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Samstag, 16. Mai 2026

Total Recall

Total Recall

Story:

Bauarbeiter Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) plant einen Erinnerungsurlaub (implantiert und sich echt anfühlend). Doch es gibt Probleme und kurze Zeit später wird Douglas Quaid von diversen Personen (Sharon Stone, Michael Ironside, Michael Champion, Robert Costanzo) gejagt und muss um sein Leben kämpfen…

Meine Meinung:

Total Recall ist einer der besten Filme von Paul Verhoeven (Starship Troopers, Benedetta, Flesh + Blood) und mit Arnold Schwarzenegger (Running Man, Terminator 2: Judgment Day, Red Heat). Beide waren damals auf ihrem Karrierehöhepunkt und der Mix aus Sci-Fi und Action sorgt für pausenlose, spektakuläre und höchst abwechslungsreiche und amüsante Unterhaltung. Jede Szene mit Arnie ist ein Genuss. Bei Total Recall, der später ein unnötiges Remake erfuhrt, handelt es sich um einen Big-Budget-Blockbuster.

Der Film stellt praktisch von Anfang an bis zu seinem Ende eine Verfolgungsjagd dar, in der oft mit der Frage, ist das Gezeigte real oder nicht, gespielt wird. Kosten wurden keine gescheut und die Effekte (Raumschiffe, der Mars, Make-Up-Masken, Mutanten) sind sehenswert. Das nötige Kleingeld war vorhanden, was dem Film auch heute noch anzusehen ist. Für die spektakulären Make-Up Masken und blutigen Shoot-Outs war Maskenbildner Rob Bottin (Maniac, The Thing, Piranha, Deep Rising) zuständig. Allgemein ist der Film relativ blutig ausgefallen. Auch Sci-Fi Fans dürften aufgrund des Mars als Setting auf ihre Kosten kommen.

Die Actionszenen bestehen mehrheitlich aus (z.T. sehr blutigen) Shoot-Outs, Explosionen, Stunts, Verfolgungsjagden und kleineren Prügeleien. Arnold Schwarzenegger macht in den Actionszenen eine sehr gute Figur. So auch Sharon Stone (Nico, Nobody 2), die Sexappell in den Film bringt. Michael Ironside (Scanners, Watchers, Red Scorpion 2) gibt einen wunderbaren Fiesling ab. Ronny Cox (Beim Sterben ist jeder der Erste, Beverly Hills Cop) spielte auch in anderen Filmen von Paul Verhoeven mit (z.B. RoboCop). Allgemein sind es bekannte Namen und Gesichter, die ihm Film vor der Kamera stehen und sie überzeugen. Der passende Score von Jerry Goldsmith (The Omen, Rambo, Gremlins) ist ebenfalls toll.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Total Recall

USA 1990

R: Paul Verhoeven

D: Arnold Schwarzenegger, Sharon Stone, Michael Ironside, Michael Champion, Robert Costanzo, Rachel Ticotin, Ronny Cox, Marshall Bell, Mel Johnson Jr., Roy Brocksmith

Laufzeit der UK-DVD: 108:37 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Momentum vor = Kinofassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Untertiteloptionen. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Den Film gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray und UHD. Der Film wurde für die US-Kinofreigabe zensiert. Eine richtige Uncut Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2026).

Sonntag, 30. März 2025

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Story:

Zehn Jahre nach Terminator 2 - Tag der Abrechnung:

John Conner (Nick Stahl) und sein ehemaliger Jugendflirt Kate Brewster (Claire Danes) werden von einem neuen Terminator (Kristanna Loken) attackiert. Doch auch ein neues Modell der alten Terminator Serie (Arnold Schwarzenegger) kehrt in die Vergangenheit zurück, um die beiden zu beschützen…

Meine Meinung:

Es gibt Film-Reihen, auf dessen Fortsetzungen hätte verzichtet werden können. So auch auf Terminator 3 - Rebellion der Maschinen. Den Film, den ich, glaube ich, nur im Kino sah, konnte mich nicht mehr überzeugen. Der Film hat die Neusichtung nicht bestanden und fliegt aus der Filmsammlung. Der Film ist, vor allem im Vergleich mit den Vorgängern (Teile 1 + 2) eine Schande und leider wirklich nur ein lieb- und seelenloses 08/15 Kommerz-Filmchen aus Hollywood, welches sich z.B. von heutigem Marvel-Mainstream Schund nicht zu unterscheiden scheint. Schade!

Störte mich schon leicht im 2. Teil die Harmlosigkeit und der vor allem im Director’s Cut der zusätzlich gezeigte Humor, so haben es die Filmemacher im dritten Teil deutlich übertrieben. Der Humor und die Sprüche, gerade von einer Legende wie Arnold Schwarzenegger, sind peinlich, unlustig, unpassend, schlecht und unangebracht. Schon der Beginn des Filmes, in welcher Arnie an einer Ladies Night eine Bar betritt, um Kleidung zu finden, was zum Fremdschämen wie auch der lächerliche Gastauftritt von Earl Boen.

