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Mittwoch, 25. Januar 2017

Final Episode Review

Final Episode  

Story:

Nach Police Tactics, dem 4. Teil, geht es wie folgt weiter:

1966: Shozo Hirono (Bunta Sugawara) sitzt seine Strafe im Gefängnis ab. Nach dem harten Vorgehen der Polizei sind die Yakuza aus Hiroshima und Kure zu einer politischen Zelle zusammengewachsen, welche sich legal geben und somit die Polizei und Gesellschaft zu täuschen versuchen. Alle Familien unterliegen dieser Organisation. Das Blutvergiessen soll somit gestoppt werden.

Doch als der Boss der Tensei Koalition verhaftet wird bricht Chaos aus. Denn dem zuvor klar fast einstimmig gewählten Matsumura (Kinya Kitaoji) werden von unliebsamen Konkurrenten Steine in den Weg gewählt und bald startet das Blutvergiessen von neuem.

Der baldige Austritt Hironos aus dem Gefängnis wirkt sich zudem auch alles andere als deeskalierend auf die Situation aus…

Meine Meinung:

Der letzte Teil der epischen, fünfteiligen, während 20 Jahren erzählenden Battles Without Honor & Humanity Reihe schliesst sich nach dem leicht schwächeren vierten Teil wieder den Teilen 1-3 an was die hohe Filmqualität angeht.  

Die Story wird realistisch und nachvollziehbar weitererzählt. Shozo Hirono (Bunta Sugawara) ist nur noch eine Nebenfigur, die vor allem am Ende vorkommt. Er spielt aber nach wie vor genial. Sein «Erzfeind» hingegen hat kaum mehr Szenen in dem Film und ist nicht mehr von grosser Wichtigkeit (Boss Yamamori).

Dafür kommt mit Matsumura eine starke Persönlichkeit und Figur dazu, welche man auch gut als Art «Held» und «Guten» beschreiben könnte. Er wirkt wie ein jüngerer Shozo Hirono und daher ist es auch nicht wirklich schlimm, dass eben besagter Shozo Hirono nur noch am Ende vorkommt. Matsumura und über dessen Entscheidungen, Schicksale, Werdegang etc. ist der Zuschauer auch interessiert. Er spielte übrigens schon in Teil zwei mit, dazumal jedoch eine andere Rolle (den Piloten). Man ist schnell an den Bildschirm gefesselt und beobachtet das Finale voller Spannung und Knistern, hier und da auch mit blutigen Actionszenen wie man es aus der Reihe her nicht anders kennt.

Der Soundtrack ist nach wie vor eine Wucht (immer der gleiche über all die fünf Filme) so, dass ich nur sagen kann:

Absolute Empfehlung wie die ganze Reihe! Fans des japanischen Yakuza Film sollten hier auf keinen Fall verzichten!

Randnotiz:

Es folgten noch drei Filme mit dem Titel New Battles Without Honor and Humanity, wieder von Regisseur Kinji Fukasaku und erneut mit Star Bunta Sugawara. Es handelt sich NICHT um offizielle Fortsetzungen. Viele der Stars sind wieder dabei, aber in neuen Rollen und es werden neue Geschichten erzählt. Die drei Teile stehen für sich aber sind sicherlich auch sehenswert!

Infos:

O: Jingi naki tatakai: Kanketsu-hen

Japan 1974

R: Kinji Fukasaku

D: Bunta Sugawara, Kinya Kitaoji, Goro Ibuki, Nobuo Kaneko

Laufzeit der UK Blu: Ca. 98 Min.

Gesehen am: 16.01.17

Fassungen: Siehe Teil zwei Hiroshima Death Match!

Montag, 23. Januar 2017

Proxy War Review

Proxy War

Story:

Nach Teil 2 (Hiroshima Death Match) geht es wie folgt weiter:

Die Yakuza Gruppen bauen sich neu auf. Intrigen und Feindschaften sind jedoch vielzählig vorhanden, viel Blut wird vergossen.

