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Montag, 6. Mai 2019

Update

Neuer Neukauf, neuer Buch-Tipp und neue Reviews

 

 

- Neuer Neukauf



- Predator - Upgrade

- One Armed Against Nine Killers

- Fairy of the Night

- Train to Busan

- Murderock



Bei folgendem Review gab es unter Fassungen einen Nachtrag:

- Team 731 II Horrifying Women Experiment 



Neuer Buch-Tipp

- Friedhof der Kuscheltiere


Friedhof der Kuscheltiere Buch-Tipp




Friedhof der Kuscheltiere

Inhalt:

Familie Creed (Vater, Mutter, junge Tochter, kleiner Sohn, Katze) ziehen in ein grosses Einfamilienhaus in Ludlow, da Daddy Louis an der Universität die Stelle des Arztes angenommen hat. Im Rentnerpaar Jud und Norma finden sie liebevolle Nachbarn. Als die geliebte Katze der Tochter stirbt, zeigt Jud Louis ein vom Tierfriedhof ausgehender, geheimer Ort, an welchem sie nachts die tote Katze (Church) vergraben – welche am nächsten Morgen «lebendig» aber «verändert» wieder auf dem Anwesen auftaucht. Als später der kleine Sohnemann von einem LKW getötet wird, bricht für die Familie eine Welt zusammen – und bald schon kämpft Louis mit dem Gedanken, seinen Sohn wie die Katze «zurückkehren» zu lassen…

Meine Meinung:

Die erste Verfilmung dieser Stephen King Geschichte, welche eine seiner erfolgreichsten Romane sein soll (und er selbst findet den Inhalt am schlimmsten und grauenhaftesten), wurde in den 80ern realisiert und dies war ein Horrorfilm, den ich als Kind/Jugendlicher sah und zu lieben lernte – eine gruselige, stimmungsvolle Kindheitserinnerung.

Das Remake, welches vor kurzem in die Kinos kam und mein Südkorea Urlaub beflügelten mich (und nachdem ich Stephen Kings Es las), vor dem Schauen des Remake den Original-Roman zu lesen, so dass ich mind. drei Fassungen kenne und diese auf Veränderungen vergleichen konnte. Reisen mag ich nicht und der Flug nach Südkorea dauerte lange – wie man meinem Ferienspezial entnehmen kann, waren auch längere Zug-Reisen Inhalte meines Urlaubes. Dafür – und für die Wartezeit am Flughafen ist ein Roman genau das richtige.

Das Buch, welches ich jedoch erst nach dem Urlaub zu Ende gelesen habe (glaube während dem Urlaub brachte ich es nur auf ca. 200 Seiten), war gut und solide. Aber ich hätte mir mehr erwartet. Es gibt recht wenig «Action» und viele Wiederholungen. Da ich natürlich die Filme schon kannte, wusste ich auch, was passieren würde. Das 80er Jahre Original (Filmumsetzung) hält sich mehr ans Buch als das Remake, welches viel verändert hat.

Das Buch kann man gut einmal lesen, aber echte Gruselstimmung kommt eigentlich kaum auf. Es ist mehr eine Symbiose um das Tabu-Thema Tod, Traumata und Verlustängste. Und das ist halt «echter Horror» vermischt mit Übernatürlichem. Gruselstimmung kam nur am Ende auf, als die Mutter und Tochter, als sie nach der Landung am Flughafen ankommen beide ahnen, dass zu Hause etwas Fürchterliches geschehen wird. Diese Szenen waren stark beschrieben und liessen eine Gänsehaut zurück. Leider das einzige Mal im gesamten Buch.

Cool fand ich auch das Ende (welches im 80er Jahre Film halt weitergesponnen wurde) und die Szenen mit dem Wendigo fand ich auch klasse – da musste ich beim Lesen an Kaiju Filme denken! Schade, dass man das nicht in den Film gepackt hat! Der Roman ist alles andere als schlecht, aber für meinen Geschmack ist zu wenig passiert für 600 Seiten Inhalt. Zu unspektakulär. Im Vergleich gefielen mir andere Romane von Stephen King (Es, Im Kabinett des Todes) besser.

