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Sonntag, 6. Oktober 2019

The Laughing Dead Review


 Horroktober 2019



The Laughing Dead

Story:

Ein ehemaliger Priester, O'Sullivan (Tim Sullivan), der sich von Gott abgewandt hat, unternimmt Touristen-Fahrten nach Mexiko. Ziel: die Azteken-Ruinen. Auf dem Weg dorthin tauchen auch seine ehemalige Affäre und sein Sohn auf. In Mexiko angekommen bekommen sie es mit geisterhaften Erscheinungen, einem Exorzismus, mit Zombies und Menschenopfern zu tun…

Meine Meinung:

In meinen Augen ein zu unbekannter und unterschätzter Film, der nicht die Anerkennung findet, die er verdient. Vor vielen Jahren, bei Erstsichtung, fand ich den Film nur mittelmässig. Das lag aber an der deutschen Fassung, die einfach schlecht ist (Pornosynchro, so dunkel, dass man die schönen Effekte kaum erkennt).

Inzwischen mag ich den Genre-Film sehr. Wer gerne 80er Jahre Horror-Filme hat, findet mit The Laughing Dead eine sonderbare Perle vor, die zudem inhaltlich was Neues und nicht einfach nur 08/15 Slasher-Elemente bietet. Der zweite grosse Pluspunkt, nebst den originellen Inhalten, sind die wunderbaren Splattereffekte, Monster- und Make-Up Masken! Einfach nur toll, welche Vielfalt an Effekten und Kreationen der Film bietet.

Inhaltlich gibt es Elemente wie: Mexiko-Setting inklusive Azteken-Ruinen, das Fest der Toten, Menschenopfer, Priester, Exorzismus, Zombies, Geister sowie am Ende Verwandlungen (monströse Geschöpfe, die man am ehesten noch als Dinosaurier bezeichnen würde = Kaiju Feeling).

Was die Effekte angehen gibt es Zombie-Make-Up Masken, starke Verwandlungsszenen (die besagten Dino-Szenen), natürlich die Dino Effekte (hatte schon fast was von Kaiju-Filmen) plus Gore-Effekte wie die Platte voller menschlicher Herzen, Kopf, der vom Bus zerdrückt wird, entfernte Körperteile (Arm, Kopf…), geöffnete Torsos (inklusive Tausch von Herzen) etc. Diese entsprachen genau meinen Geschmack und stammen u.a. von John Carl Buechler (Friday the 13th Part VII: The New Blood).

Der Film ist ausgeklammert von oben Genanntem solide: 1. Hälfte = Story entwickelt sich, Overacting einzelner Figuren, obligatorische Füllszenen und Längen. In der 2. Hälfte wird der Film dann immer besser, da abwechslungsreicher, actionreicher, mehr Effekte zeigend. Die Figuren nerven im O-Ton deutlich weniger als in der deutschsprachigen Fassung. Der Film ist nicht ernst, sondern im lustigen Ton gehalten, so dass die Effekte zu keiner Sekunde schockierend wirken.

Fazit: Wo bleibt eine restaurierte Blu-Ray? Für 80er Jahre Horrorfilm-Fans ist diese zu unbekannte Perle zu empfehlen!

Infos:

O: The Laughing Dead

USA 1989

R: S.P. Somtow

D: Tim Sullivan, Wendy Webb, Premika Eaton, Patrick Roskowick, Larry Kagen, Krista Keim

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: April 2007 / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Früher sah ich den Film als DVD von Dragon. Wie 99% aller alten Dragon Discs ist diese nicht zu empfehlen, da grottenschlechte, zu dunkle Bildqualität plus Pornosynchro. Für Neusichtungen lagen mir die VHS aus Japan von Pack-In-Video und die DVD aus Japan von WHD Japan vor. Die DVD ist leider auch nicht zu empfehlen: billiges Cover, schlechte, zu dunkle Bildqualität. Das VHS aus Japan liegt klar vorn, da helle Bildqualität und grossartiges Cover-Artwork. In dieser Fassung kommen die wunderschönen Effekte und Make-Up Masken gut zur Geltung. Ein Film, von dem eine würdige Fassung nach wie vor fehlt – was DVDs angehen, gibt es nur Schrott (die UK Disc dürfte auch nicht wirklich besser als die Dragon oder die japanische Disc sein). Hoffen auf Labels wie Arrow Video, Scream Factory oder Vinegar Syndrome. Weitere schöne VHS Ausgaben zum Film: HK VHS, Thai. VHS.