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Montag, 15. Januar 2018

Cheetah On Fire Review





Cheetah On Fire

Story:

Eine Gangsterbande (Michael Woods, John Salvitti, Ken Lo) um «Long Hair» (Gordon Liu) ist im Besitz eines wichtigen Mikrochips, dessen Verkauf sie anstreben. Doch die Hong Konger Polizei (Carrie Ng, Mark Houghton, Sharla Cheung) und CIA Agenten (Takajo Fujimi, Donnie Yen) sind den Gangstern auf den Fersen…

Meine Meinung:

Cheetah On Fire hat mir vor zehn Jahren bei seiner Erstsichtung weniger gut als heute gefallen. Ich wusste kaum mehr etwas über den Film und war froh, nun eine bessere Fassung (mehr dazu unter Fassungen) zu haben.

Natürlich – es handelt sich um einen Low-Budget Film wie sie Donnie Yen in den 90ern oft gedreht hat. Im Vergleich zu diesen macht der Film seine Sache aber sehr gut. So würde ich Cheetah On Fire im Vergleich auch vor The Holy Virgin Versus The Evil Dead, Iron Monkey 2 oder Satan Returns sehen.

Der Film bietet fetzige Martial Arts und viele Shoot-Outs – alles grundsolide in Szene gesetzt, mit kleineren Stunts versehen und schön choreographiert. Es waren auch genug Martial Arts erprobte Darsteller als Cast und Crew dabei, so dass in dieser Hinsicht nicht enttäuscht wird.

Fangen wir bei den «Guten» an: Donnie Yen wirkt zwar teilweise fast zu arrogant cool, aber macht in den Actionszenen eine gute Figur. Vor allem sein Kampf gegen Ken Lo (Deadly Dream Woman) und am Ende gegen Shaw Brothers Legende Gordon Liu sollen an dieser Stelle genannt werden. Das Ende zu seiner Figur war jedoch klar zu dramatisch und hätte man komplett weglassen können. Gweilo Mark Houghton (Final Run) wird gleich zu Beginn des Filmes erschossen, während Carrie Ng (The Armed Policewoman) und Sharle Cheung solide Leistungen abliefern.

Die Bösewichte sind einmal mehr interessanter. Eddy Ko (Blood Call) und Shing Fui-On (Return Of The Demon) sind nur in Nebenrollen und in einem Sub-Plot zu sehen. Ken Lo, ein früherer Kickboxer (wie auch Billy Chow), zeigt paar nette Kampfszenen. Am meisten Freude hatte ich aber an Shaw Brothers Legende Gordon Liu als Bösewicht mit ähnlicher Frisur wie in Passionate Killing In The Dream. Das einzige was schade ist, und das wusste ich auch nach der Erstsichtung vor ca. zehn Jahren noch, dass Gordon Liu im Finalkampf gegen Donnie Yen schlecht aussieht und keine Chance hat. Das ist ärgerlich und wird dieser Legende nicht gerecht. Trotzdem fand ich es cool die neue Generation gegen die alte kämpfen zu sehen.

Wie in anderen Donnie Yen Filmen zuvor tauchen auch hier zwei seiner Real Life Freunde, nämlich Michael Woods und John Salvitti, im Finale auf und kämpfen gegen unsere Helden. Und beide passen als Bösewichte einmal mehr gut in die Geschichte und machen den Helden das Leben schwer. Kurz noch zum Inhalt: dieser ist 08/15 und nur Mittel zum Zweck. Es gibt aber relativ wenig Längen und viel Action – so soll es sein.

Michael Woods und John Salvitti standen nebst Donnie Yen vor der Kamera in folgenden Hong Kong Produktionen: Tiger Cage, In The Line Of Duty 4, Tiger Cage 2, Crystal Hunt, Ballistic Kiss und in Iceman 3D.

Fazit: Solide und sympathische Donnie Yen Low-Budget Action, welche mit vielen Stars und grossem Unterhaltungswert aufwartet bei einer Story, welcher nur der Action dient. Shaw Brothers Fans können sich auf Gordon Liu in einer Hauptrolle als Bösewicht freuen!

Infos:

O: Lip Baau Haang Dung

HK 1993

R: Thomas Yip

D: Takajo Fujimi, Donnie Yen, Gordon Liu, Carrie Ng, Mark Houghton, Sharla Cheung, Michael Woods, John Salvitti, Ken Lo, Shing Fui-On, Eddy Ko

Laufzeit der US-DVD: Ca. 86 Min.

Erstsichtung am: März 2007, Review überarbeitet: 04.12.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Dez. 2017). Bei meiner Erstsichtung lag mir eine Bootleg DVD vor (Englisch Dubbed, Bildqualität mittelmässig, zu dunkel, Vollbild). Für meine 2. Sichtung lag mir nun eine O-Ton Fassung vor. Der Film kommt in einer 4-Film Collection (auf einer Flipper DVD zusammen mit den Streifen Hero Among Heroes, Dark City und Holy Virgin Vs. Evil Dead) von Videoasia daher = O-Ton, Widescreen, englische Subs. Aus diesen drei Gründen der Dubbed Fassung klar vorzuziehen. Einziges Manko: schlechte, unscharfe und in den Nachtszenen zu dunkle Bildqualität. Da muss eine bessere Alternative her (UK VHS oder HK LD).

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