Der Cast war grösstenteils auch nicht wirklich toll. Sogar Arnold Schwarzenegger wird von einem schwachen Drehbuch, seinem Alter und vor allem den miesen Dialogen im Stich gelassen. Kristanna Loken kann nie das Charisma eines Robert Patrick entflammen und ihre Dialoge sind ebenfalls lächerlich. Am schlimmsten war ausgerechnet Nick Stahl als John Conner. Eine absolute Fehlbesetzung. Dröhnt sich zu, trinkt, in Selbstmitleid zerfressen. Welch Klischees. Und dann unglaublich schlecht und unglaubwürdig gespielt…

Es gibt nur zwei Dinge, die nicht schlecht waren. Die Action am Anfang war sehenswert. Damit meine ich vor allem die längere Verfolgungsjagd auf der Strasse. Da ging unglaublich viel kaputt, es gibt Crashs, diverse Explosionen. Das hat Spass gemacht. Das war cool. Und die zweite Tatsache ist, dass der Film, egal wie ungut der ist, er ist nicht langweilig. Der Schund unterhält, legt ein hohes Tempo an den Tag und in den 104 Minuten Laufzeit wird es eigentlich nie langweilig. Das macht den Film nicht besser, aber erträglicher.

Fazit: Eine Fortsetzung, die die Welt nicht braucht!

Gefolgt von: Terminator - Die Erlösung

Infos:

O: Terminator 3: Rise of the Machines

USA, Deutschland, Grossbritannien 2003

R: Jonathan Mostow

D: Nick Stahl, Claire Danes, Kristanna Loken, Arnold Schwarzenegger, Earl Boen

Laufzeit der deutschen DVD: 104:40 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: 18.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar = Deutsche DVD-Box mit den Teilen 1-3 plus jeweils eine Bonus-Disc. Zu Teil 3: Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Ich habe den Film auf Englisch mit Untertiteln gesehen.

Mittwoch, 26. März 2025

Terminator

Terminator

Story:

Ein Terminator (Arnold Schwarzenegger), eine autonome Killermaschine, wird in die Vergangenheit geschickt, um die Mutter des Feindes (Linda Hamilton), noch bevor dieser geboren wird, zu töten und damit die Zukunft zu ändern. Kyle Reese (Michael Biehn) wird ebenfalls in die Vergangenheit geschickt. Er soll den Terminator aufhalten und die Mutter beschützen…

Meine Meinung:

Nachdem James Camerons Spielfilmdebüt Piranha II: The Spawning zum kommerziellen Desaster wurde (dennoch für mich persönlich eine seiner besten Arbeiten), drehte James Cameron zwei Jahre später Terminator. Der Film wurde zu einem bahnbrechenden Hit und machte James Cameron wie auch den damals noch wenig bekannten Darsteller, Österreicher Arnold Schwarzenegger (Running Man, Commando, Red Heat), über Nacht zum Star. Unzählige, jedoch mehrheitlich unnötige Fortsetzungen, waren die Folge. Davor drehte James Cameron weitere Hits wie Aliens oder True Lies. Ein Mann, der wenig Filme drehte, aber praktisch alles war kommerziell erfolgreich. Terminator sah ich erstmals in meiner Kind- oder Jugendzeit. Der Film ist also mit nostalgischen Gefühlen verbunden.

In den letzten Wochen sah ich vor allem viele meiner ungesehenen Filme. Nach sechs Nächten auf Arbeit (ich arbeite als Nachtwache) hatte ich Lust, Terminator zu schauen. Den sah ich in den letzten Jahren immer auf Englisch (DVD aus Japan). Ich hatte aber Lust, den auf Deutsch zu schauen und muss nach der Neusichtung sagen, dass die deutsche Synchronisation absolut gelungen ist. Es war eine Wohltat, den Sci-Fi Klassiker aufzufrischen und anzusehen. Die Sichtung hat unglaublich viel Spass gemacht und Emotionen geweckt. In meinen Augen ist Terminator einer der besten Filme mit Arnold Schwarzenegger, der natürlich perfekt in diese Rolle passt.

Terminator erzählt eine simple aber unterhaltsame, spannende, technisch stark in Szene gesetzt und düstere Sci-Fi-Story. Der Plot ist quasi eine lange Verfolgungsjagd. Mensch gegen Killermaschine. Mit Themen wie der Künstliche Intelligenz (KI), aktueller denn je, war der Film und seine Zukunftsangst vor autonomen Maschinen mit künstlicher Intelligenz, die sich gegen die Menschen und ihre Schöpfer stellen, seiner Zeit voraus. Die Musik, nur schon im Vorspann, ist der Wahnsinn. Und die starken Effekte von Stan Winston (Congo, Wrong Turn, Predator) sind auch heute noch eine Wucht und toll anzusehen.

James Cameron bewies ein gutes Händchen beim Cast. Diese sind, bis auf die Nebenrollen, perfekt besetzt. Linda Hamilton, Michael Biehn (der danach, wie Lance Henriksen auch in Camerons Aliens mitwirkte), Lance Henriksen (House III, Harte Ziele, Pumpkinhead), Paul Winfield (White Dog) oder Earl Boen (Marked for Death, The Dentist) passen perfekt in ihre Rollen. Und der spätere Akte-X Star Brian Thompson (Nightwish) darf sogar zu einem der ersten Opfer des Terminators werden. 

Fazit: Zurecht ein wegweisender Klassiker und für mich der beste «Terminator»!

