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Donnerstag, 13. Februar 2025

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers

Story:

Eine Gruppe von neuen Krankenschwestern, unter strenger Beobachtung von ihrer Vorgesetzten, erleben im Krankenhaus «feuchtfröhliche Zeiten» mit Patienten und Ex-Freunden, die sich, unter welchen Vorwänden auch immer, vor allem nachts, ins Krankenhaus schleichen oder sich als Patienten ausgeben…

Meine Meinung:

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers ist eine solide aber wenig spektakuläre Nikkatsu-Erotikkomödie im Krankenschwestern-Setting. Ich habe nicht wirklich viele Erotikfilme der Nikkatsu-Studios in der Sammlung. Und ich denke, nach Neusichtungen werden 90% dieser Titel verkauft/entsorgt werden. Mir gefallen eigentlich nur jene Titel, die auch einen Horror, Fantasy, de Sade (Woods Are Wet), Arthouse (Flower & Snake, Exzesse im Folterkeller) oder WIP (Fairy in a Cage) Bezug haben.

Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers ist einer von unzähligen Filmen im Krankenschwestern-Setting. So spielt der Film auch vor Ort. Der Film hat mich an die Shaw Brothers Komödie Carry On Doctors and Nurses erinnert, nur mit einer starken Zunahme von Nackt- und Sexszenen. Bei Nurse Girl Dorm: Sticky Fingers, der auch den Titel Nurse Girl Dorm: Assy Fingers trägt (passt aufgrund der einen Szene auch besser zum Film), handelt es sich um eine harmlose Erotikkomödie. Der Film bietet kaum Plot und mehr eine Aneinanderreihung von Sketchen.

Obwohl der Film Unmengen an nackter Haut und Sexszenen parat hält, ist der Film absolut nicht erotisch. Dies liegt vor allem an der humorvollen Note des Filmes. Das Gezeigte kann nicht ernst genommen werden, es ist übertrieben wie auch das Overacting sämtlichen Figuren. Und die Szenen sind repetitiv. Das heisst das Sehvergnügen ist langweilig, obwohl der Film nur knapp 60 Minuten läuft. Jun Izumi (Curse of the Dog God) spielt die Hauptrolle. Regisseur Yoshihiro Kawasaki hat mind. zwei Erotiktitel gedreht, welche vielleicht mehr meinem Geschmack entsprechen könnten (zudem grossartige Plakate): Hell in a Bottle (1986) sowie Madame de Sade: She Beast in Hell (auch 1986).

Fazit: Kein Kracher, aber Fans der Nikkatsu-Erotikfilme können dennoch einen Blick riskieren!

Infos:

O: Kango joshiryô: Ijiwaru na yubi

Japan 1985

R: Yoshihiro Kawasaki

D: Jun Izumi, Chiaki Kitahara, Yukari Takeshita, Reiichi Ibuki, Yoko Ishido

Laufzeit der US-DVD: Ca. 63 Min.

Gesehen am: Sept. 2014 / Neusichtung: 07.12.14

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Impulse Pictures vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Jap. O-Ton, englische Subs, Booklet. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).

Dienstag, 14. Januar 2025

Im Kloster der heissen Nonnen

Japanuary 2025

Im Kloster der heissen Nonnen

Story:

Runa (Runa Takamura) ist seit drei Jahren Nonne, nachdem ihre Freundin ihren Freund ausgespannt hat. Danach trat sie ins Kloster ein. Bevor sie sich nun auf eine Mission nach Afrika begibt, sucht sie ihre ehemalige Freundin und ihren Ex-Freund auf und gerät in ein Machtspiel aus falschen Versprechungen, Intrigen und Rache…

Meine Meinung:

Aka Cloistered Nun: Runa's Confession. Im Kloster der heissen Nonnen kaufte ich nur aufgrund des deutschen Trailers mit kultigem Sprecher. Leider war der Film enttäuschend. Ich ging aber auch z.T. mit falschen Erwartungen an die japanische Produktion von Nikkatsu von Regisseur Masaru Konuma, von dem ich schon einige kunstvolle und abwechslungsreiche Abenteuer in dem Genre sah (Flower & Snake, Female Prisoner: Caged!, Rope and Breasts), an die Sichtung heran. 

