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Montag, 7. September 2026

Seven Knights

Seven Knights

Story:

Chen Lei (Chen Kuan Tai) und seine Banditen sorgen für Angst und Schrecken. Nachdem sie ihrem alten Leader (Wang Kuan-Hsiung) getötet haben, überfallen sie Dörfer, rauben die Häuser aus und schrecken auch vor Mord und Vergewaltigung nicht zurück. Die Regierung erlässt ein Kopfgeld auf Chen Lei. Sieben Helden (u.a. Ko Chun-Hsiung, Ma Yu-Feng, Pa Ke, Chiang Hou-Jen, Hsi Hsiang) nisten sich in einem Dorf ein und bereiten die Anwohner (u.a. Fan Mei-Sheng, Elsa Yang) auf den Kampf gegen die Banditen vor…

Meine Meinung:

Seven Knights ist ein seltener Film aus Taiwan, der sich am japanischen Klassiker Seven Samurai orientiert. Der Film ist fast eine Art Remake und scheint zusammen mit Seven Warriors, der 1989 in Hong Kong veröffentlicht wurde, eine der wenigen Filme mit dieser Thematik aus Hong Kong und Taiwan zu sein. Und beide Filme gefallen mir besser als Seven Samurai, auch wenn Seven Knights selbst kein Kracher ist. Denn fehlende verständliche Untertitel sorgen, vor allem auf der ersten Disc, für Längen.

Der Plot ist halt bekannt und danach werden die einzelnen Helden vorgestellt. Wie sie in die Gruppe integriert werden, wie sie Planen, der Bedrohung durch die Banditen Herr zu werden bis hin zum Training der einfachen Bauern und Dorfbewohner. Dabei darf Blackie Ko (Secret of the Chinese Kung Fu) den Hampelmann spielen. Eine Art Version von Toshirô Mifune aus dem Original. Fan Mei-Sheng (Darkside of Chinatown), Elsa Yang (The Phantom Chivalry) sowie Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes) spielen eher Nebenrollen. Sie sind nicht die Hauptbösewichte und/oder gehören nicht den sieben Helden an.

Blackie Ko gehört zu den sieben Helden, deren andere Mitglieder mir unbekannt sind. Chen Kuan-Tai (Sleazy Dizzy) spielt den Hauptbösewicht. Er macht das fies, diabolisch und mit viel Overacting, ohne dabei lächerlich zu wirken. Wer andere Filme mit ihm kennt, z.B. The Crippled Avengers, weiss, dass er problemlos auch Schurken darstellen kann. Im Finale taucht er mit einer Art Rüstung auf, die ihn fast unverwundbar macht. Im Finale kämpft er am Ende gegen drei Mann, ehe er bezwungen wird. Der Film beginnt mit einigen Actionszenen und dann folgen Längen. Immerhin gibt es in diesen Momenten viel geklaute Italo-Western Musik zu hören, was gut zum Setting passt.

Allgemein erinnert der Film an japanische Samurai und/oder Italo-Western Filme. Settings, Story, viel Schlamm (Finale), die Waffe von Elsa Yang (Franco Nero aus Django lässt grüssen) und eben besagte Musik. Es gibt tolle Zeitlupenaufnahmen und Stunts (Pferde). Aufgrund der Längen im Mittelteil ist der Film nicht im Kracher-Sektor anzusiedeln. Dafür gibt es in den letzten 40-30 Minuten Daueraction, die teilweise auch relativ blutig geraten ist (platzender/explodierender Kopf). In einer schick restaurierten Version würde der Film sicherlich auch blutiger wirken (Shoot-Outs, Blutfontänen). Und wer weiss, ob in dieser VCD-Fassung auch noch mehr Szenen fehlen, als jene im Finale (Köpfung).

Fazit: Das Warten auf der Finale lohnt sich!

Infos:

O: Qi Wu Shi

Taiwan 1982

R: Chin Ao-Hsun

D: Chen Kuan-Tai, Fan Mei-Sheng, Blackie Ko, Ko Chun-Hsiung, Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang, Ma Yu-Feng, Pa Ke, Chiang Hou-Jen, Hsi Hsiang

Laufzeit der HK-VCD: 1. Disc = 49:14 Min. / 2. Disc = 44:00 Min.

Gesehen am: Mai 2014 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor = O-Ton, keine Subs, solide Bild- und Tonqualität. In mind. einer Szene sah es nach typischer Zensur aus (Köpfung). Dazu fand ich auch ein Bild der Szene, das einen kopflosen Torso zeigt, aus dessen Rumpf Blut spritzt. Genau die Szene dürfte zensiert sein. Leider finde ich dieses Bild Online nicht mehr. Vom gleichen Label gibt es auch eine VHS und LD. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

Four Riders


Four Riders

Story:

Nach dem Ende des Korea-Krieges bekommen es vier Soldaten (Chen Kuan-Tai, Ti Lung, David Chiang, Wang Chung) mit einer Rauschgiftbande zu tun (Yasuaki Kurata )…

Meine Meinung:

Mit Four Riders wurde ich irgendwie bereits in der Vergangenheit nicht 100% warm. Ich weiss auch nicht genau warum. Chang Cheh (The Fantastic Magic Baby, The Duel, Heaven and Hell), der diesmal mit seinen Stars Chen Kuan-Tai (Return to Action), Ti Lung (Shaolin Prince, Inheritor of Kung Fu, A Warrior's Tragedy), David Chiang (The Singing Killer, What Price Survival, The Generation Gap) und Wang Chung (Cops and Robbers, The Informer, The Imp) in Korea drehte, lässt die Geschichte im Korea der 50er Jahre spielen. Eine Abwechslung zu sonstigen klassischen Kung-Fu-Geschichten. Reviews lassen erahnen, dass die Settings mehr an die 70er erinnern, satt an die 50er. Dennoch war es nett, Mal andere Settings zu sehen.

Allerdings gefallen mir i.d.R. die klassischen Chang Cheh-Filme meist besser. Was mich an Four Riders störte waren diverse Dinge. Zum einen gab es mit Ausnahme des Finales zu wenig Action. Und diese war auch zu harmlos, zu unblutig. Es gab Längen und mich störte die Tatsache, dass Yasuaki Kurata (Aces Go Places II, Return of the Sister Street Fighter, Wang Yu - Der Karatebomber) nicht der Hauptbösewicht ist, sondern nur der Lakaie eines ausländischen Bösewichtes. Und die Konstellation der vier Hauptfiguren als Freude fand ich unglaubwürdig. Es dauert ewig, bis die vier überhaupt Mal zusammenkommen und einige Dinge waren schlicht unglaubwürdig (David Chiang, der Chen Kuan-Tais Verlust nicht ernst nimmt). Zudem fand ich auch das Schauspiel in einigen dramatischen Momenten schlecht gespielt (Chen Kuan-Tai und sein Verlust).

