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Dienstag, 5. Mai 2026

Nazareno Cruz and the Wolf

 

Nazareno Cruz and the Wolf

Story:

Nazareno Cruz (Juan José Camero) wird als siebtes Kind geboren. Als er die schöne Griselda (Marina Magali) kennen und lieben lernt, erscheint Nazareno später der mysteriöse Fremde (Alfredo Alcón). Dieser verspricht ihm Macht und Reichtum, wenn er von Griselda ablässt. Kommt Nazareno dem nicht nach, wird er als Werwolf sein Dasein fristen. Nazareno glaubt den Geschichten des Fremden nicht und bleibt seiner Griselda treu. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Nazareno Cruz and the Wolf ist ein Mitte der 70er Jahre Werwolf-Film aus Argentinien und basiert auf einer Idee, die zunächst als Hörspiel konzipiert war. Und diese Idee soll angeblich auf einer Folklore aus Paraguay basieren. Der Film ist in Argentinien sehr bekannt und gilt als Klassiker. Ausserhalb Argentiniens widerfuhr dem Film weniger Erfolg und Anerkennung. Mir gefiel der Film nicht wirklich. Der Film wirkt wie ein Mix aus Werwolf-Film, Musical, Märchen, Komödie, Arthouse und wie ein Theaterstück.

Der Film wirkte mit seinen nur 86 Minuten deutlich länger. Es gab Längen und der Film ist alles andere, als eine Mainstream-Produktion. Das Schauspiel mutet öfters laienhaft und theatralisch an. Der Film war mir oft zu laut, zu windig (Dauerwind) und zu hysterisch (Protagonisten, die am Schreien sind). Die Musik oft auch unpassend. Einige Stücke stammten wohl wirklich aus einer Oper und Operngesang in nun wirklich nicht meins. When A Child Is Born, welches ich bisher nur aus Mondos kannte (Magia Nuda), passte da schon besser zur Surrealität seiner Szenen.

Die Darsteller sind mir allesamt unbekannt. Der Plot ist nicht gradlinig. Zu oft verliert sich der Film in ellenlangen Nebensequenzen, unbedeutenden oder sich wiederholenden Bildern. Hier und da gibt es einige stimmungsvolle oder interessante Aufnahmen zu sehen. Eine Art Darstellung der Hölle im letzten Viertel war nicht uninteressant. Der hier und da durchsickernde Klamauk gefiel mir nicht, passte aber zum Film als Ganzes. Wer auf Monster- und Werwolf-Effekte hofft, sollte diese Erwartungen gleich wieder im Keim ersticken. Als «Werwolf» dient ein normaler Wolf, der gefilmt wurde.

Fazit: Sicher stark Geschmackssache, aber Nazareno Cruz and the Wolf war definitiv nicht mein Fall…

Infos:

O: Nazareno Cruz y el lobo

Argentinien 1975

R: Leonardo Favio

D: Juan José Camero, Marina Magali, Alfredo Alcón

Laufzeit der US-Blu: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 05.05.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films vor (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt und es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Donnerstag, 2. April 2026

Blood Tea and Red String



Blood Tea and Red String

Story:

Krähen-Kreaturen erstellen eine Puppe. Dieser nähen sie ein Ei in die Aushöhlung. Maus-Kreaturen wollen die Puppe kaufen, doch die Puppe steht nicht zum Verkauf. Also stehlen die Mäuse-Kreaturen in einer nächtlichen Aktion die Puppe. Die Krähen-Kreaturen bemerken am Tag danach den Diebstahl und machen sich auf den Weg, ihre Puppe zurückzuholen…

Meine Meinung:

Ich glaube mit Ausnahme von Who Fears the Devil hat keiner der Filme aus Severin Films Boxset (siehe Fassungen) Stop-Motion-Effekte zu bieten. Blood Tea and Red String ist ein künstlerischer Stop-Motion Film. Ein privates und intimes Werk seiner Macherin Christiane Cegavske, die 13 Jahre gebraucht hat, den Film fertigzustellen (ihre Arbeit wird bis ins Detail auf ihrem Instagram Account bebildert dargestellt). Für eine Blu-Ray Collection ist ein solches Werk genau das richtige, auch wenn ich diverse Feedbacks übertrieben finde (der Film wird bereits als «cult film» betitelt und mit David Lynchs Arbeiten vergleichen).

