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Freitag, 20. Mai 2022

Aces Go Places II Review


 

 

Aces Go Places II

Story:

 

King Kong (Samuel Hui) und Albert (Karl Maka) tun sich erneut zusammen, um gegen Gangster (Yasuaki Kurata, Joe Dimmick) bestehen zu können und ihre Weste weiss zu waschen, nachdem ihnen durch List diverse Verbrechen angelastet wurden…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem grossen Erfolg von Aces Go Places war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache und wie bereits der Vorgänger war auch Teil zwei ein absoluter Erfolg an den Kinokassen. Der Haupt-Cast aus Teil eins, Eric Tsang als Regisseur und Sam Hui und Karl Maka in den Hauptrollen, sind erneut zu sehen wie auch Sylvia Chang. Die Musik bzw. der Song stammt erneut von Sam Hui.

 

Der Plot knüpft an den Vorgänger: in diesem starb White Glove, so dass nun dessen Bruder, Black Glove, seine Rache plant. Mit dabei: ein Dirty Harry Verschnitt namens «Filthy Harry». Wem Teil eins zusagte, sollte sich die Fortsetzung nicht entgehen lassen. Sam Hui und Karl Maka sind beide einfach mega sympathisch, die Musik wunderbar (wird fast zu einem Ohrwurm) und der Mix aus Stunts, Action und Klamauk funktioniert wunderbar.

 

Aces Go Places II ist in allen Belangen noch geiler als der Vorgänger: es gibt weniger Längen, mehr Action, mehr Stunts, mehr Budget. Als Bösewicht ist Yasuaki Kurata (Fist of Legend, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, Heroes of the East) zu sehen und Regisseur Eric Tsang (Lucky Stars Go Places) ist wie Charlie Cho Cha-Lee (Police Story) in einem Cameo zu sehen. Am meisten Freude hatte ich an Tsu Hark (Police Assassins) als «FBI Agent». Dessen Running Gag war einfach zu geil!

 

Was die Actionsequenzen angehen gibt es erneut lange Verfolgungsjagden mit Autos, Motorrädern, Crashs, Explosionen, Riesen-Roboter und viele coole Gimmicks. Macht einfach Laune! Dazu gibt es in einer Bar eine längere Kampfszene, in der es auch coole Stunts zu sehen gibt und in welcher nebst Samuel Hui, Karl Maka oder Sylvia Chang auch jede Menge andere Mädels kicken und kämpfen was das Zeug hält. Und in der Szene geht viel kaputt! Hatte ich als Kung Fu Film-Fan Freude!

 

Fazit: Noch besser als der erste Film, wer hätte das gedacht?! Anschauen Pflicht!

 

Gefolgt von: Aces Go Places - Our Man from Bond Street

 

Infos:

 

O: Zeoi Gaai Paak Dong Daai Hin San Tung

 

HK 1983

 

R: Eric Tsang

 

D: Samuel Hui, Karl Maka, Yasuaki Kurata, Joe Dimmick, Sylvia Chang, Tsui Hark, Charlie Cho Cha-Lee, Eric Tsang

 

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 101 Min.

 

Neusichtung am: 18.04.22

 

Fassungen: Siehe Aces Go Places!

First Strike Review


 

 

 

First Strike

Story:

 

HK-Cop (Jackie Chan) gerät zwischen die Fronten der CIA und dem russischen KGB, als er einem verschwundenen Atomsprengkopf herjagt…

 

Meine Meinung (Uncut Version):

 

First Strike ist der 4. Teil der Police Story Reihe. Nach dem grossen Erfolg des Vorgängers (Police Story III Super Cop) nahm erneut Stanley Tong (Kung Fu Yoga) auf dem Regiestuhl Platz. Ansonsten kehrten nur Jackie Chan (Rob-B-Hood) und Bill Tung (Esprit D'amour) aus den Vorgängern zurück. Maggie Cheung blieb der Reihe von nun an fort. Es sollte zudem Bill Tungs letzte Rolle werden. Die Action besorgte Jackie Chan und Stanley Tong zusammen.

 

First Strike wurde, wie bereits andere Jackie Chan Filme (Mr. Nice Guy), in Australien gedreht. Die abwechslungsreichen Settings und Orte, an denen der Film vorgibt, zu spielen (Russland, Hong Kong, Australien), machen den Film unterhaltsam. Von First Strike kann der Zuschauer enttäuscht sein, sollte mit den gleichen Erwartungen an das Werk gegangen werden, welches die Vorgänger auslösten. First Strike ist nämlich bisher im Vergleich der schlechteste «Police Story».

 

Hauptgrund: es gibt kaum Kung Fu Einlagen. Im kompletten Film eigentlich nur zwei Stück, sieht man Mal von den Unterwasserkampfszenen im Finale ab. Und das ist halt schon schade, wenn man mit den Vorgängern vergleicht. Die Neusichtung mit angepassten Erwartungen tat gut. Zwar kann First Strike nicht das Niveau der Vorgänger halten, ist aber abgesehen davon dennoch sehenswert und vor allem eins: unterhaltsam!