Die Kampfszenen waren absolut solide und immerhin im Finale dann auch hart, blutig und abwechslungsreich. Mehr davon, schon vor dem Finale, wäre wünschenswert gewesen. Von den vier Stars bekommt Chen Kuan-Tai am wenigsten Szenen, gefolgt von Wang Chung. David Chiang ist der eigentliche Star der Stunde. Am Ende sind sie aber alle tot. Ich mochte das nihilistische und Happy End freie Ende. Lily Li (Relentless Broken Blade) spielt eine Nebenrolle und endet in einer überraschend blutigen Szene. Tina Chin Fei bringt eine Spur Erotik und Sleaze (kurze Nacktszene) in den Film. Ansonsten wirkten die Helden relativ blass und eigentlich auch wenig sympathisch, in ihren Rollen. Aber das Finale und Setting entschädigt dafür.

Fazit: Überbewertet. Dennoch können Chang Cheh Fans einen Blick riskieren!

Infos:

O: Si Qi Shi

HK 1972

R: Chang Cheh

D: Chen Kuan-Tai, Ti Lung, David Chiang, Wang Chung, Lily Li, Yasuaki Kurata, Ching Li, Tina Chin Fei, Lu Ti, Andre Marquis

Laufzeit der HK-DVD: 103:55 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von IVL vor, die 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert wurde = in Action Uncut (= es fehlen ca. 25 Sek. = eine Dialogszene, der im deutschen VHS zu sehen war), sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in Deutschland von mehreren Anbietern als Blu-Ray (Deutsch/Mandarin mit Englischen und/oder deutschen Subs, je nach Label).

Freitag, 14. August 2026

One-Armed Swordswoman

One-Armed Swordswoman

Story:

Li Feng (Cheung Ching-Ching) kämpft gegen Bösewichte und Mörder. Sie nimmt den Kampf gegen die Banden auf, doch nicht immer kommt sie rechtzeitig, um die Unschuldigen vor dem Tod zu bewahren. Doch eines Tages wird sie von einem Gegner, der ein vergiftetes Schwert als Waffe benutzt, überwältigt und als Folge wird ihr der Arm amputiert. Ein mysteriöser Mann, Black Dragon genannt, trainiert sie. Sie schwört Rache an den Tätern…

Meine Meinung:

One-Armed Swordswoman ist Taiwans Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker The One-Armed Swordsman mit Superstar Jimmy Wang Yu. Der Film von Chin Sheng-En (Bronze Head and Steel Arm) ist für Eastern Fans sehenswert. Der Film ist ein Mix aus Wuxia und Drama. Der Film legt besonders am Anfang ein Höllentempo vor. In den ersten 30 Minuten gibt es praktisch nur pausenlose Kämpfe zu sehen. So bietet der Film in den ersten 30 Minuten mehr Kämpfe, als andere Filme in den ersten 60 Minuten. Das Budget war klein. Es wurde fast nur Outdoor gedreht.

Der Plot ist simpel und Cheung Ching-Ching (Queen of Fist, The Magnificent Chivalry, Sorrowful to a Ghost) macht als weiblicher Jimmy Wang Yu eine gute Figur. Interessant ist, dass ihr Arm nicht im Kampf abgetrennt wird, sondern von dem mysteriösen Mann, der sie rettet, amputiert wird um die Verbreitung eines tödlichen Giftes zu stoppen (durch eine Wunde am Arm). Bevor 30 Minuten um sind, ist Cheung Ching-Ching schon als einarmige kämpfend zu sehen. Das ging deutlich schneller als im Shaw Brothers Klassiker von Chang Cheh. Die männlichen Figuren wirken mehrheitlich uninteressant (gilt sowohl für Bösewichte wie auch Helden).

Die Kampfszenen sind solide. Es gibt typische Trampolin-Sprünge, einiges an Gewalt (z.T. zensiert oder vor zensiert) und auch auf den typischen Fantasy-Einschlag aus taiwanesischen Eastern muss der Fan nicht verzichten, was einige Ideen und Gimmicks der Gegner oder Waffen angehen. Dieser teilweise fast trashig anmutenden Parts des Filmes macht den Reiz aus und heben den Film in einigen Kampfmomenten auch von anderen Filmen dieser Art (oder aus Filmen aus Hong Kong) ab. Wenn der Film schwächelt, dann im Mittelteil aufgrund mehrere dialoglastiger und zu dramatischer Szenen. Doch dafür entschädigt die erste halbe Stunde, die pausenlos Kämpfe bietet und auch vor dem Finale dreht der Film in der Hinsicht wieder auf.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Nu Du Bei Do

Taiwan 1972

R: Chin Sheng-En

D: Cheung Ching-Ching, Tin Ming, Lui Ming, Chiang Ming, Li Chiang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:03 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung).

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Jeil Home Video Production vor = solide Bild- und Tonqualität, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, Vollbild statt Widescreen (Vorspann in Widescreen). Deutsche Fassungen (VHS sowie DVD = Li Feng - Die einarmige Schwertkämpferin) und andere Importe (VHS aus Holland) sind zensiert. Die deutsche Fassung läuft nur 75 Min. Es fehlt Handlung und Gewalt (Köpfung, Mord an Kind). In Holland (82 Minuten) fehlt weniger, aber auch da wurde bei der Köpfung oder beim abgetrennten Arm die Schere angesetzt. So auch bei der VHS aus Südkorea, die auf der holländischen Fassung (wohl gleicher Print) zu basieren scheint. Cuts sind mir nur vier aufgefallen: Mord an Kind (wobei länger als bei der deutschen Fassung), Mord an Mutter, Arm wird abgetrennt und Bösewicht wird im Finale geköpft. Eine Uncut-Fassung ist mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Selbst das taiwanesische Filminstitut listet den Film mit einer Laufzeit von 74 Minuten. Gut möglich, dass die VHS-Fassungen aus Holland und Südkorea der aktuell längsten Fassung zum Film entsprechen und der Film ggf. schon so für das Kino zensiert wurden.

Dienstag, 11. August 2026

The Young Dragons

The Young Dragons

Story:

Fan Ming (Lau Kong) ist ein Polizist auf der Suche nach Gangster Boss Lung (Chiang Nan). Der Kleinkriminelle Kin (Henry Yu) gerät zwischen die Fronten und auch dessen und Fan Mings Umfeld (Hu Chin, Tanny Tien Ni, Ho Kwong-Ming, Ng Ming-Choi) bekommen durch die rechte Hand von Gangster Boss Lung, Wan Fei (Fung Hak-On) ist sein Name, zu spüren, was es heisst, sich mit Boss Lung anzulegen…

Meine Meinung:

Durch eine Diskussion mit einem Amerikaner, der zum Teil auch für diverse Labels zu arbeiten scheint und von dem ich in Vergangenheit auch schon VHS abgekauft habe, wurde ich motiviert, mir von dem John Woo (Harte Ziele, Just Heroes, Silent Night) Frühwerk The Young Dragons das VHS aus Südkorea zu kaufen (mehr dazu unter Fassungen). Das sorgte nicht nur für einen Fassungsvergleich, sondern auch für eine Neusichtung. Ich sah The Young Dragons, der 1973 beendet aber erst zwei Jahre später veröffentlicht wurde, seit April 2010 nicht mehr. Stolze 16 Jahre.

