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Mittwoch, 22. November 2023

Knock Off

Knock Off

Story:

Die Jeans-Designer und Vertreiber Marcus (Jean-Claude Van Damme) und Tommy (Rob Schneider) geraten zwischen die Fronten der russischen Mafia (Mark Houghton, Jeff Wolfe, Kim Maree Penn), der HKer Polizei (Michael Wong, Carman Lee), den Triaden (Glen Chin Ying-Ming) und der CIA (Lela Rochon)…

Meine Meinung:

Da bietet Knock Off Namen wie Tsui Hark (Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten), Jean-Claude Van Damme (Harte Ziele), Michael Wong (Mad Stylist), Mark Houghton (Fight Back to School 2), Kim Maree Penn (In the Line of Duty V - Middle Man), Yuen Bun (The Fortune Code), Sammo Hung (Pantyhose Hero) und Mars (The Legendary Strike) und dann springt dabei ein solch enttäuschender Actionfilm bei raus. Knock Off war nach Double Team die 2. Zusammenarbeit zwischen Regisseur Tsui Hark und Actionstar Jean-Claude Van Damme.

Die meisten dieser 90er Jahre Jean-Claude Van Damme-Filme sah ich bisher nur einmal. Zeit, dies nach und nach zu ändern. Knock Off hat mich dabei enttäuscht, so dass der Film aus der Sammlung fliegt. Das Hauptproblem ist die Tatsache, dass es mit Ausnahme des Finales keine einzige gute Action-Szene zu bestaunen gibt. In Anbetracht der oben genannten Namen ist das eine grosse Potenzialverschwendung. Das Hauptproblem war zudem das miese Editing und die Kameraführung. Grottenschlecht, billig (Slow-Mo-Momente), nervend und unübersichtlich. Die Action-Szenen sehen somit einfach nur schlecht aus.

Dazu kommen, bis auf die finale Explosion, miese CGI-Explosionen, nervende Figuren, dümmliche Sprüche und doofer Humor. Dies ist vor allem in der 1. Filmhälfte der Fall und betrifft Rob Schneiders gespielte Figur. Rob Schneider ist ein Stand-Up Comedian. Ich mag solche Typen nicht und was er dem Film mit seiner Darbietung antut, sagt genug aus. Wäre ich ein Diktator, würde das (nebst Laubbläsern) verboten werden. Mark Houghton scheidet leider viel zu schnell aus dem Film und Kim Maree Penn bekommt nur im Finale paar Sekunden spendiert. Sammo Hung, Yuen Bun und Mars agierten hinter der Kamera.

Michael Wong ist unauffällig, Jean-Claude Van Damme bemüht, wird aber von einer miesen Choreographie, miesen Kameraarbeit und wirren Skript und schwachem Drehbuch im Stich gelassen. Er ist aber noch der besten im ganzen Film. Jedoch eine enttäuschende Rückkehr nach Hong Kong, welche ihn mit Bloodsport zum Star machte. Dazu kommt, dass scheinbar im Finale auch Kampfszenen zwischen Jean-Claude Van Damme und Michael Miller gekürzt wurden, warum auch immer. Schade ist auch die Tatsache, dass der Hauptbösewicht nicht im Kampf besiegt wird. Im letzten Viertel wird der Film zwar etwas besser, da ernsterer Ton und mehr Action, aber das rettet den Film nicht davor, aus der Sammlung zu fliegen.

Fazit: Durchschnittlicher Jean-Claude Van Damme-Film!

Infos:

O: Knock Off

Aruba, Hongkong, USA 1998

R: Tsui Hark

D: Jean-Claude Van Damme, Rob Schneider, Michael Wong, Carman Lee, Wyman Wong Wai-Man, Mark Houghton, Jeff Wolfe, Kim Maree Penn, Paul Sorvino, Glen Chin Ying-Ming

Laufzeit der deutschen DVD: 87:09 Min.

Gesehen am: März 2007 / Neusichtung am: 21.10.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (von Filmjuwelen / AL!VE).

