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Mittwoch, 10. Dezember 2025

Frankenstein Review

ZFF 2025

Frankenstein

Story:

Victor Frankenstein (Oscar Isaac) hat das Ziel, aus Leichenteilen einen Menschen zu kreieren und diesem Leben ein zu hauchen. In Harlander (Christoph Waltz) findet er einen mächtigen Finanzier, der sein Projekt finanziell deckt. Doch Victor Frankenstein ahnt nicht, was er mit seinem Experiment lostreten wird…

Meine Meinung:

2025 waren nur zwei Besuche in Zürich am Zürich Film Festival angesagt. Der Abschluss machte Ende Sept. Frankenstein. Eine Netflix-Produktion des Spaniers Guillermo del Toro (Blade II). Der Film, der in einigen wenigen ausgesuchten Kinos laufen wird (wohl damit Netflix den Film für die Oscars einreichen kann), ist ansonsten später auf dem Streaming-Anbieter Netflix zu sehen. Da passt der Film eigentlich auch ganz gut hin. Die Frankenstein-Story ist mir mehr oder weniger bekannt, auch wenn ich den Original Roman nicht kenne (sollte ich einmal nachholen) und/oder nur wenige Filme mit der Thematik gesehen habe.

Frankenstein ist solide. Der Plot ist halt relativ spannungsarm. Ob sich der Film im Vergleich zu anderen Verfilmungen mehr an den Roman hält oder nicht, ist mir nicht bekannt. Mit einer Laufzeit von über zwei Stunden empfand ich den Film, der in zwei Kapitel unterteilt ist, als zu lang. Hier und da gibt es optisch aufwändige und schöne Bilder zu sehen. Auf der anderen Seite sieht der Film auch zu unecht und künstlich aus. CGI-Hintergründe und Settings. Zudem gab es mir viel zu viele CGI-Tiere im Film zu sehen. So was mag ich nicht.

Es gibt jedoch auch einige handgemachte Effekte. Vor allem wie Frankenstein das Monster zusammenbaut, wurde stark getrickst. Tolle Effekte. Der Start in den Film, in dem das Monster im Eis wütet und die Matrosen wie Insekten in der Gegend herumwirft, hatte für mich mehr Marvel-Superhelden Charakter, was ich als störend empfand. Was für mich nicht funktioniert hat und wenig glaubhaft anmutete war der Sub-Plot zwischen dem Monster und der von Mia Goths (X, Pearl, MaXXXine) gespielter Figur. Da wäre es interessant zu wissen, ob das im Roman mehr Tiefe und somit mehr Glaubwürdigkeit widerfährt.

Nebst Mia Goth war mir ansonsten nur Christoph Waltz (aus Quentin Tarantinos Inglourious Basterds) ein Begriff. Er spielt, wie auch sie, eine Nebenrolle. Beide machen das solide, mehr aber auch nicht. Der mir unbekannte Oscar Isaac konnte mich nicht 100% überzeugen. Jacob Elordi als das Monster war schauspielerisch gut, vor allem im Finale, welches emotionaler war, als erwartet. Abgesehen davon empfand ich das «Monster-Make-Up» als wenig sehenswert. Schade. Frankenstein ist alles andere als schlecht, aber bei solchen Big-Budget Produktionen werte ich strenger, als z.B. beim Kung Fu Film aus Taiwan. Daher kann ich sagen, dass Frankenstein kein Film für meine Sammlung wird. Dafür bot der Film schlicht nichts Neues und war mir zu zäh erzählt.

Fazit: Ich bleibe lieber bei Flesh for Frankenstein und Frankenweenie!

Infos:

O: Frankenstein

USA, Mexiko 2025

R: Guillermo del Toro

D: Jacob Elordi, Oscar Isaac, Mia Goth, Christoph Waltz, Ralph Ineson, David Bradley

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 149 Min.

Gesehen am: 30.09.25

Fassungen: Am Zürich Film Festival 2025 im Kino gesehen = In Englisch mit deutschen Untertiteln. Der Film wird im Okt. auch einen regulären Kinostart erhalten, ehe er dann auch auf Netflix zu sehen sein wird (Netflix-Produktion).

Samstag, 6. Dezember 2025

The Pig, the Snake and the Pigeon Review

The Pig, the Snake and the Pigeon

Story:

Nach einem Mord taucht Gangster Gui-lin für vier Jahre unter. Auf seiner Flucht verletzt er einen Polizisten. Nach vier Jahren erhält er die Diagnose Lungenkrebs im 4. Stadium und dass er nur noch drei bis maximal sechs Monate zu Leben hätte. Er will sich stellen und sein Gewissen reinwaschen. Im Polizeirevier findet er heraus, dass er nur auf deren «Most wanted» Liste nur den 3. Platz belegt. Also macht es sich Gui-lin zur Aufgabe, die Gangster der vorderen Plätze aufzuspüren und zu eliminieren…

Meine Meinung:

Ich wurde durch ein deutsches Forum auf den taiwanesischen Film The Pig, the Snake and the Pigeon, der nach dem dortigen Kinostart auf Netflix verbannt wurde, aufmerksam. Das, was ich dort las, hörte sich vielversprechend an. Leider kann ich diese Meinungen nicht teilen. Mir gefiel an The Pig, the Snake and the Pigeon wenig, so dass der Film eines HK-Regisseurs, obwohl er für viele Preise nominiert wurde und auch einige gewann, nicht in die Filmsammlung aufgenommen wird.

