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Donnerstag, 26. September 2019

Update

Neue Reviews

 

 

- Fox Hunter

- Hellywood

- House of 1000 Corpses (Zu Ehren von Sid Haig)

- Rambo: Last Blood



Info: ab 1. Oktober beginnt der Horroktober = es gibt jeden Tag ein Review zu einem Horrorfilm! Viel Spass!  


 

Rambo: Last Blood Review




Rambo: Last Blood

Story:

Vietnam-Veteran Rambo (Sylvester Stallone) lebt auf seiner Ranch, noch immer von vergangenen Taten traumatisiert (Krieg etc.). Bei ihm leben Maria (Adriana Barraza), seine Haushälterin und seine Enkelin Gabrielle (Yvette Monreal). Letztere macht sich nach Meiko auf, um ihren leiblichen Vater zu sehen. Sie gerät durch Umwege an Gangster, Zuhälter, Kartell-Mitglieder (Sergio Peris-Mencheta, Óscar Jaenada). Rambo macht es sich zur Aufgabe, sie zu retten…

Meine Meinung:

Was kann bei obiger Inhaltsangabe schon gross stören, wenn man als Fan auf eine Action-Story oder in dem Fall einen Racheplot à la Death Wish 2 aus ist? Leider ziemlich viel. Was Rambo: Last Blood, den neusten und fünften Teil der Rambo Reihe angeht, las ich extra nichts vor dem Kinobesuch. Um den Film ist zuweilen bereits ein Hype entstanden, der dem Film nicht gerecht wird.

In meinen Augen ist es leider nur ein durchschnittlicher Film und der schlechteste Rambo. Die Reihe kenne ich jedoch gar nicht so gut d.h. nicht in- und auswendig. Den ersten mag ich sehr – den habe ich viele Male gesehen und stellt den besten Film und einen meiner Lieblingsfilme dar. Die Teile zwei und drei habe ich bisher nur je einmal gesehen und weiss fast nichts mehr. Teil vier habe ich mind. zwei Mal gesehen – der wirkte aber bereits nach der 2. Sichtung deutlich schwächer als noch im Kino. Ob Teil fünf blutiger als der letzte ist, kann ich daher nicht sagen.

Das Problem in Teil fünf ist die Tatsache, dass es sich nicht um einen reinen Action-Film handelt. Mehr Rache-Geschichte. Da sollte man die Erwartungen anpassen. Wer am Anfang oder Mittelteil bereits Action erwartet, wird enttäuscht werden. Das Drehbuch (Figurenzeichnungen, Dialoge, Handlungen) sind stark optimierungsbedürftig.

Der Inhalt wäre halb so schlimm, wenn am Ende wenigstens die Action rocken würde. Leider tut sie das nicht. Das Finale ist innerhalb von 5-10 Min., zack zack, zu Ende. Geht alles viel zu schnell, zu unlogisch, zu wenig explizit, zu dunkel, zu unspektakulär und mit zu viel (billigem) CGI-Einsatz. Sehr schade. Da hilft schlussendlich auch Sly, der sehr solide Auftritt, nicht viel.

Fazit: So bleibt es leider bei der einmaligen Kinosichtung = schlechtester Rambo!

Infos:

O: Rambo: Last Blood

USA 2019

R: Adrian Grunberg

D: Sylvester Stallone, Adriana Barraza, Yvette Monreal, Sergio Peris-Mencheta, Óscar Jaenada

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 100 Min. (CH Kino-Version)

Gesehen am: 25.09.19

Fassungen: Im Schweizer Kino gesehen = ab 16/14, Uncut, O-Ton mit u.a. deutschen Subs. In den USA und Co. wurde eine kürzere Fassung gezeigt (der Beginn mit der Flut fehlt – fiel beim Testpublikum durch). Die deutsche DVD und Blu-Ray sollen Ende Feb. 2020 erscheinen. In D läuft der Film auch Uncut im Kino, jedoch ab 18.

House of 1000 Corpses Review





House of 1000 Corpses

Story:

Paar Teens durchqueren das Land und halten Ausschau nach Absurditäten. Da kommt ihnen die Story von Dr. Satan gerade recht. Als sie die Gegend auskundschaften, werden sie von einer Redneck Familie (u.a. Karen Black, Sheri Moon Zombie, Bill Moseley) gefangen genommen. Die Polizei (William Bassett) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Zu Ehren von Sid Haig (Verstarb am 21.09.19), auf welchen ich damals erst durch Rob Zombies House of 1000 Corpses aufmerksam wurde, gab es eine Neusichtung zu diesem schrillen Backwood-Film. House of 1000 Corpses ist für mich, auch nach all den Jahren, noch immer sein bester Film.