In diesem anarchistischen Chaos versucht Shozo (Bunta Sugawara) endgültig seinen ehemaligen Boss und Feind, Boss Yamamori (Nobuo Kaneko), vom Thron zu stossen....

Meine Meinung:

Der dritte Teil der Reihe nach Battles Without Honor and Humanity und Hiroshima Death Match kann das sehr hohe Niveau der Vorgänger halten.

Die Story wird komplex und spannend weitergeführt. Das Geschehen fesselt, da das Duo Boss Yamamori und Shozo im Mittelpunkt stehen und wie sich beide versuchen, auszuspielen.

Beide Darsteller sind eine Wucht und tragen den Film alleine. Nebst allem gibt es viele Nebenplots, viel blutige Yakuza-Action (Ohr abscheiden des Boxers), selten schwarzen Humor (Den abgeschnittenen Finger im Glas den niemand will, dem Boxer, dem versprochen wird Miss Hiroshima beglücken zu dürfen wenn er den Kampf gegen den Ausländer gewinnt...) aber auch Emotionen und starke Gefühle dürfen nicht fehlen (das Schicksal des jungen Neuankömmling am Ende, der zu Beginn seiner Mutter ausländische Zigaretten schenkt).

Da sieht man schön, wie viel Kraft und Leidenschaft in dieser Reihe steckt! Der Soundtrack ist wie gehabt fantastisch und ein Ohrenschmaus!

Regisseur Kinji Fukasaku zieht alle Register seines Könnens und vollbringt eine starke Leistung! Bisher eine absolut fantastische Filmreihe von enormer filmischer und emotionaler Qualität! Bitte mehr davon!

Gespannt auf Teil vier bzw. das Finale!

Gefolgt von: Police Tactics

Infos:

O: Jingi naki tatakai: dairi sensô

Japan 1973

R: Kinji Fukasaku

D: Bunta Sugawara, Akira Kobayashi, Tsunehiko Watase, Shingo Yamashiro, Reiko Ike

Laufzeit der UK Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 13.01.17

Fassungen: Siehe Teil zwei Hiroshima Death Match!

Freitag, 20. Januar 2017

Police Tactics Review

Police Tactics 
 
Story:

1963: Shozo Hirono (Bunta Sugawara) wurde von der Yamamori Gang verstossen. Er gibt sich nun selbst als Chef und hat zudem die Unterstützung der Akashi Familie.

Die Gangs führen Krieg in den Strassen Hiroshimas. Blut wird vergossen, nicht immer nur dieses der Yakuza. Auch Unschuldige geraten zwischen die Fronten. 

Dies ruft die Polizei auf den Zahn: diese gehen hart gegen die Gangs vor, so dass sich Shozo nicht aus dem Haus begeben kann bevor er (Mal wieder) verhaftet und zu einer langjährigen Gefängnis Strafe verurteilt wird (Mal wieder). 

Im Glauben, dass die Clans ihre Waffen wegen der Polizeipräsenz abgeben, der irrt. Vor allem die jungen Bandenmitglieder haben Blut gerochen und legen erst richtig los...

Meine Meinung:

Teil vier der Reihe und mein Fehler - ich hielt Police Tactics für Teil drei und hab somit die Chronologie der fünf Filme nicht eingehalten! Anstatt Teil drei habe ich somit Teil vier geschaut und Teil drei (noch) nicht. 

Etwas doof, aber es ging trotzdem zum Schauen! Somit kann ich nicht genau sagen was in Teil drei passierte, aber Bunta Sugawara als Shozo Hirono und der Boss des Yamamori Clana su Teil eins sind beide noch mit dabei und dürften somit auch Teil drei überlebt haben.

Die Fehde zwischen den Parteien und neuen Clans herrscht noch immer. Das altbekannte Lied. Neu ist die Präsenz der Polizei, welches auf wahren Begebenheiten beruht. Die Gesellschaft hatte von dem blutigen Treiben der Yakuza die Schnauze voll. 

