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Donnerstag, 25. September 2025

Drugs Area Review

Drugs Area

Story:

Gangster-Boss Kenneth (Kenneth Tsang Kong) will mit den illegalen Geschäften brechen. Sehr zur Missgunst von Lam (Lam Wai), der erst vor kurzem in Kenneths Gang aufgenommen wurde. Dieser lässt sich in Thailand von seinem Onkel Eddy (Eddy Ko) beeinflussen und macht sich dort einen Namen. Bald plant Lam, Kenneth zu exekutieren. Die Polizei (u.a. Sibelle Hu Hui-Chung) ermittelt…

Meine Meinung:

Cheung Bing-Chan, der seine Karriere in Filmen wie Bruce Li – Faust der Vergeltung, The Kung Fu Warrior oder Lovers Blades als Darsteller startete (meist sehr kleine, relativ unbedeutende Rollen), versuchte sich ab 1991 als Regisseur. Daraus resultieren jedoch, gemäss Datenbank, nur zwei Filme und einer davon war Drugs Area, wobei Cheung Bing-Chan (zusammen mit Ma Yuk-Sing) die Action-Szenen ebenfalls als Action Director inszenierte.

Der Film hat mir leider zu wenig gut gefallen, so dass Drugs Area nicht in die Sammlung aufgenommen wird. Zwar gibt es gegen Ende etwas mehr Action (paar Shoot-Outs und paar Kämpfe) und das Thailand-Setting ist hier und da eine willkommene Abwechslung, aber im Grossen und Ganzen konnte mich der Film, der mit Stars wie Kenneth Tsang Kong (Paragon of Sword and Knife), Eddy Ko (Challenge the Invincible), Lam Wai (No Way Back) sowie Sibelle Hu (The Master Strikes Back) aufwartet, nicht überzeugen.

Warum nicht? Der Grund ist der, dass der Film vor allem einfach langweilig ist. Ja, ich schaute eine Fassung ohne englische Untertitel. Aber das wäre ja nicht das erste Mal und das hielt mich zu 95% nie davon ab, einen Film in die Sammlung aufzunehmen. Fehlende englische Untertitel sind also nicht der Grund, sondern mehr die Tatsache, dass der Plot einfach lahm in Szene gesetzt ist und es bis zum Finale kaum Action gibt. Längen. Gegen Ende des Filmes bessert sich der Zustand (= es gibt mehr Actionszenen), aber dann ist der Zuschauer mit den Gedanken schon ganz wo anders. Lam Wai wirkte auch lustlos. Sibelle Hu war ok und richtig gut war eigentlich nur Eddy Ko.

Fazit: Zu viele Längen, zu wenig Action!

Infos:

O: Du Wang

HK 1991

R: Cheung Ping-Chun

D: Kenneth Tsang Kong, Lam Wai, Eddy Ko, Sibelle Hu Hui-Chung, Michael Miu Kiu-Wai, Yip Yuk-Ping, Sovilai Boontiwaporn

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 95:17 Min.

Gesehen am: 28.06.25

Fassungen: Da ich die HK-VCD (Canto mit Englischen Subs, Uncut) nicht fand, kaufte ich mir aus Südkorea die VHS von SKC. Diese ist jedoch nur Dubbed in Mandarin und hat keine englischen Subs (nur koreanische Subs). Die Bildqualität ist solide. Der Film sah Uncut aus. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2025).

Samstag, 10. August 2024

Lovers Blades

Shawgust 2024

Lovers Blades

Story:

Die wertvollen "Lovers Blades" werden eskortiert. Wer diese besitzt, soll nahezu unbesiegbar sein. Diverse Parteien sind hinter diesen Schwertern her: der als Bettler und alte Mann verkleidete Imperial Chief Zhou Xiao Xiong (Johnny Wang Lung-Wei), die mit einem Fächer kämpfende Siu Gai Bao (Kara Hui), der Gelehrte Yuan Sau Choi (Meng Yuen-Man) oder das immer streitende Paar Lum Ji Cheung (Yuen Tak) und seine Frau (Candy Wen Xue-Er) inklusive der Leader of Four Heroes (Chan Lau) und seine Schüler (Lam Fai-Wong, Yuen Fai, Chiang Kam)…

Meine Meinung:

Lovers Blades ist ein sehr seltener Shaw Brothers Film. Ich wurde nur durch ein Verkaufsangebot auf FB, Verkäufe von einem meiner London-Dealer, auf den Film aufmerksam. Lovers Blades hatte ich zuvor nie auf dem Schirm. Wie auch?! Diesen Shaw Brothers Film gibt es nicht auf VCD, DVD, LD und Co. und auch in der ZiiEagle Box ist der Streifen nicht enthalten. Ich glaube auch nicht als Bootleg von Far East Flix. So ging der unbekannte und seltene Shaw Brothers Film aus dem Jahr 1982 und nach einer Story von Ni Kuang unter.