Den Film sah ich als Jugendlicher und die Vorfreude war, auch durch den Hype im Internet, gross. House of 1000 Corpses war dazumal auch der erste (und einzige) Film, den ich runtergeladen und auf dem Rechner guckte – und trotz kleinem Bildschirm, fehlenden Subs und schlechter Qualität war die Sichtung toll und eindrücklich – ich war total geflasht – und bin es auch jetzt noch, wenn ich den Film wiederholt ansehe.

Obwohl Rob Zombies Musik zum grossen Teil nicht ganz meinem Musikgeschmack entspricht (kannte dazumal nur Dragula wegen Die Killerhand) gefällt mir der Soundtrack und die Musik im Film bestens. Backwood-Story-Elemente mag ich immer und Rob Zombie würdigte damit als Hommage alte Klassiker wie Blutgericht in Texas und Co. Dazu kommt, nebst cooler Musik-Clip-Ästhetik auch viel Retro-Charme dazu. Das mag ich einfach. Und schon hatte mich der Film in seinem Bann.

Der Film ist, auch dank viel Action, abwechslungsreichen Settings und einer kurzen Laufzeit, unterhaltsam. Zwar nicht wirklich originell, gruselig oder spannend (die Teens sind eh nur Kanonenfutter), dafür geht die Zeit beim Schauen vorbei. Die Effekte können sich auch sehen lassen und sind, auch im Zusammenhang mit der Optik und den audiovisuellen Spielereien sehenswert.

Rob Zombie gelangen einige herrliche Momente im Film – sei es der Beginn, die Run, Rabbit Run Szene, der Besuch beim Pussy Liquor oder die Stürmung der Polizei auf dem Gelände (für mich die beste Szene im ganzen Film, hat zuerst Spannung, dann schwarzen Humor, dann etwas Episches an sich). Dazu coole Mucke, abgefuckte Figuren.

Letzteres ist fast in jedem Rob Zombie Film zu sehen. In House of 1000 Corpses waren einige tolle Akteure dabei und die Redneck Familie ist, wie erwartet, der eigentliche Sympathieträger des Filmes. Die Antihelden sozusagen. Sid Haig als Captain Spaulding zierte danach viele Cover, Magazine, trat in vielen Horrorfilmen auf (House of the Dead II, Night of the Living Dead 3D, Bone Tomahawk, Hatchet III) und spielte auch in den Fortsetzungen mit. In Teil drei, 3 from Hell, der aktuell am Fantasy Film Fest läuft, langte es nur für eine Kurzrolle, da gesundheitlich angeschlagen.

Weitere Namen, die gefallen haben und/oder in späteren Rob Zombie Filmen zu sehen waren: Karen Black (Mirror Mirror) die leider inzwischen auch schon verstorben ist, Sheri Moon Zombie (welche Rob Zombie später heiratete) und Bill Moseley (The Texas Chainsaw Masscare 2, Boar), wobei vor allem letzterer in sehr vielen Horror-Filmen auftrat.

Rob Zombie konnte leider nicht mehr an die Qualität seines Debüts heranreichen. Er blieb dem Horror-Genre treu und drehte u.a.: The Devil's Rejects (wohl sein 2. bester Film), Fake-Trailer Werewolf Women of the SS (schade, dass dies nie verfilmt wurde), das Halloween Remake plus Fortsetzung, den Animationsfilm El Superbeasto (ist okay), The Lords of Salem (sein letzter guter Film), 31 (grottig) und zuletzt 3 from Hell.

Trotzdem, gerade für Horrorfans wird weiterhin interessant sein, wie sich Rob Zombie in Zukunft orientieren wird! Eine Rückkehr zu seinen Wurzeln wäre ihm zu wünschen!

Fazit: Wer die klassischen Backwood Filme mag und sich ab der Musik-Clip-Ästhetik und dem Overacting der Figuren nicht nervt, dem sei der Film absolut ans Herz gelegt!

