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Samstag, 25. Juli 2026

The Criminal

The Criminal

Story:

Hung (Jimmy Wang Yu) ersticht in Notwehr als 12jähriger einen Mann und wandert danach für zehn Jahre ins Gefängnis. Sein Vater (Wang Yin) ist selbst Richter. Als Hung nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, folgen Spannungen innerhalb der Familie. Eine Gangster-Bande (u.a. Phillip Ko Fei), angeführt von Lung Fei, buhlt um Hung und will diesen in die Bande integrieren, um damit den Richter auszuschalten…

Meine Meinung:

The Criminal ist zwar kein Kracher in der langen Karriere des Shaw Brothers Superstars Jimmy Wang Yu (The One-Armed Swordsman, The Chinese Boxer, Die Todesbucht der Shaolin), dennoch aber ein nicht uninteressanter Film in dessen Filmschaffen. Bei The Criminal handelt es sich um ein Drama aus Taiwan von Regisseur Li Su (Midnight Cowgirl, The Chinese Whimsy, Duel with Death) aus dem Jahr 1977. Li Su drehte bereits zuvor einmal mit Jimmy Wang Yu. Und zwar den Film The Magnificent Chivalry. Ich würde den Film mit Jimmy Wang Yus Arbeit in The Black Friday sowie dem Shaw Brothers Streifen My Son vergleichen.

Alle drei Filme sind per se keine Action- oder Kung-Fu-Filme. Aber in allen drei Filmen geht es dann doch nicht ohne, wobei The Criminal sicherlich noch eine leicht höhere Anzahl an Kampfszenen bietet, als z.B. The Black Friday. The Criminal ist mehrheitlich ein Familiendrama mit sozialem Kommentar. Dieser lautet, dass es sich nicht auszahlt, gegen das Gesetz zu verstossen. Der Inhalt bringt zudem den Vater sowohl den Sohn in ein ethisches Dilemma. Das Ende wirkt konsequent. Ich hatte auf jeden Fall Freude, Jimmy Wang Yu Mal in einem modernen Setting zu sehen. Der Film hat viele Dialoge und meine VHS hatte keine englischen Untertitel. Dennoch konnte ich dem Plot problemlos folgen.

Nebst Jimmy Wang Yu kannte ich vor allem Namen wie Lung Fei oder Phillip Ko Fei (liefet sich einen Kampf gegen Jimmy Wang Yu). Lung Fei spielt eine grosse Rolle, da Anführer der Gangster. Trotz fehlendem Bart und Schnauz war Lung Fei (Eunuch of the Western Palace, Kung Fu Mama, The Cavalier) gut zu erkennen. Er liefert sich im Finale einen Schlagabtausch gegen Jimmy Wang Yu und er macht das, wie auch Phillip Ko Fei (mehr ein Gastauftritt), sehr solide. Der Mix aus Familiendrama, etwas Gangster-Action inklusive 70er Jahre Feeling (Musik, Kleider) sowie Gerichtsfilm und Sozialkritik hat meiner Meinung nach gut funktioniert, so dass ich den Film, zumindest Hardcore-Fans von Jimmy Wang Yu, empfehlen kann.

Infos:

O: Pan Jue

Taiwan 1977

R: Li Su

D: Jimmy Wang Yu, Lung Fei, Wang Yin, Phillip Ko Fei, Tao Chi, Nancy Lau Nam-Kai, Li Hsiang, Tu Man-Sheng, Kou Feng, Li Chiang, Lee Man-Tai

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 82:59 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Dae Yeong Video Production vor = Statt Widescreen Vollbild, O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs, unbekannt ob Uncut/Cut (am Ende, als sich der Vater vom Duo am Bahnhof verabschiedet und den Zug besteigt, wirkte es abgehackt. Eine Nacktszene war hingegen zu sehen), solide Bildqualität. Es scheint den Film auch von Ocean Shores zu geben (als VHS und unter dem Titel The Verdict). Zudem gibt es den Film in den USA von Rainbow auf VHS (Mandarin mit englischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026). Szenen aus The Criminal wurden zudem für den späteren «cut & paste» Film Thundering Ninja verwendet.

Freitag, 24. Juli 2026

Pai Yu Ching

Pai Yu Ching

Story:

Ein maskierter Dieb stiehlt eine Schriftrolle. Später wird Pai Yu-Cheng (Tien Peng), der zusammen mit einer Frau (Hsu Feng) und einem Kind (Lin Hsiao-Hu) durchs Land reist, fälschlicherweise als dieser Dieb «erkannt». Daher versuchen nun, etliche Kämpfer Pai Yu-Cheng auszuschalten, da Zhu Da-Shao (Ko Hsiao-Pao) und seine Männer (Pai Ying) ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt haben…

Meine Meinung:

Pai Yu Ching war ein absoluter Blindkauf. Ich hörte nie zuvor von diesem Film. Es handelt sich um eine Ende der 70er Jahre Produktion aus Taiwan. Regie führte Li Chia (The Lost Swordship). Von ihm liegt mir noch sein Sword Named Revenge ungesehen als taiwanesische DVD vor. Mit Nam Keung (H. K.) Film Co., Ltd. stand eine sehr unbekannte Produktionsfirma hinter dem Film. Pai Yu Ching hat mir dabei gut gefallen. Es sollte nicht die letzte Zusammenarbeit zwischen Regisseur Li Chia und Star Tien Peng bleiben.

Trotz fehlender englischer Untertitel (vielleicht waren sie auch einfach nicht zu sehen, da ggf. das Vollbild zusätzlich gezoomt wurde) und Gu Long als einer der beiden Drehbuchautoren war der Plot diesmal sehr leicht verständlich. Ein unbekannter Dieb stiehlt eine Schriftrolle und hängt die Tat Tien Peng an. Dieser muss sich gegen diverse Kämpfer wehren. Im Finale wird ein Überraschungsbösewicht aus dem Hut gezaubert (mit einer Peitsche bewaffnet). Ende. Wirklich einfach zu verstehen und immer nachvollziehbar. Der Film, der regelmässig und von Beginn an Kampfszenen bietet, unterhält.

Der völlige Verzicht auf Humor, die fantasievollen Waffen, Kämpfer und deren Gimmicks, die Anzahl Kampfszenen und die abwechslungsreichen Natur-Settings Taiwans haben mir zugesagt. Tien Peng (The Elimination Pursuit, The Swordsman of All Swordsmen, Sword with the Windbell) ist die perfekte Wahl als Antiheld. Er macht das schauspielerisch wie auch in den Kampfszenen gut. An seiner Seite befindet sich Ein Hauch von Zen Star Hsu Feng (Legend of the Mountain, Assassin, The Valiant Ones). Pai Ying (Raiders of the Shaolin Temple, A Fistful of Talons) spielt den Betrogenen, der sich ebenfalls einige tolle Kämpfe liefert. Er spielt auch eine der Hauptrollen.

Fazit: Fans von Tien Peng können bedenkenlos zugreifen!