Montag, 25. September 2023

The Expendables 2

The Expendables 2

Story:

Auftraggeber Mr. Church (Bruce Willis) lässt das Söldner-Team um die Expendables (Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren, Terry Crews, Randy Couture, Liam Hemsworth) einen neuen Auftrag annehmen. Sie sollen einen Computer bergen, der den Aufenthalt von Aluminium preisgibt. Bösewichte (Jean-Claude Van Damme, Scott Adkins) sind hinter dem Aluminium her…

Meine Meinung:

Der 2. Teil hat mir nach der Neusichtung besser als der 1.Teil gefallen und bleibt in der Sammlung. Dinge, welche mich im 1. Teil störten (zu wenig Screentime der Stars, schreckliches Editing und Kameraführung, CGI-Blut), wurden hier sichtlich verbessert: Die Mehrheit der Stars bekommen mehr Screentime, schlechte CGI-Momente wurden reduziert (sieht man von der Szene mit dem Flugzeug im Finale Mal ab) und die Kameraführung ist viel übersichtlicher.

Allein die grandiose und lange Action-Sequenz, mit welcher der Film startet, lässt alle Actionszenen des Vorgängers weit hinter sich. Natürlich gibt es auch hier einige Abstriche zu machen. Ja, von Scott Adkins hätte man gerne mehr sehen dürfen und ja, auch Jet Li (Born to Defend) verabschiedet sich schnell aus dem Film, aber dafür gibt es mehr von Dolph Lundgren (The Demon Hunter), Bruce Willis (Last Boy Scout) und Arnold Schwarzenegger (Red Heat) zu sehen. Und Chuck Norris (Code of Silence) Cameo macht auch viel Spass! Und Jet Li darf vor seinem Ausscheiden auch mehr von seinem Können zeigen, als er dies im Ganzen 1. Teil tat.

Wo der Film bei neuen Gesichtern nebst Chuck Norris gefällt sind die neuen Bösewichte. Jean-Claude Van Damme (Harte Ziele) und sein Overacting machen viel Spass! Er ist immer dann am besten, wenn er sich nicht ernst nimmt. Scott Adkins (Undisputed IV Boyka Is Back) hätte zwar gerne mehr kämpfen und zeigen dürfen, was er kann, aber dennoch mochte ich ihn als rechte Hand von Van Damme. Am meisten erinnert mich die Rolle an seine Boyka-Rolle aus der Undisputed-Reihe. Sylvester Stallone und Jason Statham sind noch immer die eigentlichen Stars des Filmes während Dolph Lundgren etwas mehr zu einem Comic-Charakter geformt wird.

Nan Yu fügte sich gekonnt ins Geschehen ein, Liam Hemsworth ist zum Glück nach einer Weile nicht mehr zu sehen (und das waren auch die einzigen Szenen, die ich als unnötige Gefühlsduselei abtun würde, aber als Klischee mit dem Ausgang zu seinem Charakter, hat es mich während der 2. Sichtung weniger gestört als damals im Kino) und die Action-Momente sind zahlreich und abwechslungsreich: Explosionen, Verfolgungsjagden, blutige Shoot-Outs, Crashs, Panzer-Action, Kämpfe mit Messer und viel Ironie (kultige Sprüche von Arnie oder Willis, Norris Witze) machen den Film zu einem unterhaltsamen und actionreichen Vergnügen.

Fazit: Fans der alten Haudegen werden mit dem Film ihren Spass haben!

Gefolgt von: The Expendables 3

Infos:

USA 2012

R: Simon West

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Terry Crews, Randy Couture, Liam Hemsworth, Scott Adkins, Nan Yu

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 102:23 Min.

Neusichtung am: 19.09.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Splendid vor = Uncut, Deutsch/Englisch (mit deutschen Subs), sehr gute Bild- und Tonqualität.

Dienstag, 28. Juni 2022

Harte Ziele Review

Harte Ziele

Story:

 

Reiche Gangster (Lance Henriksen, Arnold Vosloo) organisieren für Reiche (u.a. Joe Warfield) Menschjagden in New Orleans. Doch als die Tochter (Yancy Butler) eines Opfers (Chuck Pfarrer) und deren Helfer (Jean-Claude Van Damme) unbequeme Fragen stellen, laden auch diese auf der Abschussliste…

 

Meine Meinung (Unrated Fassung & XXL Rohschnitt-Fassung = Sneak Preview Fassung):

 

Früher habe ich Harte Ziele als besten US-Film von John Woo (The Killer, A Better Tomorrow, Hard-Boiled) betitelt. Heute kann ich das nicht mehr sagen. Dazu müssten zuerst Neusichtungen von Operation: Broken Arrow und Im Körper des Feindes her. Auf jeden Fall ist Harte Ziele für sich gesehen ein unglaublich toller Film und das damalige US-Debüt von John Woo (Windtalkers).

