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Mittwoch, 20. Juni 2018

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Neuer Neukauf


- Fatal Recall

- King of the Children

- Dealer Connection - Die Strasse des Heroins

Neukauf








Devil Cat
Wurde durch ein Inserat auf Devil Cat, einen taiwanesischen Film von 1991 mit Yukari Oshima und Alex Fong in den Hauptrollen mit etwas Magie, simbolträchtigen Inhalten (Katze) und Martial Arts (Yukari Oshima soll fünf Kampfszenen haben) aufmekrsam. Selten. Die LD aus China war jedoch teuer (130 USD) und das Angebot galt nicht für die Schweiz. Daher nicht gekauft. Später die LD erneut gesehen - dieses Angebot galt für die Schweiz und der Preis war tiefer (100 USD) - daher zugeschlagen. Vorteil gegenüber dem US VHS (= angeblich NIX O-Ton): die LD hat O-Ton Mandarin (jedoch keine Subs, aber egal). Alternativen (O-Ton mit englischen Subs) sind mir nicht bekannt.

Manchester United Season Review 2017/2018
Kein Sommer ohne eine neue UK DVD zum Fussballclub Manchester United - ich gucke mir rückblickend gerne an, wie die Season war. Auch wenn der Club seit Weggang von Trainerlegende Sir Alex Ferguson nur noch mittelmässig ist...das Season Review gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray, die DVD ist aber billiger im Preis und für mich völlig ausreichend...

Shaolin Vs. Lama
Warum der Neukauf? Schon HIER wurde erwähnt, dass der Film als thai. DVD neu gekauft wurde.  Warum also schon wieder? Die Thai. DVD war defekt. Und nun doppeltes Pech: durch eine Drittperson über amazon.com die US-VHS bestellt - die Ausgabe von Tai Seng in Chinesisch (Cover gibt Kantonesisch und Mandarin mit Subs an, habe aber gelese dass VHS in Kantonesisch ist = zwar kein O-Ton aber immer noch besser als Englisch Dubbed) mit Subs aber nun leider eine völlig andere VHS erhalten als bestellt. Und zwar eine US Ausgabe, die zu 99% Englisch Dubbed sein dürfte. Und so grottenschlecht, wie die VHS verpackt war, kann ich mich glücklich schätzen, dass das Teil nicht in Einzelteilen hier ankam. Da lobe ich mir Ebay und Paypal mit dem Käuferschutz - etwas, was in dem Fall nicht vorliegt da über Drittperson bei Amazon bestellt...

Dealer Connection – Die Strasse des Heroins Review



Dealer Connection – Die Strasse des Heroins

Story:

Für seinen Boss Mike (David Hemmings) arbeitet Fabio (Fabio Testi) als Undercover-Cop im Drogen-Milieu. Sein Ziel: an die grossen Fische der Drogenbosse und Dealer zu gelangen…

Meine Meinung:

Dealer Connection – Die Strasse des Heroins ist nebst Racket eine weitere Zusammenarbeit zwischen Regisseur Enzo G. Castellari und Fabio Testi (Verdammt zu leben - Verdammt zu sterben). Beide bringen viel Erfahrungen im ital. Polizei- und Gangsterfilm mit. So verwundert es auch nicht, dass Dealer Connection – Die Strasse des Heroins, sehr solide und kurzweilig ausgefallen ist. Enzo G. Castellari zeichnete sich nebst Racket auch für Werke wie Der Tag der Cobra (mit Franco Nero) oder den Kracher Tote zeugen singen nicht (aka High Crime, erneut Franco Nero) und Fabio Testi sah man u.a. noch in Lucio Fulcis Das Syndikat des Grauens oder Orgie des Todes.

Nichts Besonderes, kein Highlight oder Kracher à la Der Berserker, Das Syndikat oder Die Rache des Paten, aber durch und durch gut und unterhaltsam. Der Film bietet fast keine Längen, die Story ist unkompliziert und einfach zu verstehen (und man kann sogar Sozialkritik ausmachen, auch wenn schon fast comicartig übertrieben).