Zum Glück war ich schnell genug, zuzuschlagen und mir diese wohl weltweit einzige offizielle Fassung dieses Filmes zu kaufen: die VHS aus Südkorea. Der Film stammt von Multitalent Lu Chin-Ku. Regisseur (Toothless Vampires, Return of the Bastard Swordsman), Drehbuchschreiber (Dreaming the Reality, Magic Curse), Darsteller (spielt z.B. den Eunuchen in The Master Strikes Back) oder Action-Choreograph (Secret Service of the Imperial Court) in einem. Lovers Blades ist ein Genre-Mix: Wuxia, Martial Arts, Komödie, Kostümfilm, Musical (nur in der Schluss-Szene).

Die Kampfszenen sind meist harmlos. Der Ton heiter. Nur gegen Ende wird der Ton ernster, wenn inhaltlich Geheimnisse gelüftet werden. Dem Plot kann man folgen, wenn man die Figuren und vor allem die Schauspieler, die diese spielen, kennt. So kann man den Parteien gut folgen und diese auseinanderhalten. Es geht um zwei Schwerter und diverse Parteien, die diese besitzen wollen. Vor dem Finale gibt es dennoch mehr Plot zu bewundern: auch eine Rache-Geschichte und familiäre Offenbarungen.

Ich fand den Film sehr unterhaltsam, abwechslungsreich und kurzweilig. Man kann zwar sagen, dass nicht alle Stars gleich viel (von ihren Martial Arts Fähigkeiten) zeigen können, aber das ist halt so. Der Humor und einige Figuren und dessen Overacting dürfte auch nicht allen zusagen. Das betrifft vor allem die Gruppe vom Leader of Four Heroes und seine drei Schüler. Ihre Szenen hatten immer Klamauk und auch diesbezüglich komische Musik oder Tongeräusche. In den Kampfszenen haben aber auch sie, dank der Choreographie von Hsu Hsia, der schon paar tolle Action-Szenen realisiert hat (in Filmen wie Above the Law, Five Superfighters oder Drunken Master), überzeugt.

Am besten haben mir in Sachen Action-Szenen Kara Hui (Madam City Hunter, Dirty Ho), Meng Yuen-Man (The Fighting Fool, Daggers 8), Yuen Tak (Hero, I Will Finally Knock You Down, Dad!), Candy Wen Xue-Er (Crazy Horse and Intelligent Monkey, The Master) sowie Johnny Wang Lung-Wei (Martial Club, The Treasure Hunters) gefallen. Da hätte ich von einzelnen gerne noch mehr gesehen, aber eben, die liebe Zeit. Irgendwann war der Film halt zu Ende. Die Kampfszenen sind allesamt flott und schick in Szene gesetzt. Es wird nebst den "Lovers Blades" auch mit Stöcken, Schwertern oder Fächer gekämpft. Cool.

Fazit: Für Shaw Brothers Fans zu empfehlen! Daumen drücken, dass davon in Zukunft eine Blu-Ray erscheinen wird!

Infos:

O: San Ging Dai Hap

HK 1982

R: Lu Chin-Ku

D: Johnny Wang Lung-Wei, Kara Hui, Meng Yuen-Man, Yuen Tak, Candy Wen Xue-Er, Chan Lau, Lam Fai-Wong, Chiang Kam

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 89:22 Min.

Gesehen am: Shawgust 2024

Fassungen: Seltener* Shaw Brothers Film, den es bisher nur in Südkorea von SKC auf VHS gibt = O-Ton mit festen englischen, chinesischen und koreanischen Subs. Vollbild. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2024). * = es gibt keine VCD, DVD, Betamax, Blu-Ray, LD und auch in der ZiiEagle Box ist der Film nicht enthalten. Die Shaw Brothers Einblendung zu Beginn fehlt wie auch eine «The End» Einblendung.

