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Samstag, 26. Mai 2018

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Neuer Neukauf



- Killer Vs. Killers

- Ghost Punting

- The Boy Who Came Back

- Carnage Park (Archiv Review)

Neukauf








Thank You, Sir
Ausbildungsfilm mit Danny Lee als HK VCD (O-Ton und englische Subs positiv). Als Geschenk von einer Ebay Verkäuferin erhalten, die oft gratis etwas mitschickt. Reviews auf hkmdb.com hören sich gut an.

The Nude Body Case in Tokyo
Aka Woman Revenger. Habe den Film am NIFFF 2014 gesehen (Retroperspektive). Anfang 80er Jahre Taiwan Streifen, den ich nicht uninteressant fand. Wusste nicht, dass es den Film als HK VCD zu kaufen gibt. Nie gesehen. Ausser VHS aus China sind mir keine Fassungen bekannt. Sehr selten. Da einmalige Chance, zugeschlagen und da rar, auch teuer (100 USD).  Gespannt auf Fassung (NIFFF Fassung schien zensiert). Soll nur im O-Ton ohne Subs sein (NIFFF Master hatte, glaube ich, englische Subs). Von Ebay Verkäuferin gekauft. 

The Bloodthirsty Trilogy
Drei japanische Vampir-Filme: The Vampire Doll, Lake of Dracula und Evil of Dracula. Von Toho und von englischen und amerikanischen Gothic Filmen inspiriert. Von Arrow Video in Japanisch mit englischen Subs, Schuber, Blu-Ray, Wendecover, Booklet (28 Seiten) und mit exklusiven Extras und neuen Mastern. Filme von 1970, 1971 und 1974. Sehr gespannt. Vom Arrow Store gekauft (gibt immer Punkte, mit welchen man dann zukünftige Bestellungen billiger bekommt). 

Matching Escort
Teil zwei der Wolf Devil Woman Reihe als HK Ocean Shores VHS im O-Ton mit englischen Subs. Damit wird die UK DVD (nur Englisch Dubbed) ersetzt. Vom Facebook Verkäufer, von welchem ich auch schon eingekauft habe (Six Kung Fu Heroes)! Die HK LD wäre nur Englisch Dubbed oder in Mandarin ohne Subs - so gesehen ist das VHS die bessere Option (und die LD sah ich so oder so nie zum Kaufen).  Nun fehlt mir als "offizielle" Fassung nur noch Wolf Devil Woman in der Sammlung (immer von einer O-Ton Fassung ausgehend). War billig (ca. 25 Fr.). 

The Handcuff
Zitat aus einem Review (*): 

"Mord und Totschlag auf breiter Ebene, von Beginn an bis zuletzt, was noch mit einigen anderen rüden Aktionen wie..."

Daher - und weil selten - erworben. Zudem mag ich Michael Chan Wai-Man, der hier für die Action und das Skript zuständig war und im Film auch die Hauptrolle spielt (Triaden Inhalt).  Lo Lieh, weiterer Star der Shaw Brothers, ist auch dabei und Regie führte Wu Ma. Hier vorliegend als VHS aus Südkorea im O-Ton mit koreanischen Subs (also NIX Englisch) - es sei gesagt das Alternativen fehlen (die HK VHS ist auch ohne englische Subs). Vom Dealer aus Südkorea (ca. 60 USD wenn ich es richtig in Erinnerung habe).

*https://ssl.ofdb.de/review/94177,384203,The-Handcuff

Killer Vs. Killers Review



Killer Vs. Killers

Story:

Vier Gangster (u.a. Henry Silva) sollen nach einem Job zum Schweigen gebracht werden – doch zwei entkommen (einer davon natürlich Henry Silva) und planen die Rache an den Auftraggebern…

Meine Meinung:

1985 war das Poliziotteschi Genre aus Italien schon nahezu tot. Doch der nicht unbekannte Regisseur in diesem Genre, Fernando Di Leo, zuständig für Werke wie Milano Kaliber 9, Der Teufel führt Regie, Der Mafiaboss – Sie töten wie Schakale, Shoot First, Die Later oder Auge um Auge, hat mit Killer Vs. Killers einen weiteren gut schaubaren und sehenswerten Film in diesem Genre auf die Bildfläche gezaubert.