Der Film, der nur knappe 71 Minuten läuft, ist was Effekte, diversen Puppen und Kreaturen angehen, sehr fantasievoll. Ein fabelhaftes (harmloses) Märchen. Der Film bietet keine Dialoge und ausser Regisseurin Christiane Cegavske selbst, die nur am Anfang und am Ende als "Mensch" zu sehen ist, sind keine weiteren Darsteller mit dabei. Es gibt eigentlich kaum Plot. Vieles ist unklar und es gibt Raum für Interpretationen. Im Bonusmaterial der Blu-Ray gibt es ein Q&A, als Christiane Cegavske ihren Film am Indie Scream Online Film Festival gezeigt hat. Vielleicht gäbe es dort spannende Hintergrundinfos und Antworten.

Jedoch konnte mich der Film und Inhalt nicht fesseln, nicht abholen und nur selten wirklich begeistern. Daher werde ich auf die Sichtung des Extras verzichten. Der Plot ist dünn, viele Szenen sind repetitiv und es tun sich, selbst für die kurze Laufzeit, Längen auf. Die Maus-Kreaturen mochte ich persönlich nicht. Cool war die Spinne (trauriges Ende) und noch besser waren die Krähen-Kreaturen. Die Tonspur (viele Tiergeräusche) war seltsam und aussergewöhnlich. Selbst meine Katzen haben hier und da in Richtung der Heimkino-Boxen geschaut, aufgrund der sonderbaren Tierkommunikation- und Tonkulisse.  

Fazit: Geschmackssache. Auf jeden Fall viel Arbeit und Fleiss, der da drinsteckt. Nur schon dafür gibt es Anerkennung! Aktuell ist Christiane Cegavske mit ihrem nächsten filmischen Projekt beschäftigt. Der Titel lautet Seed in the Sand und den Teaser, den sie auf Instagram gepostet hat, sieht zumindest schon Mal interessant aus.

Infos:

O: Blood Tea and Red String

USA 2006

R: Christiane Cegavske

D: Christiane Cegavske

Laufzeit der US-Blu: Ca. 71 Min.

Gesehen am: 02.04.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, diverse Extras (Vorstellung und Q&A mit der Regisseurin). Gibt es in Deutschland unter dem Originaltitel auch auf DVD.

Mittwoch, 4. März 2026

November

 

November

Story:

Estland im 19. Jahrhundert, im November und zu Zeiten der Pestgefahr:

Für das einfache Volk, Bauern und Dorfbewohner sind es schwere Zeiten. Zwar helfen die Kratts bei der Arbeit, doch nicht selten verlieren Menschen ihre Seele, um mit dem Teufel zu Geschäften und sich Vorteile zu erhoffen. Liina (Rea Lest) verliebt sich in Hans (Jörgen Liik). Dieser hat jedoch nur Augen für die Tochter (Jette Loona Hermanis) des Barons (Dieter Laser). Da beschliesst es Liina mit einem Zauber…

Meine Meinung:

November, in wunderschönen Schwarzweiss-Bildern gedreht, basiert auf dem Roman Der Scheunenvogt (Rehepapp ehk November) von Andrus Kivirähk. Einem Roman, der als unverfilmbar galt. Den Film, den ich via Severin Films Box All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 sah, ist ein Mix aus Romann-Verfilmung, Folklore, Märchen und Arthouse-Film. Ob der Roman 1:1 übernommen und verfilmt wurde, weiss ich nicht, da ich diesen nicht kenne.

Regisseur Rainer Sarnet hatte die Idee zum Film bereits im Jahr 2005. Es dauert jedoch bis 2014, ehe der den Film drehen konnte (innerhalb von 60 Tagen zwischen 2014-2016). Ich sah mir den Film ohne jegliches Vorwissen an. Optisch sind die Bilder ein Genuss und zuweilen sehr stimmungsvoll. Absolut zum Geniessen. Der Fantasy- und Märchen-Anteil ist ebenfalls sehr hoch. Ich hätte gerne etwas mehr von den Kratt gesehen. Die Kratt sind die «Kreaturen», die in der estnischen Folklore aus Gegenständen zusammengebaut und dann dank einer Seele Leben eingehaucht bekommen. Diese könnten direkt (optisch) aus einem Horrorfilm stammen.

Es geht jedoch primär nicht um die Kratt. Inhaltlich könnte ich fast von einem Style over Substance Faktor sprechen. Mit einer Laufzeit von fast 120 Minuten war mir der Film jedoch zu lang, der Plot zu dünn, der Humor unpassend und die Figuren und deren Schicksale (eine tragische Love-Story gibt es obendrein) uninteressant. Das ist schade. Die Dramatik und Tragik färben nicht auf den Zuschauer ab, da die Figuren einem nichts an Herz wachsen, auch wenn ich das Ende, da kein Happy End, doch mochte. The Human Centipede Star Dieter Laser ist hier in einer kleinen Nebenrolle und übrigens in seiner letzten Rolle zu sehen, bevor er kurze Zeit später starb.

Fazit: Optisch toll, sonst weniger mein Fall.