 

Nebst abwechslungsreichen Settings gefielen mir der Humor (nackter Jackie Chan, Window Cleaner Szene, Unterwasser-Action mit Haien), die ganzen James Bond Vibes oder spektakuläre Stunts- und Verfolgungsjagden im Schnee oder vor den Bösewichten in schwindelerregender Höhe (Flucht vor den zwei Killern). Krass ist, dass praktisch alle diese Szenen in den US-Fassungen stark zensiert wurden (Handlung, Humor, Action). Was die Kung Fu-Einlage angehen muss ich sagen: die Kampfszene mit der Leiter war toll! Gut genug, damit ich mir die LD Version (mehr dazu unter Fassungen) auf die Wunschlist setzen werde!

 

Fazit: Passt eure Erwartungen an, dann kann First Strike gut unterhalten!

 

Gefolgt von: New Police Story

 

Infos:

 

O: Jing Cha Gu Shi 4Zhi Jian Chan Ren Wu

 

HK 1996

 

R: Stanley Tong

 

D: Jackie Chan, Annie Wu Chen-Chun, Ailen Sit Chun-Wai, Jackson Lau Hok-Yin, William Duen Wai-Lun, Bill Tung

 

Laufzeit der TW-DVD: Ca. 107 Min.

 

Neusichtung am: 18.04.22

 

Fassungen: Mir lag taiwanesische DVD von Funny (Neuauflage) vor = Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Mandarin Dub (wobei Jackie Chan sich selbst gesprochen zu haben scheint), englische Subs. In den USA und Deutschland ist der Film nur verändert d.h. stark zensiert und mit neuer Musik veröffentlicht worden. Den O-Ton (Mix aus Englisch, Mandarin, Russisch und Kantonesisch) gibt es scheinbar nur auf der jap. Disc (keine englischen Subs) oder in Hong Kong (LD/VHS MIT englischen Subs).

All Night Long R Review


 

 

 

All Night Long R

Story:

 

Ein Otaku und Stalker experimentiert mit Tieren. So pflanzt er einer Maus ein Ohr an oder seziert einen Fisch. Danach entführt er nacheinander zwei Frauen, um seine Erkenntnisse an ihnen umzusetzen, während er sich in eine Traumwelt flüchtet. Später schaut noch ein Bully vorbei – dem kommt dies gesundheitlich jedoch auch nicht gut, als er die Wohnung des Otakus betritt und erkennt, was ihn dort erwartet…

 

Meine Meinung:

 

Ausserhalb Japans sind nur All Night Long 1-3 veröffentlicht worden. Die Teile 4 (= R), 5 (= O) und 6 wurden nie ausserhalb Japans veröffentlicht und sind dementsprechend wenig bekannt. Ich würde auch sagen, dass die Filme, je neuer das sie waren, umso schlechter und billiger wurden sie. Regisseur Katsuya Matsumura, der der Reihe treu blieb, schien immer weniger Budget zu haben. Das wirkt sich auch auf die Settings und Endqualität aus.

 

All Night Long R ist ein Kammerspiel. Der Film spielt zu 95% nur im Raum des Otakus. Es sind die üblichen Klischees, welche inhaltlich präsentiert werden, die der Fan bereits aus den Vorgängern kennt: Otaku, Stalking, Mobbing, Mad Scientist, Folter. Es gibt einige unschöne Szenen – Ausweidungen oder wohl echter Tier-Snuff (Sezierung an einem Fisch). Dabei wirkt der Film als Ganzes jedoch wenig schockierend, da einfach zu belanglos und billig.

 

Der Film fliegt, wie bereits die Mehrheit der Vorgänger, aus der Sammlung. Dazu war auch das Schauspiel der «Darsteller» zu wenig überzeugend. Der Film erinnert zudem neu an Filme wie Guinea Pig oder Naked Blood. Ein wenig positive Stimmung kommt durch etwas verträumten Surrealismus (Vorspann, paar Sex-Szenen) auf. Dieser lockert den Film etwas auf.

 

Eine echte Stimmung oder gar Spannung sucht der Zuschauer aber vergebens. Die Figuren und deren Ausgang sind total egal und Gleichgültigkeit empfindet der Zuschauer gegenüber den Taten des Otaku. Dazu kommt, dass der Film vom Realismus her ins Unrealistische abdriftet (einem Jungen wird der Penis mit einem Japanmesser abgeschnitten und dessen Reaktion war zu ruhig und unglaubwürdig beim Durchgang). Zudem ist es wenig nachvollziehbar, von woher der Otaku sein ärztliches Fachwissen kennt, um einer Frau eine dritte Brust oder einer Ratte ein Ohr zu verpflanzen.

 

Fazit: Nur für Fans der Reihe oder solchen Sickos zu empfehlen!

 

Gefolgt von: All Night Long O

 

Vorgeschichte: 

 

- All Night Long

- All Night Long 2

- All Night Long 3

 

Infos:

 

O: Ôru naito rongu R

 

Japan 2002

 

R: Katsuya Matsumura


D: Yuuki Fukuzono, Kiyori Miyamae, Kazuya Ichikawa, Kazumi Hiraishi, Masahiro Nagai

 

Laufzeit der jap. DVD: 82:05 Min.

 

Neusichtung am: 16.04.22

 

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von GP Museum vor = Uncut, durchschnittliche Bildqualität, gute Tonqualität, O-Ton Japanisch, keine Subs. Eine offizielle Fassung mit englischen Subs gibt es nicht. Es gibt weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: April 2022).