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Sonntag, 1. März 2026

Gold Constables


Gold Constables

Story:

Gold wird gestohlen. Diverse Constables (u.a. Carter Wong, Chi Lan, Nancy Yen Nan-See) suchen danach und nach den Tätern (Lung Fei, Lo Lieh)…

Meine Meinung:

Gold Constables hat mir gut gefallen. Es handelt sich um einen Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Wong Chung. Dieser führte nur in drei Filmen Regie (u.a. in The Kung Fu Cook) und war ansonsten mehrheitlich selbst als Darsteller vor der Kamera (= vor allem in den 50ern und 60ern). Der Plot um gestohlenes Geld ist simpel. Diverse Constables bekommen eine Zeitspanne, in der sie den Fall lösen, das Geld wiederfinden und die Täter zur Rechenschaft ziehen sollen. Simpel und unterhaltsam.

Perfektes Setting für einen Eastern. Und um die Bösewichte um Lung Fei (The Great Cheat, Wang Yu - Der Karatebomber, The Drunken Swordsman) oder Lo Lieh (The Concrete Jungle, Edge of Darkness, The Ape Girl) wird auch kein Geheimnis gemacht. Diese sind früh als Hintermänner und Drahtzieher des Falles zu sehen. In den ersten 30 Minuten bekommt fast Lung Fei am meisten Screentime. In der Zeit ist der Film auch noch relativ dialoglastig. Nach und nach werden die Constables eingeführt und auch andere Personengruppen tauchen auf.

Wo der Film dann punktet, ist die im Verlauf der Geschichte immer grösser werdende Anzahl von Kampfszenen. Es wird mit und ohne Waffen gekämpft. Die Kampfszenen sind sehenswert und abwechslungsreich. In denen machen alle eine gute Figur. In einem Review vor der Sichtung des Filmes habe ich gelesen, dass Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin, Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger, Way of the Lady Boxers) im Film ohne Waffen kämpft. Das stimmt so jedoch nicht. Auch er bekommt mehrere Kampfszenen spendiert, in denen er mit unterschiedlichen Waffen kämpfen darf. Das Highlight des Filmes sind die letzten 30-40 Minuten, in denen praktisch ununterbrochen gekämpft wird.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos: 

O: Tian ya guai ke yi zhen feng

Taiwan 1978, 1979, 1981 (je nach Quelle)

R: Wong Chung

D: Carter Wong, Chi Lan, Nancy Yen Nan-See, Lung Fei, Lo Lieh

Laufzeit der indonesischen Betamax: 87:39 Min. / Laufzeit der HK-VCD: 45:13 Min. (1. Disc), 43:28 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 01.03.26 / 2. Sichtung: 06.05.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von SPVideo (= Super Picture Video) vor = nur Vollbild, solide Bild- und Tonqualität, Englischer Dub mit indonesischen Untertiteln, Cold Constables Titel. Es gibt keine Blu-Ray, keine deutsche Fassung und wohl auch keine DVD (Stand: März 2026). In einem Auktionshaus in Hong Kong fand ich eine HK-VCD (40 HKD). Diese versuche ich, nun zu kaufen um eine O-Ton Ausgabe zu erhalten. Nachtrag Mai 2026: Der Film erfuhr nun eine Zweitsichtung als Original-Mandarin-Version. Nachdem mir der Film nach der Sichtung der Betamax (Englisch Dubbed) sehr gut gefiel, kaufte ich mir aus Hong Kong die HK-VCD von Perfect Link = Uncut, O-Ton, helle und gute Bildqualität, keine Untertitel. Auch hier wurde der Film unter dem falschen Titel Cold Constables veröffentlicht (und auf dem Front Cover schrieben sie sogar diesen Titel noch falsch = Cold Constabies). Der Film kommt in Mandarin einfach viel besser und ich hatte Freude an der guten und hellen Bildqualität (für eine VCD). Der Film gefiel mir auch während dieser Sichtung. Das Highlight sind die letzten 30 Minuten der 2. VCD = pausenlose Kampfszenen mit coolen Waffen, abwechslungsreichen Settings und coolen Gegnern (die Masken tragen wie die Widersacher von Alexander Lo Rei in Guards of Shaolin). Vor allem Carter Wong, die Mädels und Lo Lieh als schier unbesiegbarer Bösewicht wissen in den Szenen zu gefallen! Sehenswerter Eastern!