Gefolgt von: Terminator 2 - Tag der Abrechnung

Infos:

O: The Terminator

USA, Grossbritannien 1984

R: James Cameron

D: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Michael Biehn, Dick Miller, Lance Henriksen, Paul Winfield, Bess Motta, Earl Boen, Brian Thompson

Laufzeit der deutschen DVD: 102:45 Min.

Gesehen am: Kind- Jugendzeit / Neusichtung: 16.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar. Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs (Deutsche Synchro ist stark), nur DD 5.1 Re-Mix (mit scheinbar hier und da neuen Schuss- und Soundgeräuschen) und kein Original-Mono Ton (ich finde die Tonspur trotzdem gut). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Die jap. DVD habe ich entsorgt und die Hülle für die deutsche Disc gebraucht. Die Terminator Box gefällt mir nämlich optisch gar nicht (mehr) und vom 2. Teil will ich für eine Neusichtung die Kinofassung anschaffen. Den DC empfand ich nämlich in Vergangenheit als zu lang und die neuen Szenen als zu uninteressant. Und der dritte Teil könnte ggf. aus der Sammlung fliegen. Mit anderen Worten: die Box wird wohl entsorgt! 

Mittwoch, 21. August 2024

Der City Hai

Der City Hai

Story:

Sheriff Mark Kaminski (Arnold Schwarzenegger) willigt ein, sich Undercover in eine Mafia-Organisation einzuschleusen. Ihm wird versprochen, danach wieder beim FBI tätig sein zu dürfen. Ziel ist es, den Mafia-Boss Luigi (Sam Wanamaker) zu beseitigen…

Meine Meinung:

In dieser Mitte der 80er Jahre Dino De Laurentiis-Produktion (Halloween III: Season of the Witch, Amityville II: The Possession) nimmt es der damalige Action-Star Arnold Schwarzenegger (Commando, Running Man, Red Heat, Prey, Predator) gegen eine mafiöse Gangster-Organisation auf. Undercover-Einsatz. Wer klischeehafte 80er Jahre US-Actionfilme mag, wird den Film lieben! Ich sah Der City Hai, der deutsche Titel ist eine Anspielung an Cobra, der in D als Die City-Cobra veröffentlicht wurde, bisher nur einmal. Ich wusste nichts mehr. Der Film hat die 2. Sichtung bestanden.

Ich hatte am Film grosse Freude. Obwohl der Film auch viele Momente bietet, in denen es keine Action-Sequenzen zu bestaunen gibt, empfand ich den Film zu keiner Sekunde als langweilig. Ich mag solche Themen: FBI, Undercover-Cops, Maulwürfe, Mafia, One-Liners eines US-Actionhelden und alle die anderen Klischees, welches in diesen Actionfilmen vorherrschen. Das, was ich von dem Film von John Irvin erwartet habe, habe ich auch erhalten. Die Action und speziell die Shoot-Outs waren z.T. sogar blutiger, als ich diese in Erinnerung hatte. Im Finale gibt es mehrere Szenen, die an The Terminator erinnern (Disco Schiesserei).

Nebst Arnie haben auch die ganzen anderen Gestalten in ihren Rollen überzeugt. Toll gecastet. Die haben alle perfekt zu ihren Rollen, egal ob Cops, Gangster oder Spitzel gepasst. Das muss man den Amerikanern lassen: das konnten sie einfach perfekt! Die passenden Darsteller den passenden Rollenbildern zuordnen, damit das Gezeigte glaubwürdig wirkt. Da sind Namen dabei Robert Davi (Die Hard, The Expendables 3), Ed Lauter (True Romance, Death Wish 3), Darren McGavin (Dead Heat, Happy Hell Night), Joe Regalbuto (The Sword and the Sorcerer) oder Victor Argo (Taxi Driver, Bad Lieutenant).

Fazit: Fans von 80er Jahre US-Actionfilmen und Arnold Schwarzenegger absolut zu empfehlen!

Infos:

O: Raw Deal

USA, Holland 1986

R: John Irvin

D: Darren McGavin, Arnold Schwarzenegger, Paul Shenar, Sam Wanamaker, Kathryn Harrold, Ed Lauter

Laufzeit der deutschen DVD: 101:02 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 16.08.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Untertitel Optionen. Die deutsche Sprachfassung ist sehr gelungen. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Donnerstag, 13. Juni 2024

Commando

Commando

Story:

Gangster (Dan Hedaya, Vernon Wells, David Patrick Kelly, Bill Duke) entführen die Tochter (Alyssa Milano) von John Matrix (Arnold Schwarzenegger) um ihn zu erpressen. Er soll für sie einen Mord begehen. Doch Matrix sagt den Gangstern den Kampf an…

Meine Meinung (Director’s Cut):

Commando hat nostalgische Gefühle in mir ausgelöst. Daher war es schön, den Film nach so langer Zeit endlich Mal wieder zu schauen. Es liegen zwar noch immer ca. 750 Titel ungesehen rum (Zahl bleibt konstant auf dem Niveau), aber ich will abwechseln und auch vermehrt Filme schauen, welche ich vor langer Zeit schon Mal sah. Meinungen auffrischen. Commando ist ein US-Actionfilm aus dem Jahr 1985. Ein Film von Mark L. Lester (Showdown in Little Tokyo), der in den 90ern dann immer mehr ins B-Action-Genre abdriftete.