Gefolgt von: The Devil's Rejects

Infos:

O: House of 1000 Corpses

USA 2003

R: Rob Zombie

D: Sid Haig, Karen Black, Sheri Moon Zombie, Bill Moseley, William Bassett

Laufzeit der US-DVD: 88:58 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Lions Gate vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, viele Extras, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland (auf Blu-Ray) von Studiocanal erschienen. Es gäbe noch mehr Material zum Film, das jedoch laut Rob Zombie verschollen sein soll…

Hellywood Review






Und drei Bilder aus dem Film (während dem Schauen mit dem Handy geknipst): 








Hellywood

Story:

2060: Aliens wollen die Erde übernehmen und tarnen sich als Musiker und Tänzer in Hollywood. Das Ziel: Menschen entführen und in Pflanzen verwandeln. Doch Super-Agent Bifunovich (Tomoko Saito) und seine drei Gehilfinnen (u.a. Mio Hani) versuchen, die Aliens aufzuhalten…

Meine Meinung:

Von Regisseur Takafumi Nagamine, der den kultigen Independent-Film Diva in the Netherworld mit viel Liebe auf die Leinwand zauberte, kam zwei Jahre später ein erneuter Kracher, der an Surrealität und völlig verrückten Einfällen inklusive vielen charmanten Effekten und mit viel Liebe für Details, zu überzeugen vermochte: Hellywood!

Hellywood sieht, dank grösserem Budget und besserer Technik (nun auf 35mm gedreht), aufwändiger aus. Dazu gibt es auch mehr Effekte und eine bessere Bildqualität. Der Inhalt ist ähnlich verrückt und fantasievoll wie in Diva in the Netherworld. Die Story ist hier noch dünner – der Style over Substance Faktor kommt voll zum Tragen.

Die Story sollte man vernachlässigen und sich einfach am bunten Treiben, was einem vorgesetzt wird, erfreuen und sich kurzweilig und abgedreht unterhalten lassen. Kino, wie es nur aus Japan kommen kann. Zum Teil ist es kaum in Worte zu fassen, was man da zu sehen bekommt. Der Film bietet sehr abwechslungsreiche und originelle Settings (eines könnte direkt aus der Feder von Salvador Dalí stammen).

Der Film ist nur zum Teil ein Musical. Mehr echter Spielfilm mit hier und da Tanz- und Gesangseinlagen, die groovig und sehenswert in Szene gesetzt wurden. Die mir unbekannten Darsteller, die alle sichtlich Spass am Film hatten, machen ihre Sache gut. So auch Regisseur Takafumi Nagamine, dem man extrem viel Fantasie nachsagen kann (was ich sehr mag), war mit Herz dabei (am Ende gibt’s die Einstellung «directed by Takafumi Nagamine with Love»). Schade, dass er nicht mehr Filme wie Diva in the Netherworld und/oder Hellywood drehte.

Die Effekte sind sehr charmant. Es gibt z.T. auch wieder Stop-Motion Arbeiten zu sehen. Daneben noch eine Autopsie mit hängenden Därmen an der Decke, ein Gehirn, eine eklige Szene à la Die 120 Tage von Sodom, eine weitere eklige Szene (WC «reinigen»), einem cool getricksten Alien im Weltraum, kämpfende Samurai-Einlagen auf der Bühne und sogar eine Hommage an Frankenstein gibt es zu sehen (eine der Figuren wird in der Szene auch Frankenstein genannt).

Fazit: Für Fans des japanischen Kinos und insbesondere Fans von Regisseur Takafumi Nagamine und Diva in the Netherworld zu empfehlen! Muss man gesehen haben, um es zu glauben!

Infos:

O: Heriuddo

Japan 1982

R: Takafumi Nagamine

D: Kumi Aochi, Kenji Endo, Mio Hani, Tomoko Saito

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 26.07.19

Fassungen: Mir lag das jap. VHS von Daiei Video vor = Uncut, in Japanisch, keine Subs, gute Bildqualität. Gäb es inzwischen in Japan sogar auf DVD. Ausserhalb Japans wurde der Film nie veröffentlicht (Stand: Juli 2019).