Der Film stammt von Wong Ching-Po, der auch das Drehbuchschrieb. Der hat in seiner gesamten Karriere vielleicht zwei bekanntere Filme veröffentlicht. 2010 den Rache-Thriller Revenge: A Love Story (mit Martial Arts und Shaw Brothers Stars wie Chin Siu-Ho und Anthony Lau Wing) und danach den Martial Arts Film Once Upon a Time in Shanghai mit Sammo Hung und Chen Kuan-Tai in Nebenrollen. Abgesehen davon ist Ching-Po Wong in der Versenkung verschwunden. Der Cast in The Pig, the Snake and the Pigeon würde ich als relativ unbekannt und unerfahren beschrieben.

Der Film beginnt nicht uninteressant. Allerdings wirkt es am Ende so, als würde man hier zwei verschiedene Filme ansehen. Das Ende passte dann irgendwie gut zum Gesamtfazit. In meinen Augen ist der Film, wie auch die Handlungen der Figuren und der Plot total sinn- und belanglos. So Pseudo-Arthouse-Drama-Crap, der sich vielsagend «cool» und «tiefgründig» geben will. Der Funke sprang bei mir aber nicht über. Nach der 1. Hälfte taten sich einige Längen auf (der Film hat eine über zweistündige Laufzeit).

Die Figuren, alle von ihnen und auch unser "Antiheld", waren total unsympathisch und eindimensional und uninteressant gezeichnet und charakterisiert. Die Actionszenen beschränken sich auf ein bis zwei Momente. Es sind vor allem Verfolgungsjagden (zu Fuss) und kürzere Fights. Und ein-zwei Shootouts. Die Actionszenen waren sehr solide. Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Wie die Sekten-Fuzzis erschossen worden, holte mich jedoch aus einer Tiefschlafphase raus. Überrascht war ich auch über die Tatsache, dass es in Taiwan die Todesstrafe gibt.

Fazit: Geschmackssache. Nicht mein «cup of tea»…

Infos:

O: Zhou Chu Chu San Hai

Taiwan 2023

R: Ching-Po Wong

D: Ethan Juan, Ben Yuen, Yi-Wen Chen, Gingle Wang, Lee-zen Lee

Laufzeit der malaysischen DVD: Ca. 134 Min.

Gesehen am: 14.09.25

Fassungen: Der Film lief in Taiwan in den Kinos und ist seitdem vor allem auf Netflix zu sehen (die haben die Rechte gekauft, es ist kein echter reiner Netflix-Film). Mir lag die DVD aus Malaysia vor = gute Bild- und Tonqualität, O-Ton Mandarin und englische Subs. Mir sind keine Schnitte aufgefallen. Trotz «Original» Hinweis auf dem DVD-Cover bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich eine offizielle DVD ist. Andere physische Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2025).

Mittwoch, 23. Juli 2025

Havoc

Havoc

Story:

Walker (Tom Hardy) sucht nach Charlie (Justin Cornwell) und dessen Freundin Mia (Quelin Sepulveda). Charlie ist der Sohn eines mächtigen und wichtigen Politikers (Forest Whitaker). Beide waren zur falschen Zeit am falschen Ort. Als korrupte Cops (u.a. Timothy Olyphant) den Sohn (Jeremy Ang Jones) einer Triaden-Anführerin (Yeo Yann Yann) töten, schickt diese ihre Killer (u.a. Michelle Waterson-Gomez) los. Ebenso sind die korrupten Cops hinter den beiden her…

Meine Meinung:

Havoc ist der neuste Film von Gareth Evans (Apostle). Eine Netflix-Produktion. Gareth Evans wurde vor allem durch seine Action-Filme The Raid 1 + 2 bekannt. Zwischendurch wich Gareth Evans auf Serien auf. Da erfreute er vor allem mit der 1. Staffel von Gangs of London. Seine Episode war fast die beste der ganzen Serie. Ohne ihn wurde die Staffel (Season 2 & 3) massiv schwächer. Fans mussten lange auf seinen neusten Actionfilm warten.

Havoc soll angeblich seit 2021 abgedreht sein. Der Film befand sich in der Post-Produktion und angeblich gab es 2024, warum auch immer, Nachdrehs. Das hat doch einige Fans stutzig gemacht. Mich hat das ganze sehr kalt gelassen. Ich habe mir den Film nun, mehr just for Fun und ohne grosse Erwartungen (ich war kein wirklich grosser Fan des Trailers), angesehen und wurde hingegen positiv überrascht, wobei der Film z.T. doch auch recht schlecht wegkommt.