Dienstag, 7. September 2021

Phantom Thief Review

Phantom Thief

Story:

 

Korea während der Chosun Zeitspanne: Korea droht von ausländischen Mächten, u.a. den Japanern, erobert zu werden. Hwang Ryong (Hwang Jang-Lee) ist ein Martial Arts Meister, der während 20 Jahren in den Bergen trainierte. Nun ist die Zeit der Rache gekommen. Rache am Mörder seiner Familie, der zudem ein Landesverräter ist und mit den Ausländern koalieret …

 

Meine Meinung:

 

Phantom Thief ist ein sehr seltener Eastern aus Südkorea den es nur in Südkorea als VHS oder Beta gibt (aber praktisch verschollen – mehr dazu unter Fassungen). Es ist daher kaum möglich, davon eine legale Fassung zu Gesicht zu bekommen. Der Film mit Hwang Jang-Lee (Sturmstaffel der Hölle) ist vor allem wegen ihm interessant. Nebst Ausflügen nach Hong Kong wirkte er auch im Korea-Kino der damaligen Zeit mit (er ist ja auch Koreaner). Die Filme sind halt, vor allem international, kaum bekannt im Vergleich zum New Wave Kino aus dem Land (was schade ist).

 

Auf der anderen Seite haben wir es mit Phantom Thief auch definitiv nicht mit einem Kracher oder Must See Titel zu tun. Ja, die Kopie welche ich schaute, war in einer minderwertigen Qualität (plus nur Vollbild), vor allem der Ton war eine Katastrophe (teilweise sogar asynchron im letzten Viertel des Filmes). Englische Subs gibt es natürlich auch keine…

 

Ich werde also dem Film nicht 100% gerecht. Aber von dem was ich sah, kann ich sagen, dass der Film kein Highlight ist. Der Film spielt zu 95% draussen (Outdoor-Aufnahmen) und Hwang Jang-Lee und seine Kampfszenen erreichen nie auch nur annährend die Qualität seiner Kollegen aus HK oder Taiwan. Das ist das Hauptmerkmal warum der Film nur mässig ist – die Action und Kampfszenen (plus Choreographie) hauen definitiv nicht vom Hocker. Nicht eine einzige der Kampfszenen. Und: davon gibt es auch zu wenig. Nebst John Liu (Eine Prise für tödliche Pfeifen) hat Hwang Jang-Lee eine begnadete Beinarbeit, von welcher er in Phantom Thief kaum was zeigen darf, da mit einem Stock kämpfend. Schade…

 

Fazit: Nur ultimativen Hwang Jang-Lee Fans zu empfehlen…

 

Infos:

 

O: Goedochulma

 

Südkorea 1981

 

R: Yeong-cheol Choi

 

D: Hwang Jang-Lee, Tae-seon Mun, Kil-won Ahn, So-yeong Choi 

 

Laufzeit der Youtube Fassung: 75:44 Min.

 

Gesehen am: 11.06.21

 

Fassungen: Der Film soll sehr selten sein: es soll eine VHS/Beta aus Südkorea geben (von SKC). Mein Korea-Dealer, seit ca. zehn Jahren in Südkorea, sah diese Fassung nie. Es gibt nur Kopien von Kopien von Kopien (FLK oder YouTube) in einer sehr schlechten Bild- und noch schlechtere Tonqualität. Andere Fassungen sind nicht bekannt (Stand: Juni 2021).

Montag, 23. November 2020

The 18 Bronze Girls of Shaolin Review

The 18 Bronze Girls of Shaolin

Story:

Während der Ching Dynasty:

Ein tyrannischer Herrscher (Yueh Hua) geht über Leichen um an ein wichtiges Manuskript zu kommen. Er wird von 18 Bronze Kämpferinnen unterstützt, die in einem Shaolin Tempel trainiert werden. Rebellen (Doris Lung Chun-Erh) sagen ihm den Kampf an…

Meine Meinung:

The 18 Bronze Girls of Shaolin war vor allem richtig schlecht, billig, lahm und nervend so wie ich das von solchen Genre-Filmen, die ich eigentlich sehr mag und schnell zufriedenzustellen bin, selten erlebt habe. Zwar gab es auch in anderen Filmen aus Taiwan hier und da nervende Figuren (Little Hero, Fatal Needles vs. Fatal Fists und vor allem The Eagle King), aber der Klamauk in The 18 Bronze Girls of Shaolin macht nahezu den ganzen Film kaputt.