Leider hat mich Im Kloster der heissen Nonnen nicht sonderlich gefallen. Der Film ist mehr ein Genre-Mix aus Erotik, Komödie, Rachegeschichte und Intrigen (3er Beziehung). Der Film ist klar stellenweise zu lustig. Es wird nicht gefoltert, es gibt keine Horrorsequenzen und keine Effekte zu sehen. Die Nacktszenen sind weder erotisch noch wirklich schockierend. Abgeschwächt wird dies durch die Tatsache, dass fast alle Personen Dreck am Stecken haben und wenig sympathisch sind.

Die deutsche Synchronisation wertet den Film zusätzlich auf und einige optisch schöne, innovative und kunstvoll gefilmte Sequenzen kann ich dem Film nicht absprechen. Ich habe jedoch, fälschlicherweise aufgrund des deutschen Titels, einen Nunsploitation-Film erwartet. Der in einem Kloster spielt, mit Nonnen, Erotik und ggf. auch Folter- und SM-Sequenzen. Doch der Film spielt gar nicht in einem Kloster. In 2-3 Flashbacks sehen wir zwar den notgeilen Priester, wie er sich mehrfach an Runa vergreift, aber nie wirklich innerhalb des Klosters.

Und dabei haben gerade die Japaner einige tolle Filme in dem Setting gedreht, zum Beispiel den fantastischen und grossartigen School of the Holy Beast oder den in den westlichen Gefilden schier unbekannten Nuns That Bite, welch Geheimtipp und Genre-Mix, in dem sogar vor Kannibalismus nicht zurückgeschreckt wird. Mit Namen wie Aoi Nakajima (Village of Doom), Runa Takamura (Assault! Jack the Ripper), Nobutaka Masutomi (Female Market: Imprisonment), Shinsho Nakamaru (Debauchery), Yōko Azusa (Zoom Up: Rape Site) oder Kumi Taguchi (Wolf Guy) souverän besetzt, auch wenn die wirklich grossen Namen fehlen.

Fazit: Dieser Blindkauf hat sich leider nicht gelohnt!

Infos:

O: Shûdôjo Runa no kokuhaku

Japan 1976

R: Masaru Konuma

D: Runa Takamura, Aoi Nakajima, Kumi Taguchi, Shinshô Nakamaru, Yôko Azusa, Nobutaka Masutomi

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 73:49 Min.

Gesehen am: Jan. 2025

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Shamrock Media vor = Mediabook mit DVD, Blu-Ray und Booklet, Uncut, Deutsch/Japanisch mit Untertiteln, sehr gute Bild- und mittelmässige Tonqualität (Dialoge sind für meinen Geschmack zu leise abgemischt). Es gibt diverse Cover-Artworks. Meine Ausgabe ist auf 200 Stück limitiert (ich habe Nr. 6).

Samstag, 11. Januar 2025

Guts of a Virgin

Japanuary 2025

Guts of a Virgin

Story:

Eine Foto-Crew verirrt sich und muss nachts in einem abgelegenen Haus übernachten. Dort folgen sexuelle Abenteuer, bevor die Crew von einem Monster dezimiert wird…

Meine Meinung:

Guts of a Virgin ist der Auftakt der legendären «Schund-Reihe» um die «Guts Trilogy», wie sie nun neu in England veröffentlicht wurde. Das Cover-Artwork war mir schon seit Jahren bekannt. Meine Recherche zeigt, dass ich jedoch in Jugendjahren, wie es scheint, nur den dritten Teil sah (es ist jedoch keine Erinnerung mehr vorhanden). Ich sah vor paar Monaten/Jahren beim Kumpel einige Szenen aus Guts of a Virgin. Via DVD oder VHS aus Holland. Ich ging ohne grosse Erwartungen an den Film von Kazuo 'Gaira' Komizu.

Kazuo 'Gaira' Komizu, Regisseur des legendären Guzoo, dessen Battle Girl: The Living Dead in Tokyo Bay ich auch mochte, wollte statt ewiger «Erotik» und Sex-Produktionen einen Mix aus Splatter und Sex drehen. Die Produzenten fanden die Idee gut und gaben Kazuo 'Gaira' Komizu Idee grünes Licht = die «Guts Trilogy» war geboren und wurde zu einem vollen Erfolg (lief durch Nikkatsu vertrieben in den japanischen Kinos). Ich denke, nebst Guzoo sind das die bekanntesten Werke, die Fans auch ausserhalb Japans kennen und mit Regisseur Kazuo 'Gaira' Komizu in Verbindung bringen.