Interessant und aufwändig fand ich, dass vor Ort in diversen Ländern gedreht wurde, was die Story glaubhafter und echter wirken lässt: New York, Kolumbien, Amsterdam und vor allem von Hong Kong gibt es am Anfang auch schöne Bilder zu sehen! Fabio Testi schlendert in engen Gassen auf Hong Kong Island umher und auf dem Markt – welche Erinnerungen werden an meine früheren Hong Kong Urlaube wach!

Fabio Testi spielt sehr gut. Zusammen mit der deutschen Synchronisation, die man als sehr gelungen bezeichnen muss und welche den Film, wie so oft im Italo Kino, zusätzlich aufwertet, ist sein Schauspiel sehr unterhaltsam. Er spielt lässig und cool. Eine Spannung und Ernsthaftigkeit ist aber nicht zu verzeichnen, da seine Figur unbesiegbar scheint. David Hemmings erreicht zwar nicht die lockere Haltung aus seiner Rolle in Dario Argentos Deep Red, aber macht seine Sache als harter Vorgesetzter auch sehr gut.

Im Zusammenhang mit Dario Argento möchte ich Goblin und Claudio Simonetti erwähnen, welche u.a. für den Soundtrack zuständig waren. Dieser ist jedoch nur solide und bleibt nicht lange in Erinnerung. Die Action im Film beschränkt sich auf Verfolgungsjagden, Prügelszenen, blutige Shoot-Outs in Zeitlupe (Markenzeichen von Regisseur Enzo G. Castellari) und Flugzeug Stunts im Finale. Fabio Testi soll gemäss Recherchen die Lizenz zum Piloten haben und die Stunts am Ende selbst ausgeführt haben. War als Abwechslung Mal etwas anderes – aber ich hätte lieber ein unkonventionelles Finale gesehen statt minutenlanges rumfliegen. Fand ich dann doch eher unspektakulär.

Fazit: Die One-Man-Show von Fabio Testi als cooler Undercover Cop gefällt! Kann ich Fans des Genres empfehlen!

Infos:

O: La Via della droga

Italien 1977

R: Enzo G. Castellari

D: Fabio Testi, David Hemmings, Sherry Buchanan, Massimo Vanni, Romano Puppo

Laufzeit der dt. DVD: 88:51 Min.

Gesehen am: 02.04.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von NEW vor = Uncut, gute Bildqualität, Deutsch/Englisch/Ital. als Ton mit dt. Subs. Die dt. Synchronisation ist sehr gut und sollte erste Priorität geniessen beim Schauen.

King of the Children Review






King of the Children

Story:

Tiarn Tiarn (Lam Siu-Lau aka Lin Hsiao-Lan) und ihr Grossvater (Chin Tu) sind auf der Suche nach Tiarn Tiarns Vater, der von einem Dämon (Chiang Lung-Sheng) besessen und verschwunden ist. Auf ihrer Reise stossen dem Duo sechs Kinder zu, welches alle Waisen sind und zuvor vom Strassenkünstler und Betrüger Chu Ge begleitet wurden. Die Gruppe ist zudem zwei Betrügern auf der Schliche, welche durch Magie Untote beherrschen, mit welchen sie Einbrüche begehen und Leute ausrauben – durch diese gelangen sie am Ende zum Dämon und der Kampf Gut gegen Böse beginnt…

Meine Meinung:

King of the Children ist auch bekannt als Hello Dracula 4. In Taiwan ist die Hello Dracula Reihe, so viel ich weiss, auf mind. sechs Filme gekommen. Star der Reihe ist Shadow Liu Chih-Yu, ein dazumal sehr bekannter und gefragter Kinderstar. Sie debütierte als achtjährige in Hello Dracula (1985). In Teil vier verschwindet Shadow Liu Chih-Yu in eine Nebenrolle zu Beginn und die Titelfigur wird neu von Lam Siu-Lau gespielt – einem weiteren bekannten Kinderstar in Taiwan (bekannt aus: Strange Tales of Ghosts, Haunted House Elf, The Dignified Killers, Wandering Heroes)! Der Wechsel kam bei den Fans nicht gut an, so dass in den Fortsetzungen fünf und sechs Tiarn Tiarn wieder von Shadow Liu Chih-Yu gespielt wurde.