Infos:

O: November

Estland, Polen, Holland 2017

R: Rainer Sarnet

D: Jörgen Liik, Dieter Laser, Katariina Unt, Rea Lest, Mari Abel, Arvo Kukumägi, Jaan Tooming, Jette Loona Hermanis

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 119 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray von donau film / ALIVE (Uncut, Deutsch/Estnisch mit deutschen Subs).

Donnerstag, 15. Januar 2026

The Ninth Heart


The Ninth Heart

Story:

Student Martin (Ondrej Pavelka) macht es sich zur Aufgabe, eine Prinzessin (Julie Juristová), die unter einem Bann eines bösartigen Magiers (Juraj Kukura) leidet, zu retten…  

Meine Meinung:

Nach Beauty and the Beast der zweite Titel von Juraj Herz in Severin Films Box-Set All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. The Ninth Heart ist ein Ende der 70er Jahre Märchen, welches eine spätere Neusichtung verdient. Denn nicht alles an The Ninth Heart hat mir gefallen. Ich bin aber sicher, dass mir der Film bei einer zukünftigen Sichtung mit angepassten Erwartungen mehr zusagen wird. Der Film, dessen Intro toll anzusehen ist (gezeichnete Animationen mit Herzen und Skeletten), hat seine schwächste Phase in den ersten 30-45 Minuten.

Zwar werden in dieser Zeitspanne die Figuren eingeführt, aber abgesehen davon kommt der Plot kaum zum Zug. Es findet kein Verlauf statt und speziell der Humor in diesen Szenen nervt und auf Dauer kommt Langeweile auf. Die Darsteller um Ondrej Pavelka, Anna Malová oder Josef Kemr machten jedoch einen glaubwürdigeren Eindruck als jene, die in Beauty and the Beast zu sehen waren. Auch Juraj Kukura als böser Zauberer gefiel, während die Prinzessin, gespielt von Julie Juristová, etwas blass charakterisiert wird und abfällt. Das Ende war in der Hinsicht auch vorhersehbar, aber dennoch schön.

Die besten Momente hat der Film im letzten Viertel. Wenn sich Martin ins Schloss und die wundersame «Unterwelt» und «Kammern» des Magiers begibt, sind das durch und durch sehenswerte, fantasievolle, märchenhafte und stimmige Sequenzen und Settings, die es lohnt, mehrfach zu entdecken. Diesen verdankt es der Film auch, dass ich mich später an eine sichere Zweitsichtung wagen werde. Was zudem erwähnt sein sollte, ist auch die perfekte Musikuntermalung dieser Szenen. Das pochende Herz in der Tonspur war superb. Allgemein war die Musik passend und klasse.

Fazit: Nicht uninteressantes Märchen!

Infos:

O: Deváté srdce

Tschechoslowakei 1978, 1979 (je nach Quelle)

R: Juraj Herz

D: Ondrej Pavelka, Julie Juristová, Juraj Kukura, Anna Malová, Josef Kemr, Frantisek Filipovský, Premysl Kocí

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 15.01.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (= All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut. In Deutschland als Das neunte Herz als DVD zu haben (nur Deutscher Ton).

Samstag, 20. Dezember 2025

Beauty and the Beast Review

Beauty and the Beast

Story:

Ein Geschäftsmann (Václav Voska) verliert sein Vermögen. Durch Zufall hilft ihm ein im Wald lebendes Monster (Vlastimil Harapes). Dafür muss der Vater jedoch eine seiner drei Töchter an das Monster abgeben. Als die jüngste Töchter Julie (Zdena Studenková) davon erfährt, will sie ihrem Vater helfen und macht sich freiwillig zum Monster auf…

Meine Meinung:

Beauty and the Beast ist ursprünglich ein französisches Märchen, welches oftmals verfilmt wurde. Auf die Schnelle kommt mir nur der BIFFF-Beitrag Your Monster in den Sinn, der sich der Idee bedient. Oder den franz. Kunstklassiker The Beast. Ob ich jemals andere Verfilmungen mit der Thematik sah, daran kann ich mich zumindest aktuell nicht erinnern. Beauty and the Beast von Juraj Herz (drehte auch den sehenswerten The Cremator) stellt dabei eine eher düstere Variante aus dem Jahr 1978 dar.

Ob sich der Film inhaltlich ans Original-Märchen hält oder nicht, kann ich daher nicht sagen. Der Film ist, vor allem optisch und stimmungsvoll, gelungen. Die düstere Note tut dem Film gut. Die Bilder haben mir, wir auch das Aussehen des Monsters, gefallen. Wie im Tierhorrorfilm Genre zeigen die Filmemacher zu Beginn nur wenig von der Kreateur, um die Spannung hochzuhalten. Das Aussehen des Monsters fand ich kreativ und innovativ. Das Setting im Wald ist auch gut gewählt. Einige Zuschauer dürften Mühe haben, wie Tiere im Film behandelt werden. Zu Beginn gibt es (echte) Schlachtungen und später sehen wir gestresste Pferde im Wald, wenn es um Feuer-Stunts geht.