Vor allem im Mittelteil herrscht Humor und Klamauk vor. Der Humor und auch 90% der Figuren sind total schwachsinnig, peinlich und nervend. Dazu kommen Längen, viel zu wenig Martial Arts und dazu auch total lahme und unspektakuläre Martial Arts. Die 18 Bronze Kämpferinnen kommen nur am Anfang und im Finale/vor dem Final vor. Ansonsten Fehlanzeige.

Auch die Musik ist billig und nervend. Von den Figuren überzeugen eigentlich nur Doris Lung Chun-Erh (The Silver Spear) & ihr männlicher Begleiter und Yueh Hua (The Green Dragon Inn) als Bösewicht (kommt nur ca. fünf Minuten im Finale vor). An beiden hatte ich Freue und Yueh Hua gefällt mir als Bösewicht gut und fast besser als seine (Shaw Brothers) Heldenrollen.

The 18 Bronze Girls of Shaolin, der inhaltlich auch sehr wirr und konfus erscheint, überzeugt nur in den letzten 25 Minuten: die Gruppe kämpft in den Kammern der Shaolin, ausgestattet mit tödlichen Fallen. Es wird blutig und die Gruppe um die nervenden Figuren wird mehr und mehr dezimiert. Danach folgen Outdoor Kämpfe gegen die 18 Bronze Kämpferinnen bevor es zum Endkampf gegen Yueh Hua kommt. Diese letzten 25 Minuten sind gut, sehenswert und machen den Reiz des damaligen Taiwan-Kung Fu Fantasy Kinos aus.

Ansonsten billiger Trash, sehr lahm und nervend, zum Vergessen…

Infos:

O: Shao Lin Shi Ba Tong Nu

Taiwan 1983

R: Chien Lai Yeh

D: Yueh Hua, Doris Lung Chun-Erh, Tung-Fang Yu, Li Ying, Liu Shan, Chin Kang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:58 Min. = paar Sekunden müssten noch abgezogen werden, da es während (!!!) dem Film eine kurze Pause mit eingespielter Werbung gab!

Gesehen am: 14.08.20

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Bethel Home Video / SKC vor = k.A. ob Uncut oder nicht (deutliche Schnitte gab es jedoch keine), Fullscreen, durchschnittliche bis solide Bildqualität, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Gibt es in Deutschland von NEW auf DVD (Deutsch/Englisch mit Subs und in Widescreen). O-Ton Fassungen mit englischen Subs sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2020).

Freitag, 31. Juli 2020

Street Soldiers Review

Street Soldiers

Story:

Zwei Gangs bekämpfen sich. Dabei geht es auch um eine Frau. Als es auf der Seite der heldenhaften und guten Gang Tote zu beklagen gibt, lassen sich die «Tigers» von Karatemeister Han (Jun Chong) im Kampf ausbilden. Die Bösewichte der bösen Gang (u.a. Jeff Rector) tun das auch – ihr Lehrmeister: Tok (Hwang Jang-Lee)…

Meine Meinung:

US-B-Action der mir gefallen hat. Was B-Actionfilme angeht, sind meine Erwartungen immer höher als bei anderen Genres – ich weiss auch nicht warum. Das sorgte z.B. auch dazu, dass Filme wie Red Scorpion 2 nicht in die Sammlung aufgenommen wurden. Ob Street Soldiers das gleiche Schicksal ereilen wird?

Jein lautet die Antwort. Der Film würde in der Sammlung bleiben, aber wohl nicht als VHS aus Südkorea. Grund: diese ist leider trotzdem nicht Uncut und wenn ich die Laufzeit anschaue, dürfte fast eine Minute fehlen. Das ist viel für einen B-Actionfilm und deshalb schaue ich mich eher nach einer (Uncut)VHS-Alternative um als das zensierte VHS in Zukunft nochmals zu sichten.

Zum Reinschnuppern und Kennenlernen war der Film, der mir in meinem Südkorea Urlaub 2019 von meinem Korea-Dealer empfohlen wurde, jedoch völlig ausreichend. Der Film bietet folgendes:

Strassenkämpfe, zwei rivalisierende Gangs (eine gut, die andere böse), totales Overacting (teilweise schon fast Troma Charakter), unfreiwillige Komik, Karate Tiger Motive und paar blutige Shoot-Outs aber vor allem viel Martial Arts (sind ja paar Asiaten vor und hinter der Kamera inklusive Regie und Choreographie dabei, was dafür sorgt, dass die Kampfszenen besser gefilmt sind als in anderen US-B-Actionfilmen).