Infos:

O: Bai Yu Jing

Taiwan 1977

R: Li Chia

D: Tien Peng, Hsu Feng, Pai Ying, Lin Hsiao-Hu, Ko Hsiao-Pao, Tang Pao-Yun, Wang Quen, Wen Chiang-Long

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:46 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von NVC vor = Vollbild und ggf. noch zusätzlich gezoomt (und leider auch hier und da störend), Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Sah Uncut aus (allerdings fehlt der Vorspann). Mit Ausnahme der ersten fünf Minuten solide Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

Donnerstag, 2. Juli 2026

Fist of the Double K

Fist of the Double K

Story:

Offizier Ren Ke-Qiang (Henry Yu Yang) wird beauftragt, in einem kleinen Dörfchen Gangsterboss Long (Huang Tsung-Hsun) zu verhaften. Doch dieser und seine Männer (u.a. Fong Yau, San Kuai) sind bis auf die Zähne bewaffnet und terrorisieren die Bewohner (u.a. Ofelia Yau Wai, Hon Kwok-Choi) der Ortschaft…

Meine Meinung:

Aka Fist to Fist. Vor kurzem sah ich mir Kung Fu Stars an. Nun wollte ich noch den zweiten Film im Set, hier als Fist of the Double K betitelt, ansehen. Gesagt, getan. Bei Fist of the Double K handelt es sich nicht um einen Film von John Woo. Zumindest führte er nicht Regie. Er fungierte jedoch als Assistant Director. Regie führte der mir total unbekannte Jimmy L. Pascual. Die Kampfszenen spendierten Yuen Woo-Ping (Tiger Cage) sowie der Yuen Clan (Shaolin Drunkard). In Gastauftritten sind spätere Stars wie Yuen Wah (Swordsman) zu sehen. Simon Yuen (Against Rascals with Kung Fu) spielt eine Nebenrolle.

Mir hat Fist of the Double K gut gefallen. Besser als Kung Fu Stars. Zudem fand ich den Film besser als erwartet. Die Produktion aus Taiwan erzählt eine unkomplizierte Story. Der Plot ist mit vielen Kampfszenen bestückt. Auf Humor und Klamauk wird total verzichtet. Im Gegenteil: die Bösewichte sind fies und schrecken auch vor versuchter Vergewaltigung einer Blinden nicht zurück. Zudem wartet der Film mit einem hohen Bodycount auf, die Schläge und Tritte sind hart in die Kampf-Choreographie integriert und auch das ein oder andere blutige Detail darf nicht fehlen.

Vor allem gegen Ende dreht der Film in der Hinsicht auf. Vom Gewaltgrad und wie die Kampfszenen inszeniert sind, hat mich der Film an harte Basher à la Tough Guy (auch Yuen Woo-Ping Action Director) oder die 70er Jahre Eastern von Jimmy Wang Yu erinnert. Und das meine ich positiv. Durch den Verzicht auf Humor wird sogar der schlechte englische Dub erträglicher. Henry Yu Yang (The Bloody Fists) gibt einen tollen Helden ab und was die Bösewichte angehen, hatte ich vor allem an Fressen wie Fong Yau (The Awaken Punch) und San Kuai (Killer in the Dark) grosse Freude.

Fazit: Wer harte Basher mag, sollte sich Fist of the Double K nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Chu Ba

HK (je nach Quelle), Taiwan 1973

R: Jimmy L. Pascual

D: Henry Yu Yang, Huang Tsung-Hsun, Ofelia Yau Wai, Hon Kwok-Choi, Fong Yau, San Kuai, Simon Yuen, Brandy Yuen Jan-Yeung, Yuen Wah

Laufzeit der US-DVD: 85:18 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Ground-Zero vor. Mir ist unbekannt, ob die Fassung zensiert oder verändert ist. In den Gewaltmomenten habe ich keine sichtbare Zensur wahrgenommen. Die Bildqualität ist gut und hat Charme. Nur Englischer Dub. Der Dub ist nicht gut, da der Film aber auf Klamauk verzichtet, ist die Synchro erträglicher als üblich. In Deutschland gibt es den Film von filmArt sogar auf DVD (Titel: Jen Ko - In seinen Fäusten brennt die Rache). In einem besseren Bildformat, mit zwei deutschen Synchros und sogar O-Ton Mandarin (leider ohne Untertitel). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Juli 2026).

Mittwoch, 1. Juli 2026

Sorrowful to a Ghost

Sorrowful to a Ghost

Story:

Meng (Ma Chi) führt eine Kampfschule. Meng will demnächst seinen Platz räumen und einen Nachfolger bestimmen. Doch alles kommt anders. Ein rivalisierender Kämpfer namens Dare Devil taucht auf und tötet Meng. Dessen Schüler schwören Rache…

Meine Meinung:

Bei Sorrowful to a Ghost handelt es sich um einen taiwanesischen Wuxia aus dem Jahr 1970 von Joseph Kuo (The Death Duel, The 18 Bronzemen, The Smart Cavalier) und Hsin Chi (Shadow Girl). Da Joseph Kuo, zumindest laut KI, dazumal noch vertraglich an die Shaw Brothers gekettet war, drehte den Grossteil des Filmes Hsin Chi. Joseph Kuo musste nach 16 Drehtagen in Taiwan das Land wieder Richtung Shaw Brothers verlassen. Sorrowful to a Ghost war einer der ersten Produktionen der Firma Hong Hwa International Films (H.K.) Ltd., die dazumal von Joseph Kuo ins Leben gerufen wurde.

Sorrowful to a Ghost ist solide und unterhaltsam. Nicht alles am Film ist perfekt. Es gibt Schatten- sowie Sonnenseiten. Positiv anmerken möchte ich den simplen und unkomplizierten Plot. Dem konnte ich gut folgen, obwohl ich keinen der Schauspieler namentlich aus anderen Filmen kannte. Die Drehorte und vielfältige Natur Taiwans wurde gekonnt und abwechslungsreich eingefangen. Auch die Settings haben mir daher gut gefallen. Passend waren auch die Ernsthaftigkeit und der völlige Verzicht von Klamauk und Slapstick. Der Film ist nicht besonders brutal, aber es gibt einige wenige blutige Schwertkampfszenen. Die Kampfszenen wirkten hier und da noch etwas theatralisch und steif.

Etwas, was mir nicht sonderlich gefiel war die Tatsache, dass einige der Kampfszenen «vor gespult» abgespielt werden, was einfach unecht aussieht. Das mag ich nicht. Abgesehen davon sind die Kampfszenen solide und der Film gefällt in diesen aufgrund der Settings, der Waffen und der Kameraführung. Die Helden fand ich im Grossen und Ganzen wenig charismatisch und sympathisch. Das empfand ich, gerade bei einigen Ende der 60er Jahre Shaw Produktionen, ähnlich. Die Helden Luschen, die Bösewichte überzeugend. So auch hier. Yi Yuan (The Shadow Chaser, A Brave Girl-Boxer in Shanghai, Struggle for a Vengeance) war die perfekte Wahl für die Rolle des Oberschurken.

