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Samstag, 30. Juni 2018

The Challenge of the Lady Ninja Review




The Challenge of the Lady Ninja

Story:

Wong Siu Wai (Elsa Yeung) bildet sich zum Ninja aus, um im durch Japan besetzten China während des 2. Weltkrieges dem Feind gegenübertreten zu können. Zudem findet sie raus, dass ihr Bruder (Chen Kuan-Tai) Sache mit den Japanern macht und für den Feind arbeitet. Es gilt, auch ihn auszuschalten. Chen Kuan-Tai hat aber Doppelgänger und mehrere Leibwächter, so dass Wong Siu Wai mit einer Bekannten andere Frauen zu Kämpferinnen ausbildet, um als Gruppe gegen den Feind bestehen zu können…

Meine Meinung:

The Challenge of the Lady Ninja ist ein Anfang 80er Jahre Trash-Ninja-Eastern aus Taiwan. Wer Filme wie A Life of Ninja (Taiwan 1983 mit Yasuaki Kurata und Elsa Yeung und Chen Kuan-Tai) oder Ninja in the Deadly Trap (Taiwan 1981 mit Yasuaki Kurata und Ti Lung) kennt, weiss was ihn erwartet: Ninja-Action, skurrile Figuren, ideenangereicherte Actionszenen verbunden mit Humor, Trash, nackten Tatsachen (hätte mehr sein dürfen) und etwas Sleaze und Schmuddel (hätte auch etwas mehr sein dürfen). Was der Film nicht ist: derb oder blutig, sondern teilweise eher gar zu lustig und abgefahren, wobei der Film ab Mitte des Filmes dann doch wieder Richtung Ersthaftigkeit wechselt.

Billige Farbrauchbomben, Schlammkämpfe, halbnackte Kämpferinnen und erotische Trainingsszenen sowie Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (Butcher) als «Bösewicht» runden die Szenerie ab. Chen Kuan-Tais erste Szenen wurden mit Star Wars / Darth Vader Theme Musik unterlegt – sehr schön (und ausgerechnet diese Szene felht in der deutschen Fassung)! Elsa Yeung arbeitete mit Chen Kuan-Tai schon in anderen Taiwan Low-Budget Streifen zusammen (A Life of Ninja). Sie ist solide, aber war mir nicht sonderlich sympathisch. Nebst ihr (als Doppelrolle) kommen noch paar andere Mädels vor, einige spielen besser, andere schlechter. Mir sind die namentlich nicht bekannt. Zu Chen Kuan-Tai hingegen muss ich nichts mehr sagen.

Die Trainings- und Actionszenen sind, was die Anzahl angeht, oft vorhanden und zu sehen, vor allem zu Beginn und am Ende. Diese unterhalten mehr durch die fantasievollen Ideen der Filmemacher und die Trash-Marke als durch sehenswerte Choreographie oder Spektakel. Dem sollte man sich, was die Martial Arts Szenen angeht, auch bewusst sein. Auch von Chen Kuan-Tai, der immerhin wirklich kämpfen kann und ein Martial Artist ist, sieht man nur wenig. Also: Erwartungen etwas zurückschrauben.

Dank der angenehmen Laufzeit und der vielen trashigen Ideen und der Tatsache, dass sich der Film null ernst nimmt, wird man prima unterhalten, auch wenn ich die oben genannten Werke (A Life of Ninja, Ninja in the Deadly Trap) einen Hauch besser in Erinnerung habe! Regisseur Lee Tso-Nam scheint ausschliesslich in Taiwan filmisch tätig gewesen zu sein. Darunter sind auch sehenswerte Zusamenarbeiten mit Alexander Lo Rei (Shaolin vs. Lama), Old School Kung Filme die sich interessant anhören und die teilweise noch ungeschaut hier rumliegen (Fatal Needles Vs. Fatal Fists, The Green Jade Statuette, Eagle's Claw) und Arbeiten mit Lin Hsiao-Lan (Kung-Fu Wonder Child, Magic Warriors, Emergency Police Lady, The Magic Amethyst). Interessant ist auch, dass der Regisseur später noch paar Jahre in Hong Kong tätig war und noch heute (zumindest bis 2015) Filme dreht (China).

Fazit: Um aus dem deutschen Eastern Lexikon zu zitieren: «Schund vom Feinsten…»! Dem ist nichts hinzuzufügen!

Infos:

O: Lui Yan Che

Taiwan 1983

R: Lee Tso-Nam

D: Elsa Yeung, Chen Kuan-Tai, Peng Kong, Hsiang Yun-Peng, Robert Tai

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.04.18

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan von Tokuma vor = Uncut, Englischer Ton (weitaus besser synchronisiert als z.B. viele HK/Taiwan Filme als Ocean Shores Fassungen), jap. Subs, 2,35:1 Bildformat, gute Bildqualität. O-Ton wäre Mandarin. Es scheint keine O-Ton Fassung mit englischen Subs zu geben. Es scheint keine Uncut DVD zu geben. Andere VHS (Deutschland, UK, Türkei, USA) sind zensiert, wobei es zwei unterschiedliche Cut-Fassungen zu geben scheint. Weitere Nachteile der anderen VHS: nur Vollbild. Beides trifft auch auf die US-DVD zu (Vollbild, zensiert). Eine Uncut Fassung in Mandarin, mit Subs, korrektem Bildformat und neuem Master / Restauration wäre wünschenswert (soll in einer solchen Fassung in den Taiwaner Filmarchiven schlummern und dort an Filmfestspielen aufgeführt worden sein). Deutscher Titel: Geheimkommando D·E·A·T·H - Lady Ninja.

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