 

John Woo, dem Sam Raimi (Tanz der Teufel) zur Seite stand (Studio hatte Angst, dass Woo zu wenig gut Englisch kann), hatte leider Probleme mit seiner Wunschfassung und dem Studio. Sieht man sich den XXL Rohschnitt-Fassung (=Sneak Preview Cut) an und schaut, was davon in der Un- oder R-Rated (Kinofassung) übrig ist, ist das ein echtes Ärgernis. Die XXL Rohschnitt-Fassung (= Sneak Preview Cut) bietet mehr John Woo Feeling und ist für Fans die bessere Filmfassung.

 

Die Unrated Fassung, welche auch in Gewaltszenen nach wie vor teilweise stark zensiert ist, ist dennoch auch eine gut schaubare Fassung. Ausserdem mag ich die deutsche Synchronisation, da ich Harte Ziele als Kind/Jugendlicher zuerst im deutschen Free-TV sah und selbst in der stark verstümmelten Fassung mochte ich den Film. John Woo abreitet mit Jean-Claude Van Damme (The Last Mercenary). Dieser macht, mit Ausnahme von seiner Frisur, eine gute Figur, so war er doch auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

 

Vor allem die Zeitlupen-Szenen im Finale komme Van Damme gut zu stehen: da kann er Stunts wie Saltos einlegen, seine Kicks demonstrieren und Gegner blutig ins Jenseits befördern. Für eine US-Actionfilm gibt es sehr viel Action und wenig Plot zu sehen. Der Plot um Menschenjagd ist dünn, aber perfekt geeignet, um dem Fan spektakuläre und blutige Action zu bieten.

 

Das New Orleans Setting kommt dem Film auch gut zu stehen und auch die Musik mochte ich. Sehr Freude hatte ich ausserdem an den Bösewichten des Filmes: Lance Henriksen (House III, Piranha II – Fliegende Killer) und Arnold Vosloo harmonieren prächtig miteinander und sind schön fies, diabolisch und charismatisch.

 

Zudem ist der Film schön politisch unkorrekt (z.B. gegen Übergewichtige wie Eliott Keener, bekannt aus Angel Heart). Abstriche gibt es bei Yancy Butler (zu naiv, unglaubwürdig), dem Humor (weiblicher Cop und Geburtstagskuchen in Schublade) und dem Overacting von Jean-Claude Van Dammes Filmonkel (Nervt: Wilford Brimley). Wobei er bei Neusichtung weniger nervte als früher. Sam Raimis Bruder Ted hat, wie dazumal (Candymans Fluch) üblich, seinen obligatorischen Gastauftritt.

 

Fazit: Harte Ziele ist einer der besten Filme von John Woo und Jean-Claude Van Damme und jedem Actionfan uneingeschränkt zu empfehlen! 

 

Gefolgt von: Hard Target 2

 

Infos:

 

O: Hard Target

 

USA 1994

 

R: John Woo

 

D: Jean-Claude Van Damme, Yancy Butler, Lance Henriksen, Arnold Vosloo, Wilford Brimley, Chuck Pfarrer, Robert Apisa, Joe Warfield, Ted Raimi

 

Laufzeit der deutschen DVD / XXL Rohschnitt-Fassung: 116:24 Min.

 

Neusichtung am: 14.06.22

 

Fassungen: Es gibt mind. fünf Fassungen:

 

1. R-Rated Kinofassung: Schrott, da stark zensiert. 

 

2. Unrated Fassung: Gut schaubar und gibt es auf DVD / Blu-Ray, aber im Gegensatz zur XXL

Rohschnitt-Fassung noch immer in Handlung, Action und Gewalt zensiert. 

 

3. XXL Rohschnitt-Fassung = Sneak Preview Fassung. Die Fassung läuft ca. 116 Minuten. Bei der Fassung handelt es sich eigentlich um die Sneak Preview Fassung. Bei dieser waren die Gäste mit Zeitlupenszenen, Flashbacks und Gewaltszenen nicht zufrieden. 

 

4. Rohschnittfassung von 127 Minuten mit Time-Code (auch Workprint Fassung genannt). 

 

5. Rohschnittfassung von 122 Minuten mit Time-Code (auch Workprint Fassung genannt).

 

Interessant ist, dass der 127minütig Rohschnitt/Workprint Fassung zwar keine Musik und einen laufenden Timecode zeigt, dafür aber eine bessere Bildqualität und ein besseres Bildformat aufweist als die XXL Rohschnitt-Fassung. Und: es gibt sogar noch hier und da etwas mehr Gewalt-Spitzen (Leiche länger zu sehen, ein weiterer Typ wird im Finale erschossen, mehr Einstellungen als der Farbige erschossen wird). 