Fox Hunter Review





Fox Hunter

Story:

HK Polizistin (Jade Leung Chang), dessen Onkel (Guy Lai Ying-Chau) von einem Gangster (Ching Fung), der sie zudem vergewaltigt hat, getötet hat, jagt diesem in China hinterher. Mithilfe bekommt sie von einem Lockvogel (Jordan Chan Siu-Chun) und der Polizei aus China (Yu Rong-Guang)…

Meine Meinung:

Fox Hunter wurde mir von einem Kollegen empfohlen und diese Empfehlung hat sich gelohnt! Den Film hatte ich nie auf dem Radar – vielleicht, weil ich vor allem bis 1995 schaue und die Filme ab 1995-2000 und älter aus Hong Kong, mehrheitlich vernachlässigt habe!?

Zu Lasten solcher Filme (oder China Strike Force). Fox Hunter hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Film ist unkompliziert und die Action rockt. Zudem ist der Film alles andere als harmlos und es sind sogar Spannung und Dramatik, vor allem wenn Jade Leung Chang (der Star aus Black Cat 1 und 2 sowie Satin Steel) auf den Killer trifft. Nur schon der Beginn ist sehr spannend und hart anzusehen (sogar Rape & Revenge Inhalte kommen zum Tragen).

Die Action besteht aus kurzen Kämpfen, Explosionen, Verfolgungsjagden und einigen sehr aufwändigen Stunts. Ach – und viele schön choreographierte, übersichtliche und starke Shoot-Outs wollen wir an dieser Ecke nicht vergessen – diese machen die Mehrheit der Actionszenen aus. Die besten Actionszenen hat der Film zu Beginn (Undercover-Aktion, Geiselnahme, Rache vom Täter) und am Ende (Geiselnahme im Shopping Mall).

Von den Figuren haben mir vor allem Jade Leung Chang sehr gut gefallen (Schauspiel und Actionszenen) und Ching Fung als sadistischer und fieser Bösewicht. Der Rest ist nicht der Rede wert. Yu Rong-Guang (The Era of Vampires) ist nur solide und Jordan Chan und sein Overacting haben sehr genervt – störende Figure im Film. Da die Action, Dramatik und Spannung aber gegeben sind (und Lead Held und Lead Bösewicht überzeugen), fällt das zum Glück nicht gross ins Gewicht!

Fazit: Für HK Action-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Choh Tai Jui Gik Jo Hap

HK 1995

R: Stephen Tung Wai

D: Jade Leung Chang, Ching Fung, Jordan Chan Siu-Chun, Yu Rong-Guang, Guy Lai Ying-Chau

Laufzeit der HK LD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 26.07.19

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Universe vor = Gute bis solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Den Film gibt es in HK nur als LD, VHS und VCD. In Deutschland gibt es eine DVD – diese ist jedoch nur Dubbed und ohne O-Ton = nicht zu empfehlen! Die HK Fassungen (oder das US VHS) haben auch bessere Bildformate als die deutsche DVD. Die HK LD habe ich über ein Auktionshaus in China gekauft.

Montag, 23. September 2019

Update

Neuer Neukauf und neue Reviews

 

 

- Neuer Neukauf



- The Raiders

- Attrition

- H

- The Green Jade Statuette




Neukauf







Revenger
Martial Arts aus Südkorea. Lief zuerst nur auf Netflix. Zum Glück jetzt in Südkorea auch auf DVD erschienen im O-Ton mit englischen Subs. Von Netflix und Co. gäbe es einige Serien / Filme, die mich interessieren würden, aber die leider nicht auf DVD/Blu-Ray erscheinen:-(
 

The Green Jade Statuette Review




The Green Jade Statuette

Story:

Eine grüne Jade-Statue wird aus dem Besitz einer Familie gestohlen, die Familie abgeschlachtet. Im Verlauf der Handlung sind diverse, z.T. zwielichtige Personen hinter der Jade-Statue her: Der schier unbesiegbare Wu Kang (Chi Kuan-Chun), der mit Madam Pearl Lee (Hu Chin) liiert ist, der unbekannte, im Hintergrund auftauchende Kämpfer Chow Liu Shiang (Wang Kuan-Hsiung), der mit einer Rose kämpft, Held Chen Chang (Mang Fei), der Bordell-Betreiber (Phillip Ko Fei), eine Überlebende des Familien-Massakers die auf Rache sinnt und eine im verborgene Personen (Gam Ming), die alle Fäden zieht und auch über Leichen geht…

Meine Meinung:

Weitere sehenswerte und typische Kung Fu Ware von Regisseur Lee Tso-Nam, von dem ich noch viel zu wenig kenne, obwohl ich sicher schon ein halbes Dutzend Filme von ihm in der Sammlung stehen habe* – aber in Sachen Lee Tso-Nam (The Woman Avenger) muss ich definitiv noch aufstocken (nebst Regisseur Joseph Kong Hung).