Dennoch hat mich der Film und Inhalt nicht wirklich gepackt. Ich nahm es eher gleichgültig hin. Zudem waren mir die Schicksale der Figuren, ganz ehrlich, auch relativ egal. Egal ob Vater und die jüngste Tochter oder das einsame Dasein, welches das «Biest» im Wald fristet. Es hat mich nicht berührt, gefesselt oder Gefühle in mir ausgelöst. Im Gegenteil: es hat mich kalt gelassen. Cool fand ich die Kameraarbeit. Teilweise kommen hier schon sehr früh Ego-Shooter Perspektiven à la Hardcore Henry, Freitag der 13. oder Maniac auf. Das empfand ich als cool und damit war der Film seiner Zeit weit voraus.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Durchschnittswerk aus Severin Films Vol. 2 (siehe Fassungen)…

Infos:

O: Panna a netvor

Tschechoslowakei 1978

R: Juraj Herz

D: Zdena Studenková, Vlastimil Harapes, Václav Voska, Jana Brejchová

Laufzeit der US-Blu: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 01.12.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films via All the Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. Der Film liegt Uncut, im O-Ton und mit englischen Subs vor. Als Kurzfilm gibt es Interviews mit dem Regisseur und der Hauptdarstellerin inklusive eines Kurzfilmes. Die Bildqualität ist gut, aber nicht auf Blu-Ray Niveau, was ggf. am Ausgangsmaterial liegt. In Deutschland wurde der Film als Die Jungfrau und das Ungeheuer (welches auch komplett auf dem Frontcover zu sehen ist = Spannung gekillt) auf Blu-Ray veröffentlicht.

Montag, 24. November 2025

Scales Review

 

Scales

Story:

Die 12jährige Hayat (Basima Hajjar) lebt in einem Fischerdorf. Dort sieht es die Tradition vor, dass die erstgeborenen Töchter während einer Vollmondnacht Seemonstern geopfert werden müssen. Doch Hayat entkommt dem Tod. Ihr Vater lässt es nicht zu. Daraufhin muss sie, «gebrandmarkt», dass Dorf verlassen. Sie tut sich mit jungen Männern zusammen, die es sich zur Aufgabe machen, die Seemonster zu jagen.

Meine Meinung:

Scales ist ein Mix aus Folkhorror, Drama und Sozialkritik aus Saudi-Arabien. Der Film der weiblichen Regisseurin Shahad Ameen basiert dabei auf einem früheren Kurzfilm aus dem Jahr 2013. In Eye & Mermaid, einem 16minütigen Kurzfilm, geht es ebenso um ein Fischerdorf, Meerjungfrauen und Basima Hajjar spielt dort die Hauptrolle - so wie es sie auch hier macht. Scales ist das Regie-Debüt von Shahad Ameen.

Scales läuft nur 76 Minuten. Dennoch passiert im Film relativ wenig. Dass der Inhalt für einen Feature-Film zu wenig hergibt, merkt man Scales leider negativ an. Das ist definitiv ein Stoff, der sich besser für (einen weiteren) Kurzfilm geeignet hätte. Ja, es gibt schöne Bilder zu sehen. Der Film ist in s/w gedreht worden, was zu einigen stimmungsvollen Momenten führt. Ja, Basima Hajjar spielt das toll (wie auch der restliche Cast). Ja, der Film kann sozialkritisch angesehen werden (Rolle der Frau im von Männern dominierten Nahen Osten).

Aber alles in allem fesselt der Film wenig und der Plot kommt kaum vom Fleck. Trotz der kurzen Laufzeit fühlte sich der Film länger an. Ich empfand den Film als ziemlich langweilig. Der Sinn des Filmes erschliesst sich mir nicht. Aus der Situation, dass sich ein junges Mädchen in einer Männerwelt beweisen muss, wird meiner Meinung nach auch zu wenig gemacht. Auf der anderen Seite bekommt sie auch mehrere Chancen. Ob dies der Realität entspricht? Der Mix aus Folkhorror, Märchen und Drama ist nicht uninteressant, aber nichts, was ich je wieder ansehen werde…

Infos:

O: Sayidat Al Bahr

Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Irak, Jordanien, 2019

R: Shahad Ameen

D: Basima Hajjar, Yagoub Alfarhan, Abdulaziz Shtian, Ibrahim Al-Hasawi, Rida Ismail

Laufzeit der US-Blu: Ca. 76 Min.