 

 





 

XXL Rohschnitt-Fassung/Sneak Preview Vs. Unrated DVD

 

 

Sonntag, 6. Februar 2022

The Last Mercenary Review


The Last Mercenary

Story:

 

Ein Geheim-Agent (Jean-Claude Van Damme) muss seinen Sohn (Samir Decazza) vor dem Staat retten, dessen Unschuld beweisen und die wahren Hintermänner finden…

 

Meine Meinung:

 

Dank Gutscheinen habe ich einige Monate Netflix. Da haben sich schon paar Serien und Titel angesammelt, die ich nun schauen werde. Darunter auch Schund wie diese französische Action-Komödie. Schon als ich den Trailer zu The Last Mercenary sah wusste ich, dass das natürlich sicher kein guter Film sein würde.

 

Dennoch – als Van Damme-Fan (Timecop, Kickboxer: Vengeance, Kickboxer – Die Abrechnung) war die Sichtung Pflichtprogramm. Und immerhin ist Van Damme meist dann am besten, wenn er sich nicht ernst nimmt (Enemies Closer, Desert Heat, Jean-Claude Van Johnson) und/oder den Bösewicht (The Expendables 2) spielt, gefolgt von Ausnahmen wie Harte Ziele und Co.

 

The Last Mercenary nun gesehen. Wie erwartet nicht wirklich gut aber mit den richtig angepassten Erwartungen kann man sich den Streifen schon geben. Ist halt definitiv mehr eine Komödie mit viel Klamauk und Grimassen, und nicht gerade der Film mit vielen oder wirklich guten Action-Szenen, auch wenn hier und da gekämpft wird und/oder es eine längere Auto-Verfolgungsjagd gibt.

 

Van Damme wird halt auch nicht jünger und es wird oft von hinten gefilmt in den Kampfszenen, so dass ich davon ausgehe, dass er in vielen der Szenen nicht selbst gekämpft hat. Dennoch ist es amüsant, da er sich selbst aufs Korn nimmt (Spagat) und er in viele bescheuerte Posen und Maskeraden schlüpft (mehrfach mit langem Haar und/oder als Frau verkleidet).

 

Wer Klamauk und dämliche Mimik-Spiele und Grimassen nicht abkann, dem sei der Film gar nicht zu empfehlen. Alle anderen können einen Blick riskieren: The Last Mercenary ist für die einmalige Sichtung durchaus ok, wenn auch von der Laufzeit her zu lang! Und mehr Action hätte es geben dürfen. Diese war zwar nie wirklich gut im Film, aber dennoch fast das beste an der Produktion…

 

Fazit: Nur für ultimative Van Damme Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: The Last Mercenary

 

Frankreich 2021

 

R: David Charhon

 

D: Jean-Claude Van Damme, Alban Ivanov, Samir Decazza, Assa Sylla, Eric Judor, Miou-Miou, Patrick Timsit

 

Laufzeit der Netflix Fassung: Ca. 110 Min.

 

Gesehen am: 09.11.21

 

Fassungen: Gesehen via Netflix = Uncut, Franz. mit deutschen Subs. Netflix Produktion = es gibt keine DVD/Blu-Ray (Stand: Nov. 2021).

Sonntag, 18. August 2019

Timecop Review

Timecop

Story:

Max Walker (Jean-Claude Van Damme) ist ein «Timecop» - er reist in die Vergangenheit, um Gangster aufzuhalten, welche ebenso in der Zeit zurückreisen, um Verbrechen zu begehen und um die Zukunft durch Beeinflussung anders zu gestalten.. Max bekommt es in der aktuellen Zeitspanne mit dem jetzigen Senator (Ron Silver) zu tun, der Präsident werden will und über Leichen geht – u.a. steht auch Max Ehefrau (Mia Sara) auf der Abschussliste…

Meine Meinung:

Timecop ist gute, alte und solide 90er Jahre US-Action, wie sie dazumal x-fach inszeniert wurde mit einem Jean-Claude Van Damme auf dem Höhepunkt seiner Karriere sprich damals lockte er die Menschen noch in die Kinos und nur schon der Name versprach Erfolg.