Der Film von Kazuo 'Gaira' Komizu, dessen «Gaira» sein damaliger «Künstlername war, läuft, wie es oft im japanischen «Erotikfilm» der Fall war, angenehme 72 Minuten. Der Film, der Mitte der 80er Jahre entstand, erinnert inhaltlich vor allem an das US-Slasher-Kino. Das ist nicht abwegig, so gibt Kazuo 'Gaira' Komizu im Bonusmaterial der 88 Films Disc (es handelt sich um ein neues Interview) an, ein Fan des Hollywood-Kinos zu sein. Gut möglich, dass er sich da als Jugendlicher und junger Mann von Freitag der 13. und Co. inspirieren liess.

Im Vergleich zum US-Slasher/Backwood-Film gibt es hier jedoch mehr (expliziten und eigentlich auch unnötigen) Sex und paar schweinische Perversitäten (z.B. befriedigt sich eine Frau mit einem abgetrennten Arm selbst) zu sehen. Die Kameraarbeit empfand ich teilweise als künstlerisch (Arthouse mässig werden auch interessante Interpretationen als Sinnbild für das Gezeigte eingeblendet) und es gibt auch paar charmante und handgemachte Splatter-Effekte zu sehen, die genau nach meinem Geschmack getrickst waren. Nur das "Monster" war enttäuschend: ein Mann, der mit Schlamm bedeckt wurde. Etwas, was sich in der Fortsetzung ändern sollte. Der 1. Teil endet offen, aber speziell.

Fazit: Nicht uninteressanter «Schund»!

Gefolgt von: Guts of a Beauty

Infos:

O: Shojo no harawata

Japan 1986

R: Kazuo 'Gaira' Komizu

D: Kizuki Saeko, Hagio Naomi, Kawashima Megumi, Tsuruoka Osamu, Katou Daiki

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 72 Min.

Gesehen am: Jan. 2025

Fassungen: Mir lag die Gaira's Guts Trilogy aus England von 88 Films vor = alle drei Teile Uncut in einer Box, Japanischer O-Ton, englische Subs, exklusive Extras, Booklet, Wendecover. Zu Guts of a Virgin = als Bonus gibt es ein neues Interview mit dem Regisseur. Da stellt sich heraus, dass er in seinen 20ern ein linker Intellektueller war, wie es scheint. Er spricht nicht wirklich viel über den Film. Mehr über die damalige Lage und politische Themen. Interessant. Fogging-Zensur ist in allen drei Filmen vorhanden. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend, absolut fantastisch. Eine solch unglaublich tolle Bildqualität habe ich wirklich nicht erwartet! Wer den Film Uncut und in Deutsch (oder in Japanisch mit Subs) schauen möchte, muss zur österreichischen Disc von Shock Entertainment greifen. Da kostet aber schon alleine der 1. Teil mehr als die ganze Trilogie aus England zusammen, zumindest auf Schweizer Online-Shops.

Donnerstag, 5. September 2024

Debauchery

Debauchery

Story:

Ami (Ryôko Watanabe) fühlt sich lustlos und gelangweilt. Um ihre Ehe und ihr Sexleben aufzuwerten, sucht sie im Nachtleben Tokyos (mit unzähligen Männern und in diversen Clubs) neue Erfahrungen…

Meine Meinung:

Die Nikkatsu-Studios haben unzählige Erotikfilme realisiert. Damit waren sie über mehrere Jahre, mit Star-Schauspielerinnen und Star-Regisseuren, erfolgreich. Man denke da an Titel wie Flower & Snake, Woods Are Wet, Women in Heat Behind Bars, In den Krallen der Yakuza, Female Market oder Exzesse im Folterkeller oder neuere Werke wie Antiporno von Sion Sono. Ich habe nur eine kleine Anzahl solcher Filme in der Sammlung und ich denke, dass die Mehrheit nach Neusichtungen aus der Filmsammlung ausscheiden werden.

