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Freitag, 20. Mai 2022

First Strike Review

First Strike

Story:

 

HK-Cop (Jackie Chan) gerät zwischen die Fronten der CIA und dem russischen KGB, als er einem verschwundenen Atomsprengkopf herjagt…

 

Meine Meinung (Uncut Version):

 

First Strike ist der 4. Teil der Police Story Reihe. Nach dem grossen Erfolg des Vorgängers (Police Story III Super Cop) nahm erneut Stanley Tong (Kung Fu Yoga) auf dem Regiestuhl Platz. Ansonsten kehrten nur Jackie Chan (Rob-B-Hood) und Bill Tung (Esprit D'amour) aus den Vorgängern zurück. Maggie Cheung blieb der Reihe von nun an fort. Es sollte zudem Bill Tungs letzte Rolle werden. Die Action besorgte Jackie Chan und Stanley Tong zusammen.

 

First Strike wurde, wie bereits andere Jackie Chan Filme (Mr. Nice Guy), in Australien gedreht. Die abwechslungsreichen Settings und Orte, an denen der Film vorgibt, zu spielen (Russland, Hong Kong, Australien), machen den Film unterhaltsam. Von First Strike kann der Zuschauer enttäuscht sein, sollte mit den gleichen Erwartungen an das Werk gegangen werden, welches die Vorgänger auslösten. First Strike ist nämlich bisher im Vergleich der schlechteste «Police Story».

 

Hauptgrund: es gibt kaum Kung Fu Einlagen. Im kompletten Film eigentlich nur zwei Stück, sieht man Mal von den Unterwasserkampfszenen im Finale ab. Und das ist halt schon schade, wenn man mit den Vorgängern vergleicht. Die Neusichtung mit angepassten Erwartungen tat gut. Zwar kann First Strike nicht das Niveau der Vorgänger halten, ist aber abgesehen davon dennoch sehenswert und vor allem eins: unterhaltsam!

 

Nebst abwechslungsreichen Settings gefielen mir der Humor (nackter Jackie Chan, Window Cleaner Szene, Unterwasser-Action mit Haien), die ganzen James Bond Vibes oder spektakuläre Stunts- und Verfolgungsjagden im Schnee oder vor den Bösewichten in schwindelerregender Höhe (Flucht vor den zwei Killern). Krass ist, dass praktisch alle diese Szenen in den US-Fassungen stark zensiert wurden (Handlung, Humor, Action). Was die Kung Fu-Einlage angehen muss ich sagen: die Kampfszene mit der Leiter war toll! Gut genug, damit ich mir die LD Version (mehr dazu unter Fassungen) auf die Wunschlist setzen werde!

 

Fazit: Passt eure Erwartungen an, dann kann First Strike gut unterhalten!

 

Gefolgt von: New Police Story

 

Infos:

 

O: Jing Cha Gu Shi 4Zhi Jian Chan Ren Wu

 

HK 1996

 

R: Stanley Tong

 

D: Jackie Chan, Annie Wu Chen-Chun, Ailen Sit Chun-Wai, Jackson Lau Hok-Yin, William Duen Wai-Lun, Bill Tung

 

Laufzeit der TW-DVD: Ca. 107 Min.

 

Neusichtung am: 18.04.22

 

Fassungen: Mir lag taiwanesische DVD von Funny (Neuauflage) vor = Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Mandarin Dub (wobei Jackie Chan sich selbst gesprochen zu haben scheint), englische Subs. In den USA und Deutschland ist der Film nur verändert d.h. stark zensiert und mit neuer Musik veröffentlicht worden. Den O-Ton (Mix aus Englisch, Mandarin, Russisch und Kantonesisch) gibt es scheinbar nur auf der jap. Disc (keine englischen Subs) oder in Hong Kong (LD/VHS MIT englischen Subs). Nachtrag 09.05.23: Für eine weitere Sichtung lag mir inzwischen die LD von Mei Ah aus HK vor = Uncut, klar bessere Bildqualität als die inzwischen verkaufte DVD aus Taiwan und es liegt die Original-Audiotonspur vor, in welcher Englisch, Russisch, Mandarin und Kantonesisch gesprochen werden inklusive englischer Subs.

Sonntag, 15. Mai 2022

Police Story 3 Super Cop Review

Police Story 3 Super Cop

Story:

 

Hong Kong Cop Chan Ka-Kui (Jackie Chan) wird von seinen Vorgesetzen (Bill Tung, Phillip Chan) beauftragt, in China als Undercover-Cop zusammen mit der chinesischen Polizei (Michelle Yeoh) Gangster Panther (Yuen Wah) und Co. (Kenneth Tsang Kong, Kelvin Wong Siu, Ken Lo, Mars) zu fangen…

 

Meine Meinung:

 

Der dritte Teil hat mir besser als der Vorgänger gefallen. Sieht man Mal von paar doofen Kaspereien von Bill Tungs (The Good, the Bad & the Beauty) Charakter ab, ist der Film toll geworden. Nebst Bill Tung kehren Jackie Chan (Dragon Fist), Mars (Fist of Fury) und Maggie Cheung aus den Vorgängern zurück. Mars spielt jedoch einen anderen Charakter (und wird von Michelle Yeoh erschossen). Regie und Actionsequenzen besorgten neu Stanley Tong (The Myth, Stone Age Warriors).