Ich denke, hätte ich die Filme nicht gesehen, wäre die Wirkung eine andere gewesen. Kommt halt immer darauf an, ob man zuerst den Roman liesst und danach den Film schaut und/oder umgekehrt! Stephen King Fans sollten trotzdem zugreifen! 

Infos:

Autor: Stephen King

Herausgeber: Heyne

Sprache: Deutsch

Buchart: Taschenbuch

Seitenanzahl: 606

In Deutschland erschienen: Ja

Roman/Sachbuch: Roman

Neukauf








The Spy Who Loved Me
US Laserdisc des James Bond Klassikers. Gratis erhalten, da der Verkäufer eine zweite Disc mitschicken musste, um die Verpackung (Versandmaterial) optimal füllen zu können.  

Love Me Vampire
Recht unbekannter HK-Film von 1986 - eine Geister-Komödie mit Chin Siu-Ho. Inhalt:  Chin Siu-Ho wird von seiner Ehefrau und dessen Lover getötet. Er kehrt als Geist zurück um Rache zu nehmen. Dabei wird er von vier High School Schülerinnen unterstützt. Von einer LD-Datenbank / Shop von einem Amerikaner abgekauft (50 USD). 

Special Silencers
Horror aus Indonesien aus dem Jahre 1979, in welchem Wurzeln für Horror sorgen! Gekauft (FB Gruppe) als VHS aus Holland. Englisch Dubbed, wahrscheinlich Uncut. Habe ich in Jugendjahren einmalig gesehen (Bootleg), weiss gar nichts mehr. Gespannt auf Neusichtung!

Ghost Nursing
HK Horror von 1982 als HK VCD (mit sehr mässigem Cover, wenn man z.B. mit dem VHS aus Japan vergleicht). Gekauft über Auktionshaus in China. VCD leider nicht in gutem Zustand - Hülle kaputt, Discs sehen auch nicht sonderlich toll aus. Keine Ahnung ob diese abspielbar sein werden oder nicht. Weiss auch noch nicht, ob ich meinem Oppo das antun möchte...Von und mit Wilson Tong, Norman Chu und Melvin Wong. 

The Thundering Mantis
Der in Deutschland unter dem Titel bekannte Donnerfaust und Tigerkralle bekannte Old School Eastern ist auf der DVD von X-Rated leider nur mässig Dubbed vorhanden. Vor kurzem kaufte ich eine VCD aus China, um den Film im O-Ton sichten zu können. Es handelte sich leider um ein Bootleg und die VCD war nicht abspielbar. Daher neuer Versuch mit einem VHS aus China - dieses ist im O-Ton, abspielbar, ohne Schimmel, keine Subs. Die Bildqualität ist dürftig und sehr unscharf (aber nicht so übel wie bei Dragon Kid) aber besser als nichts. Als ich das VHS kaufte war mir die Existenz der offiziellen DVD aus China noch nicht bekannt (leider ouf ot Stock, gute Bildqualität, O-Ton, keine Subs) - so lange muss das China VHS (wahrscheinlich ein Bootleg) reichen! 

Hexenhammer
Diesen Film aus der Tschechoslowakei (1969) sah ich vor vielen Jahren beim Kollegen unter dem Titel Witches' Hammer. Stand immer auf der Wunschliste. Inzwischen ist der Film in Deutschland raus auf Blu-Ray mit Booklet, Schuber und Hörspiel. Deutsch/Tschechisch mit u.a. dt. Subs. Bin gespannt auf 2. Sichtung.