Ich war vom Film positiv überrascht. Ich fühlte mich beim Schauen an Filme wie The Night Comes for Us (überzeichnete Bösewichte), The Raid (ein-zwei Kampfszenen und Kamerafahrten im Finale), Gangs of London (Machart), Stirb langsam 2 (Schnee, Antiheld, Weihnachten als Setting), Dredd (Hardy und sein Rookie-Partner), Tom Yum Goong (Einsatz von Gegenständen in den Disco-Actionszenen) sowie Harte Ziele (inszenierte Action, Kameraeinstellungen und Slow-Mo im Finale) erinnert. Mir gefiel der besser als John Wick und Fortsetzungen. Mir sagte der simple Plot, der grosse Unterhaltungswert und vor allem die Musik zu.

Die Actionszenen bestehen vor allem aus extrem blutigen Shoot-Outs. Es wird fast nie gekämpft. Eigentlich gibt es nur im Finale 1-2 kurze Fights. Wer also Kampfszenen à la The Raid erwartet, dürfte enttäuscht werden. Die Actionszenen hätten zum Teil zwar etwas ruhiger, übersichtlicher und mit weniger CGI ausgestattet werden dürfen, aber ich fand es diesbezüglich noch immer relativ übersichtlich gefilmt/dargestellt und nicht schlimmer (oder sogar weniger schlimm) als in manch anderem US-Actionfilm (John Wick und Co.). Daher verstehe ich die vielen negativen Meinungen nicht. Da wird nicht mit demselben Massstab gemessen. Einige Kameraeinstellungen- und Fahrten waren ziemlich cool.

Wenn ich dem Film etwas ankreiden möchte, dann seine Figuren. Tom Hardy (Mad Max: Fury Road, The Revenant) war absolut ok und seine Film-Partnerin hat mir auch zugesagt, aber gerade bei den Bösewichten (speziell den Triaden) hätte ich mir doch bessere "Endgegner" gewünscht. Die waren alle relativ lahm (auch das kämpfende Mädel = Michelle Waterson-Gomez). Namen wie Timothy Olyphant (Scream 2), Forest Whitaker (Species) oder Luis Guzmán (Beverly Hills Cop: Axel F) waren ok, aber hinterliessen keine bleibenden Eindrücke.

Fazit: Zwar kein The Raid, aber dennoch Actionfans zu empfehlen!

Infos:

O: Havoc

UK, USA 2025

R: Gareth Evans

D: Tom Hardy, Justin Cornwell, Quelin Sepulveda, Timothy Olyphant, Forest Whitaker, Yeo Yann Yann, Jeremy Ang Jones, Sunny Pang, Luis Guzmán, Michelle Waterson-Gomez

Laufzeit der Originalversion: Ca. 105 Min.

Gesehen am: 28.04.25

Fassungen: Da ein Netflix-Film, gibt es den Film nur auf Netflix zu sehen (Stand: April 2025). Ich sah mir den Film im Originalton mit englischen Subs an.

Montag, 2. Dezember 2024

Codename 13

Codename 13

Story:

Die 17jährige Profikillerin Nr. 13 (Aurora Ribero) sorgt in Jakarta für Aufsehen, als sie gegen die Killer einer Nachbarin vorgeht und dessen entführten Sohn finden will. Dabei legt sich 13 mit Killer/ Gangster (u.a. Kristo Immanuel), korrupten Cops und mächtigen Politikern (Andri Mashadi) an. Und dann bekommt es 13 auch mit ihrer Ausbildnerin (Hana Malasan) zu tun, welche von der Organisation den Auftrag erhält, 13 zu töten…

Meine Meinung:

Codename 13 ist der neuste Film vom Regisseur von Headshot sowie The Night Comes for Us. Timo Tjahjanto scheint Netflix zu mögen. Bereits The Night Comes for Us oder sein vorletzter Film, The Big 4 (2022), waren Netflix-Produktionen. Codename 13 erreichte für mich nicht die Qualität von Headshot und The Night Comes for Us. Ich fühlte mich beim Schauen an Filme wie The Raid, Equilibrium, die mässige John Wick-Reihe, Léon – Der Profi sowie an Terrifier 3 erinnert. Der Plot war zu lang und die Figuren zu uninteressant.

Die Motive der Figuren und die damit verbundene Dramatik hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht. Wären diese entfernt worden, wäre der Film auch nicht so lang geworden. Es gibt diverse Rückblenden mit der toten Mutter von 13, dann die Sequenz mit der kranken Oma von der mit Kristo Immanuel gespielten Figur und dann natürlich noch der entführten Jungen, für welchen 13 ihre Deckung aufgibt, sich zur Zielscheibe macht und ihr Leben riskiert. Ohne wirkliches Motiv. Sie wird mehrfach im Film gefragt, warum sie das macht, und sie kann keine plausible Antwort liefern. Das Ende vom Ende gefiel mir auch nicht, lässt aber eine Fortsetzung «hoffen». In dieser Sequenz gibt es mit Yayan Ruhian auch einen der Stars aus The Raid, The Raid 2 und Co. zu sehen.