Fazit: Wuxia Fans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Gefolgt von: The Ghost's Sword

Infos:

O: Gui Jian Chou

Taiwan 1970

R: Joseph Kuo

D: Ma Chi, Julie Lee Chi-Lun, Chang Ching-Ching, Chiang Pin, Yi Yuan, Wei Su, Han Chiang

Laufzeit der HK-DVD: 90:09 Min.

Gesehen am: 30.06.26

Fassungen: Gesehen als HK-DVD von Mei Ah = Code Free, O-Ton, englische Subs, gute und helle Bild- und Tonqualität (aber Vollbild). Zudem habe ich noch eine VHS aus Südkorea von Goldstar Home Video = Mandarin mit koreanischen Subs. Das Artwork der VHS ist sehr schön. Als ich dieses in meinem Urlaub in Südkorea gekauft habe, wusste ich nicht, dass es davon eine Englisch freundliche DVD gibt. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Samstag, 27. Juni 2026

5 Venoms vs. Wu Tang

5 Venoms vs. Wu Tang

Story:

Ein Taoist-Priester (Lu Feng) kümmert sich um Vampire. Doch ein Exorzismus geht schief und ein Vampir Kind entkommt. Das Vampir-Kind trifft auf eine Gruppe Kinder. Diese nehmen den Vampir-Jungen zu sich nach Hause und versuchen, ihn vor ihren Eltern (Cynthia Khan) zu verstecken. Dumm nur, dass es sich die Vampir-Eltern zur Aufgabe machen, ihren Sohn zu finden. Derweil gerät auch ein anderer Taoist-Priester (Chiang Sheng) und dessen Schüler (Tang Heng-Wu) zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

Aka Vampire Kid II. 5 Venoms vs. Wu Tang ist ein weiterer Mr. Vampire Abklatsch aus Taiwan à la Hello Dracula. Das heisst hüpfende Vampire, Kinder, Slapstick, Urin-Jokes (mehrere) und Martial Arts werden zu einem kurzweiligen Film geformt. Der Film ist sehr solide und wer das Genre um hopping Vampires mag, kann bedenkenlos einen Blick riskieren. In den USA wurde der Film als «Venoms» Film vermarktet, da zwei der «Venoms» an Bord sind. Lu Feng (der am 27.09.26 nach London kommen wird) sowie Chiang Sheng (The Imperial Sword Killing the Devil, Ninja Kung Fu, Crippled Avengers) sind in Hauptrollen zu sehen.

Der Film ist ein unterhaltsamer Mix ohne grössere Überraschungen. Die Mehrheit der Vampir, Action- und Taoist-Priester-Szenen kommen am Anfang und Ende vor. Dazwischen gibt es auch ruhigere Momente mit dem Vampir-Kind und anderen Kindern. In diesen Szenen taucht auch kurz Cynthia Khan (Queen’s High, Catching Murderer Overseas, Madam City Hunter) in einer kleinen Nebenrolle auf. Sie bekommt keine Kampfszenen spendiert. Dann ist auch noch Ricky Cheng Tien-Chi (Five Element Ninjas, The Nine Demons) dabei. Ihn habe ich allerdings nicht erkannt, was am Outfit (Kleidung, Fake-Bärte oder Make-Up Masken, sollte er einen der Vampire spielen) liegen könnte.

Die Kampfszenen sind fantasievoll, rasant und mit den üblichen Tricks des Genres ausgestattet (z.B. Luft anhalten, um vom Vampir nicht erkannt zu werden). Das überrascht auch nicht, denn Regisseur Wang Chih-Cheng hat in dem Sub-Genre um hüpfende Vampire Erfahrungen. So drehte er u.a. Hello Dracula 2 und Chivalric Tornado (aka Vampire Strikes Back). Produziert wurde der Film von Hong Hwa International Films, die viele Joseph Kuo (Born Invincible, The Mystery of Chess Boxing, The 7 Grandmasters) Filme oder andere Kracher wie Seven Men of Kung-Fu realisiert haben. Und einige der Kinder-Darsteller waren auch in anderen Rollen als Kinder zu sehen (Li Min-Sek spielte z.B. in Aloha Little Vampire Story mit).

Fazit: Solide. Fans des Jiangshi-Genres greifen zu!  

Infos:

O: 天外天小子

Taiwan 1988

R: Wang Chih-Cheng

D: Lu Feng, Chiang Sheng, Ricky Cheng Tien-Chi, Cynthia Khan, Tang Heng-Wu, Li Min-Sek

Laufzeit der US-DVD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 26.06.26

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Ground-Zero Entertainment = zwei Filme in einem Set, Mandarin mit englischen und chinesischen Subs, k.A. ob Uncut oder nicht. Die Bild- und Tonqualität sind mässig. Das Bild nicht anamorph. Es gibt u.a. eine LD in China, eine jap. VHS und auch eine VHS in Südkorea (sehr dunkle Bildqualität). Gemäss einem YouTube Kommentar soll die US-Fassung zensiert und die VHS aus Südkorea, ausgerechnet in Gewaltmomenten, länger sein = «This isn't uncut.  It's missing the scenes where the kid friends are killed and the brother loses his leg.  You can see it if you search this.  강시소자 2 천외천소자天外天小子».

Montag, 22. Juni 2026

Buffalo Hsiung

Buffalo Hsiung

Story:

Ma (Lu Ping) kann im Restaurant nicht zahlen und wird verprügelt. Gerettet wird er von Shu Ling (Sally Chen Sha-Li) und den zwei Kung Fu kämpfenden Freunden Kao (Lung Tien-Hsiang) und Ken (Chen Hsin-I). Zwei Jahre später ist Ma zu einem Gangster-Boss mutiert. Ken und Kao haben auch für ihn gearbeitet. Als sie jedoch seine Taten nicht mehr gutheissen können, kommt es zur Trennung. Später wird Ken sogar von Ma getötet und Kao schwört Rache…

Meine Meinung:

Aka The Assignment. Von Buffalo Hsiung habe ich das bekommen, was ich mehr oder weniger erwartet habe. Der Plot war natürlich nichts Spezielles und nur Mittel zum Zweck. Den habe ich im Voraus studiert. Die Tatsache, dass der filmische Beitrag aus Taiwan von Hsu Tien-Yung (The Flying Dragon, The Demons in the Flame Mountain, The Red Phoenix) viele Kampfszenen bieten würde, war mir auch bewusst. Und das stimmt auch: es gibt in der Tat viele Kämpfe zu sehen und auf Klamauk wird eigentlich auch verzichtet.

Das sind schon Mal gute Voraussetzungen, denn es gibt genug Basher, die durch lahme Einleitungen oder störenden Klamauk glänzen. Der Film ist relativ kurzweilig, auch wenn der Plot selbst für meine Begriffe uninteressant ist. Und da kommen wir zum einzigen Problem des Filmes: mir waren die Figuren relativ egal und sie strahlten fast alle, wenig bis kein Charisma aus. Das war etwas schade. Einige der Entscheidungen der Figuren sind eigentlich auch nicht wirklich nachvollziehbar. Warum wird Ma vom Opfer selbst zum Schläger-Boss und anschliessend sogar zum Mörder?