Commando darf sicherlich nebst seinen Filmen wie Showdown in Little Tokyo, Firestarter sowie Class of 1984 zu seinen besten und kommerziell erfolgreichsten Filmen gezählt werden. Commando, der in Deutschland als Phantom Kommando benannt wurde, ist der perfekte Film für den damaligen Action-Star der Stunde: Arnold Schwarzenegger (Red Heat, Predator). Der Film ist total auf Arnie zugeschnitten und Commando darf als eine seiner besten Arbeiten betrachtet werden.

Der Film bietet von der ersten Sekunde an rasante, abwechslungsreiche Action und der Unterhaltungswert ist einfach gross. Es gibt viel zum Schmunzeln und kultige Dialoge, die herrlich amüsant geraten sind. Es gibt tödliche Attentate, echte Explosionen, Verfolgungsjagden, Kämpfe und vor allem blutige Shoot-Outs. Den schwarzen Humor mochte ich («He's Dead Tired»). Köstlich! Fans von Arnold Schwarzenegger kommen voll auf ihre Kosten. Man muss die 80er Jahre und ihre Action-Filme aber mögen, damit Commando gefallen kann.

Auch der restliche Cast passt perfekt dazu, vor allem die Gangster gespielt von Namen wie Dan Hedaya (Alien Resurrection), Vernon Wells (Debt Collectors), David Patrick Kelly (The Crow) oder Bill Duke (Exit Wounds). Mit Bill Duke hat Arnie schon in Predator vor der Kamera gestanden. Als Kind ist der spätere Serien-Star Alyssa Milano zu sehen und Rae Dawn Chong (The Borrower) spielt die einzige grosse Frauenrolle im Film. Die Action ist übertrieben und teilweise brutal: blutige Shoot-Outs und die Gartenhaus-Szene wartet gar mit Splatterszenen auf. Es war schon ein besonderer Genuss, dass 2007 ein länger, härterer Director’s Cut erschienen ist.

Fazit: Klare Empfehlung für 80er Jahre Action- und Arnold Schwarzenegger-Fans!

Infos:

O: Commando

USA 1985

R: Mark L. Lester

D: Dan Hedaya, Vernon Wells, David Patrick Kelly, Bill Duke, Alyssa Milano, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der US-DVD: 91:46 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: 05.04.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von 20th Century Fox vor = Schuber, Kinofassung und DC-Fassung (weltweit erstmals), gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Exklusive Extras vorhanden. Inzwischen gibt es den Film in der DC-Fassung auch in Deutsch und auf Blu-Ray.

Montag, 25. Dezember 2023

Running Man

Running Man

Story:

Die USA im Jahr 2017:

Die USA werden von einem Polizeistaat regiert. Unliebsame Personen werden zu Unrecht verhaftet und/oder in die brutale aber beim Volk beliebte Reality-Menschenjagd-Show Running Man gesteckt, um vor wahren Problemen abzulenken. Auch Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) erleidet dieses Schicksal, doch während der Jagd durch Killer (Erland van Lidth, Gus Rethwisch, Professor Toru Tanaka) dreht er den Spiess um…

Meine Meinung:

Running Man ist eine Verfilmung von Stephen Kings Roman Menschenjagd, auch wenn der Plot recht verändert wurde. Der Film, der zudem an den deutschen Film Das Millionenspiel (1970) und dessen franz. Remake Kopfjagd - Preis der Angst (1983) erinnert, hat die 2. Sichtung bestanden. Ich sah den Film als Jugendlicher. Dazumal noch als schrottige Laser Paradiese DVD in Dialogen/Handlung zensiert. Ich sah den Film seither nicht mehr und konnte mich an kaum mehr was erinnern.

Running Man war mir daher weniger bekannt als andere Arnold Schwarzenegger (Red Heat, The Expendables, Prey) Filme, welche ich deutlich mehr sah (The Terminator 1 + 2, Total Recall, Predator, Commando). Menschenjagd habe ich erst vor paar Monaten gelesen. Bis auf den sozialkritischen Hintergrund, eine Reality-Show, den Einbezug der Zuschauer, der Täuschung der Zuschauer und den Namen der Hauptfigur (Ben Richards) wurde der Plot verändert. Man darf also keine 1:1 Verfilmung erwarten.

Der Film ist sehr auf Arnold Schwarzenegger zugeschnitten. Der Film ist mehr lustig, als brutal und für heutige Verhältnisse sehr harmlos. Die Gegner sind Comic-Charaktere: viel Overacting und übertrieben dargestellt, aber nicht unsympathisch. Arnold Schwarzenegger war dazumal auf dem Höhepunkt seiner Karriere und jede Szene und jeder Spruch passten perfekt zum Geschehen! Kein Wunder, war der Film erfolgreich. Richard Dawson als «Bösewicht» und Mann hinter dem sadistischen und falschen TV-Spiel war ebenso stark.

Und mit María Conchita Alonso hat man eine schöne Frau in den Plot integriert, so dass der Film teilweise fast wie ein Buddy-Movie anmutet. Die anderen Läufer an der Seite von Arnie waren mehr Kanonenfutter und daher auch egal, dass diese ausgeschieden sind. Aber María Conchita Alonso war sympathisch und hübsch. Im Buch kommt zwar vor dem Finale und im Finale auch eine Frau vor, die wichtig sein sollte, aber anders als im Film dargestellt. Was die Killer angehen stand Professor Toru Tanaka (Dead Heat) später erneut mit Arnold Schwarzenegger vor der Kamera. Und zwar in Last Action Hero. Die Action-Szenen bestehen aus Explosionen, Prügeleien, Verfolgungsjagden und unblutigen Shoot-Outs.