Der Anfang macht Debauchery aus dem Jahr 1983 von Regisseur Hidehiro Itô mit Ryôko Watanabe in der Hauptrolle. Wie fast alle diese Filme lief der Film, Nikkatsu hatte strenge Vorgaben zu Laufzeit und Anzahl Sex- und Erotikszenen, nur 70 Minuten. Den Plot empfinde ich als sehr lahm und uninteressant. Zudem auch wenig originell. Ich denke, dass ist ein Motiv, welches oft in dem Genre zu sehen war, auch wenn ich die Mehrheit der Filme nicht kenne.

Dafür präsentiert der Film viele Erotikszenen. Dafür passt der dünne Plot perfekt. Heute würde man von einem style over substance Faktor sprechen. Ja, es gibt einige erotische, stimmungsvolle oder überraschende Szenen (Spinne), aber im Grossen und Ganzen ist Debauchery langweilig und belanglos, auch wenn schön gefilmt, die Darstellerinnen alles andere als hässlich sind und die Akteure ihren Job auch glaubhaft spielen.

Aber wenn nicht irgendwie noch ein Horror-, Serienkiller- oder Lagerfilm-Bezug/Setting herrscht, sind die Dinger für mich erstmal relativ uninteressant. Und daher fliegt Debauchery auch aus der Sammlung…

Fazit: Nikkatsu-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Ryôshoku

Japan 1983

R: Hidehiro Itô

D: Ryôko Watanabe, Tatsuya Nanjô, Shinshô Nakamaru

Laufzeit der US-DVD: 70:05 Min.

Gesehen am: Dez. 2012 / Neusichtung am: 08.06.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Impulse Pictures vor = Booklet, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut (hier da und Fogging-Zensur). Eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2024).

Montag, 15. Januar 2024

Flower & Snake 3

Japanuary 2024

Flower & Snake 3

Story:

Toyama (Hideaki Nagai), ein Geschäftsmann, weigert sich, seinem ehemaligen Geschäftspartner Tashiro in Not zu helfen. Dieser lässt als Rache Toyamas Ehefrau Shizuko (Minako Ogawa) und dessen Schülerin Mitsuko (Mariko Kajikawa) entführen…

Meine Meinung:

Nach den ersten beiden sehenswerten Filmen (Flower & Snake, Flower and Snake 2) ist die Fortsetzung leider enttäuschend ausgefallen. Der Film ist fast mehr ein Remake als eine neue Idee/Fortsetzung. Der Film vermisst das Niveau, den Anspruch, die Klasse, die Qualität, die Erotik und den schwarzen Humor der Vorgänger. Alles ist grundsolide, aber mehr nicht.

Natürlich gibt es viel nackte Haut und Schweinereien. Aber das regt im Zuschauer wenig. Wirklich erotisch/ästhetisch waren vielleicht ca. zwei ganze Szenen im ganzen Film. Klar zu wenig. Der Rest ist belanglos soll heissen wenig sehenswert, wenig erotisch und wenig schockierend. Mehr langweilig und übertrieben. Dem Zuschauer egal. Das liegt auch daran, dass die Figuren nicht interessieren.

Visuell ist der Film zusätzlich lahm und der Plot, obwohl eigentlich wenig Längen bei der kurzen Laufzeit von 71 Minuten, uninteressant. Minako Ogawa (Female Market), Star des Filmes, hat weder die Klasse, noch das Schauspiel und das Charisma ihrer Vorgängerinnen Kaori Asô und/oder Naomi Tani. Auch der restliche Cast ist überschaubar. Flower & Snake 3 ist solide, aber kein Film, der aus der Masse herausragt und daher fliegt der Film aus meiner Sammlung.

Fazit: Besser die Vorgänger schauen. Nur für Nikkatsu-Sammler interessant!

Aka Flower & Snake 5 - Domestication

Gefolgt von: Flower & Snake 4

Infos:

O: Hana to hebi: Shiiku-hen

Japan 1986

R: Shôgorô Nishimura

D: Minako Ogawa, Yuri Yau, Sadami Sakamoto, Mariko Kajikawa, Yûichi Minato, Hideaki Nagai, Shin'ichi Satô

Gesehen am: April 2008 / Neusichtung am: Jan. 2024

Laufzeit der HK-DVD: 71:05 Min.