Nichtsdestotrotz: ich habe mir den Film nur wegen Taiwans Star Lam Siu-Lau angeschaut! Und ich hatte mit King of the Children viel Spass. Wer schon Lam Siu-Laus Fantasy Filme Child of Peach 1-3, Kung Fu Wonder Child und The Twelve Fairies mochte, kann hier auch bedenkenlos zuschlagen. Fans von ihr kommen voll auf ihre Kosten.

Sie spielt auch eine der Hauptrollen und ihre Figur ist nebst Kampferfahrung auch der Magie bewandert wie ihr Film Gossvater. Das sorgt für viele Fantasy-Actionszenen die mir gut gefallen haben. Der Dämon, der andere Menschen infizierten und/oder tote zum Leben erwecken kann und wie ein Vampir aussieht, macht seine Sache auch ordentlich. Chin Tu als Grossvater überzeugt wie auch die Kinder-Darsteller in den Kampfszenen. Jene sind in Taiwan der damaligen Zeit oft als Kinderstars in Sachen Kung Fu Rollen eingesetzt worden.

Der Film bietet auch viele Genres: Kindgerechte Szenen, Kung Fu, (schlüpfrige) Komödie (die Verwechslungsszene im Hotel im letzten Viertel war der Hammer – hat mich an Jackie Chan und Richard Ng Komödien erinnert, wobei hier natürlich sexueller Humor), Grusel (düster, Dracula, lebende Tote…) und viel Fantasy (Magie, Zauber, Laserstrahlen aus Händen schiessen…) runden den Film perfekt ab, so dass Unterhaltung bis zum Ende garantiert ist.

Dazu gibt es unfreiwilligen Humor durch die englischen Subs – Tiarn Tiarn wird z.B. in den meisten Filmdatenbanken als Ten Ten geführt. Und auch von «Pull Shit» ist die Rede…ist man als HK-Filmfan aber schon gewohnt!

Fazit: Schade, dass der Film so unbekannt ist! Ich mag diese kindgerechten Fantasy Filme aus Taiwan sehr! Ich kann King of the Children jedem Lam Siu-Lau nur empfehlen! 

Gefolgt von: Hello Dracula 5

Infos:

O: Hai zi wang

Taiwan 1989

R: Ulysses Au-Yeung Jun, Chen Chun-Liang

D: Lam Siu-Lau aka Lin Hsiao-Lan, Chin Tu, Chiang Lung-Sheng, Lee Yee-Kuen, On On, Wong Sai-Tin, Chan Chung-Yung, Shadow Liu Chih-Yu

Laufzeit der Originalversion: 104:46 Min.

Gesehen am: 02.04.18

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung und mir ist keine LD, VCD oder DVD Version bekannt (Stand: April 2018). Ich guckte den Film via Youtube (95% VHS Master aus Taiwan) in Mandarin mit festen, eingebrannten englischen Subs. Die Bildqualität ist durchschnittlich. Eine offizielle VHS, DVD, LD oder VCD Fassung wäre wünschenswert! Nachtrag 03.12.18: Endlich habe ich eine offizielle O-Ton Fassung gefunden. Und zwar als VHS aus Südkorea! Bei südkoreanischen Tapes ist es immer heikel wegen den Covern (siehe Nachtrag im Review zu Strange Tales of Ghosts) und auch hier hätte ich mich nicht wundern dürfen, wenn einer der drei Child of Peach Filme enthalten gewesen wäre. Aber zumindest auf der Rückseite des Covers hatte es Bilder aus King of the Children - das Frontcover habe ich meinem Dealer in Südkorea geschickt, der das VHS in Seoul beim VHS Hunting gefunden hat - und siehe da - es war der richtige Film drauf. In Mandarin mit koreanischen Subs. Kein gezoomtes Bild. Recht gute Bild- und Tonqualität. Label: Moon HWA Production. Nachtrag 01.04.19: gibt es in der jap. Blu-Rax Box zusammen mit den Teilen 1, 2, & 3. Statt Teil 5 liegt ein anderer Film vor (The 3-D Army). Die 10teilige Serie ist auch enthalten. Teil vier soll zensiert sein (ca. zehn Min.), nur Teile 1-2 haben nebst Japanischem Ton auch Mandarin als Ton - alle anderen Filme (und die Serie) liegen nur Japanisch Dubbed vor (und Bildqualität ist nicht besser als auf einer VHS).