* Chinese Kung Fu Against Godfather, The Hot, the Cool and the Vicious, Eagle's Claw, Fatal Needles Vs. Fatal Fists, Mantis in the Monkey’s Shadow, The Leg Fighters, The Challenge of the Lady Ninja, Shaolin Vs. Lama, A Life of Ninja, Kung-Fu Wonder Child, Magic Warriors, Emergency Police Lady, The Magic Amethyst und Beauty Investigator

Der Film ist typisch für Lee Tso-Nam – viele Figuren, typische Story-Inhalte mit Intrigen, Verrat und dann werden noch ein-zwei Überraschungen (in Form von Figuren und Motiven) aus dem Hut gezaubert. Die Figuren kann man gut auseinanderhalten, die Action fängt klein und unspektakulär an und wird im Verlauf, und auch das ist typisch für Lee Tso-Nam, immer besser, abgefahrener und sehenswerter. Kung Fu-Film Fans werden voll auf die Kosten kommen.

Gam Ming, der für die Action-Choreographie verantwortlich war, tat einen tollen Job. Er sielt zudem auch den geheimen, fiesen Bösewicht und das tut er verdammt gut. Macht viel Spass. Auch sonst wartet der Film mit bekannten Namen auf: Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (7-Man Army), Mang Fei (The Imperial Sword Killing the Devil), Hu Chin (Kung Fu Kids), Wang Kuan-Hsiung (I Want to Be a Good Person), Lung Fei (nur Kurzauftritt – bekannt aus Magic Mod), Lung Fong (nur Kurzauftritt – bekannt aus The Buddhist Spell), Phillip Ko Fei (Dreadnaught) und Leung Kar-Yan (nur Kurzauftritt – bekannt aus Brave Young Girls).

Fazit: Für Old School Kung Fu-Film-Fans uneingeschränkt zu empfehlen! Typische Kung-Fu Film von Lee Tso-Nam mit coolen Kampfszenen und einer starken Choreographie!

Infos:

O: Shen Dao Liu Xing Chuan

Taiwan 1978

R: Lee Tso-Nam

D: Chi Kuan-Chun, Hu Chin, Wang Kuan-Hsiung, Mang Fei, Phillip Ko Fei, Gam Ming, Lung Fong, Leung Kar-Yan, Lung Fei

Laufzeit der HK VCD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 24.07.19

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Ocean Shores vor = Uncut, Englisch/Mandarin, keine Subs, gute bis durchschnittliche (wenige Nacht-Szenen zu Beginn) Bildqualität. O-Ton mit englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt. Ob es eine DVD gibt ist mir nicht bekannt. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Juli 2019).

H Review




H

Story:

Eine mysteriöse Mordserie hält die Stadt und die südkoreanische Polizei in Atem. Grund: das Muster erinnert an den inhaftierten und zum Tode verurteilen Serienkiller Shin Hyun – ein Copy-Cat Killer oder hat Shin Hyun tatsächlich mit den neusten Morden zu tun?

Meine Meinung:

Diesen Film habe ich für einen Kollegen bestellt und bis die DVD geholt wird, habe ich mir den südkoreanischen Thriller auch angesehen – die Chance, sich gratis diesen Film anzusehen, liess ich mir nicht entgehen. Und so schlecht sind die Dinger aus Südkorea ja meist auch nicht.

Das Cover des Filmes H war mir zudem schon bekannt. Der Regisseur und die Darsteller sagen mir aber alle nichts. Gehören im Moment scheinbar auch nicht mehr zur Top-Elite des südkoreanischen Kinos (im Moment sind das eher Namen wie Ma Dong-seok, Yeon Sang-ho etc.).

H fand ich nur durchschnittlich. Das lag vor allem an drei Punkten:

1. ALLE Figuren, egal ob die Bösewichte, Cops oder Nebenfiguren, ich fand sie alle ohne Ausnahme unsympathisch. Null Charisma. Zum Teil schlecht gespielt, zum Teil nervend durch ihr Overacting. Da kann ein Film sonst noch so gut sein, wenn man die Hauptfiguren alle öde findet, hat ein Film bereits verloren.

