncut, O-Ton, englische Subs. Identisch mit dem HK VHS und den zwei Bootleg DVDs, welche ich habe. Nachtrag 11.04.19: Habe den Film inzwischen als US-VHS gsichtet. Gleiches Master wie meine Bootleg DVDs, würde aber behaupten einen Ticken besser was die Bildqualität angeht da die Bootleg DVDs wahrscheinlich Kopien von Kopoen sind (= Qualitätsverlust).

Montag, 10. Dezember 2018

School on Fire Review

School on Fire
 
Story:

Die Schülerin Chu Yuen-Fong (Fennie Yuen) wird Zeuge eines Triaden-Mordes. Sie freundet sich mit Triaden-Mitglied Scar (Terrence Fok Shui-Wa) an, beide verlieben sich. Auch ihre beste Freudnin steckt tief im Triaden-Spirale. Chu Yuen-Fongs Lehrer (Damian Lau) versucht seinen Schülern zu helfen, doch auch er ist nicht sicher von dem Triaden-Boss Smart (Roy Cheung). Auch die Polizei (Lam Ching-Ying, Tommy Wong Kwong-Leung) haben nichts gegen ihn in der Hand. Nach und nach nehmen die Dinge seinen Lauf und alle versinken in einer Spirale der Gewalt…

Meine Meinung:

Der von Karl Maka (Good Bad & Losers, Dirty Kung Fu) produziere Film stellt mit Sicherheit einen der besten Filme von Ringo Lam dar, wenn nicht sogar den besten. Das Triaden-Drama versucht so realistisch wie möglich zu wirken und auf typischen HK-Humor wird zum Glück gänzlich verzichtet. Dies tut dem Realismus gut.

Der Film erzählt die erschütternde Story einer jungen Schülerin, deren Freund für die Triaden arbeitet. Sie wird Zeuge eines Mordes und gerät immer tiefer in die Spirale aus Hoffnungslosigkeit und Gewalt. Das hat Einfluss auf alle, die mit ihr zu tun haben: Ihre beste Freundin, welche sich prostituiert und sich umbringt, ihren Lehrer, der droht den Job zu wechseln, ihren Vater, welcher sich in Lebensgefahr begeht, weil er seine Tochter retten will etc.

Der Film hat zunächst sehr wenige Actionszenen und baut sich langsam auf. Es handelt sich auch nicht um einen Actionfilm, sondern um ein düsteres, pessimistisches und gegen Ende hin ultrabrutales Triaden-Drama, in welchen sozialkritische Tönte nicht fehlen dürfen. Das Geschehene wirkt relativ brutal und man leidet mit. Man entwickelt gegen den Triaden Boss (Genial: Roy Cheung) einen regelrechten Hass und am Ende eskaliert die ganze Situation und als erfahrener HK-Filmeschauer weiss man, es könnte alles passieren, alles ist möglich und jeder könnte sterben!

Die Szenen am Ende sind dann auch nichts für Zartbesaitete und die Triaden erscheinen in diesem Film als alles, nur nicht als ehrenhaft. Roy Cheung (From the Same Family, Escape from Coral Cove, Gambling Baron, The Armed Policewoman) hat schon viel Erfahrungen in solchen Rollen und er spielt absolut überzeugend das Ekel von Triaden Boss, ein echter Fies- und Widerling! Sehr gute Leistung von ihm! Macht grossen Spass, ihm dabei zuzusehen!

Auch Fennie Yuen und Damian Lau agieren wunderbar und Lam Ching-Ying (Crazy Safari, Rape In Public Sea) und Tommy Wong Kwong-Leung (The Last Duel) haben interessante Nebenrollen als Polizisten. Eigentlich ist jede Rolle gut besetzt.

Fazit: Genau so müssen düstere und depressive HK-Triaden Dramen sein! Einer der besten Filme von Ringo Lam. Klare Empfehlung von meiner Seite her.

Info:

O: Xue xiao feng yun

HK 1988

R: Ringo Lam

D: Roy Cheung, Fennie Yuen, Damian Lau, Lam Ching-Ying, Tommy Wong Kwong-Leung

Laufzeit der HK-DVD: 97:10 Min.

Gesehen am: Januar 2011 / 2. Sichtung am: 31.08.18

Fassungen: Für die 2. Sichtung lag mir das seltene US-VHS von Rainbow Audio & Video / Tai Seng vor = einzige Uncut Fassung weltweit! Das reine Tai Seng VHS ist zwar auch länger als die HK Fassung, aber noch immer nicht komplett und nur Mandarin Dubbed. Daher beim Kauf unbedingt schauen, dass ihr die Rainbow Audio & Video Kassette kauft (egal ob Tai Seng Sticker aufgeklebt ist oder nicht). Diese ist Uncut und in Kantonesisch mit englischen Subs. Die HK DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) ist in Sachen Dialogen und Gewalt zensiert wie alle HK Fassungen. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Aug. 2018).

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Escape from Coral Cove Review



Escape from Coral Cove

Story:

Eine Gruppe von Jungs und Mädels (u.a. Alex Fong Chung-Sun, Joh Yin-Ling, Elsie Chan Yik-Si) verbringen ihr Wochenende am Strand. Sie wollen die Zeit dort geniessen. Doch ein unmenschliches Wesen (Roy Cheung Yiu-Yeung) beginnt in der Gegend Leute zu dezimieren und bald trifft es auch Mitglieder der Feriengruppe um Alex…

Meine Meinung (basiert auf einer zensierten Fassung):

Escape from Coral Cove ist für einen Film aus Hong Kong relativ speziell und ungewöhnlich. Der Film ist wahrlich kein Highlight aber gerade wegen seiner untypischen Art, dem Genre und Setting nicht uninteressant.