Die Einzige, die etwas Gefühl und Emotionen in den Film bringt, ist Sally Chen Sha-Li (Silver Maid, Ma Su Chen). Die einzige weibliche Rolle im Film. Gegen sie enttäuschen die männlichen Darsteller um Lung Tien-Hsiang (The Snake Girl Drops In, Against Rascals with Kung Fu), Chen Hsin-I (Shaolin Heroes, File of Heroes) oder Lu Ping (Tiger, Snake Woman's Marriage). In den Kämpfen überzeugen sie und sind solide. Zudem sind die Kampfszenen auch übersichtlich gefilmt und in Szene gesetzt.

Fazit: Basher-Fans können einschalten!

Infos:

O: Nu Han Meng Niu

Taiwan 1974

R: Hsu Tien-Yung

D: Lung Tien-Hsiang, Chen Hsin-I, Sally Chen Sha-Li, Shih Ting-Ken, Chiang Nan

Laufzeit der indonesischen Betamax: 87:19 Min.

Gesehen am: 22.06.26

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor. Zum einen die holländische VHS von Polygram (Englischer Dub mit holländischen Subs) sowie die indonesische Betamax von Pan Video (Englischer Dub mit indonesischen Subs). Beide in Englisch und beide haben eine gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Sonntag, 21. Juni 2026

The Dark Alley

The Dark Alley

Story:

Boxer Wong (Wai Wang) gerät in die Machenschaften von Gangstern. Als er aus einem Kampf aus Thailand zurückkehrt muss er feststellen, dass seine Freundin entführt wurde…

Meine Meinung:

The Dark Alley stammt von Wu Heng. Ein vermeintlicher Basher, der Anfang der 70er entstand. Ein Film aus Taiwan und das ist überraschend, der im modern day Setting angesiedelt ist. Das sah der Fan schon eher selten in dem Genre. Wu Heng hat nur wenig Filme als Regisseur realisiert und ich kenne keinen davon. Leider hat mir The Dark Alley nicht wirklich gut gefallen, so dass der Film nicht Mal in die Filmsammlung aufgenommen wird. Zu durchschnittlich ist Wu Hengs Endergebnis ausgefallen.

Der Hauptgrund ist der Fakt, dass der Film vor allem in den ersten 60 Minuten einfach öde und langweilig ist. Dazu ist der Plot etwas wirr und der Film in der Zeitspanne mehr lahmes Drama, als echter Basher-Film. Ja, ich würde den Film als Mix aus Drama und Basher beschreiben. Nur im Finale driftet der Film dann, jedoch nur kurz, ins echte Basher-Setting ab und es gibt einige nette und harte Prügeleien. Aber leider ist das so schnell vorbei, wie es angefangen hat. Enttäuschend.

Wai Wang (Na Cha and the Seven Devils, Shadow Girl, Black Magic, Part II spielt den Helden. Jedoch taucht er teilweise auch lange ab, so dass der öfters lange nicht zu sehen ist. Die Frau seiner Träume, die vor dem Finale entführt wird, wird von Margaret Hsing Hui (My Son) verkörpert. Sie macht ihre Sache ordentlich. Der Rest ist klischeehaft, solide, nicht der Rede wert, nichts Spezielles. Allgemein sind, für mein Fachwissen, eigentlich keine wirklich bekannten Namen im Film involviert. Zwar ist noch Blacky Ko Shou-Liang gelistet, der dürfte aber nur eine kleine Rolle (wohl als Schläger oder so) spielen.

Fazit: In den ersten 60 Minuten zu langweilig und dramatisch, um Basher Fans befriedigen zu können!

Infos:

O: Hei Xiang

Taiwan 1972

R: Wu Heng

D: Margaret Hsing Hui, Wei Hung, Chiang Ming, Ko Hsiang-Ting, Wei Su, Chang Ping-Yu

Laufzeit der HK-VHS: 83:41 Min.

Gesehen am: 21.06.26

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Ocean Shores vor = Englischer Dub (nicht sonderlich gelungen), Vollbild statt Widescreen, wahrscheinlich Uncut, sehr gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Thirteen Worms

Thirteen Worms

Story:

Nachdem ein Meister (Chiang Kuang-Chao) ein menschliches Schachspiel gewonnen hat, versprechen die «13 Worms» (u.a. Shih Feng, Li Yi-Min, Wang Yu, Chang Peng-I, Liu Chu) inklusive einem «Beggar Boy» (Violet Pan Ying-Zi), eine entführte Prinzessin (Fong Wan-Wan) zu finden und zu befreien…

Meine Meinung:

Thirteen Worms wirklich wiederzugeben fällt nicht einfach, da bei diesem Film wirklich auch verständliche sprich englische Untertitel von Vorteil gewesen wären. Daher werde ich dem Film mit meiner Meinung sicher nicht gerecht. Der Film von Hou Cheng (The Fight for Shaolin Tamo Mystique) ist ein spezieller Mix aus Eastern, Komödie und Musical. Und letztere sollen für den Plot auch wichtig sein. Der Film ist zuweilen sehr drüber und abgefahren. Ich denke, Untertitel hätten geholfen, mehr Hintergründe zu verstehen (z.B. die Kannibalen im Inn) oder den Plot zu verstehen (die Lieder) oder den Film als lustiger zu empfinden. 

Dazu kommt, dass ich keinen der Schauspieler namentlich aus anderen Filmen kenne, wie das sonst oft der Fall ist. Das heisst ich konnte mich inhaltlich auch nicht einfach an Schauspieler XY orientieren. Der Film zeigt ggf. sogar einige phantastische Elemente, wobei ich in der Hinsicht nicht sicher bin. Sind die 13 Worms jetzt Menschen oder Spirits in menschlichen Körpern? Ich weiss es nicht ganz genau. Das menschliche Schachspiel war innovativ und erinnerte mich an One Armed Swordsman Vs. 9 Killers. Da wurde schon ein gewissen Aufwand betrieben, der cool war.

Die mir unbekannten Darsteller waren überzeugend. Obwohl ich Figuren im Bettler-Look nicht mehr sonderlich mag, machte Violet Pan Ying-Zi in der Hinsicht eine überzeugende Figur. Zum Humor kann ich teilweise nichts sagen, da erneut das Problem der fehlenden englischen Untertitel. Die Musik war teilweise aus dem Archiv und billig. Es gibt nur vereinzelt Schwertkampfszenen zu sehen. Im Vergleich zum Plot wenig und keine Einzige war wirklich herausragend. Wer also nur auf Action und (Schwert)Kampfszenen aus ist, sollte den Film meiden.

Fazit: Das VHS wird verkauft und eine 2. Sichtung als US-DVD (in Widescreen und mit englischen Subs) ist für die Zukunft angedacht!

Infos:

O: Shi San Tiao Chong

Taiwan 1970

R: Hou Cheng

D: Violet Pan Ying-Zi, Fong Wan-Wan, Chiang Kuang-Chao, Shih Feng, Li Yi-Min, Wang Yu, Chang Peng-I, Liu Chu

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:53 Min.