 

Der Film verlagert den Plot zuerst nach China, im Verlauf in den Dschungel, dann geht es nach Hong Kong und am Ende nach Malaysia. Längen gibt es fast keine und der Film ist hübsch abwechslungsreich. Maggie Cheung spielt quasi denselben Part wie in den Vorgängern. Als neues Mädel mit viel Schlagkraft kehrt Michelle Yeoh nach damaliger privater Trennung ins Filmgeschäft zurück: und wie!

 

Sie und ihre Szenen laufen Jackie Chan fast den Rang ab! Spektakulär in den Action-, Kampf- und Stunt-Szenen! Eine Wucht! Kein Wunder, dass sie danach in weiteren modernen Actionrollen (wie z.B. Project S) zu sehen war. Aber auch Jackie Chan bringt die Fans mit Stunts zum Staunen! Die Stunts im Mittelteil (als Lo Liehs Lager im Dschungel gesprengt wird) und vor allem im Finale (Hubschrauber, Leiter, Motorrad, Verfolgungsjagd) sind der Wahnsinn!

 

Abgesehen davon wird viel gesprengt, geschossen und weniger gekämpft, auch wenn es immer Mal wieder kurze Kung Fu-Kampfszenen zu sehen gibt. Dabei brillieren Jackie Chan und Michelle Yeoh. Als charismatischer Bösewicht darf Yuen Wah (Kick Boxer) mitmischen, auch wenn er nicht allzu viel Kampfszenen zeigen darf (auch im Finale nicht = leicht schade). Ken Lo (Raging Fire) macht als Bösewicht auch eine gute Figur. Freude hatte ich am Gastauftritt an Shaw Brothers Legende Lo Lieh als Militärgeneral.

 

Ansonsten sind noch Shum Wai (Master's Necklace) und paar bekannte Gweilos wie Robert Samuels (The Red Wolf) oder Kim Maree Penn (Fun and Fury) zu sehen, die leider keine Martial Arts-Szenen spendiert bekommen haben (Film ist halt mehr Shoot-Out lastig). Teilweise funktioniert späterer Humor relativ gut (Michelle Yeoh und Granate, Maggie Cheung und Eifersucht). Rein vom Unterhaltungswert und der Abwechslung her bisher praktisch der beste Teil der Reihe!

 

Fazit: Würdige Fortsetzung und allen Jackie Chan Fans zu empfehlen!

 

Gefolgt von: First Strike

 

Infos:

 

O: Ging Chat Goo Si III: Chiu Kup Ging Chat

 

HK 1992

 

R: Stanley Tong

 

D: Jackie Chan, Bill Tung, Phillip Chan, Michelle Yeoh, Yuen Wah, Kenneth Tsang Kong, Kelvin Wong Siu, Ken Lo, Mars, Lo Lieh, Maggie Cheung, Josephine Koo, Kim Maree Penn, Robert Samuels, Shum Wai

 

Laufzeit der HK-DVD: 95:03 Min.

 

Neusichtung am: 09.04.22

 

Fassungen: Siehe Police Story! Gibt es in Deutschland bisher nur in Deutsch auf DVD (Laser Paradise).  In Hong Kong selbst inzwischen auch auf Blu-Ray raus.

Montag, 27. September 2021

The Myth Review

The Myth

Story:

 

Archäologe Jack (Jackie Chan) und Co. (Tony Leung Ka-Fai) suchen in Dasar nach einem magischen Schwert, was den örtlichen Behörden nicht gefällt. Sie werden aber von Einheimischen (Mallika Sherawat) gerettet.  Jack ist die Wiedergeburt eines früheren Generals und seine Vergangenheit holt ihn bei dieser abenteuerlichen «Schatzsuche» heim…

 

Meine Meinung:

 

The Myth, ein Mix aus Action, Komödie, Abenteuer-, Historien- und Kostümfilm von Stanley Tong (China Strike Force, Project S) aus dem Jahre 2005 hat die Neusichtung nicht mehr bestanden. Die Hong Kong Produktion mit Jackie Chan (Wooden Man) fliegt aus der Sammlung und wurde bereits verkauft.