Kommissar Mariani - Zum Tode verurteilt
Abarbeitung meiner Poliziotteschi Wunschliste. Österreichische DVD / Blu Ray im Mediabook mit Booklet (wirkt jedoch alles recht billig und schluderig) in Deutsch/Ital. mit Subs. Film von Stelvio Massi mit Maurizio Merli.

Murderock Review




Murderock

Story:

An einer New Yorker Tanzschule werden diverse Tänzerinnen von einem unbekannten Killer ermordet. Die Polizei (Cosimo Cinieri) ermittelt…

Meine Meinung:

Murderock spielt zwar nicht in die Oberliga der Lucio Fulci Streifen, doch der Mix aus Giallo und Tanzfilm hat mir besser gefallen als erwartet (es war eine Erstsichtung). Der Film bietet vor allem zu Beginn schön choreographierte Tanzszenen (fühlte ich mich an Climax und Suspiria erinnert), danach folgen Morde die dem Film das Giallo-Feeling geben und danach folgt die Krimi-Story.

Der Film bietet im ersten Viertel die meiste Action, um den Zuschauer zu fesseln. Die Tanzszenen sind toll choreographiert und die Mädels sind nett anzusehen. Der Mix aus Horror und Erotik kommt im Film gut zu tragen – auch in den Dusch-, Tanz- und Mordszenen (der Mörder ersticht die Frauen nahe der Brust, so dass nackte Tatsachen zu sehen sind). Was mir, vor allem in den ersten zwei Morden positiv auffiel, was das Spielt mit Licht, Schatten und Farben. Vor allem der 2. Mord erinnerte stark an Suspiria (diesmal den Argento) und an Filme von Mario Bava, was die bunten Farben angehen.

Daher ist es wichtig, vom Film eine gute Fassung zu sichten, damit die knalligen Farben zur Geltung kommen um dem Film und der Wirkung dieser Szenen gerecht zu werden. Desweitern ist der Film gut besetzt. Er gibt einige bekannte Gesichter zu sehen, u.a. Christian Borromeo (Der Schlitzer, Tenebre), Ray Lovelock (Let Sleeping Corpses Lie, Tote pflastern seinen Weg), Geretta Geretta (Demons, Rats: Night of Terror). Sehr gut gefallen hat mir Cosimo Cinieri als ermittelnder Polizist, der auch mit Verdächtigen nicht gerade zimperlich umgeht (die Szene und Dialoge dazu fand ich klasse).

Die hypnotische und surrealistische Alptraumszene hat mich zudem an Lucio Fulcis Film A Lizard in a Woman's Skin erinnert, der auch viele alptramhafte Szenen bietet, die surrealistisch in Szene gesetzt sind. Was den Blutgehalt betrifft, darf man bis auf eine Szene nichts erwarten – wer einen Goreknaller erhofft, sollte sich Lufio Fulcis Kracher ansehen (The Beyond, Der New York Ripper, The House by the Cemetery, City of the Living Dead, Zombi 2…).

Fazit: Kein Highlight, aber besser als erwartet – Fans von Euro Cult und Lucio Fulci Streifen sollten einen Blick riskieren (die Qualität der Fassung sollte aber sehr gut sein, damit der Film auch optisch zu Punkten vermag).

Infos:

O: Murderock - uccide a passo di danza

Italien 1984

R: Lucio Fulci

D: Olga Karlatos, Ray Lovelock, Claudio Cassinelli, Cosimo Cinieri, Giuseppe Mannajuolo

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 29.03.19

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Scorpion Releasing vor = Schuber, Blu-Ray mit Wendecover, Poster als Gimmick, exklusive Extras (AK, Interviews), Englisch/Ital. mit englischen Subs, neues Master mit Eigenrestauration (über 45h Farbkorrektur in den Staaten) = hervorragende Bild- und Tonqualität. Für mich die ultimative Fassung zu diesem «Schund». Soll am 27.04.19 in D von X-Rated auf Blu-Ray erscheinen (Deutsch/Ital. mit dt. Subs, Uncut).