Gesehen am: 21.06.26

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von A-Joo Video Production vor = Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, Vollbild (und somit an den Seiten beschnitten), dürftige (unscharf) Bildqualität, leichte Schimmelsporen (Film lief dennoch einwandfrei). Das war ein Blindkauf während meines Südkorea Urlaubes. Erst danach gesehen, dass es davon eine Crash Cinema DVD in Mandarin mit englischen Subs inklusive Widescreen Formt gäbe. Und verständliche Subs wären bei dem Film sicherlich noch von Vorteil. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Mittwoch, 17. Juni 2026

The Valiant Ones

The Valiant Ones

Story:

Die Regierung hat ein Piraten- und Japanerproblem. Yu Da-You (Roy Chiao) wird beauftragt, mit Verbündeten (Pai Ying, Hsu Feng, Ng Ming-Choi) den Bösewichten (Sammo Hung, Han Ying-Chieh, Simon Yuen, Mars, Wu Chia-Hsiang) Einhalt zu gebieten und das Problem zu lösen…

Meine Meinung:

The Valiant Ones wurde zu Ehren von Pai Ying (Thousand Mile Escort, Yellow Killer, Hongkong Cop - Im Namen der Rache) angesehen. Der Star, der auch in vielen anderen Filmen von King Hu (Legend of the Mountain, Swordsman, Sons of Good Earth) vor der Kamera stand, starb Ende Mai dieses Jahres (27.05.26). Er spielte unter anderem in Dragon Inn den weisshaarigen Eunuchen und Endgegner. Eine Rolle, die z.B. Donnie Yen im Remake spielte. Zudem stand er auch in Ein Hauch von Zen vor der Kamera. Ich liebäugelte mit Dragon Inn (einer Neusichtung) oder einem der beiden ungesehenen King Fu Filmen, welche noch zur Verfügung standen: The Fate of Lee Khan oder The Valiant Ones. Und entschied mich für letzteren.

The Valiant Ones kann dabei nicht an die King Hu Filme Dragon Inn, Ein Hauch von Zen oder The Legend of the Mountain heranreichen. Das sind auch die bekannteren Titel und diese empfand ich, was ich davon noch weiss und spüre, als interessanter. The Valiant Ones hat seine Schwächen am Anfang und Mittelteil. Dort gibt es meiner Meinung nach doch auch viele lahme und eher uninteressante Passagen. Sprich Längen und auch die wenigen Kampfszenen überzeugen eigentlich noch nicht. King Hu arbeitet hier mit vielen Namen zusammen, die er auch in anderen Filmen einsetzte: Hsu Feng (Assassin), Roy Chiao (The Killer in White), Han Ying-Chieh (The Big Boss) und Sammo Hung (Paper Marriage).

Sammo Hung war auch für die Actionszenen zuständig. In kleinen Neben- und Gastauftritten sind noch spätere Stars wie Mars (Dragon Lord), Yuen Biao (The Young Master) sowie Yuen Wah (Shaolin Prince) zu sehen. Sammo Hung spielt den Hauptbösewicht als Japaner. Er macht das sehenswert. Und Pai Ying spielt den Helden und der, der sich Sammo Hung am Ende entgegenstellt. Das Duell der beiden war sehenswert. Auch die Kulisse. Optisch (Settings, Editing) sind diese, wie immer bei King Hu, überdurchschnittlich gut und originell. Von Hsu Feng hätte ich gerne mehr gesehen. Speziell war es, Simon Yuen (Against Rascals with Kung Fu) in einer eher ernsten Rolle zu sehen. Das letzte Viertel war das Highlight des Filmes, weil rasant, viel Action und keine Längen mehr.

Fazit: Solider King Hu Streifen, aber gehört definitiv nicht zu seinen besten Arbeiten!

Infos:

O: Zhong Lie Tu

HK, TW 1975

R: King Hu

D: Pai Ying, Roy Chiao, Hsu Feng, Ng Ming-Choi, Sammo Hung, Han Ying-Chieh, Simon Yuen, Mars, Wu Chia-Hsiang

Laufzeit der HK-Blu: 108:56 Min.

Gesehen am: 17.06.26

Fassungen: Mir lag die HK-Blu-Ray von Hong Kong Film Archive vor = Schuber, Booklet mit unzähligen Infos (auch in Englisch), Uncut, restaurierter 35mm Print (O-Ton mit festen englischen und chinesischen Subs). In England gibt es eine UHD und in Deutschland ist der Film als Die Mutigen auch auf Blu-Ray zu haben (mit weniger Bild, um feste englische & chinesische Subs nicht im Bild zu sehen). Dazu gibt es 19minütige Interviews mit Cast und Crew (auch mit englischen Subs).

Sonntag, 14. Juni 2026

The Flute Player of Wrath

The Flute Player of Wrath

Story:

Bei einem Treffen diverser Clan Führer der Martial Arts Welt soll ein Mitglied getötet werden. Dieser verschwindet jedoch vor der Tötung von der Bildfläche. Später wird er aufgespürt und vor die Wahl gestellt: nur einer darf überleben - seine Frau oder sein Sohn. Er entscheidet sich für den Sohn. Daraufhin muss er mit ansehen, wie seine Frau vergewaltigt und getötet wird. Danach wird auch er ermordet. Als aus dem Jungen ein junger Mann (Yeh Fei-Yang) wird, begibt sich dieser auf einen Rachefeldzug. Die Mörder seiner Eltern sollen sterben…

Meine Meinung:

The Flute Player of Wrath ist ein typischer Anfang der 80er Jahre Wuxia aus Taiwan. Ich dachte zuerst, dass es sich um einen Wuxia mit Meng Fei (Take the Rap, Eagle Flying in September, The Prodigal Boxer II) handelt, da er in mind. einer Filmdatenbank als Star des Filmes gelistet wird. Das ist aber nicht korrekt. Meng Fei spielt nicht mit. Das ist etwas schade, da ich ihn in solchen Filmen eigentlich immer gerne sehe. Der Cast des Filmes von Regisseur Liu Sung-Pai (Bruce Tuan's 7 Promises) ist mir bis auf zwei Gesichter unbekannt.

Wang Hsieh (Fury of a Virgin, The Invisible Terrorist, Right Overcomes Might) spielt eine kleinere Nebenrolle und Wei Ping-Ao (Calamity of Snake, 36 Super Kids, Counter Attack) ist mir zwar namentlich nicht bekannt, aber das Gesicht kenne ich aus anderen Filmen. Er spielte in unzähligen Produktionen mit. Er spielt auch nur eine kleine Nebenrolle und bringt eine Art Comic-Charakter in den Film, der ansonsten relativ ernst in Szene gesetzt ist. Yeh Fei-Yang (Snuff-Bottle Connection, The Shanghai 13, Scorching Sun, Fierce Winds, Wild Fire), der Held des Filmes, macht das solide.