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Panorama vor = solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gibt es von Japan Shock in Österreich auf DVD (Japanisch mit deutschen Untertiteln). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2024).

Samstag, 13. Januar 2024

Female Market

Japanuary 2024

Female Market

Story:

Frauen werden entführt. Das Ziel: sie auf dem Schwarzmarkt (in Afrika) zu verkaufen. Dafür werden sie trainiert, erniedrigt und gefoltert, damit den Frauen ihr Willen gebrochen wird. Doch eine Frau denkt an Flucht. Ob es ihr gelingen wird?

Meine Meinung:

Female Market bekam ich vom Kumpel geschenkt. Den Film fand ich jedoch relativ mässig, wenig interessant und vor allem, trotz seiner kurzen Laufzeit von nur 68 Minuten, langweilig. Mitte der 80er Jahre hatten die Nikkatsu-Produktionen definitiv nicht mehr das Budget und die Klasse älterer Produktionen wie Flower & Snake und Co. Das geringe Budget sieht man dem Film vor allem in den Settings an.

Der Film von Yasurô Uegaki hat kaum Plot. Es dauert bis zur ca. 50.-55. Minuten, bis etwas Plot erklärt wird und die Handlung einen kleinen Verlauf einlegt. Zuvor wird nur gefoltert, erniedrigt, vergewaltigt. Alle Frauen willigen ein bis auf zwei. Eine davon ist jene, die dann zusammen mit einem Typ, der drogenabhängig ist, flüchtet und ihr Infos Preis gibt. Ziemlich lahm, wie auch das total unspektakuläre Finale. Von Regisseur Yasurô Uegaki kenne ich noch Female Teacher: In Front of the Students. Der dürfte nach einer 2. Sichtung auch aus der Sammlung fliegen.

Ansonsten war Yasurô Uegaki vor allem im Erotik-Film zu Hause. Auch die «Stars» waren vor allem im Erotik-Kino der Nikkatsu-Studios zu sehen. In Filmen mit Titeln wie Wife to Be Sacrificed, Slave Contract, Beast-Man (Wolf), Subway Serial Rape, Beautiful Teacher in Torture Hell, Young Lady Ashiya: Sacrifice, Female Bank Teller: Rape Office, Wife Collector oder Rope Torture. Wer abfährt, wie Frauen missbraucht und erniedrigt werden, wird in Female Market voll auf seine Kosten kommen. Ich fand die Szenen wenig abstossend, da selbstzweckhaft, aber fand die Szenen auch alles andere als «erotisch».

Fazit: Langweilig, billig und uninteressant! Nur ultimativen Nikkatsu-Erotik-Fans/Sammlern zu empfehlen…

Infos:

O: Ryôjoku mesu ichiba: kankin

Japan 1986

R: Yasurô Uegaki

D: Kaori Asô, Minako Ogawa, Kayo Kiyomoto, Tatsuya Aoki, Nobutaka Masutomi

Laufzeit der holländischen VHS: 68:36 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die holländische VHS von Japan Shock vor = Uncut, Widescreen, O-Ton, englische Subs, gute Ton- und Bildqualität. Gibt es von Japan Shock auch auf DVD (sogar mit deutschen Subs). Eine Blu-Ray und eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Jan. 2024).

Donnerstag, 11. Januar 2024

Teenage Yakuza

Japanuary 2024

Teenage Yakuza

Story:

Yoshio (Toshio Sugiyama) und Jiro (Tamio Kawachi) sind gute Freunde und wohnen in einem kleinen Dorf. Beide träumen vom Studieren. Dies ändert sich, als sich die Yakuza im Dorf breit macht. Yoshio und Jiro kämpfen dagegen an mit der Folge, dass Yoshio verkrüppelt und sein Vater totgefahren wird. Yoshio schliesst sich daraufhin selbst der Yakuza an, welche Jiro noch immer zu bekämpfen versucht…

Meine Meinung:

Teenage Yakuza ist der bisher beste Film der 1. Disc der UK-Edition «Seijun Suzuki: The Early Years, Vol. 1 - Seijun Rising: The Youth Movies» und hat mir klar besser gefallen als The Boy Who Came Back und The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass. Ich mochte die 50er Jahre Stimmung, die Kleinstadt-Atmosphäre, in welcher jeder jeden kennt, die schicken Schwarzweiss-Bilder und den dramatischen Plot um Freundschaft, den Aufstieg in der Yakuza und was das für negative Folgen mit sich bringt. Ganz leicht hat mich das an spätere Heroic Bloodshed Filme aus Hong Kong erinnert.