2. Ist der Film auch nicht wirklich originell. Da wurde dreist von Sieben und Das Schweigen der Lämmer geklaut was das Zeug hält. Schon fast zum Fremdschämen. Und natürlich erreicht der Film nie und nimmer die US-Vorlagen.

3. Dazu kommt in einzelnen Szenen Dramatik die Figuren betreffend, die nervt.

Den Film kann man trotz oben genannten Kritikpunkten gut einmal sichten. Denn es hätte auch schlimmer werden können. Der Film läuft unter zwei Stunden und nach dem Ende ist Schluss. Langweilig ist es eigentlich nicht (wobei es auch nicht wirklich spannend ist). Aber wer gerne Krimi/Thriller/Serienkiller Inhalte mag, macht mit dem Film aus Südkorea nicht viel falsch.

Für meinem Geschmack war es zu wenig und die drei Kritikpunkte sorgen dazu, dass der Film nach einmaliger Sichtung bald wieder in Vergessenheit gerät…

Infos:

O: H

Südkorea 2002

R: Lee Jong-hyeok

D: Yeom Jeong-ah, Ji Jin-hee, Jo Seung-woo, Seong Ji-roo, Kwon Hyeok-poong

Laufzeit der dt. DVD: 106:33 Min.

Gesehen am: 21.07.19

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von I-On New Media vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, Deutsch/Koreanisch mit deutschen Subs. Mir ist nicht bekannt, ob es den Film inzwischen auf Blu-Ray gäbe oder nicht…

Attrition Review





Attrition

Story:

Ehemaliger Soldat (Steven Seagal) tut sich notgezwungen mit seinem alten Team zusammen, um eine Tochter, die magische Kräfte besitzt und entführt wurde, aus den Händen der Entführer zu retten…

Meine Meinung:

Attrition dürfte nur von echte Steven Seagal Fans sehenswert sein. Der Film wird nämlich als bester Steven Seagal Film der letzten Jahre betitelt und ich muss sagen, ja: man kann sich Attrition wirklich gut ansehen und es gibt viel, sehr viel Steven Seagal zu sehen! Er spielt die Hauptrolle und bekommt viele Szenen spendiert. Es handelt sich nicht nur um einen fünfminütigen Gastauftritt.

Dazu kommt, dass die Kameraführung besser ist in Sachen Action als in manch anderem US-B-Actionfilm. Man sieht, dass Steven Seagal selbst viele der Kampfszenen gedreht hat statt eins Doubles (wobei er in einigen Szenen selbstverständlich doch auch gedoubelt wurde). Der Film, für dessen Drehbuch Steven Seagal verantwortlich war (er macht einen auf Ip Man, Wong Fei Hung etc.), krankt aber auch an dessen Philosophien und Weltansichten, die nerven und unfreiwillig komisch wirken.

Die Action-Szenen, gerade die Martial Arts, kommt meiner Meinung nach trotz nicht schlechter Kameraführung nie über den Durchschnitt und Spektakel oder Sehenswertes gibt es in dieser Hinsicht nicht zu sehen. In Sachen Shoot-Outs ist der Film in dieser Hinsicht schon besser. Eine gewisse Optik und Ästhetik, die für den B-Actionfilm auffallend künstlerisch ausgefallen sind, sind positive Aspekte, die erwähnenswert sind.

Nebst Steven Seagal tummeln sich viele Chinesen und Thailänder im Film, dessen Namen man z.T. kennt: Ex-Shaw Brothers Star Fan Mei-Sheng (Darkside of Chinatown), Fan Siu-Wong (spielt in Story of Ricky «Ricky»), Yu Kang (spielt einen der Killer in Wu Xia, die von Donnie Yen überwältigt werden) oder Vithaya Pansringarm (The Prey). Der Regisseur ist mir unbekannt.

Fazit: Kann man gut einmal gucken, aber da ich nicht der allzu grosse B-Actionfilm bin (was neue Filme angeht), werde ich den Film nicht in die Sammlung aufnehmen, viel Steven Seagal hin oder her, dafür war die Action einfach nichts Spezielles und hat gegen die gute alte HK-Action-Film-Schule keine Chance.