Samstag, 21. September 2024

Quick Swordsman

Quick Swordsman

Story:

Wu Meiyun wird von Sanshao, dem Sohn des Tyrannen Tie Guanxiong aus der Gemeinde Xiaoyao, belästigt. Held Qi Tianxiong (Bang Soo-Il) schreitet ein und trennt Sanshao im Kampf die rechte Hand ab. Daraufhin beauftragt Tie Guanxiong Meng Genfa, der bei ihm noch Schulden hat, Qi Tianxiong zu töten. Doch Meng Genfa gelingt dies nicht. Er wird im Duell verletzt. Danach lässt Tie Guanxiong vier Blitzdämonen holen, welche Qi Tianxiong besiegen sollen. Das Dorf, in welchem sich Qi Tianxiong versteckt, bekommt eine Frist von drei Tagen, ihn auszuliefern. Bei Ungehorsam droht dem Dorf die Vernichtung durch Feuer. Xiaoying, die Schwester von Meng Genfa, die gegen ihren Willen verheiratet wurde, nimmt zusammen mit Qi Tianxiong und den Dorfbewohnern den Kampf gegen die vier Blitzdämonen und Tyrann Tie Guanxiong auf…

Meine Meinung:

Quick Swordsman ist ein seltener Film, ggf. sogar eine Co.-Produktion zwischen HK und Südkorea. Ggf. gibt es auch zwei Fassungen mit mehr chinesischen oder mehr koreanischen Darstellern. Ich finde wenig Reviews. Eins in Englisch, eins in Russisch. Auf YouTube gibt es eine Beschreibung in Chinesisch (siehe Infos unter Fassungen). Unabhängig aus welchem Land der Film stammt kann ich sagen, dass Quick Swordsman kein Kracher ist. Speziell nicht in der (Englisch) synchronisierten Fassung. Ich denke, dass der Film im O-Ton besser wäre, auch wenn noch immer kein Kracher.

Der 1970 veröffentlichte und in Südkorea gedrehte Film (davon sieht man nichts, könnte genauso gut Taiwan sein) erinnert inhaltlich vor allem an Filme wie Seven Samurai und den Shaw Brothers Klassiker The One-Armed Swordsman mit Jimmy Wang Yu. Auch hier wird einem Mann (zuerst dem Bösewicht) die Hand abgeschlagen, ehe diese später auch unser Held, gespielt von Bang Soo-Il (The Crush), verliert. Abgesehen davon sind praktisch, zumindest für mich, keine bekannten Namen dabei.

Der bekannteste Name ist Paul Chun (The Six Directions Boxing, Hunting List). Der später z.B. in sehr bekannten Filmen wie John Woos The Killer (gemeint ist der HK-Film, nicht sein kommendes US-Remake) zu sehen war. Er spielt einer der Hauptfiguren. Gelistet ist zudem Bruce Leung Siu-Lung, der jedoch (in der HK-Film-Datenbank) nur als «Extra» gelistet ist und bevor er «bekannt» war. So erstaunt es auch nicht, dass mir Bruce Leung Siu-Lung (The Dragon Lives Again) nicht aufgefallen ist. Die Action-Szenen (= vor allem Schwertkampfszenen) sind ok, solide und durchschnittlich, aber im Grossen und Ganzen nichts Besonderes.

Fazit: Mehr interessant da selten und aus Komplettierung und weniger überzeugend durch filmische und inhaltliche Qualität. Ok, solide, aber definitiv kein Must See Titel!

Infos:

O: Shen Jian You Long

HK (Südkorea?) 1970

R: Gu Sam-Lam

D: Pat Ting Hung, Paul Chun, Jimmy Lung Fong, Hong Wai, Kong Man-Sing, Yau Lee, Lin Ching, Bang Soo-Il

Laufzeit der indonesischen Betamax: 86:56 Min.

Gesehen am: 21.07.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von SPVIDEO vor = k.A. ob Uncut, Englischer Dub (mässige und nicht wirklich tolle Qualität), indonesische Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2024). Auf YouTube auf dem Kanal «Kantonesischer Spielfilmkanal» findet sich eine kantonesische Fassung mit festen englischen und chinesischen Untertiteln. O-Ton soll aber Mandarin sein und die YouTube Fassung ist zensiert (z.B. blutiger Armstumpf). Ggf. gibt es noch eine (veränderte) und Koreanisch gesprochene Fassung in Südkorea.