Fazit: Für Arnold Schwarzenegger Fans zu empfehlen!

Infos:

O: The Running Man

USA 1987

R: Paul Michael Glaser

D: Arnold Schwarzenegger, Erland van Lidth, Gus Rethwisch, Professor Toru Tanaka, Maria Conchita Alonso, Richard Dawson

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:41 Min.

Neusichtung am: 27.11.23

Fassungen: Mir lag für diese 2. Sichtung die deutsche Doppel-Blu-Ray von capelight pictures vor = Uncut (FSK16 absolut gerechtfertigt, Film für heutige Verhältnisse sehr harmlos), sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen oder englischen Subs. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Es handelt sich um die Original-Kinosynchro. Auf der 2. Disc sind viele Extras.

Mittwoch, 27. September 2023

The Expendables 3

The Expendables 3

Story:

Barney Ross (Sylvester Stallone), Anführer der Expendables, bekommt es mit einem ehemaligen Mitglied seiner Bande zu tun: Stonebanks (Mel Gibson). Um ihn zu schnappen wird ein neues Team (Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz) zusammengestellt. Doch damit hat Barney keinen Erfolg. Stonebanks kann entkommen und Barneys Team gefangengenommen. Barney und sein altes Team (Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li) plus neue Mitglieder und alte Bekannte (u.a. Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger) schicken sich nun an, Stonebanks zu beseitigen und die jungen Kollegen zu retten…

Meine Meinung:

Der dritte Teil der bisher gesamthaften doch eher durchschnittlichen The Expendables Reihe (nur der 2. Teil ist noch in der Sammlung) ist der bis dato schlechteste Teil der Reihe und nicht mehr empfehlenswert! Der Film von Patrick Hughes bietet dem Zuschauer nicht mehr das, wofür die Reihe eigentlich Mal stehen sollte (Anlehnung an die US-80er Jahre Actionfilme) und enttäuscht auf ganzer Linie! Der dritte Teil wird nicht in die Sammlung integriert und ist in Sachen Action, Abwechslung / Story, Screen-Time der Stars, coole Sprüche (es gibt im Ganzen nur einen wirklich coolen Dialog), Gewaltlevel und Effekte schlechter als seine beiden Vorgänger (The Expendables und The Expendables 2).

Die Laufzeit ist zu lang, die Story und einige Wendungen oder Vorgehensweisen der Figuren absolut unlogisch, das Einbringen der neuen, jungen 08/15 Expendables ein grosses Desaster während die alten Stars kaum zu sehen sind (Dolph Lundgren z.B.). Jason Statham (The Meg) bekommt auch weniger Actionszenen und Jet Li (The One) kommt nur am Ende ca. fünf Minuten zum Einsatz, nachdem er bereits im Vorgänger kaum zu sehen war. Sehr schade! Harrison Ford war okay, Wesley Snipes (Blade) auch aber Antonio Banderas (Assassins – Die Killer) hat mit seinem Klamauk extrem genervt (Film ist so oder so viel zu zahm, harmlos und pseudo lustig). Aus der Negativität ragt nur Mel Gibson (Lethal Weapon) als Bösewicht heraus. Ordentlich, solide.

Dank der PG-Rating Freigabe, um mehr Zuschauer in die Kinos zu locken, darf nicht auf blutige Action gehofft werden. Diese gibt es schlicht nicht. Die Actionszenen am Anfang und Mittelteil waren allesamt schlecht, langweilig und total billig in Szene gesetzt. Die Effekte (vor allem das viele CGI) sind nochmals verschlechtert worden im Vergleich zu den Vorgängern und konkurrieren schon mit den alten The Asylum Produktionen. Nur im langen Finale ist die Action besser inszeniert, aber um ehrlich zu sein, auch alles andere als grandios: es gibt kaum Abwechslung, kaum Kämpfe, unblutige Shoot-Outs.

Fazit: Der bisher schlechteste «Expendables»!

Gefolgt von: The Expendables 4

Infos:

O: The Expendables 3

USA, Frankreich 2014

R: Patrick Hughes

D: Sylvester Stallone, Mel Gibson, Glen Powell, Kellan Lutz, Ronda Rousey, Victor Ortiz, Dolph Lundgren, Jason Statham, Terry Crews, Randy Couture, Jet Li, Antonio Banderas und Wesley Snipes, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen: DVD: 126:13 Min.

Gesehen am: 2015

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche UT vorhanden. Gibt es natürlich auch auf Blu-Ray. DVD schon lange entsorgt/verkauft, da mir Film nicht gefallen hat.