Obwohl der Film von 1991 ist, wirkt er noch wie ein typischer 80er Jahre Film (Klamotten, Frisuren, Overacting, Soundtrack). Jun Chong z.B. war für das Drehbuch, die Action-Szenen zuständig und spielt den Karatemeister Han. Dass er auch in echtem Leben ein Martial Artist ist, sieht man ihm in jeder Sekunde an. Dazu kommt, dass man sich Martial Arts Legende Hwang Jang-Lee (Kid from Kwangtung, Black Dragon's Last Warning) an Bord holte.

Zu seiner Figur gibt es unfreiwillige Komik: da Hwang Jang-Lee vermutlich kaum und/oder nur schlecht Englisch spricht, hat er keine Dialoge bekommen. Als Grund wird genannt, dass er im Knast seine Zunge verlor. Von der Gang wird es als Fu Manchu verspottet und er trägt eine erkennbare Gummischlange um den Hals, welche jedoch im Film eine echte (!) Schlange darstellen soll!

Die Action-Szenen sind solide. Die Kampfszenen sind übersichtlich gefilmt und im Finale gefällt vor allem der Kampf von Hwang Jang-Lee gegen Jun Chong. Für einen B-Film gibt es, in der südkoreanischen Fassung, ansatzweise, einige Brutalitäten. Ich denke, in der Uncut dürfte der Film sogar noch ein wenig mehr Spass machen.

Fazit: Wer B-Actionfilme mag, kann bedenkenlos zugreifen!

Infos:

O: Street Soldiers

USA 1991

R: Lee Harry

D: Katherine Armstrong, Frank Novak, John Henry Richardson, Louisa Abernathy, Jun Chong, Hwang Jang-Lee, Jeff Rector

Laufzeit der koreanischen VHS: 97:21 Min.

Gesehen am: 19.05.20

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von SKC vor = O-Ton, gute bis durchschnittliche Bildqualität, koreanische Subs. Die deutschen VHS sind zensiert. Die dort fehlenden Szenen sind zur grossen Mehrheit vorhanden. Die VHS aus Südkorea ist auch leicht zensiert (mind. drei Szenen fielen mir auf). Laufzeit ist 97:21 Min. Das kanadische VHS läuft etwas länger: 98:14 Min. Es gibt keine DVD/Blu-Ray (Stand: Mai 2020).

Donnerstag, 9. April 2020

Three Women with Grudge Review

Three Women with Grudge

Story:

Eine Familie aus Korea, die Familie Yoon, hat sich in China niedergelassen, nahe der Grenze zu Korea. Eines Tages wird vor Ort die Leiche einer Frau, einer Chinesin, gefunden. Ji-Ryong, der Sohn der Familie Yoon, weilt derweil nicht vor Ort. Dieser kannte die Chinesin und pflegte eine heikle Beziehung (sexueller Art) zu ihr. Ji-Ryong kehrt aus Korea zurück um im Mordfall zu ermitteln, während vor Ort weitere Personen getötet werden…

Meine Meinung (Spoiler-Gefahr):

Three Women with Grudge springt auf den Krimi / Giallo-Zug auf und präsentiert eine «wer ist der Mörder»-Story und reichert diese mit falschen Fährten an (à la Geister-Rache-Film). So gesehen hat mir dieser Anfang 80er Jahre Horrorfilm aus Südkorea gut und besser als erwartet gefallen!

Three Women with Grudge, der nicht der einzige Film dieser Art ist (The Fear of Ancestral Rites), der ans Giallo Genre erinnert und auf die erfolgreiche, vor allem europäische Genre-Welle (spezifisch aus Italien) aufsprang, überzeugt durch einige wunderschöne Sets und stimmungsvolle, düstere und unheimliche Suspense-Momente. Eine Spannung ist immer gegeben, da man zuerst nicht weiss, ob ein Mensch oder ein Geist der Täter ist.

Auch diesbezüglich legt der Film gute Fährten. Um die Story, die phasenweise in Rückblenden erzählt und erklärt wird, verstehen zu können, ist es nötig, koreanische Reviews/Inhaltsangaben in Englisch zu übersetzen (oder nach englischen oder deutschen Reviews zum Film zu suchen – bevor der Film geschaut wird – ansonsten wird man über die Motive und Hintergründe der Täterschaft nur rätseln). Am Ende sind Menschen die Täter – ein Diener und eine Frau, die die Familie um ihr Grundstück bringen wollten.