Gesehen am: 16.08.25

Fassungen: Gesehen via Severin Films All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 = Region-All Disc, Uncut, O-Ton mit englischen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es einen Kurzfilm und eine Konversation mit der Regisseurin (ca. 35 Minuten). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Sonntag, 25. Mai 2025

The White Reindeer

 

The White Reindeer

Story:

Pirita (Mirjami Kuosmanen) lernt bei einem Rentier-Rennen Aslak (Kalervo Nissilä) kennen und lieben. Beide heiraten. Als Rentier-Jäger ist Aslak jedoch lange abwesend. Pirita, die ohne es zu wissen als Hexe geboten wurde, sehnt sich nach Zärtlichkeit. Die längeren Zeitspannen ohne Ehemann lassen sie einsam werden. Sie versucht es mit einem Liebeszauber. Dieser schlägt fehl. Nun verwandelt sich Pirita in ein weisses Rentier und lockt Männer an, um diese zu töten…

Meine Meinung:

The White Reindeer ist ein finnischer Folklore-Film aus dem Jahr 1952. Die s/w Produktion spielt im Setting der Sámi – ein indigener Stamm.  Die Hauptfiguren gehören diesem Volk an. Was ich gelesen habe, wird mit der Darstellung sehr glaubhaft und respektvoll umgegangen. Das ist schön. Der Film, der an internationalen Filmfestspielen erfolgreich lief und Preise gewann (z.B. in Cannes), war nicht uninteressant. Dank Severin Films Box-Set All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 entdeckt.

Was mir am Film gut gefiel waren seine authentischen Settings (Drehorte und die Darstellung der Sámi), die stimmungsvollen, verschneiten s/w Bilder und auch die Kameraarbeit war beeindruckt. Unter anderem wurde direkt vor Ort im Lappland gedreht, was dem Film optisch unglaublich gut bekommt. Praktisch jede Szene ist mit viel Schnee verbunden. Die Massenszenen mit Rentieren sind beeindruckend, auch wenn es eigentlich in der Schweiz nicht anders läuft (halt mit Kühen oder Schafen). Tierschützern dürften wohl einzelne Szenen negativ ins Auge fallen, aber das hat nicht zu interessieren.

Im Grossen und Ganzen ist der Film für mich kein Kracher, aber ok, solide und nicht uninteressant. Das Schauspiel mutete mir hier und da etwas laienhaft an. Aber ich denke, dazumal war diese Art und Weise des Schauspiels normal. Gerade das Spiel mit der Mimik oder das Zeigen von Emotionen wirkte etwas unecht und übertrieben. Erinnerte mich z.T. an wenige Stummfilme, welche ich sah. Ich denke, das war damals einfach so. Ansonsten muss ich vor allem Mirjami Kuosmanen loben, die, gerade auch in den physischen Szenen, eine starke Präsenz abgibt.

Fazit: Eine nicht uninteressante Fairy-Tale, die für meinen Geschmack durchaus noch etwas fantasievoller und düsterer hätte ausfallen dürfen.

Infos:

O: Valkoinen peura

Finnland 1952

R: Erik Blomberg

D: Mirjami Kuosmanen, Kalervo Nissilä, Åke Lindman, Jouni Tapiola, Arvo Lehesmaa

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 68 Min.

Gesehen am: 02.03.25

Fassungen: Gesehen via All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 von Severin Films = Region-All-Disc, Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es u.a. drei Kurzfilme. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Donnerstag, 8. Mai 2025

Der Fall Undine

Der Fall Undine

Inhalt:

«Es gab damals viel zu tun in der Stadt, besonders in dem Viertel zwischen Synagoge, Strassenstrich, Oper und Dom. Die Engel standen direkt vor dem jüdischen Gotteshaus und flatterten um die Autos, die im Schneckentempo vorbeikrochen. Die Korruption blühte, die Mafia sang ihre Lieder, die Polizeipräsidenten gaben sich die Klinke in die Hand. Über der Stadt weinten die Elfen, und in den Kanälen lebten seltsame Wesen, die sich aufmachten, ihr Reich zu verlassen.

Ein poetisches Märchen, das träumen und fürchten lehrt, eine phantastische Geschichte, in der Wunder real sind und Realität wunderbar wird.»

Meine Meinung:

Den Roman Der Fall Undine, der den Zusatztitel «Erinnerungen einer Wasserpistole» sowie «Kriminalmärchen» trägt, bekam ich vom Kollegen geliehen. Ich hörte noch nie etwas davon oder vom Autor Harald-Alexander Korp. Ich las nur die Rückseite des Romans (siehe oben unter Inhalt zitiert) und brauchte am Anfang etwas Zeit, um in die Story zu finden. Ich hätte besser die Zusammenfassung des Klapptextes gelesen, da wäre die eigentliche Geschichte zusammengetragen worden. Auf der anderen Seite war der Plot für mich so viel spannender, da ich überhaupt nicht wusste, um was es geht.