Der Film gefällt durch den rasanten und temporeichen Plot. Der Plot, laut einem Douban Kommentar auf einer Gu Long Story basierend (was KI verneint, was aber nichts heissen muss), war weniger wirr als erwartet. Eigentlich relativ simpel. Eine Rachegeschichte. Natürlich wird im Finale der ein oder andere Twist aus dem Hut gezaubert, aber es geht in der Hinsicht auch schlimmer. Die Settings und Waffen haben mir gefallen und die Kampfszenen waren, was ich in der schlechten Bildqualität erkennen konnte, sehr fantasievoll gestaltet. Langweilig wurde es eigentlich nie und wer gerne 80er Jahre Wuxia aus Taiwan schaut, sollte sich den Film auf die Wunschliste setzen.

Infos:

O: Xue Yu Yuan Yang Duo Hun Di

Taiwan 1981, 1982 (je nach Quelle)

R: Liu Sung-Pai

D: Yeh Fei-Yang, Long Shao-Hua, Wei Ping-Ao, Tien Yeh, Lung Chuan-Jen

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 88:46 Min.

Gesehen am: 14.06.26

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von Sam Boo Production vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, Uncut, schlechte (sehr unscharf und dunkel) Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Freitag, 12. Juni 2026

Thousand Mile Escort

Thousand Mile Escort

Story:

Der König will das Land zugunsten der Tartaren verraten. Eine Liste mit Namen ist im Umlauf. Diese gerät an Pai (Pai Ying) und seinen Neffen. Auf ihrer Reise werden sie von Killern und Verrätern (u.a. Lo Lieh) angegangen…

Meine Meinung:

Thousand Mile Escort ist ein Eastern von Hsu Tseng-Hung (The Thundering Sword, One Armed Against Nine Killers, The Invincible Super Guy), der seine Karriere bei den Shaw Brothers startete. Der Film lag länger ungesehen rum. Als ich mich vor der Sichtung über den Film und Plot informierte, las ich vor allem, dass der Plot wirr und der Englische Dub furchtbar sei. Auch Video-Reviews zum Film bestätigten dies. Der Englische Dub von Thousand Mile Escort muss deutlich schlimmer, mieser und nervender sein, als bei den üblichen Englischen Synchronisationen solcher Filme.  In einem Review las ich z.B. folgendes Zitat: «I added a half-star for the lunatic fucking dub my copy has. For example: Irritating Child: "What is a traitor" Our Hero: "A traitor is a dirty motherfucking son of a bitch."».

Thousand Mile Escort ist kein Kracher. Auch meine Version hatte ein Defizit. Zum einen keine englischen Subs, aber vor allem handelte es sich auch nicht um einen Originalton Mandarin-Print. Es handelte sich, wie das leider hier da bei Tai Seng, PAN-ASIA und Co. üblich ist, um einen (neuen?) Kantonesischen Dub. Und das hörte sich auch seltsam und unpassend an, vor allem, da die Schreie im O-Ton belassen wurden. Sicherlich ist die Sichtung somit noch immer angenehmer als mit dem Englischen Dub, aber dennoch nicht 100% optimal. Daher werde ich die Fassung in der Form nicht in die Sammlung stellen, sondern mir in China noch eine Mandarin-Fassung suchen. Abgesehen von den Audio- und Untertitelproblemen hat der Film auch einige Hänger.

Thousand Mile Escort orientiert sich zu einem grossen Teil aus dem Japanischen Film Lone Wolf and Cub. Da kommen mir ansonsten nur The New Legend of Shaolin mit Jet Li und Haruschi – Das blanke Schwert der Rache mit Jimmy Wang Yu in den Sinn. In diesen wird auch aus der japanischen Manga-Verfilmung zitiert und die Helden reisen mit Kindern in der Gegend herum. Einige der Kampfszenen oder die Auswahl der Hauptwaffe von Pai Ying, erinnerte stark an das japanische Vorbild. Was den Plot angeht, kann man sich folgendes merken: Pai Ying (Assassin) = Held. Lo Lieh (The Big Boss Part II) = Bösewicht. Judy Lee (The Lady Constable) mischt auch noch mit. Die Actionszenen sind solide und es gibt mehrere sehenswerte Kampfszenen mit Waffen zu bestaunen.

Fazit: Hardcore-Eastern Fans können einen Blick riskieren, auch wenn kein Kracher…

Infos:

O: Yan Ba Chiu

TW, HK (je nach Quelle) 1976

R: Hsu Tseng-Hung

D: Lo Lieh, Pai Ying, Judy Lee, Michelle Yim, Miao Tian, Fang Mian, Fong Yau

Laufzeit der US-VHS: 85:00 Min.

Gesehen am: 12.06.26

Fassungen: Gesehen als US-VHS von PAN-ASIA = solide Bild- und Tonqualität ohne Subs, Uncut. Leider statt O-Ton Mandarin nur ein (neuer?) Canto-Dub. Bildformat ist ganz leicht breiter als Vollbild. Die HK-VHS ist in Mandarin und ohne Untertitel. Vollbild. Andere Fassungen sind zensiert (DVD aus Holland) oder nur Englisch Dubbed (USA). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Dienstag, 9. Juni 2026

Fight for Survival

Fight for Survival

Story:

Die Da-mo Bücher werden aus einem Shaolin Tempel gestohlen. Shi-pu-chun (Polly Shang-Kuan Ling-Feng), die Jahre lang im Kloster in Kung Fu ausgebildet wurde, macht es sich zur Aufgabe, in die weite Welt zu ziehen, um die gestohlenen Bücher zu finden und zurück in den Tempel zu bringen…

Meine Meinung:

Aka The Fight for Shaolin Tamo Mystique. Ich dachte früher immer, dass es sich bei Fight for Survival um ein «modern day» Setting handelt. Falsch gedacht. Der Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Hou Cheng (Unsubdued Furies, On the Waterfront, The Legend of Mother Goddess) ist im klassischen Shaolin-Kloster Setting angesiedelt. Fight for Survival hat mir gut gefallen. Vor allem Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng (A Girl Called Tigress, Bruce Kung Fu Girls, The Ghostly Face) dürften voll auf ihre Kosten kommen.

Dabei hat Regisseur Hou Cheng schon öfters mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng zusammengearbeitet. Nämlich in Filmen wie The Zodiac Fighters, Empress Dowager's Agate Vase, The Rangers oder Seven to One. Fight for Survival gehört sicherlich zu den besseren Zusammenarbeiten der beiden. Im Cast finden sich noch Namen wie Judy Lee (The Unique Lama), Elsa Yang (Island Warriors) oder Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco). Die haben alle drei jedoch eher wenig Screentime abbekommen. Dafür gibt es sehr viel Polly zu sehen!

Was ich mochte war die Tatsache, dass Polly Shang-Kuan Ling-Feng hier Mal in einem typischen Shaolin-Kloster Plot zu sehen ist inklusive Ausbildung. In der Zeit waren sonst nur Männer in solchen Rollen zu sehen (z.B. Jet Li in The Shaolin Temple). Warum nicht auch Mal eine Frau? Abgerundet wird der Film durch einige coole und fantasievolle (andere würden sagen trashige) Kampfszenen, da Polly sowohl einige ihrer Gegner ihre Beine oder Arme stark verlängern können. Das sorgte für einige sehr amüsante Kampfszenen. Einzige zwei Mankos: vor dem Finale hat der Film paar lahme Hänger und das Finale selbst hätte mehr Kämpfe vertragen dürfen.