Train to Busan Review




Train to Busan

Story:

In Südkorea bricht ein Virus aus, der die Menschen aggressiv verändert und zu Zombies mutieren lässt. Im Zug von Seoul nach Busan kämpfen Überlebende (u.a. Ma Dong-seok) um ihr Leben…

Meine Meinung:

Schon als der Vorsprecher am NIFFF, als der Film Seoul Station aufgeführt wurde (Juli 2016), 10-15 Minuten von Train to Busan schwärmte, ging mir diese Lobhudelei auf den Sack. Trotzdem habe ich mir, da billig und verfügbar, im Urlaub in Seoul (März 2019) die DVD (die günstigste, abgespeckte Variante natürlich) den Film gekauft und kann sagen: hätte schlimmer sein können, aber wird dem Hype, wie erwartet, überhaupt nicht gerecht und obwohl der Film weniger schlecht ist, als befürchtet, schafft es Train to Busan nicht in die Sammlung.

Man kann Train to Busan jedoch gut einmal anschauen. Die Zeit geht für einen neuen, südkoreanischen Film überraschend schnell vorbei. Es gibt wenig Längen, der Film legt schnell los und das hohe, temporeiche Geschehen hält bis zum Ende an. Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich. Ma Dong-seok ist im Moment ein gefragter Mann und ist auch in vielen anderen Filmen zu sehen (z.B. kann ich The Outlaws mit ihm sehr empfehlen, besser als Train to Busan).

Der Cast ist mir sonst nicht bekannt. Regisseur Yeon Sang-ho hat bisher auch nur paar wenige Filme realisiert – und davon eigentlich nicht wirklich was Aufregendes. Die Zombies sind schnell, immerhin hat man es mit einem modernen Film zu tun. Langsame Zombies à la Dawn of the Dead darf man nicht erwarten (ausser ihr nehmt das Remake zum gleichnamigen Film). Das Make-Up und die Verrenkungen der Zombies sind hingegen gelungen.

Der Film bietet zwar viel Action, aber kaum Blut oder Gore. Unschön fand ich einige miese CGI Effekte (das Tier zu Beginn, Horden von Zombies, Zug Crash am Ende…) die die ansonsten tolle Inszenierung abschwächen. Am Ende darf dann die obligatorische Dramatik (Vater infiziert, Verabschiedung von der Tochter, sein Sprung wird natürlich nur im off screen gezeigt) nicht fehlen, die nervt und zudem, vor allem vom Vater, schlecht gespielt ist (die Szenen zuvor, wie die Zombies à la Ameisen versuchen, sich zu vereinen um den Zug zu stoppen, war hingegen cool und originell).

Meine Kritikpunkte wiegen sicher zu streng – aber bei neuen Filmen aus Südkorea bin ich nun Mal skeptischer als bei alten Genre-Werken (aus Südkorea) – und die Skepsis wurde mit der Qualität von Train to Busan einmal mehr bestätigt.

Fazit: Kann man sich anschauen, aber kein Film für die Sammlung und absolut überbewertet. Wird seine Ruf in keiner Art und Weise gerecht.

Infos:

O: Boosanhaeng

Südkorea 2016

R: Yeon Sang-ho

D: Gong Yoo, Jeong Yoo-mi, Ma Dong-seok, Choi Woo-sik, Ahn So-hee

Laufzeit der südkoreanischen DVD: Ca. 118 Min.

Gesehen am: 29.03.19

Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD von Next Entertainment vor (1 Disc DVD) = Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. In D Uncut von Splendid erschienen (DVD oder Blu-Ray, auch mit O-Ton und Subs).