 

Stanley Tong, der früher richtig gute Filme realisiert hat (Stone Age Warriors), zeigte sich für diesen Schund verantwortlich. Wer neuere Zusammenarbeiten zwischen Stanley Tong und Jackie Chan kennt (z.B. Kung Fu Yoga) weiss, was ihn in die The Myth erwartet:

 

Mässige Action, uninteressante Figuren, keine Stimmung, doofer Humor, Längen und vor allem peinliche Spezialeffekte! All das, was zu 90% aus dem neuen Kino aus China kommt hat Stanley Tong schon 2005 in The Myth eingesetzt. Und auch der neuste Streich von Stanley Tong mit Jackie Chan sieht diesbezüglich (CGI Effekte) grauenhaft aus (Vanguard, China 2020).

 

Jackie Chan selbst kann The Myth nicht retten. Tony Leung Ka-Fai (People’s Hero) nervt auch eher und Yu Rong-Guang (Rock N'Roll Cop) sowie Ken Lo (Cheetah on Fire) werden total verschenkt in ihren Neben- und Kurzrollen. Auch Yuen Tak (Hero), der auch an der Action im Film mitwirkte, überzeugt werden in seinem Gastauftritt, noch mit seiner Action-Choreographie. Enttäuschend. Das einzig gute war die Inderin Mallika Sherawat in ihrer Nebenrolle. Sie bringt etwas Flair und Exotik in den Film und sie ist auch in der besten Szene des Filmes zu sehen: das klebrige Förderband! Nur dort funktionieren Humor und Choreographie à la Jackie Chan!

 

Der Plot ist uninteressant und erinnert an den Jet Li Film Dr. Wai in the Scriptures with No Words. Das ewig hin- und her zappen zwischen den Zeit-Geschichten stört den Filmfluss enorm und nervt wie auch das Schauspiel des Bösewichts oder der Koreanerin Kim Hee-Sun. Die Love-Story und vor allem die Musik sind einfach nur zum Kotzen. Und eben: die vielen miesen CGI Effekte waren mehr als einmal eine absolute Beleidigung für das Auge. Da wünschte man sich, blind zu sein!

 

Fazit: Schrecklicher Film und nur für ultimative Jackie Chan Fans zu empfehlen die alles von ihrem Idol sammeln, unabhängig von der Qualität!

 

Infos:

 

HK 2005

 

O: San Wa

 

R: Stanley Tong

 

D: Jackie Chan, Tony Leung Ka-Fai, Kim Hee-Sun, Mallika Sherawat, Yu Rong-Guang, Sun Zhou, Ken Lo, Yuen Tak

 

Laufzeit der HK-DVD: 113:37 Min.

 

Neusichtung am: 21.07.21

 

Fassungen: Mir lag die limitierte HK-DVD-Box mit Schnickschnack und DTS Ton (nur DTS Ton) aus Hong Kong von Joy Sales vor. Bild- und Tonqualität sind sehr gut. O-Ton und englische Subs vorhanden. Der Film ist inzwischen auch in Deutschland raus (als Der Mythos von Splendid).

Samstag, 11. Mai 2019

China Strike Force Review


China Strike Force

Story:

Die HKer Polizei (Aaron Kwok Fu-Sing, Wang Lee-Hom) und eine japanische Undercover-Agentin (Fujiwara Norika) sind hinter Drogen-Dealern (Mark Dacascos, Coolio, Ken Lo Wai-Kwong) her…

Meine Meinung (basiert auf der Langfassung):

China Strike Force habe ich vom Kollegen erhalten. Der Film sagte mir zunächst nichts. Ich war auch nicht voller Freude, da Coolio, ein Rapper, im Film mitspielt (und auch seine «Musik» zum Teil zu hören ist, hält sich zum Glück aber in Grenzen). Bei früheren HK Filmen habe ich Filme bis ca. 1995 geschaut – alles was danach kam, wurde dann weniger und weniger gesichtet, da die Qualität der Filme abnahm (Krise, da 1997 HK an China zurückging).

Darum sind neue Filme um 2000 gar nicht auf meinem Radar. Aber im Falle von China Strike Force muss ich sagen, dass mir der Film gut gefallen hat. War besser als erwartet, auch wenn der Film kein Highlight ist und nicht an die goldenen Zeiten des HK-Actionkinos heranreicht (Tiger Cage, In the Line of Duty 4, The Killer, Hard Boiled etc.). Aber wenn man China Strike Force mit dem heutigen HK-Actionkino vergleicht, muss man dankbar sein, überhaupt noch so was sehen zu können denn die Action und vor allem Stunts rocken derbe und sind schön Old School – da können neue Filme wie SPL 2, Paradox und Co. einpacken.