Der Film ist laut zwei Filmdatenbanken die letzte Regiearbeit von Fernando Di Leo gewesen, der hauptsächlich im Poliziotteschi Genre tätig war. Zwar wirkt Killer Vs. Killers hier und da leicht trashig und Budget war wohl nicht gross vorhanden (es gibt bei den vielen Shoot-Outs nicht einen blutigen Einschuss zu sehen), aber das tut dem Spass keinen Abbruch. Der Film wurde auch erst spät (mit der Veröffentlichung der Ital. DVD) in Italien veröffentlicht und vor Ort in Monaco gedreht (schöne Drehorte).

Die Story ist simpel und manchmal etwas sprunghaft. Es geht um vier Gangster, welche zusammengetrommelt werden, einen Auftrag auszuführen um danach beseitigt zu werden. Silva und ein weiterer entkommen und führen die Rache aus. Und diese kann sich sehen lassen. Es gibt viele Shoot-Outs, Autos werden via Granate in die Luft gejagt, schnelle Motorradfahrten durch die schönen Strassen von Monaco bis hin in die Alpen, Bazooka Action (mehr als einmal), explodierende Schiffe und Fabriken (tolle Effekte, denke dafür ging viel vom Budget drauf) und ein tolles Finale in welchem sogar Tiere eine Rolle spielen und gegen die Gegner eingesetzt werden.

Fernando Di Leo wollte dem Film Asphalt-Dschungel (1950), der eine ähnliche Story bietet, Respekt zollen und hat seine Version der Geschichte gedreht. Es gibt auch diverse Anleihen. So heisst Henry Silvas Figur Sterling wie der Schauspieler aus Asphalt-Dschungel (Sterling Hayden). Ein anderer Gangster heisst Jaffe wie Schauspieler Sam Jaffe aus Asphalt-Dschungel.

Die oben beschrieben Action bezieht sich vor allem auf die 2. Filmhälfte. Der Film lebt aber nicht nur von seinen zum Teil übertriebenen Action-Szenen und vom Trash-Charakter, sondern überzeugt auch durch die Bilder aus Monaco und vor allem die die Figuren, die allesamt hübsch charakterisiert werden. Zum Teil sehr übertrieben, aber sie regen zum Schmunzeln an (z.B. der Safeknacker mit seinen nackten Mädels). Auch der dicke Zwischenmann, der im Auftrag der Oberbosses handelt und die vier Gangster zusammentrommelt, passt perfekt in eine solch schmierige Rolle. Stark gespielt, perfekt passend. Henry Silva, schon gealtert und im Poliziotteschi Genre nicht unbekannt, siehe Titel wie Weapons of Death (Die Killermeute), Blutiger Schweiss, Manhunt in the City, Die Rache des Paten, Der Berserker, Der Teufel führt Regie, Killer kennen keine Gnade, Der Mafiaboss – Sie töten wie Schakale oder Bezahlt wird in Marseille, macht eine super Figur und ist schauspielerisch natürlich das Highlight des Filmes wie alle Szenen von ihm. Das Alter tut ihm entsprechend gut, so lässt er viel Erfahrung walten nebst Charme, Klasse und Sympathie.

Fazit: Für Fernando Di Leo Fans uneingeschränkt zu empfehlen! Schade, dass der Film so unbekannt ist…

Infos:

O: Killer Contro Killers

Italien 1985

R: Fernando Di Leo

D: Henry Silva, Dalila Di Lazzaro, Albert Janni, Edmund Purdom, Fernando Cerulli, Agostino Crisafulli

Laufzeit der Ital. DVD: 85:43 Min.

Gesehen am: 03.03.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: März 2018). Mir lag die DVD von Raro Video & Nocturno aus Italien vor = Booklet, zweiter Film an Bord (Il Boss), Uncut, gute Bildqualität, Ital. O-Ton und englische Subs.

Ghost Punting Review



Ghost Punting

Story:

Die «Lucky Stars» (Sammo Hung, Eric Tsang, Stanley Fung, Richard Ng, Charlie Chin Chiang-Lin) zieht es auf Lantau Island, um dort das Wochenende zu verbringen. Auf der Suche nach Frauen (Versuche, mit Verabredungen die Insel zu besuchen, sind bei allen Lucky Stars gescheitert) stossen sie auf einen Geist eines Getöteten (Nat Chan Pak-Cheung). Der Fall wird von der Polizei (Sibelle Hu, Elaine Lui) untersucht. Am Ende helfen die Lucky Stars dem Geist bei der Rache an den Bösewichtern (Mondi Yau Yuet-Ching, Max Gusinsky, Chin Ho)…

Meine Meinung:

In Hong Kong gab es sieben «Lucky Stars» Filme, von welchen dieser Film der vorletzte ist. Ich kenne nicht alle Teile der Reihe, da es hauptsächlich keine reinen Actionfilme sind. Die Filme, meist Komödien mit Sub-Genre Anteilen (Action oder Fantasy), kommen mit den gleichen Stars aus wie in der Inhaltsangabe erwähnt. Die meisten mag ich – nur von Eric Tsang bin ich kein besonders grosser Fan, muss ich zugeben. Ob es an seiner Stimme liegt?