Der Film hat eine angenehme Laufzeit von nur ca. 71 Minuten. Somit gibt es keine Längen. Die Figuren werden authentisch dargestellt und die Schicksale der Figuren sind dem Zuschauer nicht gleichgültig. Somit ist eine Spannung vorhanden und der Plot fesselt. Wo steuert dieser hin? Wird es am Ende ein Happy End geben? Das Einzige, was ich kritisieren kann, ist das Ende. Das ging dann zu schnell, Schlag auf Schlag und wie es dazu kam, wurde dann gar nicht gezeigt.

Der Cast aus dazumal vielen Jungdarstellern der Toei-Schmiede haben ihre Sache gut gemacht. Toshio Sugiyama (Story of a Prostitute, Savage Wolf Pack) und Tamio Kawachi (Gozu, Gappa, the Triphibian Monster) spielen die zwei Freunde, Asao Sano (Kagero-za, Fighting Elegy) der Nudelverkäufer und die Sängerin Midori Tashiro dessen Tochter, die auf Jiro abfährt und ihn «cool findet», da er sich gegen die Yakuza auflehnt. Midori Tashiro war ein Jugendidol und in der Zeit, vor allem in Liebesfilmen und Dramen, gern gesehen.

Die wenigen Action-Momente, paar Schlägereien, sind unspektakulär in Szene gesetzt. Einige Kämpfe sogar sehr dilettantisch und theatralisch. Hauptaugenmerk liegt weniger auf der Action und den Yakuza-Inhalten, sondern mehr an der Tatsache, was das Auftauchen der Yakuza für die Gemeinschaft bedeutet. Ebenso für jene, die sich dafür und dagegen stellen und wie auch ihr Umfeld ggf. daran leidet. Und wie Freundschaften zerstört werden können. Die Musik passt zum Setting: Balladen und Rock ’n’ Roll dominieren das Geschehen.

Fazit: Nicht uninteressantes Jugenddrama und Frühwerk von Seijun Suzuki (Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!, Zigeunerweisen, Youth of the Beast, Branded to Kill, Tokyo Drifter oder Yumeji)!

Infos:

O: Hai tîn yakuza

Japan 1962

R: Seijun Suzuki

D: Toshio Sugiyama, Tamio Kawachi, Midori Tashiro, Asao Sano

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 71 Min.

Gesehen am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die UK-Box von Arrow Video namens Seijun Suzuki: The Early Years, Vol. 1 - Seijun Rising: The Youth Movies vor. Nebst Teenage Yakuza sind folgende Filme im Set enthalten (DVD und Blu-Ray): The Boy Who Came Back, The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass, The Incorrigible und Born Under Crossed Stars. Alle Uncut, restauriert, im O-Ton und mit englischen Subs inklusive Wendecovern. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2024).

Donnerstag, 12. Oktober 2023

Cyclops



Horroktober 2023

Cyclops

Story:

Ein mysteriöser Typ mit Sonnenbrille verfolgt eine junge Frau, Ärzte untersuchen die Leiche einer Nackten, eine gebärende Frau wartet im Spital auf ihre Entbindung. Am Ende folgt ein Blutbad…

Meine Meinung:          

Cyclops hat auch die 2. Sichtung bestanden und verständliche Subs machen auch den Anfang und Mittelteil interessant, da endlich was verstanden. Bisher gab es nämlich keine Fassungen mit deutschen oder englischen Untertiteln. Bisher gab es nur Fassungen in Japanisch oder Kantonesisch. Der Film ist für Fans von Filmen wie Guzoo, Gakidama, Biotherapy oder Conton zu empfehlen. Der Kurzfilm läuft nur ca. 50 Minuten. Der Film von Regisseur Jôji Iida (Battle Heater, Another Heaven) ist typisch für die damaligen Direct to Video Kurz-Splatterfilme dieser Zeit.