Donnerstag, 18. Juli 2024

Right Overcomes Might

Right Overcomes Might

Story:

Wong Fong (Yu Tien-Lung) wird von Sau (Lung Fei) verfolgt. Sau ist hinter einer Namensliste her. Wong wird verletzt und von anderen Kämpfern gesund gepflegt. Am Ende gelangt Master Lu (Chen Sing) und Dritte (u.a. Don Wong Tao) in den Besitz der Liste. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, als Saus Meister (Wang Hsieh) zum Kampf bittet…

Meine Meinung:

Right Overcomes Might ist ein, sagen wir Mal, relativ seltener Eastern aus Taiwan aus dem Jahr 1978. Vor allem sein Plot ist wirr wie auch die Verteilung von Gut gegen Böse, die Motive warum hinter der Liste hergejagt wird und auch das Auftauchen und Verschwinden von Personen, die sonst den ganzen Film über nie zu sehen waren. Als Zuschauer kann man sich merken, dass diverse Parteien einer Liste hinterherjagen.

Lung Fei (Killer from Above, Die Rückkehr im Schatten des Adlers) spielt dabei fast die grösste Rolle und erhält am meisten Screentime. Er ist ein Bösewicht, wie es scheint und geht auch über Leichen. Sein Master wird von Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu, The Swordmates) gespielt, der damit den weisshaarigen Endgegner verkörpert. Allerdings kommt er erst im letzten Viertel des Filmes vor. Was die Helden angehen ist Don Wong Tao (Drei wild wie der Teufel, Blood Brothers) zu sehen, der dabei aber nur 1-2x sporadisch zu sehen bekommt und vor dem Finale einen Kampf zeigen darf. Keine grosse Rolle. Der gute Meister wird von Chan Sing (Revenge of Shaolin Kid, Bruce Tuan – 7 Promise) gespielt. Auch dieser taucht erst zum Finale auf und war vorher nie zu sehen.

Man sollte sich einfach an den Stars orientieren, die man kennt, und auf Verlauf und Plot weniger seinen Fokus legen. Cool ist, dass ziemlich viel gekämpft wird und die Kampfszenen besser choreographiert werden als in manch anderem Low-Budget Eastern aus der Zeitspanne. Die Bildqualität ist leider, gerade in einigen Szenen, die nachts spielen, relativ schlecht und stark optimierungsbedürftig (1/4 des Filmes). Dafür findet das lange Outdoor-Finale (Wald-und-Wiesen Setting) dann am Tag statt und ist gut erkennbar.

Fazit: Für Kung Fu-Film Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Feng zhi shen tui tian fo zhang

Taiwan 1978

R: Tang Chen-Dah

D: Chan Sing, Wang Hsieh, Lung Fei, Don Wong Tao, Yu Tien-Lung, Chang Fu-Chien

Laufzeit der Indonesischen Betamax: 79:58 Min.

Gesehen am: 14:05.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von SPVIDEO vor = k.A. ob Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Vollbild, Englischer Dub (mässige Qualität) Den Film scheint es auch in Südkorea auf VHS zu geben (Angeblich auch in Englisch mit koreanischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2024).

Freitag, 3. Dezember 2021

7 Men of Kungfu




7 Men of Kungfu

Story:

 

Ein rothaariger Inspektor aus Peking, Inspektor Cho (Chang Yi), reist in die Provinz um Morde an Steuereintreibern aufzuklären. In Wahrheit jedoch plant Inspektor Cho Rebellen (Chang Fu-Chien, Lo Lieh, Chan Sing, Phillip Ko), die gegen die Mandschu kämpfen, zu eliminieren…

 

Meine Meinung:

 

7 Men of Kungfu ist für Fans des taiwanesischen Eastern-Films zu empfehlen. Wie oft punktet der Eastern mit speziellen Waffen, Gimmicks, Fantasy-Elementen und skurrilen Figuren. Deshalb macht 7 Men of Kungfu Spass und unterhält, auch wenn es in der Fassung Defizite gibt (nur Dubbed statt O-Ton, statt 2.35:1 nur Vollbild und möglicherweise noch gezoomt = massiv viel Bildinformationen gehen verloren).

 

Der Plot wirkt zunächst auch wirr. Am Ende ist der Plot jedoch simpler als gedacht: böse Mandschu gegen gute Chinesen (Rebellen). Wie gehabt, schon unzählige Male gesehen. Dennoch überrascht der Film am Ende auch inhaltlich, wenn alle Helden den Tod finden und mit Doris Lung Chun-Erh (The 18 Bronze Girls of Shaolin) ein cooler Endgegner inklusive «Zombie» aus dem Hut gezaubert werden.