In welcher Hinsicht der Film z.T. liefert sind die Action-Szenen. Da gibt es schon paar tolle Momente. Ich empfand die Action-Szenen im Club als fast die besten, auch wenn es im späteren Verlauf noch vereinzelt den ein oder anderen tollen Kampf zu sehen gibt. Es wird übertrieben und es wird viel geblutet. Auf der anderen Seite gibt es auch viel CGI, zu schnelle Schnitte und zu viele Momente erinnern an John Wick und Co. Schade. Mehr als schade ist hingegen die Tatsache, dass mir sämtliche Figuren nicht gefallen haben. Als Fan von Kung Fu, Wuxia und Swordplay Filmen aus Hong Kong und Taiwan habe ich selbstverständlich nichts gegen Frauen, die kämpfen oder Männern den Arsch versohlen. Aber was nutzt eine tolle Action-Szene, wen die ausübende Person kein Charisma hat?

Fazit: Hat vereinzelt tolle Action-Momente, aber im Grossen und Ganzen austauschbar und mit schwachen Figuren.

Infos:

O: The Shadow Strays

Indonesien 2024

R: Timo Tjahjanto

D: Aurora Ribero, Andri Mashadi, Kristo Immanuel, Hana Malasan, Yayan Ruhian

Laufzeit der Online-Fassung: Ca. 144 Min.

Gesehen am: 27.20.14

Fassungen: Netflix-Produktion = gibt es nur Online zu sehen. Es gibt keine DVD/Blu-Ray/UHD (Stand: Okt. 2024).

Dienstag, 15. Oktober 2024

Beverly Hills Cop: Axel F

Beverly Hills Cop: Axel F

Story:

Nachdem Billy (Judge Reinhold) entführt und Axels Tochter (Taylour Paige) mit dem Tod bedroht wurde, begibt sich Cop Axel (Eddie Murphy) nach Beverly Hills, um zusammen mit alten und neuen Verbündeten (Bronson Pinchot, Joseph Gordon-Levitt, John Ashton) die Gangster (Kevin Bacon) zu schnappen…

Meine Meinung:

30 Jahre nach der letzten Fortsetzung wurde das Projekt, eine neue Fortsetzung, wieder mit Eddie Murphy, doch noch verwirklicht. Sogar seine Co-Stars John Ashton und Judge Reinhold kehrten zurück. Der Film feierte 2024 auf Netflix-Premiere, da eine Netflix Produktion. Regie führte No Name Mark Molloy. Umso bedauerlicher, dass John Ashton Ende Sept. dieses Jahres verstorben ist. War er im dritten Teil nicht dabei, so fungiert er hier nebst John Ashton erneut als Nebenrolle. Vor allem Fans der alten Filme, werden dies zu schätzen wissen.

Beiden sieht man ihr Alter an sprich sie geraten in den Hintergrund, um dann im Finale mitzumischen. Nur um Erwartungen nicht zu enttäuschen. Eddie Murphy, der kaum gealtert scheint, ist hingegen wieder mit an Bord. Zusammen mit seiner Film-Tochter, gespielt von Taylour Paige, und deren Ex und auch Cop, gespielt von Joseph Gordon-Levitt (Halloween H20: 20 Years Later). Als ich hörte, dass Eddie Murphy eine Tochter hat, war ich skeptisch. Doch ausgerechnet diese Szenen funktionieren grösstenteils. Nicht jeder Joke sitzt, aber doch, ich wurde in der Hinsicht positiv überrascht. Hätte schlimmer werden können. Nur der 2. Co-Star, die von Joseph Gordon-Levitt gespielte Figur, war zu klischeehaft und oberflächlich.

Weitere Namen, die aus den Vorgängern zurückkehren, sind Paul Reiser sowie Bronson Pinchot (True Romance). Als Bösewicht haben die Macher bei der Wahl ein gutes Händchen beweisen: Kevin Bacon (Freitag der 13., The Darkness, MaXXXine) als Bad Guy geht eigentlich immer (Super, Hollow Man). So macht er auch hier seine Sache ordentlich. Kevin Bacon stand übrigens schon (wieder als Bösewicht) mit Co-Star Taylour Paig vor der Kamera. In dem bisher (Filmfeste ausgenommen) unveröffentlichten The Toxic Avenger mit Elijah Wood, dem Remake des Troma-Klassikers.

Der Film hält sich mehr oder weniger an die Vorgaben und ans Prinzip der Vorgänger (Plot, Aufbau, Mix aus Action und Komödie). Beverly Hills wurde gut eingefangen, es gibt genug Hommagen und Links an die Original-Filme. 1:1 Szenen und auch die Musik stammt aus den Original-Filmen. In ein-zwei Momenten, haben es die Filmemacher jedoch auch leicht übertrieben, da die Szenen unglaubwürdig, da zu öffentlich gesucht und gewollt, in Szene gesetzt wurden. Der Film sieht alles in allem gut aus. Es wurde mit wenig CGI gearbeitet. Es wurde versucht, den Charme der Original-Filme aufleben zu lassen. Die Action-Szenen sind abwechslungsreich und solide. Die Shoot-Outs jedoch sehr harmlos.

Fazit: Zwar kein Kracher und der schwächste Teil der Reihe, aber für eine einmalige Sichtung ist Beverly Hills Cop: Axel F solide und okay.