Wert wurde vor allem auf Effekte, Schleim, groteske Verwandlungsformen und Co. gelegt. Da kamen doch teilweise Die Fliege oder Das Ding aus einer anderen Welt Vibes auf. Zwar muss damit bis zum letzten Viertel zugewartet werden, doch das Warten lohnt sich! Die Effekte sind wirklich der Wahnsinn und eine solche Pracht und Fantasie und Innovation können fast nur aus Japan kommen. Die Splatter- und Mutations-Szenen haben definitiv Anime-Charakter. So, als ob Cyclops eine Anime-Verfilmung wäre…

Aber auch davor gelingt es dem Film, eine sonderbare Stimmung und Atmosphäre zu generieren. Dafür sorgen nicht zuletzt das Overacting einiger Figuren, die Darstellung von obskuren Charakteren wie dem Sonnenbrillen tragenden Mann oder Mad-Scientist-Motive inklusive einiger Nackt-Szenen, die in Verbindung mit dem Genre und Schulmädchen, die im Film auch hier und da zu sehen sind, die perfekte Mischung bieten, welche Fans des Genres von Cyclops erhoffen und erwarten können. Erwartungen sollten dennoch angepasst werden, damit es keine allzu grossen Enttäuschungen gibt (Effekte = erst vor und im Finale).

Fazit: Für Fans von Filmen à la Biotherapy, Conton und Co. zu empfehlen!

Infos:

O: Kikuropusu

Japan 1987

R: Jôji Iida

D: Mayumi Hasegawa, Kai Atô, Kazuhiro Sano, Yoshimasa Kondô, Yôko Higashino

Laufzeit der österreichischen Blu-Ray: 52:05 Min.

Gesehen am: April 2015 / Neusichtung am: Horroktober 2023

Fassungen: Für eine 2. Sichtung lag mir die deutschsprachige Blu-Ray von Cinestrange Extreme vor. Daneben gibt es auch den O-Ton Japanisch. Als Untertitel gibt es zwei Optionen (Deutsch oder Englisch). Die Bildqualität ist, mit Ausnahme des Anfanges, als gut zu betiteln. Der Ton hingegen rauscht. Das Mediabook ist nett umgesetzt worden, so auch das Booklet mit Hintergrundinfos. Als Extras gibt es u.a. ein kurzes Interview mit dem Regisseur (Japanisch mit deutschen Subs). Das VHS aus Japan habe ich inzwischen dem Kumpel geschenkt. Der Film ist in Deutschland offiziell noch verboten (die HK-LD), daher wurde die Blu-Ray über Österreich veröffentlicht.

Freitag, 20. Januar 2023

Exzesse im Folterkeller Review

 

 

Japanuary 2023

Exzesse im Folterkeller

Story:

 

Mörder und Vergewaltiger Genpei (Shôhei Yamamoto) vergewaltigt die Ehefrau (Yûko Asuka) von Professor Yasuhisa Chino (Hiroshi Nawa) vor dessen Augen. Diese wird daraufhin schwanger. Dies stürzt die Beziehung später ins Verderben: Yasuhisa kann dies nicht verkraften und macht seine Frau zum Sündenbock. Er erniedrigt sie, lässt seinen Frust an ihr aus, bis er sie in den Suizid treibt. Viele Jahre später: aus dem jungen Tatsuya (Shun Domon) ist nun ein junger Mann geworden, der die sadistischen Gedanken und Leidenschaften seines wahren Vaters in seiner DNA spürt. Im Keller hält er sich entführte Frauen, die er erniedrigt, missbraucht und nicht selten auch tötet. Als sein wahrer Vater auftaucht und sich Tatsuya seiner Freundin öffnet, eskaliert die Situation…

 

Meine Meinung:

 

Exzesse im Folterkeller aka Star of David: Beauty Hunting aka Beautiful Girl Hunter ist ein in Deutschland noch immer verbotener Film, den ich seit Jugendzeiten (Gorebauern-Zeiten) nicht mehr sah. Es handelt sich um einen Erotikfilm der Nikkatsu-Studios und um eine Manga-Verfilmung (Graphic Novel von Masaaki Sato). Ich habe erwartet, dass der Film nach Neusichtung aus der Sammlung fliegt.