The Young Dragons markiert, nachdem er bei den Shaw Brothers, besonders unter die Fittiche von Chang Cheh, als Assistent Director und Co. (für Produktionen wie The Boxer from Shantung oder The Blood Brothers), Erfahrungen sammeln konnte, sein Regie-Debüt. John Woo drehte nur vereinzelt Kung-Fu-Filme. Nach The Young Dragons folgten The Dragon Tamers (den ich nicht gar nicht habe oder kenne), The Hand of Death sowie Last Hurrah for Chivalry. Last Hurrah for Chivalry ist für mich ein Meisterwerk. The Hand of Death solide. The Young Dragons hat die Zweitsichtung bestanden. Ich hatte den Film nicht mehr so stark in Erinnerung.

Ich würde sagen, dass mir The Young Dragons besser als früher gefallen hat und der Film ist stärker als The Hand of Death. Der Film ist fast humorlos, was dem Film gut bekommt, sieht man Mal von der Szene mit Dean Shek (The Big Risk) oder Henry Yus Sidekick ab. Der Ton des Filmes wird gegen Ende hin brutaler, wenn auch vor Mord und Vergewaltigung nicht zurückgeschreckt wird. Allgemein haben mir die Bösewichte um Chiang Nan (Blood Reincarnation), Cheng Lei (Sketch) und Li Min-Lang (Payment in Blood) gut gefallen. Und am meisten Freude hatte ich, was die Bösewichte angehen, an dem fiesen Fung Hak-On (Bruce Lee the Invincible). Ich mag ihn in solchen Rollen.

Bei den Helden hat vor allem Henry Yu (Black List) überzeugt. Sehr coole Darbietung. Es ist zwar etwas naiv und unglaubwürdig, wie schnell zwischen Henry Yu und Lau Kong (Pituitary Hunter) eine Freundschaft entsteht, aber die typischen Heroic Bloodshed Merkmale, für jene John Woo später bekannt werden sollte, sind hier schon auszumachen. Dazu gehören Inhalte wie Verrat, Freundschaft, Aufopferung, Dramatik und tolle Slow-Mo-Aufnahmen. Die Kameraarbeit (Einstellungen) und Wahl der Musik waren teilweise überdurchschnittlich gut und heben den Film von anderen Filmen dieser Art und dieser Zeit ab. Die Kampfszenen, u.a. von Jackie Chan (Drunken Master) choreographiert, sind eindrücklich, vor allem im Finale.

Fazit: Beachtliches Regiedebüt!

Infos:

O: Tie Han Rou Qing

HK 1973-1975

R: John Woo

D: Lau Kong, Chiang Nan, Henry Yu, Hu Chin, Tanny Tien Ni, Ho Kwong-Ming, Ng Ming-Choi, Fung Hak-On, Li Min-Lang, Cheng Lei, Shing Fui-On, John Woo, Dean Shek

Laufzeit der HK-DVD: 93:18 Min.

Gesehen am: April 2010 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026). Der Film wurde nach seiner Entstehung (eigentlich eine unabhängige, Indie-Produktion) aufgrund seines Gehaltsgrades nicht veröffentlicht und verboten Der ursprüngliche Titel sollte Farewell, Buddy lauten. Danach kam Golden Harvest ins Spiel und sicherte sich die Rechte des Filmes. Nach angeblichen Nachdrehs und neuem Titel wurde der Film dann als die bekannte The Young Dragons Version veröffentlicht. Die HK-DVD von Joy Sales/Fortune Star (The Legendary Collection) ist mind. 40 Sekunden zensiert (Vergewaltigung). Uncut sind die DVDs aus Frankreich und Japan (beide nicht Englisch freundlich). Die HK-DVD hat englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind gut, hier und da etwas dunkel. Woos Original-Version scheint nicht zu existieren. Ich kaufte mir noch die VHS aus Südkorea (von Saekyong) um das auszuschliessen. In Südkorea wurde auch John Woos Originalversion von Heroes Shed no Tears erstmals veröffentlicht. Ein wichtiger Schatz, der dort entdeckt wurde. Sollte sich das wiederholen? Nein. Die VHS aus Südkorea ist in Mandarin, in Vollbild mit koreanischen Untertiteln. Folgende Schnitte hat die Fassung und da erlaube ich mir, meine englischen Texte meiner Social-Media-Kanäle zu zitieren:

«i compared today the young dragons as hk-dvd from joy sales/fortune star (the legendary collection) with the korean vhs. it’s is more or less the same version with the missing nude/r*pe scene like the hk-dvd.

the korean vhs is in full-screen, in mandarin and with korean subtitles. in some of the night scenes the vhs is a little bit more brighter. the audio is clearer. twice a text appears in the picture and told the viever something like "Saekyong (the korean vhs-label) is thanking you for watching"

Unfortunately there are no extra-scenes in the korean-vhs. no second «heroes shed no tears».

besides the nude scenes following scenes are missing in the korean-vhs version:

1. The Golden Harvest Logo at the beginning looks in the korean-vhs different.

2. After henry yu steals the weapons, we see the gangster discussing the issue. some dialogues are missing.

3. before the comedy scene with dean shek in the brothel, a man gives a hooker a claps to the ass (no nuditdy). this short scenes is missing in the tape.

4. missing is also this: a train arrives. after that we see lau kong walking the alley with his fan. some random guy is smoking.

5. after the scene with henry yu riding the horse, following is missing in the korean vhs version = the three bad guys drinking alcohol and laughing with the hookers.

6. before the final fight henry yu fights against mr. mustache and another guy. 36 seconds are missing in the korean version.

7. Henry Yu fights outside the house against some guys those weapons are sticks. henry yu rolls in slow mo the stairs down to the grass. in the garden henry yu fights aginst them. Fung Hak-On is watching him. 59 seconds are missing.

8. after the injured lau kong leans against the tree, more fights between henry yu and Fung Hak-On are shown. 50 seconds are missing.

9. from the great final fight between them both, more scenes are missing. this includes some really impressive slow-mo scenes. 1 minute and 24 seconds are missing."