Es handelt sich um einen Low-Budget 80er Jahre Horrorfilm, der sich zum Teil mehr am westlichen Kino orientiert. Mit dabei und das finde ich interessant: Alex Fong (The Dragon Fighter) und Roy Cheung (School on Fire) in jungen Jahren, bevor sie zu Stars wurden. Die Mädels sind mir nicht bekannt, aber passen in ihren Bikinis und hübschen Figuren (und z.T. schrecklichen 80er Jahre Friseuren) gut zum Inhalt des Filmes.

Was das Genre angeht ist der Film sehr wechselhaft: Creature-Horror, Tierhorroranleihen, Komödie, Slasher, Backwood. Filme dieser Art sind die HK selten. Da kommen mir nur wenige Titel in den Sinn, die leicht vergleichbar wären - z.B. Night Caller, Scared Stiff, He Lives By Night, Who’s Killer, The Island, No Guilty, The Beasts, Heartbeat 100 oder Exposed to Danger (der ist jedoch aus Taiwan). Natürlich harmloser als die ganzen US-Slasher (und Klischees wie Sex und Drogen sucht man hier vergebens), auch wenn mir nur eine zensierte Fassung vorlag.

Der Film, auch wenn er Längen hat und zum Teil unausgegoren wirkt, wurde bereit 1984 gedreht aber erst zwei Jahre später veröffentlicht. Gegen Ende wird der Film actionreicher und bietet ein langes Finale, in welchem Roy Cheung à la Michael Myers nahezu unzerstörbar das Heldentrio verfolgt – zuerst in Wohnanlagen, dann folgt eine längere Verfolgungsjagd, dann das Finale auf der Yacht gefolgt vom wahren Unterwasserfinale. Gerade die Unterwasser-Szenen boten Abwechslung und sind sehr gelungen.

Wenig gelungen fand Regisseur Terence Chang seinen eigenen Film, so dass er danach nie mehr Regie führte. Zitat Terence Chang:

«The film Escape From Coral Cove was made in 1984, the only dark spot in my career and I regret not taking my name from it. No budget, definitely no script and some of the crew was only doing it for fun, having never worked with film, before and after. Much of the film was shot by the producer; botched scenes were still used, or they couldn’t be reshot. The entire process was a fiasco. I was not pleased, knowing that I could be better. That’s why I swore to be a good producer, to help directors who are more talented and more fortunate than me.»

Quelle: http://www.hkfilmdirectors.com/en/director/chang-terence

Fazit: Kein Highlight, aber wie oben erwähnt wegen dem Genre, den Settings und den späteren Stars Alex Fong und Roy Cheung trotzdem nicht uninteressant!

Infos:

O: Tou Ceot Saan Wu Hoi

HK 1986

R: Terence Chang

D: Alex Fong Chung-Sun, Roy Cheung Yiu-Yeung, Joh Yin-Ling, Elsie Chan Yik-Si,

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 80 Min.

Gesehen am: 29.08.18

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung und keine DVD-Fassungen (Stand: Aug. 2018). HK LD/VCD (O-Ton und englische Subs) sind stark zensiert. Uncut soll das HK VHS sein, wobei ich diesbezüglich auch schon anderes gelesen habe. Rip offs/Bootlegs im Internet basieren alle auf der ca. 80minütigen Cut-Fassung. Es kann aber auch sein, dass es unterschiedliche HK VHS Fassungen gibt (nicht selten – gibt Uncut/Cut VHS von Blood Ritual oder Daughter of Darkness). Zudem gäbe es sogar noch ein US-VHS. Mir lag das VHS aus Südkorea von New Video vor. Ich hoffte, damit die Uncut Fassung zu kaufen, da das HK VHS eben Uncut sein soll. Das VHS aus Südkorea ist leider auch zensiert, aber anders als die HK Fassungen (habe ich auf youtube und Co. verglichen). Dort gibt es viele Szenen, die auf dem Korea VHS fehlen aber auch umgekehrt! Stellt sich die Frage, ob es wirklich eine komplette Uncut-Fassung gibt. Die HK Fassungen sind schärfer (Bildqualität), im O-Ton und haben englisch Subs. Dafür z.T. recht dunkel (Bildqualität). Das VHS aus Südkorea ist heller (Bildqualität), Mandarin Dubbed (warum auch immer?!) und bietet nur koreanische Subs. Eine komplette Uncut Fassung wäre wünschenswert und ich würde mir den Film Uncut (und im O-Ton) auch nochmal in die Sammlung stellen! Nachtrag 01.04.19: Neu liegt mir das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor. Dieses soll Uncut sein, im O-Ton und englische Subs bieten. Habe es aber noch nicht überprüft. Nachtrag 11.04.19: Habe das US-VHS angesehen und es ist die beste Fassung (identisch mit dem HK VHS) = gute Bildqualitt, O-Ton, englische Subs die aber zu 50% aus dem Bild rutschen, fast Uncut. Alle Gewaltszenen, die auf der HK LD/HK VCD fehlen, sind enthalten bis auf den Tritt zwischen die Beine - der fehlt. Mit anderen Worten: es gibt KEINE 100%ige Uncut Fassung. Der Tritt zwischen die Beine kann z.B. auf dem südkoreanischen VHS angesehen werden - eine stark zenierte aber anders zensierte Fassung als HK VCD/HK LD. Laut meinem Deutschland-Dealer und einem chinesischen Blog ist nur das VHS aus Taiwan 100% Uncut (mit Tritt zwischen die Beine).