Abgesehen davon aber jedem Polly Shang-Kuan Ling-Feng Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Da Zhang Men Chuang Shao Lin

Taiwan 1977

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Don Wong Tao, Yuen Si-Wo, Wen Chiang-Long, Chin Kang, Judy Lee, Elsa Yang

Laufzeit der US-VHS: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 09.06.26

Fassungen: Mir lag das US-VHS von CBS/FOX VIEDEO vor = Vollbild, Englischer Dub (mies), unbekannt ob Uncut/Cut, gute Bildqualität. Es scheint ggf. eine südkoreanische und taiwanesische VHS zu geben. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Mittwoch, 3. Juni 2026

Bruce Kung Fu Girls

Bruce Kung Fu Girls

Story:

Polly (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) und ihre vier Freundinnen (Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui, Ha Ying-Ying) helfen Pollys Onkel, der bei der Polizei arbeitet, in einem Fall. Sie sollen helfen, einen Dieb, der sich unsichtbar machen kann, zu fangen. Dazu reisen sie extra nach Hong Kong…

Meine Meinung:

Aka Five Pretty Young Ladies. Diese Mitte der 70er Jahre Produktion aus Taiwan hat mich gut unterhalten und Spass bereitet. Es handelt sich um eine harmlose Kung Fu Komödie mit Protagonistinnen, die aus «Charlie’s Angels» entstammen könnten. Der Plot ist simpel. Cool fand ich zwei Dinge, die den Film leicht von anderen Kung Fu Filmen aus der Zeit abheben: Zum einen das moderne Setting. Viele Eastern spielten zu der Zeit im klassischen Setting. Nicht so hier. Zum zweiten ist die Tatsache originell, dass leichte Sci-Fi Momente in den Plot einfliessen, da es sich auch um einen unsichtbaren Dieb handelt (kommt erst in der 2. Filmhälfte vor).

Der Film ist mehr oder weniger unterhaltsam. Die Kämpfe der Frauen machen Spass, da oft knappe, sexy Outfits. Das ist bewusst so gewählt. Die Frauen sind in Bruce Kung Fu Girls das starke Geschlecht und die Männer sind die Bösewichte oder Schwächlinge. Da war der Film dem heutigen Zeitgeist bereits voraus. Die fünf Kämpferinnen werden von Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui und Ha Ying-Ying gespielt. Die machen das sehr gut und harmonieren prächtig. Dabei waren vor allem Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Elsa Yang bekannte Namen in dem Genre. Polly darf sogar singen (sie war ja auch im echten Leben eine Sängerin).

Im Gegensatz zu den Mädels, die in vielen Genre-Filmen zu sehen waren (= Empress Dowager's Agate Vase, Deadly Silver Angels), sind die männlichen Kollegen unspektakulär und nur Mittel zum Zweck. Der Film ist nie ernst zu nehmen. Der Humor ist amüsant, aber nie dämlich oder unter der Gürtellinie angesetzt. Leider ist der Englische Dub nicht wirklich gelungen, passt aber hier und da zum Gezeigten. Ich denke dennoch, dass mir ein Mandarin Print mehr zusagen würde und der Film sicherlich noch lustiger wäre. Es wird u.a. während einem Camping-Ausflug, bei einer Feier mit Torten oder in einer Schwimmhalle gekämpft. Erst im letzten Viertel treten die fünf Kämpferinnen dann in engen Leder-Outfits auf. Diese Motive zierten etliche Cover und Poster zum Film. Gutes Marketing.

Fazit: Speziell Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang und Co. zu empfehlen!

Infos:

O: Wu Jiao Wa

Taiwan 1975 / 1977 (je nach Quelle)

R: Shih Ti

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui, Ha Ying-Ying,

Laufzeit der HK-VHS: 94:12 Min.

Gesehen am: 03.06.26

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed VHS aus Hong Kong von Ocean Shores vor = Statt Widescreen in Vollbild, schlechter Englischer Dub, solide Bild- und Tonqualität. Wahrscheinlich Uncut (Film harmlos, zu schneiden gäbe es nichts). Es gibt noch eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed). O-Ton Fassungen (mit/ohne Subs), eine deutsche Fassung wie auch DVD- oder Blu-Ray Versionen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Montag, 1. Juni 2026

Swordsman

Swordsman

Story:

Eine wertvolle Schriftrolle wird gestohlen. Wer die Inhalte dieser Schriftrolle kennt und umsetzen kann, der wird unbesiegbar sein. Der oberste Richter (Lau Shun) und seine rechte Hand (Jacky Cheung) machen es sich zur Aufgabe, die Schriftrolle zu finden. Dazu haben sie auch Dritte (u.a. Yuen Wah) beauftragt. Auch diverse Clans sind hinter dieser her. Ling Wu Chung (Sam Hui) sowie Kiddo (Cecilia Yip Tung) geraten in einer Färberei zwischen die Fronten der Parteien…

Meine Meinung:

Swordsman ist der Auftakt in eine dreiteilige Wuxia-Reihe mit fantasievollen Kämpfen, unzähligen Figuren und rasanter Wire-Work-Action. Obwohl die Dreharbeiten von Swordsman durch diverse Tatsachen chaotisch waren und zudem in die Länge gezogen wurden, wirkt das Endergebnis rund und zufriedenstellend. Je nach Datenbanken sind nämlich ganze fünf bis sechs Namen als Regisseure geleistet: Tsui Hark (The Blade), King Hu (Come Drink with Me), Ann Hui (The Secret), Andrew Kam (The Big Heat), Ching Siu-Tung (Duel to the Death) sowie Raymond Lee Wai-Man (Dragon Inn).

Tsui Hark wollte sein Idol King Ku auf dem Regiestuhl haben. Doch unterschiedliche Ansichten und Differenzen inklusive des Gesundheitszustands von King Hu sorgten dazu, dass dieser vor Beendigung des Filmes seinen Posten verliess. Dadurch wurde das Projekt vorübergehend auf Eis gelegt. Auf Druck von Produzenten und Investoren ging es später weiter und Tsui Hark sah sich gezwungen, selbst Regie zu führen. Da er jedoch noch in anderen Projekten feststeckte, wurden Ann Hui (sie half King Hu noch in Taiwan), Ching Siu-Tung (er sorgte für die Actionchoreographie), Raymond Lee Wai-Man & Andrew Kam angeheuert, damit sich Tsui Hark zeitweise auch anderen Produktionen widmen konnte.

Wie gesagt, dem Film sieht man diese "Störungen" nicht negativ an. Von den Originalszenen von King Hu soll nur sehr wenig Material im Film gelandet sein. Der Film wirkt in der Tat wie ein typischer 90er Jahre Wuxia à la Tsui Hark und Ching Siu-Tung. Es handelt sich bei dem Erstlingswerk der Reihe übrigens um eine Wuxia Literatur Verfilmung. Verfilmt wurde die Geschichte The Smiling, Proud Wanderer. Ob diese gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich diese nicht kenne. Swordsman sah ich seit fast 20 Jahren nicht mehr. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Der Film erreicht jedoch keine Kracher-Qualitäten. Dafür gab es die ein oder andere lahme Sequenz. Mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden war der Film auch zu lang.