 

Bis auf ein-zwei Details (S/M-Bondage-Szenen und Gräueltaten des 2. Weltkrieges als Masturbationshilfe) konnte ich mich nicht mehr an den Film erinnern.  Nun sah ich den Film erneut und zum ersten Mal in der deutschen Synchronisation. Diese ist wirklich toll, aufwändig und wertet das Gezeigte auf. Eine richtige Qualitäts-Synchronisation, wie sie dazumal in Deutschland nicht selten üblich war.

 

Was soll ich sagen? Nach der Neusichtung war ich begeistert: so gut und kunstvoll hatte ich den Film von Norifumi Suzuki gar nicht in Erinnerung. Klar, der hat schon einige tolle Filme wie The Killing Machine (Sonny Chiba), Shogun’s Ninja (Henry Sanada), Girl Boss Guerilla (Reiko Ike), Sex and Fury (Christina Lindberg) oder School of the Holy Beast (wohl der beste Nunsploitation Film überhaupt) gedreht, aber Exzesse im Folterkeller ist ja nochmal ein ganz anderes Kaliber = Schön gefilmt, klassische Musik, interessanter Plot/Grundidee (De Sade und Die 120 Tage von Sodom Ansichten), stark gespielt und einfach unglaublich fies, pervers und sadistisch!

 

Dazu gibt es keine Längen, da im Schnitt alle zehn Minuten neue Perversionen dem Zuschauer Freuden entlocken und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Zudem auch schön abwechslungsreich (nur blutig wird es kaum). Andreas Bethmanns gibt auf seiner Skala acht von zehn Peitschen (in seinem Buch Deep Wet Torture Handbook) in Sachen "Qualität" und seine Wertung ist definitiv gerechtfertigt. De Sade selbst hätte Freude gehabt am gezeigten und gelebten Sadismus.

 

Bunta Sugawara (Street Mobster, Cops Vs. Thugs, Battles Without Honour and Humanity) ist mir nicht aufgefallen. Er, der sonst mehr im Yakuza- und Gangster Genre Zuhause ist, soll einen Gastauftritt absolvieren. Der restliche Cast war toll, glaubhaft, mutig und motiviert dabei! Nebst Lone Wolf & Cub Teil 4 - Die tätowierte Killerin, Flower and Snake 2 und Soul of Bruce Lee bisher einer der besten Filme, welchen ich an diesem Japanuary sah! Positive Überraschung!

 

Infos:

 

O: Dabide no hoshi: Bishôjo-gari

 

Japan 1979

 

R: Noribumi Suzuki

 

D: Shôhei Yamamoto, Yûko Asuka, Hiroshi Nawa, Shun Domon

 

Laufzeit der österreichischen DVD: 99:55 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die Uncut-DVD von Raptor aus Österreich vor = in einer Szene am Ende Fogging Zensur, sonst Uncut, Deutsch/Jap. mit Subs. Die deutsche Sprachfassung ist qualitativ hervorragend und lohnenswert. Nicht so jedoch die Bildqualität: zu dunkel, zu unscharf. Im heutigen Zeitalter ungenügend. Blu-Ray Alternativen gibt es von Shock DVD Entertainment (Österreich) oder von Impulse Pictures (USA). Der Film steht in Deutschland aktuell noch auf der Verbotsliste. Nachtrag 21.08.23: Für eine Neusichtung lag mir nun die Blu-Ray von Shock Entertainment vor = Deutsch/Jap. mit Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Diese wird dem künstlerischen Film nun mehr gerecht. Als interessante Extras gibt es Auszüge aus dem Manga und ein exklusives Interview mit dem Produzenten des Filmes, dessen Hintergrundinfos spannend sind und ich nicht wusste (z.B. dass Regisseur Noribumi Suzuki von Toei abgeworben wurde). Bunta Sugawara und sein Gastauftritt sind mir diesmal aufgefallen (Autofahrt). Er spielt nicht den Vergewaltiger-Vater, wie es an einem Ort im Netz zu lesen war. Wer den mit der grossartigen und kultigen deutschen Synchro schauen möchte, kommt um die Ösi-Blu-Ray nicht herum!