Grosses Studio hinter sich und namhafter Mainstream-Regisseur (zumindest für dazumal) – Peter Hyams, der damals Filme wie Sudden Death (Die Hard Variante mit Van Damme), The Relic (sehenswerter Monsterhorror im Museum) und End of Days (Arnie Comeback) in die Kinos brachte. Sudden Death sollte nicht die letzte Van Damme und Peter Hyams Zusammenarbeit bleiben.

2013 arbeitete die zwei in der Direct to Video/DVD Produktion Enemies Closer zusammen – einem netten, kleinen B-Actionfilm. Van Damme konnte zuletzt aber nie mehr an Erfolg von früher (seine besten 90er Jahre Filme sind zweifelsfrei Universal Soldier und Harte Ziele) anknüpfen. Als ich mir früher die ganzen Van Damme 90er Jahre Werke ansah, habe ich Timecop immer verpasst.

Dies habe ich nun nachgeholt. Der Film ist kein Kracher, aber durch und durch solide, kurzweilige und unterhaltsame 90er Jahre Action-Ware mit netten Sience Fiction Elementen und vielen bekannten Gesichtern in Haupt- und Nebenrollen. Ron Silver gibt einen wunderbaren Fiesling und Bösewicht ab. Ihn kennt man, ebenfalls als Bösewicht und Irrer, aus dem sehenswerten Thriller Blue Steel. Bruce McGill hingegen dürften Fans aus dem Bruce Willis Actionfilm Last Boy Scout kennen. Mia Sara spielt die schöne Ehefrau von Van Damme. Aus ihrer Filmegraphie kenne ich nichts, aber mind. ein Film hört sich gut an (Nacht der Dämonen von 1988, gäbe es von Arrow Video).

Die Actionszenen und Stunts wurden solide und mit viel Übersicht eingefangen, choreographiert und gefilmt – Van Damme darf sich mehrfach, auch in Zeitlupe, auszeichnen (auch wenn er nicht alle Stunts selbst ausführte). Seine Fans dürften voll auf ihre Kosten kommen. Nur bei den Shoot-Outs sollte man leichte Abstriche machen (fehlende blutige Einschusslöscher).

Fazit: Kein Kracher aber durch und durch gut und jedem Van Damme Fan zu empfehlen! 

Gefolgt von: Timecop 2 - The Berlin Decision

Infos:

O: Timecop

USA 1994

R: Peter Hyams

D: Jean-Claude Van Damme, Ron Silver, Mia Sara, Bruce McGill

Laufzeit der deutschen DVD: 94:00 Min.

Gesehen am: 26.05.19

Fassungen: Gesehen beim Kollegen als deutsche DVD = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton/Deutsch, diverse Subs etc. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Samstag, 15. Dezember 2018

Kickboxer – Die Abrechnung Review

Kickboxer – Die Abrechnung

Story:

Ein Jahr, nachdem Kurt (Alain Moussi) Tong Pao im Duell besiegt hat, wird Kurts Ehefrau von Gangstern entführt. Ziel ist es, Kurt zum Kämpfen zu zwingen. Kurt lehnt ab. Daraufhin lässt Gangsterboss Moore (Christopher Lambert) ihn in Thailand ins Gefängnis werfen. Dort bekommt er tatkräftige Unterstützung und Lehrtipps von Briggs (Mike Tyson), Ronaldo (Fussballer Ronaldinho) und Meister Durant (Jean-Claude Van Damme), der inzwischen erblindet ist. Sein Gegner, den Kurt im Ringkampf ohne Regeln besiegen muss: den nahezu unbesiegbaren Fleischberg Mongkut (Hafþór Júlíus Björnsson)!

Meine Meinung:

Fortsetzung zu Kickboxer – Die Vergeltung (2016). Wer den ersten Teil mochte, kann sich Teil zwei, dessen dünner Plot an Teil eins anschliesst und dieselben Figuren innehat (Alain Moussi plus seine Film-Ehefrau und Van Damme), auch gut ansehen.

Es gibt aber Unterschiede: Teil zwei ist deutlich weniger ernst, sondern wirkt comichaft übertrieben und geht zum Teil schon fast als Edel-Trash-Fest durch! Realismus oder logische Handlungen der Figuren/Story-Abläufe sollte man in dem Film zu keiner Sekunde erwarten!