Zudem gab es mind. drei Gesangsmomente, die ich zum Fremdschämen fand und die ich spulen musste. Da aber Sam Hui (The Private Eyes, Aces Go Places II, The Last Message) die Hauptrolle verkörperte (auch Sänger), war klar, dass er auch singen würde. Er bringt je nach Szene auch etwas zu viel Humor in den Film und ihm nehme ich den Action-Star nicht ganz ab, auch wenn er in der Hinsicht auch in anderen Filmen erfolgreich war (Dragon from Russia). Die Auftritte von Wu Ma (14 Blades) sowie Lam Ching-Ying (mit total billigem Fake-Bart) hätte man genau so gut streichen können. Die bringen kaum Mehrwert und werden gegen Ende als Flashback sogar nochmals unnötig wiederholt.

Wo der Film für mich nebst den rasanten und fantasievollen Actionmomenten überzeugte, war seine Wahl der Bösewichte. Yuen Wah (Iceman Cometh, Kung Fu vs. Acrobatic) war sehr solide und noch mehr Freude hatte ich Jacky Cheung (Bullet in the Head, Tiger Cage) sowie Lau Shun. Jacky Cheung passt mir manchmal gar nicht (z.B. Bullet for Hire). Hier war er aber von Anfang an stark, da er einen Bösewicht und die rechte Hand des Oberbösewichts spielt. Ohne humorvolle Slapstick-Einlagen. Und in dieser Rolle gefiel er mir ausserordentlich gut. So auch Lau Shun (The Ultimate Vampire), der am 29.06.26 verstorben ist. Er spielt den Eunuchen (in den deutschen Untertiteln als «oberster Richter») und Hauptbösewicht (und ich liebe das in dem Genre, wenn Eunuchen die Endgegner sind) und jede Szene mit ihm war ein Genuss. Die Färberei (welche fast wie ein abgelegenes Gasthaus wirkt) hatte zudem Dragon Inn, The Green Dragon Inn und Co. Vibes.

Fazit: 90er Jahre Wuxia-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Swordsman II

Infos:

O: Siu Ngo Gong Woo

HK, TW 1990

R: Tsui Hark, King Hu, Ann Hui, Andrew Kam, Ching Siu-Tung, Raymond Lee Wai-Man

D: Lau Shun, Jacky Cheung, Yuen Wah, Sam Hui, Cecilia Yip Tung, Lau Siu-Ming, Sharla Cheung Man, Fennie Yuen Kit-Ying, Wu Ma, Lam Ching-Ying

Laufzeit der deutschen DVD: 113:02 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / Neusichtung am: 01.06.26

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von e-m-s vor = reguläre HK-Fassung Uncut, in Deutsch/Kantonesisch mit deutschen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die Taiwan-Fassung (ZDF-Free TV, deutsche Blu-Ray von T&G Vision Film / Cargo Records, deutsche VHS-Fassungen) ist länger, aber die Erweiterungen sind bis auf eine Szene (blutige Handgelenkverletzung von einer Sekunde) vernachlässigbar. In Deutschland ist der Film als Meister des Schwertes veröffentlicht worden.

Sonntag, 31. Mai 2026

Fists of Kill

Fists of Kill

Story:

Pai Wu Tin (Dorian Tan Tao-Liang) bietet sich bei einem Lord (Ma Chi) als Bodyguard an und schafft es, diesen zu überzeugen. In Wahrheit ist Pai Wu Tin ein Undercover-Agent, der sich später mit Rebellen (u.a. Judy Lee) zusammen tut um den Lord und ausländische Elemente zu bekämpfen…

Meine Meinung:

Aka Fist of Kill. Aka Sunset in the Forbidden City. Fists of Kill scheint ein eher seltener Eastern zu sein. Man findet kaum Reviews zum Film und auch auf Letterboxd wurde der nur von vier Usern als «gesehen» markiert. Der Mitte der 70er Jahre Film aus Taiwan von Lin Pai hat mich leider nicht überzeugt, obwohl ich bei dem Genre meistens leicht zu befriedigen bin. Lin Pai hat nebst Fists of Kill nur zwei weitere (laut Filmdatenbanken) Filme realisiert. Mit anderen Worten war Fists of Kill wohl kein grosser Erfolg.

Der Plot selbst ist wenig originell, was aber auch nicht wirklich ein Kritikpunkt darstellt. Zumindest für mich nicht. Denn in Eastern sind die Plots selten kreativ. Was ich Fists of Kill ankreiden kann, ist die Tatsache, dass der Film in den ersten 60 Minuten einfach sehr langweilig ist. Kaum Kämpfe, sehr dialoglastig, uninteressante Szenen und von Dorian Tan Tao-Liang (General Stone, Drei wild wie der Teufel, Hand of Death) bin ich jetzt nicht der grösste Fan. Zumal er eben oft in Handlungsszenen zu sehen ist, und das ist nicht seine Stärke, zumal mir sein Dauergrinsen und seine Schmalz-Perücke auf den Keks ging.

Was diesen Zustand verschlimmbessert hat, war der ultramiese, sehr nervende Englische Dub. Da hier mehr als in anderen Eastern geredet wird, hätte ich bei einigem Dialogen, die so unglaublich schlecht wirkten (und unfreiwillig komisch), am Liebsten ausschalten wollen. Judy Lee (The Crane Fighter) darf dann erst im Finale richtig zulangen. In den ersten 60 Minuten hat es nur eine gute (kurze) Kampfszene, sondern wird der Zuschauer mit langweiligen Füllszenen «geschändet». Zwar gibt es im Finale (ab der 60 Minute bis zum Ende) viele Kampfszenen, aber diese konnten mich auch nicht mehr erfreuen, zumal ich kein allzu grosser Fan von Gruppenkampfszenen bin.

Fazit: Geschmackssache. Aufgrund der lahmen ersten Stunde und dem ultraschlechten Englischen Dub wird der Film nicht in meine Filmsammlung integriert!

Infos:

O: Ri Luo Zi Jin Cheng

Taiwan 1975

R: Lin Pai

D: Dorian Tan Tao-Liang, Judy Lee, Ma Chi, Chen Hui-Lou, Lung Fei, Li Ying, Shih Ting-Ken, Wang Ruo-Ping

Laufzeit der indonesischen Betamax: 84:53 Min.

Gesehen am: 31.05.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Loka Vision vor = Wahrscheinlich Uncut, Vollbild (Ausnahme der Vorspann, der in Widescreen gezeigt wird), Englischer Dub. Interessanterweise gibt es keine indonesischen Untertitel, was ich bei indonesischen Fassungen noch nie gesehen habe. Der Englische Dub ist leider grauenhaft schlecht. Am liebsten hätte ich ausgeschaltet. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2026). Da mir der Film nicht gefiel, wurde die Fassung nach England verkauft.