Montag, 25. September 2023

The Expendables 2

The Expendables 2

Story:

Auftraggeber Mr. Church (Bruce Willis) lässt das Söldner-Team um die Expendables (Sylvester Stallone, Jason Statham, Dolph Lundgren, Terry Crews, Randy Couture, Liam Hemsworth) einen neuen Auftrag annehmen. Sie sollen einen Computer bergen, der den Aufenthalt von Aluminium preisgibt. Bösewichte (Jean-Claude Van Damme, Scott Adkins) sind hinter dem Aluminium her…

Meine Meinung:

Der 2. Teil hat mir nach der Neusichtung besser als der 1.Teil gefallen und bleibt in der Sammlung. Dinge, welche mich im 1. Teil störten (zu wenig Screentime der Stars, schreckliches Editing und Kameraführung, CGI-Blut), wurden hier sichtlich verbessert: Die Mehrheit der Stars bekommen mehr Screentime, schlechte CGI-Momente wurden reduziert (sieht man von der Szene mit dem Flugzeug im Finale Mal ab) und die Kameraführung ist viel übersichtlicher.

Allein die grandiose und lange Action-Sequenz, mit welcher der Film startet, lässt alle Actionszenen des Vorgängers weit hinter sich. Natürlich gibt es auch hier einige Abstriche zu machen. Ja, von Scott Adkins hätte man gerne mehr sehen dürfen und ja, auch Jet Li (Born to Defend) verabschiedet sich schnell aus dem Film, aber dafür gibt es mehr von Dolph Lundgren (The Demon Hunter), Bruce Willis (Last Boy Scout) und Arnold Schwarzenegger (Red Heat) zu sehen. Und Chuck Norris (Code of Silence) Cameo macht auch viel Spass! Und Jet Li darf vor seinem Ausscheiden auch mehr von seinem Können zeigen, als er dies im Ganzen 1. Teil tat.

Wo der Film bei neuen Gesichtern nebst Chuck Norris gefällt sind die neuen Bösewichte. Jean-Claude Van Damme (Harte Ziele) und sein Overacting machen viel Spass! Er ist immer dann am besten, wenn er sich nicht ernst nimmt. Scott Adkins (Undisputed IV Boyka Is Back) hätte zwar gerne mehr kämpfen und zeigen dürfen, was er kann, aber dennoch mochte ich ihn als rechte Hand von Van Damme. Am meisten erinnert mich die Rolle an seine Boyka-Rolle aus der Undisputed-Reihe. Sylvester Stallone und Jason Statham sind noch immer die eigentlichen Stars des Filmes während Dolph Lundgren etwas mehr zu einem Comic-Charakter geformt wird.

Nan Yu fügte sich gekonnt ins Geschehen ein, Liam Hemsworth ist zum Glück nach einer Weile nicht mehr zu sehen (und das waren auch die einzigen Szenen, die ich als unnötige Gefühlsduselei abtun würde, aber als Klischee mit dem Ausgang zu seinem Charakter, hat es mich während der 2. Sichtung weniger gestört als damals im Kino) und die Action-Momente sind zahlreich und abwechslungsreich: Explosionen, Verfolgungsjagden, blutige Shoot-Outs, Crashs, Panzer-Action, Kämpfe mit Messer und viel Ironie (kultige Sprüche von Arnie oder Willis, Norris Witze) machen den Film zu einem unterhaltsamen und actionreichen Vergnügen.

Fazit: Fans der alten Haudegen werden mit dem Film ihren Spass haben!

Gefolgt von: The Expendables 3

Infos:

USA 2012

R: Simon West

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger, Terry Crews, Randy Couture, Liam Hemsworth, Scott Adkins, Nan Yu

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 102:23 Min.

Neusichtung am: 19.09.23

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Splendid vor = Uncut, Deutsch/Englisch (mit deutschen Subs), sehr gute Bild- und Tonqualität.

Sonntag, 24. September 2023

The Expendables

The Expendables

Story:

Ein Söldner-Team (Jason Statham, Sylvester Stallone, Jet Li, Randy Couture, Terry Crews) soll auf einer Insel in Südamerika einen Diktator (David Zayas) ausschalten. Doch bald stellt sich heraus, dass der Feind jemand anderes (Eric Roberts, Steve Austin, Gary Daniels) ist…

Meine Meinung (Kinofassung):

Da noch diesen Monat der 4. Teil in die Kinos kommt, habe ich mir vorgenommen, die ersten zwei Filme nochmals zu schauen. The Expendables, eine Ansammlung von vielen Action-Helden und eine angebliche Hommage ans 80er Jahre Action-Kino, hat inzwischen auch schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel und bringt es bis dato auf drei Fortsetzungen. Mein Filmgeschmack ist strenger, vor allem auch, was neue US-Actionfilme angehen (siehe John Wick und Co.).

Leider hat mich The Expendables heuer nur noch wenig angesprochen, so dass der Film sogar aus der Sammlung fliegt. Warum? Die zwei Hauptgründe sind schnell genannt: das Editing und die Kameraarbeit sind mühsam, verwackelt, viel zu schnell und total unübersichtlich sprich nervend und macht die Action-Szenen kaputt. Das zweite passte ebenfalls in die Kategorie: billigste CGI-Effekte (z.B. die Blut-Szenen oder einige der miesen Greenscreen Hintergründe oder die Verbrennung von Steve Austin). Billiger geht es nicht…

Und diese Punkte, die Machart und Inszenierung der Action-Szenen sind im Grunde genommen keine Hommage an die guten alten 80er oder gar 90er, im Gegenteil. Dazu kommt, dass etliche der Stars zu kurz kommen und viel zu wenig Screentime haben. Verschenktes Potenzial, wenn ich da an Namen wie Jet Li (The Last Hero in China), Dolph Lundgren (The Mechanik) oder Gary Daniels denke. Am meisten Zeit bekommen Sylvester Stallone (Demolition Man) und Jason Statham (Death Race). Die Gastauftritte von weiteren Grössen wie Mickey Rourke (Angel Heart), Bruce Willis (Stirb langsam) oder Arnold Schwarzenegger (Predator) sind nett, aber der Rede nicht wert. Und was Namen wie Randy Couture oder Terry Crews im Film verloren haben, weiss ich auch nicht.