 

Die Bösewichte gefielen mir einmal mehr besser als die Helden: Doris Lung Chun-Erh kämpft im Finale sehr cool, Nebendarsteller Tsai Hung (Return of the Kung Fu Dragon) macht ebenso eine gute Figur und am meisten Freude hatte ich an Chang Yi (Gambling for Gold) als rothaariger «Killer Constable» mit Falken. Seine Kampfszenen sind mit Ausnahme der von Doris Lung am besten. Toll choreographiert und coole Waffen.  Die Kampfszenen sind zuweilen auch schräg und innovativ gefilmt und geben der Taiwan-Produktion einen eigenen Stil.

 

Was die Helden angehen darf der Film trotz bekannter Namen nicht allzu viel erwarten. Vor allem Fans von Chan Sing (The Beasts) und Phillip Ko (The Boxer’s Omen) dürften enttäuscht werden, da die beiden nur wenig Screentime abbekommen und nur als «Kanonenfutter» hinhalten dürfen. Hauptfigur bei den Helden ist Chang Fu-Chien (Young Kickboxer) gefolgt von Lo Lieh (Clan of the White Lotus), wobei letzterer in 2-3 Szenen unpassenden Klamauk (inklusive nervender Soundgeräusche) ins Spiel bringt.

 

Fazit: Wer auf Taiwan-Eastern der Zeit abfährt, kann bedenkenlos zugreifen!  

 

Infos:

 

O: Qi xia ba yi

 

Taiwan, Südkorea 1978

 

R: Chang Heng

 

D: Chang Yi, Chang Fu-Chien, Lo Lieh, Chan Sing, Phillip Ko, Doris Lung Chun-Erh, Tsai Hung

 

Laufzeit der indonesischen Betamax: 86:01 Min. / Laufzeit der südkoreanischen VHS: 77:28 Min.

 

Gesehen am: 04.09.21 / 2. Sichtung (Korea Version): 07.03.26

 

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax aus dem Jahr 1981 von SP Video vor = Englisch Dubbed (durchschnittlich); Vollbild und möglicherweise gezoomt, solide Bildqualität, wahrscheinlich Uncut. Es scheint zudem eine VHS in Südkorea zu geben (die Pics sind aber Mal wieder nicht aus dem richtigen Film) und es gibt in China mind. eine DVCD (werde ich später bestellen in der Hoffnung auf Mandarin Ton). Nachtrag März 2026: 2. Sichtung, diesmal jedoch in einer exklusiven, veränderten Fassung aus Südkorea. Als ich die Videokassette aus Südkorea kaufte, hoffte ich auf einen Mandarin-Print da der Englische Dub der indonesischen Betamax nervte (z.T.). Ich war überrascht, den Film in Koreanisch statt Mandarin vorzufinden. Mein London-Dealer klärte mich auf: Alternative Korea-Fassung, leider mit weniger Doris Lung Chun-Erh und Zombie. Heute sah ich mir die Fassung von Sam Boo Video Production an und als Fan, zumindest als Kenner der Originalversion aus Taiwan, kann man nur enttäuscht sein. Nebst der Tatsache, dass praktisch alle Szenen mit Doris Lung Chun-Erh und darunter der 2. innovative da abgedrehte Finalkampf fehlen, gibt es auch massiv weniger von Schurke und Endgegner Chang Yi zu sehen. Unverzeihlich. Chang Yi kommt in der taiwanesischen Fassung bereits in der 4. Minute vor, während Fans in der koreanischen Fassung über 40 Minuten warten müssen, bis er Mal auftaucht. Die koreanische Fassung wirkt mehr wie ein wirres Flickwerk, wie eine Godfrey Ho "cut-and-past" Fassung. Die Laufzeiten sind auch unterschiedlich (86:01 vs. 77:28 Min.) wie auch die Vorspänne. Ich tendiere klar zur Originalversion bzw. zur Taiwan-Fassung (Film soll eine Co-Produktion zwischen Taiwan und Südkorea sein). Die Suche nach einem Mandarin-Print geht weiter! 