Montag, 3. August 2026

Das Geheimnis der Todesschlange

Das Geheimnis der Todesschlange

Story:

Wan Li (Bruce Li) und Chuen Sing (Larry Lee Gam-Kwan) wollen auf der Schlangeninsel ein altes Volk studieren. Dort treffen sie jedoch auf einem Perlen suchenden Gangster (Nick Cheung Lik) ehe Wan Li knapp ein Kampf mit dem Stammesanführer Great Wizard (Chan Sing) überlebt. Er wird von Princess Ankawa (Dana) gefunden und gesundgepflegt. Beide verlieben sich, sehr zur Missgunst von Great Wizard. Dennoch lässt Great Wizard Wan Li nach Hong Kong zurückkehren. Dafür muss Princess Ankawa jedoch Great Wizards Sohn (San Kuai) heiraten. Derweil plant Wan Li, auf die Insel zurückzukehren, um seine grosse Liebe zu retten…

Meine Meinung:

Aka Bruce Lee in New Guinea. Das Geheimnis der Todesschlange sah ich seit Ewigkeiten nicht. Ob ich den überhaupt schonmal auf Deutsch sah (die Erstsichtung muss dazumal beim Kumpel als US-DVD gewesen sein)? Es wird immer offensichtlicher, dass der Film in der kommenden Box von Severin Films (The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 2) enthalten sein wird. Zudem gibt es Gerüchte über eine Langfassung d.h. Uncut- und Alternativfassung. Ich war also motiviert, den Film aufzufrischen.

Bei Das Geheimnis der Todesschlange handelt es sich um einen trashigen Bruceploitation-Streifen mit Bruce Lee Klon Bruce Li (Counter Attack, The Dragon Lives, The New Game of Death) in der Hauptrolle. Ansonsten hat der Film und dessen Inhalt nichts mit Bruce Lee zu tun. Regie führte Yang Chi-Yao und scheinbar wurde echt vor Ort in New Guinea gedreht. Mehrheitlich spielt die Handlung auf der «Schlangeninsel». Der Film ist solide, kurzweilig und unterhaltsam. Aber dennoch nicht ganz ein Kracher. Dafür war der Film zu harmlos und die Kampfszenen doch zu unspektakulär.

Der Trash-Faktor entsteht durch das Overacting der Bösewichte, durch den grenzdebilen Humor (die Söhne von Chan Sing oder die zwei schielenden Begleiter von Bruce Li), in der Uncut-Fassung auch durch die Nacktszenen und durch einen Fake-Gorilla (Kostüm tragender Mensch), der auch einmal kämpft, nachdem Addy Sung Gam-Loi (4 Robbers) die Mädels am Strand erschreckt hat. Die Outfits und Kleider waren sehr exotisch und erinnerten an den taiwanesischen Film Return of the Kung Fu Dragon mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (und auch mit Chan Sing). Beim Plot sollte nicht nach Realismus gesucht werden.

Bruce Li macht seine Sache ordentlich. In Nebenrollen als Kämpfer sind noch Bolo Yeung (Bruce, Hong Kong Master, Enter Three Dragons) sowie Lee Hoi-Sang (The Kung-Fu Warrior, Die Schlitzaugen mit dem Superschlag) zu sehen. Letzteren habe ich aufgrund seiner ungewohnten (langen) Haarpracht inklusive Schnauz zuerst fast nicht erkannt. Beide machen ihre Sache ordentlich. Als Bösewicht und Endgegner ist Chan Sing (Shaolin Monk, Two Great Cavaliers) zu sehen, der mit seinem Overacting begeistert, ohne lächerlich zu wirken. Und Dana (The Super Inframan) bringt so was wie eine Spur Marketing und Erotik in den Film. Aufgewertet wird der Film durch die Tatsache, dass die deutsche Synchronisation sehr gelungen ist.

Fazit: Bruce Li und Chan Sing Fans können bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: She Nu Yu Chao

HK 1978

R: Yang Chi-Yao

D: Bruce Li, Larry Lee Gam-Kwan, Nick Cheung Lik, Chan Sing, Dana, San Kuai, Bolo Yeung, Lee Hoi-Sang, To Siu-Ming, Yue Tau-Wan, Addy Sung Gam-Loi

Laufzeit der deutschen DVD: 84:17 Min.

Gesehen am: Dez. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von cmv-Laservision vor. Die Vorteile dieser Version sind a) das Widescreen-Format und b) die deutsche Qualitätssynchronisation (dem englischen, miesen Dub klar vorzuziehen). Leider handelt es sich bei der deutschen Fassung um eine alternative, harmlose Fassung (in vier Szenen sind Frauen bekleidet statt nackt). Die Uncut-Nacktszenen sind als Bonus auf der DVD. Warum man keine echte Uncut gebastelt und z.B. als Bonusversion angeboten hat, ist mir nicht bekannt. Die Bildqualität ist sehr mässig und entspricht nicht dem DVD-Zeitalter = sehr unscharf und in Wald- und Nachtszenen viel zu dunkel, so dass kaum was zu erkennen ist. Eine O-Ton Fassung (mit oder ohne Subs), eine Blu-Ray oder UHD sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Es ist gut möglich, dass der Film in der kommenden The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 2, die 2027 erscheinen soll, enthalten sein wird.

Five Shaolin Masters

 
Shawgust 2026

Five Shaolin Masters

Story:

Die Regierung tötet Shaolin Mönche und zerstört deren Tempel. Diverse Überlebende (David Chiang, Ti Lung, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Meng Fei, Gordon Liu) werden von den Generälen und Truppen der Opposition (Leung Kar-Yan, Fung Hak-On, Tsai Hung, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao) gejagt…

Meine Meinung:

In der Zeit, in der Chang Cheh (The Slaughter in Xian, The New One-Armed Swordsman, Shaolin Temple) in Taiwan unter seiner neu gegründeten Firma Chang's Film Co. für die Shaw Brothers Filme drehte, entstand auch Five Shaolin Masters. Den sah ich nur einmal und wusste praktisch nichts mehr. Dass Shaolin Mönche gejagt werden und dessen Handzeichen war das Einzige, was ich noch im Kopf hatte. Immerhin ist es 20 Jahre her, seit ich den Film zuletzt sah. Der Film hat die Zweitsichtung bestanden und mir gefiel der Film deutlich besser als früher.

Ja, der Plot ist dünn und kaum vorhanden. Ja, es gibt sehr viele Outdoor-Settings und kaum Studiokulissen (immerhin wurde in Taiwan gedreht, auch um Kosten zu sparen). Dafür punktet der Film mit einem hohen Tempo. Lange Erklärungsversuche oder Charakterstudien gibt es hier nicht. Hier heisst es von Anfang an einfach Action, Action und Action. Und dazu wurden unzählige Stars im Film versammelt, so dass der Film ein grosses Sehvergnügen darstellt, da jeder der Stars zeigen kann, was er draufhat. Die Kampfszenen sind bodenständig und realistisch inszeniert. Die Choreographie übernahm Lau Kar-Leung (Executioners from Shaolin) und Lau Kar-Wing (spielt auch eine kleine Rolle).