Fairy of the Night Review



Fairy of the Night

Story:

Botaniker In-chul gerät bei Recherchen zur Pflanzenwelt in der Wildnis an Sang-do, der zusammen mit seiner Tochter Jin-suk vor Ort wohnt. In-chul und Jin-suk verlieben sich, doch Sang-do verbirgt ein tödliches Geheimnis…

Meine Meinung:

Fairy of the Night ist der erste Titel den ich geschaut habe, was meine Südkorea 2019 Urlaubs-Einkäufe angehen. Und der Film von Nam Gi-nam (Regisseur der koreanischen Fassungen von Shaolin Vs. Lama und Ninja in the Dragon's Den) hat mir sehr gut gefallen!

Der Mitte 80er Jahre Film, der ausserhalb Koreas nicht veröffentlicht wurde und nur als seltene VHS in Südkorea existiert, bietet eine interessante und spannende Backwood-Story, die sich langsam und quälerisch entwickelt. Die Hintergründe und Motive sind originell und grausam (2. Weltkrieg, japanische Besetzung, Einheit 731, Vivisektionen am Menschen).

Regisseur Nam Gi-nam, in Südkorea sehr bekannt, versteht sein Handwerk gut. Der Film ist technisch einwandfrei in Szene gesetzt. Der Film ist intelligent gefilmt, es baut sich Stimmung, Suspense und zum Teil auch unterschwellige Erotik auf (es gibt ja auch eine Romanze im Film und eine erotische Badewannen-Szene). Gestohlene Musik aus Tenebre (für den Vorspann des Filmes verwendet) passt da perfekt dazu.

Der Film verzichtet auf jeglichen Humor/Klamauk, sondern die Inszenierung darf als ernst und humorlos betrachtet werden. Die Darsteller waren allesamt überzeugend und glaubhaft in ihren Darbietungen. Der Cast ist mir jedoch gänzlich unbekannt (ausser dem Regisseur).

Der Film legt mehr Wert auf Suspense statt blutiger Gewalt, Horrorfans sollten daher nicht viel erwarten (eine Szene gibt es plus echte Bilder aus dem Krieg). Der «Folterkeller» des Vaters haben mich hier und da an den japanischen Film Exzesse im Folterkeller erinnert – vor allem wenn er mit irrer Mimik und Lachen seine Opfer mit Schwert, Peitsche oder Netz im Zaun hält.

Fazit: Sehenswerter Backwood-Film aus Südkorea, der mehr Aufmerksamkeit ausserhalb Südkoreas verdient hätte! Bleibt zu hoffen, dass sich Mondo Macabro bemühen wird, einige dieser verschollenen Klassiker zu veröffentlichen (wie Suddenly in the Dark). 

Weitere südkoreanische Horrorklassiker: Thousand Year Old Wolf, Goeshi, The Neckless Murderess oder Cry of a Woman

Infos:

O: Bam-ui yojeong / 밤의 요정

Südkorea 1986

R: Nam Gi-nam

D: Choi Myoung-gil , Lee Moo-jung , Kim Dong-hyeon , Park Dong-ryong , Jin Bong-jin

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 95Min.

Gesehen am: 29.03.19

Fassungen: Ausserhalb Südkoreas ist der Film nicht zu bekommen (Stand: März 2019). Mir lag das VHS aus Südkorea von A-Joo Video vor = Wahrscheinlich Uncut, Koreanischer Ton, keine Subs, gute (Tagszenen) bis schlechte (Nachtszenen) Bildqualität. Wäre etwas für Mondo Macabro und deren Releases südkoreanische Klassiker betreffend!

One Armed Against Nine Killers Review




One Armed Against Nine Killers

Story:

Liu Ching Wu (Jimmy Wang Yu) will Rache am Mörder seiner Familie. Der einarmige Kämpfer muss, um gegen den Bösewicht ranzukommen, erst Mal dessen neun Killer (u.a. Lo Lieh) aus dem Weg räumen…

Meine Meinung:

One Armed Against Nine Killers ist seit langem der beste Jimmy Wang Yu Film, den ich gesehen habe. Dagegen haben andere Jimmy Wang Yu Werke (The Iron Man, Die Todeskarawane der Shaolin, Showdown) keine Chance. Als ich vor der Sichtung mein altes Review las (den Film habe ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen) konnte ich fast nicht glauben, wie ich dort vom Film schwärmte.