Der Film von Stanley Tong, der auch für die tollen Actionszenen verantwortlich war (kein Wunder – er begann seine Karriere m HK-Filmgeschäft als Stuntman für Jackie Chan), bietet seine besten Szenen im ersten und letzten Viertel. Im Mittelteil gibt es Längen und der Film kann das hohe (Action)Niveau nicht halten. Das als Manko. Aber die Action ist, wie bereits erwähnt, super.

Stanley Tong hat nur wenige Filme realisiert, aber die können sich zum Teil mehr als sehen lassen: The Stone Age Warriors (ziemlicher Kracher), Police Story III Super Cop (empfand ich immer als schlechter als die ersten zwei Filme aus der Reihe), Project S (moderne, sehenswerte Michelle Yeoh Action), Rumble in the Bronx (war erfolgreich, auch wenn mir der Film nach mehrheitlichen Sichtungen nicht mehr ganz so gut gefiel) oder First Strike (Teil vier der Police Story Reihe, vor allem in der Uncut-Fassung mit mehr Action zu empfehlen).

Auch seine Arbeiten als Action Director sind beeindruckend: Magnificent Warriors oder Angel II. Leider ging es mit der Qualität seiner Arbeiten, wie allgemein mit dem HK-Kino, bergab (Kung Yu Yoga). Schrille Randnotiz: es war als Script Supervisor verantwortlich für den Horrorfilm Black Magic with Buddha (der passt gar nicht zu seinen anderen Arbeiten, wenn man seine Filmographie anschaut!).

Die Action besteht aus wilden Verfolgungsjagden zu Fuss oder via Automobil (Formel 1-Wagen und Lamborghini), blutigen Shoot-Outs, waghalsigen Stunts (Auto, Motorrad, kämpfen auf fahrenden Autos, von einem Wagen auf den nächsten springen, Kampf auf Glas-Platte hundert Meter in der Luft schwebend) und rasanten, schick choreographierten Wire-Work-Kampfszenen (erinnern vor allem an die guten Alten Anfang 90er Jahre Aciton-Filme aus HK).

Die Qualität der Action- und vor allem Stunt-Szenen hat mich, gerade für das Jahr 2000, positiv überrascht. Da wurde nicht über CGI oder Blue-Screen gearbeitet – die Fahrzeuge, Sprünge auffahrende Autos oder Stunts mit den Motorrädern oder das Finale auf der schwebenden Glasplatte waren aufwändig und NICHT aus dem PC – das wäre heute alles billig aus dem Rechner wenn der Film heute in die Kinos kommen würde.

Das gab Pluspunkte und kompensiert die Schwachstellen des Filmes. Schwachstellen sind: lahmer Mittelteil, Coolio (nervt ziemlich mit seinem Overacting) und dessen Musik, die Tatsache, dass Mark Dacascos kaum kämpfen darf (erinnere mich nur an den Ringkampf gegen den blondgefärbten Ken Lo = sehenswerter Kampf). Mark Dacascos, dessen bester Actionfilm noch immer Drive darstellt, hat mir allerdings als Bösewicht gut gefallen. Leider ist sein Abgang enttäuschend (er stirbt nicht im Kampfduell, das war schon schade).

Der restliche Cast (Aaron Kwok Fu-Sing, Wang Lee-Hom, Fujiwara Norika, Paul Chun Pui) hat mir auch gut gefallen, da gibt es eigentlich nichts zu bemängeln. Aaron Kwok, ein Canto-Pop Sänger, hat seinen Job, auch in den Action-Szenen, gut gemeistert (zwei seiner besten Arbeiten sind für mich nach wie vor The Bare-Footed Kid und 2000 A.D.).

Fazit: Wer das alte HK-Actionkino liebt und den Film bisher mied, sollte sich trotzdem an China Strike Force wagen – Erwartungen kleinhalten (lahmer Mittelteil, Coolio) und sich von den überraschend sehenswerten Actionszenen berieseln lassen = man wird doch mehr oder weniger gut unterhalten!

Infos:

O: Lei Ting Zhan Jing

HK 2000

R: Stanley Tong

D: Aaron Kwok Fu-Sing, Wang Lee-Hom, Fujiwara Norika, Mark Dacascos, Coolio, Ken Lo Wai-Kwong, Paul Chun Pui

Laufzeit der HK DVD: 103:09 Min.

Gesehen am: 30.03.19

Fassungen: Mir lag die HK DVD von Deltamac vor, der einzigen weltweit ungeschnittenen bzw. asiatischen Originalfassung. Ton liegt in O-Ton Kantonesisch (wird aber auch oft Englisch gesprochen) vor inklusive englischen Subs. Ton = u.a. DTS Tonspur. Bild- und Tonqualität sind gut. In Deutschland ist nur die kürzere Fassung erhältlich und dies auch noch ohne O-Ton. Eine Blu-Ray Vö scheint es bisher weltweit nicht zu geben (Stand: März 2019).