Infos:

O: Attrition

Großbritannien, Hong Kong, Thailand, USA 2018

R: Mathieu Weschler

D: Steven Seagal, Rudy Youngblood, James P. Bennett, Fan Siu-Wong, Kat Ingkarat, Vithaya Pansringarm, Bayra Bela

Laufzeit der Ital. DVD: 81:43 Min.

Gesehen am: 19.07.19

Fassungen: Mir lag die DVD aus Italien von Italian International Film vor = Uncut, O-Ton (Englisch, Chinesisch etc.) ohne bzw. höchstens mit Ital. Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt noch keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2019).

The Raiders Review




The Raiders

Story:

Von Gangsterboss und Spieler Chen (Chen Kuan-Tai) wird Geld gestohlen. Unbewusst – die Diebe vermuteten nicht, dass Chen der Besitzer des Geldes ist. Die Diebe gehören zu Patrick (Patrick Tse Yin), ebenfalls einem Spieler. Chen versucht derweil offiziell durch Wetten und Spieleinsatz Patrick zu besiegen, inoffiziell schickt er seine Gangster los…

Meine Meinung:

The Raiders ist ein Low-Budget Gangster-Gamble-Film der wohl im Fahrwasser von King Gambler und Co. erschienen ist. Billig in Taiwan gedreht und eine taiwanesische Produktion von Regisseur Chang Hsin-Yi (The Thrilling Sword). Die Story handelt vom Bösewicht gespielt von Chen Kuan-Tai (à la King Gambler) und Patrick Tse Yin als Held (er ist mir irgendwie wenig sympathisch – bin da lieber auf der Seite der Bösewichte).

Nebst soliden, aber nicht zu vielen Actionszenen gibt es viel doofen Klamauk, zu grossen Teilen sehr nervende und unpassende Musik, ein mässiges Setting und auch Längen. Die Qualität der Fassung ist leider alles andere als toll. Die Untertanten von Patrick Tse Yin Figur waren mir auch nur wenig sympathisch.

Auch wenn nur soide, so müssen nebst Chen-Kuan Tai und all seinen Szenen die Actionszenen als «Highlights» gelten. Das Finale war cool und Chen Kuan-Tai bekommt einen effektiven Abgang spendiert. Selten ist die Musik gut – nur dann, wenn Dawn of the Dead Musik zu hören ist – immerhin etwas.

Fazit: Nur bedingt zu empfehlen – kein Kracher, Action nicht der Rede wert, billig und Längen, Qualität der (Bootleg) Disc mehr als bescheiden. Würde ich mir höchstens in einer besseren und/oder offiziellen, fehlerfreien Fassung (mehr dazu unter Fassungen) in die Sammlung stellen (nur wegen Chen Kuan-Tai).

Infos:

O: Za pai da jin ji

Taiwan 1982

R: Chang Hsin-Yi

D: Chen Kuan-Tai, Patrick Tse Yin, Ching Li, Henry Lu Yi-Lung, Chang Fei, Lung Fei

Laufzeit der FLK DVD: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 14.07.19

Fassungen: Mir lag die Bootleg DVD von FLK vor = wahrscheinlich Uncut (wahrscheinlich uraltes Taiwan VHS Master), O-Ton, feste englische Subs, dürftige Bildqualität (zu dunkel, unscharf, Subs an den Seiten nicht immer lesbar). Zudem: asynchron. FLK ist von den Bootleg Labels à la Trash Palace, Far East Flix und Co. sicherlich am schlechtesten, wenn es um Sachen Qualität geht (oder Bestellen, Preise) aber in Sachen Auswahl sind sie halt unschlagbar. Andere Fassungen sind mir nämlich nicht bekannt (Stand: Juli 2019).

Mittwoch, 18. September 2019

Update

Neuer Neukauf und neue Reviews

 

 

- Neuer Neukauf




- Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert 

- The Raid (komplett überarbeitet)

- The Raid 2 (komplett überarbeitet)

- Die Hölle der lebenden Toten (zu Ehren von Franco Garofalo)



Neukauf









Nightwish
Endlich! Nachdem die VHS die bisher beste Fassung zum Film darstellte (siehe Review), gibt es nun eine würdige Fassung. Die neue US-Blu Ray aus den USA von Unearthed Films kommt mit Schuber, Booklet, neuem 4K Master und Uncut daher. Dazu gibt es exklusiv einen Kommentar mit dem Produzent zum Film und Unearthed Films Boss Stephen Biro. Da freue ich mich, den Film zukünftig mit einer tollen Bildqualität geniessen zu dürfen, in welcher die spektakulären Effekte voll zu Geltung kommen dürften! Die Blu-Ray wurde im Sept. 2019 veröffentlicht. Ich hatte diese seit Mai 2019 vorbestellt gehabt.