Und es ist ein Genuss, Namen wie David Chiang (A Mad World of Fools), Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra), Alexander Fu Sheng (The Fake Ghost Catchers), Chi Kuan-Chun (Eagle’s Claw), Meng Fei (The Prodigal Boxer), Gordon Liu (The 36th Chamber of Shaolin) bei den Helden zu sehen. Gordon Liu ist davon der Einzige, der nur einen Gastauftritt bekommen hat. Die anderen sind von Anfang an bis zum langen und harten Finale dabei, wo jeder ein Duell gegen einen der Bösewichte bekommt. Und zuvor wurde trainiert. Dabei erinnerte der Film sogar leicht an den Jet Li Klassiker The Shaolin Temple. Fans der Stars kommen voll auf ihre Kosten.

Ebenso verhält es sich mit den Bösewichten. Da wurde fast die Crème de la Crème engagiert und daher hatte ich auch bei der Auswahl der Bösewichte grosse Freude. Da tummeln sich dann Namen wie Leung Kar-Yan (Profile in Anger), Fung Hak-On (Edge of Darkness), Tsai Hung (The Death Player), Johnny Wang Lung-Wei (Martial Club), Chiang Tao (Super Power) und die sehe ich durchs Band alle gerne als Bösewichte. Und wie auch bei den Helden, kommen sie von Anfang an bis zum Finale vor, wo sie sich dann spektakuläre und sehenswerte Kämpfe mit den Helden liefern. Die Anzahl der Kampfszenen ist von Beginn an hoch, so dass es eigentlich auch nie langweilig wird. Wer die genannten Stars und Shaw Brothers Kung Fu Filme mag, sollte sich Five Shaolin Masters nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Shao Lin Wu Zu

HK 1974

R: Chang Cheh

D: David Chiang, Ti Lung, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Meng Fei, Gordon Liu, Leung Kar-Yan, Fung Hak-On, Tsai Hung, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao

Laufzeit der UK-Blu: 109:28 Min.

Gesehen am: Januar 2006 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shaw Scope Volume One) = Celestial Print (= siehe unten Info zur HK DVD von IVL), O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Einige der Extras sah ich schon (da sich auch Shaolin Temple auf der gleichen Disc befindet und die teilweise die gleichen Extras haben, z.B. das Feature mit Tony Rayns), andere sah ich mir nun erstmals an. Dabei gefällt vor allem das ca. 22minütige Interview mit Chiang Tao, auch wenn die Interviewerin z.T. mehrfach die gleichen und/oder ähnliche Fragen stellt, so dass sich Chiang Tao öfters wiederholen und gleiche Antworten geben muss. In Deutschland als Die Gnadenlosen 5 von T.V.P. - The Vengeance Pack auf Blu-Ray zu haben. Die HK-DVD (Celestial Print) war mind. in einer Gewaltszene zensiert, so auch die UK-Blu-Ray. Die Deutschen haben die Szene vom VHS ins Master gefügt, so dass ihre Fassung länger dauert.

Sonntag, 26. Juli 2026

Evil Dead Burn

Evil Dead Burn

Story:

Alice (Souheila Yacoub) und ihre Familie trauern gemeinsam im Anwesen um Alices Ehemann, den sie heute beerdigt haben. Als die Dämonen von einzelnen Familienmitgliedern Besitz ergriffen, endet die Nacht in einem Gemetzel…

Meine Meinung:

Evil Dead Burn ist der dritte Teil der neuen Evil Dead Reihe nach Evil Dead und Evil Dead Rise. Eine Reihe, die es bisher nicht in meine Sammlung (oder wieder aus meiner Filmsammlung) geschafft hat. Mir sind die alten Filme (Evil Dead 1 + 2) einfach lieber. Mehr Nostalgie, mehr Charme, mehr Sympathieträger (Bruce Campbell). Evil Dead Burn wurde vom jungen französischen Regisseur Sébastien Vanicek inszeniert, der vor einigen Jahren mit seinem Tierhorrorfilm Infested zu überzeugen vermochte. Ich habe Evil Dead Burn am NIFFF verpasst. Die Sichtung holte ich mir heute mit dem Kumpel nach.

Ich habe mich nicht gross um den Film informiert, nicht viel gelesen und den Trailer sah ich gezwungenermassen während der Backrooms Kino-Vorstellung. Einiges, was ich über den Film wusste, gefiel mir nicht (z.B. französische Rap-Musik). Ich war skeptisch. Leider hat mir Evil Dead Burn nicht sonderlich gut gefallen. Für meinen Geschmack handelt es sich um den schwächsten der drei neuen Evil Dead Filme. Der Film war zwar meistens gut gemacht (wobei es auch einige CGI-Momente gibt) und eigentlich nicht wirklich langweilig (dennoch zog sich die 2. Hälfte ewig und ich kämpfte gegen die Müdigkeit), dennoch konnte ich mit dem Film nicht viel anfangen. Mit fast zwei Stunden Laufzeit fand ich den auch klar zu lang (es gibt ausserdem während und nach dem Abspann noch Szenen zu sehen).

Ein Plot ist kaum vorhanden. Die Bild-Optik war mir zu wenig wechselhaft. Die Bilder und Farben zu gleich, zu monoton. Die Kameraführung und Schnitte waren mir oft zu wild, zu hektisch, zu nah dran und/oder dann fanden Gewaltmomente doch nur im off screen statt. Wenn die Dämonen ihre Opfer minutenlang im Haus hin- und her schleudern, kam ich mir mehr vor, als sähe ich mir einen Marvel-Film an, statt einem Horrorfilm. Eine echte Spannung war nie vorhanden und ich fand den Film selten atmosphärisch oder stimmungsvoll. Das Hauptproblem waren jedoch alle Figuren. Die waren alle uninteressant und unsympathisch. Als Zuschauer baute ich zu keinem einen Draht auf und fieberte daher auch mit niemandem mit. Der Film und das Overacting (der Dämonen oder die Familienstreitigkeiten) waren zum Teil zu viel des Guten. Allgemein fand ich die Dämonen langweilig und auch in Sachen Gore und Splatter hätte ich mir, nachdem was ich alles gehört habe, mehr erhofft.

Fazit: Nicht mein Cup of Tea!

Gefolgt von: Evil Dead Wrath

Infos:

O: Evil Dead Burn

USA, Neuseeland 2026

R: Sébastien Vanicek

D: Souheila Yacoub, Luciane Buchanan, Hunter Doohan, Victory Ndukwe, Tandi Wright

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 110 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Läuft in den Kinos in einer scheinbar leicht entschärften Fassung (Schnitte für das R-Rating). Ob auf DVD, Blu-Ray und UHD eine Uncut sprich Unrated Fassung erscheinen wird, ist noch nicht bekannt. In Deutschland soll der Film am 31.12.26 auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Freitag, 24. Juli 2026

Pai Yu Ching

Pai Yu Ching

Story:

Ein maskierter Dieb stiehlt eine Schriftrolle. Später wird Pai Yu-Cheng (Tien Peng), der zusammen mit einer Frau (Hsu Feng) und einem Kind (Lin Hsiao-Hu) durchs Land reist, fälschlicherweise als dieser Dieb «erkannt». Daher versuchen nun, etliche Kämpfer Pai Yu-Cheng auszuschalten, da Zhu Da-Shao (Ko Hsiao-Pao) und seine Männer (Pai Ying) ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt haben…

Meine Meinung:

Pai Yu Ching war ein absoluter Blindkauf. Ich hörte nie zuvor von diesem Film. Es handelt sich um eine Ende der 70er Jahre Produktion aus Taiwan. Regie führte Li Chia (The Lost Swordship). Von ihm liegt mir noch sein Sword Named Revenge ungesehen als taiwanesische DVD vor. Mit Nam Keung (H. K.) Film Co., Ltd. stand eine sehr unbekannte Produktionsfirma hinter dem Film. Pai Yu Ching hat mir dabei gut gefallen. Es sollte nicht die letzte Zusammenarbeit zwischen Regisseur Li Chia und Star Tien Peng bleiben.