Der Film hat zum Teil auch billige Szenen zu bieten (die Kämpfe auf dem Zug mit deutlichem PC-Hintergrund z.B.) und nicht alle Kampfszenen sind auch wirklich gut. Gerade die vom Beginn (nach der Tango-Szene) fand ich überhaupt nicht gut – vor allem die Kameraführung war unter aller Sau. Das ewige komische Geräusch, sobald die Kamera zur Zeitlupe wechselt, hat auf Dauer auch genervt. Amüsant und optisch originell fand ich die z.T. farbigen Untertitel.

Der Film, die Zeichnung der Figuren (blinder Van Damme) oder Dialoge sind zum Teil so klischeehaft und/oder billig, dass es schon wieder amüsant und lustig ist. Alain Moussi hat mir in Teil zwei mehr zugesagt als in Teil eins (dort relativ Arm an Charisma). Christopher Lambert war ein absolut unglaubwürdiger und peinlicher Bösewicht (totale Fehlbesetzung). Van Damme wird eher in den Hintergrund gedrängt und ist neu blind, während Mike Tysons (Ip Man 3) Auftritt sehr gut funktioniert hat – seine erste Kampfszene gegen Alain Moussi hat auch viel Spass gemacht! Für die Katz war hingegen der Kurzauftritt des ehemaligen Fussballers Ronaldinho.

Die Trainingsszenen sind unterschiedlicher Natur wie auch die Kampfszenen. Es gibt längere 1:1 Kämpfe (nicht alles gut und Neues wird in dem Genre nicht geboten – also Spektakel à la Ong-Bak, The Raid und Co. gibt es nicht zu sehen) und dann gibt es mehrere Szenen, in denen sich Alain Moussi durch eine Menge von Kämpfern kickt und schlägt – meist eingefangen mit Handkameras, im Wechsel von schnellen Szenenabfolgen zu Zeitlupe und längere Minuten an einem Stück ohne Schnitt gefilmt mit tollem Soundtrack hinterlegt – diese Szenen haben Spass gemacht und an Tom Yum Goong erinnert, in welcher sich Tony Jaa das Treppenhaus hochkämpft – alles in einem Schnitt. Da kommt Videospielcharakter auf.

Der lange Finalkampf hat mir auch gut gefallen. Wer sich am Trash- und den vielen Klischees nicht stört, findet mit Kickboxer – Die Abrechnung, einen kurzweiligen und amüsanten Film vor, den man sich als Fan von Teil eins, gut ansehen kann.

Infos:

O: Kickboxer: Retaliation

USA 2018

R: Dimitri Logothetis

D: Alain Moussi, Christopher Lambert, Jean-Claude Van Damme, Mike Tyson, Sara Malakul Lane

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 01.09.18

Fassungen: Mir lag die deutschen DVD von Ascot Elite vor = Wendecover, Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gäbe es auch auf Blu-Ray.

Samstag, 12. August 2017

Wake of Death Review

Wake of Death

Story:

Ex-Gangster Ben Archer (Jean-Claude van Damme) kehrt aus Marseille nach Los Angeles zurück. Er sucht den Weg aus der Kriminalität und will zusammen mit seiner Frau Cynthia (Lisa King) und seinem kleinen Sohn (Pierre Marais) ein glückliches Leben führen. Doch es kommt alles anders, als Cynthia (Sozialarbeiterin) das kleine Immigrantenmädchen Kim (Valerie Tian) nach Hause nimmt, welche illegal aus China einreiste. Ihr Vater und Anführer der Triaden, Sun Quan (Simon Yam), reist aus Hong Kong nach und findet heraus, dass seine Tochter bei Cynthia wohnt. Er lässt Cynthia töten, doch Kim kann entkommen. Ben Archer schwört indes Rache und begibt sich auf einen blutigen Rachefeldzug…

Meine Meinung:

Wake of Death habe ich seit gut zehn Jahren nicht mehr gesehen. Ich hatte den Van Damme Streifen als recht gut in Erinnerung. Dem alten Review entnehme ich, dass vor allem die «zu schnelle Schnitttechnik» und das «Familiengetue» nervig waren.

Wie mir der Film jetzt, nach so langer Zeit und kaum mehr was über den Film wissend, gefallen würde? Das Schauen war fast so, als guckte ich mir einen neuen Film an, da ich so viel schon vergessen hatte.

Wake of Death hat mir nun auch klar schlechter gefallen als dazumal und von einem tollen Van Damme Film / Comeback will ich erst gar nicht mehr sprechen. Die Story ist simpel – Rachegeschichte wie es sie zu hunderten gibt. Leider gibt es Längen – vor allem zu Beginn braucht der Fan viel Sitzfleisch, bis Mal was Interessantes passiert und Actionszenen sind Mangelware.