Infos:

O: Beverly Hills Cop: Axel F

USA 2024

R: Mark Molloy

D: Judge Reinhold, Taylour Paige, Eddie Murphy, Bronson Pinchot, Joseph Gordon-Levitt, John Ashton, Kevin Bacon, Paul Reiser

Laufzeit der Originalversion: Ca. 118 Min.

Gesehen am: 11.10.24

Fassungen: Netflix Produktion = gibt es nur dort via Stream zu sehen. Ich schaute mir den Film in Deutsch an. Uncut.

Montag, 26. September 2022

Im Westen nichts Neues Review

 

ZFF 2022

Im Westen nichts Neues

Story:

 

Als der Krieg ausbricht (1. Weltkrieg) melden sich die Jugendlichen Paul (Felix Kammerer) und dessen Freunde Albert und Müller freiwillig zur Front im Kampf gegen die Franzosen. Etwas, was sie bald bereuen werden…

 

Meine Meinung:

 

Auf Im Westen nichts Neues wurde ich durch den Trailer und die Netflix Ankündigung in einem Forum aufmerksam. Es handelt sich um eine Verfilmung des 1928er Romans von Erich Maria Remarque, der den Schrecken des 1. Weltkriegs erzählt. Der Stoff wurde bereits zweimal von den Amis verfilmt (1930, 1979). Der Trailer sprach mich an.

 

Nun bekam ich dank ZFF die Chance, den aus Deutschland stammenden Film, der auch für die 2023er Oscars auflaufen soll, im Kino auf der grossen Leinwand zu sehen. Und das lohnt sich unbedingt: Im Westen nichts Neues ist definitiv ein Film für die grosse Leinwand! Umso bedauerlicher, dass der am Ende Sept. nur via Netflix zu sehen sein wird…

 

Ich kenne den Roman und die ersten Verfilmungen nicht. Ich kann daher keine Vergleiche liefern. Im Westen nichts Neues hat mich aber beeindruckt. Der Film geht unter die Haut. Sehr intensiv. Der Film zeigt den Schrecken und die Sinnlosigkeit des Krieges in aller Vielfalt. Am Ende gibt es noch Infos via Text-Einblendungen dazu, bevor der Abspann beginnt.

 

Trotz der langen Laufzeit war der Film zu keiner Sekunde langweilig. Der Film fesselt, schockiert und berührt. Den Filmemachern gelingt es, eine Gruppe von Figuren zu kreieren, die dem Zuschauer nicht gleichgültig ist. Daher fiebert man mit der Truppe auch mit. Auch das junge, naive und weltfremde Verhalten der Truppe spielt eine Rolle. Glaubhaft dargestellt.

 

Der Film ist, vor allem im Vergleich zu US-Kriegsfilmen, was Effekte und den Blutgehalt angehen, weniger graphisch. Da übertrieben es einige Publikationen deutlich ("Es fließt literweise Kunstblut", FAZ). Da merkt man auch, dass es einigen nicht gefällt, dass Netflix einen Oscar-Kandidat an der Angel hat. Aber der Schrecken, der durch Stimmung, Optik und Schauspiel generiert wird, ist unglaublich intensiv. Der Inhalt geht unter die Haut.

 

Der Film ist stark gemacht und hebt sich von miesen 08/15 Netflix-Filmen mit Woke-Inhalten ab. Sieht man Mal von einer schlechten CGI Feuer-Szene im letzte Viertel ab, ist der Film toll anzusehen. Auch optisch. Die Bilder, Kameraeinstellungen und die Musik sind der Wahnsinn. Der Film überzeugt auch audiovisuell. Ein Grund mehr, den Film im Kino zu sehen, sofern es dafür Chancen gibt (Filmfeste etc.). Die mir unbekannten, deutsche Schauspieler (z.B. Felix Kammerer als Paul Bäumer) waren fabelhaft gut.

 

Fazit: Eindrücklich und sehenswert!

 

Infos:

 

O: All Quiet on the Western Front

 

Deutschland, USA 2022

 

R: Edward Berger

 

D: Felix Kammerer, Albrecht Schuch, Moritz Klaus, Aaron Hilmer, Edin Hasanovic, Devid Striesow, Daniel Brühl

 

Laufzeit der ZFF-Fassung: Ca. 147 Min.

 

Gesehen am: ZFF 2022

 

Fassungen: Gesehen im O-Ton Deutsch am ZFF 2022. Am 28.10.22 startet der Film offiziell auf Netflix. Nachtrag Aug. 2024: für eine 2. Sichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von Capelight vor. Der Streifen hat mir noch immer gut gefallen: stimmungsvoll, fesselnd, toll gespielt und einfach eindrücklich. Toller Antikriegsfilm. Wohl nebst Die Brücke der beste Film dieser Art (Wir waren Helden und Platoon muss ich noch auffrischen). Der Film ist Uncut, im Originalton Deutsch (paar wenige Dialoge sind in Franz. mit Subs) und diverse Extras bietet die Disc auch. Ich kaufte die Single-Disc Edition. Zudem hat die Disc ein Wendecover ohne Freigaben-Logo. 