Es handelt sich, wie der Zusatztitel schon sagt, um einen Krimi. Der Plot spielt sich in Berlin ab. Einer Stadt, die ich als Kind und Jugendlicher oft besuchte. Die Protagonisten sind der Privatdetektiv, seine Partnerin (eine Wasserpistole mit Eigenleben) und diverse Gestalten aus Sagen und Legenden. Vor allem aus der griechischen Mythologie. Poseidon und Amphitrite stammen daraus und dann wurde noch die Sage um Undine in den Plot integriert. Ich kannte Poseidon vom Namen her, aber mehr auch nicht. Die Infos, die im Buch zu den Göttern und Wesen erzählt werden, sind korrekt (z.B. was Poseidon von seinen Brüdern Zeus und Hades erzählt).

Der Mix aus Krimi, mythologischen Figuren und Märchen funktioniert erstaunlich gut. Dem Roman gelingt es gut, den Leser in eine andere, fremdartige, zuweilen fiktive Welt zu entführen, auch wenn der Plot in einer realen Stadt wie Berlin spielt. Dass der Privatdetektiv z.B. auch mit einer Wasserpistole als Partnerin Fälle löst, so schräg sich das anhört, funktioniert ebenso, ohne dass es ins Lächerliche gezogen wird. Allgemein waren die Beschreibungen realistisch und hier und da musste ich sogar schmunzeln. Der Roman ist nur 157 Seiten lang und schnell verschlungen. Ich habe den Roman praktisch nur im Zug, als ich nach Basel fuhr, gelesen. Harald-Alexander Korp hat danach Sach-Bücher geschrieben, aber keine Romane mehr. Aus seinem schaffen wandert Am Ende ist nicht Schluss mit lustig: Humor angesichts von Sterben und Tod auf meine Wunschliste.

Fazit: Wer gerne Märchen und Krimis hat, kann sich bedenkenlos an den Roman wagen.

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Rütten & Loening 

Anzahl Seiten: 157

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Gebunden

Autor: Harald-Alexander Korp

Erschienen: 1. Auflage 1994

Freitag, 25. April 2025

Peter Pan's Neverland Nightmare

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

Peter Pan's Neverland Nightmare

Story:

Peter Pan (Martin Portlock) entführt und tötet Kinder. Als ihr kleiner Bruder entführt wird, macht es sich Wendy Darling (Megan Placito) zur Aufgabe, ihren Bruder aus den Fängen Pans zu retten…

Meine Meinung:

In den letzten Jahren herrschte ein Hype, ausgelaufene Kinder-Märchen-Rechte zu kaufen um danach Low-Budget Horrorfilme in diesen Settings zu drehen. Die bekanntesten dürften Winnie the Pooh: Blood and Honey und dessen Fortsetzung Winnie-the-Pooh: Blood and Honey 2 sein.  Es folgten und/oder folgen noch Titel wie Pinocchio: Unstrung, Bambi: The Reckoning, The Mouse Trap oder Popeye the Slayer Man. Peter Pan's Neverland Nightmare reiht sich auch in diese Kategorie, auch wenn der Film zu den besseren diesen Vertretern zählen soll.

Das kann ich weder bestätigen noch dementieren, da ich andere Filme aus diesem «Film-Universum» nicht kenne. Da ist, ehrlich gesagt, aber auch kein Interesse vorhanden. Peter Pan's Neverland Nightmare habe ich (für das Brugggore Filmfestival) gebucht mit dem Wissen, dass mich der Film nicht sonderlich interessieren würde. Mir gefiel ehrlich gesagt schon das Artwork und das Aussehen von Peter Pan nicht (billige Joker-Imitation). Martin Portlock konnte mich dann auch nicht wirklich abholen und auch sein Make-Up-Face überzeugte mich nicht.

Ansonsten legt der Film ein hohes und zuweilen kompromissloses Tempo an den Tag. Der dünne Plot gibt seinem Protagonisten Gelegenheit für sadistische und breit ausgewalzte Mordszenen (Ausnahme: wenn Kinder die Opfer sind, dann zeigt der Film in der Hinsicht nichts). Es sind aber definitiv mehr die Erwachsenen (die Angehörigen der Kinder), die grausame und schmerzhafte Tode sterben. Der Plot kann man aber nicht ernst nehmen, aller Ernsthaftigkeit zum Trotz.  