Der vierte Teil kann das hohe Niveau von Teil eins (Battles Without Honor and Humanity) und Teil zwei (Hiroshima Death Match) nicht halten, was aber nicht heisst, dass es sich um einen schlechten Film handelt. Die Akteure agieren nach wie vor stark und glaubhaft, der coole Soundtrack ist geblieben wie auch die blutige Triaden Action. Am Ende wird dick mit dem Zeigefinger gegen das Publikum bzw. die Gesellschaft gezeigt, im Hintergrund das zerbombte Gebäude in Hiroshima zu sehen!

Gründe warum der Film nicht mehr ganz so stark wie seine Vorgänger ist:

Weniger spannend und fesselnd und es fehlen hier die Figuren, an denen man festhalten kann. Shozo Hirono (Bunta Sugawara) hat eine Nebenrolle und mit dessen Ausnahme sind einem die Figuren und/oder die Schicksale egal! Da bot Teil zwei mit Sonny Chiba, dem Piloten und/oder Meiko Kaji deutlich mehr. Figuren die Gefühle und Emotionen verursachten, mit denen man mitfieberte, mit denen man sich identifizieren konnte. 

Dieser Charakter fehlt dem vierten Teil, daher die leichte Abstufung der Qualität. Aber im Grossen und Ganzen weiterhin tolles Kino aus Japan und eine leichte Spannung ist für das Finale gegeben - wie wird das Epos enden? Und was verpasste ich in Teil drei, den ich vor dem Finale noch schauen muss (hole ich noch nach). 

Fazit: Für Fans der Reihe weiterhin sehenswert!

Gefolgt von: Final Episode

Infos:

O: Jingi naki tatakai: Chojo sakusen

Japan 1974

R: Kinji Fukasaku

D: Bunta Sugawara, Akira Kobayashi, Tatsuo Umemiya, Toshio Kurosawa, Hiroki Matsukata

Laufzeit der UK Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 12.01.17

Fassungen: Siehe Teil zwei Hiroshima Death Match

Dienstag, 17. Januar 2017

Schulmädchen-Report, 3. Teil - Was Eltern nicht mal ahnen Review



Schulmädchen-Report, 3. Teil - Was Eltern nicht mal ahnen

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Vorgeschichte:

Siehe:


Die Reihe geht in die dritte Runde und der dritte Film bzw. die zweite Fortsetzung hat mir bisher am besten gefallen! Der Film nahm sich deutlich weniger ernst als die ersten Streifen, der Film war irgendwie «lockerer», lustiger, die Dialoge frecher und regten mehr zum Schmunzeln an. Ich fühlte mich durch und durch kurzweiliger unterhalten.

Zudem wurde auf «echte» Strasseninterviews mehrheitlich verzichtet im Gegenteil zu Teil eins und zwei. Ob die Macher bemerkten, dass man die Zuschauer nicht mehr für blöd verkaufen konnte? 

Zum Inhalt sei folgendes gesagt: paar Mädels sitzen an einem Tisch und erzählen ihre Erotikerfahrungen/Geschichten. Diese wirken allesamt sehr konstruiert und es kommen nun auch Darsteller aus den ersten Filmen vor, so dass überhaupt keine Glaubwürdigkeit mehr gegeben ist.

Dafür steigt der Trash -und Unterhaltungsfaktor. Die Geschichten reichen von der Selbstbefriedigung über Vergewaltigungen, Sex mit dem Vater des Freundes bis hin zu Doktorspielen. Diesbezüglich ist auch der Grad an Nacktszenen (welche hier und da auch voyeuristischer und erotischer wirken als in den ersten zwei Streifen) gestiegen. Der poppige Titelsong ist geblieben! 

Fazit: So darf es gerne weitergehen! Trashig, unfreiwillig komisch, amüsant! 

Gefolgt von: Schulmädchen-Report, 4. Teil - Was Eltern oft verzweifeln lässt

Infos:

O: Schulmädchen-Report, 3. Teil - Was Eltern nicht mal ahnen

D 1972

R: Walter Boos, Ernst Hofbauer

D: Friedrich von Thun, Michael Schreiner, Werner Abrolat, Gunther Möhner

Laufzeit der deutschen DVD: 92:54 Min.