Trotz fehlender englischer Untertitel (vielleicht waren sie auch einfach nicht zu sehen, da ggf. das Vollbild zusätzlich gezoomt wurde) und Gu Long als einer der beiden Drehbuchautoren war der Plot diesmal sehr leicht verständlich. Ein unbekannter Dieb stiehlt eine Schriftrolle und hängt die Tat Tien Peng an. Dieser muss sich gegen diverse Kämpfer wehren. Im Finale wird ein Überraschungsbösewicht aus dem Hut gezaubert (mit einer Peitsche bewaffnet). Ende. Wirklich einfach zu verstehen und immer nachvollziehbar. Der Film, der regelmässig und von Beginn an Kampfszenen bietet, unterhält.

Der völlige Verzicht auf Humor, die fantasievollen Waffen, Kämpfer und deren Gimmicks, die Anzahl Kampfszenen und die abwechslungsreichen Natur-Settings Taiwans haben mir zugesagt. Tien Peng (The Elimination Pursuit, The Swordsman of All Swordsmen, Sword with the Windbell) ist die perfekte Wahl als Antiheld. Er macht das schauspielerisch wie auch in den Kampfszenen gut. An seiner Seite befindet sich Ein Hauch von Zen Star Hsu Feng (Legend of the Mountain, Assassin, The Valiant Ones). Pai Ying (Raiders of the Shaolin Temple, A Fistful of Talons) spielt den Betrogenen, der sich ebenfalls einige tolle Kämpfe liefert. Er spielt auch eine der Hauptrollen.

Fazit: Fans von Tien Peng können bedenkenlos zugreifen!

Infos:

O: Bai Yu Jing

Taiwan 1977

R: Li Chia

D: Tien Peng, Hsu Feng, Pai Ying, Lin Hsiao-Hu, Ko Hsiao-Pao, Tang Pao-Yun, Wang Quen, Wen Chiang-Long

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:46 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von NVC vor = Vollbild und ggf. noch zusätzlich gezoomt (und leider auch hier und da störend), Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Sah Uncut aus (allerdings fehlt der Vorspann). Mit Ausnahme der ersten fünf Minuten solide Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

Sonntag, 19. Juli 2026

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Story:

Angela (Pamela Springsteen), die Killerin aus Sleepaway Camp 1 + 2, ist zurück und mordet nun im Camp New Horizons Teens ab…

Meine Meinung (Workprint):

Unmittelbar nach dem Beenden der Dreharbeiten des zweiten Teiles wurde am gleichen Ort gleich die nächste Fortsetzung mit dem Zusatztitel «Teenage Wasteland» gedreht. Wieder von Regisseur Michael A. Simpson und erneut mit Pamela Springsteen als Angela. Der Film hat wenig Plot und spielt neu mit der Idee, reiche und sozial benachteiligte Jugendliche in einem Camp zu vereinen. Abgesehen davon bleibt alles beim Alten. Ich sah mir den Workprint an, da die Kinofassung in Sachen Morden und Gewalt stark zensiert wurde.

Der Workprint ist zwar in den Gewaltmomenten Uncut, dafür ist die Bildqualität alles andere als toll (aber absolut okay), nur Vollbild und was am meisten irritiert hat, waren der fehlende Soundtrack, Musik sowie fehlende Toneffekte und Geräusche (so ist z.B. bei jeder Szene mit dem mobilen Radio keine Musik zu hören). Den Film kann ich Hardcore-Slasher Fans empfehlen, auch wenn Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland das Niveau des Vorgängers nicht halten kann. Der Plot wirkt nochmals dünner und der Film billiger als der zweite Teil. Dass der Film ein sehr kleines Budget hatte, sieht man der Produktion jederzeit an.

Pamela Springsteen spielt gut. Der Rest der Figuren und Charaktere sind 08/15 Stereotypen und spielen mit viel Overacting, schlecht oder austauschbar. Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland punktet in Sachen kreatives Töten und einem hohen Bodycount. Es gibt etliche Opfer. Auch auf einige Nacktszenen muss der Slasher-Fan nicht verzichten. Die Morde sind innovativ, aber selbst in der Workprint Fassung eigentlich nicht sonderlich brutal oder blutig, so dass die starke Zensur der Kinofassung nicht nachvollziehbar ist. Dennoch war es cool, z.B. einen Rasenmäher (noch vor Braindead) als Mordwerkzeug gesehen zu haben.

Fazit: Wer die ersten zwei Filme mochte, kann trotz den Mängeln einschalten!

Gefolgt von: Return to Sleepaway Camp

Infos:

O: Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

USA 1989

R: Michael A. Simpson

D: Pamela Springsteen, Tracy Griffith, Michael J. Pollard, Mark Oliver, Sandra Dorsey, Kim Wall, Daryl Wilcher

Laufzeit der US-Blu (Workprint): 84:48 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Ich habe den Film als US-DVD von Anchor Bay (zensierte Kinofassung) und US-Blu-Ray von Shout Factory in der Sammlung. Letztere bietet den Workprint (VHS-Master) als Bonus = immerhin Uncut in den Kills. Jedoch sollen einige Dialoge und Musikstücke fehlen da eben ein Workprint. Die Kinofassung ist stark zensiert. Schade, dass man für die Bonusfassung nicht das HD-Master nahm und die Uncut Szenen einfügte. Die Bild- und Tonqualität des Workprint sind durchschnittlich. O-Ton Englisch ohne Untertitel. Es gibt keine Musik und diverse Soundgeräusche fehlen, was die Sichtung gewöhnungsbedürftig macht. In Deutschland gibt es den Workprint von X-Rated auf DVD.

