Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 30. April 2020

Update

Neue Reviews

 

 

- The Mummy’s Revenge

- Return of the Kung Fu Dragon 

- M.D. Geist

- Rote Lippen, Sadisterotica

Rote Lippen, Sadisterotica Review





Rote Lippen, Sadisterotica

Story:

Diana (Janine Reynaud) und Regina (Rosanna Yanni) sind Privatdetektivinnen. In ihrem neusten Fall bekommen sie es mit vermissten Frauen zu tun. Die Spur führt an eine Kunstausstellung…

Meine Meinung:

Gekauft da der deutsche Trailer amüsant aussah und ich andere Agentenfilme von Jess Franco (The Sadist of Notre Dame, Greta – Haus ohne Männer, Faceless) mochte = Two Female Spies with Flowered Panties.

An diesen reicht Rote Lippen, Sadisterotica nicht heran. Gründe: Two Female Spies with Flowered Panties ist ernst, erotischer, härter. Es gibt mehr nackte Haut und man geht weiter, auch was einige What the Fuck Momente angehen. Rote Lippen, Sadisterotica hingegen ist eine amüsante, kurzweilige aber harmlose Agenten-Klamotte mit erotischem Flair.

Was Rote Lippen, Sadisterotica zu gute kommt ist die Tatsache, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt. Die deutsche Sprachfassung und die Qualität der Snychro sind ausgezeichnet und wertet den Film zusätzlich auf, gibt ihm erst die richtige Würze. Dazu kommt ein prächtiges Frauen-Duo, das nicht nur hübsch ist, sondern auch in ihren Rollen als Agentinnen zu überzeugen wissen.

Es gibt viel Klamauk und Humor, doofe Sprüche und Overacting. Die erotischen Komponenten sind wie die Folter- Verhör- oder Mordszenen extrem harmlos. Dass der Film heutzutage keine FSK12 Freigabe bekam, ist mir ein Rätsel. James Bond Klone waren dazumal eine Tatsache – nicht nur in Europa, sondern auch in Asian (Asia-Pol, Summons to Death) und Jess Francos Film sollte vor allem eines: auf der Welle mitschwimmen und Geld einbringen. Nicht mehr, und nicht weniger.

Fazit: Rote Lippen, Sadisterotica ist zwar kein Kracher, aber Fans von Jess Franco trotzdem zu empfehlen. Zu empfehlen ist unbedingt die deutsche Sprachfassung, die den Film zusätzlich spassig aufwertet und gute Unterhaltung garantiert!

Infos:

O: El Caso de Las Dos Bellezas

Deutschland, Spanien 1969

R: Jess Franco

D: Janine Reynaud, Rosanna Yanni, Adrian Hoven, Chris Howland, Alexander Engel

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 79 Min.

Gesehen am: 19.03.20

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Astro vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch (= O-Ton). Die deutsche Sprachfassung ist sehr gut und macht viel Spass!

M.D. Geist Review





M.D. Geist

Story:

In der Zukunft: die nahezu gesamte Menschheit ist vernichtet. Grund: die Menschen waren im Krieg gegen Maschinen und Roboter zu schwach. Zufällig gelangt M.D. Geist (Most Dangerous Soldier) auf die Erde. Dieser verfügt über übermenschliche Kräfte, welche die Schlacht gegen die Gegner der Menschen entscheiden könnte. M.D. Geist nimmt den Kampf auf…

Meine Meinung (bezieht sich auf den Director’s Cut):

M.D. Geist ist ein Mitte 80er Jahre Science-Fiction Endzeit-Anime und Kurzfilm (etwas weniger als 50 Minuten Laufzeit) den ich seit 14 Jahren nicht mehr gesehen habe. Ich bin kein grosser Fan und Kenner, was Animes angehen. Es gibt jedoch paar Titel, die stehen in der Sammlung, da sie teilweise durch die Inhalte, Settings oder Grausamkeiten nicht weit vom Horror-Genre entfernt sind. Dem Genre, mit welchem ich Filme zu schauen begann.