Nun sah ich mir den Film erneut an und die Punkte meines alten Reviews treffen nach wie vor zu: der Film ist eine der besten Jimmy Wang Yu Arbeiten abseits seiner Shaw Brothers (The One-Armed Swordsman) oder Golden Harvest (One-Armed Boxer) Arbeiten. Er hat einige tolle Filme gedreht – in unabhängigen kleinen Filmen aus Taiwan – nebst diesem fallen mir spontan noch Haruschi - Das blanke Schwert der Rache, One-armed Boxer vs. the Flying Guillotine, Return of the Chinese Boxer und The Deadly Silver Spear welche qualitativ in die gleiche Kerbe schlagen dürften, wie One Armed Against Nine Killers.

Was den Film so gut und unterhaltsam macht: Jimmy Wang Yu ist einfach ne coole Socke. Er spielt hier diesmal jedoch den coolen und unzerstörbaren Helden, der alles kommen sieht. Also keine Aufopferung oder Verstümmelung (oder Tod und kein Happy End) wie man das aus vielen anderen Jimmy Wang Yu Filmen her kennt. Aber ich mag ihn – einer meiner Lieblinge, was Shaw Brothers Helden angehen (kein Wunder – The One-Armed Swordsman war einer meiner ersten Shaw Brothers Filme, welche ich sah).

Der Trash-Gehalt, die sonderbaren Killer, ihre Eigenschaften, Waffen, Gimmicks und Tricks fand ich klasse. Da merkt man, auch wenn der Film in Südkorea gedreht worden sein soll, dass man es mit einem Film aus Taiwan zu tun hat. So viele sonderbare Elemente, die einfach Spass machen – menschliches Schach, Jimmy Wang Yu, der seinen 2. Arm verliert und, und, und. Ein positiver Aspekt sind auch die Landschaften, die abwechslungsreich erscheinen und von Szene zu Szene wechseln.

Man kann den Film schon fast als Videospiel sehen – jedes Level bietet ein anderes Setting und einen neuen Bösewicht (= die neun Killer), den es zu besiegen gilt. Ein Film, der mit einem Augenzwinkern und nicht ernst daherkommt ohne ins Lächerliche oder in die Klamauk-Schublade abzudriften (auf Humor wird fast gänzlich verzichtet). Die Qualität der Kampfszenen sind gut und davon gibt es jede Menge zu sehen. Die Info in meinem alten Review, dass es fast alle 5-10 Minuten Kampfszenen zu sehen gibt, war nicht übertrieben. Das sorgt auch dazu, dass der Film einfach von Beginn an unterhält und es nicht langweilig wird.

Fazit: Einer der besten Filme von Jimmy Wang Yu, den er übrigens auch mitfinanziert hat (löblich!) und jedem Fan von ihm uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Du Bei Quan Wang Yong Zhan Chu Men Jiu Zi

Taiwan 1976

R: Hsu Tseng-Hung, Lee Jeong-Ho

D: Jimmy Wang Yu, Tsung Hua, Chen Hung-Lieh, Lo Lieh, Lung Fei, Tsao Chien, Wan Shan

Laufzeit der HK VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: ? / Review überarbeitet am: 28.03.19

Fassungen: In meinem Besitz sind drei Fassungen: US-DVD von Videoasia (zensiert, nur Englisch Dubbed), die HK Betamax von Ocean Shores (oxydiert und wahrscheinlich gar nicht abspielbar) und das HK VHS von Ocean Shores (halbes Cover kaputt, war verschimmelt, liess ich reinigen). Letzteres ist bisher scheinbar die weltweit einzige Uncut-Fassung, kommt im schönen O-Ton mit festen englischen und chinesischen UT daher. Die Bildqualität ist allerdings nicht das Wahre, die Subs z.T. an den Seiten abgeschnitten oder schlecht lesbar da unscharfe Bildqualität oder weiss auf weissem Hintergrund. Der Film wurde vor vielen Jahren von filmArt angekündet. Im März 2019 schrieben sie zur Frage, ob es dazu News gibt, auf FB folgendes, Zitat:

«Der wird kommen, sobald wir passendes Material aufgetrieben haben. Und aktuell sieht es da auch sehr gut aus

Es gäbe noch ein US-VHS von Tai Seng. Dieses sah ich einmal für 200 USD. Mehr Infos zu dieser Fassung habe ich nicht. Ich hoffe, dass mit filmArt und ihrer Vö wird etwas – schicke Qualität, ordentliches Bildformat, O-Ton und Subs – das wäre ein Traum!

Predator – Upgrade Review





Predator – Upgrade

Story:

Ex-Soldaten und jetzt Gefangene, die Behörden und eine Wissenschaftlerin versuchen, ausserirdische Wesen, welche sie «Predator» nennen, zu fangen. Dieses hat im Labor ein Blutbad angerichtet und ist entkommen…

Meine Meinung:

Predator – Upgrade, eine weitere unnötige Fortsetzung der Reihe (ausser Teil eins konnten mich die Fortsetzungen nicht überzeugen), hätte ich mir nie angeschaut – man las so viel Schlechtes – aber «Dank» einem langen, über 10stündigen Flug habe ich mich doch durchgerungen, den Film zu sichten – just for fun.

Und es stimmt: Predator – Upgrade ist grottenschlecht, erbärmlich, Trash, peinlich, zum Fremdschämen. Dies gilt vor allem für die Figuren (praktisch ALLE), deren Charakterisierung, den ganzen pubertierenden Humor und die absolut lächerlichen, vulgären Dialoge so als ob ein 12jähriges das Drehbuch geschrieben hätte. Du meine Fresse!

Es gibt so gut wie keine Figur, die nicht höllisch nervt oder dumme, unpassende, deplatzierte und schwachsinnige Dialoge vom Stapel lässt. Die Story ist für die Katz, das Balg nervt und mehrheitlich wird auf billigen CGI Gore gesetzt und auch einige der CGI Kampf/Action/Predator-Szenen waren saubillig (Kampf der zwei Aliens gegeneinander oder die «Predator» Hunde). Wir schreiben das Jahr 2018 und einige der Effekte erinnerten mich an Alarmstufe: Rot 2 (den Abhang runterfallen mit billigem Fake-Abgrund/Hintergrund) was die Qualität angeht…

Es gibt vielleicht ein-zwei gute Gore-Szenen, scheinbar wurde der Original Soundtrack von Teil eins verwendet (immer gut), der männliche Hauptdarsteller war nicht ganz so ätzend wie der Rest und das beste am Film ist die Tatsache, dass immer was los ist. Trotz der vielen negativen Dinge – langweilig ist Predator – Upgrade definitiv nicht. Hier geht alles Schlag auf Schlag, das Tempo ist hoch, die Settings wechseln sich schnell ab, es gibt kaum Längen und ehe man sich versieht, ist der Film bzw. Alptraum schon zu Ende.

Fazit: Absolut nicht sehenswert – dagegen ist Predators (2012) ein Meisterwerk!

Infos:

O: The Predator

USA 2018

R: Shane Black

D: Yvonne Strahovski, Olivia Munn, Jacob Tremblay, Thomas Jane, Boyd Holbrook

Laufzeit der Originalversion: Ca. 107 Min.

Gesehen am: Ende März 2019

Fassungen: Habe den Film im Flugzeug (Flug Incheon nach Frankfurt) geschaut – Uncut, Englischer Ton, englische Subs. Film gibt es bereits in D auf DVD / Blu-Ray von 20th Century Fox (Uncut, diverse Sprachen, Subs…).