Der Anfang des Filmes gepaart mit den fürchterlich nervenden Herzen-Schmerzen Dramaszenen nach dem Tod von Van Dammes Film Frau war kaum zu ertragen und 1-2 hätte ich gerne nach vornegespult und begann, an dem Film zu zweifeln soll heissen ich spielte schon mit dem Gedanken, den Film aus der Sammlung zu verbannen. Diese Szenen hätte man alle weglassen können zugunsten des Tempos, was dem Film gutgetan hätte. Zudem wirkt Van Damme in diesen Szenen absolut lächerlich, peinlich, unglaubwürdig, da er versucht, ernst zu sein was er nicht sein kann.

Da sind mir seine älteren Rollen, da unfreiwillig komisch und übertrieben, dann doch viel lieber (auch die älteren Filme).

Weiterhin negativ: das Finale war ein Witz (Konfrontation zwischen Van Damme und Simon Yam) und auch Simon Yam war klar unterfordert und konnte sein Potenzial, welches er im Hong Kong Kino zu genüge unter Beweis gestellt hat, nie abrufen. Schade darum.

Der Film wird knapp nicht verkauft, weil sich der Film im Verlauf der Story steigert. Die lächerlich dramatischen Szenen nehmen ab, Längen werden kürzer und fallen weg, der Actiongehalt steigt. Die Actionszenen fand ich nun auch nicht mehr zu schnell geschnitten (heutzutage geht es ja noch schlimmer und unübersichtlicher) sondern okay und sehenswert (Shoot-Outs, ein zwei kürzere Kampfszenen, Autoverfolgungsjagd, mind. zwei echte Explosionen) und nicht vergessen wollen wir an dieser Stelle die nicht harmlose, wenn auch kaum explizite Folterszene die eine unangenehme Stimmung heraufbeschwört dank Van Dammes Filmkollegen/Figuren aus Marseille, welche intensiv und sehenswert war (der korrupte Cop passte auch perfekt in die Rolle, gut gespielt, schön hinterhältig und schmierig).

Van Damme Fans können natürlich einen Blick riskieren und diese werden den Film wohl deutlich besser mögen als meinerseits. Dank der 2. Filmhälfte, die sich merklich steigert, darf der Film in der Sammlung verweilen (wenn auch knapp).

Infos:

O: Wake of Death

D / F / UK / Südafrika 2004

R: Philippe Martinez

D: Simon Yam, Jean-Claude van Damme, Pierre Marais, Valerie Tian

Laufzeit der US-DVD: 90:24 Min.

Reviewe überarbeitet: 27.07.17

Erstsichtung: zwischen 2005-2007, 2. Sichtung 26.07.17

Fassungen: Mir lag die US DVD vor = gute Bildqualität, sehr gute DD 5.1 Tonspur, O-Ton, keine englischen UT (ausser für chinesische Dialoge). Das Englisch ist problemlos zu verstehen. Inzwischen auch in Deutschland Uncut erhältlich (DVD, Blu Ray), was dazumal bei seiner Erstveröffentlichung nicht der Fall war. Wie sich die Zeiten ändern…

Samstag, 17. Juni 2017

Universal Soldier: Day of Reckoning Review

Universal Soldier: Day of Reckoning

Story:

John (Scott Adkins) muss Schreckliches miterleben: eines nachts dringen drei maskierte Männer in seine Wohnung ein und schlagen ihn halbtot. Bevor er ohnmächtig wird, wird er Zeuge, wie der Anführer des Trios (Jean-Claude Van Damme) seine Frau und seine Tochter erschiesst. John überlebt und schwört blutige Rache...

Meine Meinung:

Der bis dato letzte Teil der Universal Soldier Reihe (also Teil vier) hat mir beim 2. Ansehen nun besser gefallen als noch vor vier Jahren – nach den Meinungen des Fantasy Film Festes 2012 und vieler Meinungen in Foren habe ich damals einfach zu viel erwartet und ich fand, der Film wurde seinem Hype nicht gerecht.

Nun habe ich dem Film nochmals eine Chance gegeben, ging mit den richtigen Erwartungen an das Werk und siehe da: der Streifen gefiel mir besser!