Dafür wirken Peter Pan oder Figuren wie Tinker Bell wie aus einer Freakshow.  Von den Figuren hat mir eigentlich praktisch nur Megan Placito als Wendy gefallen, die im Finale auch erstaunlich viel einstecken muss, wenn sie zur Art Scream Queen mutiert und dem sadistischen Peter Pan den Kampf ansagt. Polizeiarbeit ist im Film inexistent. Eine mögliche Fortsetzung wird angeteasert, bevor der Abspann abläuft. Da würde ich dann wohl dankend ablehnen…

Fazit: Geschmackssacke. Weniger mein Fall. Wem jedoch schon Winnie the Pooh: Blood and Honey und Co. zusagte, kann bedenkenlos einen Blick riskieren!

Infos:

O: Peter Pan's Neverland Nightmare

USA, Australien, Grossbritannien 2025

R: Scott Chambers

D: Kit Green, Martin Portlock, Kierston Wareing, Peter DeSouza-Feighoney, Chrissie Wunna, Megan Placito

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 89 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025

Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut und in Englischer Sprache. Soll am 22.05.25 in Deutschland auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen (von Plaion Pictures).

Freitag, 12. April 2024

The Phoenix

The Phoenix

Story:

Fischer Tai (Liang Hsiu-Shen) findet einen magischen Gegenstand, der ihm jeden Wunsch erfüllt. Bald schon schwelgt er im Reichtum. Dies lässt jedoch auch diverse Bösewichte auf den Plan rufen, die versuchen, ihm das Ding abzunehmen. Tai wird von zwei Frauen, Jasmine und Hyacinth, gerettet. Er heiratet beide. Beide sind in Wahrheit aber auch hinter dem Gegenstand her und wurden von Flower Fox dazu beauftragt. Doch beide wenden sich von Flower Fox ab. Diese stiehlt den Gegenstand und lässt die zwei Frauen entführen. Tai fliegt mit Hilfe eines Phönix auf die Insel von Flower Fox und Co. (u.a. Richard Kiel) und sagt ihr den Kampf an…

Meine Meinung:

The Phoenix habe ich seit 1-2 Jahren von Youtube runtergeladen. Die Fantasy-Produktion aus Taiwan mit wenigen Kaiju-Momenten ist selten. Dass die Fassung nur die US-Fassung ist, wusste ich nicht. Anscheinend ist im Moment nur diese bekannt. Auch die imdb listet den Film mit einer ungewohnt kurzen Laufzeit. Der Film von Regisseur Chang Mei-Chun ist gut schaubar, solide und vor allem kurzweilig. In einigen Datenbanken wird noch Japaner Sadamasa Arikawa als Regisseur gelistet.

Er war vor allem als Spezialeffekte Regisseur oder Spezialeffekte Kameramann für Produktionen wie Space Amoeba, Godzilla, The Mysterians, The Three Treasures, Battle in Outer Space, Mothra oder The Last War zuständig. Scheinbar hat er auch die Shaw Brothers in deren Produktion The Mighty Peking Man unterstützt, ehe es ihn danach noch nach Taiwan verschlug, wo er an den Effekten mitarbeitete. Die Bilder des Phönix, welche ich Online sah, liessen auf tolle Effekte hoffen.

Der Film erzählt ein Märchen mit Sozialkritik. Was Reichtum für negative Folgen haben kann und dass Reich zu sein, nicht alles im Leben ist. Die erste Filmhälfte wartet mit Plot und wunderbar skurrilen und bunten Kostümen auf. Aber auch einem etwas naiven Plot und wenig Action. Dafür geht ab Mitte des Filmes dann pausenlos bis zum Finale die Post ab. Und in diesen Szenen bekommt der Kaiju-Fan dann endlich paar sehenswerte Effekte zu sehen.

In der 2. Filmhälfte darf der Held, den ich eben etwas naiv dargestellt finde, auf einem Phönix mitfliegen. Flower Fox kann einen Feuerstrahl aus ihrem Mund abfeuern oder das Meer in Sturmfluten verwandeln, welchen paar Schiffe und Häuser zum Opfer fallen. Unser Held gelangt an ein Schwert, mit welchem er Laserstrahlen abfeuern und Gegner explodieren lassen kann. Auf der Insel kämpft der Phönix dann noch gegen ein Steinmonster. 

Fand ich cool. Auf der Insel darf unser Held dann noch lange gegen James Bond Star Richard Kiel kämpfen. Kiel sah man u.a. noch in Aces Go Places - Our Man from Bond Street und Mob Busters (liegt ungesehen rum). Die Mädels waren alle klar besser und sympathischer als der naive Held. Ihm nimmt man den Heldenstatus zu keiner Sekunde ab.