Andere Filme aus der Reihe, welche ich kenne und gut finde (rein auf meine Erinnerung verlassend): Winners & Sinners (coole Action am Ende, paar nette Jackie Chan Stuns, kurzer Kampf Jackie Chan Vs. Yuen Biao), My Lucky Stars (paar coole Kampfszenen, Debüt von Nishiwaki Michiko im HK Kino, Vorlage für Beverly Holls Cop 3) und Twinkle Twinkle Lucky Stars (den habe ich als nicht wahnsinnig gut in Erinnerung, habe DVD, glaube ich, auch gar nicht mehr da zu wenig Action bietend – glaube hatte nur eine Actionszene, welche zwar gut war, aber eben zu wenig). Die anderen Streifen kenne ich nicht.

Ghost Punting habe ich zugelegt, da er mir a) angeboten wurde, b) er gute Reviews bekommen hat und c), auch einen höheren Fantasy/Geister/Actionteil haben sollte – was ich nun nach dem Schauen bestätigen kann. Zwar nicht durchgehend, sondern nur phasenweise, aber diese Szenen alleine sind definitiv schon lohnenswert.

Der Humor ist wie immer stark gewöhnungsbedürftig und Geschmackssache. Der Hong Kong Film-Humor war dazumal sowieso sehr sonderbar. Der Humor von den Lucky Stars ausgehend war teilweise nochmal was anderes (ein anderes Kapitel wäre noch Wong Jing), teilweise hat man die Jokes zu genüge aus den anderen Lucky Stars Streifen gesehen. Einige Szenen sind köstlich, andere sind eher lahm, einige auch wirklich doof. Der Film hat auch viel sexistischen Humor zu bieten, was vielen Personen heute (im Zuge von Me Too Bewegungen und Co.) nicht gefallen dürfte. Ich sage: Humor darf alles!

Die Fantasy/Geister-Szenen im Mittelteil fand ich sehr gelungen, da auch mit viel Action, Stimmung, gutem Humor und viel Frauenpower auskommend. Der Beginn des Filmes steht im krassen Gegensatz zum harmlosen Rest des Filmes, wenn die von Nat Chan Pak-Cheung gespielte Figur brutal getötet wird. Die Kampfszenen und die Choreographie diesbezüglich waren hervorragend und erste Sahne. Vor allem das actionbetonte Finale in der Lagerhalle/Fabrik (wo sonst) waren einfach nur geil. Highlights sind alle Kampfszenen von Sammo Hung (zuerst gegen Mittelsmänner, dann gegen einen Gweilo, danach das Duell gegen Chin Ho) und das Frauenduell zwischen Mondi Yau Yuet-Ching (die im knappen Rock kämpft und immer Einblick ihre Unterwäsche betreffend gewährt und durchnässtes Oberteil) gegen Elaine Lui – das war wie das andere Duell auch ziemlich stark und muss als Highlight gewertet werden (Sibelle Hu bekommt KEINE Kampfszene ab, nur Nebenrolle als Chefin im Büro sitzend). Für die gelungene Kampf-Choreographie zeichneten sich auch zwei Männer ihres Fachs ab: Sammo Hung und Corey Yuen, welche beide nebst zwei anderen Herren auch die Regie führten (warum es bei der Story und Drehbuch vier Regisseure brauchte ist für meine Logik nicht einleuchtend).

Fazit: Actionreicher Lucky Stars Film. Für Sammo Hung Fans auf jeden Fall zu empfehlen!

Infos:

O: Ng Fuk Sing Chong Gwai

HK 1992

R: Sammo Hung, Eric Tsang, Corey Yuen, Ricky Lau Koon-Wai

D: Sammo Hung, Eric Tsang, Stanley Fung, Richard Ng, Charlie Chin Chiang-Lin, Sibelle Hu, Elaine Lui, Mondi Yau Yuet-Ching, Max Gusinsky, Chin Ho, Nat Chan Pak-Cheung

Laufzeit der HK LD: 94:14 Min.