Mittwoch, 6. Juli 2022

Incantation Review

 
NIFFF 2022 Spezial

Incantation

Story:

Ruo-Nan (Hsuan-yen Tsai) hat früher ein schreckliches Ereignis gemacht und war in Behandlung. Sie nahm an, von einem Fluch besessen zu sein, der dafür sorgte, dass alle in ihrem Umfeld davon betroffen waren. Es gab Unfälle und Todesfälle. Nun darf Ruo-Nan ihre kleine Tochter wieder in die Arme schliessen und nach Hause nehmen. Dies will Ruo-Nan mit der Kamera dokumentieren, doch bald holt sie die Vergangenheit wieder ein…

Meine Meinung:

Incantation ist ein Found-Footage Horrorfilm aus Taiwan. Der Trailer-Inhalt sah noch interessant, stimmungsvoll und potenziell gruselig aus. Der Film, dessen Rechte sich Netflix (USA wie es scheint) geschnappt hat stammt von Kevin Ho, der im Horrorgenre bereits Erfahrungen gesammelt hat (Invitation Only). Ich bin kein allzu grosser Fan von Found-Footage Filmen, auch wenn es Ausnahmen wie Cannibal Holocaust, Trollhunter, As Above, So Below oder Devil's Pass gibt.

Leider ist Incantation nur ein mittelmässiger Film geworden, der daher auch ganz gut zur Netflix-Franchise passt. Die Hauptprobleme von Incantation sind folgende: der Film ist zu wenig schreckhaft, zu wenig gruselig und zu wenig stimmungsvoll. Der Film hat zwar seine Szenen und Momente, wo eine geringfügige Spannung oder Atmosphäre kreiert und geschaffen wird, aber im Grossen und Ganzen viel zu wenig.

Dazu kommt, dass die Erzählweise mühsam und wirr erscheint. Der Film ist in Art Kapitel unterteilt und der Plot wird nicht chronologisch erzählt. Einzelne Momente sind unglaubwürdig (warum z.B. immer gefilmt wird) und einige Aufnahmen könnten von schlechten Reddit Videos stammen. Folklore und mythische Inhalte (einzelne Szenen erinnerten mich an Kwaidan) waren die wenigen Höhepunkte des Filmes (plus hier und da die Musik).

Das Schauspiel war teilweise gut, teilweise weniger. Der Inhalt war oft zu repetitiv (Zähne, Würmer, Selbstverletzung). Da wäre mehr Abwechslung wünschenswert gewesen. Das Finale im Tunnel war sogar etwas enttäuschend. Die besten Szenen hat der Film zuvor. Das Ende war gut. Der Zuschauer wird mehrfach aktiv mit in die Handlung integriert. Originell, wenn Ruo-Nan durch die Aufnahme z.B. direkt mit dem Publikum spricht.

Alles in allem solider Durchschnitt, mir aber viel zu wenig gruselig. Ausserdem war ich sehr müde und kämpfte gegen das Einschlafen. Spricht auch nicht unbedingt für den Film…

Infos:

O: 咒

Taiwan

R: Kevin Ko

D: Hsuan-yen Tsai, Ying-Hsuan Kao, Sean Lin

Laufzeit der NIFFF Fassung: Ca. 110 Min.

Gesehen am: NIFFF 2022

Fassungen: Gesehen via NIFFF 2022 im O-Ton mit englischen Subs. Eine DVD/Blu-Ray scheint es noch nicht zu geben (Stand: Juli 2022). Auf Netflix USA ist der Film scheinbar als Stream-Version aufgeschaltet.

Freitag, 15. April 2022

The Debt Collector 2 Review

The Debt Collector 2

Story:

 

Nach dem Ende von Teil 1 geht es wie folgt weiter:

 

Sue und French (Louis Mandylor und Scott Adkins) dürfen erneut Geld eintreiben. Diesmal bei drei Personenhaushalten. Einfacher gesagt, als getan. Dumm nur, dass Sues und Frenchs Auftraggeber (Vladimir Kulich) von einem Gangster (Ski Carr) dazu gezwungen wird…

 

Meine Meinung:

 

Um ehrlich zu sein kann ich mich an Teil eins, der in Deutschland unter dem Titel Pay Day veröffentlicht wurde, nicht mehr erinnern Ich kann daher nicht sagen, ob diese Fortsetzung besser oder schlechter geraten ist. Wenn ich das Review zum ersten Teil studiere tönt dies relativ schwach, da damals zu viel erwartet.

 

Teil zwei empfand ich als absolut okay, solide und kurzweilig. Kein Kracher, aber für Fans des Vorgängers und von Scott Adkins (Universal Soldier: Day of Reckoning) sicherlich zu empfehlen. Diesmal ging ich auch mit richtigen Erwartungen an den Film, so dass ich nicht enttäuscht wurde. Aus Teil eins kehrten nebst Scott Adkins auch Louis Mandylor, Vladimir Kulich & Regisseur Jesse V. Johnson zurück. Tony Todd wird durch eine neuen Endgegner (Ski Carr) ersetzt.