Alles habe ich inhaltlich jedoch auch nicht verstanden – aber das war auch nicht so wichtig. Ich habe vor allem die Optik und die Mord- und Suspense Szenen genossen. Die Mord- und Täter-Szenen waren immer schön gefilmt – man sah nur Schuhe, Handschuhe oder die innovativen Mordwerkzeuge* im Bild, um die Täterschaft und Frage ob Menschen oder Geister morden so lange wie möglich unbeantwortet zu lassen.

*Da wären z.B. Messer aber vor allem der Strick und die Säge, was in ein-zwei Szenen auch zu blutigen Morden führt, die ich von dieser Art Film so nicht erwartet hätte.


Infos:

O: Samwonnyeo

Südkorea 1981

R: Si-Hyeon Kim

D: Min-gyu Choi, Hyo-seon Choi, In-ok Lee

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 13.02.20

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Il Jin Production / SKC vor = Uncut, gute Bildqualität (auch nicht zu dunkel), Koranischer Ton, keine Subs. Es gibt keine andere Fassung und ausserhalb Koreas wurde der Film nie veröffentlicht (Stand: Feb. 2020).

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Pink Bomb Review

Pink Bomb

Story:

Eine Gruppe von Touristen (Waise Lee, Cynthia Khan, Loletta Lee, Fenny Yuen, Lau Ching-Wan) macht in Thailand Urlaub mit dem Bus. Als sie eine Anhalterin (Gloria Yip) mitnehmen, welches Geld von Gangstern gestohlen hat, wird der Ferienaufenthalt zu einem actionreichen Überlebenskampf…

Meine Meinung:

Pink Bomb war ein Spontankauf während meines Südkorea Urlaubes. Ich sah das VHS und ermittelte, dass es sich um eine Actionkomödie mit Waise Lee und Cynthia Khan handelt. Dies genügte schon, einem Kauf zuzustimmen. Ich sah auch, dass es nur wenig Alternativen gäbe: Online fand ich eine HK VCD für fast 50 (!) USD vor, während besagtes VHS nur ca. zwei USD kostete – um den Film einfach Mal zu sehen, um zu schauen, ob er mir gefällt oder nicht, eine gute Wahl. Daher auch zugeschlagen.

Vor der Sichtung fand ich heraus, dass der Film z.T. eher mau wegkommt und dass es nicht viel oder kaum Action geben soll. Dies war wichtig, um meine Erwartungen anzupassen. Mir war auch bewusst, dass viele der lustigen Szenen, gerade wenn es auch um Dialoge geht, für mich unlustig sein würden, da das VHS natürlich keine englischen Subs haben würde.

Nach der Sichtung kann ich sagen, dass der Film okay ist. Kein Kracher, aber auch nicht mies. Ich würde den Film allerdings nicht als Actionkomödie, sondern nur als Komödie mit vereinzelten durchschnittlichen Action-Szenen bezeichnen. Wenn man das im Vorau weiss, wird man weniger enttäuscht.

Die wenige Action betreffen ca. drei Szenen, in denen Cynthia Khan (In the Line of Duty 4, Tiger Cage 2, Three-Head Monster) am kämpfen ist. Okay, aber wirklich nichts Aussergewöhnliches oder Spezielles. Etwas schade war die Tatsache, dass im Finale keine Action zum Zug kommt (hingegen wird das Militär aufgefahren, fand ich hingegen lahm).

Die Zeit ging beim Schauen trotzdem mehr oder weniger vorbei. Und der Film hat das grosse Plus, dass nebst schnuckliger Cynthia Khan noch die niedliche Gloria Yip und die auch gutaussehenden Loletta Lee und Fenny Yuen das Zepter führen. Es ist so oder so Frauenpower angesagt. Die männlichen Figuren, Waise Lee (Mountain Warriors, To Be Number One) und Lau Ching-Wan (Black Mask, Live Hard), mimen hingegen die schwachen aber durchaus auch amüsanten und lustigen Charaktere.

Fazit: Wenn ich die zukünftige Blu-Ray für einen 5er oder 10er angeboten bekomme und zu viel Geld habe, warum nicht? Aber viel Geld dafür ausgeben? Nö – zudem reicht mir bisweilen dieses VHS aus Südkorea.