Gesehen am: 03.03.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: März 2018). Mir lag die HK LD von Mei Ah vor = beste Fassung, da im Gegensatz zu HK VHS oder VCD im Widescreen Format. Die Bildqualität ist gut, Film Uncut, O-Ton und englische Subs sind vorhanden. Ob es eine HK DVD gibt, ist mir nicht bekannt. Teuer von einem dt. LD-Dealer auftreiben lassen.

The Boy Who Came Back Review




The Boy Who Came Back

Story:

Keiko (Sachiko Hidari) arbeitet für ein privates Unternehmen mit dem Ziel, problematische Jugendliche (nach Jugendknast und Co.) wieder in die Gesellschaft zu integrieren und ihnen unterstützend zur Seite zu stehen. Der neuste Fall ist Draufgänger Nobuo (Akira Kobayashi), den Keiko nach der Freilassung zu dessen Mutter (Fudeko Tanaka) bringen soll – was jedoch nicht gelingt. Nobuo ist ein harter Fall und Keiko versucht Nobuos Mädchen, Kazue (Ruriko Asaoka), für eine positive Beeinflussung zu benutzen. Doch die kriminelle Vergangenheit in Form von Jugendbanden (u.a. Jô Shishido) holen Nobuo immer wieder ein und erschweren Keikos Zielerfüllung des Auftrags…

Meine Meinung:

The Boy Who Came Back ist ein Frühwerk (s/w Film von 1958) von Regisseur Seijun Suzuki für die Nikkatsu Studios und die erste Zusammenarbeit zwischen ihm und zwei zukünftigen, grossen Nikkatsu Stars, Akira Kobayashi und Jô Shishido mit welchen er z.T. später wiederholt zusammengearbeitet hat (Branded to Kill). Von seinen erfolgreichen, kunstvollen, qualitativ und starken späteren Werken (Branded to Kill, Tokyo Drifter, Youth of the Beast, Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!) ist Seijun Suzuki mit diesem Frühwerk noch weit entfernt. Ansätze sind aber bereits zu erkennen.

Der Film ist ein sozialkritisches Jugenddrama, in welchem die kriminelle Vergangenheit und/oder andere Einflussfaktoren (Jugendbanden, mangelnde Perspektiven, Nachkriegszeit…) im Mittelpunkt stehen. Die Story ist, zumindest aus heutigen Massstäben betrachtet, wenig originell und es gibt in der Laufzeit auch viele Längen. Man kann sich den Film aber im Grossen und Ganzen, vor allem als Seijun Suzuki (bzw. eigentlich nur dann) Fan, gut ansehen.

Akira Kobayashi (Tokyo Mighty Guy) spielt die Hauptrolle sehr gut. Er macht einen guten Job, sowohl in den dramatischen wie auch den Action-Szenen, die ausserdem stark gefilmt sind (vor allem wo er am Ende ziemlich in die Mangel genommen und dann einer Straftat an seiner Freundin bezichtigt wird). Das Action- sowohl Drama-Highlight des Filmes. Sehr schön gefilmt, wie es nur die Japaner können. Schön fand ich ausserdem, dass der spätere Nikkatsu Star Jô Shishido (Murder Unincorporated, Danger Pays) eine Nebenrolle abbekommen hat (quasi der Anführer einer Jugendbande, welche Akira Kobayashi das Leben schwer machen). Ihn fand ich sogar noch besser und überzeugender (und sympathischer) als Akira Kobayashi. Jô Shishido war zu der Zeit noch nicht operiert (Hamsterbacken), aber man erkennt ihn sofort und problemlos.

Wo ich nicht mit anderen Review-Schreibern einig bin ist die Darstellung von Keiko durch Sachiko Hidari – sie spielt die weibliche Hauptrolle und hat mich sehr oft in dem Film einfach genervt (sehr böse und überspitzt gesagt der Typ Frau, der sich von schlagenden Freunden/Ehemännern angezogen fühlt und immer wieder auf solche Kerle zurückkehrt / trifft / diese anzieht). Da passt es ja gut, dass sie 1964 an einem Berliner Filmfest den Preis für die beste Schauspielerin erhielt (Berlinale?) – denn von der Berlinale halte ich auch nicht viel – dann lieber das FFF oder NIFFF – aber passt gut zusammen – Berlinale und Würdigung der Rolle von Sachiko Hidari.