Fatal Recall Review



Fatal Recall

Story:

Lin Wu (Alex Man) sitzt eine Gefängnisstrafe wegen einem Mord ab. Nach seiner Entlassung will Lin Wu vom Triaden Leben nichts mehr wissen. Sein Leben hat sich verändert: seine Frau hat einen neuen Mann, mit diesem ein Kind. Sein eigenes Kind weiss von seiner Existenz nichts. Er beginnt einen Job in einer Fabrik und verliebt sich. Doch die Vergangenheit holt ihn ein, als er sich mit Triaden anlegt, um seine Kollegen auf der Arbeit zu verteidigen…

Meine Meinung:

Fatal Recall ist mehr Drama als Action- und/oder Heroic Bloodshed Streifen. Ich dachte eher an Letzteres und ging daher mit falschen Erwartungen an den Film und wurde ein bisschen enttäuscht.

Die Story ist im Genre absolut nicht neu. Da wenig Action machen sich Längen breit. In der ersten Filmhälfte gibt es 2-3 Prügelszenen, im Finale werden dann auch die Schusswaffen ausgepackt, wobei das Finale an sich überraschend (und ohne Action, die letzten Szenen) endet.

Dem Low-Budget Film aus Taiwan von Regisseur Ulysses Au-Yeung Jun muss man zu gute halten, dass der Film versucht, weniger oberflächlich als andere Werke seiner Art sein zu wollen. Soll heissen: es wird mehr Wert auf Story, Dramaturgie und die Figurenzeichnungen- und Entwicklungen gelegt. Teilweise wirkt der Film, der übrigens auf Humor verzichtet (was sich positiv auswirkt), sehr stimmig und schön gefilmt. Low-Budget hin oder her. Die Figurenzeichnung, zumindest die neue Liebe von Alex Man, ist gut gelungen und das Finale war spannend.

Dies kompensiert Längen, einige filmische Klischees den Inhalt betreffend und die Tatsache, dass Alex Man schon oft ähnliche Rollen gespielt hat. Alex Man, der seine Karriere auch bei den Shaw Brothers startete (Misfire), gefiel mir hier jedoch gut – obwohl er mir ansonsten oft wenig sympathisch ist. Gutes Schauspiel von ihm.

Regisseur Ulysses Au-Yeung Jun, der auch einen Mini-Ausflug zu den Shaw Brothers wagte (führte zusammen mit Chang Cheh Regie in Police Force), kann abgesehen davon auf eine starke Filmkarriere zurückblicken mit vielen unbekannten Perlen und ich denke, da gäbe es noch einiges zu entdecken (gerade in Sachen Taiwan Filme, die nahezu unveröffentlicht sind) – daher verwundert es nicht, dass seine Erfahrung in Fatal Recall positiv zum tragen kommt.

Werke welche der Fan Ulysses Au-Yeung Jun zu verdanken hat: Shaolin Drunken Monk mit Gordon Liu, The Nude Body Case in Tokyo aka Woman Revenger (an einem der vergangenen Retros am NIFFF gesehen), Gangland Odyssey (weiteres Drama mit Alex Man) oder King of the Children (Lam Siu-Lau Fantasy) – nur einige von vielen unbekannten taiwanesischen Streifen.

Fazit: Fatal Recall ist ein solides Drama, welche man sich gut ansehen kann. Man muss einfach aufpassen und darf keine falschen Erwartungen an den Film hegen, welche z.B. durch das Cover (Alex Man mit Maschinenpistole und mit Blut besudelt) des Filmes geweckt werden – sonst könnte man enttäuscht werden.

Infos:

O: Da Ge Da Xu Ji

Taiwan 1991

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Alex Man, Tien Niu, Chan Chung-Yung, Yeung Hing-Wong, Wong Mei-Suet, Lam Sau Ling, Lee Suk-Ching

Laufzeit der HK VCD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 02.04.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung und mir ist keine DVD-Version bekannt (Stand: April 2018). Mir lag die HK VCD von Ocean Shores vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt mind. noch ein US-DVD von Pan-Asia Video (Tai Seng und Co.).