 

Teil zwei unterhält kurzweilig. Es ist immer was los und der Film macht vor allem aufgrund seiner amüsanten Buddy-Motive und dem Paar Scott Adkins und Louis Mandylor Spass. Die zwei harmonieren prächtig miteinander. Die Action-Szenen sind ebenso ok und solide. Alles in allem ist der Film oder die Action nicht auf dem hohen «Kracher» Sektor angesiedelt, aber absolut ok in Szene gesetzt. Es wird ab und zu geprügelt, verfolgt oder auch geschossen, wobei das Finale, ähnlich wie im Vorgänger, billig in Szene gesetzt wurde.

 

Nebst miesem Finale überzeugt der dünne und hohle Plot ebenso wenig wie die neuen Bösewichte oder die Nebenfiguren, die allesamt billig und austauschbar wirken. Mittel zum Zweck. Das Ende wird offengelassen, damit ein möglicher dritter Teil folgen könnte. Dann aber bitte mit besserem Finale…

 

Fazit: Guter Durchschnitt und zumindest für Scott Adkins Fans zu empfehlen, auch wenn kein Kracher…

 

Infos:

 

O: Debt Collectors

 

USA 2020

 

R: Jesse V. Johnson

 

D: Scott Adkins, Louis Mandylor, Vladimir Kulich, Ski Carr

 

Laufzeit der Netflix Fassung: Ca. 97 Min.

 

Gesehen am: 05.03.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz = Uncut, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland von Koch Media auf DVD oder Blu-Ray raus.

Sonntag, 10. April 2022

A Nightmare on Elm Street Review

A Nightmare on Elm Street

Story:

 

Die Teens der Elm Street werden in ihren Träumen zum Opfer von Freddy (Jackie Earle Haley), der sich damit an den Eltern der Teens rächt, die für seinen Tod verantwortlich sind. Nancy (Rooney Mara) und ihr Freund versuchen Freddy aufzuhalten…

 

Meine Meinung:

 

A Nightmare on Elm Street ist bereits 12 Jahre alt und wurde von mir ignoriert. Zurecht, wie ich nun, nach einer Netflix-Sichtung behaupten kann. A Nightmare on Elm Street ist eines der schlechtesten modernen Remakes und überbietet sogar noch die Remakes zu Filmen wie Blutgericht in Texas oder Friday the 13th. A Nightmare on Elm Street stellt ein Remake zum 1984er Original von Wes Craven dar.

 

Zum Remake von A Nightmare on Elm Street lässt sich kein gutes Wort sagen. Der Plot ist dem Original ähnlich und in einzelnen Szenen 1:1 nachempfunden. Eine Spannung kommt zu keiner Sekunde auf. Leider auch keine Stimmung. Es wird null Grusel, Atmosphäre oder Stimmung aufgebaut. Alles plätschert desinteressiert, sauber, lieblos und steril vor sich her.

 

Es gibt nur wenige Kills und der Film ist relativ unblutig. Wo das Original unheimlich, düster und Freddy böse war, verkommt das Remake zu einem harmlosen Ärgernis. Jackie Earle Haley als Freddy hat nun mal keine Chance gegen die Qualität und das Charisma eines Robert Englunds. Zudem ist die Stimme von Jackie Earle Haley schlecht. So will ich einen Freddy gar nicht hören. Noch schlechter sind auch sein Make-Up und einige unschöne CGI-Szenen. Enttäuschend ist auch die Wahl der Musik ausgefallen.

 

Die Figuren sind allesamt total uninteressant, 08/15, sehen viel älter aus als Teens und bieten weder Charisma noch Sympathien. Das Schicksal der Figuren ist einem total egal. Zudem ist das Schauspiel nicht wirklich toll. Man nahm viele unbekannte Jung-Darsteller, die damit sicherlich keine Türen zu grösseren Erfolgen aufgestossen haben dürften. Das Remake war für New Line ein Flop und kam sowohl bei Kritik und Fans, nicht gut an. Karma!

 

Fazit: Den schlechtesten Freddy, den es je gab! Schlechtes und total unnötiges Remake, das sich überhaupt nicht lohnt!

 

Infos:

 

O: A Nightmare on Elm Street

 

USA 2010

 

R: Samuel Bayer

 

D: Jackie Earle Haley, Kyle Gallner, Rooney Mara, Katie Cassidy, Thomas Dekker, Kellan Lutz, Clancy Brown

 

Laufzeit der Netflix Fassung: Ca. 95 Min.

 

Gesehen am: 25.02.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz im O-Ton mit englischen Subs, Uncut und in einer sehr guten Bild- und Tonqualität. Gibt es in D auch auf DVD oder Blu-Ray (Warner).

Kill Bill: Vol. 1



Kill Bill: Vol. 1

Story:

 

Bei ihrer Hochzeit wird die Braut (Uma Thurman) und ihre Gäste von einem Killerkommando getötet. Doch die Braut überlebt und sinnt auf Rache an den Tätern (Michael Madsen, Daryl Hannah, Lucy Liu, Vivica A. Fox), dessen Boss (David Carradine) und dessen Helfern (Julie Dreyfus, Chiaki Kuriyama, Gordon Liu)…

 

Meine Meinung:

 

Kill Bill: Vol. 1 fand ich schon damals bei der Premiere und Veröffentlichung zwiespältig. Obwohl stark gemacht sprang der Funke nie rüber und der Film sagte mir nicht wirklich zu. Zudem weiss ich gar nicht mehr, ob ich die Filme im Kino oder auf DVD sah (mein Bruder hatte die Importe aus Japan mit den härteren Fassungen).