The Boy Who Came Back ist sicher kein Film, denn ich schnell ein zweites Mal (falls überhaupt) ansehen werde. Er hat ansatzweise an den Film Fighting Elegy erinnert, aber halt noch paar Stufen schlechter, da teilweise Längen und nervende Figurenzeichnung (und wenig Überraschungen / Highlights). Daher auch nur für Seijun Suzuki Fans interessant. Trotz allem freue ich mich auf die vier anderen Filme in der Collection, da ist es nicht schlimm, wenn Film Nr. eins nur durchschnittlich geraten ist…

Infos:

O: Fumihazushita haru

Japan 1958

R: Seijun Suzuki

D: Akira Kobayashi, Sachiko Hidari, Ruriko Asaoka, Jô Shishido, Fudeko Tanaka

Laufzeit der UK Blu-Ray: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 03.03.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: März 2018). Mir lag die UK Blu-Ray von Arrow Video vor = Seijun Suzuki The Early Years Vol. 1 Collection = enthält fünf Filme auf Blu-Ray / DVD, Schuber, 58seitiges Booklet. Alle Filme sind Uncut, im O-Ton (Japanisch) mit englischen Subs. Die Bildqualität zu diesem (s/w) Film war sehr gut. Nur das Cover-Motiv der Box gefällt mir persönlich nicht. Zum Glück ist mir das kaum wichtig, so lange der Inhalt stimmt – und das ist bei Arrow in Sachen Extras, Qualität, Sprachen und Subs eigentlich praktisch immer der Fall.

Carnage Park Review

NIFFF 2016 Spezial


Carnage Park

Story:

Zwei Bankräuber (u.a. James Landry Hébert) fliehen mit einer Geisel (Ashley Bell) durch die kalifornische Wüste, wo sie in die Fänge eines irren Ex-Soldaten (Pat Healy) geraten und fortan um ihr Überleben kämpfen...

Meine Meinung:

Carnage Park ist ein unterhaltsamer und guter Film, der vieles richtig macht. Der Film ist ein wilder 70er Jahre Trip (spielt während den 70ern was ich sehr mag) und fängt als wildes Road Movie an, fetzig, cool und im Grindhouse Look. Macht Spass.

Vor allem James Landry Hébert als Gangster ist cool anzusehen (großartige Sprüche) und auch an einigen blutigen Details und einer rasanten Verfolgungsjagd darf man sich zu Beginn erfreuen. Der Banküberfall bzw. wie es dazu kam wird dann in Rückblenden erzählt, denn die Story entwickelt sich schnell und teilweise unerwartet (was das Ableben einiger Figuren angehen).

Danach entwickelt sich der Film Richtung Backwood/Survival/Terrorkino. Ashley Bell spielt toll und ebenso Pat Healy (Cheap Thrills). Die Stimmung ist intensiv Dank den isolierten Landschaften, der tollen Kameraführung und dem grausigen Entdecken, welche Ashley Bells Figur während dem Verlauf der Story vorfindet. Doch gegen Ende geht dem Film etwas die Puste aus, so dass er das hohe Tempo nicht halten kann.

Auch hätte ich gerne von Pat Healy mehr gesehen, der perfekt in die Rolle des irren Ex-Soldaten passte. Jede Szene mit ihm (erstes Auftauchen, Dialoge zwischen ihm und dem Sheriff etc.) waren klasse und triefen vor Spannung. Etwas schade ist auch, dass das Schicksal einiger Figuren nicht zu Ende erzählt werden inklusive des Banküberfalls in der Rückblende. Ging dieser vergessen? Man sieht schlussendlich nicht wie die zwei Gangster die Bank überfallen, die Frau als Geisel nehme und wie der eine Gangster angeschossen wird. Das ist schade - da hätte man auf alle Rückblenden verzichten können da sinnlos.

Abgesehen von diesen kleinen Details ein toller Genre-Film, den ich mir vielleicht einmal (wenn es ihn billig gibt) in die Sammlung stellen würde. Kann aber warten - gibt wichtigere Titel!

PS: Cooler Soundtrack (70er Jahre Style)!

Infos:

O: Carnage Park

USA 2016

R: Mickey Keating

D: Michael Villar, James Landry Hébert, Pat Healy

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Juli 2016 am NIFFF

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Englisch. Nachtrag 26.05.18: In Deutschland von Tiberius Film Uncut auf Blu-Ray raus (Deutsch/Englisch mit dt. Subs).