Infos:

O: Yan Sang Dak Yi Chui Chun Foon

HK 1993

R: Derek Chiu Sung-Kei

D: Waise Lee, Cynthia Khan, Loletta Lee, Fenny Yuen, Lau Ching-Wan, Gloria Yip

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 95 Min.

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von SKC vor (vor Ort im Urlaub für ca. zwei USD gekauft) = Uncut, statt in Canto Dubbed in Mandarin, nur koreanische Subs, sehr gute und helle Bildqualität. Wer O-Ton und englische Subs möchte muss zur HK VCD oder zur kommenden HK DVD / Blu-Ray greifen (ab 18.10.19). Eine HK-DVD gab es bis dato noch nicht, ebenso wenig eine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2019).

Freitag, 22. November 2019

Rage of the Wind Review

Rage of the Wind

Story:

Ein chinesisches Dorf an der Küste wird von Japanern (u.a. Yasuaki Kurata) terrorisiert. Der aus den USA zurück gekehrte Chan Kwong (Chan Sing) macht es sich zur Aufgabe, seine Landsleute vor den Japanern zu retten…

Meine Meinung:

Rage of the Wind wurde zu Ehren von Chan Sing aka Chen Sing (oder der Charles Bronson Asiens) gesichtet, der bereits im Sept. dieses Jahres (04.09.19) verstarb. Der in Thailand geborene Darsteller war in Shaw Brothers (The Singing Killer, The New One-Armed Swordsman) und danach in eigenständigen 70er Jahre Prügelfilmen (Tough Guy, The Bloody Fists) zu sehen (und auch in den 80ern und 90ern war er weiterhin aktiv).

Er spielte Helden (Heroes of Shaolin, Chen Sing – Der Superhammer, Chen Sing- Die Faust im Genick, Bruce Lee the Invincible) wie auch Bösewichte (The Ape Girl, Who Knows About Me) und überzeugte in beiden Rollen und durch sein Charisma. In Rage of the Wind, der fast schon ein Remake des Filmes The Good and the Bad sein soll (praktischer gleicher Cast und Regisseur), erinnerte mich stark an Tough Guy oder The Bloody Fists und war die erste Produktion von Eternal Film unter der Regie von Ng See-Yuen (der später auch paar echte Kracher drehte und/oder produzierte).

Rage of the Wind bietet inhaltlich nichts Neues: China von Japanern besetzt, gute Chinesen gegen böse Japaner und andere Klischees (Chan Sing spielt einen Ex-Boxer, der nachdem er einen Gegner im Ring tötete schwor, die Fäuste nie mehr sprechen zu lassen). Doch das stört mich nicht. Ich schaue mir diese Kung Fu Filme auch nicht wegen der Story an.

Dieser lässt sich gut Folgen, es gibt, zumindest am Anfang und Mittelteil, auch die ein oder andere Füllszene. Die Kämpfe sind von Anfang an hart und wuchtig in Szene gesetzt. Mit viel Power gefilmt und choreographiert. Diese Qualitätsmerkmale bleiben den Kampfszenen, die ab Mitte des Filmes stetig zunehmen, treu. 

Dazu kommen schöne Aussen- und Naturaufnahmen, wechselhaft in Szene gesetzt. Das lange, harte und sehenswerte Finale/Duell zwischen Chen Sing und Yasuaki Kurata, der in Shaw Brothers (Heroes of the East = wohl einer der besten Shaw Brothers Filme aller Zeiten) und anderen HK-Actionfilmen zu sehen war (Die Todesrächer von Bruce Lee, Fist of Legend), macht richtige Laune und findet am Strand statt.

Fazit: Jedem Old-School Kung Fu Film Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Meng Hu Xia Shan

HK 1973

R: Ng See-Yuen

D: Chan Sing, Yasuaki Kurata, Irene Ryder, Wong Yuen-San, Suen Lam, Hon Kwok-Choi, Lee Ka-Ting

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 22.11.19

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea vor, welches 1985 veröffentlicht wurde. Label: JVP / SKC (zumindest im Vorspann), Vollbild (eventuell noch zusätzlich etwas gezoomt), Mandarin mit koreanischen Subs, sah Uncut aus. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Es gibt keine VCD, LD oder deutsche Fassung (oder mir nicht bekannt, Stand: Nov. 2019). Weitere DVDs (Englisch Dubbed): UK, USA (World Video).