Der Plot ist Mittel zum Zweck und auf einige Gefühlsduseleien (Jason Statham und seine Film-Freundin) hätte gerne verzichtet werden dürfen. Auch wie mit Dolph Lundgrens Figur umgegangen wird, ist unglaubwürdig (soll im Extended Director's Cut etwas korrigiert worden sein) und schade.  Die Action-Szenen sind ok, aber nichts Besonderes. Eigentlich gibt es keine einzige Actionszene wo ich sagen würde, die ist wirklich super. Die Effekte und Kameraarbeit machen fast alles zunichte. Gegen Ende knallt es immerhin ordentlich: kurze aber immer zu schnell endende und übersichtliche Kämpfen im Wechsel mit vielen Shoot-Outs oder Explosionen. Immerhin langweilig ist die Nu Image Produktion definitiv nicht. Aber ein Film, der seine Fans eigentlich relativ unbefriedigt zurücklässt. Schade...

Gefolgt von: The Expendables 2

Infos:

O: The Expendables

USA 2010

R: Sylvester Stallone

D: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Dolph Lundgren, Eric Roberts, Randy Couture, Steve Austin, David Zayas, Charisma Carpenter, Gary Daniels, Terry Crews, Mickey Rourke, Bruce Willis, Arnold Schwarzenegger

Laufzeit der deutschen DVD: 99:44 Min.

Neusichtung am: 16.09.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Splendid vor = Uncut Kinofassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Inzwischen gibt es noch eine Alternativfassung = Extended Director's Cut mit alternativen und neuen Szenen. Figuren bekommen mehr Screentime, werden nun anders dargestellt, CGI Gore wurde entfernt wie auch die Feuer-CGI-Szenen. Beim Kampf Jet Li Vs. Dolph Lundgren ist das Editing leicht besser. Dazu gibt aber auch mehr Drama (Jason Statham und seine Freundin).

Dienstag, 9. Mai 2023

Red Heat

Red Heat 

Story:

 

Der russische Gangster Viktor (Ed O'Ross) flieht nach einem Mord an einem Polizisten aus Russland in die USA. Die Russen schicken Ivan (Arnold Schwarzenegger) los, um den Feind im Ausland zu finden. Unterstützung bekommt Ivan von dem amerikanischen Cop Ridzik (Jim Belushi). Ein ungleiches Duo auf der Suche nach einem Gangster…

 

Meine Meinung:

 

Viele der 80er Jahre Arnold Schwarzenegger-Klassiker sah ich lange nicht. Filme wie Commando, The Terminator, Conan - Der Barbar, Conan - Der Zerstörer, Der City Hai oder Running Man. Zeit, das zu ändern. Den Anfang machte Red Heat. Und da staunte ich erst Mal nicht schlecht: Ein Walter Hill (Ein stahlharter Mann, The Driver) Film! Ich wusste gar nicht (mehr), dass Arnie in einem Walter Hill Film mitspielte! Cool!

 

Walter Hill hat in der Zeit auch einige tolle Action-Filme wie Nur 48 Stunden, Und wieder 48 Stunden oder Trespass gedreht. Red Heat wirkt, zumindest in den städtischen Ghetto-Settings und Shoot-Outs sehr an die zwei Filme mit Nick Nolte und Eddie Murphy. Dies ist positiv gemeint. Red Heat ist ein sehenswerter 80er Jahre Action-Film und ein amüsantes Buddy-Movie. Wie in anderen Filmen dieser Art (z.B. Lethal Weapon) arbeiten auch hier zwei ungleiche Cops zusammen.

 

Ein Russe, ein Amerikaner. Vor Ort in den USA. Das regt, was Methoden, Schauspiel und Dialoge, angehen, zum Schmunzeln an. Arnold Schwarzenegger (Predator) war dazumal die perfekte Wahl für die Rolle des russischen Hünen. Aber auch Jim Belushi und seien flotten, frechen und für heutige Verhältnisse politisch unkorrekten Dialoge macht viel Spass. Unterhaltsames Duo! In Nebenrollen sind Gina Gershon (spielte in Im Körper des Feindes eine ähnliche Rolle) und ein junger Laurence Fishburne (Death Wish 2) zu sehen.

 

Die Settings sind toll. Der Film spielt nur zu Beginn und am Ende kurz in Russland. Danach folgt der Wechsel in die USA. Die Action-Settings sind authentisch. Auch die Gangster sind gut dargestellt und charakterisiert, wenn auch meist nur Kanonenfutter für unsere Stars. Die Action-Szenen bestehen aus kurzen Schlägereien, Verfolgungsjagden, Bus-Crashs- und Stunts (Finale) und vor allem aus blutigen Shoot-Outs. Zudem geht viel kaputt, wenn Gangster in Gegenstände fliegen. Cool!