 

Kill Bill: Vol. 1 war der dazumal vierte Film von Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood, The Hateful 8) und eine Liebeserklärung ans Kino aus Japan und Hong Kong. Es werden unheimlich viele Filme zitiert: Thriller – A Cruel Picture (die einäugige Daryl Hannah), Racheplot (allgemein ein gern gesehenes Motiv im Kino aus Japan oder Hong Kong), King Boxer (Auge mit dem Finger ausstechen), Name Hattori Hanzō (japanische Geschichte und Name der durch Sonny Chiba gespielten Figur), Shaw Brothers (Vorspann und Gordon Liu), Lone Wolf and Cub (Blutfontänen), japanische Animes (die Sequenz, in welcher Lucy Lius Werdegang aufgezeigt wird), The Flying Guillotine / Master of the Flying Guillotine (die Waffe von Gogo), Meister-Schüler-Motive (auch bekannt aus dem HK-Kino), Lady Snowblood (Finale im Schnee, Musik-Stück), Game of Death (Uma Thurman trägt Anzug à la Bruce Lee), Battles Without Honor or Humanity (Musik und Nennung von Kinji Fukasaku im Abspann)

 

Nebst oben genannten Zitaten hatte ich am meisten Freude am coolen Soundtrack des Filmes. Die Musik passt oft wunderbar zum Film und längeren Szenen. Teilweise macht es Szenen besser und diese wirken durch die passende Musik episch. Schön fand ich, dass Legenden wie Charles Bronson (Ein stahlharter Mann), Chang Cheh (Five Element Ninjas), Lo Lieh (Clan of the White Lotus), Kinji Fukasaku (Street Mobster) oder Shintarō Katsu (Hanzo the Razor: The Sword of Justice) im Abspann erwähnt werden (unter «and R.I.P.»). Sehr schöne Huldigung an diese Macher! Abgesehen davon fand ich Kill Bill: Vol. 1 zwar etwas besser als früher, aber noch immer sprang bei mir der Funke nicht rüber.

 

Das lag daran, dass ich die Action-Szenen schwach fand. Namen wie Gordon Liu, Sonny Chiba oder Yuen Woo-Ping (Magnificent Butcher), letzterer als Choreograph, werden verschenkt. Die Action ist nichts Besonderes, sieht man Mal von einigen blutigen Effekten der KNB-FX Group ab. Die gezeichnete Anime-Sequenz fand ich höllisch schwach, mies und unschön animiert. Einige der Hauptfiguren, namentlich Uma Thurman oder Vivica A. Fox, konnten mich nur wenig überzeugen. Die spannenderen Figuren und Attentäter (David Carradine, Michael Madsen, Daryl Hannah) kommen erst in Vol. 2 richtig zur Geltung. Immerhin hatte ich an den Nebenfiguren Freude: Chiaki Kuriyama (Battle Royale, Azumi 2, Exte: Hair Extensions), Sonny Chiba (The Street Fighter), Jun Kunimura (Ichi the Killer), Gordon Liu (Martial Club) oder Michael Parks (Nightmare Beach).

 

Ich fühlte mich zwar im Grossen und Ganzen gut unterhalten und einige Sequenzen waren sehr toll (die Szenen im Finale in Japan, das Ende im Schnee, die Krankenhaus-Szenen, Tatort-Szene mit dem Sheriff und dessen Sohn etc.), aber dennoch stellt Kill Bill: Vol. 1 keinen Film für meine Sammlung dar. Dazu ist der Film für mich persönlich zu gehypt und/oder schaue ich mir gleich lieber die zitierten Klassiker aus Japan und Hong Kong an, wo auch die Action-Szenen toll anzusehen sind!

 

Gefolgt von: Kill Bill: Vol. 2

 

Infos:

 

O: Kill Bill: Vol. 1

 

USA 2003

 

R: Quentin Tarantino

 

D: Uma Thurman, David Carradine, Michael Madsen, Daryl Hannah, Lucy Liu, Vivica A. Fox, Julie Dreyfus, Chiaki Kuriyama, Gordon Liu, Sonny Chiba, Jun Kunimura, Michael Parks

 

Laufzeit der Netflix Fassung: Ca. 111 Min.

 

Neusichtung am: 21.02.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz = Zensierte reguläre US-Kinofassung, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland Uncut auf DVD oder Blu-Ray. In Japan ist eine veränderte Fassung erschienen, die im blutigen Finale in Farbe statt s/w zu sehen ist. Dazu sind einzelne Gewaltszenen länger oder Uncut, welche in der US-Fassung fehlen. Diese Fassung gibt es bisher nur auf DVD und nur in Japan (Stand: Feb. 2022). Leider wird Kill Bill: Vol. 2 auf Netflix Schweiz nicht angeboten!