Einer dieser Titel war auch M.D. Geist. Dieser hat die 2. Sichtung bestanden. Der Film ist kurzweilig, erinnert aber hier mehreren Szenen an The Terminator. Zufall? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Im weiteren Verlauf der Story entwickelt der Film jedoch seine eigene Endzeit-Action-Variante. Statt Dämonen sind es hier Menschen in Robotern und/oder Anzügen, die sich bekämpfen. M.D. Geist fährt also mehr auf der Science-Fiction Schiene als auf einer Horror-Fantasy-Endzeit-Schiene.

Die Figuren sind zwar wenig sympathisch und Dämonen sind mir allemal lieber als Roboter, dennoch gefällt M.D. Geist durch den Endzeit-Inhalt, die Animationen (fand ich mega cool) und harmlos ist der Film auch nicht geworden – es gibt vereinzelt einige recht blutige Szenen zu sehen. Das Ende kam überraschend aber dürfte dann wohl in Teil zwei (da offenes Ende) fertig erzählt werden.

PS: Ein weiteres grosses Plus: der Soundtrack – diesen finde ich stark, besonders das Lied «Merciless Soldier» hat es mir angetan.

Fazit: Kann man sich als Fan von 80er Jahre Animes ansehen! Kein Kracher, aber gut.


Infos:

O: Sôkihei M.D. Gaisuto

Japan 1986 / 1996 (DC)

R: Hayato Ikeda, Kôichi Ôhata
D: (Stimmen): Norio Wakamoto, Fumi Hirano, Hideyuki Hori, Banjô Ginga

Laufzeit der US-DVD: Ca. 47 Min.

Gesehen am: April 2006 / Review überarbeitet: 19.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Central Park Media / U.S. Manga Corps vor = Teile eins und zwei Uncut (= DC), im O-Ton und mit englischen Subs auf einer DVD. Auf einer 2. Disc gibt es Bonusmaterial. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. PS: Der DC wurde erst 1996 veröffentlicht. Fehler in den Animationen wurden korrigiert und neues Material (ca. fünf Minuten) wurde hinzugefügt.

Return of the Kung Fu Dragon Review





Return of the Kung Fu Dragon

Story:

Die Ortschaft Golden City wird von Gangstern (u.a. Tung Li, Tsai Hung) eingenommen, viele getötet. Einigen Kindern gelingt die Flucht. 19 Jahre später: die Kinder von damals (u.a. Li Chung-Chien, Nick Cheung Lik, Polly Shang-Kuan Ling-Feng) wollen Rache an den Gangstern und Golden City von ihnen befreien…

Meine Meinung:

An diesem Taiwan-Fantasy-Trash-Eastern mit Little Hero Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Ghostly Face, Die 18 Jadekrallen der Shaolin, The Ghost Hill) von Regisseur Yu Chik-Lim (The Plot) hatte ich grosse Freude. Die damaligen Filme aus Taiwan waren einfach extrem witzig, fantasievoll, bunt, schräg und voller lustiger Kostüme, Requisiten und einer Vielfalt an Fantasie. Diese kindliche Naivität der Filme gefällt mir sehr.

So auch Return of the Kung Fu Dragon, der mit einer simplen Rache-Story aufwarten kann, die alles andere als kompliziert oder komplex ist. Es gibt viele fantastische Elemente – so kann ein guter Magier eine Art Sturm heraufbeschwören, der 19 Jahre bestehen bleibt. Zeit genug, bis aus den Kindern Erwachsene Rächer geworden sind, die in Sicherheit aufwachsen und trainiert werden konnten.

Auf der anderen Seite haben wir auch den Hauptbösewicht mit den langen weissen Haaren und dem sehr langen weissen Bart (der von einer Frau getragen werden muss wie ein Hochzeitskleid, wenn er sich nicht ab und zu bei einem Kampf in einem Gebüsch verfängt). Dieser kann sich z.B. auch teleportieren und ist quasi nebst dem immer lachenden General der Haupt-Bösewicht, den es am Ende zu besiegen gilt.

Die Outfits sind klasse und man achtete auf sehr viele kleine Details. Die Macher waren mit Liebe zum Detail dabei. Polly Shang-Kuan Ling-Feng Outfit ist ebenso klasse und man sieht ihr gerne zu, wie sie kämpft oder sie in manch einer Szene sehr schlitzohrig agiert. Sie scheint grossen Spass an der Rolle gehabt zu haben. Mehr als die männlichen Helden im Film, die oft zu ernst und steif wirken.