Scott Adkins, der Engländer, hat sich in den letzten Jahren zu einem namhaften B-Actiondarsteller hochgearbeitet. Man muss ihn nicht mögen, aber einen gewissen Erfolg kann man ihm definitiv nicht absprechen. Nebst Rollen in TV Serien, kleinen Nebenrollen (z.B. neben Jackie Chan in The Accidental Spy, neben Jet Li in Danny the Dog), weiteren HK Actionfilmen (Extreme Challenge) folgte ab 2006 nach Undisputed II (für mich noch immer seine beste Rolle/Charakter) sein Aufstieg:

Undisputed II erfuhr bisher noch zwei weitere Fortsetzungen und Adkins arbeitete oft mit seinem Idol Van Damme zusammen, u.a. in den eher mittelmässigen The Shepard und Assassination Games um es zumindest im Kinohit The Expendables 2 besser zu machen.

Es folgten weitere Nebenrollen (The Tournament, Der Spion und sein Bruder), Genrewechsel (El Gringo) gefolgt von weiteren sehenswerten Actionstreifen (Ninja 1 & 2, Savage Dog), von Hollywood/Kommerzschund (Doctor Strange, Jarhead 3, The Legend of Hercules), über Direct To Video Fortsetzungen (Hard Target 2) und Ausflügen nach China (Wolf Warrior) ganz zu schweigen. Interessante Filme werden im Moment gedreht (z.B. Triple Threat vom Savage Dog Regisseur nebst Adkins mit Michael Jai White, Tony Jaa, Iko Uwais, Ron Smoorenburg und JeeJa Yanin).

Adkins Ausflug ins Universal Soldier Genre kann sich definitiv auch sehen lassen. Wer ihn mag kommt mit dem Film voll auf seine Kosten, da auf ihn zugeschnitten. Er spielt die Hauptrolle, während die anderen beiden Stars, Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren nur in kleinen Nebenrollen präsentiert werden. Beide haben die meiste Screentime im Finale, da beide als Endgegner für Scott Adkins auftreten (cooler Kampf gegen Dolph, Kampf gegen Van Damme eher enttäuschend und schwach).

Was den Film gut macht: Scott Adkins, Kompromisslosigkeit, gesunde Portion Härte (US Fassung nach wie vor nur zensiert erhältlich), Action. Zur Action sei gesagt: diese ist oft nicht schön oder ästhetisch in Szene gesetzt, sondern hart und brutal. Es kommen Zeitlupe vor wie auch schnelle Schnitte, es geht vieles kaputt (Hotelzimmer Kampf oder Kampf nach der Autoverfolgungsjagd) und es wird zerstört, es wird getötet und verletzt (Finale auch blutig) und nicht nur gekämpft, sondern auch viel geschossen (Massaker im Puff durch den «Klempner»). Es geht brachial zu Werke – wer vor allem auf sehenswerte Martial Arts und Adkins aus ist, guckt sich besser Ninja oder die Undisputed Filme an – aber hier dominiert die Gewalt und nicht die Ästhetik.

Inhaltlich ist der Film schwach und hier und da leicht wirr – am Ende weiss der Zuschauer z.B. nicht, ob es Adkins Familie nun gegeben hat oder nicht. Unnötig sind einige der dramatischen Rückblenden (wie die Frau erschossen wird wird mind. 3x wiederholt im Verlauf des Filmes) und der etwas lahme Start – ca. 120 Min. Laufzeit war für den kaum vorhandenen Plot dann doch etwas zu viel. Der Versuch, den Film anspruchsvoller machen zu wollen (mit Mindfuck-Momenten, Horroranleihen Dank den Visionen, optischen Spielereien, sinnlosen monotonen Szenen) als er eigentlich ist, funktioniert nur bedingt aber macht den Film immerhin etwas «exotisch» und hebt ihn trotzdem leicht von 08/15 B-Actionfilmen ab.

So gesehen kann ich den Film jedem Action- und Scott Adkins Fan nur empfehlen!

Infos:

O: Universal Soldier: Day of Reckoning

USA 2012

R: John Hyams

D: Scott Adkins, Dolph Lundgren, Jean-Claude Van Damme, Andrei Arlovski

Laufzeit der deutschen Blu Ray: 113:38 Min.

Gesehen am: Januar 2013

Review überarbeitet am: 12.05.17

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray vor = Erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton, deutsche Subs, Uncut = Unrated Fassung = sogar länger als die US Fassungen (nur Rated R Fassungen d.h. in Gewalt zensiert).