 

Die Hölle der lebenden Toten Review





Die Hölle der lebenden Toten

Story:

Eine Spezialeinheit (u.a. Franco Garofalo) bekommt es im neusten Job mit einem tödlichen Virus zu tun, welches Menschen in zombieähnliche Kannibalen mutieren lässt…

Meine Meinung:

Zu Ehren des Ital. Genre Darstellers Franco Garofalo, der bereits Ende August an Lungenkrebs starb, gab es eine Neusichtung und ein überarbeitetes Review zum Bruno Mattei Zombieheuler Die Hölle der lebenden Toten. Den Film hatte ich lange als mässig in Erinnerung. Die Erstsichtung war viele Jahre her (plus 10-15 Jahre) und ich wusste kaum mehr etwas.

Erst Dank der deutschen Sprachfassung, die sicherlich durch die Qualität der Sprecher mithalf, empfand ich den Film als sehr gut. Der Film war besser und auch deutlich blutiger und effektegeladener, als ich dies in Erinnerung hatte. Langweilig ist das Werk auch nicht – im Gegenteil: simple, gut zusammen geklaute Story. Bruno Mattei war halt auch ein Meister seines Fachs.

Der Regisseur von Filmen wie Robowar und Co. machte hier alles richtig: die Story erinnert mehr als nur einmal, auch von Szenenfolgen und Dialogen, an George A. Romeros grossen Zombieklassiker Dawn of the Dead. Da dieser ein Welterfolg wurde, stahl Mattei auch die bekannte Goblin Musik aus Dawn of the Dead, um diese in seinen Film einzufügen. Und: dies steht dem Film natürlich gut. Goblin Musik, Euro-Cult Zombiefilm = geht immer. Grosses Plus.

Die Darsteller, mir allesamt unbekannt, machen einen soliden Job. Mattei verwurstet mehrere Themen, die Erfolg versprechen sollten: Sozialkritik (Umweltschutz – aktueller denn je, wenn man die Medien heute anschaut), Zombies, Mondo-Inhalte. Letzteres sind Szenen, die Mattei aus Naturdokumentationen und/oder Ital. Mondos in den Film geschnitten hat. Dies reicht von harmlosen Tier/Naturaufnahmen zu Tiersnuff und zu einigen ekligen Riten von afrikanischen Stämmen (glaube einige Szenen stammen aus Castiglioni* Mondos) die natürlich so richtig zur damaligen Zeit passten (Mondos, Ital. Kannibalenfilme).

* Gebrüder Alfredo Castiglioni und Angelo Castiglioni

Die handgemachten Zombie-Make-Up Masken, Wunden, Fratzen und Splattereffekte sind deutlich blutiger und besser getrickst als ich in Erinnerung hatte. Wer den roten Lebenssaft gerne strömen sieht, ist in diesem Film gut aufgehoben, da es einige sehenswerte Effektekreationen zu bestaunen gibt.

Fazit: Einer der besseren Ital. Zombie-Filme aus der Zeit und einer der besten Filme von Bruno Mattei!

Infos:

O: Virus

Italien, Spanien 1980

R: Bruno Mattei, Claudio Fragasso

D: Margit Evelyn Newton, Franco Garofalo, Selan Karay, Robert O'Neil, José Gras, Gaby Renom

Laufzeit der XT-DVD: 96:28 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 17.09.19

Fassungen: Mir lag die «österreichische» DVD von XT-Video vor. Gekauft da Ital. Ton und Subs. Habe das Ding aber in Deutsch geschaut und die deutsche Sprachfassung ist von astreiner Qualität (viele bekannte, professionelle Sprecher von dazumal), welche den Film zusätzlich, wie so oft im Ital.-Genre der damaligen Zeit, aufwerten. Die Bildqualität ist auch sehr gut, Film Uncut und ohne Frame-Cuts (wie dies in späteren Blu-Ray Fassungen der Fall war).