Die Action-Szenen sind teilweise besser gefilmt und choreographiert als erwartet. Wenn man bedenkt, dass das Originalbildformat 2.35 : 1 (Widescreen) wäre, so ist es schade, dass die erhältlichen Fassungen nur in Vollbild sind. Da gehen dann doch auch Bilddetails verloren. Auf jeden Fall gibt es nicht zu wenig Action und Fans von taiwanesischen Fatasy-Eastern können sich bedenkenlos an Return of the Kung Fu Dragon wagen. Ich fand den Film besser als erwartet…

Infos:

O: Ju ma pao

Taiwan 1978

R: Yu Chik-Lim

D: Li Chung-Chien, Nick Cheung Lik, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Tsai Hung, Tung Li, Chuan Yuan, Chan Sing

Laufzeit des holländischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 19.03.20

Fassungen: Mir lag das VHS aus Holland von Dragon Video vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, nur Englisch Dubbed (okay bis mässig), nur Vollbild. In HK soll es von Ocean Shores Video ein VHS in Canto mit englischen Subs geben. Dies ist aber nicht der O-Ton – O-Ton wäre Mandarin. Es gibt den Film in den USA auf DVD – nur Dubbed. Eine O-Ton mit englischen Subs, eine deutsche Fassung sowie eine Blu-Ray (oder VCD/LD) gibt es meines Wissens nicht (Stand: März 2020).

The Mummy’s Revenge Review





The Mummy’s Revenge

Story:

Eine alte Mumie (Paul Naschy) erwacht in London zum Leben und geht nachts auf Beutejagd. Bevorzugtes Beuteschema: Frauen…

Meine Meinung:

Von The Mummy’s Revenge, einem bis dato eher seltenen Paul Naschy Titel (gab es wohl bisher nur als zensierte spanische DVD), war ich leicht enttäuscht. Ich hatte wohl zu viel erwartet da seltener Titel und Zensurvorgeschichte. Der Film wurde vor Jahren von Code Red angekündigt – danach hörte man lange nichts mehr, ehe sich nun Scorpion Releasing dem Film annahm und diesen in den USA auf Blu-Ray veröffentlichte.

Für solch kleine Genre-Perlen und Labels muss man, gerade in der heutigen Netflix und Co. Zeit, froh und dankbar sein. Dennoch: ich habe sicherlich etwas zu viel erwartet. Schlecht ist The Mummy’s Revenge, in welchem Naschy gleich mehrere Rollen verkörpert, nicht. Aber auch kein Kracher.

Ich störte mich an: teilweise wirkte der Film etwas lahm und es gab, ähnlich wie in 80er Jahre US-Slashern, lahme Füllszenen. Dazu kommt, dass ich mir den Film blutiger gewünscht hätte. Viele der Morde passieren im off screen und die Story ist nicht sonderlich spannend.

Die gezeigten Effekte wie auch das Mumien-Make-Up waren gut, die Mädels wie immer schön anzusehen und Naschy sehr solide in seinen Rollen. Als Mumie (mit dem Make-Up) hätte man ihn gar nicht erkannt, wenn ich es nicht zuvor gelesen hätte.

Der Film, der tatsächlich in England gedreht wurde, kann ich, auch wenn kein Kracher, allen Paul Naschy Sammlern und Fans empfehlen...

Infos:

O: La Venganza de la momia

Spanien 1973

R: Carlos Aured

D: Paul Naschy, Jack Taylor, María Silva, Helga Liné, Rina Ottolina, Luis Dávila, Pilar Bardem, Eduardo Calvo

Laufzeit der US-Blu: 91 Min.

Gesehen am: 19.03.20

Fassungen: Mir lag die US-Blu Ray von Scorpion Releasing vor = Uncut (Langfassung d.h. Szenen, die auf der spanischen DVD fehlen, sind hier erhalten), Infos auf dem Back-Cover (à la Booklet), Audiokommentar, sehr gute Bild- und Tonqualität (bis auf wenig eingefügte Szenen aus einem anderen Master), Englisch/Spanisch mit englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2020).