Freitag, 28. Mai 2021

Shaolin Heroes




Shaolin Heroes

Story:

China zur Zeit der Ming: Mongolen planen das Land zu infiltrieren und zu übernehmen. Nur ein sonderbares und mächtiges Schwert (Light Sword) könnte den Feind besiegen. Diverse Gruppierungen, Feinde und Personen mit Hintergedanken sind hinter dem Schwert her, zu welchen Ehren sogar ein Turnier ausgetragen wird…

Meine Meinung:

Old School Kung Fu Film aus Taiwan mit, zumindest in der englischen Sprachfassung, leicht konfuser Story. Am besten merkt man sich folgendes: Wang Kuan-Hsiung = Held. Alle suchen nach einem Schwert. Der Mann mit roten Klamotten und weissen, langen Haaren = einer der Hauptbösewichte. Eine mysteriöse Frau, die auftaucht, rettet dem Helden hier und da das Leben. Die Mongolen spielen im Film zu 90% keine Rolle.

Der Plot ist nebensächlich. Mir gefielen vor allem die Kämpfe. Klar, es gibt im Old School Kung Fu Genre bessere, aber auch schlechtere Filme was die Anzahl von Kampfszenen oder deren Qualität angehen. Hier habe ich nichts erwartet und wurde gut unterhalten. Es gibt auch nur wenig Längen.

Die Kampfszenen haben mir gefallen, vor allem diese von Wang Kuan-Hsiung, der mysteriösen Frau, dem Bösewicht und die Finalkämpf. Die Turnier-Szene war auch interessant. Unter anderem sieht man dort eine Chicken Style Kampfart.

Solche Filme bieten oft auch Klamauk. Noch öfters ist der Englische Dub dazu mies und es gibt komische Soundgeräusche, um «humorvolle» Szenen zu unterstreichen. Von beidem gibt es in Shaolin Heroes zum Glück wenig zu sehen. Mir sind ca. zwei Szenen aufgefallen, welche in diese Beschreibung passen. Umso weniger nervender Klamauk, umso besser.

Wang Kuan-Hsiung (The Guy at Simenting) wirkt wie ein schwacher und hölzerner John Liu (schauspielerisch). In den Kampfszenen macht er jedoch eine gute Figur. Doris Lung Chun-Erh (The 18 Bronze Girls of Shaolin) spielt einen Mix aus «Bettler» und «Tomboy». Und Li Chiang (The Invincible Swordswoman) als natürlich weiss- und langhaariger Bösewicht gefällt gut.

Fazit: Zumindest für Old School Kung-Fu Film-Fans interessant!

Infos:

O: Long quan hu zhua dou diao shou

Taiwan 1979

R: Yang Ching-Chen

D: Wang Kuan-Hsiung, Tsung Hua, Doris Lung Chun-Erh, Li Chiang

Laufzeit des indonesischen Beta: Ca. 90 Min. / Laufzeit der südkoreanischen VHS inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung: 88:30 Min.

Gesehen am: 27.02.21 / 2. Sichtung: 06.03.26

Fassungen: Mir lag das Beta aus Indonesien von SPVIDEO vor = Wahrscheinlich Uncut, Englisch Dubbed, indonesische Subs. Der Dub ist schlecht. Vollbild. Solide Bildqualität. Alternative: ein VHS aus den USA (Titel: Dragon Fist). Eine DVD, Blu-Ray und/oder deutsche Fassung sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2021). Nachtrag März 2026: Für eine 2. Sichtung lag mir nun das Vollbild-VHS aus Südkorea von Sam Boo Video Production vor = Mandarin Ton, wahrscheinlich Uncut, solide Bild- und Tonqualität. Es gibt koreanische Untertitel. Der Film kommt in Mandarin definitiv angenehmer als mit dem miesen englischen Dub. Den Film hatte ich auch nicht mehr so actionreich und gelungen in Erinnerung. Ich würde sogar behaupten, dass mir der Film aktuell noch besser gefallen hat. Das vor allem aufgrund der Tatsache, dass es praktisch den ganzen Film über mind. alle fünf Minuten Kampfszenen zu bestaunen gibt. Wang Kuan-Hsiung prügelt sich durch unzählige Gegner, die zudem diverse Kampfstile oder Waffen in die Kämpfe integrieren. Pluspunkte gibt auch der weisshaarige Bösewicht und auch Doris Lung Chun-Erh, die im Finale als weiterer Bösewicht und Finalgegner aus dem Hut gezaubert wird, hat sehr gefallen. Non-Stop-Action aus Taiwan. Sehenswert!