Freitag, 17. Juli 2026

Event Horizon

Event Horizon

Story:

2047:

Eine Rettungscrew (Laurence Fishburne, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Joely Richardson, Kathleen Quinlan, Jason Isaacs, Sean Pertwee) und ein Wissenschaftler (Sam Neill) sollen das vor sieben Jahren verschwundene Raumschiff Event Horizon bergen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Event Horizon wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. Event Horizon mochte ich schon immer und da ich den Film auf dem Blog noch nicht besprochen hatte, war es klar, dass das der erste Film sein würde, den ich aufgrund des Todesfalles in den Player legen würde. Event Horizon von Regisseur Paul W.S. Anderson (Death Race) ist in meinen Augen einer der besten Sci-Fi-Horrorfilme der damaligen Zeit. Der Film erinnert aufgrund einiger Bilder, seiner Stimmung und durch Settings (Hölle) an Clive Barkers Hellraiser. Dem Vergleich hält der Film auch heute noch Stand.

Event Horizon ist ein Film nahezu zur Perfektion, selbst in der stark verkürzten und auch zensierten Kinofassung (siehe Fassungen). Das Einzige, was mir nicht gefiel, war der Vorspann des Filmes. Billig in Optik und Musikauswahl. Wirkt einfältig und lahm (wie dann auch der Abspann). Schade, dass da nicht was Passenderes kreiert wurde. Abgesehen davon hat mir der Streifen ansonsten sehr zugesagt. Ich fand den Plot stimmungsvoll, leicht unheimlich, unterhaltsam, gradlinig, fesselnd und interessant. Die Weltraum- und Raumschiff-Szenen kommen aufwändig zur Geltung, vor allem der Zugang (das Schwarze Loch) zur anderen Dimension hebt den Film von anderen Sci-Fi-Filmen ab.

Der Film ist für eine FSK 16 Freigabe dennoch relativ blutig, trotz der Zensur, die der Film widerfahren hat. Die Effekte sind toll anzusehen und es gibt mehrere herrlich fiese Szenen (ohne Schutzanzug in die Schleuse z.B.). Die Wahl des Soundtracks/der Musik ist mit Ausnahme des Vor- und Abspannes toll und passt hervorragend zu den Horrorparts. Die passen und machen Laune. Der Cast um Sam Neill (er spielt unglaublich gut), Laurence Fishburne (Death Wish II), Joely Richardson (Color Out of Space), Kathleen Quinlan (The Hills Have Eyes) oder Jason Isaacs (Black Hawk Down) ist durch und durch stark. Wenig bekannt ist, dass für die «Höllensequenz» sogar Porno-Darsteller und Menschen mit Amputationen an Bord geholt wurden. Jedoch ist davon nicht mehr viel übrig (die Szenen fielen beim Testpublikum durch).

Fazit: Sehenswerter Sci-Fi-Horror!  

Infos:

O: Event Horizon

USA, Grossbritannien 1997

R: Paul W.S. Anderson

D: Laurence Fishburne, Sam Neill, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Joely Richardson, Kathleen Quinlan, Jason Isaacs, Sean Pertwee

Laufzeit der deutschen DVD: 92:01 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Paramount vor = wie weltweit nur die (u.a. in Gewalt) zensierte US-Kinofassung, Deutsch/Englisch mit Untertiteln (ich mag die deutsche Synchro), gute Bild- und Tonqualität (DTS-Tonspur). Einige der zensierten Szenen sind mit Kommentar als Extras vorhanden. Der Rohschnitt soll 130 Minuten gelaufen sein und angeblich musste Anderson den Film auf 92 Minuten kürzen. Schade, dass es bis heute keine echte Uncut-Fassung des Filmes gibt (Stand: Juli 2026). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Mittwoch, 1. Juli 2026

The Manchu Boxer

 

The Manchu Boxer

Story:

Ein koreanischer Gangsterboss (Kim Ki-Joo) und seine Leute (Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui) lassen vor einem Kampfturnier die Konkurrenz töten, damit er sich beim Turnier selbst zum Gewinner küren kann. Als Ku Yu-Changs (Lau Wing) Freund ebenfalls getötet wird (inklusive weitere Opfer, Vergewaltigungen und Suizide), bricht Ku Yu-Chang mit seinem Gelübde (nicht mehr zu kämpfen) und schwört Rache…

Meine Meinung (Extended Version):

The Manchu Boxer ist eine Co-Produktion zweiter Firmen (u.a. Golden Harvest). Einer aus Hong Kong und einer aus Südkorea. Das ist auch der Grund, warum vor Ort in Südkorea gedreht wurde und warum der Film zum Teil einen südkoreanischen Cast bietet. The Manchu Boxer bietet Inhalte, die der Fan aus anderen Filmen bereits kennt (Chinese Hercules, The Big Boss). Mir hat der Film gut gefallen. Ich sah den Film in einer Sammo Hung Collection und ich würde fast sagen, dass es der beste der drei Filme war.

Der Film von Wu Ma (spielt auch eine kleine Rolle, wird aber gleich am Anfang von Lau Wing getötet) und Kim Si-hyun (The Eighth Master, The Uninvited Guest of the Star Ferry) hat mir durch mehrere Faktoren gut gefallen. Zum einen die Drehorte. Das alte, verschneite und felsige Südkorea-Setting ist immer eine willkommene Abwechslung zu den Eastern, die in HK oder Taiwan gedreht wurden. Das gibt einfach schon eine ganz andere Stimmung. Zudem ist der Film ernst, hart, dramatisch, blutig (selbst in dieser noch leicht zensierten Version) und absolut humorlos. Auch das hat gefallen.

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Von Lau Wing (Human Lanterns, Bastard Swordsman, The Enchantress) bin ich nie ein grosser Fan gewesen. Hier sollte er als neuer Held etabliert werden, was sich jedoch für Golden Harvest und Lau Wing nicht auszahlte. Ich muss jedoch sagen, dass er seine Sache hier gut macht. Auch an den Bösewichten hatte ich Freude. Der «Oberboss» wird von Koreaner Kim Ki-Joo (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple) verkörpert. Der macht das ok.

Noch mehr Freude hatte ich an Wilson Tong (Snake Deadly Act) sowie Sammo Hung (Shanghai Shanghai) als Kämpfer des Oberbosses. Die spielen japanische Charaktere. Die machen das gut. Sammo Hung war auch für die Action-Choreographie zuständig. Toll war noch das Mädel bei den Bösewichten: die mit Messern bewaffnete Sin Jin-Hui machte Lust auf mehr. Schade, dass sie scheinbar kaum in anderen Produktionen vor der Kamera stand. Welch Verschwendung.

 Fazit: Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Qi Sheng Quan Wang, Daepyeong-won-a

HK, Südkorea 1974

R: Wu Ma, Kim Si-hyun

D: Kim Ki-Joo, Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui, Lau Wing, Wu Ma, Jeong Ae-Jeong, Tao Min-Ming, Kao Chiang

Laufzeit der UK-Blu (Extended Version): 92:53 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) = obwohl zwei Fassungen an Bord (Kinofassung und ein Extended Cut) ist die längere Fassung dennoch nicht Uncut. Es fehlen Gewaltszenen (fünf Stück). Die Schnitte fallen aber, kennt man die Uncut nicht, nicht auf. Diese Szenen sind bei der auch zensierten US-DVD von Brentwood Home Video zu sehen (Englisch Dubbed, veränderter Soundtrack, Master sieht massiv dunkel aus, so dass kaum was zu erkennen in den Gewaltmomenten). Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. O-Ton mit englischen Subs. Schuber, Wendecover und Booklet.