 

Fazit: Toller 80er Jahre Actionfilm von Walter Hill und mit Arnold Schwarzenegger!

 

Infos:

 

O: Red Heat

 

USA, Ungarn 1988

 

R: Walter Hill

 

D: Ed O'Ross, Arnold Schwarzenegger, Jim Belushi, Peter Boyle, Gina Gershon, Laurence Fishburne

 

Laufzeit der deutschen DVD: 99:23 Min.

 

Neusichtung am: 15.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Deutsch/Englisch mit diversen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Dienstag, 6. September 2022

Prey Review


Prey

Story:

 

18. Jahrhundert:

 

Indianer (u.a. Amber Midthunder) bekommen es mit dem Predator (Dane DiLiegro) zu tun…

 

Meine Meinung (bezieht sich auf die Fan-Version Arnie Dub Patriarchy Edition):

 

Prey ist der neuste Film im Predator Universum und erzählt die Vorgeschichte, wie der Predator (oder der erste seiner Art) auf die Erde kamen. Im Amerika des 18. Jahrhunderts, in welchem vor allem noch Indianer über den Kontinent herrschten (aber im Film Englisch sprechen). Der Film hat im Vorfeld für leichten Gesprächsstoff gesorgt, da Woke-Inhalte und da nur via Streaming zu sehen d.h. Prey läuft weder im Kino noch dürfte es später eine DVD/Blu-Ray Ausgabe geben.

 

Ich kam nun zufällig in den Genuss, eine Fan-Made-Edition von Prey zu schauen: die Arnie Dub Patriarchy Edition. In dieser wurden 90% der Dialoge von Amber Midthunder (sie spielt die Heldin) durch Dialoge von Schwarzenegger ausgetauscht. Das hört sich zunächst ganz amüsant an, ist es aber nur bedingt. Erstes ist die Qualität dabei nicht besonders, zweites ruckelt die Aufnahme leicht und vor allem machen die Dialoge und Antworten unserer Heldin nun mehrheitlich keinen Sinn mehr.

 

Der Film spielt im 18. Jahrhundert und nun fallen Dialoge wie "Get to da choppa!" oder Worte wie "Terminator" oder "Motorcycle". Das passt dann nicht zur Zeitspanne, in welcher der Film spielt. Der Hund heisst in der Fassung übrigens Dillon (in Anlehnung an die aus Predator stammende Figur gespielt durch Carl Weathers) und folgendes wird am meisten aus Arnie Filmen zitiert: Bullshit! Cool war, was auch im Original Prey der Fall ist, dass die Original-Musik aus Predator auch zu hören ist. Andere Dialoge, die 1:1 entnommen wurden (z.B. "If it bleeds, we can kill it») fand ich unpassend und doof.

 

Zum Film an sich: der war besser als der letzte Predator (was auch nicht schwer ist). Abgesehen von der Holzhammer-Aussage (Mädel welches mit Axt nicht Mal einen Hasen trifft bezwingt den Predator und lässt alle Männer, die wenig sympathisch oder Ärsche sind, weit hinter sich) war der Film ok. Die Tier-Animationen waren teilweise gut (Bär), teilweise schlecht (Schlange) und bestanden fast nur aus CGI.

 

Es gibt Tier-Gore und der neue Predator und dessen Look gefallen. Für meinen Geschmack war er jedoch zu viel unsichtbar. Die Action-Szenen in der 2. Hälfte waren mir oft zu modern und zu schnell geschnitten. Vom Blutgehalt kommt der nicht ans Original ran, da zu schnell, modern, findet im off statt, zu wackelige Kamera. Einige Szenen waren auch billig und erinnerten an Superhelden-Filme (wie der Predator von Baum zu Baum springt) und wie der Predator am Ende besiegt wird, war enttäuschend.

 

Abgesehen davon schön gefilmt und tolle Settings und Kulissen. Cast war bis auf Amber Midthunder uninteressant, was aber einem schlechten Woke-Drehbuch und Dialogen geschuldet ist. Vor allem die 1. Filmhälfte bringt dies deutlich zum Ausdruck. Die 2. Filmhälfte ist dann weniger lahm, wobei ich den Film allgemein als nicht wirklich langweilig empfunden habe.

 

Fazit: Einmal schauen ok!  

 

Infos:

 

O: Prey

 

USA 2022

 

R: Dan Trachtenberg

 

D: Amber Midthunder, Dane DiLiegro, Harlan Blayne Kytwayhat, Geronimo Vela, Dakota Beavers, Mike Paterson, Stormee Kipp, Stefany Mathias

 

Laufzeit der Online Fassung: Ca. 99 Min.

 

Gesehen am: 22.08.22

 

Fassungen: Gibt es nur als Stream via Hulu. Ich sah die von einem Fan erstellte Fan-made Fassung namens Arnie Dub Patriarchy Edition. In dieser wurden 90% der Dialoge von Amber Midthunder durch Dialoge aus Arnold Schwarzenegger Filmen ersetzt. Funktioniert das? Nur mässig, aber dennoch konnte der Film in der Form geschaut werden. Immerhin kam ich somit in den Genuss, den Film gratis zu schauen (in der Schweiz sind Streamings oder Downloads vom Gesetz legal) da ich bei Hulu nicht Mitglied bin.