Fazit: Fans von taiwanesischen Fantasy-, Wuxia und Kaiju-Filmen können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Wu zi tian shi

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1980

R: Sadamasa Arikawa, Chang Mei-Chun

D: Terry Hu Yin-Meng, Liang Hsiu-Shen, Chow Chi-Ming, Betty Pei Ti, He Si-Min, Wan Chung-Shan, Richard Kiel

Laufzeit der Online-Fassung: Ca. 68 Min.

Gesehen am: 11.04.24

Fassungen: Online-Fassung auf Youtube gesehen. Gute Bildqualität, Vollbild, Englisch Dubbed (Dub ist ok), aber es fehlen sichtlich Szenen. Es gibt keinen Vorspann, keinen Credits, es gibt sichtbare Fehlstellen und auch keine The End Einblendung ist zu sehen. Mir ist erstmal keine offizielle Fassung zu diesem Film bekannt. Ich befinde mich jedoch auch im Ausland im Urlaub (mit dem alten Notebook) und kann daher auch nicht wirklich recherchieren.

Dienstag, 17. Januar 2023

A Thousand & One Nights Review

Japanuary 2023

A Thousand & One Nights

Story:

 

Aldin verguckt sich in Bagdad in eine Sklavin. Da er arm ist und sie nicht kaufen kann, flüchtet er mit ihr. Doch die Idee geht nicht auf: auf ihrem Weg werden sie getrennt und erleben diverse Abenteuer…

 

Meine Meinung:

 

Ich bin kein allzu grosser Anime-Kenner. A Thousand & One Nights ist der 1. Teil einer Trilogie und stammt aus dem Jahr 1969. Die Filmemacher hatten damit das Ziel, einen (Erotik)Anime für Erwachsene zu kreieren, nachdem sie zuvor "nur" Kinderfilme/Animes veröffentlicht hatten. Mir sind die Macher, Namen und Cast & Crew nicht bekannt. Wie gesagt: in dem Film-Feld bin ich selbst ein Greenhorn. Eiichi Yamamoto führte auch bei den zwei Fortsetzungen (Cleopatra & Belladonna of Sadness) Regie.

 

Sein 1. Teil, A Thousand & One Nights, nimmt sich den Nahen Osten als Setting. Inhalte sind diverse Märchen/Mythologien aus 1001 Nacht. Hauptfigur ist Aldin und zwei-drei weitere Figuren, die immer wieder vorkommen. Der Film wird am Ende inhaltlich abgeschlossen. Ob Cleopatra eine neue Story mit neuen Figuren erzählt oder an A Thousand & One Nights anknüpft, weiss ich nicht. Den Animation- und Zeichentrick-Stil fand ich sehr gelungen. Traf meine Geschmack.

 

Besonders in Verbindung mit der rockigen, westlich wirkenden und psychedelischen Musik wirken die Zeichnungen stark, vor allem traumähnliche und surreale Fantasy- oder Erotik(Fieberträume)Sequenzen. Einige der Erotik- oder Fantasy-Szenen (Dämonen, Schlangen, Zyklop) waren stark. Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Ansonsten war mir das zu viel Mainstream, auch wenn heutige Woke-Fans und Linke, die neuen Nazis, was zu motzen hätten (Arabische Darstellung dargestellt von Japanern = kulturelle Aneignung = Wohlstandprobleme).

 

A Thousand & One Nights ist in der Tat harmlos. Paar wenige Sequenzen mit Andeutungen (Folter, Inzest, Sklavenhandel, Vergewaltigung, Zoophilie) sind nichts weiter als das, so dass der Film in Deutschland auch folgerichtig ab 12 Jahren freigegeben wurde. Mainstream-Animes gucke ich i.d.R. nicht. Wenn dann interessieren mich Fantasy- und Horror-Animes mit Action, Kämpfen, Monstern, Blut und von mir aus auch Sex.

 

Mir hätte es mehr zugesagt, wenn es mehr Erotik, mehr Gewalt, mehr Horror- und/oder mehr Fantasy-Szenen gehabt hätte. So sind es aber Inhalte, die mich nicht gross interessieren. A Thousand & One Nights wirkt dabei wie ein zu langes (Laufzeit von zwei Stunden klar zu lang) Fantasy-Märchen mit hier und da traumähnlichen Episoden.

 

Fazit: Für Anime-Fans sicher interessant aber trifft weniger meinen Geschmack…

 

Gefolgt von: Cleopatra

 

Infos:

 

O: Sen'ya ichiya monogatari

 

Japan 1969

 

R: Eiichi Yamamoto

 

D: -

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 130:18 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mr lag die deutsche Blu-Ray mit allen drei Teilen von rem vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Booklet, Schuber, Jap. O-Ton und deutsche/englische Subs.