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Donnerstag, 31. Januar 2019

Arcane Sorcerer Review

Arcane Sorcerer

Story:

Italien im 16. Jahrhundert: Priester Giacomo Vigetti wird verstossen, da er eine junge Frau geschwängert und zur Abtreibung gezwungen haben soll. Er will flüchten und geht einen Pakt mit einer mysteriösen Frau ein, welche ihm zur Flucht verhilft. Er reist aufs Land, wo er fortan in einer alten Bibliothek arbeitet und dem Monsignior unterstellt ist. Dieser soll schwarze Magie betreiben und schon bald hört Giacomo allerlei Geschichten über den Monsignior…

Meine Meinung:

Auf Arcane Sorcerer, einen späten Ital. Genre-Beitrag aus dem Jahre 1996 (die beste Zeit hatte die ital. Filmindustrie dazumal leider schon hinter sich) wurde ich dank eine Facebook Gruppe aufmerksam, als mir das japanische VHS zum Film angeboten wurde. Leider war dieses nur im O-Ton ohne englische Subs, so dass für mich der Kauf (bei einem hohen Preis) nicht in Frage kam (wäre aber schickes VHS gewesen).

Der Film stammt von Pupi Avati, den Fans aus Deutschland vor allem wegen seinen Filmen wie Zeder oder Das Haus der lachenden Fenster kennen und schätzen dürften. Und seine Filme, vor allem Das Haus der lachenden Fenster, mochte ich nach mehrfachen Sichtungen immer mehr. Allgemein das Handwerk des Regisseurs – langsame und stimmungsvolle Bilder, viel Atmosphäre. Nicht viel Hektik, nicht viele Effekte – man nimmt sich Zeit und der Inhalt ist wichtig (deshalb wollte ich auch eine verständliche Version haben mit Subs).

So auch hier – Arcane Sorcerer ist ein ruhiger Film, der im klassischen Setting spielt. Der Story kann man gut folgen und am Ende gibt es eine Überraschung, die jedoch im Grunde gar nicht so überraschend oder neu ist. Trotzdem: die Geschichte fesselt, das Unheil und eine beunruhigende Stimmung sind von Anfang an gegeben und die Settings und Bilder sind unheimlich und wunderschön (gotische Ambiente, die grosse Bibliothek, viele dunkle Orte in dem Gemäuer etc.). Stimmungsvoll trifft es sehr gut.

Dazu kommt, dass die mir unbekannten Darsteller alle sehr gut und glaubhaft agieren und der Film, auch nebst dem Schloss als Setting (viel Natur gibt es zu sehen) schön in Szene gesetzt ist. Über das Ende kann man streiten – mir hingegen hat Arcane Sorcerer gut gefallen und es ist sehr schade, dass der Film so unbekannt ist und nicht die Aufmerksamkeit erhält, welche er verdient hätte – dazu kam der Film paar Jahre zu spät!

Fazit: Jedem Italo-Film und vor allem Pupi Avati Fan zu empfehlen!

Infos:

O: L'Arcano incantatore

Italien 1996

R: Pupi Avati

D: Carlo Cecchi, Stefano Dionisi, Arnaldo Ninchi, Andrea Scorzoni, Consuelo Ferrara, Renzo Rinaldi

Laufzeit der Bootleg DVD: Ca. 95 Min.

Gesehen am: 27.11.18

Fassungen: Mir lag eine UK Bootleg DVD vor. Als Master diente die Ital. VHS. Den Film scheint es weltweit NICHT im Originalton Ital. mit englischen Subs zu geben (selbst das VHS aus Japan ist nur in Ital.). Dieser DVD liegen englische Subs bei. Film Uncut. Qualität gut. Es gibt keine Blu-Ray, keine deutsche Fassung und keine O-Ton mit englischen Subs Fassung (Stand: Nov. 2018).

Mittwoch, 14. Februar 2018

Zeder Review

Zeder

Story:

Student und Schriftsteller Stefano (Gabriele Lavia) kommt dank einer Schreibmaschine, welche er von seiner Freundin Alessandra (Anne Canovas) geschenkt bekommen hat, sogenannten K-Zonen auf die Spur. Die Theorie besagt, dass in solchen Zonen Tote wieder auferstehen. Stefano ist magisch fasziniert und macht es sich zur Aufgabe, mehr darüber herauszufinden. Mit unschönen Folgen…

Meine Meinung:

Zeder ist ein nicht uninteressanter Genre-Beitrag von Pupi Avati, einem Regisseur, der oft unterschätzt wird und im Horrorgenre sicherlich weitaus weniger bekannt ist, als z.B. Dario Argento, Lucio Fulci oder Mario Bava. Gerade in deutschsprachigen Raum. Sein bekanntester Titel dürfte Das Haus der lachenden Fenster sein.

Zeder ist kein Zombiefilm – dem sollte man sich bewusst sein. Da besteht die Gefahr, mit falschen Erwartungen an den Film heranzugehen. Sich jedoch zu viele Infos vorab zu holen, könnte auch schädlich sein, weil die Gefahr besteht, sich inhaltliche Überraschungen zu verderben. Wenn man jedoch schon viele Genre-Filme gesehen hat, wirkt das Ende z.B. nur wenig überraschend. Man könnte Stephen King auch vorwerfen, sich für seine Buchgeschichte (welche dann auch verfilmt wurde = Friedhof der Kuscheltiere) bei Zeder und dessen Ideen bedient zu haben.

Wer Pupi Avatis Werk Das Haus der lachenden Fenster gesehen hat, weiss in etwa, was ihn auch hier erwartet: stimmungsvolle, unheimliche Bilder, authentische Settings und Drehorte, Verschmelzung von Übernatürlichem und Wissenschaft, langsamer Aufbau, wenig Effekte/Action, Spannungskurve durch Plot und Verlauf wird aufrechterhalten und die Darsteller / Figuren waren allesamt in ihren Leistungen überzeugend und sympathisch (und gutaussehend = an Anne Canovas gerichtet). Den Soundtrack fand ich okay, aber nicht speziell oder überdurchschnittlich.

Ich muss zugeben, dass auch ich, wie sicher auch andere, zuerst einen anderen Film erwartet haben (eben Zombiefilm). Daher freue ich mich schon darauf, wenn ich den Film in Zukunft mir richtigen Erwartungen sichten werde. Besagter Das Haus der lachenden Fenster gefiel mir nämlich auch erst nach der 2. Sichtung richtig gut.

Fazit: Für Fans des Ital. Horrorkinos der 80er Jahre zu empfehlen! 

PS: Zu Pupi Avati - wo bleibt dessen Arcane Sorcerer mit deutschen oder englischen Subs? Labels - bitte veröffentlichen!!!

Infos:

O: Zeder

Italien 1983

R: Pupi Avati

D: Gabriele Lavia, Anne Canovas, Paola Tanziani, Cesare Barbetti, Bob Tonelli

Laufzeit der deutschen DVD: 95:20 Min.

Gesehen am: 04.01.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von CMV vor = Uncut, gute Bildqualität, Synchro Fassung hört sich gut an (Englisch und Ital. mit Subs wären auch als Option anwählbar). Wer den Film zu seinen Favoriten zählt, sollte die kommende deutsche Blu-Ray von X-Rated kaufen. Für diese soll ein exklusives HD Master erstellt worden sein. Dürfte sicher besser aussehen als die CMV DVD.