Gesehen am: 12.01.17

Fassungen: Die ungeprüfte Kinowelt Box aus Deutschland (DVD only) ist zu empfehlen. Teil drei ist Uncut – bisher war nur Teil zwei leicht zensiert. Extras = identisch wie Teil eins!

Hiroshima Death Match Review


 

 

Hiroshima Death Match

Story:

Nach dem Ende von Teil eins (Battles Without Honor and Humanity) geht es wie folgt weiter:

Shozo Hirono (Bunta Sugawara) hat sich vom Yamamori Clan gelöst und führt nun selbst einen kleinen Trupp Männer an. Derweil überschlagen sich die Ereignisse in Hiroshima: Kamikaze Pilot Shoji Yamanaka (Kin'ya Kitaôji) steigt in der Muraoka Gruppe zum Auftragskiller auf. Der Clan wird von einem gegnerischen Clan, angeführt von Katsutoshi Otomo (Sonny Chiba), bedroht. Es herrscht Krieg. Als sich Pilot Shoji in die Nichte (Meiko Kaji) des Muraoka Bosses verliebt, überschlagen sich die Ereignisse…

Meine Meinung:

Der zweite Teil der Battles Without Honor and Humanity Reihe kann das hohe Niveau des Vorgängers halten. Die Story wird interessant und spannend weitergeführt. Neue Figuren werden eingeführt.

Held und Sympathieträger aus Teil eins, Bunta Sugawara, kommt diesmal eher als Nebenrolle vor. Hauptfiguren sind der Pilot, dessen Boss, die Nichte in welcher er sich verliebt und der dortige Gegner, gespielt von Sonny Chiba.

Die Story ist ähnlich wie in Teil eins – nur, dass neu der Pilot anstelle von Bunta Sugawara von seinem Boss ausgenutzt und belogen wird. Der Film bietet Spannung, Gewalt, Action und einen tollen Soundtrack. Dazu kommt im Vergleich zu Teil eins auch noch Gefühl und Emotionen da es hier schon mehr «Helden» und Figuren gibt, die einem sympathisch sind. Die gut sind. Dazu zählen selbstverständlich der Lead Kin'ya Kitaôji als Kamikaze Pilot und später Profikiller. Er spielt sehr gut und überzeugend.

Dramatisch und zeigend, dass sie eine tolle und wechselhafte Schauspielerin ist, ist Meiko Kaji. Einer der grossen weiblichen Stars des japanischen Kinos und Star von Toei. Sie wirkte in vielen tollen Genre Filmen mit, z.B. Lady Snowblood, Blind Woman’s Curse, Wandering Ginza Butterfly, in den Stray Cat Rock Streifen oder in der Female Prisoner #701: Scorpion Reihe.

Mit diesen zwei Figuren fiebert man in der Tat richtig mit. Gefühlswirkung. Qualitätsmerkmal. Sonny Chiba gehört zu den Bösewichten bzw. zur gegnerischen Gang und seine moderne und vorlaute Art und Weise passt perfekt zu ihm – coole Rolle die er da ergattert hat! Er ist ebenfalls ein grandioser Schauspieler der einfach jede Rolle meistern und jeder Figur Leben einhauchen kann.

Der Film ist etwas übersichtlicher als Teil eins und wird zu keiner Sekunde langweilig. Es gibt viel Action, wobei Story und Figuren und dessen Entwicklung nicht vergessen gehen!

Fazit: Wie der erste Teil grossartiges japanisches Kino vom Feinsten! Uneingeschränkt zu empfehlen! 

Gefolgt von: Proxy War

Infos:

O: Jingi naki tatakai: Hiroshima shito hen

Japan 1973

R: Kinji Fukasaku

D: Sonny Chiba, Seizo Fukumoto, Meiko Kaji, Kin'ya Kitaôji, Asao Koike, Mikio Narita, Bunta Sugawara

Laufzeit der UK Blu: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 11.01.17

Fassungen: Siehe den 1. Teil Battles Without Honor and Humanity. Einziger Unterschied: Nur Teil eins gab es in Deutschland!