Samstag, 16. Mai 2026

Total Recall

Total Recall

Story:

Bauarbeiter Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) plant einen Erinnerungsurlaub (implantiert und sich echt anfühlend). Doch es gibt Probleme und kurze Zeit später wird Douglas Quaid von diversen Personen (Sharon Stone, Michael Ironside, Michael Champion, Robert Costanzo) gejagt und muss um sein Leben kämpfen…

Meine Meinung:

Total Recall ist einer der besten Filme von Paul Verhoeven (Starship Troopers, Benedetta, Flesh + Blood) und mit Arnold Schwarzenegger (Running Man, Terminator 2: Judgment Day, Red Heat). Beide waren damals auf ihrem Karrierehöhepunkt und der Mix aus Sci-Fi und Action sorgt für pausenlose, spektakuläre und höchst abwechslungsreiche und amüsante Unterhaltung. Jede Szene mit Arnie ist ein Genuss. Bei Total Recall, der später ein unnötiges Remake erfuhrt, handelt es sich um einen Big-Budget-Blockbuster.

Der Film stellt praktisch von Anfang an bis zu seinem Ende eine Verfolgungsjagd dar, in der oft mit der Frage, ist das Gezeigte real oder nicht, gespielt wird. Kosten wurden keine gescheut und die Effekte (Raumschiffe, der Mars, Make-Up-Masken, Mutanten) sind sehenswert. Das nötige Kleingeld war vorhanden, was dem Film auch heute noch anzusehen ist. Für die spektakulären Make-Up Masken und blutigen Shoot-Outs war Maskenbildner Rob Bottin (Maniac, The Thing, Piranha, Deep Rising) zuständig. Allgemein ist der Film relativ blutig ausgefallen. Auch Sci-Fi Fans dürften aufgrund des Mars als Setting auf ihre Kosten kommen.

Die Actionszenen bestehen mehrheitlich aus (z.T. sehr blutigen) Shoot-Outs, Explosionen, Stunts, Verfolgungsjagden und kleineren Prügeleien. Arnold Schwarzenegger macht in den Actionszenen eine sehr gute Figur. So auch Sharon Stone (Nico, Nobody 2), die Sexappell in den Film bringt. Michael Ironside (Scanners, Watchers, Red Scorpion 2) gibt einen wunderbaren Fiesling ab. Ronny Cox (Beim Sterben ist jeder der Erste, Beverly Hills Cop) spielte auch in anderen Filmen von Paul Verhoeven mit (z.B. RoboCop). Allgemein sind es bekannte Namen und Gesichter, die ihm Film vor der Kamera stehen und sie überzeugen. Der passende Score von Jerry Goldsmith (The Omen, Rambo, Gremlins) ist ebenfalls toll.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Total Recall

USA 1990

R: Paul Verhoeven

D: Arnold Schwarzenegger, Sharon Stone, Michael Ironside, Michael Champion, Robert Costanzo, Rachel Ticotin, Ronny Cox, Marshall Bell, Mel Johnson Jr., Roy Brocksmith

Laufzeit der UK-DVD: 108:37 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Momentum vor = Kinofassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Untertiteloptionen. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Den Film gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray und UHD. Der Film wurde für die US-Kinofreigabe zensiert. Eine richtige Uncut Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2026).

Freitag, 15. Mai 2026

Born Under Crossed Stars

 

Born Under Crossed Stars

Story:

Japan in den 20ern:

Jûkichi Suzuki (Ken Yamauchi) ist ehrgeizig und will was werden. Er gerät mit seinem Vater in Konflikt und später sind es zwei Frauen, die ihm den Kopf verdrehen. Taneko (Yumiko Nogaw) ist modern, frech und charmant. Suzuko (Masako Izumi) ist traditionell und altmodisch veranlagt. Nach und nach gerät Jûkichis Leben aus den Fugen und er kämpft gegen seine eigenen Prinzipien an…

Meine Meinung:

Mit Born Under Crossed Stars habe ich Arrow Videos Edition Seijun Suzuki the Early Years Vol. 1 endlich beendet. Und ich muss sagen, dass der Kauf für mich ein Fehlkauf darstellt. Die Frühwerke von Seijun Suzuki (The Boy Who Came Back, The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass, Teenage Yakuza sowie The Incorrigible) sind, zur Liebe zu den späten Klassikern (Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!, Branded to Kill, Tokyo Drifter, Youth of the Beast) des Regisseurs, nicht meine Kragenweite. Definitiv nicht.

Es sind vielleicht zwei ganze Filme aus dem Set, die leicht besser sind (Teenage Yakuza und The Incorrigible), aber dennoch von Must See Titeln weit entfernt sind. Und den Rest kann man knicken. Born Under Crossed Stars wartet teilweise mit dem gleichen Cast aus The Incorrigible auf. Letzterer war aber besser. Born Under Crossed Stars ist zwar gut gespielt und optisch schick, aber der Inhalt fesselt wenig. Der Film war mir auch viel zu lustig. Das hätte ich nicht erwartet und war störend. So muss man um die Figuren nie Angst haben und der Film, der Coming of Age und New Wave Vibes beinhaltet, wirkt dadurch zu wenig dramatisch. Die komischen und lustigen Momente haben hier definitiv gestört.

Was den Cast angeht, macht vor allem Yumiko Nogaw eine gute Figur. Sie spielte auch in späteren Filmen von Seijun Suzuki mit (Gate of Flesh sowie Story of a Prostitute) und war auch abgesehen davon in vielen Genre-Filmen zu sehen (Hokuriku Proxy War, Killer’s Mission). Ken Yamauchi war aufgrund des Overacting wenig überzeugend. Er konnte danach auch nicht wirklich auf eine bekannte Filmographie zurückblicken. Masako Izumi (Haunted Samurai) war solide, aber bliebt im Schatten von Yumiko Nogaw. Alles in allem machten die Schauspieler ihre Sache solide.

Fazit: Kein Must Have Titel, auch nicht für Fans von Seijun Suzuki!

Infos:

O: Akutarôden: Waruihoshi no Shita Demo

Japan 1965

R: Seijun Suzuki

D: Ken Yamauchi, Masako Izumi, Yumiko Nogaw, Jun Tatara, Kotoe Hatsui, Masahiko Tanimura, Masao Mishima

Laufzeit der UK-Blu: 96:52 Min.

Gesehen am: 15.05.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Seijun Suzuki the Early Years Vol. 1) = Hervorragende Bild- und Tonqualität, fünf Filme und Booklet in einem Set (jeweils auf DVD und Blu-Ray), in Japanisch mit englischen Subs. Born Under Crossed Stars ist zensiert (Hahnenkämpfe). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).